Weihnachten
Was hat sich der Weihnachtsesel gedacht?
Der Ochs kennt seinen Besitzer und der Esel die Krippe seines Herrn. Beide waren da, als die Muttergottes in tiefster Nacht das Christuskind gebar. Was mag im Kopf des Esels vorgegangen sein, als der Herr der Welt erschien und sich der Himmel öffnete? Vieleicht packte ihn die Empörung, angesichts der nächtlichen Ruhestörung?
(kreuz.net, Betlehem) Was hat eigentlich der Esel gedacht, als er, in der heiligen Nacht, plötzlich vor sich im Stall die Fremden sah?

Vielleicht hat das Vieh Mitleid verspürt.
Vielleicht hat ihn das armselige Paar gerührt.
Vielleicht rückte er gar zur Seite. Ein Esel – So sozial?

Vieleicht packte ihn auch die Empörung, angesichts der nächtliche Ruhestörung.

Kaum schläft der alte Esel ein,
kommen auch schon Leute zum Stall herein.

Doch dann lag vor ihm noch ein Kind. Jetzt störten schon drei seinen Hausfrieden.

Das hat das Vieh womöglich völlig aufgebracht. Was war das für eine Nacht, in der ihm ein Kind die Krippe besetzte.

Der störrische Esel polterte widerspenstig: „Ich lasse vieles mit mir geschehen. Doch wenn die mir an mein Futter gehen, ist es mit der Liebe vorbei.“ Und der Esel dachte an Stallmeuterei.

Das Vieh wußte nicht, wer jener war, den die Frau in seinem Stall gebar. Er hatte niemals gehört von Gottes Sohn.

Und wir? Wir wissen alle Bescheid. Doch wir benehmen uns heute noch genau wie der Esel vor 2000 Jahren.

Jesus darf uns nicht vom Schlaf abhalten. Gottes Sohn darf nicht unsern liebsten Besitz verwalten.

Doch jeder, der Ihm die Türe auf macht, der hat jeden Tag Heilige Nacht.
      
2 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#2   Kreuzfidel   23:07:48 | Montag, 27. Dezember 2004
Esel Mariens
Der Esel war der Esel der Hl.Familie, das ist doch klar! Habe hier eine schöne Erklärung gefunden: www.hauswartenberg.com/news.htm
Redaktion benachrichtigen
#1   Dolfus   19:26:46 | Montag, 27. Dezember 2004
Divinum auxilium sit semper nobiscum
Gebe Gott uns seine Gnade, uns Jesus ohne Vorbehalt zur Verfügung zu stellen! Ohne göttliche Gnade wäre es uns armseligen Menschen unmöglich, aber die Gnade ist von unserer inneren Bereitschaft abhängig.
Redaktion benachrichtigen
Es wurde eine Lesermeinung von der Redaktion entfernt
Weiterlesen:
WeihnachtenChristus wurde in Betlehem geboren – und der Christbaum? WeihnachtenWer hätte gedacht, daß der Christbaum auf Adam und Eva zurückgeht? WeihnachtenDas Christuskind und die Zinnsoldaten WeihnachtenHamlet und die Jungfrauengeburt WeihnachtenDer heilige Bonifaz, die Axt und der Christbaum WeihnachtenIst Weihnachten ein „getauftes“ heidnisches Fest? WeihnachtenKindliche Weihnachtsfreude für Kardinal Wetter WeihnachtenStille Nacht, Verzweiflung wacht… WeihnachtenKardinal Scheffczyk im Weihnachtsinterview WeihnachtenIn den USA ist Weihnachten ein Tabu Weihnachten„Syt willekomme heirre kirst“ WeihnachtenDas neueste liturgische Kombimöbel
RSS Feed  •  News Ticker  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net