Ökumene
Die Konversion von Prior Roger Schütz
Ein französischer Kirchengeschichtler hat die Frage der Konfessionszugehörigkeit des Gründers der ökumenischen Gemeinschaft von Taizé neu aufgerollt und neue Beweise vorgelegt.
(kreuz.net) Die zwei Gründer der ökumenischen Gemeinschaft von Taizé wurden im Lauf ihres Lebens beide katholisch.

Das schreibt der französische Historiker und Autor Yves Chiron (46) auf seiner Webseite.

Chiron hat zahlreiche Werke verfaßt, unter anderem über Pater Pio und Papst Paul VI.

Die Gemeinschaft von Taizé wurde 1940 von den beiden aus der Schweiz stammenden reformierten Pastoren Roger Schütz († 2005) und Max Thurian († 1996) gegründet.

Die Konversion von Thurian – der die Gemeinschaft später verließ – wurde im Jahre 1988 bekannt.

Ein Jahr zuvor war Thurian vom damaligen Erzbischof von Neapel in Süditalien zum katholischen Priester geweiht worden.

Die Konfessionszugehörigkeit von Prior Roger Schütz wurde besonders heiß diskutiert, als Schütz im April 2005 beim Requiem für Papst Johannes Paul II. im Vatikan öffentlich die Kommunion empfing.

Danach stellte der Erzbischof von Lyon, Philippe Kardinal Barbarin, bei Kardinal Walter Kasper, dem Präsidenten des vatikanischen Einheitsrates, in dieser Angelegenheit eine Anfrage – so Chiron.

Kardinal Kasper habe geantwortet, daß Prior Roger Schütz „formell katholisch“ gewesen sei.
Kardinal Kasper
schrieb dem Bischof von Autun, daß Prior Roger Schütz „formell katholisch“ geworden sei.


Das erklärt Chiron mit Bezug auf eine schriftliche Stellungnahme, die er am 19. Januar 2006 vom emeritierten Bischof von Autun, Mons. Raymond Séguy (76), erhielt.

Chiron rekonstruiert die Ereignisse folgendermaßen.

Die Gemeinschaft von Taizé, die im Jahr 1940 in Taizé in Ostfrankreich gegründet wurde, bestand am Anfang nur aus Protestanten.

Kontakte mit der katholischen Kirche entwickelten sich sehr früh.

Seit 1949 wurden die beiden aus der Schweiz stammenden Gründer, Roger Schütz und Max Thurian, im Vatikan zuerst durch den damaligen stellvertretenden Staatssekretär Mons. Giovanni Battista Montini – dem späteren Papst Paul VI. – und ab der Zeit von Papst Johannes XXIII. auch regelmäßig von den Päpsten empfangen.

Die beiden Pastoren gehörten zu den nichtkatholischen Beobachtern, die am Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) teilnahmen.

Ab 1966 war Max Thurian Mitglied der sechs nicht-katholischen Beobachter beim Consilium, der die liturgischen Reformen erarbeitete, die zur Promulgierung der Neuen Messe führten.

Seit dem Jahr 1969 nahm die Gemeinschaft von Taizé auch katholische Mitglieder auf.

1971 wurde ein Repräsentant der Gemeinschaft von Taizé beim Heiligen Stuhl bestimmt.

Dieser Repräsentant hatte die Aufgabe, „gemeinsame Fragen zwischen Taizé und der Kirche in Harmonie mit dem Denken des Heiligen Petrus“ zu behandeln.

Es ging auch um eine bessere Zusammenarbeit in den ökumenischen Aktivitäten zwischen der Kirche und Taizé sowie um die Förderung „organischer Kontakte“ zwischen den beiden.

Die Übereinstimmung wurde im August 1971 von der vatikanischen Tageszeitung ‘Osservatore Romano’ veröffentlicht. Sie soll nach Chiron den Übertritt von Schütz und Thurian zur Katholischen Kirche vorbereitet haben.

Nach Angaben von Chiron ereignete sich die formelle Konversion von Schütz und Thurian im Jahr 1972 in der bischöflichen Kapelle in Autun.

Taizé gehört zum Bistum Autun.

Beim Ritus war der damalige Bischof von Autun, Mons. Armand Le Bourgeois († 2005) anwesend.

Von dieser Zeremonie gibt es offenbar keine schriftlichen Zeugnisse. Doch Prior Schütz soll den Nachfolgerbischof Séguy ausdrücklich davon informiert haben.

In der Folge bürgerten sich in Taizé katholische Praktiken wie die Anbetung des Allerheiligsten oder die Beichte ein.

Nach seiner Konversion leitete der ehemalige reformierte Pastor Roger Schütz in Taizé oder anderswo keinen protestantischen Kult mehr. Weil er nicht Priester wurde, erhielt er die Heilige Kommunion von katholischen Geistlichen.

Nach Angaben von Chiron erklärte Prior Schütz verschiedentlich: „Ich habe meine eigene Identität als Christ gefunden, indem ich in mir den Glauben meiner Ursprünge mit dem Geheimnis des katholischen Glaubens versöhnt habe, ohne dabei die Gemeinschaft mit wem auch immer gebrochen zu haben.“

So äußerte er sich zum Beispiel im Jahr 1980 während einer Ansprache vor Papst Johannes Paul II. anläßlich des Europäischen Jugendtreffens in Rom.

Die gleiche Formulierung wiederholt er in seinem letzten Buch „Gott kann nicht anders, als zu lieben“.

Chiron erklärt, daß die Stellungnahme von Prior Schütz zu seiner Konversion als ungenügend bezeichnet werden könnte, „weil sie von den notwendigen Widerrufen nichts erwähnt, die bei einer Konversion notwendig sind.“

„Aber Roger Schütz war kein Theologe“ – so Chiron. Man könne jedenfalls nicht an seiner Aufrichtigkeit zweifeln.

Kardinal Ratzinger habe – als er dem Prior im April 2005 die Kommunion reichte – zweifellos in Kenntnis der Sachlage gehandelt.

Darum sei es nicht zulässig, ihn immer noch zu beschuldigen, einem Protestanten die Kommunion gereicht zu haben.
      
58 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#58   Bernardin †   22:51:08 | Donnerstag, 7. September 2006
MC…
HASENSCHARTE!
Ja, es entspricht Ihrem primitiven Denken, hier Menschen, die unter der Hasenscharte leiden, zu diffamieren!
Im Namen aller, die darunter leiden, sage ich Ihnen: Sie sind ein ganz mieses Stück!
Ihre Vergleiche sind sind für alle denkenden Menschen ein Parabeispiel! Es fehlen Ihnen die Argumente, und darum präsentieren sie sich so, wie sie sind: PRIMITIV!
Redaktion benachrichtigen
#57   Pünktchen   22:04:39 | Donnerstag, 7. September 2006
Lieber Aloah,
der Hl. Vater kommt leider erst übermorgen nach München! Hier www.vatican.va/…ram_20060909_ge.html das detaillierte Besuchsprogramm! Alles Gute!
Ihr:
.
pünktchen
Redaktion benachrichtigen
#56   Maurice Corvisier   21:42:48 | Donnerstag, 7. September 2006
auch dem Bernardin
eine gute, ruhige Nacht.
Redaktion benachrichtigen
#55   Gotthard   21:42:22 | Donnerstag, 7. September 2006
Grenzen
für wen ist diese Diskussion eigentlich interessant?
Für wen ist die Tatsache oder Nicht-Tatsache einer formellen Konversion zur katholischen Kirche wichtig?
An Frere Roger sind die Grenzen der Konfessionen abzulesen … und die Wichtigkeit wird sehr relativiert…
Bei jesus gibt es den Taufbefehl … und den Aufruf, die Menschen zu seinen Jüngern zu machen …
das deckt sich nur sehr bedingt mit dieser Diskussion und unserer heutigen Wirklichkeit
Redaktion benachrichtigen
#54   Bernardin †   21:36:23 | Donnerstag, 7. September 2006
M.C…
ja zioeh dich zurück, es tut uns gut, du alkoholiker
Redaktion benachrichtigen
#53   Maurice Corvisier   21:32:50 | Donnerstag, 7. September 2006
Danke, Pünktchen,
ich ziehe mich jetzt zurück, auf ein kleines, freundliches Gläschen.
Dir eine gute Nacht! (Na, den anderen natürlich auch, nach diesem blöden Vollmond).
Redaktion benachrichtigen
#52   Bernardin †   21:30:02 | Donnerstag, 7. September 2006
M.C…
Ja du Alkoholiker, trink weiter deinen Wein!
Redaktion benachrichtigen
#51   Pünktchen   21:29:46 | Donnerstag, 7. September 2006
Köstlich!
Aber immer in Maßen (was machen die mit der neuen Rechtschreibung da eigentlich? In Massen?)
Wohl bekomm’s, Maurice!
Redaktion benachrichtigen
#50   Maurice Corvisier   21:26:03 | Donnerstag, 7. September 2006
Tee? Nein.
Ich ziehe da einen sauberen Falerner vor.
Oder etwas aus der Rüdesheimer Gegend – je nach Stimmungslage. Aber immer in Maßen (was machen die mit der neuen Rechtschreibung da eigentlich? In Massen?).
Redaktion benachrichtigen
#49   landorganist   21:21:32 | Donnerstag, 7. September 2006
Nachdem
ein gewisser M.C. seinen Jüngern erklärt hatte, unter welchen Voraussetzungen man katholisch und im wirklichen Stand der Gnade sei, lehnte er sich zufrieden in seinen Thronsessel zurück, sah, dass alles was er geschrieben hatte gut war, und ließ sich von Gott Vater eine Tasse Tee servieren und die Pantoffeln bringen, selbstverständlich im alten Ritus!
Redaktion benachrichtigen
#48   Bernardin †   21:02:50 | Donnerstag, 7. September 2006
ALOAH und M.C.
Es ist besser, wenn diese Beiden essen und lesen! Ihr Gott ist der Bauch und verstehen, was man liest, ist nicht unbedingt für Typen wie Aloah sicher!
Sein Kommentar – weisses Brüdergewand von Taize und Papst – so dumm und dämlich! Auch in der katholischen Kirche tragen Ordensbrüder ein weisses Habit: Dominikaner, Prämonstatenser… Einen Zusammenhang zwischen weissem Habit und „Papst sein zu wollen“ herstellen zu wollen, zeugt von grosser Dummheit! Ausserdem trug nicht nur der hoch geschätzte und leider ermordete Fr. Roger einen weissen Habit, sondern alle Brüder von Taize! Die Brüder tragen aber keine roten Schuhe…
Wie primitiv können doch essende und lesende Typen sein!
Redaktion benachrichtigen
#47   Maurice Corvisier   21:01:12 | Donnerstag, 7. September 2006
Werter Dr. Martin (immer: wie gehabt!),
ich bin auf einen ganz wichtigen Punkt Ihres Beitrages nicht eingegangen – pardon!
Kein traditioneller Katholik sollte die Zeit vor dem 2. Vatikanum kritiklos sehen. Ich bin alt genug, um mich an einen Kaplan zu erinnern, der sich damals erklärtermaßen weihen ließ, weil der Regens seines Seminars ihm versichert hatte, der Zölibat werde nach dem 2. Vatikanum abgeschafft. Da war viel Fassade: auch bei der Feier der Messe. Nur die Fassade hielt den Bau noch zusammen.
Insofern, meine ich, wäre die aktuelle Katastrophe auch als Katharsis zu begreifen. Wir dürfen nicht in den Fehler verfallen, „das Alte“ mit dem zu verwechseln, was da zusammengebrochen ist. Vielmehr scheint mir zu gelten: wir haben in dem, was wirklich „das Alte“ ist, einen Bauplan, nach dem wir alles wieder aufbauen können.
Insofern ist die hl. Messe keine mittelalterlich-museale Folkloreveranstaltung, sondern der Ausgangspunkt der Erneuerung, einer missionarischen Neubelebung der kirchlichen Lehre und damit der Tradition.
Nach dem wenigen, was ich über Roger Schütz weiß, wäre er mit dem Ziel der Neubelebung des Glaubens sicher sehr einverstanden gewesen. Und, ohne zu urteilen: er ist wohl ein Bild des modernen Menschen, der den Weg sieht, das Ziel erkennt und doch nicht ganz und gar bis zum Ende gehen konnte. Aus welchem Grund auch immer. Die Wirrnis unserer Zeit …
Daß man auch und gerade als Katholik für die Ruhe der Seele von Roger Schütz bei Gott betet, braucht keine Diskussion.
Besten Gruß! M.C.
Redaktion benachrichtigen
#46   Aloah   20:31:14 | Donnerstag, 7. September 2006
@Maurice Corvisier: Abendessen
Guten Appetit, und einen geruhsamen Abend.
Werde noch etwas in der Genesis blättern und mich freuen dass der Hl. Vater Morgen nach München kommt.
Grüße,
Aloah
Redaktion benachrichtigen
#45   Maurice Corvisier   20:10:40 | Donnerstag, 7. September 2006
Ja, bester Aloah:
das ist der Punkt. Friede seiner Seele. Lassen wir Gott entscheiden – wir haben da nix zu sagen. Ist auch gut so.
Jetzt gibt’s Abendessen!
Redaktion benachrichtigen
#44   Aloah   20:07:40 | Donnerstag, 7. September 2006
@Luther
>>…
Nein, das Zeichen Frère Rogers ist auch ein Zeichen des Heiligen Geistes, mit Sicherheit!<<
Für mich nicht!
Warum kleidete er sich den immer in weiß sowie der Papst?
Ich kenne die Farbe Soutanen der Benediktiner und Pauliner in Tschenstochau alles weiß.
Aber die Angelegenheit ist erledigt. Friede sei seiner Seele.
Redaktion benachrichtigen
#43   Maurice Corvisier   20:06:43 | Donnerstag, 7. September 2006
Werter Dr. Martin (wie gehabt),
Ihren Satz „Es gibt auch wenige PErsönlichkeiten dieser bescheidenen Erde, die Punkt ii) nicht erfüllen KÖNNEN! Es geht nicht. Punkt aus!“ verstehe ich ehrlich nicht.
Gott kann, so dieses gemeint ist, durchaus erwarten, daß man für das Glück auch Opfer bringt. Es ist immer das Einstehen für die erkannte Wahrheit verdienstlicher als das Durchsetzen anderer Ziele – falls ich das richtig verstanden habe, siehe oben. – Das ist aber nicht apodiktisch gemeint, sicherlich entscheidet Gott in jedem einzelnen Fall nach dem Fall als solchem!, deshalb möchte ich ja auch über Roger Schütz als solchen nur äußerst ungern diskutieren: ich urteile, bewerte nicht, damit ich nicht gerichtet werde. Da weis man zu wenig! Rein vom Gefühl her habe ich keine Schwierigkeiten. Aber ich mißtraue reinem Gefühl ohne exakte Informationen. Ist eine Berufskrankheit.
Besten Gruß! M.C.
Redaktion benachrichtigen
#42   Luther   19:52:37 | Donnerstag, 7. September 2006
@Maurice Corvisier:
Ja, Ihre Erklärung ist einleuchtend.
Absolut!
Eine Konversion ist eine Art Voraussetzung, da nochmal öffentlich bekannt (und nicht unbedignt abgeschworen, zum Glück sind wir aus diesen Zeiten raus) werden muss, dass man eben nun Mitglied der kathol. Kirche ist.
Richtig!
Ob man nun in einer Todsünde lebt, wenn man Schritt i) und iii) vollbracht hat, aber Schritt ii) noch nicht, bleibt fraglich und kann auch nur der HERR JESUS selbst entscheiden, nicht wir.
Mir ging es um die Frage nach Frère Roger, denn um diesen dreht sich dieser Artikel nunmal.
Es ist ärgerlich, wenn auf diesem heiligmäßigen Mann genörgelt wird und keine Gesamtzusammenhänge gesehen werden.
Denn: Es gibt auch wenige PErsönlichkeiten dieser bescheidenen Erde, die Punkt ii) nicht erfüllen KÖNNEN! Es geht nicht. Punkt aus!
Warum, ist ja wohl klar!!
Und man glaube auch nicht immer nur daran, dass alles, was die alte Messe und die vorkonziliare Kirche betrifft durch den Heiligen Geist inspiriert ist und der Rest Dämonenwerk.
Nein, das Zeichen Frère Rogers ist auch ein Zeichen des Heiligen Geistes, mit Sicherheit!
Redaktion benachrichtigen
#41   Maurice Corvisier   19:42:19 | Donnerstag, 7. September 2006
Werter Dr. Martin (ist wirklich nicht bös’ gemeint):
lassen Sie uns bitte Roger Schütz ausklammern – das ist Glatteis, weil nirgends so recht verläßliche Informationen zu bekommen sind. Persönlich bin ich von der Untadeligkeit seines Lebens überzeugt, ohne jedoch seinen Weg teilen oder gar billigen zu können (keine captatio benevolentiae, sondern so gemeint). Das möchte ich aber nicht begründen müssen, weil es in unserem Gespräch darum nicht geht.
Natürlich ist es klar, daß man vor dem Kommunionempfang nicht den Taufschein oder eine pfarramtliche Bestätigung vorzeigen muß oder kann. Vor einer Operation im Krankenhaus fragt auch keiner nach einem Lebensberechtigungsschein.
Man sollte alle drei Bedingungen im Zusammenhang sehen. Keine davon darf fehlen, damit man sich katholisch nennen darf. Ein Protestant, der die katholische Wahrheit erkennt und annimmt, muß trotzdem durch einen bewußten Akt seine Zugehörigkeit zur Kirche Jesu Christi erklären, muß konvertieren (ob er das öffentlich tut, ist eine andere Frage), bevor er die Kommunion ohne Sünde empfangen kann.
Na ja, und dann kommen ein paar verwaltungsmäßige Maßnahmen, Eintragungen usw. Das Konstitutivum aber ist die bewußte, erklärte Konversion, die wegen der Gültigkeit der Taufe in christlichen Gemeinschaften außerhalb der Kirche übrigens, wie auch von Pastor Stenmark, eben auch Rückkehr genannt werden kann.
Card. Kasper ist übrigens kein unverdächtiger Zeuge, dafür reichen aber 1500 Zeichen nicht aus und – nicht böse sein – es ist mir zu unerquicklich.
Redaktion benachrichtigen
#40   Luther   19:21:52 | Donnerstag, 7. September 2006
@Maurice Corvisier:
Aha, die Antwort von Aloah war wieder überhaupt nicht nutzbringend, denn er hat einfach den KKK kommentiert, bzw. abgeschrieben.
Dagegen von Ihnen weitaus interessanter.
Ihr 2. Punkt interessiert mich sehr. Sie schreiben, dass eine formelle Mitgliedschaft Pflicht ist, um sich katholisch zu nennen. Was heißt das? Folgerichtig der Taufschein???
D.h. Frère Roger war Ihrer Ansicht nach nicht katholisch, da er zwar Punkte i) und iii) erfüllt hat (und zwar ausreichend), ihm aber im Punkte ii) eine Unterschrift einer formellen Institution (nämlich eines Pfarramts in der Prärie) gefehlt hat?
Und dieser fehlende Punkt hat ihm letztlich verwehrt, dass er die Kommunion empfangen darf?
Wäre es dann nicht mal schlecht, die Punkte i-iii) in jeder Messe, auch in der alten Messe, abzufragen??
Man stelle sich vor, man gehe zur Kommunion und der Priester fragt einem nach Punkt i-iii). Fehlt ein Punkt, darf ich mit einem Segen wieder gehen.
Das ist lächerlich. Punkt ii) ist niemals ein Kriterium. Vielleicht in einem gewissen Sinne, dass jmd. Punkt i) und iii) annimmt, automatisch Punkt ii) vollziehen wird.
Aber nicht als Grundkriterium.
Und bitte erzählen Sie mir nicht, dass der HERR JESUS Menschen nach „Scheinen“ befragt hat. Lächerlich!
Danke für Ihren erheiternden Abschluss des Kommentars. Diesen Witz werde ich mir merken.
Redaktion benachrichtigen
#39   Maurice Corvisier   19:04:45 | Donnerstag, 7. September 2006
ich hatte alles so schön getippt, Dr. Martin,
und dann habe ich eine falsche Tase gedrückt und alles war futsch.
Nun denn, kürzer nochmals:
Katholisch sein bedingt
a) die gültige Taufe (auch in einer christlichen Gemeinschaft außerhalb der Kirche),
b) die formelle / formale, erklärte Zugehörigkeit zur Kirche Jesu Christi,
c) die uneingeschränkte Zustimmung zu dem, was die Kirche lehrt und zu glauben fordern darf.
Katholisch sein zu dürfen ist
eine gänzlich unverdiente, unendlich große Gnade (die man ignorieren und zurückweisen kann, dann sind aber auch die Konsequenzen zu tragen),
ein noch unverdienteres, großes Geschenk (das man aber auch annehmen muß!),
und, vor allem anderen: ein unerhörtes, wunderbares Glück (das man nur erleben, aber nicht beschreiben kann).
Unsere Vorfahren sind für diesen Glauben, für dieses Glück gestorben, und ich kenne auch heute noch Katholiken, die für jeden einzelnen Satz unserer hl. Messe sterben würden. Der „alten“ Messe, natürlich.
–- Es ist übrigens de fide, daß im Himmel Lateinisch gesprochen wird. Hingegen ist es nur sent. communis, daß die, die es nicht können, es im Fegefeuer lernen müssen. –- Nur, damit es hier nicht immer so protestantisch-ernst ist.
Redaktion benachrichtigen
#38   Aloah   19:00:22 | Donnerstag, 7. September 2006
@Luther „katholisch“
>>Denn die Antwort von Maurice Corvisier ist keine Antwort auf diese fundamentalere Frage. Diese lautet nach wie vor:
Was heißt katholisch??<<
Vielleicht reicht dir diese Antwort aus dem KKK (=Katechismus der Katholischen Kirche)
Was heißt „katholisch“?
830 Das Wort „katholisch“ bedeutet „allumfassend“ im Sinn von „ganz“ oder „vollständig“. Die Kirche ist katholisch in einem doppelten Sinn: Sie ist katholisch, weil in ihr Christus zugegen ist. „Wo Christus Jesus
ist, ist die katholische Kirche“ (hl. Ignatius v. Antiochien, Smyrn. 8, 2).
In ihr ist der mit seinem Haupt vereinte Leib Christi in Fülle verwirklicht1. Sie erhält somit von ihm „die Fülle der Mittel zum Heil“ (AG 6), die er gewollt hat: das richtige und ganze Glaubensbekenntnis, das vollständige sakramentale Leben und das geweihte Dienstamt in der apostolischen Sukzession.
In diesem grundlegenden Sinn war die Kirche schon am Pfingsttag katholisch2 und sie wird es bis zum Tag der Wiederkunft Christi bleiben.
Soweit der KKK.
Jetzt kommt im TV „Heute“ und Servus.
Redaktion benachrichtigen
#37   Luther   18:48:34 | Donnerstag, 7. September 2006
@Aloah:
Nein, das Wort SÜNDE irritiert mich keineswegs.
Das Wort katholisch schon!
Denn die Antwort von Maurice Corvisier ist keine Antwort auf diese fundamentalere Frage. Diese lautet nach wie vor:
Was heißt katholisch??
Die Bedingung zum Kommunionempfang ist mir klar. Und diese Bedingung gilt immer, d.h. das Ausbleiben der schweren Sünde, d.h. kein Stand der Todsünde.
Ok! Abgehakt!
Aber die Bedingung katholisch ist die Frage. Was heißt katholisch zu sein?!
Kardinal Kasper hat ja bekanntlich gesagt, dass wenn jmd. Amen am Ende des Hochgebets sagen kann, und dies auch Ernst meint, er auch die Berechtigung hat, die Kommunion zu empfangen.
Also: Was heißt nun katholisch?
D.h. welche Bedingung gilt für den Kommunionempfang nun wirklich und grundlegender?!
KONKRET NUNMAL:
KATHOLISCH = IDENTITÄT AUF EINEM TAUFSCHEIN?
KATHOLISCH = HERZENSZUWENDUNG ZUR KATHOLISCHEN KIRCHE? ?:) ?:) ?:)
Redaktion benachrichtigen
#36   Aloah   18:40:31 | Donnerstag, 7. September 2006
Luther „katholisch“
>>Denn die Frage ist damit nicht beantwortet: Was heißt katholisch zu sein? Es ist ein Zirkelschluss!<<
Zum Zirkelschluss fehlen die Bedingungen.
Was Einheit bedeutet, scheint klar, was katholisch heißt, für die meisten Leute auch: Die Bezeichnung einer christlichen Konfession.
Die Wahrheit ist wesentlich verwickelter. Katholisch, evangelisch und orthodox sind in Wirklichkeit nur Abkürzungen, wenn man damit Konfessionsgestalten des Christentums meint.
Was Maurice C. geschrieben hat ist die Wirklichkeit katholisch zu sein.
Vielleicht irritiert dich das Wort SÜNDEwie von Maurice richtig geschrieben, das ist der Knackpunkt
Weil katholisch ein so facettenreiches Wort ist, blieb es in den meisten Sprachen, das Lateinische nicht ausgenommen, unübersetzt, im Deutschen aber nicht.
Redaktion benachrichtigen
#35   Luther   18:19:14 | Donnerstag, 7. September 2006
@Maurice Corvisier:
Danke für die Antwort, doch auch sie ist leider nutzlos wie ein Kropf.
Denn die Frage ist damit nicht beantwortet: Was heißt katholisch zu sein? Es ist ein Zirkelschluss!
Also, Maurice Corvisier, wann ist man katholisch? War Frère Roger nur nicht katholisch, weil auf seiner Taufidentität ev stand?
War er katholisch, weil im Herzen seine Bejahung zum Katholizismus zu hören war?
Was macht einen Katholiken aus?
Sind 80% der heutigen Katholiken katholisch, weil rk irgendwo steht?
Ist es nicht eine viel wichtigere Bedingung für den Kommunionempfang, dass ein Mensch daran glaubt, was er da tut? Reicht dies schon aus?
Mit Ihrer allzu agressiven und ausschließenden Art kommen wir nicht weiter im Gespräch. Eine sehr oberflächliche Aussage wie die Ihre kann niemals ausreichend sein!
Redaktion benachrichtigen
#34   Guntram   18:13:16 | Donnerstag, 7. September 2006
mein Gott
was für eine Korintenkackerei…hat man den guten Mann nicht zu Lebzeit fragen können wie er es mit dem katholischen Glauben hält. Das würde jetzt viel geistige Onanie ersparen.
Redaktion benachrichtigen
#33   Maurice Corvisier   17:28:02 | Donnerstag, 7. September 2006
Bedingung für den Kommunionempfang
ist immer, daß man katholisch und frei von schwerer Sünde ist.
In Messen, an denen modern-katholische oder andere christliche (oder nichtchristliche) Zeitgenossen teilnehmen – das kommt öfter vor, als man glaubt – weisen die Priester der FSSPX deshalb auch immer darauf hin.
Redaktion benachrichtigen
#32   Luther   16:10:09 | Donnerstag, 7. September 2006
Genau meine Frage:
Taufscheinkultur oder Herzenszuwendung?!
JESUS ging es ums Herz! Umkehr ist immer eine Dimension des Herzens, nicht des Verstandes. Zuwendung zu Gott ist immer ein Vorgehen im Herzen.
Jedoch bin ich auch vorsichtig. Eine „einfache“ Herumreichung der hlg. Kommunion ist nicht gut, denn es geht auch hier um die Frage: nehme ich mein Gegenüber ernst.
Wenn ein Priester mir die hlg. Kommunion reicht und sagt: „Der Leib Christi“, dann sage ich AMEN, aber eben mit dem Wissen, was AMEN in diesem Falle bedeutet.
Wenn nun jmd. nach vorne geht und die Kommunion empfängt, dabei einfach nur so AMEN sagt und nicht dran glaubt, was er tut, dann ist dies „Heuchelei“ und auch falsches Verständnis. Damit tue ich der Kirche und auch meinem kleinem treuen Nachbarn nichts Gutes, im Gegenteil, ich nehme ihn nicht ernst.
FAZIT: Wer keinerlei Bezug zur Eucharistie hat und den Glauben nicht teilt, der kann nicht nach vorne gehen, d.h. er hat keine Berechtigung dazu, weil er die andere geradezu verhöhnt.
Bei Frère Roger ist dies ein ganz anderer Fall!
Also, setzen, sechs!
Redaktion benachrichtigen
#31   landorganist   16:04:14 | Donnerstag, 7. September 2006
Unser Herr
Jesus ist zu den Außenseitern und Sündern gegangen. „Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken“. Deshalb sind mir die Richtlinien des Kommunionempfangs immer schon suspekt gewesen. Man muss also perfekt sein, um den Leib des Herrn empfangen zu können. Aha. Hat Jesus darauf geachtet, als er bei Zachäus einkehrte? Er kam zu ihm, und bewegte ihn zur Umkehr. Er sagte nicht: Kehre um, und dann werde ich dein Gast sein.
Wenn Frer Roger nicht würdig war, die Kommunion zu empfangen, wer dann? Oder glaubt Ihr Moralapostel wirklich, dass Gott auf den Taufschein schielt um seine Gnaden zu spenden. Oh Ihr Pharisäer!
Redaktion benachrichtigen
#30   Gunsenum   15:52:01 | Donnerstag, 7. September 2006
GROTESK!
Darum sei es nicht zulässig, ihn immer noch zu beschuldigen, einem Protestanten die Kommunion gereicht zu haben.
Beschuldigen…das klingt gerade so, als beginge ein Preister, der einem Protestanten die Kommunion reicht, eine schwere Sünde beginge!
Lächerlich!
Redaktion benachrichtigen
#29   Luther   14:57:22 | Donnerstag, 7. September 2006
Trotzdem
bleibt die Frage:
Wodurch wird ein Mensch katholisch?
Ich habe das Gefühl, dass diese Frage KEINER beantworten will.
War Frère Roger, abgesehen einer“Taufscheinidentität“ katholisch oder nicht?
Bitte aufpassen…diese Frage ist verfänglich, denn 80% der Katholiken könnten als Antwort auf diese Frage als Nichtkatholiken entlarvt werden oder in Ihrer „Häresie“ bestätigt werden.
Als Übertreter bin ich gespannt auf die Antworten!!
?:) ?:) ?:) ?:) o.O o.O o.O
Redaktion benachrichtigen
#28   Benedikt   14:00:26 | Donnerstag, 7. September 2006
@ DDL / Timpressum
Ich z.B. schätze das „dies irae“ aus Mozarts Requiem sehr, würde mir das durchaus auch zu meiner Beerdigung wünschen – wie katholisch genau macht mich das?
Es ist doch absurd, hier mit allen Mitteln und unter Berücksichtigung der äußersten Oberflächlichkeiten Katholizität bei Menschen verorten zu wollen, die viele Jahre ihres Lebens der Ökumene gewidmet haben.
Die Aufführung eines Dies Irae macht niemanden zum Katholiken. Wenn aber jemand, bei dem es jeder verstanden hätte, wenn er eine ökumenische Totenfeier gewählt hätte unbedingt ein katholisches Requiem, also eine Messe/ Eucharistiefeier haben wollte, dann ist für die Behauptung Timpressums, Roger Schutz habe sich einer konfessionellen Festlegung entzogen nicht mehr haltbar. Es ist auch ein Unterschied @ Timpressum, ob Sie irgendwo in einer Dorfkirche kommunizieren, oder ob der geistige Führer einer ökumenischen Gemeinschaft dies vor 1 Mrd Menschen auf dem Petersplatz tut. Auch dies kann man schwerlich als Entzug werten.
Dass Roger Schutz die Ökumene sehr am Herzen gelegen hat, schließt all das nicht aus.
Redaktion benachrichtigen
#27   Horst Schlämmer   10:55:14 | Donnerstag, 7. September 2006
@Aliatus
Und wenn es einst dunkelt,
der Erd bin ich satt,
durchs Abendrot funkelt ein
Himmlische Stadt,
von den goldenen Zinnen
leuchtet der Chor –-
Wir aber stürmen das himmlische Tor
Freiherr Eichendorff (aus dem Gedächtnis)/
im Original bestimmt viel schöner.
Trotzdem wunderbar … das Original kann nicht schöner sein …
Gott zum Gruss und unserem geliebten HERRN hinterher. Wir sehen uns im Himmel.
Redaktion benachrichtigen
#26   Aliatus   10:45:07 | Donnerstag, 7. September 2006
@ Herr Schlämmer
Das mit dem Schwein haben sie brutal, aber treffend gesagt. Das Kreuz unseres lieben Herrn voran!
Wir müssen es mittragen. Mit dem Vorgeschmack von Blut stolpern wir Soldaten (trotzdem) in den Himmel.
Und wenn es einst dunkelt,
der Erd bin ich satt,
durchs Abendrot funkelt ein
Himmlische Stadt,
von den goldenen Zinnen
leuchtet der Chor –-
Wir aber stürmen das himmlische Tor
Freiherr Eichendorff (aus dem Gedächtnis)/
im Original bestimmt viel schöner.
Schütz schaut so lieb aus, weil Satan durch dieses pseudopriesterliche Werkzeug Schütz unserem Herrn Schmerz zufügen möchte, indem er liebe Jugendliche herantreibt und sie später nimmt.
Schütz als Person war gewiß ein hochachtenswerter Mann.
Aliatus
Redaktion benachrichtigen
#25   landorganist   09:06:10 | Donnerstag, 7. September 2006
Nicht aufregen,
dieser Schlämmer ist doch nur wieder ein Redaktionsfake, damit die kreuznet üblichen Pöbeleien nicht einschlafen. Sonst liest hier doch keiner mehr!
Redaktion benachrichtigen
#24   Maurice Corvisier   08:44:16 | Donnerstag, 7. September 2006
Auch einen guten Morgen –
nun ja, es war eine Vollmondnacht.
Du hast Dich aber auch wacker geschlagen: Kompliment!
Redaktion benachrichtigen
#23   Aloah   08:40:09 | Donnerstag, 7. September 2006
@Maurice Corvisier:
Guten Morgen Sir,
wünsche wohlgeruht zu haben.
Die Frage nach dem werten wohlbefinden schließt sich – wie immer – automatisch an. (Nur Unsinn im Sinn).
Redaktion benachrichtigen
#22   Seminarist   08:33:12 | Donnerstag, 7. September 2006
Perlen vor die Schweine
ICh denke, die Verbindung die Herr Schlämmer zu den Schweinen zog, gründet er auf das Jesuwort aus Mt 7,6: „Gebt das Heilige nicht den Hunden, und werft eure Perlen nicht den Schweinen vor, denn sie könnten sie mit ihren Füssen zertreten und sich umwenden und euch zerreissen.“
In mancher Hinsicht, wie zum Beispiel in Bezug auf das Sakrileg gegnüber des Allerheiligsten, kann man den Konjunktiv dieser Aussage unseres Herrn Jesus Christus in die Realität übertragen.
Redaktion benachrichtigen
#21   Maurice Corvisier   08:23:13 | Donnerstag, 7. September 2006
Der Nachfolger von Roger Schutz
dementiert dessen Konversion: www.leforumcatholique.org/message.php?num=213321
www.leforumcatholique.org/message.php?num=213321 www.leforumcatholique.org/message.php?num=213321
Redaktion benachrichtigen
#20   Horst Schlämmer   00:55:41 | Donnerstag, 7. September 2006
@Exmaschine
Ich denke, Sie haben hier sehr trefflich das Urteil über sich selbst gefällt.
Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr als so ein aufgeblasener, selbstgerechter Popanz in den Himmel.
Trotzdem gute Nacht – falls Sie schlafen können.
Danke, für die Bestätigung, daß meine Botschaft bei den richtigen Leuten angekommen ist.
Horst wird wunderbar schlafen :-D !
Redaktion benachrichtigen
#19   deusexmachina   00:51:36 | Donnerstag, 7. September 2006
@Horst Schlämmer
Ich denke, Sie haben hier sehr trefflich das Urteil über sich selbst gefällt.
Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr als so ein aufgeblasener, selbstgerechter Popanz in den Himmel.
Trotzdem gute Nacht – falls Sie schlafen können. ;O)
Redaktion benachrichtigen
#18   Horst Schlämmer   00:47:30 | Donnerstag, 7. September 2006
@Gotthard
Nehmen Sie Ihren Melissengeist zu sich und legen Sie sich pennen.
Redaktion benachrichtigen
#17   Gotthard   00:44:45 | Donnerstag, 7. September 2006
@schlämmer
selten solch liebloses hier gelesen …
es ist schon schlimm, welche Auswirkungen disziplinäre Aussagen der Kirche auf ganz schlichte Gemüter haben können.
Redaktion benachrichtigen
#16   Guldin   00:38:59 | Donnerstag, 7. September 2006
Grüsse an Else
Da sie ihre Haussau als unschuldiger und reiner als so manchen zeitgenossen erleben, grüssen sie sie herzlich von mir…
und nehmen sie sich ein beispiel an Ihr. O:)
Redaktion benachrichtigen
#15   Horst Schlämmer   00:32:19 | Donnerstag, 7. September 2006
@Guldin
Und denken sie daran, Herr Schlämmer, dass ein Schwein respektvoller ist als sie sich hier geben.
Danke Guldin für die Information, daß Sie respektvolle Schweine kennen. Unsere Haussau Else wird es freuen.
Redaktion benachrichtigen
#14   Guldin   00:21:25 | Donnerstag, 7. September 2006
daß ein Schwein eher
denken Sie daran, daß ein Schwein eher die Kommunion empfangen könnte als Sie, da es unschuldiger und reiner ist.
Und denken sie daran, Herr Schlämmer, dass ein Schwein respektvoller ist als sie sich hier geben.
Und so was glaubt von sich Christus nachzufolgen. :'(
Redaktion benachrichtigen
#13   Horst Schlämmer   23:52:40 | Mittwoch, 6. September 2006
@Timpressum
Zum anderen: die Kommunion habe ich auch schon empfangen. Römisch-katholisch bin ich deshalb noch lange nicht! Ich bin lediglich der durch einen Mitbruder/eine Mitschwester ausgesprochenen Einladung des Auferstandenen Christus gefolgt.
Dieser „Schwester“ hat schwere Schuld auf sich geladen und Sie waren respektlos, sollte es Ihnen bekannt gewesen sein, daß zum Kommunionempfang bestimmt Voraussetzungen erfüllt sein müssen, die noch nicht einmal erfüllt sind, wenn jemand auf dem Papier römisch katholisch ist, – also nicht praktiziert.
Wenn Sie es noch einmal wagen sollten als Unwürdiger das Allerheiligste auf „Einladung“ einer vom wahren Glauben abgefallenen „Schwester“ oder von mir aus auch auf Einladung eines „Bruders“ zu konsumieren, denken Sie daran, daß ein Schwein eher die Kommunion empfangen könnte als Sie, da es unschuldiger und reiner ist.
Also, Sie wissen jetzt, daß es für Sie verboten ist.
Die von den abgefallenen Schwester ausgesprochene Einladung an Sie, kam vom Dämon, der auch keine Ordnung kennt und respektiert.
Redaktion benachrichtigen
#12   matt   23:03:38 | Mittwoch, 6. September 2006
Eine der Liebe entsprechende Kirche…
was sorgt man sich also darum, ob die Leute konvertieren, dass sie sich die Kathie nur ja alle einverleibt und keiner ihr entgeht. Stellt die Kirche Liebe vor, wird sie ihr gerecht? Und ist dieser Jesus wirklich Liebe, wie er sagte. Und wenn, wieso kommt es in seiner Kirche nicht zum Ausdruck? Das sie ihm nun schon lange untreu ist und auf Abwege geraten zeugt doch von seiner Unfähigkeit sie zu lieben, sodass sie ihm anhangt und diese Liebe auch wiedergibt, so wie der Mond das Licht der Sonne.
Wieso sollte man konvertieren zu dieser Kirche? Sie will die Eine sein, auf was hinauf? Dafür sie nun dem Weltenteufel anheimgefallen ist, dafür sie durch die Weltgeschichte hindurchgetaumelt ist wie eine Trunkene, wie ein Schiff ohne Steuermann? Ja wo war er denn?
Dann komm her Pius-Bruderschaft, ich kröne Dich zur Kirche. Oder ich gehe gleich zur Hure Babylon – die macht aus ihrer Hurerei wenigstens keinen Hehl – und hol mir von der über Umwege die Liebe, die dies selbstgerechte, biedere und insichverkrochene Mannsweib ums Verrecken nicht ausspucken mag.
Redaktion benachrichtigen
#11   Gotthard   22:37:14 | Mittwoch, 6. September 2006
Inhaltslos
dieses Thema ist soooo überflüssig wie ein Kropf… und dieser Kommentar ohne inhalt.
Redaktion benachrichtigen
#10   timpressum †   22:13:45 | Mittwoch, 6. September 2006
@ Benedikt
Zum einen: Zumal dieses „Requiem“ ja ein sehr ökumenisches war… :-)
Zum anderen: die Kommunion habe ich auch schon empfangen. Römisch-katholisch bin ich deshalb noch lange nicht! Ich bin lediglich der durch einen Mitbruder/eine Mitschwester ausgesprochenen Einladung des Auferstandenen Christus gefolgt. Und der war bekanntermaßen ja weder katholisch noch evangelisch…
Nochmal: Frère Roger ist nie offiziell konvertiert. Und ich vermute mal, daß er auch kein Fan dieser Seiten gewesen wäre.
Redaktion benachrichtigen
#9   Pater Lingen   22:02:35 | Mittwoch, 6. September 2006
Glaubt die V2-Sekte eigentlich ihren eigenen Quark?
Sicherlich nicht.
Abgesehen davon: Selbst wenn Schütz zur V2-Sekte „gewechselt“ hätte, bleibt noch immer das Dogma gültig: Extra ecclesiam nulla salus.
Redaktion benachrichtigen
#8   matt   21:09:25 | Mittwoch, 6. September 2006
kleines Schmankerl hiezu:
als ich in der 2. Klasse Gymnasium war oder so, da stellte man mir im Religionsunterricht die Frage nach meiner Konfession. Ich hatte keine Ahnung, dass ich röm.kath. getauft war und ich kannte auch den Unterschied der Konfessionen nicht und in meinem Herzen fühlte ich keinerlei Zugehörigkeit zur Kirche. Gottesdienst samt Kirche und Altäre und Getue war mir eine komische, belanglose und fremde Angelegenheit. Ich hatte immer einen tief empfundenen Widerwillen dagegen. Im Grunde kann ich dem Grass ja garkeinen Vorwurf machen für seinen Ausdruck des kath. Miefs. Ich habe mich ehrlichgesagt auch davor gegraut und geflüchtet. Denn ich fand in dieser Kirche mit all ihrem Pomp und Tralala einfach keine Erbauung und das ist ein Faktum. Und das ist eigentlich verdammt schade und traurig.
Ich konnte mich nur der Welt mit all ihrer Sündhaftigkeit in die Arme warfen, beinahe so wie der Goldmund in dem Roman von Herrmann Hesse. Denn irgendwie von der Welt empfing ich trotz ihrer offenkundigen Laster dennoch die Liebe und Anerkennung und Erbauung, die mir die kath. Kirche versagte. Deshalb ist sie mir bis heute etwas Biederes und Fremdes und im Grunde Unliebsames. Ich habe immer bei mir den Fehler gesucht, aber ich glaube nicht, dass es meine Schuld war. Sie hat nicht verstanden wer ich bin. Aber die Welt hat es mir gesagt, sie hat mich zum Mann gemacht und sei sie auch im Herzen eine Hure, so ist sie zumindest aufrichtig zu mir gewesen und hat mich geliebt. Die KathKirche aber nicht.
Redaktion benachrichtigen
#7   deusexmachina   20:49:08 | Mittwoch, 6. September 2006
Och Benedikt…
…das ist doch jetzt wirklich Kinderkram. Ich z.B. schätze das „dies irae“ aus Mozarts Requiem sehr, würde mir das durchaus auch zu meiner Beerdigung wünschen – wie katholisch genau macht mich das?
Es ist doch absurd, hier mit allen Mitteln und unter Berücksichtigung der äußersten Oberflächlichkeiten Katholizität bei Menschen verorten zu wollen, die viele Jahre ihres Lebens der Ökumene gewidmet haben. Um genau zu sein, ist es eine Verhöhnung dieser Mühen. Oder können Sie sich vorstellen, die hätten diese Vereinnahmungsversuche gut gefunden?
Redaktion benachrichtigen
#6   Luther   20:17:24 | Mittwoch, 6. September 2006
Unsinn
Ich frage mich oft eins: Warum ist es so arg wichtig und so speziell hochrangig, ob Frère Roger ein rk in seinem Taufschein hatte?
Völlig egal. Unwichtig wie ein Kropf. Völlig schnuppe.
Er hat die Kommunion mit dem Herz empfangen, er hat an den anwesenden HERRN in der konsekrierten Hostie geglaubt und ihn angebetet. Völlig unabhängig davon, ob er ein rk hat.
Wenn der HERR so auswählt und nicht aufs Herz schaut, dann haben nahezu 80% der Katholiken verdammt Glück gehabt. Sie haben zar keinerlei Bezug zu dem was sie machen, aber ein rk im Schein…Glück gehabt!!
Man versteht doch endlich mal: die Definition von katholisch ist NICHT an einem rk in einem Schein, der in einer Schublade liegt, auszumachen.
Natürlicherweise konvertiert jmd., der im Herzen katholisch ist.
Aber selbst ein Papst hatte Frère Roger abgeraten zu konvertieren, weil er dann seinen eigenen Auftrag kaputt gemacht hätte.
Das dieser Artikel NULL Ahnung hat, sieht man an der Bemerkung, dass Frère Max ausgetreten sein sollte. Unsinn und völlig unwissend!
Zudem hat Frère Max eine neue Liturgie erarbeitet, die sog. Lima-Liturgie.
Redaktion benachrichtigen
#5   Benedikt   19:55:12 | Mittwoch, 6. September 2006
@ timpressum
Ich finde es schändlich, einen Menschen wie Frère Roger zu vereinnahmen, der sich sein Leben lang der Vereinnahmung von prostestantischer und katholischer Seite entzogen hat.
Oh ja, das Verlangen nach einem katholischen Requiem in Taizé ist wirklich ein großartiges Zeugnis des Entzuges. Ebenso wie die öffentliche Kommunion auf dem Petersplatz vor 1 Mrd Zuschauern.
Redaktion benachrichtigen
#4   timpressum †   19:42:24 | Mittwoch, 6. September 2006
Vorsicht! Vereinnahmung
Ich finde es schändlich, einen Menschen wie Frère Roger zu vereinnahmen, der sich sein Leben lang der Vereinnahmung von prostestantischer und katholischer Seite entzogen hat.
Er hat einfach die Schlichtheit der Liebe gelebt, die ihm das Evangelium Jesu gezeigt hat. Ein wenig von diesem Geist täte auch dem einen oder anderen Artikel auf kreuz.net gut…
Redaktion benachrichtigen
#3   DDL   18:27:40 | Mittwoch, 6. September 2006
Vergnüglich, aber folgerichtig
Eine Kirche, die sich bis heute selbst damit schmeichelt, die „einzig richtige“ zus ein, und alle anderen Konfessionen als Abspaltungen belächelt, fasst natürlich auch ein Bekenntnis AUCH zu ihr so auf, als gälte es ALLEINE ihr.
Simpelste mengenlehre zeigt zwar, dass das Unfug ist, aber es schmeichelt doch dem Ego so schön, nicht wahr? Und so wird eben fröhlich vereinnahmt, vorzugsweise Tote, die sich nicht mehr wehren können, und man erklärt, ungeachtet ihrer tatsächlichen Worte, was sie denn eigentlich GEMEINT haben müssen.
Okay, an der Stelle ist es dann nicht mehr vergnüglich, sondern nur noch peinlich. Wenn ich mir vorstelle, ich ginge demnächst über die Wupper, und irgendein kreuz.net-Heini würde angesichts meiner vielen Beiträge hier so etwas vor sich hinschwurbeln wie „…in Wahrheit trieb ihn eine innere Sehnsucht nach dem Katholischen … er war kein Theologe, deswegen sah er es selbst nicht so… es ist eigentlich nicht zulässig, ihn tatsächlich als Agnostiker zu bezeichnen…"… bäh. Eklig. (Und, nein, ich nehme mich da jetzt nicht zu wichtig – kreuz.net hat mir ja schon aus viel nichtigerem Anlass ganze Absätze gewidmet, mich würde also selbst so eine verlogene Show nicht im mindesten wundern).
Ein wenig Achtung vor den Verstorbenen sollte eigentlich gerade von einem sich selbst als katholisch bezeichnenden Organ zu erwarten sein dürfen.
Redaktion benachrichtigen
#2   Toby   18:05:33 | Mittwoch, 6. September 2006
Dubios
Mir kommt das Ganze auch recht seltsam vor.
Es war Vatikansprecher Navarro-Valls, der im letzten Jahr die unbeabsichtigte Kommunionspendung an Roger Schütz während des Requiems für Johannes Paul II. auf die „gegebenen Umstände“ schob. Die Zulassung des Priors zum Kommunionempfang sei nicht beabsichtigt gewesen:
www.kreuz.net/article.1489.html
Eine „formelle“ Konversion des Gründers von Taizé ist jedenfalls bis heute nie offiziell bestätigt worden. Zweifel bleiben also weiterhin bestehen.
Redaktion benachrichtigen
#1   Bernardin †   17:57:38 | Mittwoch, 6. September 2006
Ob das stimmt?
Es stimmt, dass der MItbruder der ersten Stunde, Fr. Max Thurian, konvertierte und dass er später zum Priester der kath. Kirche geweiht wurde. Ob Fr. Roger auch konvertierte?
Auf jeden Fall verliess Max Thurian die Gemeinschaft von Taize nicht, wie behauptet wird. Er ist auf dem Brüderfriedhof in Taize beerdigt.
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
Erzbischof LefebvreWollte Prior Roger Schütz schon vor dem Zweiten Vatikanum konvertieren? US-BenediktinerinnenVor lauter Ökumene nicht mehr katholisch ÖkumeneÖkumene mit einem großen Ö ÖkumeneEin alt-katholischer Bischof spricht Prior Roger Schütz heilig ÖkumeneAuch ein Traditionalist braucht manchmal Veränderung ÖkumeneDie bedeutsamste Messe seines Lebens ÖkumeneDas gleiche Wort und Brot Gottes? ÖkumeneNoch ein Zeichen der Hoffnung Ökumene‘Dominus Jesus’ als faule Frucht des Ökumenismus ÖkumeneÖkumenische Rhapsodie eines Erzbischofs ÖkumeneDer Kardinal holte sich den anglikanischen Segen ÖkumeneWar der Tod Christi ein Betriebsunfall? ÖkumeneKardinal Schönborn erinnert sich an Prior Roger Schütz ÖkumeneUngereimtheiten über den Exegeten Klaus Berger ÖkumeneUnehrliche Antwort
RSS Feed  •  News Ticker  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net