„Die katholische Kirche hat die Aufklärung und das Zweite Vatikanische Konzil gebraucht“
Der rockende Abtprimas der Benediktiner stößt sich an der von oben verordneten politischen Korrektness: „Sie ist eine Vernebelungsaktion zur moralischen Versklavung der Menschen.“

Abt Wolf stammt ursprünglich aus dem deutschen Benediktinerkloster St. Ottilien im Südwesten von Oberbayern. Er lebt in der internationalen Benediktinerabtei Sant’Anselmo in Rom.
Im Interview erklärt er, daß Gott in der französischen Revolution durch die menschliche Vernunft abgelöst worden sei.
Zweihundert Jahre später habe die 1968er-Revolution die Vernunft verstoßen. An ihrer Stelle sei die Natur auf die Altäre gehoben und die Freiheit individualisiert worden:
„Seither leben wir in einer Welt ohne Gott, ohne Jenseits, ohne Väter und ohne eine vernünftige Vorstellung von dem, was Freiheit ist.“
Das moralische Versagen gieriger Wirtschaftsbosse vertrage sich ausgezeichnet mit der Freiheitsvorstellung der 68er: „Diese Freiheit ist nirgendwo verankert, weder im Verantwortungsbewußtsein, noch im Gewissen, noch in der Scham.“

Der Benediktinerabt sprach im Interview auch und vor allem von der Politik.
Er findet es bedenklich, daß es während der Rot-Grünen-Bundesregierung Minister gegeben habe, die ihren Amtseid nicht mehr vor Gott ablegten – obwohl er eine solche persönliche Entscheidung respektiere.
Er habe sich aber damals gefragt: „Vor wem weiß sich so jemand verantwortlich?“
Das Gewissen falle nicht vom Himmel. Gläubige Menschen hätten stets im Hinterkopf: „Ich kann mich und die Menschen anschwindeln, aber Gott nicht.“
Von Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl glaubt der Abtprimas, daß er unter Selbstverblendung gelitten habe. Er sei dem konsumistischen Denken anheimgefallen.
Der Abt erinnert sich, auf dem Höhepunkt der CDU-Spendenaffäre hohe christdemokratische Politiker, die zu Exerzitien ins Kloster St. Ottilien gekommen waren, gewarnt zu haben: „Wenn Kohl nicht zurücktritt, führt er uns ins Verderben.“
Ärger ist dem Abtprimas egal. Er habe keine Angst mehr: „Ich will der Wahrheit eine Bresche schlagen, weil ich die Menschen mag.“
Niemand müsse politisch-korrekt handeln. Ehrlichkeit sei viel wichtiger: „Mich stört an der Political Correctness vor allem, daß sie alle unter Generalverdacht stellt, fremden- oder frauenfeindlich zu sein.“
Political Correctness sei eine große Vernebelungsaktion, ein Programm zur moralischen Versklavung.
Abtprimas Wolf erwähnt auch die deutsche Ausländerpolitik. Man mache auf Multikulti und verneble die Tatsache, daß in Wahrheit völlig verschiedene Lebenswelten aufeinanderprallten:
„Wir versuchen im Sinne der Political Correctness zu verschleiern, was uns unterscheidet – übergehen die Fremdheit des anderen mit schamhaftem Schweigen.“
Doch wer Unterschiede leugne, mache diese dadurch zum Stein des Anstoßes. Ein Frieden, der erkauft wird, indem sich alle blind und taub stellten, sei ein fauler Frieden.
Abt Wolf warnt vor einem Konflikt der Kulturen. Jede Religion trage einen kriegerischen Kern in sich, weil sie die Wahrheit für sich beanspruche und in die Welt tragen wolle:
„Die katholische Kirche hat die Aufklärung und das Zweite Vatikanische Konzil gebraucht, um neben der eigenen Wahrheit die Religionsfreiheit anzuerkennen.“ Andere Religionen seien noch lange nicht „so weit“.
Die Gefahr des Islam bestehe in seinem Ziel, die ganze Welt zu islamisieren.
Der Abprimas bedauert die Ausbreitung der Muselmanen: „In Neapel wird gerade die zweitgrößte Moschee Europas gebaut. Die größte steht in Rom.“
Er wünscht sich, als Europäer nicht vom Islam überfahren zu werden.
Dem neuen Papst gegenüber sei er – schon als dieser noch Kardinal war – immer skeptisch gewesen, erklärt der Abtprimas: „Ich habe den Eindruck, daß er dem Menschen sehr mißtraut, weil er ihn als potenziellen Sünder sieht, der sofort über die Schnur springt, wenn man ihm ein bißchen Freiheit läßt.“
Doch es gebe auch zwei Dinge, die dem Abt an Benedikt XVI. gefallen: „Er ist hochintelligent und politisch herrlich unkorrekt.“
Abtprimas Wolf erklärte im Interview auch, daß er das Amt als oberster Repräsentant sämtlicher Benediktiner der Welt eigentlich gar nicht gewollt habe: „Ich habe es bei der ersten Wahl 1996 abgelehnt.“
Im Jahr 2000 hätten ihn die Äbte dann massiv gedrängt. Er habe im ersten Wahlgang einen so hohen Stimmenanteil erhalten, daß es kein Zurück mehr gegeben habe.
Eine Pension gebe es für Benediktiner nicht. Abtprimas Wolf würde sich freuen, wenn er eines Tages im Gymnasium von St. Ottilien den Schülern Nachhilfe geben könnte:
„Das ist in Wahrheit mein Traumjob.“
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Mittwoch, 8. November 2006 14:05
Elendester Sünder: Lassen wir uns nicht vernebeln!
Religionsfreiheit hat es nie gegeben und wird es nie geben. Kein Staatswesen kann bestehen, wenn es Freiheit
des Glaubens zuläßt.
Was wir gegenwärtig erleben, ist nicht die Religionsfreiheit, sondern der Zwang zum Anbeten des Götzen der Humanität, was der Teufel ist. Wer heute den Teufel nicht anbetet, ist ein Geächteter. Kaum jemals in der Weltgeschichte haben die Menschen unter derartigem inquisitorischen Druck gelebt, freilich unter falschem Vorzeichen.
Was wir gegenwärtig erleben, ist nicht die Religionsfreiheit, sondern der Zwang zum Anbeten des Götzen der Humanität, was der Teufel ist. Wer heute den Teufel nicht anbetet, ist ein Geächteter. Kaum jemals in der Weltgeschichte haben die Menschen unter derartigem inquisitorischen Druck gelebt, freilich unter falschem Vorzeichen.
Donnerstag, 7. September 2006 01:03
Jörg Guttenberger, Köln: Graf von Galen: Koran
Natürlich glaube ich das nicht.
Der Koran ist, soweit bekannt, das, was man in der r.-k. Kirche eine Privatoffenbarung nennt. Solche Offenbarungen werden, soweit sie Allgemeingültigkeit beanspruchen, einer kritischen Prüfung des kirchlichen Lehramtes unterzogen.
Eine in diesem Sinne kritische Prüfung hat es zum Koran nie gegeben. Damit hat eine Privatoffenbarung ungeprüft Allgemeingültigkeit erlangt, innerhalb die r.-k. Kirche völlig unmöglich.
Daß der hl. Geist auch im Islam wirkt, will sagen, daß er (der hl. Geist) im Sinne der Geisttaufe jedem Menschen seine Führung anbietet, unabhänigig seiner Religionszugehörigkeit, unbeschadet der Freiheit, diese Führung auch abzulehnen. Da hier die kritische Prüfung des kirchlichen Lehramtes fehlt sind Mißverständnissen und Willkührinterpretatioinen verständlicherweise Tür und Tor geöffnet, wie das Beispiel „Koran“ unmißverständlich zeigt.
Neuere Aseinandersetungen werfen allerdings die Frage auf, ob die Interpretation des Korans immer seinem eigentlichen Anliegen entspricht. Kritische wissenschaftliche Auseinandersetzungen sind dort weit schwieriger, als bei uns mit der Bibel, zum Teil sogar lebensgefährlich.
Der Koran ist, soweit bekannt, das, was man in der r.-k. Kirche eine Privatoffenbarung nennt. Solche Offenbarungen werden, soweit sie Allgemeingültigkeit beanspruchen, einer kritischen Prüfung des kirchlichen Lehramtes unterzogen.
Eine in diesem Sinne kritische Prüfung hat es zum Koran nie gegeben. Damit hat eine Privatoffenbarung ungeprüft Allgemeingültigkeit erlangt, innerhalb die r.-k. Kirche völlig unmöglich.
Daß der hl. Geist auch im Islam wirkt, will sagen, daß er (der hl. Geist) im Sinne der Geisttaufe jedem Menschen seine Führung anbietet, unabhänigig seiner Religionszugehörigkeit, unbeschadet der Freiheit, diese Führung auch abzulehnen. Da hier die kritische Prüfung des kirchlichen Lehramtes fehlt sind Mißverständnissen und Willkührinterpretatioinen verständlicherweise Tür und Tor geöffnet, wie das Beispiel „Koran“ unmißverständlich zeigt.
Neuere Aseinandersetungen werfen allerdings die Frage auf, ob die Interpretation des Korans immer seinem eigentlichen Anliegen entspricht. Kritische wissenschaftliche Auseinandersetzungen sind dort weit schwieriger, als bei uns mit der Bibel, zum Teil sogar lebensgefährlich.
Donnerstag, 7. September 2006 00:54
Guldin: Wiederbetätigung
Es reicht wohl den Blödsinn einmal zu posten!
einfach widerlich!
einfach widerlich!
Donnerstag, 7. September 2006 00:51
Perpetua: Von der Redaktion entfernt
Mittwoch, 6. September 2006 17:08
Graf von Galen: Wider VII, @ Guttenberger
Der Hl. Geist weht selbstverständlich nicht im Islam.
Oder glauben Sie ernsthaft, daß sich der Hl. Geist mit
Satan zusammen getan hat, um den Koran zu schreiben
mit seinen ausdrücklich die Gottessohnschaft leugnenden
Stellen ? Dies ist absolut ausgeschlossen.
Oder glauben Sie ernsthaft, daß sich der Hl. Geist mit
Satan zusammen getan hat, um den Koran zu schreiben
mit seinen ausdrücklich die Gottessohnschaft leugnenden
Stellen ? Dies ist absolut ausgeschlossen.
Mittwoch, 6. September 2006 14:11
Benedikt: Auch Hr. Corvisier
kennt den Unterschied zwischen Katholizismus und Katholizität nicht.
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