Der Bruder von Benedikt XVI. weiß von einer Person, die angesichts des bevorstehenden Papstbesuches in Bayern an Konversion denkt. Der Papstbruder sprach auch über die Steigerung der Milchproduktion bei Kühen.
(kreuz.net, Regensburg) Am 2. September sprach Mons. Georg Ratzinger mit der deutschen Zeitung ‘Tagespost’
über den bevorstehenden Papstbesuch.
Der Bruder des Papstes hofft, daß viele Menschen den Papstbesuch
am kommenden Wochenende in guter Erinnerung behalten. Das Religiöse lebe nicht nur von der rationalen
Überzeugung und von Grundsätzen, sondern auch von schönen Erlebnissen.
„Ich wünsche mir, daß der
Besuch die Menschen im Inneren bewegt, ihnen Freude macht, sie aus dem Alltag herausreißt und ihnen zeigt,
daß das Leben nicht bloß Sorge, Ärger und Kummer ist, sondern auch ein Fest.“
Mons. Ratzinger kennt
einen Mann, den der Papstbesuch so bewegt, daß er an Konversion denkt. Ob das bei vielen Menschen der
Fall sein werde, könne er nicht beurteilen.
Die gegenwärtige Flut an Berichten über den Papst und
seine Vermarktung werde allgemein negativ bewertet: „Aber ich habe immer gesagt, die Marktler sind arme
Leute.“
Er gönne es ihnen, wenn sie auf diese Weise zu einigen Kreuzern kommen. An sich sei es eine
leidige Sache, aus allem Geld zu machen und jedes Ereignis sofort auf seine pekuniäre Bedeutung hin zu
überprüfen.
Die Frage, ob der „Fall ‘Donum vitae’“ mit der Bitte der deutschen Bischofskonferenz –
nicht gleichzeitig für ‘Donum vitae’ und die Kirche zu arbeiten – erledigt sei, bejahte Mons. Ratzinger:
„Das ist völlig klar.“
Allerdings hätten deutsche Bischöfe in der Vergangenheit zuweilen in ihrer
Art, zu reagieren, manche Katholiken enttäuscht. Viele Gläubige hätten sich von ihnen mehr Klarheit
und Entschiedenheit erhofft. Die „kleine Korrektur“ sei mehr als überfällig gewesen.
Mons. Ratzinger
sprach auch über seine ehemaligen Schüler bei den Regensburger Domspatzen. Einige besuchen ihn regelmäßig:
„Sie lesen mir vor, weil ich mit dem Sehen Schwierigkeiten habe.“
Manche helfen ihm, seine Korrespondenz
zu bewältigen. Das wäre andernfalls nicht möglich: „Sie lesen mir Briefe vor und ich diktiere ihnen
die Antwort in den Laptop.“
Die Besuche ehemaliger Regensburger Domspatzen bereiten ihm viel Freude.
Seit der Papstwahl sei das Interesse an seiner Person gestiegen – „nicht zu meinem Vergnügen, muß ich
gestehen“. Sein Leben sei unruhiger geworden. Er liege wie auf einem Präsentierteller und werde überall
besonders beachtet.
Es gebe auch positive Seiten. So wird Mons. Ratzinger am Flughafen München als VIP
betreut und bekommt bei seinen Reisen nach Rom noch mehr Hilfe als bisher.
In Rom wird er direkt am Flugzeug
abgeholt und mit einem vatikanischen Fahrzeug unter Polizeischutz in die Stadt gebracht. Diese Hilfe sei
ihm aufgrund seiner Schwierigkeiten mit den Augen doppelt willkommen.
Mons. Ratzinger erklärte ferner,
daß die rein theoretische Theologie in den Gesprächen mit seinem Bruder kaum eine Rolle spiele.
Er
lese mehr über Theologie, als darüber zu reden. Wenn er bei der Lektüre eines Buches mit etwas nicht
zurecht gekommen sei, habe er sich bei seinem Bruder Hilfe geholt.
Ansonsten spreche er mit dem Papst
über die pastoralen Sorgen und Nöte, welche die Menschen speziell in Deutschland bewegten.
Über die
Musik von Wolfgang Amadeus Mozart († 1791) sagte Mons. Ratzinger, daß sie für ihn ein Abglanz der ewigen
Schönheit sei, die in Gott existiert:
„Der große reformierte Theologe Karl Barth († 1968) soll gesagt
haben, daß die Engel im Himmel vor Gottes Angesicht Bach spielen. Sobald sie unter sich sind, musizieren
sie Mozart.“
Bei Mozart sei die Verhältnismäßigkeit von sinnlicher Anmut und Ratio in einem ganz hohen
Maß gegeben – so der ehemalige Dirigent der Regensburger Domspatzen. Sie erschließe sich dem Menschen
unmittelbar. Dagegen brauche man bei modernen Werken, um zu wissen, was sie möchten, eine ausführliche
Erklärung.
Angeblich haben Kühe, denen regelmäßig Mozart-Musik vorgespielt wird, einen besseren Milchertrag
aufzuweisen – so Mons. Ratzinger.
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14 Lesermeinungen
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#12 Rudolfssohn 21:53:10 | Donnerstag, 7. September 2006
God Bless the Ratzinger Brothers! Echt liebenswert und ursympathisch, der Schorsch und der Sepp! In der
Besuchswoche des Heiligen Vaters werde ich in meiner bayrischen Heimat sein und wahrscheinlich alle beide
live sehen. Gott segne sie!
Mons. Ratzinger kennt einen Mann, den der Papstbesuch so bewegt, daß er an Konversion denkt. Ob das bei
vielen Menschen der Fall sein werde, könne er nicht beurteilen. Ich kann mir schon vorstellen, daß sich
viele Menschen, die mit der Kirche so gar nichts mehr am Hut hatten, wieder mit dem Glauben beschäftigen.
Und vielleicht nun auch andere Dinge als das ewige Gezeter um Frauenordination, wiederverheiratete Geschiedene,
Zölibat usw. sehen. Leider sind das ja oft noch die Nr. 1 – Themen
@Gotthard Ich frage mich, warum die beiden Ratzingers in der eigenen Wohnung am Klavier ein Jacket tragen …
Das Foto wird wohl nicht deren Tante gemacht haben. Und wenn zu mir jemand von der Presse kommt, empfange
ich ihn doch auch nicht im Jogging-Anzug
#7 Asphyx † 01:59:52 | Donnerstag, 7. September 2006
Der hl. Bonifatius … … würde die beiden Brüder Ratzinger Zwangstaufen lassen, damit er sie hinterher
für ihre Denkweise exkomunizieren und verbrennen lassen kann! Verfährt so die RKK nicht im allgemeinen
mit Kritikern jeglicher Coulor? o^/ Sankt Bonifatius, derjenige, der die Hessen zu gläubigen Christen
konvertierte (ohne dabei Format C: zu benutzen) und Ihnen etwas gab, an das sie glauben konnten, nachdem
er die Donareiche gefällt hatte, machte nur einen Fehler: o^/ Er ging nicht nach Bayern … Und ließ
nicht die Hessen in Ruhe. Wie schön wäre Deutschland heute, wenn der heilige Bonifatius eben nicht die
Germanen konvertiert und getauft hätte? o^/ Himmlich ruhig – und himmlich heidnisch. Jetzt nicht mißverstehen.
Ich mag den Hl. Bonifatius. Aber wenn er intelligent gewesen wäre, wäre er gleich nach Rom gefahren,
wäre dort Papst geworden und hätte die Kirche reformiert. Hin zum wahren Glauben.
#6 Gotthard 00:50:30 | Donnerstag, 7. September 2006
Jacket Priesterseminare sind nun keine Gehirnwäsche-Anstalten – vielleicht bei Pope X. Ich frage mich,
warum die beiden Ratzingers in der eigenen Wohnung am Klavier ein Jacket tragen …
#5 st. polterer 23:31:53 | Mittwoch, 6. September 2006
Krawattianer-Papst? Der damalige Kardinal scheint auf dem Bild Schlips zu tragen. Auch sein Klerikerbruder
in Hemd und ohne Kragen… Eine Frucht der Priesterseminarien in den 50ern?
Der Fall „Donum vitae“ Die Frage, ob der „Fall ‘Donum vitae’“ mit der Bitte der deutschen Bischofskonferenz –
nicht gleichzeitig für ‘Donum vitae’ und die Kirche zu arbeiten – erledigt sei, bejahte Mons. Ratzinger:
„Das ist völlig klar.“ Ja, und was ist jetzt klar? Von irgendwelchen Personalentscheidungen oder praktischen
Konsequenzen habe ich in dieser Angelegenheit bislang noch nichts gehört.