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Montag, 4. September 2006 10:17
Der Linzer Diakon Andreas Golatz wird bereits in drei Wochen zum Priester geweiht.
Zurück zum Artikel 86 Lesermeinungen:
Freitag, 20. Oktober 2006 07:19
wickerl: Papst Benedikt XVI.
Es war eine von vielen für mich nicht nachvollziehbaren Aktionen des Hl. Vaters, er feuerte Bischof Aichern und nahm jemanden als Nachfolger von dem man sich keine Änderung erwarten konnte, der auch dazu keine Lust zu haben scheint, munter geht es weiter wie schon immer in der Diözese Linz, agnostisch ist aber auch Rom das dem bunten Treiben genussvoll zusieht.
Donnerstag, 14. September 2006 10:06
Horst Schlämmer: @Frau Bussmann
Herr Schlämmer,
sind Sie etwa neidisch, dass Sie keinen „Defekt“ haben?


Ja ! Makellos ist einfach Scheisse.

Menschen, wie Sie, die so rein und makellos sind, haben schon genug Unheil angerichtet.

Als Psychologin ist Ihnen mein innerstes Wesen selbstverständlich nicht lange verborgen geblieben, Sie kluges Füchschen.

Es können nur Menschen mit „Defekten“ diese Kirche zum Positiven hinführen, denn war es nicht gerade Jesus, der Menschen mit Defekten zu seinen Erwählten machte???

Ja, – er kam nicht für die Sünder, sondern für die mit den genetischen Defekten.

Ich bin stolz auf meine Defekte, auch auf meine erheblichen Defekte. Aber nicht, dass sie mir jetzt wieder mit Sünde kommen, Defekte und Sünden sind zweierlei.

Meine Vorgabe „Defekte“ finden Sie spitze, – ich weiss ! Das es keine Sünde gibt haben Sie schon geschrieben. Daß das eine Lehre der Kirche ist ebenfalls.
Donnerstag, 14. September 2006 09:27
DDL: @Benedikt
„Es ist im Wesentlichen das. Alles andere unterscheidet den Zölibat nicht von anderer Lebensart.“

Ach nein? Dann dürfen Priester also z.B. problemlos einen Pornofilm sehen oder sich ein leichtes Mädchen bestellen?

„ICH habe auch nicht geschrieben ‘das war nix’“

Nein, Sie schrieben justament das Gegenteil – und können es genausowenig untermauern. Schön, dass Sie’s gemerkt haben.

„Was mich nicht wirklich von Ihnen unterscheidet.“

Und auch hier: Dann darf ich also folgern, dass Sie Ihr Gesagtes als genauso unbeachtlich ansehen wie meines?

„Die Kontrolle über den Körper hat man aber wieder.“

Die Verkrümmungen finden an der Psyche, nicht am Körper statt. Wie gesagt: FRAGEN Sie doch ‘mal einen Psychologen.

„Sie glauben doch nciht im Ernst, dass es darüber – falls es häufig oder sogar mehrheitlich vorkommen würde – nicht ausufernde Studien, Bücher, Enthüllungen etc. geben würde. Gucken Sie doch ins ZDF, da erzählen Ihnen Geistliche in die Kamera, dass sie schwul sind und einen Partner haben.“

Ich sehe quasi nie fern. Aber wie gesagt, ich kenne solche „Geschichtchen“ durchaus. Studien allerdings dürften daran scheitern, dass jeder Aussagende mit seinem Job spielt, meinen Sie nicht?

Abgesehen davon: Somit wäre also jeglicher Skandal, der noch nicht komplett aufgedeckt ist, grundsätzlich inexistent und eigentlich undenkbar? Nach dieser Logik hätte man z.B. nie die WMDs im Irak anzweifeln dürfen, denn es gab anfangs ja noch keine diesbezüglichen Studien. Sehr plausibel…
Donnerstag, 14. September 2006 09:02
Brigitte Bussmann: Diakon Golatz
Herr Schlämmer,

sind Sie etwa neidisch, dass Sie keinen „Defekt“ haben?
Menschen, wie Sie, die so rein und makellos sind, haben schon genug Unheil angerichtet. Es können nur Menschen mit „Defekten“ diese Kirche zum Positiven hinführen, denn war es nicht gerade Jesus, der Menschen mit Defekten zu seinen Erwählten machte???
Ich bin stolz auf meine Defekte, auch auf meine erheblichen Defekte. Aber nicht, dass sie mir jetzt wieder mit Sünde kommen, Defekte und Sünden sind zweierlei.
Mittwoch, 13. September 2006 09:27
Horst Schlämmer: @Bussmann
Das Sie einen nicht unerheblichen Defekt haben, lässt sich an wenigen Ihrer Aussagen leicht nachvollziehen:

Bussmann am 08. September:
Ich wette auch mit Ihnen, dass ich schon mehr Menschen zur katholischen Kirche geführt habe, als Sie.

Nur wenn es keine Sünde gibt, wie Sie im nächsten Absatz schreiben, – was solln die Jungs und Mädels da. Wahrscheinlich versuchen den gleichen Unfug zu verbreiten, wie Uta Kranke-Heinemann und andere Nebelwerfer.

Bussmann am 10. September:
Für mich gibt es erst einmal überhaupt keine Sünde,denn auch dass ist Lehre der Religionen. Ich habe auch u.a. Psychologie studiert und von daher werden Sie vielleicht verstehen, dass ich Onanie ganz normal finde und auch Homosexualität.

Ja, ja und ich bin bei der Feuerwehr, von daher werden Sie es vielleicht verstehen, daß ich ab und zu Häuser anzünden ganz normal finde …
Mittwoch, 13. September 2006 09:09
Brigitte Bussmann: Diakon Golatz
Hallo Benedikt,
Sie dürfen eins nicht vergessen, ich kann mich in die Lage eines anderen Menschen hinein versetzen und das spreche ich Ihnen ab.
Hier geht es nicht mehr um die Doppelmoral der Bischöfe, die sich nämlich genauso wenig in einen anderen Menschen hineindenken können, sonst würden sie nämlich ihr Seelsorgeamt wahrnehmen. Hier geht es nur noch um Einfühlungsvermögen!!! Können Sie das, Benedikt??
Dienstag, 12. September 2006 15:39
Benedikt: @ Bussmann
Ich stelle fest, dass Sie mir für den Fall, dass ich nicht selber im Zölibat lebe, die Kompetenz abgesprochen haben, etwas zu diesem Thema zu sagen. Ich stelle weiterhin fest, dass Sie selbst nach eigener Aussage nicht im Zölibat leben, für sich aber sehr wohl die Kompetenz in Anspruch nehmen, etwas dazu zu sagen. Sie haben somit verschiedene Maßstäbe angelegt und legen genau die Doppelmoral an den Tag, die Sie der Kirche zu Unrecht vorgeworfen haben.
Dienstag, 12. September 2006 09:34
Brigitte Bussmann: Diakon Golatz
Jawohl, lieber Benedikt, ich kann bezüglich des Zölibates mitreden, weil ich mit Priestern zu tun habe und zwar tagtäglich. Und ich kann eins, mich in die Lage anderer Menschen hinein versetzen.
Dienstag, 12. September 2006 02:23
Jawohl!: Vermutung
Sind Sie etwa eine virgo consecrata?

Vielleicht eine virgo castrata?
Montag, 11. September 2006 17:04
Benedikt: @ Bussmann: Nachtrag
Auf meine Frage, ob Sie zölibatär leben, geben Sie keine Antwort. Schlußfolgerung ist, dass Sie hier nicht mitreden können.

Sie aber schon? Sind Sie etwa eine virgo consecrata?
Montag, 11. September 2006 17:04
Ja, das ist IHR Niveau, lieber Horst! Für Sie gilt dasselbe, wie für unserern Hw. Herrn Skandal-Diakon…

Ich bin zutiefst erschüttert und getroffen, was Sie alter ägyptischer Pyramidenpfurzer dem lieben Horst hier vorschlagen.
Montag, 11. September 2006 17:00
Jawohl!: Ach nee…
Leider konnte ich nicht bis zu Ende sehen, da ich die volle Brechschale wechseln musste, als ich die weibliche Kommunionspenderin und die vielen Handkommunikanten erblickte.

Ja, das ist IHR Niveau, lieber Horst! Für Sie gilt dasselbe, wie für unserern Hw. Herrn Skandal-Diakon…
Montag, 11. September 2006 16:54
Aber was sagen Sie zu meinem Vorschlag bezgl. des Skandal-Diakons. Genial, nicht?

Lassen Sie sich zusammen mit Bussmann zwangseinweisen. Die Formulare kennt sie.
Montag, 11. September 2006 16:51
Jawohl!: Jawohl, Horst!
Aber was sagen Sie zu meinem Vorschlag bezgl. des Skandal-Diakons. Genial, nicht?
Im übrigen ist die absolute Enthaltsamkeit so schwer nun nicht. Mit GOTTes Hilfe, versteht sich, mit der Gnade des Herrn. Meine eigene Reinheit ist immer wieder Anlass, dem Herrn zu danken für SEINE Größe und Barmherzigkeit.
Montag, 11. September 2006 16:46
Horst Schlämmer: @Bussmann
Auf meine Frage, ob Sie zölibatär leben, geben Sie keine Antwort. Schlußfolgerung ist, dass Sie hier nicht mitreden können.

Ihre privaten Schlussfolgerungen können Sie sich sonstwo hinstecken, genau wie es mich nicht interessiert, wie oft Sie sich am Tag lustvoll irgendwo kratzen und es mich auch nichts angeht.

Solche Fragespielchen können Sie mit den bereitwilligen, gescheiterten Existenzen spielen, die genau so kaputt sind wie Sie und in deren Gejammer Sie sich doch, da selber krank an der Seele, doch täglich so herrlich selbstbestätigt wiederentdecken. Die Figuren, die bei Ihnen auftauchen haben, werden bei Ihnen nicht die Lossprechung finden, die einzig und allein Kraft gibt den inneren Menschen wieder auferstehen zu lassen und den Weg neu zu beginnen. Ein reumütiges Herz wird der HERR nicht zurückweisen.

Sie, Frau Bussmann gehören zu den Totengräbern der Seelen.

Um den Zölibat wirklich zu verstehen, braucht es nicht nur Sachwissen und Erfahrung, sondern auch sehr viel Einfühlungsvermögen in die Psyche eines Zölibatärs.

Sie haben, wenn überhaupt nur Einblicke in die Psyche von Menschen, die bereit sind sich Ihnen zu öffnen. Es ist also ein ganz bestimmter Typ Mensch. Dieser Typ Mensch würde auch in der ersten und zweiten Ehe scheitern und bei Ihnen auf das gleiche teuflische Verständnis stossen.

Alles andere wurde bereits gesagt, Bussmänneken.
Montag, 11. September 2006 16:18
Jawohl!: Von der Redaktion entfernt
Montag, 11. September 2006 13:03
Benedikt: @ DDL
Sie wissen doch besser als ich, dass der Zölibat weitaus restriktiver ist, als einfach „nur“ die Ehe zu verbieten?

Es ist im Wesentlichen das. Alles andere unterscheidet den Zölibat nicht von anderer Lebensart.

weil ich keine exakten Zahlen nennen kann (sowenig wie Sie, übrigens),

ICH habe auch nicht geschrieben „das war nix“

Es entlarvt nur, wie Sie es gerne sehen WOLLEN,

Was mich nicht wirklich von Ihnen unterscheidet.

Und das mindert den Trieb? Nach meiner Kenntnis ist just Mitte 20 der männliche Höhepunkt in dieser Hinsicht erreicht.

Die Kontrolle über den Körper hat man aber wieder.

Ist ja auch ein Thema, das jeder Betroffene freimütig der BILD-Zeitung erzählen würde…

Sie glauben doch nciht im Ernst, dass es darüber – falls es häufig oder sogar mehrheitlich vorkommen würde – nicht ausufernde Studien, Bücher, Enthüllungen etc. geben würde. Gucken Sie doch ins ZDF, da erzählen Ihnen Geistliche in die Kamera, dass sie schwul sind und einen Partner haben.

@ Bussmann
Auf meine Frage, ob Sie zölibatär leben, geben Sie keine Antwort.

Dies hier ist das Internet. Über meinen Personenstand gebe ich grundsätzlich keine Auskunft.
Montag, 11. September 2006 09:35
Brigitte Bussmann: Diakon Golatz
an Benedikt und Herrn Schlämmer,

es ist wohl so, dass wir aneinander vorbeireden, nicht nur, weil sie unsachlich sind und ständig Beleidigungen aussprechen, sondern auch, weil sie absolut keine Ahnung haben, was zölibatär leben heißt. Ich habe schon zig mal geschrieben, dass Zölibat nicht nur Ehelosigkeit ist, so wird es aber u.a. im Kirchengesetz in einigen §§ dargestellt, sondern wesentlich mehr ist.
Auf meine Frage, ob Sie zölibatär leben, geben Sie keine Antwort. Schlußfolgerung ist, dass Sie hier nicht mitreden können. Um den Zölibat wirklich zu verstehen, braucht es nicht nur Sachwissen und Erfahrung, sondern auch sehr viel Einfühlungsvermögen in die Psyche eines Zölibatärs.
Klar sind die Priester keine pubertären Jungen mehr –- aber es ist ein Unding von einem 25jährigen jungen Mann, so etwas wie den Zölibat zu verlangen, der ja nur ein Problem der Westkirche ist.
Aber die Päpste der letzten Jahrhunderte haben mit einer Hand Priester, die den Zölibat nicht leben konnten, aus der Kirche rausgeworfen, mit der anderen Hand die Priester der unierten Ostkirchen, die eine Ehe leben gesegnet. Welches erschreckende Gottesbild haben solche Kirchenoberen.
Einfacher Grund für eine solche Denkweise und auch für die Denkweise aller „guten Katholiken“, die so denken wie Papst und Bischöfe ín Sachen Zölibat ist
a) eine gewisse Frauenfeindlichkeit
b) eine gewisse Sexualfeindlichkeit.
Montag, 11. September 2006 00:22
DDL: @Benedikt
Wieso reden Sie eigentlich in einem fort von Ehelosigkeit? Sie wissen doch besser als ich, dass der Zölibat weitaus restriktiver ist, als einfach „nur“ die Ehe zu verbieten?

„Eine possierliche Feststellung, nach einem Absatz mit lauter Konjunktiven.“

Das ist schlechte Rhetorik. Ich verwende den Konjunktiv, weil ich keine exakten Zahlen nennen kann (sowenig wie Sie, übrigens), insofern ist der Konjunktiv nur das ehrliche Eingeständnis, dass wir es hier mit Wahrscheinlichkeiten zu tun haben, nicht mit belegten Fakten. Das Zusammenkommen mehrerer (IMHO hoher) Wahrscheinlichkeiten dann so abzuwedeln, ist billig. Es entlarvt nur, wie Sie es gerne sehen WOLLEN, ohne, dass Sie für Ihre Sichtweise plausible Argumente vorlegen (das mit der angeblichen Öffentlichkeitswirkung habe ich Ihnen ja zerlegt, darauf wussten Sie scheinbar nichts zu sagen.).

„Ein starker Trieb sagt nichts dagegen, dass man ihn auch unterdrücken kann. Das ist doch lächerlich.“

Habe ich behauptet, man KÖNNE es nicht? Ich habe lediglich darauf hingewiesen, welche Risiken man mit derlei Zwangsverhalten eingeht.

„Ein geweihter Priester ist den Pubertätsjahren aber längst entwachsen.“

Und das mindert den Trieb? Nach meiner Kenntnis ist just Mitte 20 der männliche Höhepunkt in dieser Hinsicht erreicht.

So häufig kann es nicht sein. Abseits von Bussmann’schen Referaten hört man bzgl. Priestern jedenfalls nicht viel davon.

Ist ja auch ein Thema, das jeder Betroffene freimütig der BILD-Zeitung erzählen würde…
Sonntag, 10. September 2006 22:57
Horst Schlämmer: @Bussmann
Für mich gibt es erst einmal überhaupt keine Sünde, denn auch dass ist Lehre der Religionen.

Was dieser nachfolgend stehende Blödsinn von Ihnen dann allerdings soll …

Ich wette auch mit Ihnen, dass ich schon mehr Menschen zur katholischen Kirche geführt habe, als Sie.

Ich habe auch u.a. Psychologie studiert …

Ich nicht und trotzdem weiss ich, daß Sie einen Dachschaden haben.

… und von daher werden Sie vielleicht verstehen, dass ich Onanie ganz normal finde und auch Homosexualität.

Ja Frau Bussmann, bleiben Sie gaaaannnnzzz ruhig, wir verstehen Sie seeeehhhhrrrr gut, wir haben Sie auch wieder lieb und überhaupt, Sie haben in allem was Sie schreiben vollkommen recht und sind auch sonst eine sehr sehr ernst zu nehmende gereifte Persönlichkeit.
Sonntag, 10. September 2006 22:10
r.ruhrgebietler: @Bussma(e)nn(chen)
„Wer ist denn dieser Jesus – was wissen wir denn vom historischen Jesus –- den Oberen der Kirche ist es doch egal, wer der historische Jesus war, sie kennen doch nur den gebastelten Christus von Paulus, der mit dem historischen Jesus nichts mehr zu tun hat.“
Da ist jene Hofart, die damals schon Judas Iskariot zu Fall brachte.
Ich mach’s mal platt und auf hochdeutsch: Mädel, du bist hier im falschen Forum. Leb’ Deine Weibischkeit (nicht Weiblichkeit) im antiklerikalen Forum aus und verschone uns hier mit Deinen Hassattacken gg. Jesus Christus. Seinem von IHM selbst ernannten ersten Bischof sowie deren Nachfolgern im Amt. Solltest Du dort gesperrt worden sein, könnte ich auch das verstehen.
Alles Gute auf der Suche nach einer neuen Wirkstätte als Troll im Internet.
Sonntag, 10. September 2006 14:33
Benedikt: @ DDL
ICh weiß nicht, wie man darauf kommen könnte, dass eine freiwillig auferlegte Ehelosigkeit ernsthaft noch weltweit durchsetzbar wäre, wenn mehr als die Hälfte aller Priester sich nicht daran halten würden. Gegen diese Tatsache, wenn sie denn eine wäre, könnte man sich heutzutage gar nicht wehren, das wäre das Ende des Zölibats.

Das, lieber Benedikt, war also nix.

Eine possierliche Feststellung, nach einem Absatz mit lauter Konjunktiven.

Und was das Menschenbild angeht: Hallo? Der Sexualtrieb ist einer der stärksten Triebe überhaupt

Ein starker Triedb sagt nichts dagegen, dass man ihn auch unterdrücken kann. Das ist doch lächerlich. Es gibt vermutlich tausende, die einfach nie heiraten und nach 35 für den Rest ihres Lebens auch keine Beziehung mehr haben.

Jeder Junge, der ‘mal zu Zeiten der Pubertät heftig onaniert hat, dabei aber ein diffus schlechtes Gewissen hatte und es doch irgendwie nicht lassen konnte, kann davon ein Liedchen singen.

Ein geweihter Priester ist den Pubertätsjahren aber längst entwachsen. Vor 26 kann niemand Priester werden, der Trend geht eher dazu, dass die meisten Neupriester über 30 sind.

Fragen Sie doch ‘mal Psychologen (und zwar nicht einmal nur solche der Freudschen Schule mit ihrer sexuellen Fixation), was derlei Triebunterdrückung häufig bewirkt.

So häufig kann es nicht sein. Abseits von Bussmann’schen Referaten hört man bzgl. Priestern jedenfalls nicht viel davon.
Sonntag, 10. September 2006 14:26
DDL: @Benedikt
Korrigieren Sie mich, falls ich irren sollte, aber die weitverbreitete Methode der Masturbation ist m.W. ebenfalls ein Verstoß gegen den Zölibat und unterliegt Ihrer „das müsste man doch mitbekommen“-These nicht im Mindesten.

Davon abgesehen, kenne ich das – meist schmunzelnd vorgetragene – Gerede vom „Pfarrer und seiner Haushälterin“ sogar aus ländlichen, bayerischen gegenden. Diese „öffentliche Wahrnehmung“ gibt es durchaus.

Schließlich bleiben noch homosexuelle Kontakte, die gar nicht erst von der Öffentlichkeit wahrgenommen werden müssen, weil sie sich, von dieser abgeschirmt, hinter Kirchen- und Klostermauern abspielen. Der homosexuelle Anteil am Klerus dürfte, aus aaO. bereits genannten Gründen, denn ja auch höher als in der Gesamtbevölkerung sein.

Das, lieber Benedikt, war also nix.

Und was das Menschenbild angeht: Hallo? Der Sexualtrieb ist einer der stärksten Triebe überhaupt, da braucht man kein besonders abgefahrenes / sexualisiertes Menschenbild, um dessen Unterdrückung als ganz simpel wider die Natur und damit gewaltsam anzusehen. Jeder Junge, der ‘mal zu Zeiten der Pubertät heftig onaniert hat, dabei aber ein diffus schlechtes Gewissen hatte und es doch irgendwie nicht lassen konnte, kann davon ein Liedchen singen.

Fragen Sie doch ‘mal Psychologen (und zwar nicht einmal nur solche der Freudschen Schule mit ihrer sexuellen Fixation), was derlei Triebunterdrückung häufig bewirkt.
Sonntag, 10. September 2006 13:48
Benedikt: @ DDL
Sofern die These Frau Bussmanns stimmt, dass „sich die Mehrheit der Priester nicht daran halten kann“

Diese These ist eine Behauptung. Angenommen, 60% der Priester hätten Frauen, glauben Sie im Ernst das dies nicht öffentlich wahrgenommen würde? Absurd. Es gab in der Kirche tatsächlich Zeiten, in denen das so war. Und dann war das natürlich deutlich zu sehen.

Ich mag das Wort nicht, weil es überstrapaziert wird, aber jedenfalls ist der Zölibat eine Vergewaltigung von Körper und Psyche.

Das ist eine ebenfalls eine Behauptung. Was für ein Menschenbild ist es eigentlich, wenn einem erwachsenen Mann die Fähigkeit abgesprochen wird, seine Hose zuzulassen?
Sonntag, 10. September 2006 13:34
Brigitte Bussmann: Diakon Golatz
meine lieben Herren,
mit dem Namen „Bußmännchen“ habe ich kein Problem. Aber Sie scheinen eins mit der schweren Sünde zu haben, dass Onanie eine schwere Sünde ist, stammt nicht von mir, sondern von der Sündenlehre der katholischen Kirche. Und die Kirche weiß genau, was schwere Sünde ist und Sie als gute Katholiken sollten das auch wissen.

Für mich gibt es erst einmal überhaupt keine Sünde, denn auch dass ist Lehre der Religionen. Ich habe auch u.a. Psychologie studiert und von daher werden Sie vielleicht verstehen, dass ich Onanie ganz normal finde und auch Homosexualität.

Sicherlich gibt es auch Eheleute, besonders hier Frauen, die an ihren Ehen kaputt gehen, und warum, weil es wieder ein Kirchengesetz gibt, dass die Ehe unauflöslich ist. Aber vergessen Sie mal nicht, dass es mehr glücklich gelebte Ehen gibt als glücklich gelebte Priesterleben.
Samstag, 9. September 2006 12:09
Stimme aus Wien: DDL – Zölibat
Nun, mit dem Vergleich des Umstiegs von Zigarren auf Light-Zigaretten haben Sie recht.
Es ändert aber nichts daran, dass die Kompensierung von Bedürfnissen und Drängen auch zum „Nichtraucher“ führen können:
es ist in unserer Gesellschaft allgemein bekannt und gefordert, sein agressives Potenzial nicht auszuleben, sonder sie durch Sport, Kunst etc. zu kanalisieren. D.h.: wenn mich der Chef ärgert soll ich mein agressives Potenzial nicht auf meinem Freund entladen, sondern es irgendwie, für die Gesellschaft ungefährliche Art zu kanalisieren (ich höre z.B. Mozart). Hier wird also ein „Nichtraucher“ gefordert und nicht jemand, der nur mit „kleinen Watschen“ (Light-Zigaretten) seine Agressivität auslebt.
Eine mißlungene Kanalisation kann natürlich auch zu Gesundheitlichen Problemen oder Problemen in der Gesellschaft führen. Ebenso wie das Zölibat.

Das Zölibat ist kein genuin christliches oder katholisches Phänomen: Ehelosigkeit gibt es in jeder chr. Konfession und in jeder Religion (Budhismus, Islam …).

Dass jedoch das Priesteramt an die Fähigkeit des zölibateren Lebens gebunden wird, ist Dummheit. Christlich gesprochen:
dem lieben Gott wird durch ein Gesetz (kirchliches) vorgeschrieben, welche Männer er zum Priestertum berufen darf.

Ich glaube nicht, dass der liebe Gott Zeit und Lust dazu hat, alle, von den Menschen beschlossenen, Vorschriften zu lesen und sich danach zu halten.
Samstag, 9. September 2006 09:46
Horst Schlämmer: @Original Bussmann und Horstfassung
Natürlich kann der Zölibat auf Dauer mit Hängen und Würgen gelebt werden, aber schauen Sie sich die Priester in den psychiatrischen Praxen und Kliniken an, die am Zölibat kaputt gingen. Das sind diejenigen, die ich meine, die mit Hängen und Würgen den Zölibat in jeder Konsequenz gelebt haben, unfähig für zwischenmenschliche Beziehungen wurden, darum auch keine Seelsorger im eigentlichen Sinn sein konnten, die in Depressionen verfielen, sich die Schuld für alles gaben, sich als totale Versager sehen –- und alles Dank eines Kirchengesetzes, das nur so zum Himmel schreit.

Natürlich kann die Ehe auf Dauer mit Hängen und Würgen gelebt werden, aber schauen Sie sich die Ehepartner in den psychiatrischen Praxen und Kliniken an, die an der Ehe kaputt gingen. Das sind diejenigen, die ich meine, die mit Hängen und Würgen die Einehe in jeder Konsequenz gelebt haben, unfähig für zwischenmenschliche Beziehungen wurden, darum auch keine Ehepartner mehr im eigentlichen Sinn sein konnten, die in Depressionen verfielen, sich die Schuld für alles gaben, sich als totale Versager sehen –- und alles Dank eines Kirchengesetzes, das nur so zum Himmel schreit.

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– merken Sie was Bussmännchen? Wahrscheinlich nicht.
Samstag, 9. September 2006 09:37
r.ruhrgebietler: @Brigitte Bussmann – schon wieder auf dem Holzweg!
Was schwere Sünde ist und nicht können Sie nicht beurteilen! Davon mal abgesehen interessiert niemanden Ihre sexuellen Praktiken! Unterstellen Sie auch niemanden Ihr Gedankengänge! Verstoß gg. das achte Gebot!

Die Enthaltsamkeit – gerade das Zölibat – ist eben die Selbstaufopferung für Jesus Christus. Das werde Sie vielleicht nie verstehen! „Niemand kann zwei Herren Dienen“
Wahrlich ist es ein Frage der BERUFUNG – und nicht wie die Pründesicherer der meisten „Weihen“ nach dem V2. Das diese „Lichtgestalten“ dann den Seelenklempner brauchen wundert nicht – alleine ein Leben für Jesus Christus hätte das behoben! Welch großer Schaden für die Seelen, die durch einen solche „Pfaffen“ mit dem Pfaffen in die Hölle fahren!
Ob Benedict zölibatär lebt oder nicht, ist seine private Sache und bedarf hier nicht der Erörterung!
Leben Sie als Frau oder nur als Weib? Als Frau sollten Sie sich bedeckt halt und dem Manne untertan sein UND Ihr Mann sollte Sie lieben achten und ehren! Der Mann ist das Haupt der Familie, die Frau das Herz! Sicherlich ist Ihnen das bislang entgangen.

einen gesegneten Tag in der Erfüllung der 10 Gebote!
Samstag, 9. September 2006 09:05
Brigitte Bussmann: Diakon Golatz
Grundsätzliches mal zum Zölibat. Zölibat bedeutet nicht, wie herkömmlich immer angenommen wird, Ehelosigkeit, sondern es bedeutet sexuelle Enthaltsamkeit, das bedeutet natürlich auch, die „schwere Sünde“ Onanie nicht zu begehen. Es bedeutet weiterhin jede sexuelle Regung sofort zu unterdrücken, wenn sie, wie es ganz natürlich ist, über den Priester herein bricht.
Aus den eben erwähnten einigen Gründen ist der Zölibat menschenverachtend, weil es der Natur des Menschen widerspricht sexuell enthaltsam zu sein.
Es widerspricht auch der Lehre der Bibel, denn es ist nicht gut, für den Menschen (Adam) allein zu sein.
Natürlich kann der Zölibat auf Dauer mit Hängen und Würgen gelebt werden, aber schauen Sie sich die Priester in den psychiatrischen Praxen und Kliniken an, die am Zölibat kaputt gingen. Das sind diejenigen, die ich meine, die mit Hängen und Würgen den Zölibat in jeder Konsequenz gelebt haben, unfähig für zwischenmenschliche Beziehungen wurden, darum auch keine Seelsorger im eigentlichen Sinn sein konnten, die in Depressionen verfielen, sich die Schuld für alles gaben, sich als totale Versager sehen –- und alles Dank eines Kirchengesetzes, das nur so zum Himmel schreit. Die LIeblosigkeit dieses Gesetzes merken Sie erst, lieber Benedikt, wenn Sie mal mit einem solchen Priester oder mit mehren von ihnen gesprochen haben, können Sie erst verstehen, was ich meine.
Benedikt, eine Frage, leben Sie zölibatär, wie ich es oben erwähnt habe????
Freitag, 8. September 2006 19:18
deusexmachina: @Stimme aus Wien
„Laufen Sie noch immer in den Stöckelschuhen der Mutter? Bitte bei Freud nachzulesen!“

Hm? Aber eben doch nicht, das schrieb ich doch – mir ist bekannt, dass das wohl mancher macht, aber ich verspürte den Wunsch nie, hatte auch nie ein Bedürfnis, ‘mal ‘nen BH anzuprobieren oder sowas, erst recht nicht den der Mutter. Ich halte diesen Wunsch auch nicht für soooo verbreitet – aber vielleicht irre ich mich da ja?

„Diese Art der Kanalisation gibt es auch bei denen, die im Zölibat leben – was glauben Sie, wieso gibt es so viele Geistliche (Brüder und Schwester), die sich so radikal mit einer Wissenschaft, Kunst o.ä. beschäftigen?“

Klar. Aber das ist nicht dasselbe. Sicher, da suchen sich Energien andere Bahnen, aber das ändert nichts daran, dass der „erotische Kanal“ in Gänze blockiert wird bzw. werden soll (muss). Das ist der fundamentale Unterschied zu Ihrer Ödipus-Anspielung: Dort handelt es sich um eine Ablenkung INNERHALB des Eros, deswegen hielt ich den Bezug auch für nicht legitim. Sie vergleichen da den Umstieg von Zigarren auf Light-Zigaretten mit einem kompletten, plötzlichen Antirauchertum, das sich ggf. in Fresssucht seine Bahnen bricht.

Wie dem auch sei: Der Zölibat ist, wie die Tatsachen zeigen, für viele Kleriker nicht wirklich tragbar. Und dabei sehen wir, angesichts der nachvollziehbaren Heimlichtuerei, nur die Spitze des Eisbergs. Ich verzichte bewusst darauf, das „verlogen“ zu nennen. Aber „befremdlich“ (verharmlosend) ist es allemal.
Freitag, 8. September 2006 19:09
Stimme aus Wien: DDL-Ödipus
den Ödipuswunsch kenne ich nicht aus eigener Anschauung – ist das tatsächlich so verbreitet? Keine Ahnung.

Laufen Sie noch immer in den Stöckelschuhen der Mutter? Bitte bei Freud nachzulesen!

dass – grundsätzlich einwandfreie – erotische Begierden in andere („falsche“, nach unseren Normen) Kanäle geleitet werden

Diese Art der Kanalisation gibt es auch bei denen, die im Zölibat leben – was glauben Sie, wieso gibt es so viele Geistliche (Brüder und Schwester), die sich so radikal mit einer Wissenschaft, Kunst o.ä. beschäftigen? Oder wieso haben die betreffende Herrschaften Zeit für die Probleme ihrer „Schäfchen“ jederzeit (Tag und Nacht)?

Natürlich geht es auch um die Kanalisation (nach Freud) eines Überschusses – ähnlich wie im 19. Jh. die Lehrerinen, die nicht heiraten durften (nicht wegen einer kirchl. Vorschrift, sondern wegen der Erwartung der Gesellschaft) ganz und gar nur der Bildung ihrer Schutzbefohlener lebten, leben heute Leute ganz und gar nur für das Wohl ihrer Schutzbefohlener.
Freitag, 8. September 2006 18:39
DDL: @Stimme aus Wien
Lesen Sie doch noch’mal genau: Ich habe nie behauptet, dass der Zölibat „nicht lebbar“ wäre. Aber eben nur für manche, und ich behaupte: Sehr wenige, denn „natürlich“ ist er nun einmal wirklich nicht. Ungeachtet dessen mögen manche eine psychische Disposition dazu verspüren, das mag ich durchaus glauben – nur steht der Zölibat ja derzeit als Anforderung im Raum, d.h. hier wird keineswegs nur auf diese Disposition abgehoben (der Priestermangel wäre wohl eklatant, wenn dem so wäre). Auch das „Freiwillige“ ist ganz so einfach nicht: Sicher werden viele Kleriker tatsächlich den WUNSCH haben, zölibatär zu leben – welche seelischen Nöte dann aus der häufigen Erkenntnis „Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach“ erwachsen, kann man sich ausmalen.

Übrigens, hm, den Ödipuswunsch kenne ich nicht aus eigener Anschauung – ist das tatsächlich so verbreitet? Keine Ahnung.

Den Vergleich jedenfalls halte ich für nicht legitim, denn beim Ödipuskomplex geht es ja darum, dass – grundsätzlich einwandfreie – erotische Begierden in andere („falsche“, nach unseren Normen) Kanäle geleitet werden; der Zölibat hingegen fordert totale Abstinenz, das bedeutet (sofern er eben nicht vollkommen und fraglos freiwillig ist) eine eklatante Frustration. Da wird nicht umgeleitet, da wird abgeblockt, unterdrückt, „mit Stumpf und Stiel ausgerottet“ (oder, häufiger wohl: geleugnet) – fragen Sie ‘mal einen Psychologen, was das für die Psyche eine Normalsterblichen bedeutet.
Freitag, 8. September 2006 16:04
Stimme aus Wien: DDL – Zölibat
Das Zölibat ist in der Tat „widernatürlich“ im gleichen Maße, wie es widernatürlich ist, den Wunsch des kleinen Jungen, sich seiner Mutter erotisch zu nähern, zu unterdrückenn. (Ganz bestimmt haben Sie schon von Oidiouskomlex gehört.)

Ich bin kein Befürworter des Pflichtzölibates – aber zu behaupten, das Zölibat wäre nicht lebbar, ist einfach ein Blödsinn.
Freitag, 8. September 2006 15:05
DDL: Ist das nicht niedlich?
Ein katholischer Kleriker äußert seine Meinung hinsichtlich eines – seiner Meinung nach – wünschenswerten Wandels seiner Kirche. kreuz.net, das Sprachrohr einer Abspaltung, die von Rom als schismatisch und „nicht in Einheit mit der Kirche“ betrachtet wird, nudelt sich daraufhin auf, spricht von „Dissens“ und bezeichnet den Herrn als „Skandaldiakon“. Wow. Der Splitter im Auge des Nächsten… da gleitet mein Blick zum oberen Rand des Browserfensters, und ich komme nicht umhin zu denken: „Das im eigenen Auge ist wohl das, an das sie diesen Herrn da oben damals genagelt haben“.

@Benedikt

Sofern die These Frau Bussmanns stimmt, dass „sich die Mehrheit der Priester nicht daran halten kann“ (ob sie stimmt, kann ich nicht beurteilen, wenngleich ich das mindestens in Sachen „Onanie“ für höchstwahrscheinlich halte), liegt natürlich eine Doppelmoral vor, nämlich in dem Moment, in dem dieselben Kleriker nach außen für Keuschheit eintreten und diese von anderen einfordern.

Und „menschenverachtend“? Ich mag das Wort nicht, weil es überstrapaziert wird, aber jedenfalls ist der Zölibat eine Vergewaltigung von Körper und Psyche. Die Anzahl derer, die ihm aus völlig freien Stücken und ohne psychische Qual folgen, dürfte sehr gering sein. Er ist, in der ganz neutralen Bedeutung des Wortes, „widernatürlich“ (komisch, das empfinden manche hier doch immer als das Ultimum des Schlimmen und Schrecklichen?). Für manche ok, für die Mehrheit nicht.
Freitag, 8. September 2006 14:33
Benedikt: @ Bussmann
Doppelmoral liegt eben darin, dass auf der einen Seite die Zölibatsverpflichtung besteht, auf der anderen Seite sich die Mehrheit der Priester nicht daran halten kann, weil es menschenverachtend ist.

Als Doppelmoral bezeichnet man das Anlegen unterschiedlicher Maßstäbe (moralische Beurteilung) für ein und dieselbe Verhaltensweise. Wo ist das hier zu sehen? Warum soll der Zölibat bitteschön „menschenverachtend“ sein?

Wer ist denn dieser Jesus – was wissen wir denn vom historischen Jesus –- den Oberen der Kirche ist es doch egal, wer der historische Jesus war, sie kennen doch nur den gebastelten Christus von Paulus, der mit dem historischen Jesus nichts mehr zu tun hat.

Vermutlich streichen Sie also Paulus und setzen Ihrer eigenen Vermutungen an seine Stelle. So kann man es natürlich auch machen.

Haben Sie meine Herren überhaupt eine Ahnung, was Gotteserfahrung ist, haben Sie jemals Gott erfahren? Sie würden doch eine Gotteserfahrung gar nicht mal merken.

Sie würden mir doch jede Gotteserfahrung umdefinieren. Daher ist es völlig sinnlos, sich darüber zu unterhalten. Gotteserfahrungen, die mit der katholischen Lehre nicht in Einklang stehen, sind mir jedenfalls suspekt. Sie scheinen eine Art geistlicher Dienstleister zu sein, der für jeden Suchenden handgefertigte Lösungsmodelle anzubieten hat. Eine Verwurzelung in der heilbringenden Religion erzeugen Sie damit jedenfalls nicht.
Freitag, 8. September 2006 10:48
Pünktchen: Stimme und „histor. Jesus“
Ich stimme Ihnen zu! Der „historische Jesus“ dient entweder als Projektionsfläche eigener Ideologien oder er wird „steinbruchexegetisch“ aus beliebigen NT-Versatzstücken zusammengeleimt: reine Willkür!
Freitag, 8. September 2006 10:35
Stimme aus Wien: Brigitte Bussman
Wer ist denn dieser Jesus – was wissen wir denn vom historischen Jesus –- den Oberen der Kirche ist es doch egal, wer der historische Jesus war, sie kennen doch nur den gebastelten Christus von Paulus, der mit dem historischen Jesus nichts mehr zu tun hat.

Ich nehme an, Sie meinen es zu wissen, wie man zum historischen Jesus gelangen kann – leider sind auch Sie auf dem Holzweg.
Freitag, 8. September 2006 10:24
Dani California: Frau Bussmann
Sie schrieben doch, der Zölibat sei menschenverachtend, in der Kirche herrsche eine Doppelmoral usw.
Wie passt dann dieses Zitat dazu ?

Ich wette auch mit Ihnen, dass ich schon mehr Menschen zur katholischen Kirche geführt habe, als Sie.
?:)
Zum Zölibat: Ein Priester wird nicht dazu gezwungen. Er entscheidet sich freiwillig für das Priesteramt und dazu gehört nun mal- wie wir wissen- der Zölibat.
Ich verstehe nicht, worin Sie hier eine Menschenverachtung sehen.
Freitag, 8. September 2006 09:48
Horst Schlämmer: @Lady Bussmann
Sie haben noch keinen Priester am Zölibat kaputt gehen sehen, die Doppelmoral liegt eben darin, dass auf der einen Seite die Zölibatsverpflichtung besteht, auf der anderen Seite sich die Mehrheit der Priester nicht daran halten kann, weil es menschenverachtend ist.

Was an einer freiwilligen Verpflichtung im Erwachsenenalter menschenverachtend sein soll – grübel.

Ich wette auch mit Ihnen, dass ich schon mehr Menschen zur katholischen Kirche geführt habe, als Sie.

Wie schön, die Gnade der Erkenntnis hat durch Sie auf die Abtrünnigen gewirkt. Wieviel Heimkehrer waren es denn? Vielleicht kann hier jemand mitbieten.

Sie würden doch eine Gotteserfahrung gar nicht mal merken.

Aha, daran liegts also.
Freitag, 8. September 2006 08:45
Brigitte Bussmann: Diakojn Golatz
an all die liebenswürdigen Herren, die mir so zustimmen!

Ich wette mit Ihnen, dass niemand von IHnen wirklich Ahnung hat, wie es in der inneren Kirche aussieht. Sie haben noch keinen Priester am Zölibat kaputt gehen sehen, die Doppelmoral liegt eben darin, dass auf der einen Seite die Zölibatsverpflichtung besteht, auf der anderen Seite sich die Mehrheit der Priester nicht daran halten kann, weil es menschenverachtend ist.

Ich wette auch mit Ihnen, dass ich schon mehr Menschen zur katholischen Kirche geführt habe, als Sie. Ich kenne die Fragen und Probleme der Menschen, die der Kirche den Rücken kehren. Sie wollen Antworten, ehrliche Antworten und nicht eine selbst gebastelte Traditionstheologie.

Wer ist denn dieser Jesus – was wissen wir denn vom historischen Jesus –- den Oberen der Kirche ist es doch egal, wer der historische Jesus war, sie kennen doch nur den gebastelten Christus von Paulus, der mit dem historischen Jesus nichts mehr zu tun hat.

Die Menschen wollen Antworten auf ihre Fragen –- wie kann ich Gott erfahren? Haben Sie meine Herren überhaupt eine Ahnung, was Gotteserfahrung ist, haben Sie jemals Gott erfahren? Sie würden doch eine Gotteserfahrung gar nicht mal merken.
Donnerstag, 7. September 2006 14:25
Benedikt: @ Bussmann
Hallo Benedikt,
Gott sei Dank, dass heute so wenige junge Männer Priester werden,


So kann niemand reden, dem die Kirche wirklich am Herzen liegt

denn „konservative“ Priester braucht die katholische Kirche nicht, sie braucht „Revolutionäre“, denn auch Jesus war ein „Revolutionär“ in seiner damaligen Zeit.

Das könnte Ihnen so passen. Die Revolutionäre hatten wir doch längst, Sie sind ja auch ein Teil von ihnen. Ziehen Sie doch mal Bilanz…was haben Sie geschafft? Hören Sie doch auf, das Leeren der Kirchen den Konservativen zuzurechnen. Leute Ihres Schlages haben lange genug den Kurs der Gemeinden diktiert. Herausgekommen ist dabei nichts. Übrig geblieben sind nur die wirklich treuen. Und die werden das Steuer nun wieder übernehmen.

Aber allerdings weiß ich schon, was in den Priesterseminaren heute so anwesend ist, traurig aber wahr, denn diese Leute, werden keine Antwort den Menschen der heutigen Zeit geben können.

Reden Sie sich doch nichts schön. Leute wie Sie können keinem Menschen erklären, warum er katholisch sein sollte. Dazu müsste man nämlich authentisch sein, während Sie nur irgendein selbstgebasteltes esoterisches Klimbim vertreten. Das durchschaut jeder Jugendliche innerhalb von Minuten.

Wir haben genug Priesterkinder, die die Kirche stillschweigend hinnimmt.
Welch eine Doppelmoral.


Wo liegt da die Doppelmoral?
Donnerstag, 7. September 2006 11:14
r.ruhrgebietler: @Brigitte Bussmann – immer noch nicht verstanden?
„Gott sei Dank, dass heute so wenige junge Männer Priester werden“
ja, nicht – so habe wir vielleicht wenig, aber gute Priester! Solche, die in der Tradition stehen, den Herrn Jesus Christus am Kreuz wie ein Banner vor sich tragen und fest im Glauben und der Verkündigung stehen!

„denn „konservative“ Priester braucht die katholische Kirche nicht, sie braucht „Revolutionäre“, denn auch Jesus war ein „Revolutionär“ in seiner damaligen Zeit.“
Nein, sowas aber auch! Heute scheint mit der ‘konservative’ Priester wohl eher ein Revoluzer zu sein als die Mainstreampfaffen der Lehmann-Kirche, der Medjugorjebewegung und Taize-Feteschisten!!

„…denn diese Leute, werden keine Antwort den Menschen der heutigen Zeit geben können.“
Muß aber ein sehr fragwürdiges Priesterseminar gewesen sein! Warscheinlich ‘nen Opiumhöhle in Amsterdam??

„Wir haben genug Priesterkinder, die die Kirche stillschweigend hinnimmt. Welch eine Doppelmoral.“
Wie scharfsinnig festgestellt – es sind eben jen irregangenen „Priester“, die den Herrn Jesus Christus durch ihren Abfall so beleidigen! Viel schlimmer aber ist, daß diese Pfaffen unzählig viele Seelen mit in die Hölle reißen!
„…zu einem der Punkte, die die Leute aus der Kirche treibt.“
Just so ist es – Priester, die gar keine sein wollen treiben die Gläubigen raus. Die wollen nur „den Laden aufmischen“
Es bleibt dabei: Ego Non Servant – nicht nur ein Ausspruch von sog. „Frauen“ – auch von den „Priestern“ der Lehmannnkirche.
Donnerstag, 7. September 2006 09:52
Horst Schlämmer: @Bussmännchen
Gott sei Dank, dass heute so wenige junge Männer Priester werden,…

Bei so vielen mannstollen Weibern, die sich Geistliche zum Objekt ihrer fleischlichen Begierde ausersehen haben und deren grösstes, teuflisches Vergnügen es ist einen Priester unter Vorgaukelung des Verzichts auf weltliche Lüste zum Bruch seines Zölibatsversprechens zu verführen, ist das auch wirklich besser.
Donnerstag, 7. September 2006 08:43
Brigitte Bussmann: Diakon Golatz
Hallo Benedikt,
Gott sei Dank, dass heute so wenige junge Männer Priester werden, denn „konservative“ Priester braucht die katholische Kirche nicht, sie braucht „Revolutionäre“, denn auch Jesus war ein „Revolutionär“ in seiner damaligen Zeit.
Aber allerdings weiß ich schon, was in den Priesterseminaren heute so anwesend ist, traurig aber wahr, denn diese Leute, werden keine Antwort den Menschen der heutigen Zeit geben können. Wenn diese späteren Priester merken, was ihre „Gehirnwäsche“ gebracht hat, ist es zu spät, ob die dann wirklich auf „Frau und Kinder“ verzichten sei dahin gestellt. Wir haben genug Priesterkinder, die die Kirche stillschweigend hinnimmt.
Welch eine Doppelmoral.
Eine Gewissensfrage an Sie, Benedikt, finden Sie das richtig –- ich meine diese Doppelzüngigkeit?? Genau das gehört nämlich zu einem der Punkte, die die Leute aus der Kirche treibt.
Donnerstag, 7. September 2006 00:53
Guldin: Perpetua:Wiederbetätigung ?
Es reicht wohl den Blödsinn einmal zu posten!

einfach widerlich!
Donnerstag, 7. September 2006 00:52
Perpetua: Von der Redaktion entfernt
Mittwoch, 6. September 2006 14:23
Horst Schlämmer: @ex Bochumer
Ich werde – sobald nicht umgehend meine Löschung erfolgt – die Machenschaften des kreuz.net dokumentieren.

Dafür haben Sie sich ein dickes BUSSILEIN verdient.

@Lady Bussmann

Sie haben einfach einen Sprung in der Schüssel.

@Gerhard

Und Sie haben noch nicht einmal eine Schüssel in der man einen Sprung haben könnte.
Mittwoch, 6. September 2006 14:04
Benedikt: @ Bussmann
Andreas Golatz ist ein Paradebeispiel für einen kommenden Priester, wie er sein sollte.

Na, seien Sie dann aber mal nicht zu enttäuscht, wenn Sie entdecken, wer heute wirklich noch Priester wird. Die Kandidaten scheinen mir jedenfalls immer „konservativer“ zu werden. Sie wollen eben Priester werden und keine Revolutionäre. Sie verzichten freiwillig auf Frau und Familie…entsprechend ist ihre Einstellung. Die Zeiten, wo jene Priester wurden, die glaubten, der Zölibat falle ohnein bald sind Gsschichte. Die meisten, die heute Priester werden wollen haben längst erkannt, dass die alten Konzepte, die ua Sie hier vertreten die Kirche nicht aus der Krise bugsieren.
Mittwoch, 6. September 2006 11:17
Gerhard: „Skandaldiakon“
Ich freue mich, dass mit Andreas Golatz ein Diakon zum Priester geweiht wird, der Hoffnung auf eine neue, lebendige Kirche macht! Gleichzeitig finde ich es beschämend, wenn in einer vorverurteilenden und abwertenden Weise vom „Skandaldiakon“ Andreas Golatz gesprochen wird! – Eine „lebendige“ Kirche muss offen sein für Neues – was keineswegs gleichbedeutend ist mit einem „Abfall vom wahren Glauben“! (Bei kreuz.net ist allein schon das Nachdenken über Neues ein Skandal!)
Mittwoch, 6. September 2006 10:21
Brigitte Bussmann: Diakon Golatz
meine lieben Herren, ich bin alles andere als Feministin, mir liegt so etwas fern, aber ich bin für Gerechtigkeit und das Leben der Liebe Gottes, von dem so manche Herren weit entfernt sind, weil sie wohl gar nicht wissen, was das heißt, die Liebe, die Jesus gefordert hat, zu leben.
Andreas Golatz ist ein Paradebeispiel für einen kommenden Priester, wie er sein sollte.
Die Kirche wird Gott lob nicht mehr länger eine Kirche von „oben“ bleiben können. Denn wir sehen ja, was diese Kirche von „oben“ so anstellt, weil viele „Obere“ meinen, dass sie den Heiligen Geist gepachtet haben. Und was macht dann die Kirche „unten“ sie gehen laufen oder sie rebellieren indem sie aufrufen zum Aufstand gegen Rom.
Vielleicht haben es manche schon vergessen, WIR ALLE SIND KIRCHE, WIR ALLE, DIE GETAUFT SIND.
Exkommunikation ist doch ein bisschen sehr lieblos, wie gut dass Papst Benedikt liebevoller mit der Wahrheit umgehen kann als so mancher „rechtgläubige Herr im Forum.“
Mittwoch, 6. September 2006 08:25
r.ruhrgebietler: @Brigitte Bussmann – ego non servant
das Dauerthema der irregeleiteten Feministinnen, die aus der Demut der Jungfrau und Gottesmutter Mariens nichts gelernt haben. Wie wenig können sie daher auch verstehen, daß Golatzdas & Co. stante pede exkommuniziert gehören, sind diese Nachtgestalten doch die Verführer vor denen Jesus Christus warnt wenn er sagt: außen sind es Schafe, aber inwändig reißende Wölfe! Gleichzeitg sind Menschen gleichen Gedankengutes mit zu exkommunizieren!
Die Kirche war, ist und bleibt immer eine Kirche von oben. Und sowar es den einen Gott gibt, es wird sich nie ändern! Gelobt sei Jesus Christus – Dein Kreuzesleiden ist nicht um sonst gewesen!
Dienstag, 5. September 2006 14:11
ExBochumer: kreuz.net
setzt sich über alles hinweg.

Ich habe gestern die Löschung meines accounts gefordert. Nichts ist geschehen.

Somit wird kreuz.net immer fragwürdiger, unglaubwürdiger etc. – Gelöscht wird von den Herrschaften immer wieder, aber wenn es um Anforderungen geht – nichts.

kreuz.net ist ein äußerst fragwürdiges Medium. Ich werde – sobald nicht umgehend meine Löschung erfolgt – die Machenschaften des kreuz.net dokumentieren.
Dienstag, 5. September 2006 09:13
Brigitte Bussmann: Diakon Andreas Golatz
das freut mich sehr, dass Andreas es geschafft hat, nun zum Priester geweiht zu werden. Hieran kann ich erkennen, dass auch die Kirche „oben“ noch lernbereit und lernfähig ist. Lieber Andreas gebe niemals auf und bleibe auch als Priester kritikfähig, was die sog. Amtskirche betrifft, denn dann haben wir alle stets einen kleinen „Aufstand gegen Rom.“
Ich hoffe, dass dieses Beispiel Schule macht, bei allen, die noch in Priesterseminaren zu finden sind.
Dienstag, 5. September 2006 00:24
Benedikt: @ blueberry
Nichts dergleichen.
Montag, 4. September 2006 23:31
blueberry: @ Benedikt
Nur mal interessehalber: studieren Sie eigentlich Theologie oder etwas ähnliches? Ich meine wollen Sie Priester, Pater, Diakon oder sowas werden?
Montag, 4. September 2006 23:26
Benedikt: Wen wundert’s
Der Herr Diakon ist doch im diözesanen Seminar ausgebildet worden…jetzt wiederholt er, was er dort gelernt hat. Ihnm die Weihe zu vermeiden ist somit unredlich.
Montag, 4. September 2006 22:32
golfi: Argumente des Wienerer
Diese Argumentation scheint mir sehr fragwürdig, der ExBochumer hat die besseren. Solche Leute, wie dieser
angehende Priester, haben in der kath. Kirche nichts zu suche, von dieser Geisteshaltung gibt es schon viele zuviel.
Sollten die Worte ernst gemeint sein, dann ist das doch
ein klares Zeichen der Unreife, denn ein solcher Schritt
bedarf reichlicher Überlegung.
Aber noch mehr gibt mir die Haltung des zuständigen Bischofs zu bedenken, sie spiegelt doch die tatsächliche Kriese der Kirche wieder.
Montag, 4. September 2006 22:12
bonifatius: Kommentare zu Weihe
Ein Baier: Do legst de nida! ( Niederbayrisch)
Ein Preuße: Da bleibt dir die Spucke wech!
Ein Engel: O, hl. Florian, verschon’ unser Haus, zünd’ andere an!
Ein gefallener Engel: Gell Leitl, da schaugts!
Montag, 4. September 2006 17:41
centesimus annus: Das beginnende Schisma läßt sich auch mit noch so treuherzigem Augenaufschlag nicht mehr abstreiten.
Also ich sehe kein beginnendes Schisma, sondern ein längst vollzogenes. Es ist nur endlich an der Zeit, dass all jene, die das Konzil nicht anerkennen, nivellieren, relativieren und schleichend zurücknehmen wollen irgendwann einmal den Mut zusammenbringen und den Hut nehmen.
Übrigens mein Passwort ist und bleibt 100, das mit dem blabla finde ich einen blödsinn.
Die Redaktion hat die Accounts von zwei Drittel meines Freundeskreises gekillt und nimmt dazu trotz mehrfacher Aufforderung nicht Stellung.
Glücklicherweise haben wir inzwischen ein eigenes Forum, das auch schon sehr belebt ist.
So braucht keiner kreuz.net für die Hebung seines Adrenalinspiegels, und soll ich was sagen, das Niveau auf dem Forum ist um megamäßig höher als hier!
Montag, 4. September 2006 15:18
Bernado: @wiener
Zitat „ist es „vorkonziliar-autoritär“, wenn man die autorität des bsichöflichen leitungsamtes ernst nimmt? und – wie vorkonziliar! – vielleicht auch noch dem bischof das urteil darüber zutraut, weil man ihm das entsprechende vertrauen entgegen bringt?“.

Hier haben wir den ganzen Salat: Es gibt vom Diakon Gollanz eine aggressiv gegen Rom und gegen eine lehramtliche Aussage des Papstes gerichtete öffentliche Erklärung. Es gibt keinen Widerruf – wohl aber Solidaritätserklärungen ( mit G., nicht etwa mit dem Papst) anderer leitender Funktionäre der Diözese.

Wie soll man da dem Bischof vertrauen, wenn er behauptet: Es ist alles gut? Wie soll man das Bischöfliche Leitungsamt akzeptieren, wenn sein Inhaber es hinnimmt, daß gegen das Leitungsamt des Papstes gehetzt wird? Wo die Einheit mit dem Papst schwach wird, löst sich das Leitungsamt des Bischofs auf!

Und die Sache wird nicht dadurch besser, daß in Reformtheologenkreisen darüber spekuliert wird, daß ein Priester in dem Fall, in dem es zwischen Papst und Ortsbischof zum Widerspruch kommt, der Priester dem Ordinarius und nicht dem Papst Gehorsam schulde.

Das für Katholiken Undenkbare ist nicht nur denkbar geworden, es wird bereits an den Universitäten als „katholisch“ gelehrt. Und es wird praktiziert: Die Entwicklung hin zur austriakisch-katholischen Nationalkirche ist schon weiter fortgeschritten, als viele glauben.

Das beginnende Schisma läßt sich auch mit noch so treuherzigem Augenaufschlag nicht mehr abstreiten.
Montag, 4. September 2006 14:49
wiener: @ bernado
… extrem klerikalistischen und durch und durch vorkonziliar-autoritären Argumentationsfigur.ist es „extrem-klerikalistisch“ wenn man einem zuständigen bischof die kompetenz zuspricht, das zu entscheiden, was nun einmal seine ureigene aufgabe ist: zu prüfen, wen er zum prietser weiht und wen nicht?
ist es „vorkonziliar-autoritär“, wenn man die autorität des bsichöflichen leitungsamtes ernst nimmt? und – wie vorkonziliar! – vielleicht auch noch dem bischof das urteil darüber zutraut, weil man ihm das entsprechende vertrauen entgegen bringt?

wahrscheinlich wäre es weder „extrem-klerikalistisch“ noch „vorkonziliar-autoritär“, wenn man alle kirchlichen entscheidungen einfach der institution überlässt, die sicherlich unfehlbar ist: der kreuz.net-redaktion. das sollten wir tun.

ps: die einschätzung meiner person als „vorkonziliar-autoritär“ könnte manche der hier mitdiskutierenden gehörig durcheinander bringen ;)
tröstlich nur, dass du dies offenbar beleidigend meinst. das gibt grund zur hoffnung.
Montag, 4. September 2006 14:26
Bernado: Skandaldiakon
wiener schrieb:“der bischof scheint es nicht für „unumgänglich“ zu halten, dass eine öffentliche korrektur erfolgt. die tatsache, dass die weihe jetzt stattfinden wird, ist ja nun auch beleg dafür, dass die gründe, die zum aufschub geführt haben, nun nicht mehr vorliegen.
ich vermute, dass diese feststellung dem bischof ausreicht, der wohl auch von sich aus ein nochmaliges aufkochen der diskussion nicht wünscht.
daher können wir zu kenntnis nehmen, dass die äußerungen im besagten interview null und nichtig sind.


Du meinst, wir sollen es endlich einfach so akzeptieren?

Herzlichen Dank für diese Zurschaustellung einer extrem klerikalistischen und durch und durch vorkonziliar-autoritären Argumentationsfigur.
Montag, 4. September 2006 14:02
wiener: @ exbochumer
faszinierend: alle, die nicht auf deinen hetzerischen kurs einschwenken, sondern eine eher abwägende und die rolle des bischofs würdigende position einnehmen – wie ich es versuche – werden von dir als „satansdiener“ bezeichnet.
sehr aufschlussreich.

auch die äußerung: „… ist und bleibt ein ärgernis“ – klar, der mann darf sich einfach nicht ändern oder gar entwickeln. dann müssten wir ja die schublade wieder aufmachen, in den wir ihn gesteckt haben.

wie kann ein „exbochumer“ (oder ein priester aus der schweiz, oder ein poster aus berlin …) sich eigentlich ein urteil über jemanden erlauben, den er – vermutlich – nur aus dem zu kennen meint, was hier auf kreuz.net von ihm bzw. über ihn berichtet wurde?
könnte satan vielleicht auch dahinter stecken, wenn man sich weigert, sorgsam aufgebaute feindbilder zu revidieren?
Montag, 4. September 2006 13:56
ExBochumer: @ dorothea
Nach deinem Posting zu urteilen ist damit der Bischof zu einer Marionette degeneriert.

Toll. Bischöfe als Marionetten im Griff der Modernisten und Zerstörerer der Kirche.
Montag, 4. September 2006 13:50
ExBochumer: Geprägt von dem obersten Zerstörer
… dem Satan ist diese Nachricht geprägt. Die Kirche zerstört sich von ihrem Inneren her selbst.

Alle diejenigen, die dieses Tun befürworten, so auch wiener, sind daran nicht unschuldig.

Satan lässt grüßen.
Montag, 4. September 2006 13:40
Gotthard: Was soll der Nuntius dabei?
es ist davon auszugehen dass dies in absprache mit dem apostolischen nuntius erfolgt ist.
Was soll denn bitte ein Nuntius mit der Zulassung oder Nichtzulassung eines Diakons zur Priesterweihe zu tun haben?
Ein Nuntius ist kein Wachköter über die Bischöfe …welches Bild des Bischofsamtes spukt hier in manchen Köpfen herum?
Montag, 4. September 2006 13:40
ExBochumer: Von der Redaktion entfernt
Montag, 4. September 2006 13:36
wiener: na wie schön …
… dass hier wieder einige ganz genau wissen wie der linzer bischof seine diözese gefälligst zu leiten hat und wie nicht.
anscheinend hat sich der bischof für eine andere vorgehensweise entschieden – es ist davon auszugehen dass dies in absprache mit dem apostolischen nuntius erfolgt ist.
schließlich ist der bischof der zuständige und verantwortliche. er hat im juni die gründe, die zum aufschub geführt haben, festgestellt, und es ist seine aufgabe zu beurteilen, ob diese gründe unverändert vorliegen oder nicht. ihm werden dazu die notwendigen informationen vorliegen.

ein „öffentliches abschwören“ des weihekandidaten zu fordern oder aus der distanz zu reklamieren ist dagegen eher kontraproduktiv.
Montag, 4. September 2006 13:35
Gotthard: Widerruf?
Was soll denn ein Widerruf? Die Frage der Frauenordination ist im Grunde nicht geklärt … sie ist mit einem päpstlichen „BASTA“ unter den Teppich gekehrt worden mit einem Schreiben, dessen Inhalt von ganz ganz vielen in der Kirche nicht nachvollzogen und nicht geglaubt wird.

Es ist kein Skandal, wenn dies ausgesprochen wird … ganz viele nehmen dieses Schreiben nur im Gehorsam – ohne innere Zustimmung – an.
Montag, 4. September 2006 13:27
Da die skandalösen Aussagen des Herrn Diakon öffentlich gewesen sind, sollte auch ein Widerruf öffentlich erfolgen, das heisst zumindest in den der Kirche zur Verfügung stehenden Organen (z.B. Kirchenzeitung).
Dieser Widerruf müsste nicht nur die Erklärung enthalten, künftig loyal zum Bischof zu sein, sondern auch eine ausdrückliche Anerkennung der definitiven Lehre von „ordinatio sacerdotalis“, dass die Priesterweihe von Frauen unmöglich ist.
Es ging eben nicht nur um einen Dissens in disziplinären Fragen (Zölibat), sondern auch im Bereich der Glaubenslehre (Frauenweihe).
Sollte sich der Diakon weigern, müsste ihm die weitere Ausübung auch des Diakonenamtes untersagt werden.
Montag, 4. September 2006 13:13
Sulpicius: War zu erwarten…
… ähnliche, aber vergleichbare Fälle sind mir bekannt. Was soll’s? Kaputter kann’s in der Kirche nicht mehr werden…
Montag, 4. September 2006 13:10
wiener: @ bernado, stimme d.v.
@ bernado:
der bischof scheint es nicht für „unumgänglich“ zu halten, dass eine öffentliche korrektur erfolgt.
die tatsache, dass die weihe jetzt stattfinden wird, ist ja nun auch beleg dafür, dass die gründe, die zum aufschub geführt haben, nun nicht mehr vorliegen.
ich vermute, dass diese feststellung dem bischof ausreicht, der wohl auch von sich aus ein nochmaliges aufkochen der diskussion nicht wünscht.
daher können wir zu kenntnis nehmen, dass die äußerungen im besagten interview null und nichtig sind.

@ stimme d.v.:
auch wenn alles dagegen spricht – ich gebe meine hoffnung nicht auf, dass auch in der redaktion von kreuz.net ein wenig vernunft einkehren könnte.
die tatsache, dass der titel bisher nicht geändert wurde, spricht natürlich eher nicht dafür, aber warum soll uns die red. nicht einmal (positiv) überraschen?
Montag, 4. September 2006 12:38
Bernado: Skandaldiakon
wiener schrieb:„sprechen sie herrn golatz demzufolge die möglichkeit/fähigkeit/das recht ab, sich zu entwickeln?
ich bin froh, dass der katholische glaube uns die möglichkeit der entwicklung, der bekehrung zugesteht, die wir immer wieder nötig haben.“

Natürlich gibt es diese Möglichkeit. Wenn der Diakon Golatz, der mit seinen öffentlichen Äußerungen für viele Katholiken einen Skandal verursacht hat, diese Möglichkeit genutzt hat, wäre es allerdings nicht nur wünschenswert, sondern unumgänglich, daß er seine Meinungsänderung, seine Bekehrung, ebenso öffentlich mitteilt.

Andernfalls muß man damit rechnen, daß er sich nicht wirklich bekehrt hat und seine der Lehre der Kirche widersprechenden Ansichten zur Frauenordination bei nächster Gelegenheit wiederholt. Das wäre dann ein Skandal, der zu Lasten des Bischofs ginge.

Hoffen und beten wir, das uns und der Kirche ein solcher Skandal erspart bleibt, der das ohnehin erschütterte Vertrauen in die Rechtschaffenheit einiger Bischöfe weiter beschädigen müßte.
Montag, 4. September 2006 12:33
habe folgende bitte an die redaktion gerichtet:

Würden sie bitte auch noch beim Petrus schönes Wetter für die zweite Septemberhälfte erbitten und bei der Lottofee meine Zahlen für nächstes Wochenende. Da sie überzeugt zu sein scheinen, mit ihren Bitten auf dergleichen Dinge Einfluß nehmen zu könnnen wäre das sehr nett.
Danke!
Montag, 4. September 2006 12:02
wiener: @ r.ruhrgebietler
sprechen sie herrn golatz demzufolge die möglichkeit/fähigkeit/das recht ab, sich zu entwickeln?
ich bin froh, dass der katholische glaube uns die möglichkeit der entwicklung, der bekehrung zugesteht, die wir immer wieder nötig haben.
wenn nun jetzt anscheinend ein derartiger prozess stattgefunden hat, ist das doch ein grund zur freude, oder täusche ich mich da?
ein beharren auf einzementierten vorurteilen dagegen hat dagegen sicher mit einer christlichen haltung nichts zu tun.
Montag, 4. September 2006 11:55
rudolfsohn: Ein Gruss nach Wien, wo der Steffl gütig auf uns
herabschaut
Danke für Ihren einleuchtenden Kommentar. ich finde auch, dass das mit dem „Skandaldiakon“ zu tief in die Klischeekiste gegriffen ist.
Montag, 4. September 2006 11:43
r.ruhrgebietler: Sommerschlußverkauf
Dies macht sich offensichtlich auch bei den Bischöfen bemerkbar – und zwar im Kopf. Bei Myrtha Müller (www.fatima.ch) ist das Sühneleiden sehr schwer für die abgefallenen Priester und Bischöfe. Jetzt wird es noch schwerer! Arma Myrtha, armer Jesus Christus!

Sommerschlußverkauf der röm. kath. Kirche. Vielleicht ist es bei FSSPX besser? hatten die nicht gerade in Fulda ein treffen???
Montag, 4. September 2006 11:32
wiener: bitte an die redaktion
habe folgende bitte an die redaktion gerichtet:

bei allem verständnis für pointierte formulierungen:
ich bitte darum, die bezeichnung „skandaldiakon“ auszutauschen. sie legt eine totalidentifikation der person des herrn golatz mit seinen äußerungen in dem bekannten „standard“-interview nahe, die ihn nur auf dieses verkürzt.
man kann – wenn man will – das interview als „skandalös“ bezeichnen. aber die person des interviewten in folge selbst als „skandal“ zu bezeichnen, ist unpassend.
Montag, 4. September 2006 11:23
Hypatia: @ Schlämmer
Das Paradoxe an Ihrer Aussage erkennen Sie, wenn Sie den Satz so formulieren: Es ist unmöglich zu behaupten, daß alles möglich sei.
Montag, 4. September 2006 11:20
Horst Schlämmer: @Nichts sollte unmöglich sein …
Grübel, – vielleicht sollte man ihn, den Berufenen ? auf Probe weihen, – oder ihm eine Teilzeitpriesterschaft anbieten, dann kann er auch das Weltmenschentum nebenbei besser ausleben.

Nur so ein Vorschlag von mir.
Montag, 4. September 2006 11:12
wiener: @ rudolfsohn: skandal… ?
nun hat aber der weihekandidat nach einer – dem bischof ausreichend erscheinenden – bedenkzeit wohl seine haltung in diesen fragen überdacht und revidiert. zumindest so weit, dass der bsichof es nun für angebracht hält, ihn zur priesterweihe zuzulassen.
also hat wohl eine klärung stattgefunden. das ist einmal zu akzeptieren.

zu „skandalös“: mir geht es heute nicht darum, alle strittigen und falschen aussagen des herrn golatz aus seinem standard-interview noch einmal durchzukauen. ich bin nur über die wortkreation „skandaldiakon“ gestolpert, da sie eine totalidentifikation der person des herrn golatz (den vermutlich niemand persönlich kennt) mit seinen – zu recht – kritisierten äußerungen in einem interview auszudrücken scheint. und ihm eine veränderung nicht zugestehen möchte nach dem motto: einmal „skandaldiakon“, immer „skandaldiakon“.

übrigens: jeder diakon, priester, jede/r getaufte christ/in sollte „skandal-“ diakon, priester oder christ/in sein: nämlich ein stein des anstoßes für seine mitmenschen. die botschaft jesu christi (der bedingungslosen liebe, des kreuzes, der auferstehung) ist ein skandalon – in diesem sinne wünsche ich mir „skandalöse“ christen!
Montag, 4. September 2006 11:09
Warum bei Schmiedl protetstieren wenn du auch beim Schmied protestieren kannst!

papst@vatican.va

holyghost@heaven.org
Montag, 4. September 2006 10:57
rudolfsohn: Was ist denn nun der skandalöse Punkt?
Offensichtlich werden diesmal 2 völlig verschiedene Dinge in einen Topf geschmissen:
1. Die Priesterehe
2. Die Frauenordination

Zu 1.: Dass die Option, ob Priester heiraten dürfen, immer wieder mal zur Diskussion gestellt wird, ist nicht „skandalös“, sondern verständlich, weil es auch den Jüngern der urchristlichen Kirche im ersten Jahrhundert nicht vervoten war zu heiraten. Auch unter den Zwölfen war es gerade Petrus, der verheiratet war.

Zu 2.: Die Frauenordination wäre in der Tat nichts anderes als eine Kapitulation vor dem Zeitgeist. Da im Gegensatz zur Priesterehe biblisch keine Argumente für Priesterinnen oder gar Bischöfinnen vorliegen, ist die Frauenordination abzulehnen, obwohl niemend bezweifelt, dass es in der biblischen und katholischen Geschichte starke Frauenpersönlichkeiten gab und gibt.