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Dienstag, 5. September 2006 08:22
kreuzmeldungen
Mutig und prophetisch + Auf höchstem Niveau + Sollten Moslems spezielle Erkennungszeichen tragen? + Linzer Bischof weiht im Alten Ritus + Sonderbeziehungen
Das erste interreligiöse Treffen in Assisi 1986
Das erste interreligiöse Treffen in Assisi 1986
Mutig und prophetisch

Italien. Religiöse Unterschiede dürfen niemals eine Gefahr für den Frieden sein. Das erklärte Benedikt XVI. in seiner Botschaft für das gestern und heute in Assisi tagende 20. interreligiöse Friedenstreffen der Laiengemeinschaft ‘Sant’Egidio’. Das Treffen geht auf eine Initiative von Papst Johannes Paul II. zurück. Die Idee des interreligiösen Treffens sei „mutig und prophetisch“ gewesen – erklärte Benedikt XVI. in seiner Grußbotschaft. Das Grundprinzip für den interreligiösen Dialog müsse die „Klarheit in der Wahrheit“ sein. Es gelte, unangemessene Verwirrungen zu vermeiden.

Auf höchstem Niveau

Italien. Am letzten Wochenende traf sich der Papst mit seinem Ratzinger-Schülerkreis zum Thema Schöpfung und Evolution. „Es war eine wichtige Begegnung auf höchstem akademischem Niveau“ – erklärte der Wiener Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn vor der österreichischen Nachrichtenagentur ‘kathpress’. Der Papst und die anderen Theologen hätten sich über die Entwicklungen der biologischen Forschung dankbar und interessiert informiert. Die Referate und die Diskussionen des Treffens werden im November in einem Dokumentationsband veröffentlicht.

Sollten Moslems spezielle Erkennungszeichen tragen?

USA. 39% der Amerikaner haben Vorurteile gegenüber Moslems. Das berichtete die politische Webseite ‘politblog.net’. Derselbe Bevölkerungsanteil möchte, daß Moslems in den USA besondere Ausweise tragen. 44% der Amerikaner glauben, daß die religiösen Ansichten der Moslems „zu extrem“ seien. 22% sagen offen, daß sie keinen Moslem als Nachbar wollen. 51% der Amerikaner vermuten, daß US-Moslems „nicht loyal zu Amerika“ stehen. 34% denken, daß Moslems „Al-Quaeda unterstützen“.

Linzer Bischof weiht im Alten Ritus

Österreich. Der Linzer Bischof Ludwig Schwarz wird am 29. Oktober ein Mitglied der Petrusbruderschaft zum Priester weihen. Das berichtete die Lokalzeitung ‘Oberösterreichische Nachrichten’ heute Dienstag. Die Diözese hat den seit längerem vereinbarten Weihetermin bestätigt.

Sonderbeziehungen

„Deutschland beruft sich auf seine besonderen Beziehungen und die deutsche Geschichte, um seine Haltung zu Israel zu erklären. Ich habe Sonderbeziehungen zu meinen Söhnen. Und wenn die etwas Dummes anstellen, dann sage ich ihnen das. Ich kritisiere sie.“

Der Publizist Alfred Großer (81) am 16. August in der ‘Berliner Zeitung’
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 53 Lesermeinungen:
Donnerstag, 7. September 2006 09:51
Agiafortuni: Benedikt XVI Kehrtwende
Wie kommt Benedikt XVI dazu Jopas Assisi Schwachsinn mutig und prophetisch zu nennen, wo er doch 1986 entschieden dagegen opponiert haben soll. Auf alle Fälle sind, so lange dieser Geist herrscht, Gespräche mit Rom im voraus zum Scheitern verurteilt
Mittwoch, 6. September 2006 18:01
Karl Murx: Damals gab es wenigstens einen Papst
Neben meine Frage an die Parteigänger der FSSPX, warum denn „Quo Primum“ nach wie vor gültig sein soll, aber nicht „Cum ex Apostolatus Officio“?
Mittwoch, 6. September 2006 17:41
Agiafortuni: Die babylonische Gefangenschaft der Kirche
wir erleben heute erneut eine babylonische Gefangenschaft der Kirche. Bei der ersten Gefangenschaft war es kein geringerer als der französische König welcher sich den Frevel leistete sich die Kirche unterwürfig zu machen. Er wurde auf diese Weise – wie übrigens auch sein Nachfolger Franz I sowie Kardinal Richelieu, ganz zu schweigen von den beiden Napoleons – zu einem Schandfleck für das katholische Frankreich. Des Königs Frevel bestand darin, sein Interesse höher einzuschätzen als das Wohl der Kirche. Aehnlich veruhren Roncalli, Montini und Woytila. Auch sie wollten dem modernen Menschen gefällige Kirche und dafür waren sie viele Glaubensgüter über Bord. Heute muss man leider feststellen, dass Benedikt XVI nicht bereit ist, auch die geringste Kritik an jenen zu üben, welche der Kirche die Fessel angelegt haben, sonst hätte er das Assisi-Jammerspiel nicht mutig und prophetisch genannt. Weitaus einleuchtender sind die Worte des Erzbischofs: Die Reden und Taten Johannes Pauls II in Togo, in Marokko, in Indien und in der Synagoge in Rom entfachen in unseren Herzen eine heilige Empörung. Was denken wohl die heiligen Männer und Frauen des alten und neuen Testaments! Was täte die heilige Inquisition, wenn sie noch bestünde? Der erste Artikel des Credo und das erste Gebot des Dekalogs werden öffentlich von dem verhöhnt, der auf dem heiligen Stuhl sitzt. Fazit: Wer Ohren hat der höre.
Mittwoch, 6. September 2006 17:00
Karl Murx: Ott kann ich selber lesen
All Sacraments of the New Covenant were instituted by Christ (De Fide). Einbändige Ausgabe bei TAN-Books, Seite 336
Christ instituted all Sacraments imediately and personally (Sent. Certa) Seite 336. Dagegen im alten LTHK mit Berufung auf Pius X. De Fide proximum. Band IX, Kolumne 82

Christ fixed the substance (Materie in specie und Form dem Sin nach) of the sacraments. The Church has no Power to alterate them; (Sent. Certa)

Daß „Accipe Spiritum Sanctum“ zur Spendung der Bischofsweihe notwendig sei, habe ich nie und nirgends behauptet, im Gegenteil.

Zur Einstimmung sei Benedikt die Vindication der englischen Bischöfe aus dem Jahre 1898 empfohlen. Dieses Dokument erschien zur Verteidigung von Apostolicae Curae.

http://www.rore-sanctifica.org/…licae_Curae_1898.pdf

@Sozialkatholisch: Ich meinte nicht, daß die Kirche verworfen sei. Das Tier vom Lande verdeckt die Kirche, die als mystischer Leib am Leiden Christi Anteil hat. Mortem moriendo destruxit! Sterbend besiegte er den Tod. Gilt auch für die Kirche. Zur Zeit hat die katholische Kirche nur noch die passive Unfehlbarkeit der Gläubigen. Dagegen ist die Konzilskirche eine Besatzungsmacht, welche das Grab des Mystischen Leibes bewacht. Der mystische Tod der Kirche läßt ihren Leib jedoch nicht verwesen.
Mittwoch, 6. September 2006 16:41
matt: das murx’sche Monster
ist auch nicht eben ein Waisenknabe.

das Schöne an der Menschwerdung Gottes ist doch gerade die Aufgabe der Vollkommenheit in seinem Sohn. Er gibt sich hin als nacktes Wesen, verletzlich, unbeholfen, er pflanzt sich ein in den mütterlichen Leib seines auserwählten Volkes und vermählt diesen aber auch gleichsam mit dem Prinzip seines heranreifenden Sohnes. Jesus ist zweimal geboren. Einmal sein fleischlicher Leib aus dem Leib seiner Mutter Maria. Und das ist zugleich das Sinnbild seiner zweiten Geburt als geistiger Herrscher, als Christus mit seiner Heilsorganisation aus dem geistigen Leib Israels.
Mittwoch, 6. September 2006 16:38
Sozialkatholisch: @ Karl Murx
La Salette ist einer der wenigen Erscheinungsorte die ich anerkenne, dort ist von einer Verfinsterung der Kirche die Rede aber nicht von ihrer gänzlichen Verwerfung. Das Tier aus vielen Nationen könnte wirklich USA sein und das zweite Tier Israel, aber man sollte noch etwas abwarten ehe man entgültige Schlüsse zieht.
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