Der Kölner Erzbischof trifft immer mehr auf Jugendliche, für welche Geschlechtstriebe, Alkohol und Nikotin Opium für das Volk sind. Arbeit am Herd ist ein notwendiger Akt der Barmherzigkeit.
(kreuz.net) Ende August gab der Kölner Erzbischof, Joachim Kardinal Meisner, der Schweizerischen Nachrichtenagentur
‘Kipa’ ein Interview.
Der Kardinal erklärte, daß nach dem Tod des großen Papstes Johannes Paul II.
und nach der Wahl von Benedikt XVI. in der Kirche eine Bewegung entstanden sei, die er nicht für möglich
gehalten hätte.
Dieser Aufbruch entspreche dem Wesen der Kirche: „Eigentlich ist die Kirche keine Institution,
sondern eine Expedition.“
Die Jugend habe im vergangenen Jahr – beim großen „Wunder von Köln“ – zum
Ausdruck gebracht, daß der Mensch als Maß für den Menschen zu klein sei.
Der Kardinal begegnet immer
mehr jungen Menschen, die ihm sagen: „Sex, Alkohol, Nikotin – das ist Opium für das Volk!“
Sexualität
sei wichtig, aber sie stehe „unter der Kontrolle des Herzens“ – und nicht das Herz unter der Kontrolle
des Unterleibes. Die Jugendlichen suchten heute im Hinblick auf ihre spätere Ehe und Familie nach Zuverlässigkeit,
Ehrlichkeit und Reinheit.
Angesprochen auf die Tatsache, daß rund die Hälfte der Schweizer Pfarreien
von Laien mit Theologiediplom geleitet werden, erklärte der Kardinal, daß er das Hauptproblem nicht
im Priestermangel sehe. Die Kirche leide unter Christenmangel.
Für den Kardinal ist klar, daß die Berufung
zum Priestertum mit der Berufung zum Zölibat untrennbar verbunden ist. Schließlich handle der Priester
in der Person Christi – dem Haupt und Bräutigam der Kirche.
Auch Christus habe auf vieles verzichtet –
nur auf zwei Dinge nicht: auf seine Mutter Maria und seinen Taufpriester Johannes den Täufer.
Das habe
auch Konsequenzen für das Frauenbild.
In einer Gesellschaft, wo die Würde und Berufung der Frau als
Mutter nur noch zweitrangig sei, gehe auch der Sensus für das Priestertum verloren. Das könne man auch
soziologisch nachweisen.
Angesprochen auf die Parole „Zurück an den Herd“ erklärte der Kardinal, daß
es ein großes Werk der Barmherzigkeit sei, für andere das Mahl zuzubereiten. Das habe auch Christus
getan – „und er war sich dafür nicht zu schade“.
Der Frau geschehe Unrecht, wenn sie nur noch als Person
gesehen werde, die in der Ökonomie ihren Platz habe. Ihre Berufung sei weit größer: „Die Würde der
Frau als Mutter ist nicht zu überbieten.“
Zur Frauenordination erklärte der Kirchenfürst, daß die
Kirche hierfür keine Vollmacht besitze. Es handle sich dabei um eine Aussage mit lehrhaftem Charakter:
„Man muß sie einfach zur Kenntnis nehmen.“
Die Lehre von der den Männern vorbehaltenen Weihe könne
bei „Theologen“ durchaus Spannungen hervorrufen:
„Nicht die Exegeten sind die wahren Lehrer der Kirche,
sondern die Bischöfe.“
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21 Lesermeinungen
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#23 Artois † 12:20:17 | Donnerstag, 14. September 2006
@Ansgar Sie geben zu, bestimmte Dinge nicht beurteilen zu können und nennen mich völlig willkürlich
„böswillig“ Kennen Sie eigentlich das hl. Gebot „Du sollst nicht falsch Zeugnis reden!“? Ich kann mich
nicht erinnern, Ihre Person tangiert zu haben, obwohl ich immerhin zugebe, daß so etwas passieren kann.
Ihr billiges Schlagwort vom „Narrensaum“ dient lediglich, wie auch im sozialen Bereich, dazu, fundierte
Kritik zu neutralisieren. Darauf sollten Sie nicht stolz sein. Mir ist Ebf. Meisner herzlich egal. Er
mag sogar hie und da Gutes gewirkt haben. Mir ist davon nichts bekannt. Bekannt ist mir aber, daß er
in einem Akt schwerer Sünde die Erlaubnis erteilt hat, an der willkürlichen Tötung von Ungeborenen
mitzuwirken. Das scheint für Sie in den Bereich des „geringeren Übels“ hineinzugehören. Damit Sind
aber Sie im Irrtum und nicht ich. Ich sehe davon ab, Sie nun zu beschimpfen, werde statt dessen für den
Rest des Tages mein Haupt mit der „Asche der Konzilsdokumente“ bestreuen.
#22 methusalix † 19:32:36 | Dienstag, 12. September 2006
We must have law and order! Maledica: NächstenliebeRechts= Recht&Ordnung Wer könnte das nur gesagt haben?
Und vor allem, was wurde daraus? Na, eine Ahnung Maledica? Oder vollkommen ahnungslos, wie immer?
#21 Ansgar 17:02:08 | Dienstag, 12. September 2006
@ Artois Ich gebe zu, daß ich die Vorgänge von vor 20 Jahren in Berlin nicht beurteilen kann. Aber ich
lebe in Köln und schätze meinen Erzbischof für seine straffe und mutige Kirchenführung. Wie der Heilige
Vater wird auch er von den Linken wie solch verirrten, böswilligen Geistern aus der anderen Ecke wie
Ihnen geprügelt. Gutes Zeichen, wenn der Narrensaum sich in Kritik vereint – dann liegt man meistens
richtig.
#20 Artois † 16:39:13 | Dienstag, 12. September 2006
@Ansgar Ein Bischof, der nicht katholisch ist, kann kein „frommer, selbstbewußter und engagierter Hirte
sein.“ Er ist überhaupt kein Hirte, sondern ein Wolf im Schafstall. Im Übrigen kann ich das, tschuldigung,
besser beurteilen als Sie, denn ich durfte miterleben, wie er hier in Berlin und im ganzen Bistum das
Erbe von Bengsch zerstört hat. Ich hoffe nur, daß Meisner und sein gesamter Mitepiskopat bald von Gott
oder einem als solchem zu bezeichnenden Papst zur Rechenschaft gezogen wird, und zwar mit blutiger Strenge!
@ Ansgar & Maledica Natürlich drehen sich viele Linke schnell um sich selbst durch mehr oder weniger
Gottesferne und ich bezog meinen Kommentar auf „Links = Nächstenliebe“ und „Rechts = Gottesliebe“. Dies
ist Sicherlich nur ein Bild bzw. Vergleich und jeder Vergleich hinkt irgendwo. Die Aufteilung im engl.
Parlament oder vielen anderen Parlamenten kann man wenigstens teilweise zu diesem Thema vergleichend heranziehen.
Im Christentum kann man nun mal die 10 Gebote sehr, sehr ernst nehmen und dabei unbarmherzig zu sich selber
(nicht so schlimm) und unbarmherzig zu anderen (eigentlich sehr schlimm) werden. Man kann aber auch die
Nächstenliebe so übertreiben das man mit übertriebener Nachsicht anfängt die Gebote Gottes mit Füssen
zu treten. Jesus Christus selbst stellt die Gottes und Nächstenliebe an die erste Stelle, er gibt auch
der Gottesliebe den Vorrang aber sagt dabei sofort auch das die Nächstenliebe genauso wichtig ist.
#18 Ansgar 16:09:44 | Dienstag, 12. September 2006
Maledica hat Recht… … doch ist die Einteilung von Überzeugungen nach der Etikettierung links-rechts
untauglich. Gottes Wahrheit ist nicht in der Sitzordnung des englischen Parlaments zu verorten, denn daher
kommen diese Begriffe.
#17 Maledica 15:16:05 | Dienstag, 12. September 2006
Kreisel Tja Sozial“katholisch“ die Linken drehen stets um sich selbst und wollen sich selbst erlösen
und leben nur ihren Trieben nach. In meinem Leben bin ich jedioch bemüht, mich nicht um die eigenen Achse
zu drehen, sondern mein Leben nach der einzig gültigen Wahrheit auszurichte. Diese habe ich nicht gewählt,
weil sie so sozial klingt und ich mir diese deshalb im Supermarkt der Möglichkeiten ausgesucht habe,
weil diese gerade das ansprechendeste Etikett hatte, sondern weil diese Wahrheit uns von Gott offenbart
wurde!
Tja Maledica wenn man eines von beiden zu sehr übertreibt dreht man sich leider im Kreis und bei den
sich rechtsdrehenden einseitigen habe ich oft das Gefühl das sie sich um sich selber drehen.
@ Benedikt Man kann beides über bzw. untertreiben, man kann das eine in Fülle haben und dabei das andere
gänzlich ausschließen. Kaum vorstellbar das man beides gar nicht hat aber man kann auch eins oder beides
ziemlich missverstehen.
#11 Benedikt 19:57:45 | Montag, 11. September 2006
Nächstenliebe und Gottesliebe… …liegen auf demselben Weg. Ich bin zwar kein Exeget, aber nach Mt
25, 40 kann es da meiner Meinung nach keine Unterschiede geben.
Damit werden Sie leben müssen, Maledica! Mir stinken die Linken schreibt Maledica, als wäre ihr Nick
Programm. In einer freiheitlich verfassten Demokratie können Sie aber wenigstens versuchen eine „rechte“
Regierung ins Amt zu wählen. Viel Glück mit der Zentrumspartei.
Schwachköpfig? ist schlimmer als schwachköpfig, nämlich bösartig. Das scheint für viele der Piusgeschwister
zuzutreffen, deren Mangel an Vertrauen in die 3. Göttliche Person durch boshaftes Gegeifere kompensiert
wird…
@ gunther maria m. Sie haben Recht. Ich habe mir mal die Beiträge von „Artois“ angesehen. Ein Schwachkopf
ist er nicht, hat teilweise vernünftige Ansichten und ist überdies Vater zweier Töchter. Wer vor diesem
Hintergrund über Papst und Kardinäle geifert, ist schlimmer als schwachköpfig, nämlich bösartig.
Ich kenne Kardinal Meisner persönlich und habe ihn als frommen, selbstbewußten und engagierten Hirten
erlebt. Gute Predigten.
Wahrheit Wenn jemand die befreiende Wahrheit verkündet, erfolgt sogleich der Aufschrei von betroffenen
Emanzen, welche Ihr eigenes Leben nicht in den Griff bekommen und in ständiger Depression um sich selbst
kreisen. Die Gutmenschen haben versagt, reißen aber dennoch die Klappe immer größer auf. Wie bei der
Raktion auf die Ex-Moderatorin der Tagesschau und der Inter-Nazi GraSS Mir stinken die Linken