Die Kinderabtreibung wird auch von Katholiken tabuisiert. Ein Bischof durchbrach kürzlich die innerkirchliche Mauer des Schweigens: „Wir sind schlimmer als die Nationalsozialisten.“
(kreuz.net, Rockford) Die Vereinigten Staaten treten mit ihrer immensen Abtreibungsindustrie in Konkurrenz
mit den Verbrechen der Nationalsozialisten.
Das erklärte der Bischof von Rockford, Mons. Thomas Doran,
am 10. August in einem Kommentar für seine Diözesanzeitung.
Die US-Amerikaner würden sich über das
Regime der Nationalsozialisten entsetzen, das die Verantwortung für über fünfzig Millionen Tote im
Zweiten Weltkrieg trage.
Gleichzeitig akzeptiere die Bevölkerung, daß die Abtreibungsgesetzgebung seit
1973 mehr als vierzig Millionen Menschen vernichtet habe.
„Kein Zweifel: Wir werden die Nationalsozialisten
bei der Ermordung von Menschen bald überholen.“
Bischof Doran nannte in seinem Kommentar auch die „sieben
Sakramente“ der westlichen Kultur.
Es sind dies die Kinderabtreibung, die Sodomie, die Kinderverhütung,
die Ehescheidung, die Euthanasie, der radikaler Feminismus sowie genetische Experimente und Verstümmelungen.
Der Bischof sieht das Überleben der Vereinigten Staaten in Gefahr.
Dennoch würden die genannten Verhaltensweisen
in der US-Regierung von einer bestimmten Gruppe gefördert und verteidigt. Diese schände und entwürdige
die menschliche Natur und die menschliche Bestimmung.
Besonders die Legalisierung der Kinderabtreibung
im Jahr 1973 habe zu einer größeren Gewalt in der Gesellschaft geführt: „Wir müssen uns vor Augen
halten, daß Gewalt Gewalt zeugt.“
Wenn man ungerechte Angriffe gegen die schwächsten und unschuldigsten
Mitglieder der Gesellschaft dulde, gewöhne man sich an Greueltaten. Die Gewalt der Kinderabtreibung verrohe
die Menschen rund um den Globus.
Die Theologen sagten zurecht, daß die Sünde den Intellekt verdunkelt
und den Willen schwächt.
Bischof Doran erklärte sich darüber bestürzt, daß einige Priester und Laien
die Lebensrechtsbewegung nicht fördern.
Alle Katholiken hätten die Pflicht, lokale Lebensschutzgruppen
zu unterstützen. Sie müßten sich für ein Ende der Kultur des Todes einsetzen.
Email-Adressen der Empfänger
16 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#16 wickerl 09:05:49 | Donnerstag, 23. November 2006
abstoßend Die Fotos mit der Schlange und mit dem mit einem Reißverschluss verschlossenen Mund sind abstoßend,
die Beiträge wären an sich hinreichendst für sich selbst geeignet Stimmung zu machen, sodass sie auch
überflüssig sind.
#15 Parzifal 21:45:37 | Dienstag, 12. September 2006
@ Benedikt Sie scheinen ein Problem mit der Auffassung des Bischofs über Abtreibung etc. zu haben? Hören
Sie das nicht gerne oder wie? Ich nehme Ihnen leider nicht ab, dass Sie sich lediglich an der Diktion
des Bischofs stoßen. Wissen Sie ich bin erstmal gegen Abtreibung. Ich würde zwar nicht gleich eine Elfjährige
exkommunizieren und man sollte sich auch mal die Opferzahlen der während einer illegalen Abtreibung gestorbenen
Frauen, bspw in Südamerika anschauen, aber grundsätzlich bin ich erstmal gegen Abtreibung. Wobei ich
gegen Verhütungsmittel nichts einzuwenden habe. Von daher ist es sehr wohl die Diktion des Bischofs die
mich stört. „Schlimmer als die Nazis“ heißt wohl daß der Bischof lieber unter den Nazis leben würde
als in den USA oder in Europa? Es heißt wohl daß der Bischof die Vergasung von 6 Mio. Menschen eher
mit der kath. Morallehre in EInklag bringen kann als eine Frau die studiert oder mit Kondom verhütet?
Sorry aber ich finde den Tonfall des Bischofs genauso qualifiziert wie den eines Gymnasiasten der zu Hause
seinen Eltern erklärt: „Mein Mathelehrer ist schlimmer als Hitler!“. Man sollte erst denken, dann nochmal
denken und dann erst die Nazi Keule zücken. Durch zu intesiven Gebrauch der Nazi Keule stumpft sie irgendwann
ab und wenn Ihnen dann mal ein wirklich schlimmer Politiker begegnet, hilft sie nicht mehr.
#14 Benedikt 15:43:57 | Dienstag, 12. September 2006
@ Parzifal Die Taliban haben sich nicht dadurch ausgezeichnet, daß sie Terroranschläge verübt hätten,
sondern dadurch, daß ein äußerst repressives Gesellschaftssystem errichteten Klingt wie eine Beschreibung
der SS. Ein repressives Gesellschaftssystem à la Taliban ist, werter Parzifal, nichts anderes als Terror.
dazu eine äußerst antiwestliche Rhetorik verwendeten. So wie die SPD 1949? Dann begründen Sie das doch
bitte mal, Benedikt. Sie scheinen ein Problem mit der Auffassung des Bischofs über Abtreibung etc. zu
haben? Hören Sie das nicht gerne oder wie? Ich nehme Ihnen leider nciht ab, dass Sie sich lediglich an
der Diktion des Bischofs stoßen.
#13 Asphyx † 13:15:29 | Dienstag, 12. September 2006
Die Sakramente … sind tot, genauso wie der Westen. Wenn also nun ein dahergelaufener, dreckiger Amibischof
ankommt und den Westen als Antichristlich bezeichnet, muß ich sagen, Recht hat er. Nur vergißt der D…
dabei automatisch, daß er selbst diesem Westen angehört. Soviel entnommenes Gehirn kann der gute Herr
Bischof gar nicht besessen haben, was da jetzt vor Kummer und Qual aufschreit. Ich finde das immer gut,
wenn ein Bischof sich selbst deklassiert und fertig macht. Haben die Herren nix besseres in Amiland zu
tun, als kleine Kinder zu schänden und über den Untergang des Westens zu resümieren? Und dann noch
mit jüdischen Argumenten zu kommen, der Westen sei nazistisch? Ich finde, dieser Bischof hat seinen Kardinalshut
zurecht verdient. Immerhin beweist er, daß man mit polemischen, völkerverhetzenden und jüdischen Parolen
immer noch Karriere machen kann. Gelobt sei Jesus Christus und Adolf Hitler als sein Prophet. *löl*
#12 Parzifal 01:32:01 | Dienstag, 12. September 2006
@ Benedikt Die Taliban haben sich nicht dadurch ausgezeichnet, daß sie Terroranschläge verübt hätten,
sondern dadurch, daß ein äußerst repressives Gesellschaftssystem errichteten und dazu eine äußerst
antiwestliche Rhetorik verwendeten. Wenn Terrorführer ihre Anhänger dazu aufrufen Anschläge zu verüben,
dann tun sie das indem sie den Westen für alles Üble auf der Welt verantwortlich machen. Die Parallele
die der Bischof zwischen den Nazis und dem Westen sieht ist ja auch keineswegs so offensichtlich. Oder
wann hat Merkel beschlossen die Juden zu vergasen, Chirac sich zum Herrenmenschen erklärt oder Bush die
Meinung vertreten die Rasse sei alles? Bevor ich hier also meine Polemik begründen muß (und ich gebe
zu daß es sich um Polemik handelt!), sollten vielleicht erstmal Sie und der Bischof ihre antiwestlichen
Haßtiraden begründen, die Sie ja offensichtlich nicht als Polemik auffassen, sondern als ernsthafte
Aussage werten wollen. Dann begründen Sie das doch bitte mal, Benedikt. Ich stelle hier lediglich fest
daß die Verteufelung des Westens durch diesen Bischof leicht ersichtliche Paralellen aufweist zu den
Verteufelungen eines Chomenie usw. Dazu müssen Sie nur mal den Chomenie-treuen Muslim-Markt bemühen.
#11 Benedikt 00:59:17 | Dienstag, 12. September 2006
@ Parzifal Die Drecksarbeit überlassen sie anderen. Von mir aus. Wen hat der Bischof dazu angestiftet,
ein Sprengstoffattentat zu begehen? Westen = Nationalsozialismus, dann gilt auch Bischof = Taliban. Ja
klar. Nachts ist es kälter als draußen
#10 Parzifal 00:56:23 | Dienstag, 12. September 2006
@ Benedikt Osama bin Laden, Chomenie und Nasrallah sprengen sich auch nicht in die Luft. Die Drecksarbeit
überlassen sie anderen. Sterben tun nur die Kinder der Armen, die Kinder der Reichen müssen sich auf
ihre Führungspositionen vorbereiten. Man kann nicht den Westen mit den Nazis gleichsetzen. Das ist unseriös
und hetzerisch. Da muß man es schon aushalten mit den Taliban verglichen zu werden. Wenn gilt: Westen =
Nationalsozialismus, dann gilt auch Bischof = Taliban. Wenn der Bischof polemisiert und unterhalb der
Gürtellinie Schläge austeilt, darf ich das doch bitte auch. Oder nicht?
Für ein freies Deutschland, @ Dämon Das haben Sie gut erkannt. Ich suche die Freiheit zur Heiligkeit
und Sie von Heiligkeit, also die Freiheit zum Bösen. Nomen est omen.
Alod Carigiet: Abtreibung Erzbschof Dyba hat diesen Brauch (Läuten zum Gedächtnis an die abgetriebenen
Kinder) jeweils am 28. Dezember in seinem Bistum eingeführt. Nach einigen Jahren hat sich die deutsche
Bischofskonferenz angeschlossen, Kardinal Meisner hat diese Praxis den einzelnen Pfarrern allerdings nur
freigestellt und nicht angeordnet. Kurze Zeit später hat man zurükgerudert, weil sich die abgetrieben
habenden Mütter durch das Gedächtnisläuten beunruhigt fühlten. Es ging der DBK also zuerst um die
Beruhigung des Gewissens der Abtreiberinnen und dann erst um das Leben der Ungeborenen! Witz?
#5 deusexmachina 23:27:26 | Montag, 11. September 2006
Wider den ewig repetierten Dünnpfiff @Graf von Galle Ja, ja, ja, seien Sie von mir aus so frei und heilig,
wie Sie wollen, solange ich frei davon bin, „heilig“ (im kirchlichen Sinne) sein zu müssen – und siehe
da, „frei von Heiligenmeierei“ ist justament das, was „säkular“ bedeutet… haben wir noch’mal Ferkel
gehabt, wie? Was? Und wenn’s Ihnen hier irgendwie nicht frei und heilig genug ist, dann bleibt ja immer
noch die Enigration in den Vatikanstaat. @Aldo Carigiet „weil der Bauch „angeblich nur“ der Frau gehört“
Ähm ja. Und wem, mit Verlaub, gehört er sonst? Ihnen vielleicht? Dem Papst? Oder wer ist da der oberste
Herr der Bäuche, der nach Belieben Bauchpinselei und Bauchraumnutzung vergeben und erzwingen darf? „Meldet
Euch, wenn Ihr diese Idee gut findet und noch besser wenn Orte bekannt sind, die bereits das „Erinnerungs-Läuten“
in die Tat umsetzen.“ Prima Idee. Auf die Weise könnte man ggf. endlich ‘mal eine Verfassungsbeschwerde
wg. planmäßiger Ruhestörung mit dieser nervtötenden Bimmelei durchbringen. Dafür.
Für ein freies und heiliges Deutschland Leider ist Deutchland nicht besser. Im Gegenteil. Deutschland
ist wesentlich säkularer, perverser und totalitärer.
#3 Aldo Carigiet 22:55:09 | Montag, 11. September 2006
Mord im Mutterleib nicht Abtreibung; 28.DEZEMBER Oft hört man, dass der moderne, kapitalistische-Wohlstands-Holocaust
sich Babycaust nennt… Dass der sicherste Ort (Mutterleib) zum heute gefährlichsten wurde, weil der
Bauch „angeblich nur“ der Frau gehört, ist die grösste menschilche, ethische und moralische Kathastrophe
überhaubt. Dass heutige Verfassungen oder Grundgesetze noch immer Leben schützen -was richtig ist-,
aber gleichzeitig „töten, ja morden“ lassen (ein klarer Widerspruch zum Gesetz) ist eines Rechtsstaates
nicht würdig. Früher sagte man ANARCHIE… es wird auch der Anfang der Anarchie gewesen sein. Jeder
hat jetzt die Möglichkeit das Gesetz auf seine Art auszulegen oder zu interpretieren, da sich die Behörden,
Aufsichtsorgane nicht mehr darum kümmern. Wie wäre es wenn man den Tag der Unschuldigen Kinder am 28.
Dezember zum Gedenktag -wie der Muttertag u.a.m.- machen würde? Vorschlag: jede christiliche Kirche sollte
am 28. DEZ. um 12.00-12.15 oder 20.00 – 20.15 h -möglichst alle- Glocken läuten lassen, damit das Volk
an diese unfassbare Tat -wenigstens einmal im Jahr- erinnert wird. An vielen Orten wird am 8.5. dem Ende
des 2. Weltkrieges gedacht. Vielleicht könnte durch dieses Erinnern am Tag der Unschuldigen Kinder viele
zur Umkehr bewegen. Wäre das Glocken-Läuten nicht ein guter Anfang? Meldet Euch, wenn Ihr diese Idee
gut findet und noch besser wenn Orte bekannt sind, die bereits das „Erinnerungs-Läuten“ in die Tat umsetzen.
#2 FioreGraz 11:41:43 | Montag, 11. September 2006
Genesis Was hat eigentlich die Abbildung einer Python mit diesem Thema zu tun? Die Schlange, die Verführerin
im Garten Eden, der erste Sündenfall … !:) Lesen bildet, dazu zählt auch die Bibel. LG Fiore