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Montag, 11. September 2006 15:52
Aus für die Schulbeichte
Bisher strömten die Priester vor den Festtagen in die Schulen, um die Kinder von ihren Sünden loszusprechen. Jetzt sollen die Schüler auf ihren Sünden hocken bleiben.
(kreuz.net) In Griechenland ist die im Lande übliche orthodoxe Schulbeichte staatlich verboten worden.

Das berichtete die ‘Westdeutsche Allgemeine Zeitung’ Anfang September.

Zweimal im Jahr – vor Weihnachten und vor Ostern – pflegten die orthodoxen Priester in die Schulen zu eilen, um die Kinder dort von ihren Sünden loszusprechen.

Damit ist nun Schluß. Mit einem Erlaß hat die griechische Erziehungs- und Kultusministerin Marietta Giannakou den orthodoxen Priestern untersagt, in den Schulen Beichten abzunehmen.

Schüler, die zur Beichte gehen wollen, könnten das aber nach wie vor in den örtlichen orthodoxen Kirchen tun.

Bisher war es üblich, daß Geistliche auf Einladung des Kollegiums die Schulen besuchten, um dort Schülern die Beichte abzunehmen. Die Teilnahme war freiwillig.

Mit der Abschaffung der Beichte in den Schulen reagierte das Ministerium auf eine Forderung eines Ombudsmannes.

Dieser hatte nach zahlreichen Beschwerden antikirchlicher Eltern und Lehrern die Ministerin bereits mehrfach aufgefordert, die Beichten zu untersagen.

„Wir haben uns seit Jahren um eine klare Regelung dieser Frage bemüht“, sagt auch Generalsekretär Grigoris Kaloumiris von der Lehrergewerkschaft.

„Die Schule sollte ein Ort sein, wo alle Religionen und nicht nur ein Bekenntnis geachtet werden.“

Wie die Abschaffung der Schulbeichte mit dieser Aussage zu versöhnen ist, erklärte der Sozialist Kaloumiris nicht.

Auf dem Papier gehören 97 Prozent der Griechen dem orthodoxen Bekenntnis an. Dieses wird in der Verfassung als „vorherrschende Religion“ bezeichnet und damit praktisch zur Staatsreligion erklärt.

In vielen Schulklassen gibt es aber infolge der Zuwanderung immer mehr muslimische Schüler und Kinder gottloser Eltern.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 23 Lesermeinungen:
Freitag, 29. Dezember 2006 15:09
nightlight20022001 †: Und alle beten es an,die von Anfang der Welt an nicht aufgeschrieben sind im Lebensbuch des Lammes!
Alle beten das Bild des Tieres an,die von Anfang 1.Mose der Welt an nicht aufgeschrieben sind im Lebensbuch des Lammes,das „einmalig“geschlachted wurde.Hier kann doch nur die Schlange am Stock gemeint sein oder?Diejenigen,die geistige hurerei treiben-Dialog der Religionen.Diejenigen die ihre schwachen Glaubensbrüder verklagen und verdammen und nicht mittragen.Diejenigen die den christlichen Glauben aus der Gesellschaft verdrängen wollen,ein Phänomen der gesammten europäischen Gemeinschaft,das sind die zehn Hörner(Staaten) der Hure.Die Hure reitet auf dem Tier,auf diesem Bild und die Hure trägt diese Staaten.
Montag, 2. Oktober 2006 20:16
Chrysostomos: Beschämend für die Nea Dimokratia
Erstaunlich und beschämend zugleich, da ja in Griechenland momentan die „Nea Dimokratia“ (konservative christliche Volkspartei) an der Macht ist und nicht die kirchenkritische PASOK oder die Kommunisten! Werde mich bei meinen Freunden in Griechenland erkundigen, warum sich Ministerin Giannakou „breitklopfen“ ließ! Vorauseilender Gehorsam um wenigstens im Religiösen zur „Europareife“ zu gelangen?? Ja, ja der Teufel ist überall. Kann nur auf Grund meiner langjährigen pädagogischen Erfahrung sagen, dass eine gut vorbereitete Schulbeichte auch bei älteren Schülern durchaus Erfolg haben kann und positiv aufgenommen wird. Griechenland könnte sich ein Beispiel an Österreich nehmen, wo „religiöse Übungen“ (und dazu gehört auch die Schulbeichte!!) im Schulgesetz verankert sind! Schade – hier wird wieder – unwiederbringlich – religiöses Terrain abgegeben! – Übrigens welche ein Gezänk im Forum zu diesem Thema! Warum diese Gehässigkeit???
Mittwoch, 13. September 2006 18:14
Asphyx †: @Athanasius
Gut, sehr gut!

Dann sollten sie selbst jetzt und sofort all ihre Sünden offen vor den Postern dieses Forums bereuen, da ich sicher bin, daß wir hier mindestens 3 geweihte, traditionelle und g0ttesfürchtige Pfarrer darunter haben.

Stimmt, er sprach: „Wer ohne Sünde ist!“, sie aber, werter Athanasius, warfen den ersten Stein und gaben zu, daß sie Sünden haben. Deswegen möchte ich sie hiermit höflich auffordern, sich bei meiner Person für ihr g0ttloses Betragen zu entschuldigen.

G0ttes Segen und Schatten auf Ihnen.

In Liebe
Mittwoch, 13. September 2006 15:41
Athanasius: @Asphyx
Sprach und handelte Jesu nicht so?

Nein. Er sprach: „Wer ohne Sünde ist.“ Makellos ist keiner. Dass Sie soetwas glauben, und irrtümlich glauben, Sie wären rein, ohne Sünde und gut, ist Ihre Sache. Aber propagier’ das nicht wie eine Lehre des hl. Evangeliums. Jesus vertraute die Lossprechungsmacht den Aposteln zu, nicht jedem Menschen selbst. Bekenntnis vor den Menschen fordert Reue. Ein frommes Gebet im Zimmerlein genügt nicht im Normalzustand!
Dienstag, 12. September 2006 20:55
Asphyx †: @Athanasius
„So du ein freies Gewissen hast, werfe den ersten Stein!“

Sprach und handelte Jesu nicht so?

Ok, werfen sie ihre Steine, wenn sie ein reines Gewissen haben. Mir machen ihre Steinwürfe nichts aus. Da ich ein reines Gewissen habe, habe ich es nicht nötig zu beichten. Und da ich nicht beichten muß, bin ich rein in den Augen des Herrn, da ich ihn selbst um Vergebung bitte und dazu nicht einen Neo-Protestantierten katholischen Pfarrer oder sonstigen Heiligen brauche, da G0tt als oberste Instanz sowieso meine gesamten Sünden kennt.

Warum einen einfachen, fehlbaren Menschen meine Sünden erzählen? Erzählt er mir seine Fehltritte auch? Mit welchem Recht nimmt er sich heraus, darüber zu befinden, ob G0tt mir vergibt oder nicht? Und warum soll ich für eine geringe Sünde zwanzig Rosenkränze beten, wenn ich doch so weiß, daß G0tt mir so vergibt, wenn ich ihn im Stillen Kämmerlein um Vergebung bitte!
Dienstag, 12. September 2006 18:13
Athanasius: @Asphyx
Sie sind ein trauriges Beispiel der Neo-Protestantisierung der „modernen Katholiken“. Sehr Schade. Um Sünden zu widerhalten, wovon das Evangelium spricht, müssen die Apostel (Bischöfe und Priester) ja auch die Sünden kennen. Ein öffentliches Sündenbekenntnis aller Sünden wie in der frühen Kirche ist nicht notwendig, das Bekennen vor Gott und dem alter Christus, der der Priester ist, aber sicherlich.
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