Alter, neuer Hut + Das Licht des interreligiösen Dialogs + Priester verhaftet + Drei neue Rabbiner in Deutschland + Zum interreligiösen Dialog
Alter, neuer Hut
Vatikan. Papst Benedikt XVI. trug bei der gestrigen Generalaudienz erstmals den sogenannten
Saturno. Es handelt sich um eine priesterliche Kopfbekleidung, deren Form an den gleichnamigen Planeten
und seine Ringe erinnert. Zuletzt trug ihn Johannes Paul II. zu Beginn seines Pontifikates vorwiegend
bei Reisen in warme Länder. Benedikt XVI. drückte bei der gestrigen Generalaudienz erneut seine Freude
über die bevorstehende Reise nach Bayern aus. Den Deutschen wünsche er einen neuen Frühling des Glaubens
und des zivilen Fortschritts.
Das Licht des interreligiösen Dialogs
Italien. Ein führender muslimischer
Theologe würdigte den verstorbenen Papst Johannes Paul II. beim 20. interreligiösen Friedenstreffen
der Laiengemeinschaft ‘Sant’Egidio’ in Assisi als „das Licht des interreligiösen Dialogs“. Mohammed Amine
Smaili, ein Professor für islamische Glaubenslehre an der Universität Rabat in Marokko, erklärte laut
der italienischen Nachrichtenagentur ‘ANSA’, daß Johannes Paul II. die „stärkste Stimme für Frieden
und Gerechtigkeit“ war, die er jemals gehört habe.
Priester verhaftet
Italien. Ein 43jähriger Priester
wurde gestern in der mittelitalienischen Stadt Perugia wegen Drogenbesitzes verhaftet. Das berichtete
‘Südtirol Online’. Die Polizei soll im Haus des Geistlichen ein halbes Kilo Kokain und Marihuana gefunden
haben. Ob die Drogen für den Eigengebrauch oder zum Handel bestimmt waren, blieb vorerst unklar.
Drei
neue Rabbiner in Deutschland
Deutschland. Erstmals seit 1942 gibt es in Deutschland wieder eine Ordination
von Rabbinern. Die Ordination von drei Kandidaten findet am 14. September in der Dresdner Neuen Synagoge
statt.
Zum interreligiösen Dialog
„Denn wenn irgend etwas der Heiligen Schrift fremd, ja entgegengesetzt
genannt werden darf, dann ist es der gegenwärtige Optimismus in bezug auf die Religionen der Völker,
der diese Religionen in einer Weise als Heilsfaktoren auffaßt, wie es mit deren biblischer Wertung nun
einmal nicht in Einklang zu bringen ist.“
Papst Benedikt XVI. in seinem Werk „Die letzte Sitzungsperiode
des Konzils“ aus dem Jahr 1966
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5 Lesermeinungen
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#5 Malachias † 13:02:33 | Samstag, 9. September 2006
@Soz.-kath., Toby Zwischen damals (1966) und heute scheinen aber doch – auch bei Joseph Ratzinger/B16! –
Welten zu liegen ; sonst würde er nicht so unbesehen in Synagogen gehen und Leute wie seinen Vorgänger,
der im Kungeln mit nichtchristlichen Religionen nicht gerade zimperlich war, an vielen Stellen sicher
auch zu weit gegangen ist, nicht so bald selig sprechen wollen…
#3 Beobachterin 13:16:26 | Donnerstag, 7. September 2006
Stimme für Frieden und Gerechtigkeit Der führende muslimische Theologe Mohammed Amine Smaili soll seinen
Glaubensbrüdern, von denen manche ab und zu auch in Moscheen Handlungen vorbereiten, die so gar nicht
friedlich sind, das Verhalten von Johannes Paul II. ans Herz legen!
Zum interreligiösen Dialog Zum einen war Papst Benedikt zum Zeitpunkt der Aussage noch lange nicht Papst,
zum anderen war er 40 Jahre jünger. Die damals herrschende Konzilseuphorie darf man auch nicht vergessen.
Ich will der damaligen Annäherung an die anderen Religionen keinen schlechten Willen unterstellen, aber
sie hat sich nun mal nicht als so positiv erwiesen wie einige Befürworter es sich damals gedacht haben.