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Montag, 4. September 2006 14:02
Was es in zivilisierten Ländern nicht geben sollte
Polnische Politiker werben für die Todesstrafe. Dagegen lehnt sich der Europarat auf. Schade, daß er nicht glaubwürdig ist. Ein Kommentar.
(kreuz.net) Die nahenden Kommunalwahlen sind für die polnischen Regierungsparteien ein Anlaß, um für die Wiedereinführung der Todesstrafe im Land zu werben.

Das berichtete die ‘Frankfurter Rundschau’ am 16. August.

Das ist keine gute Nachricht. Denn im Rahmen der gegenwärtigen Umstände in Polen wäre die Einführung der Todesstrafe im Land nach katholischer Lehre illegitim und unmoralisch.

Es ist allerdings zu sagen, daß die polnische Diskussion um die Todesstrafe eher ein wahltaktisches Manöver ist.

Der eigentliche Grund für die Diskussion: 70% der Polen heißen die Todesstrafe angeblich gut. Auf dieser Welle wollen sich einige Politiker offenbar Stimmen holen.

Solche Taktiken sind in den sogenannten Demokratien – nicht nur in Polen – gang und gäbe.

Im übrigen lassen die Vertreter der gegenwärtigen Mitte-Rechts-Regierung keinen Zweifel daran, daß die Wiedereinführung der Todesstrafe „im Augenblick“ ausgeschlossen sei.

Dennoch hat sich Rene van der Linden – der Präsident des Europarates – brieflich an den polnischen Staatspräsident gerichtet.

Darin verkündigt van der Linden, daß eine Wiedereinführung der Todesstrafe mit der Mitgliedschaft im Europarat „unvereinbar“ sei.

Die Todesstrafe habe im Justizsystem eines zivilisierten Landes keinen Platz.

Das stimmt zweifellos – und ohne Wenn und Aber.

Doch leider gehört der niederländische Christdemokrat van der Linden zu einer Partei, welche das menschliche Recht auf Leben selber nicht respektiert.

Bedauerlicherweise gibt es auch keinen Anlaß, den Europarat in diesem Anliegen ernst zu nehmen.

Denn auch dieser Institution bedeutet das Lebensrecht des Menschen wenig. Eigentlich gar nichts.

So empfahl die parlamentarische Versammlung des Europarats erst im Jahr 2003, lebensfeindliche Organisationen zu unterstützen, die wegen einer damaligen Entscheidung der US-Regierung kein Geld mehr für die Propagierung der Kinderabtreibung erhielten.

Anfang Oktober 2005 verabschiedete die gleiche Versammlung eine Resolution über „Frauen und Religion in Europa“.

Darin ging es vor allem um die Bekämpfung des Lebensrechtes ungeborener Kinder.

Schade. Sehr schade. Denn es gibt wirklich Dinge, die in einem zivilisierten Land keinen Platz haben.

Dazu gehören die Todesstrafe und die Kinderabtreibung.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 35 Lesermeinungen:
Sonntag, 10. September 2006 20:19
St.Meyer: Schnabeltier: Kreuz und queer …
07. September 2006 02:03
Schnabeltierkönig: Ich kann einen Menschen nicht respektieren wenn er für die Todesstrafe ist

07. September 2006 01:59
Schnabeltierkönig: Wenn mir der schwule Hund mit dem Kreuz über den Weg gelaufen wäre, dann hätte er jetzt keine Eier mehr!

Sonntag, 10. September 2006 20:09
FritzG: @ centesimus annus:
Folgendes steht ziemlich weit oben in den „AGB“:

b) Die Registrierung kann von beiden Seiten jederzeit widerrufen werden.

Das sich kreuz.net an keinerlei Regeln – und schon gar nicht die eigenen – hält, wurde folglich wieder mal erwiesen.
Sonntag, 10. September 2006 19:47
centesimus annus: @kreuz.net
Ich brauch meinen Account auch nicht mehr, löschen lassen ist offenbar nicht drin. Stattdessen haben sie meinem halben Bekanntenkreis den Account gekillt! Aber nachdem wir inzwischen selbst ein Forum haben, braucht niemand mehr kreuz.net.
Ich habe als Protest gegen diese Vorgangsweisen auch schon mal gepostet, dass mein Passwort „100“ ist, das wurde von der Redaktion zensuriert und irgendwer hat mein Passwort geändert. Jetzt ist es wieder „100“ und bleibt auch so, und wer Lust hat, soll was posten, solange niemand das Passwort ändert.
Donnerstag, 7. September 2006 02:03
einen Menschen nicht respektieren wenn er für die Todesstrafe ist!
Dienstag, 5. September 2006 14:10
ExBochumer: kreuz.net
setzt sich über alles hinweg.

Ich habe gestern die Löschung meines accounts gefordert. Nichts ist geschehen.

Somit wird kreuz.net immer fragwürdiger, unglaubwürdiger etc. – Gelöscht wird von den Herrschaften immer wieder, aber wenn es um Anforderungen geht – nichts.

kreuz.net ist ein äußerst fragwürdiges Medium. Ich werde – sobald nicht umgehend meine Löschung erfolgt – die Machenschaften des kreuz.net dokumentieren.
Dienstag, 5. September 2006 05:24
St.Meyer: @ FritzG:
Das mit dem Blumenladen wird wohl nichts werden.
Weil ich mir schwer tue, beim Unterscheiden zwischen
den Nutz- und Schmutzpflanzen.

Das fällt mir hier dann doch leichter.

Die paar Rosen zwischen all den Brennesseln und Disteln
fallen da sogar einer Natur-Banause wie mir auf …

Gefällt mir, Ihr Posting.
Obwohl ich nicht so recht weiß,
wofür ich mich auch noch schämen sollte.
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