Hexenverfolgung?
Wer verurteilte die Hexen?
Kirchliche Gerichte urteilten über viele Hexen. Todesurteile waren sehr selten. Üblicherweise wurde eine wegen Hexerei verurteilte Person mit der Exkommunikation, einer Buße oder mit Haft bestraft. Von Jenny Gibbons.
(kreuz.net) Über Jahre wurde die Verantwortung für die große Hexenjagd der Katholischen Kirche in die Schuhe geschoben. Historiker des 19. Jahrhunderts führten die Verfolgung auf eine religiöse Hysterie zurück.

Als Margaret Murray die These vorbrachte, daß Hexen Mitglieder einer heidnischen Sekte waren, trompeteten Divulgatoren, daß die Große Hexenjagd keine bloße Panik war, sondern vielmehr ein bewußter Versuch des Christentums, eine rivalisierende Religion auszurotten.

Heute wissen wir, daß es für diese Theorie kein Beweismaterial gibt.

Als die Kirche auf dem Höhepunkt ihrer Macht stand – im 11. bis 14. Jahrhundert – starben sehr wenige Hexen.

Bis nach der
Die Zeit der Hexenverbrennungen
Als die Kirche auf dem Höhepunkt ihrer Macht stand – im 11. bis 14. Jahrhundert – starben sehr wenige Hexen.
Reformation – als die Katholische Kirche ihre Position als die unangefochtene moralische Autorität Europas verlor – erreichten die Verfolgungen keine epidemischen Ausmaße.

Außerdem wurden die meisten Tötungen von weltlichen Gerichten durchgeführt.

Kirchliche Gerichte urteilten über viele Hexen. Aber gewöhnlich sprachen sie keine Todesurteile aus. Eine der Hexerei beschuldigte Person konnte mit der Exkommunikation bestraft werden, eine Buße erhalten oder eingekerkert werden. Aber sie wurde selten getötet.

Die Inquisition vergab fast jeder Hexe, die ein Bekenntnis ablegte und bereute.

Wir können dazu den Fall in York – England – anführen, der von Keith Thomas in seinem Werk „Religion und der Niedergang der Magie“ beschrieben wird:

Auf der Höhe der Großen Hexenjagd (1567-1640) wurde dort die Hälfte aller Hexenfälle, die vor kirchliche Gerichte gebracht wurde, wegen Mangel an Beweisen abgewiesen.

Folter wurde keine verwendet und der Angeklagte konnte seinen Namen reinwaschen, indem er vier bis acht Zeugen vorbrachte, die schworen, daß die betreffende Person keine Hexe sei.

Nur 21% der Fälle endeten mit Verurteilungen. Die Kirche sprach dabei keine Körper- oder Todesstrafen aus.

Generell wurde die große Mehrheit der Hexen von weltlichen Gerichten verurteilt. Ironischerweise waren örtliche Gerichte die schlimmsten.

Einige Autoren wie Anne Llewellyn Barstow – in ihrem Werk „Hexenwahn“ – führen den Anstieg der Todesraten auf einen Niedergang der „gemeinschaftsbezogenen“ mittelalterlichen Gerichtshöfe zurück und auf das Aufkommen zentralisierter „nationaler“ Gerichtshöfe.

Nichts ist von der Wahrheit weiter entfernt.
Ohne Folter:
Die Inquisition vergab fast jeder Hexe, die ein Bekenntnis ablegte und bereute.


„Gemeinschaftsbezogene“ Gerichte erwiesen sich häufig als eigentliche Schlachthöfe, die für die Tötung von 90% aller angeklagten Hexen verantwortlich waren. Nationale Gerichte verurteilten nur etwa 30% der Angeklagten.

Warum war die Anzahl der Hinrichtungen so unterschiedlich?

Zivile Gerichte behandelten tendenziell die Fälle von „schwarzer“ Magie. Das waren Prozesse, die sich auf magische Morde, Brandstiftung und andere Gewaltverbrechen bezogen.

Kirchliche Gerichte behandelten eher die „weiße“ Magie, also Fälle von magischen Heilungen, Vorhersagen und Schutzmagie. Gerichtsdokumente zeigen, daß die kirchlichen Gerichte Heilungen immer milder behandelten als Verfluchungen.

Außerdem dienten die weltlichen und die kirchlichen Gerichtshöfe zwei unterschiedlichen Zielsetzungen.

Zivile Gerichte „schützen“ die Gesellschaft, indem sie verurteilte Verbrecher bestraften und töteten.

In der Theorie war das kirchliche Gerichtssystem dazu bestimmt, einen Verbrecher „zu retten“, ihn also wieder zu einem guten Christen zu machen. Nur Sünder, die keine Reue zeigten, sollten hingerichtet werden.

Die Unterschiede zwischen örtlichen und nationalen Gerichtshöfen sind ebenfalls leicht zu erklären.

Fälle von Hexerei waren gewöhnlich von allgemeinen Angstausbrüchen und öffentlichen Protesten begleitet. Die Mitglieder „gemeinschaftsbezogener“ Gerichtshöfe stammten aus jener Menschengruppe, die von der Panik betroffen war.

Nationale Gerichtshöfe besaßen eine größere Distanz zu den Hysterien.

Außerdem beschäftigten nationale Gerichtshöfe in der Regel professionelle und ausgebildete Mitarbeiter, bei denen die Wahrscheinlichkeit geringer war, daß sie eilig „Gerechtigkeit“ schaffen und dabei wichtige gesetzliche Leitplanken vernachlässigen würden.

Jenny Gibbons, die Autorin des Beitrages studierte Mittelalterliche Geschichte und ist Anhängerin eines modernen Hexenkultes.

Nächstes Mal: Das Märchen von der hexenjagenden Inquisition
Der Artikel ist Teil der folgenden Reihe:
1. Die unterschlagene Revolution 2. 400 Hexen auf einen Streich? 3. Die große Preisfrage: Wann war die Zeit der Hexenverbrennungen? 4. Die überraschende Landkarte der Hexenjagd
5. Wer verurteilte die Hexen?
6. Das Märchen von der hexenjagenden Inquisition 7. Wer war am stärksten in Gefahr, unter Hexenverdacht zu fallen? 8. War der Hexenwahn ein Ausbruch des Frauenhasses? 9. Neun Millionen getötete Hexen?
      
20 Lesermeinungen
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#20   Kurt K.   20:27:27 | Freitag, 2. Februar 2007
Verurteilt zum Tode
haben in der Tat hauptsächlich weltliche Gerichte. Das ist aber keine Auszeichnung für die Kirchen (katholische sowie in schlimmerem Maße die protestantische), denn wer einen Verurteilten an eine Instanz ausliefert, von der man ziemlich genau weiss, dass diese das Todesurteil vollstrecken wird, kann sich nicht freisprechen vom Mord. Ausserdem – auch wenn nicht zum Tode verurteilt wurde, waren die Menschen nach der Folter oft so furchtbar verstümmelt, dass sie oft daran starben.
Und dass „die Päpste“ gegen den Hexenglauben gewesen seien, stimmt nur bis 1484. Dann nämlich verwarf Papst Innozenz VIII die bis dato gültige Lehrmeinung, dass Hexenglauben Aberglaube sei und bestätigte, dass Heinrich Insistoris (Kramer) die volle Unterstützung durch weltliche Herren zu gewähren sei. Erst dann fing der Hexenwahn richtig an. Bis dahin hatten sich nämlich viele weltliche Herrscher geweigert, ihn zu unterstützen, da sie auf ihren Verstand hörten. Dann allerdings wurden Gegnern Kramers Kirchenstrafen angedroht und sie mussten sich fügen. Wers nicht glaubt, schaue unter „Hexenbulle / Summis desiderantes affectibus“ im Internet oder Lexica nach.
Hexenglaube im Volk gab es auch schon vorher, doch Todesstrafen dafür waren selten, meistens wurde eine beschuldigte Hexe mit zeitlicher Verbannung bestraft. Erst ab der päpstlichen Bestätigung des Hexenhammers fing das Wüten der Prozesse an. Warum kann man als Katholik nicht zu Fehlern der Kirche stehen? Das lässt sich nicht wegdiskutieren!
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#19   Parzifal   01:57:02 | Donnerstag, 7. September 2006
@ all
Vielleicht sollten Sie sich mal die Frage stellen warum ausgerechnet eine „Hexe“ einen solchen Artikel verfassen darf!?
Die Antwort ist einfach. Auf diese Weise erreicht kreuz.net zweierlei.
Erstens versichert man den Leser daß es gar nicht so schlimm war wie es die behaupten die in Wahrheit schlimm sind – die Aufklärer!
Und zweitens muß der Katholik nicht seinen alteingesessenen Glauben an die Existenz von Hexen einbüssen. Schließlich wurde der Artikel ja von einer „Hexe“ geschrieben.
Das ist ungefähr so glaubwürdig wie ein Jude (bspw. Israel Shamir alias Jöran Jemras), der dem Katholiken versichert daß die Judenverfolgungen durch die Katholische Kirche nicht allzu schlimm waren.
Also kurz und knapp: Es ist Unsinn!
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#18   Schnabeltierkönig   01:44:36 | Donnerstag, 7. September 2006
Die damaligen Päpste haben sich
allesamt gegen die Hexenverfolgung ausgesprochen!
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#17   Benedikt   18:56:42 | Mittwoch, 6. September 2006
@ rhi
Im allgemeinen geht man so vor, dass man die Motive der Täter beurteilt und dabei die jeweilige Epoche einbezieht.
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#16   Artois †   17:41:57 | Mittwoch, 6. September 2006
@rhi-rhi
Was meinen Sie denn mit „blutiges Treiben“? Ihre Rotznase?
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#15   rhi   17:40:43 | Mittwoch, 6. September 2006
Die Wahrheit ist eine Tochter der Zeit
Also ich finde nicht, dass es früher weniger schlimm für die Betroffenen war, wenn man sie gefoltert oder umgebracht hat.
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#14   Benedikt   17:32:13 | Mittwoch, 6. September 2006
@ rhi
Man macht es sich immer sehr einfach, wenn man aus der heutigen Warte heraus über vergangene Generationen urteilt.
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#13   rhi   17:25:35 | Mittwoch, 6. September 2006
Schuldrelativierung, Teil 2
Selbst wenn die weltlichen Gerichte und sonst alle anderen an allen Hexenurteilen „schuld“ sind, stellt sich mir immer noch die Frage, warum die Kirche nicht entschieden gegen dieses blutige Treiben vorgegangen ist…
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#12   Stimme aus Wien   16:35:42 | Mittwoch, 6. September 2006
@ rhi
Ich muss Sie bitten, sich mit der Geschichte des Hexenwahns genauer zu beschäftigen, bevor sSie Pauschalurteile fällen:
Es ist geschichtlich gesichert dass:
– in den Gebieten, in denen die Verfolgung der „Hexen“ in die Zuständigkeit der Inquisition fiel, viel weniger „Hexen“ hingerichtet wurden, als in den Gebieten, in denen diese Zuständigkeit den weltlichen Gerichten zugeteilt wurde.
– es ist ebenso aus den geschichtlichen Akten ersichtlich dass, es viel weniger „Hexen“ verfolgt und umgebracht wurden in Gebieten, die über ein zentrales Gerichtswesen verfügten (z.B. Frankreich) als in Gebieten, in denen das Gerischtswesen nur in der Hand der örtlichen Gerichten lag
– es gibt überhaupt keinen Hinweis auf angedrohte Repressalien von seiten der Kirche, wie Sie behaupten. Vielmehr, die Gerichte, sprich die Richter haben dem Hexenwahn der Bevölkerung nachgelassen.
Ich bin der Meinung: Sie verwechseln die Hexenprozesse mit der Inquisition. Beide waren schlimm, man darf sie trotzdem nicht in den gleichen Korb werfen.
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#11   rhi   15:58:14 | Mittwoch, 6. September 2006
Ich gehe auch nicht von einer Alleinschuld (von wem auch immer) aus
Aber wenn Inquisitoren und Bischöfe Leute wegen Hexerei verurteilen, dabei die „Wahrheit“ beanspruchen und den Angeklagten dann quasi zur Exekution dem weltlichen Richter übergeben, ist das nicht gerade ein Unschuldszeugnis. Außerdem wurden ja wie gesagt allen Repressalien angedroht, die am Hexenwahn nicht teilnehmen wollten. Natürlich gab es auch dämpfende und zurückhaltenden Leute, die den zig-fachen Mord nicht guthießen – Gott sei Dank gab es die! Trotzdem sind diese Untaten (und ich spreche hier nicht von der Hexerei) geschehen und niemand hat es verhindert. Grund genug, den Verbrannten und sonstwie zu Tode gekommen ehrenvoll und reuig zu gedenken und nicht wie in diesem Artikel schon wieder Schuldrelativierungen vorzunehmen. Wem nützt das denn? Geben wir unsere Schuld doch zu. Jesus hat auch alle Schuld auf sich genommen, das kann doch kein schlechtes Beispiel sein.
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#10   Stimme aus Wien   15:40:28 | Mittwoch, 6. September 2006
rhi: Hexenwahn
Die Hexenprozesse gehören keinesfalls zur Glanzleistung des Abendlandes – jedoch alles in die Schuhe des Christentums oder sogar ausschließlich in die Schuhe der Kath. Kirche zu schieben, wird der Geschichte nicht gerecht.
Es ist schon richtig: der Hexenhammer stammt aus katholischer Feder – aber, auch alle anderen hielten sich an diesen Vorgaben – auch wenn sie nicht Katholisch waren.
Es gab Hexenprozesse auch auf Gebieten, wo katholiken in Minderheit waren. Noch mehr: in Irland wurde keine „Hexe“ hingerichtet.
Welche Faktoren für diesen Hexenwahn mitgespielt haben kann man ansatzweise [link]www.dhm.de/…1.htm[link]hier[link] nachlesen.
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#9   rhi   15:26:18 | Mittwoch, 6. September 2006
Aberglaube
Nur dass die Kirche eben ihren Teil dazu beigetragen hat, Hexen NICHT als Aberglaube, sondern als „richtiger“ Glaube erscheinen zu lassen…
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#8   Benedikt   15:09:59 | Mittwoch, 6. September 2006
@ rhi
Diese Frage kann man so einfach nicht abhandeln. Es ist wesentlich wahrscheinlicher, dass ein dem Menschen immanenter Hang zum Aberglauben den Hexenglauben befördert hat. Auch heute gibt es ja massiv abergläubische Menschen.Leider gibt es sogar Katholiken, die einen Hang zum Okkulten haben.
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#7   rhi   15:02:14 | Mittwoch, 6. September 2006
Diesseits von Blutvergießen und Todesgefahr
So hieß es doch, nicht wahr?
Stellt sich die Frage, wer den ganzen Hexenwahn erst erzeugt hat. Haben weltliche Universitäten oder hohe theologische Doktoren hergeleitet, was Hexen sind, wie sie mit Dämonen stillschweigende oder ausdrückliche Pakte eingehen, wie sie Schadenszauber verüben und welche Mittel es dagegen gibt?
Wer hat denn das ganze Theater erfunden? Oder anders gefragt: Hätte es ohne Dämonen Hexen gegeben? Nein. Aber die reale Existenz und Wirkung von Dämonen zu zeigen ist ganz sicher keine Aufgabe eines weltlichen Gerichts.
Zusammenfassung: Zuerst ein Verbrechen erfinden, dann das Volk gegen die vermeintlichen Verbrecher aufhetzen, die Herrscher zwingen (Exkommunikation etc), Gesetze mit Todesstrafe gegen die vermeintlichen Verbrechen zu erlassen und dann die Hexen „dem weltlichen Gericht überlassen“, mit der Bitte, mit dem Urteil „diesseits von Blutvergießen und Todesgefahr zu bleiben“.
Diese Vorgehensweise ist dringend verdächtig dem Mord unzähliger Mensche – kein Gegenbeweis zugelassen!
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#6   Asphyx †   19:39:44 | Dienstag, 5. September 2006
*lach*
Ok, gehen wir mal davon aus, daß sich mit obigen Artikel keine Hexe von ihrer Schuld freisprechen will, indem sie die katholische Kirche von der Hexenjagd freispricht.
Kann man das Buch irgendwo in Deutsch erwerben und rezessieren? Nur das ist für mich interessant!
Und zu behaupten, die katholische Kirche hätte absolut keine Todesurteile ausgesprochen, halte ich für eine glatte Lüge – oder aber – für die britische Sichtweise der Dinge. Also in GB wurde kein Todesurteil von der katholischen Kirche gesprochen, weil sie dort ja auch nicht existiert, sondern die anglikanische.
So gesehen ist die Aussage der Forscherin absolut korrekt. Aber das ist Korintenkackerei, ich weiß! Aber leider Fakt. In GB wurden damals von der anglikanischen Kirche die Todesurteile gesprochen, nicht von den bösen, bösen Katholiken.
Also ist die Freisprechung aller Schuld der katholischen Kirche somit vollkommen statthaft.
Hurra, eine Hexe beweist, zumindest für England, daß die Katholiken nicht die Bösen sind. Sind wir jetzt nicht alle ein bißchen glücklicher als vorher, weil wir das jetzt wissen?
*noch mehr lachend*
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#5   ExBochumer †   14:09:01 | Dienstag, 5. September 2006
kreuz.net
setzt sich über alles hinweg.
Ich habe gestern die Löschung meines accounts gefordert. Nichts ist geschehen.
Somit wird kreuz.net immer fragwürdiger, unglaubwürdiger etc. – Gelöscht wird von den Herrschaften immer wieder, aber wenn es um Anforderungen geht – nichts.
kreuz.net ist ein äußerst fragwürdiges Medium. Ich werde – sobald nicht umgehend meine Löschung erfolgt – die Machenschaften des kreuz.net dokumentieren.
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#4   Ansgar   11:54:03 | Dienstag, 5. September 2006
@ VirOb
Es ist wie verhext (!) Sie haben Recht, ich lag falsch – „schwörte“ gibt es nicht.
Im übrigen zum Artikel: Man darf den Hexenwahn jetzt auch nicht verniedlichen; Friedrich Spees „Cautio“ als zeitgenössische Quelle berichtet schon Erschreckendes…
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#3   virOblationis   11:43:27 | Dienstag, 5. September 2006
Differenzierungen
Wenn man „schliff“ und „schleifte“ beliebig gebraucht, fallen Differenzierungen allerdings weg:
Die Stadtmauer wurde geschleift,
das Messer aber geschliffen.
Immerhin ist es aber noch der Sog des Strudels, der unter Wasser zieht, niemand saugte dabei. – Ein kleiner Trost.
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#2   Ansgar   10:43:16 | Dienstag, 5. September 2006
@ VirOb
Die starke Beugung ist in der Tat viel schöner, jedoch ist es leider zulässig, hier auch schwach zu beugen. Vergleiche: schleifen – schliff/schleifte; saugen – sog/saugte.
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#1   virOblationis   10:00:04 | Dienstag, 5. September 2006
Konjugation starker Verben
Das mag alles richtig sein, doch bin ich gewiß, daß die „Zeugen“ schworen und nicht etwa „schwörten, daß die betreffende Person keine Hexe sei.“
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