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Freitag, 1. September 2006 12:16
Die Lust als Ziel des Lebens?
Der Zustrom zu den Homo-Märschen in Köln und Berlin hat gezeigt, daß dieses Laster gesellschaftlich weitgehend anerkannt ist. Dabei verachtet seine Ausübung alles, was man an Heiligem mit dem Begriff „Familie“ verbindet. Von Pater Niklaus Pfluger.
Ausschnitt aus dem Plakat für die Wallfahrt nach Fulda der Piusbruderschaft am kommenden Wochenende
Ausschnitt aus dem Plakat für die Wallfahrt nach Fulda der Piusbruderschaft am kommenden Wochenende
(kreuz.net, Fulda) Es handelt sich dabei um eine bittere Frucht des Sozialismus, der vor allem auf zwei Irrlehren basiert.

Erstens: Es gibt keinen Gott und darum auch keinen Himmel.

Und so bemüht sich der Sozialismus folgerichtig, den Himmel auf Erden zu schaffen, ein Paradies „des Sichauslebens“ (Donoso Cortés).

Nicht mehr Gott wird als das Ziel des Lebens angestrebt, sondern die Lust. Auf den Homoparaden wird diese Lust-Religion förmlich zelebriert.

Die zweite Irrlehre ist die Leugnung der Erbsünde: Der Mensch ist an sich gut.

Darum wird auch das Aufbegehren der menschlichen Leidenschaften gegen die Herrschaft und Zügelung des Verstandes und des Willens als etwas Natürliches gesehen.

Schließlich kommt man zur „Erlösung“, die der Sozialismus predigt: Das oberste Ziel des Sozialismus ist es, „eine Atmosphäre zu schaffen, in der die Leidenschaften sich nach Lust frei und ungestört bewegen können“ – so der bekannte katholische Geschichtsphilosoph Donoso Cortés:

„Den Anfang hierzu macht der Sozialismus mit der Zertrümmerung der politischen, religiösen und gesellschaftlichen Instituitionen, die vorerst noch die Leidenschaft niederhalten…“

Es ist klar, daß es an erster Stelle die Institution der Ehe und Familie ist, die der Zügellosigkeit im Wege steht.

Doch Gottes Schöpfungsordnung kann man nicht unbestraft bekämpfen.

Dies scheint angesichts der demographischen Entwicklung langsam auch den Sozialisten zu dämmern.

Das deutsche Boulevardmagazin ‘Spiegel’ schreibt in seinem Onlinedienst anläßlich der Publikation des sog. 7. Familienberichts der Regierung: „Der neue Familienbericht der Regierung macht wenig Hoffnung: in keinem Land gibt es einen so geringen Geburtenwunsch wie in Deutschland …“ (SpiegelOnline am 25.4.06).

Ja, meine Damen und Herren vom linken Spektrum: eine späte Erkenntnis. Da lamentieren Sie nun, obwohl Sie und der ganze linke Presseblock in Deutschland seit Jahrzehnten eine massive Propaganda gegen die Ehe und gegen das Kind fahren.

Wir erinnern uns noch an Ihre verbissenen Kampagnen für den Feminismus, für die Abtreibung, für die Empfängnisverhütung, für die „alternativen Lebensformen“, für die Homosexualität, für die Pansexualisierung und für die Kondomisierung der Jugend.

Wer gedacht hat, die neue, „konservative“ Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU), würde wieder die christliche Sicht der Familie stärken, sieht sich leider enttäuscht.

„Familie zwischen Flexibilität und Verlässlichkeit“ lautet der Titel des 7. Familienberichts der Bundesregierung, den sie Ende April, pünktlich zum Muttertag, in Berlin vorgestellt hat. Eine Kommission aus sieben Sachverständigen war angetreten, um Perspektiven für eine „lebenslaufbezogene Familienpolitik“ zu entwickeln.

Auf der Internetseite des Bundesministeriums für Familie ist zu lesen, daß von der Leyen sich durch diesen Zustandsbericht der Familie in Deutschland in ihrer Haltung bestärkt sieht, „daß die Familienpolitik sich an der Lebensrealität und den Wünschen der jungen Menschen orientieren müsse“.

Das bedeutet konkret eine Anerkennung der bestehenden revolutionären Situation, wonach bei einem Großteil der jungen Bevölkerung das berufliche Vorankommen, der Lebensstandard und der Lebensgenuß als wichtigere Lebensziele eingeordnet werden, als die Zeugung und Erziehung von Kindern – die Berufstätigkeit höher als die Ausübung der Mutterschaft.

Der Dienst an der Weitergabe und Erziehung des Lebens wird von der Mehrzahl der jungen Menschen nicht mehr als ein göttlicher Auftrag betrachtet.

An dieser antichristlichen „Lebensrealität“ soll sich also nun – nach von der Leyen – die Familienpolitik orientieren.

Damit akzeptiert man diese revolutionäre Situation nicht nur, sondern zementiert sie geradezu: Die Politik schafft die Rahmenbedingungen dafür, daß diese verkehrte „Lebensrealität“ fortbestehen kann.
Werbemaßnahmen
Warum nicht statt der altliberalen Kampagnen für Kondome, einmal – im selben Ausmaß – die Ehe und Mutterschaft bewerben?


Dabei wird – so das Bundesfamilienministerium – das Hauptaugenmerk, wie schon unter der SPD-Regierung, auf den Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen sowie auf die steuerliche Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten gelegt.

Das nennt man dann ein kinderfreundliches Deutschland: Der gleiche Staat, der die Abtreibung von Kindern über die gesetzlichen Krankenkassen bezahlt, übernimmt freundlicherweise auch gern die „Betreuung“ jener Kinder, die geboren werden durften.

Beides ist ein staatlicher Dienst an der „Lebensrealität und den Wünschen junger Menschen“, deren Religion und Lebensziel ein lustvolles Lebens ist.

Was wir brauchen, ist nicht eine Familienpolitik, die sich „an der Lebensrealität und den Wünschen der jungen Menschen“ orientiert, sondern an dem Naturrecht, an dem christlichem Menschenbild, an dem Willen Gottes.

Dazu braucht es eine Umkehr des revolutionären Prozesses, den wir vor allem den Sozialisten „verdanken“.

„Die mütterliche Hand, die die Wiege bewegt, bewegt die Welt“ – sagt der französische Schriftsteller Leon Bloy († 1917).

Was wir brauchen, ist eine radikale Veränderung der öffentlichen Einstellung zur Ehe und Familie, zur Mutterschaft und zum Kind. Es bedarf wieder einer echten Wertschätzung und eines wirksamen Schutzes der naturrechtlichen Ordnung.

Warum – so möchte man die Familienministerin fragen – ersetzt man nicht die schon x-Jahre alte, widerliche Plakatkampagne in allen deutschen Städten, die zum Gebrauch von Kondomen ermuntert, durch eine Kampagne im selben Ausmaß, die zur Wertschätzung der ehelichen Treue und der mütterlichen Erziehungsaufgabe aufruft?!

Dem Christentum geht es wesentlich darum, die „Lebensrealität“ zu verändern, nicht darum, sich ihr anzupassen oder sich sogar an ihr „zu orientieren“.

Das muß der christlich-demokratischen Union wieder bewußt werden. Gerechterweise muß noch hinzugefügt werden: auch den Hirten der Kirche.


Die Piusbruderschaft will gegen den „gottlosen Sozialismus, der seine Wurzeln im Kommunismus hat“ zum letzten Rettungsmittel – dem Unbefleckten Herz Mariae – Zuflucht nehmen.

Sie lädt ein, an diesem Wochenende zahlreich zur Wallfahrt des deutschen Distriktes nach Fulda zu kommen und für die Rettung der christlichen Familie zu beten.

Mehr Informationen auf der Homepage der Wallfahrt


Der Beitrag von Pater Pfluger erschien als Vorwort in der Septemberausgabe des Mitteilungsblattes der Piusbruderschaft.
Pater Pfluger ist der erste Generalassistent der Piusbruderschaft und ehemaliger Distriktsoberer von Deutschland.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 64 Lesermeinungen:
Sonntag, 10. September 2006 19:23
St.Meyer: (@ Richard) Bla – bla – bla …
Gerade eben gefunden:
>> Richard: Ich denke die typische Familie sollte in den Medien mehr propagiert werden dann steigt auch die geburtenrate oder?
Statt dessen werden ja überall zum homoleben ermutigt, die vor allem mit 0,3 prozent um ein vielfaches überrepräsentiert ist.<<

Normalerweise wachsen die Jugendlichen doch zu Hause auf, oder?
Wozu dann in den Medien was propagieren, was Junge und Mädchen tagtäglich zu Hause erleben können: Familie.
Wenn denen das gefällt, werden sie es nachmachen …

Wenn es nur 0,1% bis 0,3% Homos sind (Richards Angaben schwanken ständig), wie können sie damit ÜBERrepräsentiert sein u. ÜBERALL ermutigen?

Pfluger schrieb: >>Der Dienst an der Weitergabe und Erziehung des Lebens wird von der Mehrzahl der jungen Menschen nicht mehr als ein göttlicher Auftrag betrachtet.<<
Ich meine:
Kein Wunder – die Eltern leben es scheinbar vor.
Man schaue sich nur die Kirchen von innen an,
wenn Gottesdienst ist.
Und zu Hause???

Dabei wird hier in den katholischen Nachrichten das „Home-Schooling“ propagiert.
Na toll … und wer schult die Lehrer (= Eltern) vorher?

Bla-bla-blawie meistens!

Sonntag, 10. September 2006 18:40
Gerhard: Ziel des Lebens
Nicht mehr Gott wird als das Ziel des Lebens angestrebt, sondern die Lust. Auf den Homoparaden wird diese Lust-Religion förmlich zelebriert.

…und wenn die für kreuz.net Verantwortlichen auch den Eindruck haben, dass „auf den Homo-Paraden die Lust zelebriert“ wird, dann sollen sie sich hüten, dies auf „die Homosexuellen“ im Allgemeinen zu übertragen! Es ist keineswegs so, dass jemand, nur weil er homosexuell ist, die „Lust als Ziel seines Lebens“ propagiert! Auch als Homosexueller kann man Gott als Ziel seines Lebens ansehen, selbst dann, wenn man in einer Partnerschaft mit einem Menschen lebt, den man liebt! Aber diesen Eindruck möchte kreuz.net ja auf gar keinen Fall zulassen!
Freitag, 8. September 2006 15:23
Nicole: Der „richtige Boy“ im „real“-Einkauf:
Der Computer Nr. 3
sucht für mich den richtigen Boy,
und die Liebe ist garantiert für beide dabei.
Der Computer weiß genau
für jeden Mann die richtige Frau,
und das Glück fällt im Augenblick
aus seiner Kartei.

Denn einer von vielen Millionen,
der wartet auf mich irgendwo.

(Gross: einszwoundachtzig, Kragen: 39, Schuhgröße: 46, stop!)

Der Computer Nr. 3
sucht für mich den richtigen Boy,
und die Liebe ist garantiert für beide dabei.

Lange war ich einsam, heut’ bin ich verliebt,
und nur darum ist das so,
weil es die Technik und die Wissenschaft
und Elektronengehirne gibt.

Der Computer Nr. 3
sucht für mich den richtigen Boy,
und die Liebe ist garantiert für beide dabei.
Der Computer weiß genau,
für jeden Mann die richtige Frau,
und das Glück fällt im Augenblick
aus seiner Kartei.

Denn einer von vielen Millionen,
der wartet auf mich irgendwo

(Alt: 22 Jahre, schwarze Haare, von Beruf Vertreter, Kennzeichen: Geld wie Heu)

Der Computer Nr. 3
sucht für mich den richtigen Boy,
und die Liebe ist garantiert für beide dabei.
Freitag, 8. September 2006 15:19
Sulpicius: „Real“…
… und seine perversen Gedankenspiele…
Freitag, 8. September 2006 15:13
Rainer Tobak: Ein Leser, namens „real“:
Wer mehr Kinder möchte muss sich endlich der Realität stellen, … muss die Homo-Adoption erlauben und es lesbischen und schwulen Paaren erlauben Kinder in Liebe und Verantwortung füreinander zu erziehen!

Wer hätte gedacht, daß DAS die Lösung für das demographische Katastrophe ist: die heterosexuellen Paare zeugen jetzt Kinder für Schwule und Lesben, die sich dann endlich zuhause beim „Pappa-Mamma-Spielen“ selbstverwirklichen und ausagieren können und dafür nicht mehr auf die ersatzweise Anschaffung von Haustieren angewiesen sind!
Freitag, 8. September 2006 15:00
real: Schock!
Selten zuvor habe ich einen derartigen Schwachsinn gelesen. Ekelerregend, pervers und abnorm sind die Adjektive, die mir zu diesem Taxt einfallen. Nichts, aber auch wirklich kein einziger Satze entspricht der Realität, die Ansichten sind psydo-wissenschaftliche, hetzerisch und schlichtweg stumpfsinnig. Wer mehr Kinder möchte muss sich endlich der Realität stellen, muss das Recht der Frauen anerkennen und fördern, muss die Homo-Adoption erlauben und es lesbischen und schwulen Paaren erlauben Kinder in Liebe und Verantwortung füreinander zu erziehen!
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