Der Ochs kennt seinen Besitzer und der Esel die Krippe seines Herrn. Beide waren da, als die Muttergottes in tiefster Nacht das Christuskind gebar. Was mag im Kopf des Esels vorgegangen sein, als der Herr der Welt erschien und sich der Himmel öffnete? Vieleicht packte ihn die Empörung, angesichts der nächtlichen Ruhestörung?
(kreuz.net, Betlehem) Was hat eigentlich der Esel gedacht, als er, in der heiligen Nacht, plötzlich vor
sich im Stall die Fremden sah?
Vielleicht hat das Vieh Mitleid verspürt. Vielleicht hat ihn das armselige
Paar gerührt. Vielleicht rückte er gar zur Seite. Ein Esel – So sozial?
Vieleicht packte ihn auch die
Empörung, angesichts der nächtliche Ruhestörung.
Kaum schläft der alte Esel ein, kommen auch schon
Leute zum Stall herein.
Doch dann lag vor ihm noch ein Kind. Jetzt störten schon drei seinen Hausfrieden.
Das hat das Vieh womöglich völlig aufgebracht. Was war das für eine Nacht, in der ihm ein Kind die
Krippe besetzte.
Der störrische Esel polterte widerspenstig: „Ich lasse vieles mit mir geschehen. Doch
wenn die mir an mein Futter gehen, ist es mit der Liebe vorbei.“ Und der Esel dachte an Stallmeuterei.
Das Vieh wußte nicht, wer jener war, den die Frau in seinem Stall gebar. Er hatte niemals gehört von
Gottes Sohn.
Und wir? Wir wissen alle Bescheid. Doch wir benehmen uns heute noch genau wie der Esel vor
2000 Jahren.
Jesus darf uns nicht vom Schlaf abhalten. Gottes Sohn darf nicht unsern liebsten Besitz
verwalten.
Doch jeder, der Ihm die Türe auf macht, der hat jeden Tag Heilige Nacht.
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Divinum auxilium sit semper nobiscum Gebe Gott uns seine Gnade, uns Jesus ohne Vorbehalt zur Verfügung
zu stellen! Ohne göttliche Gnade wäre es uns armseligen Menschen unmöglich, aber die Gnade ist von
unserer inneren Bereitschaft abhängig.