Ein französischer Kirchengeschichtler hat die Frage der Konfessionszugehörigkeit des Gründers der ökumenischen Gemeinschaft von Taizé neu aufgerollt und neue Beweise vorgelegt.
(kreuz.net) Die zwei Gründer der ökumenischen Gemeinschaft von Taizé wurden im Lauf ihres Lebens beide
katholisch.
Das schreibt der französische Historiker und Autor Yves Chiron (46) auf seiner Webseite.
Chiron hat zahlreiche Werke verfaßt, unter anderem über Pater Pio und Papst Paul VI.
Die Gemeinschaft
von Taizé wurde 1940 von den beiden aus der Schweiz stammenden reformierten Pastoren Roger Schütz († 2005)
und Max Thurian († 1996) gegründet.
Die Konversion von Thurian – der die Gemeinschaft später verließ –
wurde im Jahre 1988 bekannt.
Ein Jahr zuvor war Thurian vom damaligen Erzbischof von Neapel in Süditalien
zum katholischen Priester geweiht worden.
Die Konfessionszugehörigkeit von Prior Roger Schütz wurde
besonders heiß diskutiert, als Schütz im April 2005 beim Requiem für Papst Johannes Paul II. im Vatikan
öffentlich die Kommunion empfing.
Danach stellte der Erzbischof von Lyon, Philippe Kardinal Barbarin,
bei Kardinal Walter Kasper, dem Präsidenten des vatikanischen Einheitsrates, in dieser Angelegenheit
eine Anfrage – so Chiron.
Kardinal Kasper habe geantwortet, daß Prior Roger Schütz „formell katholisch“
gewesen sei.
Kardinal Kasper
schrieb dem Bischof von Autun, daß Prior Roger Schütz „formell katholisch“
geworden sei.
Das erklärt Chiron mit Bezug auf eine schriftliche Stellungnahme, die er am 19. Januar
2006 vom emeritierten Bischof von Autun, Mons. Raymond Séguy (76), erhielt.
Chiron rekonstruiert die
Ereignisse folgendermaßen.
Die Gemeinschaft von Taizé, die im Jahr 1940 in Taizé in Ostfrankreich
gegründet wurde, bestand am Anfang nur aus Protestanten.
Kontakte mit der katholischen Kirche entwickelten
sich sehr früh.
Seit 1949 wurden die beiden aus der Schweiz stammenden Gründer, Roger Schütz und Max
Thurian, im Vatikan zuerst durch den damaligen stellvertretenden Staatssekretär Mons. Giovanni Battista
Montini – dem späteren Papst Paul VI. – und ab der Zeit von Papst Johannes XXIII. auch regelmäßig von
den Päpsten empfangen.
Die beiden Pastoren gehörten zu den nichtkatholischen Beobachtern, die am Zweiten
Vatikanischen Konzil (1962-1965) teilnahmen.
Ab 1966 war Max Thurian Mitglied der sechs nicht-katholischen
Beobachter beim Consilium, der die liturgischen Reformen erarbeitete, die zur Promulgierung der Neuen
Messe führten.
Seit dem Jahr 1969 nahm die Gemeinschaft von Taizé auch katholische Mitglieder auf.
1971 wurde ein Repräsentant der Gemeinschaft von Taizé beim Heiligen Stuhl bestimmt.
Dieser Repräsentant
hatte die Aufgabe, „gemeinsame Fragen zwischen Taizé und der Kirche in Harmonie mit dem Denken des Heiligen
Petrus“ zu behandeln.
Es ging auch um eine bessere Zusammenarbeit in den ökumenischen Aktivitäten zwischen
der Kirche und Taizé sowie um die Förderung „organischer Kontakte“ zwischen den beiden.
Die Übereinstimmung
wurde im August 1971 von der vatikanischen Tageszeitung ‘Osservatore Romano’ veröffentlicht. Sie soll
nach Chiron den Übertritt von Schütz und Thurian zur Katholischen Kirche vorbereitet haben.
Nach Angaben
von Chiron ereignete sich die formelle Konversion von Schütz und Thurian im Jahr 1972 in der bischöflichen
Kapelle in Autun.
Taizé gehört zum Bistum Autun.
Beim Ritus war der damalige Bischof von Autun, Mons.
Armand Le Bourgeois († 2005) anwesend.
Von dieser Zeremonie gibt es offenbar keine schriftlichen Zeugnisse.
Doch Prior Schütz soll den Nachfolgerbischof Séguy ausdrücklich davon informiert haben.
In der Folge
bürgerten sich in Taizé katholische Praktiken wie die Anbetung des Allerheiligsten oder die Beichte
ein.
Nach seiner Konversion leitete der ehemalige reformierte Pastor Roger Schütz in Taizé oder anderswo
keinen protestantischen Kult mehr. Weil er nicht Priester wurde, erhielt er die Heilige Kommunion von
katholischen Geistlichen.
Nach Angaben von Chiron erklärte Prior Schütz verschiedentlich: „Ich habe
meine eigene Identität als Christ gefunden, indem ich in mir den Glauben meiner Ursprünge mit dem Geheimnis
des katholischen Glaubens versöhnt habe, ohne dabei die Gemeinschaft mit wem auch immer gebrochen zu
haben.“
So äußerte er sich zum Beispiel im Jahr 1980 während einer Ansprache vor Papst Johannes Paul
II. anläßlich des Europäischen Jugendtreffens in Rom.
Die gleiche Formulierung wiederholt er in seinem
letzten Buch „Gott kann nicht anders, als zu lieben“.
Chiron erklärt, daß die Stellungnahme von Prior
Schütz zu seiner Konversion als ungenügend bezeichnet werden könnte, „weil sie von den notwendigen
Widerrufen nichts erwähnt, die bei einer Konversion notwendig sind.“
„Aber Roger Schütz war kein Theologe“ –
so Chiron. Man könne jedenfalls nicht an seiner Aufrichtigkeit zweifeln.
Kardinal Ratzinger habe – als
er dem Prior im April 2005 die Kommunion reichte – zweifellos in Kenntnis der Sachlage gehandelt.
Darum
sei es nicht zulässig, ihn immer noch zu beschuldigen, einem Protestanten die Kommunion gereicht zu haben.
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58 Lesermeinungen
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#58 Bernardin † 22:51:08 | Donnerstag, 7. September 2006
MC… HASENSCHARTE! Ja, es entspricht Ihrem primitiven Denken, hier Menschen, die unter der Hasenscharte
leiden, zu diffamieren! Im Namen aller, die darunter leiden, sage ich Ihnen: Sie sind ein ganz mieses
Stück! Ihre Vergleiche sind sind für alle denkenden Menschen ein Parabeispiel! Es fehlen Ihnen die Argumente,
und darum präsentieren sie sich so, wie sie sind: PRIMITIV!
#57 Pünktchen 22:04:39 | Donnerstag, 7. September 2006
Lieber Aloah, der Hl. Vater kommt leider erst übermorgen nach München! Hier www.vatican.va/…ram_20060909_ge.html
das detaillierte Besuchsprogramm! Alles Gute! Ihr: . pünktchen
#55 Gotthard 21:42:22 | Donnerstag, 7. September 2006
Grenzen für wen ist diese Diskussion eigentlich interessant? Für wen ist die Tatsache oder Nicht-Tatsache
einer formellen Konversion zur katholischen Kirche wichtig? An Frere Roger sind die Grenzen der Konfessionen
abzulesen … und die Wichtigkeit wird sehr relativiert… Bei jesus gibt es den Taufbefehl … und den
Aufruf, die Menschen zu seinen Jüngern zu machen … das deckt sich nur sehr bedingt mit dieser Diskussion
und unserer heutigen Wirklichkeit
Danke, Pünktchen, ich ziehe mich jetzt zurück, auf ein kleines, freundliches Gläschen. Dir eine gute
Nacht! (Na, den anderen natürlich auch, nach diesem blöden Vollmond).
Tee? Nein. Ich ziehe da einen sauberen Falerner vor. Oder etwas aus der Rüdesheimer Gegend – je nach
Stimmungslage. Aber immer in Maßen (was machen die mit der neuen Rechtschreibung da eigentlich? In Massen?).
#49 landorganist 21:21:32 | Donnerstag, 7. September 2006
Nachdem ein gewisser M.C. seinen Jüngern erklärt hatte, unter welchen Voraussetzungen man katholisch
und im wirklichen Stand der Gnade sei, lehnte er sich zufrieden in seinen Thronsessel zurück, sah, dass
alles was er geschrieben hatte gut war, und ließ sich von Gott Vater eine Tasse Tee servieren und die
Pantoffeln bringen, selbstverständlich im alten Ritus!
#48 Bernardin † 21:02:50 | Donnerstag, 7. September 2006
ALOAH und M.C. Es ist besser, wenn diese Beiden essen und lesen! Ihr Gott ist der Bauch und verstehen,
was man liest, ist nicht unbedingt für Typen wie Aloah sicher! Sein Kommentar – weisses Brüdergewand
von Taize und Papst – so dumm und dämlich! Auch in der katholischen Kirche tragen Ordensbrüder ein weisses
Habit: Dominikaner, Prämonstatenser… Einen Zusammenhang zwischen weissem Habit und „Papst sein zu wollen“
herstellen zu wollen, zeugt von grosser Dummheit! Ausserdem trug nicht nur der hoch geschätzte und leider
ermordete Fr. Roger einen weissen Habit, sondern alle Brüder von Taize! Die Brüder tragen aber keine
roten Schuhe… Wie primitiv können doch essende und lesende Typen sein!
Werter Dr. Martin (immer: wie gehabt!), ich bin auf einen ganz wichtigen Punkt Ihres Beitrages nicht eingegangen –
pardon! Kein traditioneller Katholik sollte die Zeit vor dem 2. Vatikanum kritiklos sehen. Ich bin alt
genug, um mich an einen Kaplan zu erinnern, der sich damals erklärtermaßen weihen ließ, weil der Regens
seines Seminars ihm versichert hatte, der Zölibat werde nach dem 2. Vatikanum abgeschafft. Da war viel
Fassade: auch bei der Feier der Messe. Nur die Fassade hielt den Bau noch zusammen. Insofern, meine ich,
wäre die aktuelle Katastrophe auch als Katharsis zu begreifen. Wir dürfen nicht in den Fehler verfallen,
„das Alte“ mit dem zu verwechseln, was da zusammengebrochen ist. Vielmehr scheint mir zu gelten: wir haben
in dem, was wirklich „das Alte“ ist, einen Bauplan, nach dem wir alles wieder aufbauen können. Insofern
ist die hl. Messe keine mittelalterlich-museale Folkloreveranstaltung, sondern der Ausgangspunkt der Erneuerung,
einer missionarischen Neubelebung der kirchlichen Lehre und damit der Tradition. Nach dem wenigen, was
ich über Roger Schütz weiß, wäre er mit dem Ziel der Neubelebung des Glaubens sicher sehr einverstanden
gewesen. Und, ohne zu urteilen: er ist wohl ein Bild des modernen Menschen, der den Weg sieht, das Ziel
erkennt und doch nicht ganz und gar bis zum Ende gehen konnte. Aus welchem Grund auch immer. Die Wirrnis
unserer Zeit … Daß man auch und gerade als Katholik für die Ruhe der Seele von Roger Schütz bei Gott
betet, braucht keine Diskussion. Besten Gruß! M.C.
#46 Aloah 20:31:14 | Donnerstag, 7. September 2006
@Maurice Corvisier: Abendessen Guten Appetit, und einen geruhsamen Abend. Werde noch etwas in der Genesis
blättern und mich freuen dass der Hl. Vater Morgen nach München kommt. Grüße, Aloah
Ja, bester Aloah: das ist der Punkt. Friede seiner Seele. Lassen wir Gott entscheiden – wir haben da nix
zu sagen. Ist auch gut so. Jetzt gibt’s Abendessen!
#44 Aloah 20:07:40 | Donnerstag, 7. September 2006
@Luther >>… Nein, das Zeichen Frère Rogers ist auch ein Zeichen des Heiligen Geistes, mit Sicherheit!<<
Für mich nicht! Warum kleidete er sich den immer in weiß sowie der Papst? Ich kenne die Farbe Soutanen
der Benediktiner und Pauliner in Tschenstochau alles weiß. Aber die Angelegenheit ist erledigt. Friede
sei seiner Seele.
Werter Dr. Martin (wie gehabt), Ihren Satz „Es gibt auch wenige PErsönlichkeiten dieser bescheidenen
Erde, die Punkt ii) nicht erfüllen KÖNNEN! Es geht nicht. Punkt aus!“ verstehe ich ehrlich nicht. Gott
kann, so dieses gemeint ist, durchaus erwarten, daß man für das Glück auch Opfer bringt. Es ist immer
das Einstehen für die erkannte Wahrheit verdienstlicher als das Durchsetzen anderer Ziele – falls ich
das richtig verstanden habe, siehe oben. – Das ist aber nicht apodiktisch gemeint, sicherlich entscheidet
Gott in jedem einzelnen Fall nach dem Fall als solchem!, deshalb möchte ich ja auch über Roger Schütz
als solchen nur äußerst ungern diskutieren: ich urteile, bewerte nicht, damit ich nicht gerichtet werde.
Da weis man zu wenig! Rein vom Gefühl her habe ich keine Schwierigkeiten. Aber ich mißtraue reinem Gefühl
ohne exakte Informationen. Ist eine Berufskrankheit. Besten Gruß! M.C.
#42 Luther 19:52:37 | Donnerstag, 7. September 2006
@Maurice Corvisier: Ja, Ihre Erklärung ist einleuchtend. Absolut! Eine Konversion ist eine Art Voraussetzung,
da nochmal öffentlich bekannt (und nicht unbedignt abgeschworen, zum Glück sind wir aus diesen Zeiten
raus) werden muss, dass man eben nun Mitglied der kathol. Kirche ist. Richtig! Ob man nun in einer Todsünde
lebt, wenn man Schritt i) und iii) vollbracht hat, aber Schritt ii) noch nicht, bleibt fraglich und kann
auch nur der HERR JESUS selbst entscheiden, nicht wir. Mir ging es um die Frage nach Frère Roger, denn
um diesen dreht sich dieser Artikel nunmal. Es ist ärgerlich, wenn auf diesem heiligmäßigen Mann genörgelt
wird und keine Gesamtzusammenhänge gesehen werden. Denn: Es gibt auch wenige PErsönlichkeiten dieser
bescheidenen Erde, die Punkt ii) nicht erfüllen KÖNNEN! Es geht nicht. Punkt aus! Warum, ist ja wohl
klar!! Und man glaube auch nicht immer nur daran, dass alles, was die alte Messe und die vorkonziliare
Kirche betrifft durch den Heiligen Geist inspiriert ist und der Rest Dämonenwerk. Nein, das Zeichen Frère
Rogers ist auch ein Zeichen des Heiligen Geistes, mit Sicherheit!
Werter Dr. Martin (ist wirklich nicht bös’ gemeint): lassen Sie uns bitte Roger Schütz ausklammern –
das ist Glatteis, weil nirgends so recht verläßliche Informationen zu bekommen sind. Persönlich bin
ich von der Untadeligkeit seines Lebens überzeugt, ohne jedoch seinen Weg teilen oder gar billigen zu
können (keine captatio benevolentiae, sondern so gemeint). Das möchte ich aber nicht begründen müssen,
weil es in unserem Gespräch darum nicht geht. Natürlich ist es klar, daß man vor dem Kommunionempfang
nicht den Taufschein oder eine pfarramtliche Bestätigung vorzeigen muß oder kann. Vor einer Operation
im Krankenhaus fragt auch keiner nach einem Lebensberechtigungsschein. Man sollte alle drei Bedingungen
im Zusammenhang sehen. Keine davon darf fehlen, damit man sich katholisch nennen darf. Ein Protestant,
der die katholische Wahrheit erkennt und annimmt, muß trotzdem durch einen bewußten Akt seine Zugehörigkeit
zur Kirche Jesu Christi erklären, muß konvertieren (ob er das öffentlich tut, ist eine andere Frage),
bevor er die Kommunion ohne Sünde empfangen kann. Na ja, und dann kommen ein paar verwaltungsmäßige
Maßnahmen, Eintragungen usw. Das Konstitutivum aber ist die bewußte, erklärte Konversion, die wegen
der Gültigkeit der Taufe in christlichen Gemeinschaften außerhalb der Kirche übrigens, wie auch von
Pastor Stenmark, eben auch Rückkehr genannt werden kann. Card. Kasper ist übrigens kein unverdächtiger
Zeuge, dafür reichen aber 1500 Zeichen nicht aus und – nicht böse sein – es ist mir zu unerquicklich.
#40 Luther 19:21:52 | Donnerstag, 7. September 2006
@Maurice Corvisier: Aha, die Antwort von Aloah war wieder überhaupt nicht nutzbringend, denn er hat einfach
den KKK kommentiert, bzw. abgeschrieben. Dagegen von Ihnen weitaus interessanter. Ihr 2. Punkt interessiert
mich sehr. Sie schreiben, dass eine formelle Mitgliedschaft Pflicht ist, um sich katholisch zu nennen.
Was heißt das? Folgerichtig der Taufschein??? D.h. Frère Roger war Ihrer Ansicht nach nicht katholisch,
da er zwar Punkte i) und iii) erfüllt hat (und zwar ausreichend), ihm aber im Punkte ii) eine Unterschrift
einer formellen Institution (nämlich eines Pfarramts in der Prärie) gefehlt hat? Und dieser fehlende
Punkt hat ihm letztlich verwehrt, dass er die Kommunion empfangen darf? Wäre es dann nicht mal schlecht,
die Punkte i-iii) in jeder Messe, auch in der alten Messe, abzufragen?? Man stelle sich vor, man gehe
zur Kommunion und der Priester fragt einem nach Punkt i-iii). Fehlt ein Punkt, darf ich mit einem Segen
wieder gehen. Das ist lächerlich. Punkt ii) ist niemals ein Kriterium. Vielleicht in einem gewissen Sinne,
dass jmd. Punkt i) und iii) annimmt, automatisch Punkt ii) vollziehen wird. Aber nicht als Grundkriterium.
Und bitte erzählen Sie mir nicht, dass der HERR JESUS Menschen nach „Scheinen“ befragt hat. Lächerlich!
Danke für Ihren erheiternden Abschluss des Kommentars. Diesen Witz werde ich mir merken.
ich hatte alles so schön getippt, Dr. Martin, und dann habe ich eine falsche Tase gedrückt und alles
war futsch. Nun denn, kürzer nochmals: Katholisch sein bedingt a) die gültige Taufe (auch in einer christlichen
Gemeinschaft außerhalb der Kirche), b) die formelle / formale, erklärte Zugehörigkeit zur Kirche Jesu
Christi, c) die uneingeschränkte Zustimmung zu dem, was die Kirche lehrt und zu glauben fordern darf.
Katholisch sein zu dürfen ist eine gänzlich unverdiente, unendlich große Gnade (die man ignorieren
und zurückweisen kann, dann sind aber auch die Konsequenzen zu tragen), ein noch unverdienteres, großes
Geschenk (das man aber auch annehmen muß!), und, vor allem anderen: ein unerhörtes, wunderbares Glück
(das man nur erleben, aber nicht beschreiben kann). Unsere Vorfahren sind für diesen Glauben, für dieses
Glück gestorben, und ich kenne auch heute noch Katholiken, die für jeden einzelnen Satz unserer hl.
Messe sterben würden. Der „alten“ Messe, natürlich. –- Es ist übrigens de fide, daß im Himmel Lateinisch
gesprochen wird. Hingegen ist es nur sent. communis, daß die, die es nicht können, es im Fegefeuer lernen
müssen. –- Nur, damit es hier nicht immer so protestantisch-ernst ist.
#38 Aloah 19:00:22 | Donnerstag, 7. September 2006
@Luther „katholisch“ >>Denn die Antwort von Maurice Corvisier ist keine Antwort auf diese fundamentalere
Frage. Diese lautet nach wie vor: Was heißt katholisch??<< Vielleicht reicht dir diese Antwort aus dem
KKK (=Katechismus der Katholischen Kirche) Was heißt „katholisch“? 830 Das Wort „katholisch“ bedeutet
„allumfassend“ im Sinn von „ganz“ oder „vollständig“. Die Kirche ist katholisch in einem doppelten Sinn:
Sie ist katholisch, weil in ihr Christus zugegen ist. „Wo Christus Jesus ist, ist die katholische Kirche“
(hl. Ignatius v. Antiochien, Smyrn. 8, 2). In ihr ist der mit seinem Haupt vereinte Leib Christi in Fülle
verwirklicht1. Sie erhält somit von ihm „die Fülle der Mittel zum Heil“ (AG 6), die er gewollt hat:
das richtige und ganze Glaubensbekenntnis, das vollständige sakramentale Leben und das geweihte Dienstamt
in der apostolischen Sukzession. In diesem grundlegenden Sinn war die Kirche schon am Pfingsttag katholisch2
und sie wird es bis zum Tag der Wiederkunft Christi bleiben. Soweit der KKK. Jetzt kommt im TV „Heute“
und Servus.
#37 Luther 18:48:34 | Donnerstag, 7. September 2006
@Aloah: Nein, das Wort SÜNDE irritiert mich keineswegs. Das Wort katholisch schon! Denn die Antwort von
Maurice Corvisier ist keine Antwort auf diese fundamentalere Frage. Diese lautet nach wie vor: Was heißt
katholisch?? Die Bedingung zum Kommunionempfang ist mir klar. Und diese Bedingung gilt immer, d.h. das
Ausbleiben der schweren Sünde, d.h. kein Stand der Todsünde. Ok! Abgehakt! Aber die Bedingung katholisch
ist die Frage. Was heißt katholisch zu sein?! Kardinal Kasper hat ja bekanntlich gesagt, dass wenn jmd.
Amen am Ende des Hochgebets sagen kann, und dies auch Ernst meint, er auch die Berechtigung hat, die Kommunion
zu empfangen. Also: Was heißt nun katholisch? D.h. welche Bedingung gilt für den Kommunionempfang nun
wirklich und grundlegender?! KONKRET NUNMAL: KATHOLISCH = IDENTITÄT AUF EINEM TAUFSCHEIN? KATHOLISCH =
HERZENSZUWENDUNG ZUR KATHOLISCHEN KIRCHE? ?:) ?:) ?:)
#36 Aloah 18:40:31 | Donnerstag, 7. September 2006
Luther „katholisch“ >>Denn die Frage ist damit nicht beantwortet: Was heißt katholisch zu sein? Es ist
ein Zirkelschluss!<< Zum Zirkelschluss fehlen die Bedingungen. Was Einheit bedeutet, scheint klar, was
katholisch heißt, für die meisten Leute auch: Die Bezeichnung einer christlichen Konfession. Die Wahrheit
ist wesentlich verwickelter. Katholisch, evangelisch und orthodox sind in Wirklichkeit nur Abkürzungen,
wenn man damit Konfessionsgestalten des Christentums meint. Was Maurice C. geschrieben hat ist die Wirklichkeit
katholisch zu sein. Vielleicht irritiert dich das Wort SÜNDEwie von Maurice richtig geschrieben, das
ist der Knackpunkt Weil katholisch ein so facettenreiches Wort ist, blieb es in den meisten Sprachen,
das Lateinische nicht ausgenommen, unübersetzt, im Deutschen aber nicht.
#35 Luther 18:19:14 | Donnerstag, 7. September 2006
@Maurice Corvisier: Danke für die Antwort, doch auch sie ist leider nutzlos wie ein Kropf. Denn die Frage
ist damit nicht beantwortet: Was heißt katholisch zu sein? Es ist ein Zirkelschluss! Also, Maurice Corvisier,
wann ist man katholisch? War Frère Roger nur nicht katholisch, weil auf seiner Taufidentität ev stand?
War er katholisch, weil im Herzen seine Bejahung zum Katholizismus zu hören war? Was macht einen Katholiken
aus? Sind 80% der heutigen Katholiken katholisch, weil rk irgendwo steht? Ist es nicht eine viel wichtigere
Bedingung für den Kommunionempfang, dass ein Mensch daran glaubt, was er da tut? Reicht dies schon aus?
Mit Ihrer allzu agressiven und ausschließenden Art kommen wir nicht weiter im Gespräch. Eine sehr oberflächliche
Aussage wie die Ihre kann niemals ausreichend sein!
#34 Guntram 18:13:16 | Donnerstag, 7. September 2006
mein Gott was für eine Korintenkackerei…hat man den guten Mann nicht zu Lebzeit fragen können wie
er es mit dem katholischen Glauben hält. Das würde jetzt viel geistige Onanie ersparen.
Bedingung für den Kommunionempfang ist immer, daß man katholisch und frei von schwerer Sünde ist. In
Messen, an denen modern-katholische oder andere christliche (oder nichtchristliche) Zeitgenossen teilnehmen –
das kommt öfter vor, als man glaubt – weisen die Priester der FSSPX deshalb auch immer darauf hin.
#32 Luther 16:10:09 | Donnerstag, 7. September 2006
Genau meine Frage: Taufscheinkultur oder Herzenszuwendung?! JESUS ging es ums Herz! Umkehr ist immer eine
Dimension des Herzens, nicht des Verstandes. Zuwendung zu Gott ist immer ein Vorgehen im Herzen. Jedoch
bin ich auch vorsichtig. Eine „einfache“ Herumreichung der hlg. Kommunion ist nicht gut, denn es geht
auch hier um die Frage: nehme ich mein Gegenüber ernst. Wenn ein Priester mir die hlg. Kommunion reicht
und sagt: „Der Leib Christi“, dann sage ich AMEN, aber eben mit dem Wissen, was AMEN in diesem Falle bedeutet.
Wenn nun jmd. nach vorne geht und die Kommunion empfängt, dabei einfach nur so AMEN sagt und nicht dran
glaubt, was er tut, dann ist dies „Heuchelei“ und auch falsches Verständnis. Damit tue ich der Kirche
und auch meinem kleinem treuen Nachbarn nichts Gutes, im Gegenteil, ich nehme ihn nicht ernst. FAZIT:
Wer keinerlei Bezug zur Eucharistie hat und den Glauben nicht teilt, der kann nicht nach vorne gehen,
d.h. er hat keine Berechtigung dazu, weil er die andere geradezu verhöhnt. Bei Frère Roger ist dies
ein ganz anderer Fall! Also, setzen, sechs!
#31 landorganist 16:04:14 | Donnerstag, 7. September 2006
Unser Herr Jesus ist zu den Außenseitern und Sündern gegangen. „Nicht die Gesunden brauchen den Arzt,
sondern die Kranken“. Deshalb sind mir die Richtlinien des Kommunionempfangs immer schon suspekt gewesen.
Man muss also perfekt sein, um den Leib des Herrn empfangen zu können. Aha. Hat Jesus darauf geachtet,
als er bei Zachäus einkehrte? Er kam zu ihm, und bewegte ihn zur Umkehr. Er sagte nicht: Kehre um, und
dann werde ich dein Gast sein. Wenn Frer Roger nicht würdig war, die Kommunion zu empfangen, wer dann?
Oder glaubt Ihr Moralapostel wirklich, dass Gott auf den Taufschein schielt um seine Gnaden zu spenden.
Oh Ihr Pharisäer!
#30 Gunsenum 15:52:01 | Donnerstag, 7. September 2006
GROTESK! Darum sei es nicht zulässig, ihn immer noch zu beschuldigen, einem Protestanten die Kommunion
gereicht zu haben. Beschuldigen…das klingt gerade so, als beginge ein Preister, der einem Protestanten
die Kommunion reicht, eine schwere Sünde beginge! Lächerlich!
#29 Luther 14:57:22 | Donnerstag, 7. September 2006
Trotzdem bleibt die Frage: Wodurch wird ein Mensch katholisch? Ich habe das Gefühl, dass diese Frage
KEINER beantworten will. War Frère Roger, abgesehen einer“Taufscheinidentität“ katholisch oder nicht?
Bitte aufpassen…diese Frage ist verfänglich, denn 80% der Katholiken könnten als Antwort auf diese
Frage als Nichtkatholiken entlarvt werden oder in Ihrer „Häresie“ bestätigt werden. Als Übertreter
bin ich gespannt auf die Antworten!! ?:) ?:) ?:) ?:)
#28 Benedikt 14:00:26 | Donnerstag, 7. September 2006
@ DDL / Timpressum Ich z.B. schätze das „dies irae“ aus Mozarts Requiem sehr, würde mir das durchaus
auch zu meiner Beerdigung wünschen – wie katholisch genau macht mich das? Es ist doch absurd, hier mit
allen Mitteln und unter Berücksichtigung der äußersten Oberflächlichkeiten Katholizität bei Menschen
verorten zu wollen, die viele Jahre ihres Lebens der Ökumene gewidmet haben. Die Aufführung eines Dies
Irae macht niemanden zum Katholiken. Wenn aber jemand, bei dem es jeder verstanden hätte, wenn er eine
ökumenische Totenfeier gewählt hätte unbedingt ein katholisches Requiem, also eine Messe/ Eucharistiefeier
haben wollte, dann ist für die Behauptung Timpressums, Roger Schutz habe sich einer konfessionellen Festlegung
entzogen nicht mehr haltbar. Es ist auch ein Unterschied @ Timpressum, ob Sie irgendwo in einer Dorfkirche
kommunizieren, oder ob der geistige Führer einer ökumenischen Gemeinschaft dies vor 1 Mrd Menschen auf
dem Petersplatz tut. Auch dies kann man schwerlich als Entzug werten. Dass Roger Schutz die Ökumene sehr
am Herzen gelegen hat, schließt all das nicht aus.
#27 Horst Schlämmer 10:55:14 | Donnerstag, 7. September 2006
@Aliatus Und wenn es einst dunkelt, der Erd bin ich satt, durchs Abendrot funkelt ein Himmlische Stadt,
von den goldenen Zinnen leuchtet der Chor –- Wir aber stürmen das himmlische Tor Freiherr Eichendorff
(aus dem Gedächtnis)/ im Original bestimmt viel schöner. Trotzdem wunderbar … das Original kann nicht
schöner sein … Gott zum Gruss und unserem geliebten HERRN hinterher. Wir sehen uns im Himmel.
#26 Aliatus 10:45:07 | Donnerstag, 7. September 2006
@ Herr Schlämmer Das mit dem Schwein haben sie brutal, aber treffend gesagt. Das Kreuz unseres lieben
Herrn voran! Wir müssen es mittragen. Mit dem Vorgeschmack von Blut stolpern wir Soldaten (trotzdem)
in den Himmel. Und wenn es einst dunkelt, der Erd bin ich satt, durchs Abendrot funkelt ein Himmlische
Stadt, von den goldenen Zinnen leuchtet der Chor –- Wir aber stürmen das himmlische Tor Freiherr Eichendorff
(aus dem Gedächtnis)/ im Original bestimmt viel schöner. Schütz schaut so lieb aus, weil Satan durch
dieses pseudopriesterliche Werkzeug Schütz unserem Herrn Schmerz zufügen möchte, indem er liebe Jugendliche
herantreibt und sie später nimmt. Schütz als Person war gewiß ein hochachtenswerter Mann. Aliatus
#25 landorganist 09:06:10 | Donnerstag, 7. September 2006
Nicht aufregen, dieser Schlämmer ist doch nur wieder ein Redaktionsfake, damit die kreuznet üblichen
Pöbeleien nicht einschlafen. Sonst liest hier doch keiner mehr!
#23 Aloah 08:40:09 | Donnerstag, 7. September 2006
@Maurice Corvisier: Guten Morgen Sir, wünsche wohlgeruht zu haben. Die Frage nach dem werten wohlbefinden
schließt sich – wie immer – automatisch an. (Nur Unsinn im Sinn).
#22 Seminarist 08:33:12 | Donnerstag, 7. September 2006
Perlen vor die Schweine ICh denke, die Verbindung die Herr Schlämmer zu den Schweinen zog, gründet er
auf das Jesuwort aus Mt 7,6: „Gebt das Heilige nicht den Hunden, und werft eure Perlen nicht den Schweinen
vor, denn sie könnten sie mit ihren Füssen zertreten und sich umwenden und euch zerreissen.“ In mancher
Hinsicht, wie zum Beispiel in Bezug auf das Sakrileg gegnüber des Allerheiligsten, kann man den Konjunktiv
dieser Aussage unseres Herrn Jesus Christus in die Realität übertragen.
Der Nachfolger von Roger Schutz dementiert dessen Konversion: www.leforumcatholique.org/message.php?num=213321
www.leforumcatholique.org/message.php?num=213321 www.leforumcatholique.org/message.php?num=213321
#20 Horst Schlämmer 00:55:41 | Donnerstag, 7. September 2006
@Exmaschine Ich denke, Sie haben hier sehr trefflich das Urteil über sich selbst gefällt. Eher geht
ein Kamel durch ein Nadelöhr als so ein aufgeblasener, selbstgerechter Popanz in den Himmel. Trotzdem
gute Nacht – falls Sie schlafen können. Danke, für die Bestätigung, daß meine Botschaft bei den richtigen
Leuten angekommen ist. Horst wird wunderbar schlafen !
#19 deusexmachina 00:51:36 | Donnerstag, 7. September 2006
@Horst Schlämmer Ich denke, Sie haben hier sehr trefflich das Urteil über sich selbst gefällt. Eher
geht ein Kamel durch ein Nadelöhr als so ein aufgeblasener, selbstgerechter Popanz in den Himmel. Trotzdem
gute Nacht – falls Sie schlafen können. ;O)
#17 Gotthard 00:44:45 | Donnerstag, 7. September 2006
@schlämmer selten solch liebloses hier gelesen … es ist schon schlimm, welche Auswirkungen disziplinäre
Aussagen der Kirche auf ganz schlichte Gemüter haben können.
#16 Guldin 00:38:59 | Donnerstag, 7. September 2006
Grüsse an Else Da sie ihre Haussau als unschuldiger und reiner als so manchen zeitgenossen erleben, grüssen
sie sie herzlich von mir… und nehmen sie sich ein beispiel an Ihr.
#15 Horst Schlämmer 00:32:19 | Donnerstag, 7. September 2006
@Guldin Und denken sie daran, Herr Schlämmer, dass ein Schwein respektvoller ist als sie sich hier geben.
Danke Guldin für die Information, daß Sie respektvolle Schweine kennen. Unsere Haussau Else wird es
freuen.
#14 Guldin 00:21:25 | Donnerstag, 7. September 2006
daß ein Schwein eher denken Sie daran, daß ein Schwein eher die Kommunion empfangen könnte als Sie,
da es unschuldiger und reiner ist. Und denken sie daran, Herr Schlämmer, dass ein Schwein respektvoller
ist als sie sich hier geben. Und so was glaubt von sich Christus nachzufolgen.
@Timpressum Zum anderen: die Kommunion habe ich auch schon empfangen. Römisch-katholisch bin ich deshalb
noch lange nicht! Ich bin lediglich der durch einen Mitbruder/eine Mitschwester ausgesprochenen Einladung
des Auferstandenen Christus gefolgt. Dieser „Schwester“ hat schwere Schuld auf sich geladen und Sie waren
respektlos, sollte es Ihnen bekannt gewesen sein, daß zum Kommunionempfang bestimmt Voraussetzungen erfüllt
sein müssen, die noch nicht einmal erfüllt sind, wenn jemand auf dem Papier römisch katholisch ist, –
also nicht praktiziert. Wenn Sie es noch einmal wagen sollten als Unwürdiger das Allerheiligste auf „Einladung“
einer vom wahren Glauben abgefallenen „Schwester“ oder von mir aus auch auf Einladung eines „Bruders“
zu konsumieren, denken Sie daran, daß ein Schwein eher die Kommunion empfangen könnte als Sie, da es
unschuldiger und reiner ist. Also, Sie wissen jetzt, daß es für Sie verboten ist. Die von den abgefallenen
Schwester ausgesprochene Einladung an Sie, kam vom Dämon, der auch keine Ordnung kennt und respektiert.
Eine der Liebe entsprechende Kirche… was sorgt man sich also darum, ob die Leute konvertieren, dass
sie sich die Kathie nur ja alle einverleibt und keiner ihr entgeht. Stellt die Kirche Liebe vor, wird
sie ihr gerecht? Und ist dieser Jesus wirklich Liebe, wie er sagte. Und wenn, wieso kommt es in seiner
Kirche nicht zum Ausdruck? Das sie ihm nun schon lange untreu ist und auf Abwege geraten zeugt doch von
seiner Unfähigkeit sie zu lieben, sodass sie ihm anhangt und diese Liebe auch wiedergibt, so wie der
Mond das Licht der Sonne. Wieso sollte man konvertieren zu dieser Kirche? Sie will die Eine sein, auf
was hinauf? Dafür sie nun dem Weltenteufel anheimgefallen ist, dafür sie durch die Weltgeschichte hindurchgetaumelt
ist wie eine Trunkene, wie ein Schiff ohne Steuermann? Ja wo war er denn? Dann komm her Pius-Bruderschaft,
ich kröne Dich zur Kirche. Oder ich gehe gleich zur Hure Babylon – die macht aus ihrer Hurerei wenigstens
keinen Hehl – und hol mir von der über Umwege die Liebe, die dies selbstgerechte, biedere und insichverkrochene
Mannsweib ums Verrecken nicht ausspucken mag.
#10 timpressum † 22:13:45 | Mittwoch, 6. September 2006
@ Benedikt Zum einen: Zumal dieses „Requiem“ ja ein sehr ökumenisches war… Zum anderen: die Kommunion
habe ich auch schon empfangen. Römisch-katholisch bin ich deshalb noch lange nicht! Ich bin lediglich
der durch einen Mitbruder/eine Mitschwester ausgesprochenen Einladung des Auferstandenen Christus gefolgt.
Und der war bekanntermaßen ja weder katholisch noch evangelisch… Nochmal: Frère Roger ist nie offiziell
konvertiert. Und ich vermute mal, daß er auch kein Fan dieser Seiten gewesen wäre.
#9 Pater Lingen 22:02:35 | Mittwoch, 6. September 2006
Glaubt die V2-Sekte eigentlich ihren eigenen Quark? Sicherlich nicht. Abgesehen davon: Selbst wenn Schütz
zur V2-Sekte „gewechselt“ hätte, bleibt noch immer das Dogma gültig: Extra ecclesiam nulla salus.
kleines Schmankerl hiezu: als ich in der 2. Klasse Gymnasium war oder so, da stellte man mir im Religionsunterricht
die Frage nach meiner Konfession. Ich hatte keine Ahnung, dass ich röm.kath. getauft war und ich kannte
auch den Unterschied der Konfessionen nicht und in meinem Herzen fühlte ich keinerlei Zugehörigkeit
zur Kirche. Gottesdienst samt Kirche und Altäre und Getue war mir eine komische, belanglose und fremde
Angelegenheit. Ich hatte immer einen tief empfundenen Widerwillen dagegen. Im Grunde kann ich dem Grass
ja garkeinen Vorwurf machen für seinen Ausdruck des kath. Miefs. Ich habe mich ehrlichgesagt auch davor
gegraut und geflüchtet. Denn ich fand in dieser Kirche mit all ihrem Pomp und Tralala einfach keine Erbauung
und das ist ein Faktum. Und das ist eigentlich verdammt schade und traurig. Ich konnte mich nur der Welt
mit all ihrer Sündhaftigkeit in die Arme warfen, beinahe so wie der Goldmund in dem Roman von Herrmann
Hesse. Denn irgendwie von der Welt empfing ich trotz ihrer offenkundigen Laster dennoch die Liebe und
Anerkennung und Erbauung, die mir die kath. Kirche versagte. Deshalb ist sie mir bis heute etwas Biederes
und Fremdes und im Grunde Unliebsames. Ich habe immer bei mir den Fehler gesucht, aber ich glaube nicht,
dass es meine Schuld war. Sie hat nicht verstanden wer ich bin. Aber die Welt hat es mir gesagt, sie hat
mich zum Mann gemacht und sei sie auch im Herzen eine Hure, so ist sie zumindest aufrichtig zu mir gewesen
und hat mich geliebt. Die KathKirche aber nicht.
#7 deusexmachina 20:49:08 | Mittwoch, 6. September 2006
Och Benedikt… …das ist doch jetzt wirklich Kinderkram. Ich z.B. schätze das „dies irae“ aus Mozarts
Requiem sehr, würde mir das durchaus auch zu meiner Beerdigung wünschen – wie katholisch genau macht
mich das? Es ist doch absurd, hier mit allen Mitteln und unter Berücksichtigung der äußersten Oberflächlichkeiten
Katholizität bei Menschen verorten zu wollen, die viele Jahre ihres Lebens der Ökumene gewidmet haben.
Um genau zu sein, ist es eine Verhöhnung dieser Mühen. Oder können Sie sich vorstellen, die hätten
diese Vereinnahmungsversuche gut gefunden?
Unsinn Ich frage mich oft eins: Warum ist es so arg wichtig und so speziell hochrangig, ob Frère Roger
ein rk in seinem Taufschein hatte? Völlig egal. Unwichtig wie ein Kropf. Völlig schnuppe. Er hat die
Kommunion mit dem Herz empfangen, er hat an den anwesenden HERRN in der konsekrierten Hostie geglaubt
und ihn angebetet. Völlig unabhängig davon, ob er ein rk hat. Wenn der HERR so auswählt und nicht aufs
Herz schaut, dann haben nahezu 80% der Katholiken verdammt Glück gehabt. Sie haben zar keinerlei Bezug
zu dem was sie machen, aber ein rk im Schein…Glück gehabt!! Man versteht doch endlich mal: die Definition
von katholisch ist NICHT an einem rk in einem Schein, der in einer Schublade liegt, auszumachen. Natürlicherweise
konvertiert jmd., der im Herzen katholisch ist. Aber selbst ein Papst hatte Frère Roger abgeraten zu
konvertieren, weil er dann seinen eigenen Auftrag kaputt gemacht hätte. Das dieser Artikel NULL Ahnung
hat, sieht man an der Bemerkung, dass Frère Max ausgetreten sein sollte. Unsinn und völlig unwissend!
Zudem hat Frère Max eine neue Liturgie erarbeitet, die sog. Lima-Liturgie.
#5 Benedikt 19:55:12 | Mittwoch, 6. September 2006
@ timpressum Ich finde es schändlich, einen Menschen wie Frère Roger zu vereinnahmen, der sich sein
Leben lang der Vereinnahmung von prostestantischer und katholischer Seite entzogen hat. Oh ja, das Verlangen
nach einem katholischen Requiem in Taizé ist wirklich ein großartiges Zeugnis des Entzuges. Ebenso wie
die öffentliche Kommunion auf dem Petersplatz vor 1 Mrd Zuschauern.
#4 timpressum † 19:42:24 | Mittwoch, 6. September 2006
Vorsicht! Vereinnahmung Ich finde es schändlich, einen Menschen wie Frère Roger zu vereinnahmen, der
sich sein Leben lang der Vereinnahmung von prostestantischer und katholischer Seite entzogen hat. Er hat
einfach die Schlichtheit der Liebe gelebt, die ihm das Evangelium Jesu gezeigt hat. Ein wenig von diesem
Geist täte auch dem einen oder anderen Artikel auf kreuz.net gut…
Vergnüglich, aber folgerichtig Eine Kirche, die sich bis heute selbst damit schmeichelt, die „einzig
richtige“ zus ein, und alle anderen Konfessionen als Abspaltungen belächelt, fasst natürlich auch ein
Bekenntnis AUCH zu ihr so auf, als gälte es ALLEINE ihr. Simpelste mengenlehre zeigt zwar, dass das Unfug
ist, aber es schmeichelt doch dem Ego so schön, nicht wahr? Und so wird eben fröhlich vereinnahmt, vorzugsweise
Tote, die sich nicht mehr wehren können, und man erklärt, ungeachtet ihrer tatsächlichen Worte, was
sie denn eigentlich GEMEINT haben müssen. Okay, an der Stelle ist es dann nicht mehr vergnüglich, sondern
nur noch peinlich. Wenn ich mir vorstelle, ich ginge demnächst über die Wupper, und irgendein kreuz.net-Heini
würde angesichts meiner vielen Beiträge hier so etwas vor sich hinschwurbeln wie „…in Wahrheit trieb
ihn eine innere Sehnsucht nach dem Katholischen … er war kein Theologe, deswegen sah er es selbst nicht
so… es ist eigentlich nicht zulässig, ihn tatsächlich als Agnostiker zu bezeichnen…"… bäh. Eklig.
(Und, nein, ich nehme mich da jetzt nicht zu wichtig – kreuz.net hat mir ja schon aus viel nichtigerem
Anlass ganze Absätze gewidmet, mich würde also selbst so eine verlogene Show nicht im mindesten wundern).
Ein wenig Achtung vor den Verstorbenen sollte eigentlich gerade von einem sich selbst als katholisch bezeichnenden
Organ zu erwarten sein dürfen.
Dubios Mir kommt das Ganze auch recht seltsam vor. Es war Vatikansprecher Navarro-Valls, der im letzten
Jahr die unbeabsichtigte Kommunionspendung an Roger Schütz während des Requiems für Johannes Paul II.
auf die „gegebenen Umstände“ schob. Die Zulassung des Priors zum Kommunionempfang sei nicht beabsichtigt
gewesen: www.kreuz.net/article.1489.html Eine „formelle“ Konversion des Gründers von Taizé ist jedenfalls
bis heute nie offiziell bestätigt worden. Zweifel bleiben also weiterhin bestehen.
#1 Bernardin † 17:57:38 | Mittwoch, 6. September 2006
Ob das stimmt? Es stimmt, dass der MItbruder der ersten Stunde, Fr. Max Thurian, konvertierte und dass
er später zum Priester der kath. Kirche geweiht wurde. Ob Fr. Roger auch konvertierte? Auf jeden Fall
verliess Max Thurian die Gemeinschaft von Taize nicht, wie behauptet wird. Er ist auf dem Brüderfriedhof
in Taize beerdigt.