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Dienstag, 5. September 2006 16:17
Nach der Messe gibt’s ein Kasperltheater
Im österreichischen Bundesland Salzburg ist ein Benediktinerkloster mit europäischer Ausrichtung im Entstehen begriffen.
Im Garten der Europa-Benediktiner
Im Garten der Europa-Benediktiner
(kreuz.net) Sieben Benediktiner leben zur Zeit in einer österreichischen Gemeinschaft, die sich Europakloster nennt.

Das Kloster, das nicht wie eines aussieht, befindet sich im ehemaligen Gutshof ‘Gut Aich’ in der österreichischen Gemeinde St. Gilgen am Wolfgangsee.

Die Gemeinschaft begann am 1. Juli 1993 mit drei Benediktinermönchen.

Gründer ist Pater Johannes Pausch OSB, der vorher an der Universität Salzburg Theologie und Psychologie lehrte.

Die Mönche nennen sich Europa-Benediktiner, weil sie mit ihrem gemeinsamen Leben „bewußt ein Zeichen sein wollen für ein Europa, in dem die Vielfalt von Menschen und Völkern nicht Hindernis, sondern Chance für ein erfülltes Leben ist.“

"Wohnen bei Gott und sich selbst" - schreibt die Mönchsgeeinschaft als Untertitel zum Bild
„Wohnen bei Gott und sich selbst“ – schreibt die Mönchsgeeinschaft als Untertitel zum Bild
Im Ordenshaus gibt es auch ein Europa-Zentrum.

Es will einen Beitrag zur Grundlagenforschung in den Bereichen Konflikt und Frieden zwischen einzelnen Menschen, Völkern, Rassen, Konfessionen und Religionen leisten.

An das Haus angeschlossen ist auch das Hildegardzentrum. Es handelt sich um ein Kur- und Heilzentrum.

Die Gemeinschaft veranstaltet Kräuterseminare, Wochenkurse für alternative Medizin und über psychosomatische Krankheiten. Auch sieben verschiedene Sorten Likör werden hergestellt.

Grundlage die Tätigkeit sind die benediktinische Gastfreundschaft, der Heilungsauftrag des Evangeliums und die Überzeugung, daß der Mensch eine Einheit anstrebt zwischen Leib-Seele und Geist.

Der Tagesablauf der Mönche beginnt um 6.30 mit einem Morgengebet in der Klosterkirche.

Um 11.30 halten die Ordensleute Mittagsmeditation. Sie findet täglich im Meditationsraum über der Kirche statt.

Zu Beginn wird ein christliches Mantra gesungen. Die anschließende Stille wird mit einem Friedensgebet abgeschlossen.

Mantren stammen aus dem Hinduismus. Sie sind meist kurze, formelhafte Wortfolgen, die oft auch wiederholt rezitiert werden.

Um 17:30 findet das Abendgebet statt. Es besteht aus einer Messe und der Vesper.

Die Mönchsgemeinschaft im Jahr 2004
Die Mönchsgemeinschaft im Jahr 2004
Um 21:30 ist das Nachtgebet.

Anliegen der Mönche ist, den Tag und Alltag immer wieder in Frieden miteinander und mit den Menschen abzuschließen.

An Samstagen und vor Hochfesten wird um 21.00 eine Vigil gehalten. Es handelt sich dabei um das traditionelle Nachtgebet der Mönche.

Dabei wird das Licht von der Osterkerze entzündet und der dunkle Kirchenraum durch viele Kerzen erleuchtet.

Am Ende der gesungenen Feier spielen Bruder Thomas, Bruder Emmanuel und Bruder Lukas in der Regel noch mit Orgel, Monochord und Trommel.

Gewöhnlich veranstalten die Mönche am ersten Sonntag im Monat einen Kindergottesdienst.

Die Kinder können dabei „ganz aktiv“ am Gottesdienst teilnehmen.

Nach dem Gottesdienst führen die Mönche im Gruppenraum des Klosters fast immer ein Kasperltheater auf.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 15 Lesermeinungen:
Sonntag, 10. September 2006 19:32
St.Meyer: Europakloster
Mir gefällt das, was die Europa-Benediktiner dort „aufziehen“!
Die haben es begriffen!

So stelle ich mir „innere Mission“ vor:
Dem Zeitgeist nicht nur folgend,

(ohne ihn je zu erreichen)
sondern ihn zu praktizieren!

Man wünsche sich jede Menge Nachahmer
anstatt neidvoll und hämisch zu kritisieren!

Ich wünsche dem Europakloster alles Gute!

Mittwoch, 6. September 2006 08:35
landorganist: Nach typischer
kreuz-net-Manier wird hier wieder etwas schlecht gemacht und diskreditiert, was den Katholiban nicht in den Kram passt.

Ich wünsche der Gründung alles Gute und Gottes reichen Segen.
Mittwoch, 6. September 2006 00:20
Benedikt: @ Gotthard
Falls es wirklich keine gemeinsamen Quellen gibt (wovon ich ausgehe), dann ist das wohl die einzig mögliche Erklärung.
Dienstag, 5. September 2006 23:26
Gotthard: religiöse Praktiken
Es ist in der Tat bemerkenswert, dass es in jeder der großen Weltreligionen Gebetsschnüre gibt.
Religiöse Praktiken scheinen einfach menschheitsgemeinsam zu sein … aus der religiösen Natur des Menschen zu erwachsen.
Dienstag, 5. September 2006 22:57
Sulpicius: @Benedikt
DDL redet hin und wieder schon mal wirr! Das muß man ihm nachsehen bei seinem Aspririn-Verbrauch…
Dienstag, 5. September 2006 22:53
Benedikt: @ DDL
Ich weiß zwar jetzt nicht, ob konkret die hinduistische Mala älter ist als der katholische Rosenkranz, aber es ist doch recht wahrscheinlich angesichts der Tatsache, wie alt der Hinduismus an sich ist, und der Vielzahl der Elemente, die das Christentum von ihm übernommen hat.

Es ist in der Tat bemerkenswert, dass es in jeder der großen Weltreligionen Gebetsschnüre gibt. Ich konnte allerdings keinen Hinweis auf einen gemeinsamen Ursprung finden. Interessant wäre auch, welche „Vielzahl an Elementen“ das Christentum vom Hinduismus übernommen hat.
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