09:58:42 | Mittwoch, 6. September 2006
Eine US-Amerikanerin aus jüdischer Familie berichtete kürzlich, wie sie nach der Korrektur eines Artikels katholisch wurde.
(kreuz.net, New Jersey) Dawn Eden wuchs in einer liberalen jüdischen Familie auf und verbrachte den Großteil
ihres Lebens im US-Bundesstaat New Jersey im Nordosten der Vereinigten Staaten. Sie ist von Beruf Journalistin.
Ende Juli erzählte Frau Eden der US-Wochenzeitung ‘National Catholic Register’, wie sie zuerst Protestantin
wurde und dann zur Kirche fand.
Der ‘National Catholic Register’ ist im Besitz der Legionäre Christi.
Es falle allen Juden schwer, Christus anzuerkennen – erklärte Frau Eden. Besonders schwierig sei die
Bekehrung für liberale Juden, weil sie kein Verständnis für einen persönlichen Gott hätten. Für
sie gebe es nur ein nebuloses Höheres – irgendwo da draußen.
Frau Edens Bekehrungsgeschichte begann
im Dezember 1995. Damals führte sie ein Interview mit dem Rocker Ben Eshbach. Dieser erwähnte im Gespräch,
daß er gerade den Roman „Der Mann, der Donnerstag war“ von Gilbert Keith Chesterton († 1936) lese.
Daraufhin
las Frau Eden das Buch ebenfalls. Es faszinierte sie so sehr, daß sie sämtliche Bücher von Chesterton
verschlang. Doch zu Gott fand sie deshalb noch nicht.
Im Jahr 1999 arbeitete Frau Eden für die Webseite
eines palästinensischen Arbeitgebers. Die Konflikte in Palästina beeinflußten auch das Arbeitsverhältnis
negativ.
In dieser Zeit fiel Frau Eden in Depressionen und hatte sogar Selbstmordgedanken. In ihren dunklen
Stunden begann sie, im Neuen Testament zu lesen.
Ihre Mutter – die bereits zum Christentum konvertiert
war – ermutigte sie, Psalm 27 zu beten. Im Gebet empfing Frau Eden die Kraft, ihre Arbeitsstelle zu wechseln.
Kurz darauf hörte sie abends im Bett eine Frauenstimme: „Bei manchen Dingen genügt es nicht, sie zu
wissen. Man muß sie verstehen.“
Frau Eden begriff, daß sie Gott nicht durch äußeres Wissen, sondern
durch den Glauben kennenlernen mußte: „Ich fiel auf die Knie und bat Jesus, in mein Herz zu kommen.“
Das war der Zeitpunkt, als sie sich taufen ließ.
Zwei Jahre später – im Jahr 2001 – schloß sie sich
der ‘New York City Chesterton Society’ an.
Weitere zwei Jahre später wurde Frau Eden im Lebensschutz
aktiv. Auf ihrem Weblog
‘The Dawn Patrol, begann sie die Kinderschlächtereien von Planned Parenthood –
‘pro famlia’ – anzuprangern.
Wegen dieses Engagements begann man ihr im Januar 2005 an ihrer Arbeitsstelle
Schwierigkeiten zu machen. Sie arbeitete damals bei der US-Tageszeitung ‘New York Post’ als Korrektorin.
Dabei hatte sie auch die Aufgabe, einseitige Artikel auszugleichen.
Einmal objektivierte Frau Eden einen
glorifizierenden Bericht über die künstliche Befruchtung.
Sie fügte im Text hinzu, daß bei dem umstrittenen
Verfahren etwa zehn Kinder gezeugt, aber jeweils nur eines in die Gebärmutter verpflanzt wird und überleben
darf.
Der Reporter war über diese Änderungen erzürnt und forderte die Entlassung der Korrektorin.
Auch der Chefredakteur der Tageszeitung erklärte, daß er über Frau Edens Blog „sehr besorgt“ sei.
Schließlich entließ er sie.
In dieser schwierigen Zeit suchte sich Frau Eden einen Freund im Himmel.
Auf einer katholischen Homepage fand sie den Heiligen Maximilian Kolbe, der dort als Patron der Journalisten
vorgestellt wurde.
Beim Lesen seiner Lebensgeschichte sei sie in Tränen ausgebrochen – berichtet die
damalige Protestantin: „Ich sprach mit ihm wie mit einem Freund und bat ihn, für mich Fürsprache zu
halten.“ Danach sei göttlicher Frieden in ihr Herz eingekehrt.
Bis zu diesem Zeitpunkt hatte sie sich
gegen die katholische Heiligenverehrung gesträubt: „Doch als ich zum Heiligen Maximilian zu beten begann,
habe ich verstanden, worum es ging.“
Während ihrer Schwierigkeiten mit der Arbeit entstand in ihr eine
Verbundenheit mit der Katholischen Kirche. Diese habe die längste Geschichte der Verfolgung, aber auch
der Beharrlichkeit hinter sich. Frau Eden wollte zu ihr gehören.
Schließlich begegnete sie bei einer
Wallfahrt im Juli 2005 sehr eifrigen Priestern: „Sie akzeptierten mich wie ich war. Ich wollte wegen ihrer
Großzügigkeit in ihrer Nähe sein.“
Weniger als ein Jahr später – in der Osternacht 2006 – wurde Frau
Eden in die Kirche aufgenommen.
Inzwischen fand sie auch eine neue Arbeitsstelle. Sie arbeitet als stellvertretende
Nachrichtenredaktorin bei der Tageszeitung ‘New York Daily News’.
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