Papstpredigt in München
Die Rache Gottes wird kommen
Die Deutschen unterstützen gerne soziale Projekte. Aber für die Evangelisierung, Gott oder gar den katholischen Glauben sind sie schwerhörig. Die Predigt des Papstes bei der Messe in München.
Liebe Schwestern und Brüder!

Zunächst möchte ich Euch alle ganz herzlich begrüßen: Ich freue mich, daß ich wieder einmal bei Euch sein darf, mit Euch Gottesdienst feiern darf; daß ich noch einmal die vertrauten Stätten besuchen kann, die mein Leben geprägt, mein Denken und Fühlen geformt haben, die Orte, an denen ich glauben und leben gelernt habe.

Es ist eine Gelegenheit, all den vielen Lebenden und Verstorbenen zu danken, die mich geführt und begleitet haben. Ich danke Gott für diese schöne Heimat und für die Menschen, die sie zur Heimat gemacht haben und machen.

Papstmesse in München
Papst Benedikt XVI. besuchte gleich nach seiner Ankunft in Bayern am 9. September den Marienplatz in MünchenDie Altarinsel auf dem Münchener Messegelände steht auf einer Grundfläche von 50 mal 70 Metern in unmittelbarer Nähe des weithin sichtbaren Messeturms als Holz-Stahl-Konstruktion errichtet.Das 62.000 Quadratmeter große Areal wurde bereits vier Wochen vor der Ankunft des Papstes für das Pontifikalamt vorbereitet.

Wir haben eben die drei Lesungen gehört, die die Liturgie der Kirche für diesen Sonntag ausgewählt hat. Alle drei sind von einem doppelten Thema bestimmt, von dem sie je nachdem die eine oder andere Seite mehr betonen, das aber letztlich doch ein einziges Thema bleibt.

Alle drei Lesungen sprechen von Gott als Zentrum der Wirklichkeit und als Zentrum unseres eigenen Lebens. „Seht, Gott ist da!“ ruft uns der Prophet Jesaja zu (35,4). Der Jakobus-Brief und das Evangelium sagen auf ihre Weise dasselbe.

Sie wollen uns zu Gott hinführen und uns so auf den rechten Weg bringen. Mit dem Thema Gott ist aber das soziale Thema, unsere Verantwortung füreinander, für die Herrschaft von Gerechtigkeit und Liebe in der Welt verbunden. Dramatisch wird das in der Lesung zu Worte gebracht, in der Jakobus, ein naher Verwandter Jesu, zu uns spricht.

Er redet zu einer Gemeinde, in der man anfängt, stolz zu sein, wenn es da auch reiche und vornehme Leute gibt, während die Sorge um das Recht für die Armen zu verkümmern droht.

Jakobus läßt in seinen Worten das Bild Jesu durchscheinen, des Gottes, der Mensch wurde und obgleich davidischer, also königlicher Herkunft, ein Einfacher unter den Einfachen wurde, sich auf keinen Thron setzte, sondern am Ende in der letzten Armut des Kreuzes starb.

Die Nächstenliebe, die zuallererst Sorge um die Gerechtigkeit ist, ist der Prüfstein des Glaubens und der Gottesliebe. Jakobus nennt sie das „königliche Gesetz“. Er läßt darin das Lieblingswort Jesu durchblicken: das Königtum Gottes, die Herrschaft Gottes.

Damit ist nicht irgendein Reich gemeint, das irgendwann einmal kommt, sondern daß Gott bestimmend werden muß für unser Leben und Handeln. Darum bitten wir, wenn wir sagen: Dein Reich komme.

Wir beten nicht um irgend etwas Entferntes, das wir selber gar nicht zu erleben wünschen. Wir beten vielmehr darum, daß jetzt Gottes Wille unseren Willen bestimme und so Gott in der Welt herrsche – darum also, daß Recht und Liebe entscheidend werden in der Ordnung der Welt.

Eine solche Bitte richtet sich gewiß zuerst an Gott, aber sie rüttelt auch an unser eigenes Herz. Wollen wir das eigentlich? Leben wir in dieser Richtung? Jakobus nennt das „königliche Gesetz“, das Gesetz von Gottes Königtum, zugleich Gesetz der Freiheit: Wenn alle von Gott her denken und leben, dann werden wir gleich, und dann werden wir frei, und dann entsteht die wahre Geschwisterlichkeit.

Wenn Jesaja in der ersten Lesung von Gott spricht, dann redet er zugleich vom Heil für die Leidenden, und wenn Jakobus von der sozialen Ordnung als dringlichem Ausdruck unseres Glaubens redet, dann spricht er ganz selbstverständlich von Gott, dessen Kinder wir sind.

Aber nun müssen wir uns dem Evangelium zuwenden, das von der Heilung eines Taubstummen durch Jesus spricht. Auch da sind wieder die beiden Seiten des einen Themas da. Jesus wendet sich den Leidenden zu, denen, die an den Rand der Gesellschaft gedrängt sind.

Er heilt sie und führt sie so in die Möglichkeit des Mitlebens und Mitentscheidens, in die Gleichheit und Brüderlichkeit ein. Das geht natürlich uns alle an: Jesus zeigt die Richtung unseres Tuns an.

Der ganze Vorgang hat aber noch eine tiefere Dimension, auf die die Kirchenväter in ihren Auslegungen mit Nachdruck hingewiesen haben und die auch uns heute in hohem Maße angeht. Die Väter sprechen von den Menschen und zu den Menschen ihrer Zeit. Aber was sie sagen, geht auf eine neue Weise auch uns heute an.

Es gibt nicht nur die physische Gehörlosigkeit, die den Menschen weitgehend vom sozialen Leben abschneidet. Es gibt eine Schwerhörigkeit Gott gegenüber, an der wir gerade in dieser Zeit leiden. Wir können ihn einfach nicht mehr hören – zu viele andere Frequenzen haben wir im Ohr.

Was über ihn gesagt wird, erscheint vorwissenschaftlich, nicht mehr in unsere Zeit passend. Mit der Schwerhörigkeit oder gar Taubheit Gott gegenüber verliert sich natürlich auch unsere Fähigkeit, mit ihm und zu ihm zu sprechen.

So aber fehlt uns eine entscheidende Wahrnehmung. Unsere inneren Sinne drohen abzusterben. Mit diesem Verlust an Wahrnehmung wird aber der Radius unserer Beziehung zur Wirklichkeit drastisch und gefährlich eingeschränkt. Der Raum unseres Lebens wird in bedrohlicher Weise reduziert.

Das Evangelium erzählt uns, daß Jesus seine Finger in die Ohren des Tauben legte, etwas von seinem Speichel auf seine Zunge gab und sagte: Ephata – tu dich auf. Der Evangelist hat uns das original aramäische Wort aufbewahrt, das Jesus gesprochen hat und führt uns so direkt in jenen Augenblick hinein.

Was da erzählt wird, ist einmalig und gehört doch nicht einer fernen Vergangenheit an: Jesus tut dasselbe auf neue Weise auch heute und immer wieder. In der Taufe hat Jesus an uns diese Geste des Berührens vollzogen und uns gesagt: Ephata – tu dich auf, um uns hörfähig für Gott zu machen und so auch wieder das Sprechenkönnen mit Gott zu schenken.

Aber dieser Vorgang, das Sakrament der Taufe, hat nichts Magisches an sich.

Die Taufe eröffnet einen Weg. Sie führt uns ein in die Gemeinschaft der Hörenden und Redenden – in die Gemeinschaft mit Jesus selber, der als einziger Gott gesehen hat und so von ihm erzählen konnte (vgl. Joh 1,18): Durch den Glauben will er uns an seinem Sehen Gottes, an seinem Hören und an seinem Reden mit dem Vater beteiligen.

Der Weg des Getauftseins muß ein Prozeß des Wachstums werden, in dem wir in das Leben mit Gott hineinwachsen und so auch einen anderen Blick auf den Menschen und auf die Schöpfung gewinnen.

Das Evangelium lädt uns ein, wiederzuerkennen, daß es bei uns ein Defizit in unserer Wahrnehmungsfähigkeit gibt – einen Mangel, den wir zunächst gar nicht als solchen spüren, weil ja alles andere sich durch seine Dringlichkeit und Einsichtigkeit empfiehlt, weil ja scheinbar alles normal weitergeht, auch wenn wir keine Ohren und Augen mehr für Gott haben und ohne ihn leben.

Aber geht es wirklich einfach so weiter, wenn Gott in unserem Leben, in unserer Welt ausfällt? Bevor wir da weiterfragen, möchte ich ein wenig aus meinen Erfahrungen in der Begegnung mit den Bischöfen der Welt erzählen.

Die katholische Kirche in Deutschland ist großartig durch ihre sozialen Aktivitäten, durch ihre Bereitschaft zu helfen, wo immer es not tut. Immer wieder erzählen mir die Bischöfe, zuletzt aus Afrika, bei ihren Ad-Limina-Besuchen dankbar von der Großherzigkeit der deutschen Katholiken und beauftragen mich, diesen Dank weiterzugeben.

Auch die Bischöfe aus den baltischen Ländern, die zuletzt da waren, haben mir berichtet, wie großartig ihnen deutsche Katholiken beim Wiederaufbau ihrer durch Jahrzehnte kommunistischer Herrschaft schlimm zerstörten Kirchen halfen.

Dann und wann sagt aber ein afrikanischer Bischof: „Wenn ich in Deutschland soziale Projekte vorlege, finde ich sofort offene Türen. Aber wenn ich mit einem Evangelisierungsprojekt komme, stoße ich eher auf Zurückhaltung.“

Offenbar herrscht da doch bei manchen die Meinung, die sozialen Projekte müsse man mit höchster Dringlichkeit voranbringen – die Dinge mit Gott oder gar mit dem katholischen Glauben, die seien doch eher partikulär und nicht gar so wichtig.

Und doch ist es gerade die Erfahrung dieser Bischöfe, daß die Evangelisierung vorausgehen muß, daß der Gott Jesu Christi bekannt, geglaubt, geliebt werden, die Herzen umkehren muß, damit auch die sozialen Dinge vorangehen – damit Versöhnung werde, damit zum Beispiel Aids wirklich von den tiefen Ursachen her bekämpft und die Kranken mit der nötigen Zuwendung und Liebe gepflegt werden können.

Das Soziale und das Evangelium sind nicht zu trennen. Wo wir den Menschen nur Kenntnisse bringen, Fertigkeiten, technisches Können und Gerät, bringen wir zu wenig. Dann treten die Techniken der Gewalt ganz schnell in den Vordergrund und die Fähigkeit zum Zerstören, zum Töten wird zur obersten Fähigkeit, um Macht zu erlangen, die dann irgendwann einmal das Recht bringen soll und es doch nicht bringen kann: Man geht so nur immer weiter fort von der Versöhnung, vom gemeinsamen Einsatz für Gerechtigkeit und Liebe.

Die Maßstäbe, nach denen Technik in den Dienst des Rechts und der Liebe tritt, gehen verloren, aber auf diese Maßstäbe kommt alles an: Maßstäbe, die nicht nur Theorien sind, sondern das Herz erleuchten und so den Verstand und das Tun auf den rechten Weg bringen.

Die Völker Afrikas und Asiens bewundern zwar unsere technischen Leistungen und unsere Wissenschaft, aber sie erschrecken zugleich vor einer Art von Vernünftigkeit, die Gott total aus dem Blickfeld des Menschen ausgrenzt und dies für die höchste Art von Vernunft ansieht, die man auch ihren Kulturen aufdrängen will.

Nicht im christlichen Glauben sehen sie die eigentliche Bedrohung ihrer Identität, sondern in der Verachtung Gottes und in dem Zynismus, der die Verspottung des Heiligen als Freiheitsrecht ansieht und Nutzen für zukünftige Erfolge der Forschung zum letzten ethischen Maßstab erhebt.

Liebe Freunde! Dieser Zynismus ist nicht die Art von Toleranz und kultureller Offenheit, auf die die Völker warten und die wir alle wünschen. Die Toleranz, die wir dringend brauchen, schließt die Ehrfurcht vor Gott ein – die Ehrfurcht vor dem, was anderen heilig ist.

Diese Ehrfurcht vor dem Heiligen der anderen setzt voraus, daß wir selbst die Ehrfurcht vor Gott wieder lernen. Diese Ehrfurcht kann in der westlichen Welt nur dann regeneriert werden, wenn der Glaube an Gott wieder wächst, wenn Gott für uns und in uns wieder gegenwärtig wird.

Wir drängen diesen Glauben niemandem auf: Diese Art von Proselytismus ist dem Christlichen zuwider. Der Glaube kann nur in Freiheit geschehen. Aber die Freiheit der Menschen rufen wir an, sich für Gott aufzutun; ihn zu suchen; ihm Gehör zu schenken.

Wir, die wir hier sind, bitten den Herrn von ganzem Herzen, daß er wieder sein Ephata zu uns sagt, daß er unsere Schwerhörigkeit für Gott, für sein Wirken und sein Wort heilt, uns sehend und hörend macht.

Wir bitten ihn, daß er uns hilft, wieder das Wort des Gebetes zu finden, zu dem er uns in der Liturgie einlädt; dessen ABC er uns im Vaterunser geschenkt hat.

Die Welt braucht Gott. Wir brauchen Gott. Welchen Gott? In der ersten Lesung sagt der Prophet zu einem unterdrückten Volk: Die Rache Gottes wird kommen.

Wir können uns gut ausdenken, wie die Menschen sich das vorgestellt haben. Aber der Prophet selber sagt dann, worin diese Rache besteht: in der heilenden Güte Gottes.

Die endgültige Auslegung des Prophetenwortes finden wir in dem, der am Kreuz gestorben ist – in Jesus, dem menschgewordenen Sohn Gottes. Seine „Rache“ ist das Kreuz: das Nein zur Gewalt, die „Liebe bis ans Ende“. Diesen Gott brauchen wir.

Wir verletzen nicht den Respekt vor anderen Religionen und Kulturen, die Ehrfurcht vor ihrem Glauben, wenn wir uns laut und eindeutig zu dem Gott bekennen, der der Gewalt sein Leiden entgegenstellt, der dem Bösen und seiner Macht gegenüber als Grenze und Überwindung sein Erbarmen aufrichtet. Ihn bitten wir, daß er unter uns sei und daß er uns helfe, ihm glaubwürdige Zeugen zu sein. Amen.
      
40 Lesermeinungen
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#41   Perpetua   00:44:49 | Freitag, 15. September 2006
HABEMUS – RATZINGER!Fortsetzung von Perpetua – Benedikt XVI.: Warum ich nicht zur Papstmesse gehe …
zurück zum stillen Kanon …
„Kardinal Joseph Ratzinger, der zweitmächtigste Mann im Vatikan,
war während des Zweiten Vatikanischen Konzils ein radikal
linksgerichteter Theologe, wird jedoch jetzt als der konservativste
der Kardinäle angesehen. Seine Eminenz hat eingeräumt. daß nicht
etwa er sich in vier Jahrzehnten nach rechts, sondern vielmehr die
Welt sich so weit nach links bewegt habe, daß selbst ein Progressiver
seines Zuschnitts als traditionell erscheint. Dasselbe gilt für sämtliche
Kardinäle, die Johannes Paul II. ernannt hat, nur daß sie sogar noch
liberaler sind als Kardinal Ratzinger. Es ist dieses Kollegium, das den
nächsten Papst wählen wird.“
Ratzinger hat also eigentlich nie etwas bewahrt. Statt dessen hat er sich nach Kräften an der Zerschlagung der glaubenstreuen römischen Kurie beteiligt. Weiter hat er zusammen mit den berüchtigten, vielfachen Häretikern Küng und Schillebeeckx eine einzig und allein dem Abriß des katholischen Glaubens dienende Zeitschrift ins Leben gerufen. Sodann hat er jenen glaubenszersetzenden „Geist der Erneuerung“ verbreitet, den die kirchenfeindliche Freimaurerei und der antichristliche Talmudismus dem Konzil eingeimpft hatten.
Warum gilt Ratzinger dann trotzdem für viele als „konservativ“?
Darauf hat die Washington Times, eine von dem koreanischen Sektenoberhaupt Sun Myung Moon (er ist der Gründer der sog. „Vereinigungskirche“) kontrolliert und finanziert wird, schon eineinhalb Jahre vor Ratzingers Amtsantritt als „Be…
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#40   Malachias †   17:11:47 | Donnerstag, 14. September 2006
@Gotthard
entdeckst du endlich das „sola scriptura Prinzip“?
Schlaumeier! Genau das und den von ihm abgeleiteten liturgischen Archäologismus (Piux XI.) wollte ich mit meinen Anmerkungen karrikieren…! :-P
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#39   stat crux   15:09:30 | Donnerstag, 14. September 2006
@franziskus
Das Unglück der kreuznetten Überschriften ist so planlos nicht. Irgendsoein Redakteur lacht sich da regelmäßig ‘nen Ast. „Papstpredigt in München: Die Rache Gottes wird kommen.“ Witz komm raus! „Gott“ wird sich am „Häretiker“ Benedikt rächen, weil er in München einmal mehr –- wie schon Leo XIII. 1902 –- liberte-egalite-fraternite christkatholisch ausgedeutet hat. Überlesen? Überhört?? Nicht in dieser Redaktion der Reaktion!
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#38   Gotthard   21:48:08 | Mittwoch, 13. September 2006
@malachias
entdeckst du endlich das „sola scriptura Prinzip“?
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#37   Malachias †   21:27:10 | Mittwoch, 13. September 2006
@private-notes
wo doch Jesus damit angefangen hat?
Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, geschah die Einsetzung der Eucharistie, sprich das Abendmahl, nicht im Freien, sondern in einem geschlossenen Gebäude. ?:)
Das Kreuz stand allerdings im Freien, da haben Sie recht… :-]
Jetzt kommt es also nur noch darauf an, ob eher das Geschehen im Abendmahlssaal oder das am Kreuz gegenwärtig gesetzt werden soll… :-D
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#36   private-notes   13:22:37 | Dienstag, 12. September 2006
Freiluftmessen
sind schon in Ordnung – da verbaut einem wenigsten kein Steindach den Blick in den Himmel.
Wunderlich, dass die Liturgie einer Messe bei Formalisten wie hier mehr Bedeutung hat als die Aufrichtigkeit des Glaubens.
Und warum sollte der Papst damit aufhören, Freiluftmessen abzuhalten, wo doch Jesus damit angefangen hat? Und was damals gut für die Menschen war, wirds doch jetzt auch noch sein, wenn es doch nur eine einzige, allumfassende Wahrheit gibt.
Ein Teil der Wahrheit wird wohl sein, dass die Kirchengebäude wesentlich jünger sind als die Kirche selbst.
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#34   landorganist   12:54:31 | Montag, 11. September 2006
Ja wirklich,
Sulpicius, ich hab sie auch überall gesehen, z. B. als Wetterfahne auf Kirchtürmen,… :-@
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#33   franziskus   10:56:21 | Montag, 11. September 2006
Die „Rache Gottes“
Typisch kreuz.net.
Wenn man die Rache Gottes in der Überschrift unter Anführungszeichen gesetzt hätte, wären wahrscheinlich mehr Leute neugierig geworden, wie sie wirklich ist oder ausschaut.
Im letzten Sonntagsevangelium berührte Jesus mit Speichel die Zunge eines Stummen.
Wenn er bei der Mundkommunion mit seinem eucharistischen Leib direkt die Zunge berührt, hat das sicher auch einen heilenden Effekt.
Die Handkommunion wird ihn auch nicht aufregen. Schließlich hat er seinen Leib brutalen Feinden ausgeliefert. Die ihn jetzt zwischen die Finger bekommen, wollen doch seine Freunde sein!
Gedanken- oder Ehrfurchtslose wird es immer geben.
:-)
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#32   Sulpicius   10:29:49 | Montag, 11. September 2006
Wien…
(Wien ist übrigens eine phantastisch schöne Stadt, bin letztens da gewesen).
Jo, voller Freimaurer in allen Positionen…
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#31   wiener   10:19:30 | Montag, 11. September 2006
@ schlamm
heute schon gekotzt horsti?
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#30   Horst Schlämmer   10:18:10 | Montag, 11. September 2006
@Wiener – Vorlieben
da sind primitiv-vulgäre ergüsse rund um liturgische vorlieben allemal einfacher.
Ja, ja Wiener, nach ein paar zehntausend Handkommunionen ist es schon wenig primitiv und recht erhaben über die gleiche Anzahl an Hostienpartikeln zu schreiten.
Heute schon Schuhe geputzt Wiener ?
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#29   wiener   10:09:58 | Montag, 11. September 2006
bezeichnend …
… übrigens, dass sich nur wenige finden, die bereit sind, sich inhaltlich mit der predigt zu befassen.
da sind primitiv-vulgäre ergüsse rund um liturgische vorlieben allemal einfacher.
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#28   Gerhard   10:03:37 | Montag, 11. September 2006
kreuz.net-Überschrift zur Predigt
Als ich mich gestern so positiv dazu äußerte, dass der Wortlaut der Predigt in kreuz.net nachzulesen sei, da „übersah“ ich vor lauter Freude die Überschrift!! Die paßt ja nun wirklich nicht und ist wiederum kennzeichnend für die Redaktion. Leider!
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#27   landorganist   10:03:08 | Montag, 11. September 2006
@wiener
Ach, Sie haben ja so recht. Im Übrigen schließe ich mich Ihren Ausführen inhaltlich voll an. :(3
(Wien ist übrigens eine phantastisch schöne Stadt, bin letztens da gewesen).
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#26   wiener   09:50:43 | Montag, 11. September 2006
@ landorganist
gar ned drauf eingehen, sonst ermutigen sie horsti nur noch zu weiteren details seiner ungustösitäten.
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#25   Horst Schlämmer   09:46:22 | Montag, 11. September 2006
@Landorgler
Sagen Sie mal, schalten Sie Ihr Hirn in Ermangelung desselben vor dem Schreiben nicht ein, …
Apropo Hirn, waren Sie nicht der, der Medjugorje – „Kath.net“ wegen seiner ausgewogenen Berichterstattung gelobt hat. Was Hirn nicht so alles kann.
… oder warum belästigen Sie Gläubige mit Ihren Kotzgeschichten?
Sie müssen, auch wenn es schwer fällt, diese Realität zur Kenntnis nehmen, daß es gläubigen Menschen schlecht wird, wenn sie Laienkommunionspender und Handkommunikanten sehen. Diese Anmassung und Ehrfurchtslosigkeit widert mich im Gegensatz zu Ihnen, – abgrundtief an.
Grüssli
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#24   landorganist   09:34:38 | Montag, 11. September 2006
@Schlämmer
Sagen Sie mal, schalten Sie Ihr Hirn in Ermangelung desselben vor dem Schreiben nicht ein, oder warum belästigen Sie Gläubige mit Ihren Kotzgeschichten?
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#23   Horst Schlämmer   09:28:44 | Montag, 11. September 2006
@Guldin
bei Lesen ihres Kommentars – werter Herr Schlämmer!
Werter Guldin, wenn ich gewusst hätte, welche Glücksgefühle der Anblick von weiblichen, männlichen Laienkommunionspendern und Handkommunikanten bei Ihnen auslöst hätte ich mich meines Kommentars enthalten.
Ich bedauere es nunmehr zutiefst, daß das durch meinen Kommentar bei Ihnen hervorgerufene Brecherchen dieses Glücksgefühl in nicht unerheblichem, unwiderruflichen Masse zerstört hat und entschuldige mich dafür in aller gebotenen Form vor Ihnen und der hier mitlesenden, andächtig vergammelten Gemeinde.
Ihr Horst Schlämmer
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#22   Guldin   09:19:39 | Montag, 11. September 2006
Und an welcher Stellen haben Sie nun gegekotzt,
bei Lesen ihres Kommentars – werter Herr Schlämmer!
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#21   Horst Schlämmer   09:10:39 | Montag, 11. September 2006
@Guldin
So gings manchem homophil veranlagten.
Und an welcher Stellen haben Sie nun gegekotzt, – werter Guldin?
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#20   Guldin   09:06:14 | Montag, 11. September 2006
ich die volle Brechschale wechseln musste
als ich die weibliche Kommunionspenderin und die vielen Handkommunikanten erblickte.
So gings manchem homophil veranlagten.
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#19   Horst Schlämmer   09:03:28 | Montag, 11. September 2006
@Sulpicius
… sollte in Zukunft diese peinlichen open-air-„Liturgien“ (ver)-meiden…
Volle Zustimmung.
Leider konnte ich nicht bis zu Ende sehen, da ich die volle Brechschale wechseln musste, als ich die weibliche Kommunionspenderin und die vielen Handkommunikanten erblickte.
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#18   landorganist   08:19:45 | Montag, 11. September 2006
Sulpicius
wie wäre es, wenn Sie sich Ihre unangebrachten Kommentare verkneifen würden?
Da lobe ich mir die Berichterstattung auf kath.-net.
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#17   Sulpicius   01:40:13 | Montag, 11. September 2006
Papst Benedikt…
… sollte in Zukunft diese peinlichen open-air-„Liturgien“ (ver)-meiden…
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#16   Bernardin †   22:43:32 | Sonntag, 10. September 2006
RACHE
Das Wort RACHE steht im Zusammenhang mit der ersten Lesung des Gottesdienstes heute aus dem 1. Testament! Der Papst hat aber dieses Wort Rache christlich gedeutet!
Bitte lesen Sie den letzten Abschnitt der Predigt!
Der Titel ist typisch für HETZ.NET
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#15   nachtlaterne71   22:09:40 | Sonntag, 10. September 2006
Überschrift und Bild
Habe mir jetzt den Artikel durchgelesen un glaube, daß Bild und Überschrift in keinem Zusammenhang stehen.
Kann mir kemand erklären, was die Überschrift mit dem Artikel zu tun hat – oder wie die Redaktion auf diese Überschrift kommt? Von Rache ist doch nirgendwo die Rede…
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#14   Gotthard   21:28:20 | Sonntag, 10. September 2006
Respekt
War diese Kommunionspendung (mit Segen des Papstes???) respektvoll dem lieben Gott gegenüber?
was denn sonst? Sie entsprach – bei den weitläufigen Gegebenheiten dieser Freiluft-Kathedrale – den Normen der Kirche.
Der Einsatz von Laien ist Gott gegenüber IMMER respektvoll … er hat uns in der Taufe angenommen!
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#13   Gotthard   19:46:05 | Sonntag, 10. September 2006
komme schnell!!!
die Rache Gottes möge dann doch bitte bald über diese Redaktion kommen …
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#12   St.Meyer   19:45:01 | Sonntag, 10. September 2006
Tja, die Homo-Mafia machts vor
und bietet besseres auf einer ihrer Seiten:
Die veröffentlichen anläßlich des Papst-Besuchs einen Link zur Seite der zuständigen Erzbischöflichen Ordinariate – ohne auch nur mit einer Silbe zu hetzen …
www.benedikt-in-bayern.de www.benedikt-in-bayern.de/
o^/
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#11   nachtlaterne71   19:34:08 | Sonntag, 10. September 2006
Endlich!
Seit gestern mittag warte ich bei kreuz.net auf einen Beitrag zum Papstbesuch – von dem ich mir etwas Erbauung erwartet hätte. Aber: Hier ist er nun: Ein Bild des Hlg. Vaters und eine Überschrift, die mir die Rache Gottes verkündet. Super! Ich werde jetzt mal herausfinden, ob mit der Rache Gotte der Heilige Vater gemeint ist oder wie Bild und Überschrift in Verbindung zu bringen sind… Werde mich jetzt bei kath. de über den weiteren Papstbsuch informieren…
flatratepower
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#10   Bernardin †   18:03:51 | Sonntag, 10. September 2006
Lässt aufhorchen!
Der Titel und die Kommentare betr. Haartracht und Mundkommunion zeigen, was von diesem Forum zu erwarten ist! Nicht KREUZ, sondern HETZ.NET wäre besser!
Denkende Menschen, horcht auf!
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#9   Gerhard   17:55:59 | Sonntag, 10. September 2006
Danke
Endlich einmal etwas, wofür ich „Danke“ sagen kann! Ich freue mich, dass kreuz.net den Text der heutigen Predigt des Heiligen Vaters, die ich im Fernsehen mitverfolgte, so schnell dokumentiert hat!
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#8   Benedikt   14:20:17 | Sonntag, 10. September 2006
Knoten
Ach was, der Schreiberling kennt nur die früheren Haartrachten nicht.
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#7   Gotthard   13:57:41 | Sonntag, 10. September 2006
Knoten
dass junge Frauen mit offen wallenden Haaren die hl Kommunion austeilten
diese Frauen hätten ihr Haar wirklich zu einem Knoten zusammenbinden sollen …
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#6   Benedikt   13:26:38 | Sonntag, 10. September 2006
@ Schüttel
Ihrer Meinung soll die Mundkommunion den Gläubigen wohl dirkt beim Kommunizieren ohne Vorbwreitung wieder anempfohlen werden – wo ist da Ihr Respekt vor dem Heiligen?
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#5   Celebration   13:23:38 | Sonntag, 10. September 2006
Schüttel
:-! :-! :-! Vor Ihren Tiraden überkommt mich das große Schüttel(n) :-! :-! :-!
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#4   Krzyszek   13:20:54 | Sonntag, 10. September 2006
Überschrift
Bei KATH.NET heißt die Überschrift passender. „Die Welt braucht Gott. Wir brauchen Gott.“
Mal wieder ein gutes Beispiel dafür, was für Stümper hier bei kreuz.net die redaktionelle Arbeit machen.
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#3   wiener   13:06:27 | Sonntag, 10. September 2006
irreführende überschrift?!
was hat die „redaktion“ denn bewogen, diesen satz als überschrift zu wählen? er gibt weder den gesamtduktus noch eine konkrete aussage der predigt wider.
erst wenn man in den text schaut, wird klar, wie das jesaja-wort von der „rache gottes“ zu verstehen ist:
Die endgültige Auslegung des Prophetenwortes finden wir in dem, der am Kreuz gestorben ist – in Jesus, dem menschgewordenen Sohn Gottes. Seine „Rache“ ist das Kreuz: das Nein zur Gewalt, die „Liebe bis ans Ende“. Diesen Gott brauchen wir.
also: wer immer diese überschrift ausgewählt hat – eine glatte journalistische fehlleistung!
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#2   Schüttel   13:01:19 | Sonntag, 10. September 2006
Gut gesprochen, Hl. Vater
aber musste es sein, dass junge Frauen mit offen wallenden Haaren die hl Kommunion austeilten, obwohl genügend Priester anwesend waren? Fast nur Handkommunionen – wo ist da die angemahnte Ehrfurcht vor dem Heiligen? Worte also gut, das Beispiel vor den Augen der Weltkirche aber schlecht! EXEMPLA TRAHUNT!
Wo bleiben nach den Worten die Taten, wo bleibt die Umkehr zu mehr Ehrfurcht vor dem Heiligen wie es die „alte Messe“ zeigen kann?
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#1   rudolfsohn   12:28:03 | Sonntag, 10. September 2006
Gott segne den Heiligen Vater
Heute früh bin ich schon bald aufgestanden, und habe am TV Bayern 3 eingeschaltet, um die Liveübertragung aus München zu verfolgen. Ich war sehr bewegt vor allem über die vielen Jugendlichen. Das gibt Hoffnung und Kraft für die Zukunft. Ab Mittwoch werde ich selbst mit meiner Familie in Bayern sein.
Ich freue mich schon auf wundervolle glaubensstärkende Tage. Wird jemand von Euch auch im Grossraum München sein (evtl. Freising/Altötting/Marktl)?
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