Hamlet und die Jungfrauengeburt
Papst Silverius († 523) trifft auf den berühmten Hamlet, der dem gleichnamigen Drama des englischen Dichters William Shakespeare
entsprungen ist. Ein Streit entbrennt über die Lehre der Kirche zur Jungfrauengeburt.

Hamlet: Wen kümmert es, Eure Heiligkeit, ein Stäubchen ist’s, des Geistes Aug’ zu trüben.
Papst Silverius: Kein Staub mein Prinz, die Klarheit Gottes. Die beiden Naturen sind ohne irgendeine Vermischung im Schoß der heiligen Jungfrau und Gottesgebärerin Maria geeint.
Hamlet: So gänzlich dumm sich keine Schöne find, grad ihre Dummheit hilft ihr noch zum Kind.
Papst Silverius: Mein Lieber, beleidige die Gottesmutter nicht! Das Geheimnis, daß der Schöpfer ohne Same empfangen wurde, ist der Geburt Gottes ganz und gar angemessen.
Hamlet: Eure Heiligkeit, es ist was faul.
Papst Silverius: Urteilt nicht vorschnell. Er wahrte, was Er aus dem Vater war und stellte dar, was Er aus der Mutter angenommen hatte.
Hamlet: Ist dies schon Tollheit, hat es doch Methode.
Papst Silverius: Weder Tollheit noch Methode, sondern die Weisheit Gottes, die alles ordnet. Er, der vor den Zeiten Sohn Gottes war, wurde Sohn des Menschen und in der Zeit nach Art des Menschen geboren. Welches Geheimnis: Er bewahrte die Geburt vor Verletzung.
Hamlet: Ich verstehe nicht. Mehr Inhalt, weniger Kunst.
Papst Silverius: Geduld, lieber Hamlet. Christus öffnete bei der Geburt den Schoß der Mutter, doch kraft seiner Gottheit versehrte er die Jungfräulichkeit nicht.
Hamlet: Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage.
Papst Silverius: Derselbe Sohn Gottes ist zugleich Gott und Mensch, zugleich Kraft und Schwachheit, Niedrigkeit und Erhabenheit, loskaufend und verkauft, ans Kreuz gehenkt und das Himmelreich gewährend, so in unserer Schwachheit, damit er getötet werden kann, so in der ungeborenen Macht, damit er durch den Tod nicht vernichtet werden konnte.
Shakespeare spricht meist durch sein Drama ‘Hamlet’. Papst Silverius († 523) war 9 Jahre Papst. Seine Zitate sind dem Brief „Libellus fidei“ – dem Glaubensbüchlein – entnommen, das er von Rom nach Konstantinopel sandte.
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Freitag, 24. Dezember 2004 22:46
Dolfus: Gesegnetes Weihnachtsfest!
Das wünsche auch ich den Redakteuren, allen Lesern und unseren Familien, sowie allen Menschen: ein gesegnetes Fest von der Geburt unseres göttlichen Heilandes Jesus Christus!
Freitag, 24. Dezember 2004 18:55
Catholicus: Gesegnete Weihnachten!
Danke für dieses schöne und kunstvolle Gespräch zum Weihnachtsgeheimnis. Den (unbekannten) Redakteuren von kreuz.net sowie den Lesern wünsche ich gesegnete Weihnachten!
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