Der erschütterte Hirte
Papst Benedikt XVI. predigte bei der heutigen Vesper in der Kirche der Heiligen Anna in Altötting: Dabei richtete er eine dringende Bitte an den Himmel.
(kreuz.net, Altötting) Papst Benedikt XVI. sprach heute abend im Gnadenort Altötting in der Basilika
der Heiligen Anna vor Seminaristen, Priestern und Ordensleuten.Im Haus der Heiligen Anna sei die größte Berufung der Heilsgeschichte gereift. Am Beispiel Mariens solle die Berufung für den Dienst an Jesus Christus gelernt werden:
Maria habe ihre Berufung aus dem Mund des Engels empfangen. In unsere Stube trete der Engel nicht sichtbar ein, aber mit jedem von uns habe der Herr seinen Plan.
So sei es unser Auftrag, „hörend zu werden, fähig, seinen Anruf zu vernehmen, mutig und treu zu werden, damit wir ihm folgen und am Schluß als zuverlässige Knechte befunden werden, die recht mit der anvertrauten Gabe gewirkt haben“.
„Wir wissen, der Herr sucht Arbeiter für seine Ernte. Er selber hat es gesagt: »Die Ernte ist groß, aber der Arbeiter sind wenige. Bittet daher den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden«, zitierte Benedikt XVI. den Heiligen Evangelisten Markus.
„Dazu haben wir uns hier versammelt, diese Bitte zum Herrn der Ernte hinaufzuschicken. Ja, die Ernte Gottes ist groß und wartet auf Arbeiter.“
Es fehlten die Menschen, die bereit sind, sich zu Gottes Erntearbeitern zu machen, bedauerte der Heilige Vater.
Es sei heute wie damals – „als den Herrn das Mitleid erschütterte über Menschen, die ihm wie Schafe ohne Hirten erschienen, Menschen, die gewiß alles Mögliche wußten, aber nicht sehen konnten, wie ihr Leben recht zu ordnen sei“.
„Herr, schau die Not dieser unserer Stunde an, die Boten des Evangeliums braucht, Zeugen für dich, Wegweiser zum »Leben in Fülle«! Sieh die Welt und laß dich auch jetzt vom Mitleid erschüttern! Sieh die Welt an und schicke Arbeiter! Mit dieser Bitte klopfen wir an der Tür Gottes an.“
Mit dieser Bitte klopfe der Herr auch an unser eigenes Herz: „Herr, willst du mich? Ist es nicht zu groß für mich? Bin ich nicht zu klein dazu? Fürchte dich nicht, hat der Engel zu Maria gesagt. Fürchte dich nicht. Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, sagt er durch den Propheten Jesaja zu uns – zu einem jeden von uns.“
„Wohin gehen wir, wenn wir Ja sagen zum Ruf des Herrn?“ Die kürzeste Beschreibung der priesterlichen Sendung – die in analoger Weise auch für die Ordensleute gelte – stamme vom Evangelisten Markus: „Er machte zwölf, damit sie bei ihm seien und damit er sie sende.“
„Bei ihm sein und als Gesandter auf dem Weg zu den Menschen – das gehört zusammen.“
Es bilde gemeinsam das Wesen des geistlichen Berufs, des Priestertums: Nur wer bei „Ihm“ sei, lerne ihn kennen und könne ihn recht verkünden:
„Wer bei ihm ist, behält es nicht für sich, sondern muß weitergeben, was er gefunden hat. Es geht ihm wie dem Andreas, der seinem Bruder Simon sagte: »Wir haben den Messias gefunden“. Der Evangelist fügt hinzu: »Und er führte ihn zu Jesus«.“
Der Heilige Vater warnte davor, diese Verbindung mit Gott nicht zu verlieren. Ansonsten verkomme das Priestertum zu leerem Aktivismus.
Um mit Gott verbunden zu bleiben, sei es vor allem wichtig, „täglich von innen her“ die Heilige Messe zu lesen:
Wenn wir die Heilige Messe wirklich als betende Menschen feierten, „unser Wort und unser Tun mit dem uns vorausgehenden Wort und der Gestalt der Eucharistiefeier vereinigen, wenn wir in der Kommunion uns wirklich von ihm umfangen lassen, ihn empfangen – dann sind wir bei ihm“.
Papst Benedikt XVI. nannte auch das Stundengebet als „eine grundlegende Weise“, um bei Gott zu sein. Damit unsere Eucharistiefeier und das Stundengebet von innen gefüllt blieben, müßten wir auch immer wieder die Heilige Schrift geistlich lesen:
„Nicht nur Worte aus der Vergangenheit enträtseln, sondern nach dem gegenwärtigen Zuspruch des Herrn an mich suchen.“
Nur so könne das heilige Wort als gegenwärtiges Wort Gottes zu den anderen gebracht werden.
Der Heilige Vater betonte auch den „Schatz“ der eucharistischen Anbetung: Mit der neu geweihten Anbetungskapelle von Altötting habe der Wallfahrtsort eine neue Schatzkammer erhalten:
Wo einst die Schätze der Vergangenheit, Kostbarkeiten der Geschichte und der Frömmigkeit aufbewahrt wurden, sei jetzt der Ort für den eigentlichen Schatz der Kirche: die ständige Gegenwart des Herrn im Sakrament, so der Heilige Vater.
„Der Herr erzählt uns in einem seiner Gleichnisse von dem im Acker verborgenen Schatz. Wer ihn gefunden hat, verkauft alles, um den Acker erwerben zu können, weil der versteckte Schatz alle anderen Werte übertrifft. Der verborgene Schatz, das Gut über alle Güter, ist das Reich Gottes – ist er selber, das Reich in Person.“ In der heiligen Hostie sei er da, der wahre Schatz, für uns immer zugänglich.
Papst Benedikt XVI. zitierte an dieser Stelle ein Wort der Heiligen Edith Stein:
Der Herr ist im Tabernakel gegenwärtig mit Gottheit und Menschheit. Er ist da, nicht Seinetwegen, sondern unseretwegen: weil es Seine Freude ist, bei den Menschen zu sein.
Und weil er weiß, daß wir, wie wir nun einmal sind, Seine persönliche Nähe brauchen. Die Konsequenz ist für jeden natürlich Denkenden und Fühlenden, daß er sich hingezogen fühlt und dort ist, sooft und solange er darf.
„Lieben wir es, beim Herrn zu sein. Da können wir alles mit ihm bereden. Unsere Fragen, unsere Sorgen, unsere Ängste. Unsere Freuden. Unsere Dankbarkeit, unsere Enttäuschungen, unsere Bitten und Hoffnungen. Da können wir es ihm auch immer wieder sagen: Herr, sende Arbeiter in deine Ernte. Hilf mir, ein guter Arbeiter in deinem Weinberg zu sein.“
Am Schluß seiner Predigt verwies der Heilige Vater auf „den guten Bruder Konrad“, der in Altötting gelebt hatte. Er habe auf ein großes Erbe verzichtet, weil er ganz Jesus Christus nachfolgen, ganz mit ihm sein wollte. Er habe sich – wie es der Herr im Gleichnis empfehle – auf den letzten Platz gesetzt, als demütiger Pfortenbruder.
In seiner Pfortenstube habe er das Wort des Heiligen Markus über die Apostel verwirklicht:
„Mit ihm sein und gesandt sein zu den Menschen. Er konnte von seiner Zelle aus immer auf den Tabernakel hinschauen, immer »mit ihm sein«.“
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Mittwoch, 13. September 2006 23:44
Graf von Galen: Wider VII, @ Benedikt
Gemäß ihrer Aufgabe, Einheit und Liebe unter den Menschen und damit auch unter den Völkern zu fördern,
faßt sie vor allem das ins Auge, was den Menschen gemeinsam ist und sie zur Gemeinschaft untereinander
führt.
Erste Aufgabe der Kirche ist aber das Heil der Seelen,
dem alles andere untergeordnet ist !
Unablässig aber verkündet sie und muß sie verkündigen Christus, der ist „der Weg, die Wahrheit und das Leben“ (Joh 14,6), in dem die Menschen die Fülle des religiösen Lebens finden, in dem Gott alles mit sich versöhnt hat4
Das Dogma „Extra Ecclesiam nulla salus“ wird verschwiegen, es ist nur noch von der „Fülle“ die Rede !
Deshalb mahnt sie ihre Söhne, daß sie mit KIugheit und Liebe, durch Gespräch und Zusammenarbeit mit den Bekennern anderer Religionen sowie durch ihr Zeugnis des christlichen Glaubens und Lebens jene geistlichen und sittlichen Güter und auch die sozial-kulturellen Werte, die sich bei ihnen finden, anerkennen, wahren und fördern.
Die Irrtümer sollen also nicht angesprochen werden !
Gewiß ist die Kirche das neue Volk Gottes, trotzdem darf man die Juden nicht als von Gott verworfen oder verflucht darstellen, als wäre dies aus der Heiligen Schrift zu folgern
Das Konzil von Florenz sagt etwas anderes !
die Gläubigen mit leidenschaftlichem Ernst dazu auf, daß sie „einen guten Wandel unter den Völkern führen“ (1 Petr 2,12) und womöglich, soviel an ihnen liegt, mit allen Menschen Friedem halten
Frieden um den Preis der Preisgabe des Taufbefehles
Christi !
Erste Aufgabe der Kirche ist aber das Heil der Seelen,
dem alles andere untergeordnet ist !
Unablässig aber verkündet sie und muß sie verkündigen Christus, der ist „der Weg, die Wahrheit und das Leben“ (Joh 14,6), in dem die Menschen die Fülle des religiösen Lebens finden, in dem Gott alles mit sich versöhnt hat4
Das Dogma „Extra Ecclesiam nulla salus“ wird verschwiegen, es ist nur noch von der „Fülle“ die Rede !
Deshalb mahnt sie ihre Söhne, daß sie mit KIugheit und Liebe, durch Gespräch und Zusammenarbeit mit den Bekennern anderer Religionen sowie durch ihr Zeugnis des christlichen Glaubens und Lebens jene geistlichen und sittlichen Güter und auch die sozial-kulturellen Werte, die sich bei ihnen finden, anerkennen, wahren und fördern.
Die Irrtümer sollen also nicht angesprochen werden !
Gewiß ist die Kirche das neue Volk Gottes, trotzdem darf man die Juden nicht als von Gott verworfen oder verflucht darstellen, als wäre dies aus der Heiligen Schrift zu folgern
Das Konzil von Florenz sagt etwas anderes !
die Gläubigen mit leidenschaftlichem Ernst dazu auf, daß sie „einen guten Wandel unter den Völkern führen“ (1 Petr 2,12) und womöglich, soviel an ihnen liegt, mit allen Menschen Friedem halten
Frieden um den Preis der Preisgabe des Taufbefehles
Christi !
Mittwoch, 13. September 2006 01:16
sacerdos helveticus: Akzentsetzungen
Ein weiteres Beispiel für Abschwächung katholischer Glaubensinhalte: Im Alten Ritus wurde der Zelebrant
mindestens zweimal heilsamerweise an die Möglicghkeit der Ewigen Verdammnis erinnert: Im Kanon (Hochgebet)
: „ab aeterna damnatione nos eripi…„(„rette uns vor der ewigen Verdammnis“) und in einem der drei Vorbereitungsgebete
vor dem Kommunionempfang: „Perceptio corporis… non mihi proveniat in iudicium ed condemnationem“.(„Der
Empfang deines Leibes bringe mir nicht Gericht und Verdammnis“)
Im neuen Ritus sind zwar beide Gebete nicht gestrichen, sind aber nun Auswahltexte: Anstelle des Ersten Hochgebetes kann auch ein anderes gewählt werden (wird in den meisten Pfarreigottessdiensten getan, es gibt unzählige Priester, die nie das Erste Hochgebet (den Römischen Kanon; Papst Benedikt macht da glücklicherweise eine Ausnahme: er verwendete es beim Weltjugendtag in Köln und z.B. auch heute in Regensburg ) verwenden, in keinem der anderen Hochgebete ist so ausdrücklich von der Möglichkeit der Verdammnis die Rede. Das erwähnte Vorbereitungsgebet vor der Kommunion ist im neuen Ritus nur eines von zweien, zwischen denen man auswählen kann. Im anderen (ebenfalls aus dem alten Missale übernommen) ist vielleicht indirekt vom Heilsverlust die Rede „Lass mich nie von dir getrennt werden“, aber nicht in der Ausdrücklichkeit wie im anderen…
Im neuen Ritus sind zwar beide Gebete nicht gestrichen, sind aber nun Auswahltexte: Anstelle des Ersten Hochgebetes kann auch ein anderes gewählt werden (wird in den meisten Pfarreigottessdiensten getan, es gibt unzählige Priester, die nie das Erste Hochgebet (den Römischen Kanon; Papst Benedikt macht da glücklicherweise eine Ausnahme: er verwendete es beim Weltjugendtag in Köln und z.B. auch heute in Regensburg ) verwenden, in keinem der anderen Hochgebete ist so ausdrücklich von der Möglichkeit der Verdammnis die Rede. Das erwähnte Vorbereitungsgebet vor der Kommunion ist im neuen Ritus nur eines von zweien, zwischen denen man auswählen kann. Im anderen (ebenfalls aus dem alten Missale übernommen) ist vielleicht indirekt vom Heilsverlust die Rede „Lass mich nie von dir getrennt werden“, aber nicht in der Ausdrücklichkeit wie im anderen…
Mittwoch, 13. September 2006 01:00
Benedikt: @ sacerdos helveticus
Man kann nur hoffen, dass im Zusammenhang mit der Neuübersetzung des Missale in die Volkssprachen, wie
sie nach Vorgaben Roms jetzt überall stattfindet, zumindest die Texttteue zum lateinischen Original wiederherstellt.
DAS ist etwas, mit dem ich mich anfreunden kann
DAS ist etwas, mit dem ich mich anfreunden kann
Mittwoch, 13. September 2006 00:37
sacerdos helveticus: Nicht erst die Übersetzungen!
Auch in den lateinischen Originaltexten des NOM ist leider eine Tendenz zur Abschwächung oder Zurückdrängung
katholischer Glaubenslehre nicht übersehbar.
Die Übersetzungen (wohlgemerkt von Rom approbiert!)gehen leider noch weiter in diese Richtung. Manche „Übersetzungen“ sind bestenfalls freie Variationen, andere Übersetzungen lassen Wesentliches aus:
Zwei Beispiele:
Im Confiteor heisst es in der Übersezung: „Bitte ich die selige Junfrau Maria“, der lateinische Text hat: „Ideo precor beatam Mariam sempervirginem“
Im Ersten Hochgebet heisst es in der Übersetzung : „…Das Brot des Lebens und den Kelch des ewigen Heiles“, der lateinische Text hat „Panem sanctum vitae aeternae et calicem salutuis perpetuae“, korrekt wärealso : Das heilige Brot des Ewigen Lebens und den Kelch des ewigen Heiles“.
Man kann nur hoffen, dass im Zusammenhang mit der Neuübersetzung des Missale in die Volkssprachen, wie sie nach Vorgaben Roms jetzt überall stattfindet, zumindest die Texttteue zum lateinischen Original wiederherstellt.
Die Übersetzungen (wohlgemerkt von Rom approbiert!)gehen leider noch weiter in diese Richtung. Manche „Übersetzungen“ sind bestenfalls freie Variationen, andere Übersetzungen lassen Wesentliches aus:
Zwei Beispiele:
Im Confiteor heisst es in der Übersezung: „Bitte ich die selige Junfrau Maria“, der lateinische Text hat: „Ideo precor beatam Mariam sempervirginem“
Im Ersten Hochgebet heisst es in der Übersetzung : „…Das Brot des Lebens und den Kelch des ewigen Heiles“, der lateinische Text hat „Panem sanctum vitae aeternae et calicem salutuis perpetuae“, korrekt wärealso : Das heilige Brot des Ewigen Lebens und den Kelch des ewigen Heiles“.
Man kann nur hoffen, dass im Zusammenhang mit der Neuübersetzung des Missale in die Volkssprachen, wie sie nach Vorgaben Roms jetzt überall stattfindet, zumindest die Texttteue zum lateinischen Original wiederherstellt.
Mittwoch, 13. September 2006 00:11
Benedikt: @ sacerdos helveticus
Auch liess er den Römischen Kanon (heute: „Erstes Hochgebet“) ohne grössere Eingriffe bestehen.
So ist es. Wie passt das nun zu Ihren übrigen Behauptungen. Konsequenterweise hätte das Erste Hochgebet dann verschwinden oder wenigstens „entschärft“ werden müssen. Die Hochgebetstexte wurden von keinem geringen als Kardinal Ottaviani gebilligt. Das wirklich einzige, was vorwerfbar ist sind diese dämlichen Übersetzungen
.
So ist es. Wie passt das nun zu Ihren übrigen Behauptungen. Konsequenterweise hätte das Erste Hochgebet dann verschwinden oder wenigstens „entschärft“ werden müssen. Die Hochgebetstexte wurden von keinem geringen als Kardinal Ottaviani gebilligt. Das wirklich einzige, was vorwerfbar ist sind diese dämlichen Übersetzungen
Mittwoch, 13. September 2006 00:05
sacerdos helveticus: Protestantisierter Ritus!
Obwohl ich den NOM nicht für grundsätzlich illegitim halte, so muss man doch zugeben, dass der Messordo
Pauls VI. den Katholischen Glauben oft weniger klar ausdrückt als der frühere Ritus.
So hat der Philosoph und Freund Paulx VI. Jean Guitton 1993 ausgeführt: „Paul VI. hat alles in seiner Macht stehende getan, um die katholische Messe -über das Konzil von Trient hinweg- dem protestantischen Abendmahl anzunähern…Es gibt bei Paul VI. eine ökumenische Absicht, all das, was es in der Messe an allzu Katholischem im traditionellen Sinn gibt, auszulöschen oder wenigstens zu korrigieren, oder wenigstens abzumildern, um die katholische Messe, ich wiederhole es, der kalvinistischen Messe anzunähern.“
Und Msgr Bugnini, der Architekt der Liturgiereform hat bereits 1965 das Ziel formuliert, die Liturgiereform solle „jeden Stein aus dem Weg räumen, der auch nur den Schatten der Gefahr eines Hindernisses oder Missfallens für unsere getrennten Brüder bilden könnte“.
Paul VI., der von seiner Natur her ein Zauderer war (Albert Raffalt, ein bekannter Romkenner und Vatikanist spricht von einer Hamlet-Gestalt), hat glücklicherweise einige Vorschläge Bugninis zurückgewiesen und „entschärft“.So bestand Paul VI. darauf, dass das Orate Frates (die Einladung zum Gabengebet), in der der Opfercharakter der Heiligen Messe und die Aufgabe des Priesters klar zum Ausdruck kommt, erhalten blieb. Auch liess er den Römischen Kanon (heute: „Erstes Hochgebet“) ohne grössere Eingriffe bestehen.
So hat der Philosoph und Freund Paulx VI. Jean Guitton 1993 ausgeführt: „Paul VI. hat alles in seiner Macht stehende getan, um die katholische Messe -über das Konzil von Trient hinweg- dem protestantischen Abendmahl anzunähern…Es gibt bei Paul VI. eine ökumenische Absicht, all das, was es in der Messe an allzu Katholischem im traditionellen Sinn gibt, auszulöschen oder wenigstens zu korrigieren, oder wenigstens abzumildern, um die katholische Messe, ich wiederhole es, der kalvinistischen Messe anzunähern.“
Und Msgr Bugnini, der Architekt der Liturgiereform hat bereits 1965 das Ziel formuliert, die Liturgiereform solle „jeden Stein aus dem Weg räumen, der auch nur den Schatten der Gefahr eines Hindernisses oder Missfallens für unsere getrennten Brüder bilden könnte“.
Paul VI., der von seiner Natur her ein Zauderer war (Albert Raffalt, ein bekannter Romkenner und Vatikanist spricht von einer Hamlet-Gestalt), hat glücklicherweise einige Vorschläge Bugninis zurückgewiesen und „entschärft“.So bestand Paul VI. darauf, dass das Orate Frates (die Einladung zum Gabengebet), in der der Opfercharakter der Heiligen Messe und die Aufgabe des Priesters klar zum Ausdruck kommt, erhalten blieb. Auch liess er den Römischen Kanon (heute: „Erstes Hochgebet“) ohne grössere Eingriffe bestehen.
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