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Dienstag, 12. September 2006 11:33
Kasseler Kaplan durch Messerstiche schwer verletzt
Schon seit Monaten bedrohte ein junger Türke die beiden Priester in einer Kasseler Salesianerpfarrei. Die beiden seien „Verkörperungen des Bösen“, warf er den Patres vor. Gestern stach er zu.
Der 70jährige Salesianerpater Aloys Weber wurde gestern in Kassel mit einem Messer lebensgefährlich verletzt.
Der 70jährige Salesianerpater Aloys Weber wurde gestern in Kassel mit einem Messer lebensgefährlich verletzt.
(kreuz.net, Kassel) Ein 70jähriger katholischer Priester ist in Kassel bei einem Messerangriff lebensgefährlich verletzt worden.

Kassel befindet sich in Nordhessen.

Nach Angaben der Polizei steht der 28jährige Türke Muhterem Gökhan in dringendem Tatverdacht, den Salesianerpater Aloys Weber mit mehreren Messerstichen lebensgefährlich verletzt zu haben.

Der Täter klingelte gestern gegen 14.00 Uhr an der Haustür des katholischen Pfarramtes St. Kunigundis in Kassel. Als der Kaplan an der Türe erschien, stach er mehrfach auf ihn ein. Dann ergriff er die Flucht.

Pater Leo Hillebrand
Pater Leo Hillebrand
Der Pfarrer, Pater Leo Hillebrand, der im selben Haus gerade Mittagspause machte, hörte den Schrei seines Mitbruders. Er fand ihn kurze Zeit später auf einem Stuhl mit schweren Stichwunden.

Opfer und Täter kannten sich. Gökhan wohnte in der Nachbarschaft. Er hat die beiden Salesianerpatres schon seit Monaten bedroht. Doch die beiden Geistlichen nahmen ihn nicht ernst.

Gegenüber dem ‘hr-fernsehen’ berichtet der Pfarrer von St. Kunigundis: „Der Pater Weber und ich wären die Verkörperung des Bösen, so hat er das formuliert. Und die ganze Kirche wäre auch voll von bösen Geistern. Die müßten niedergebrannt werden.“

Muhterem Gökhan
Muhterem Gökhan
Die Polizei kam durch Zeugen auf die Spur des Verdächtigen. Es wurde sofort eine Fahndung eingeleitet.

Nach Informationen des ‘hr-fernsehens’ wurde der 28 Jahre alte Türke noch am gleichen Abend in seiner Wohnung gefaßt. Die Tatwaffe konnte noch nicht sichergestellt werden.

Die Hintergründe der Tat sind nach wie vor im Dunkeln. Die Umstände der Tat scheinen aber auf eine psychische Krankheit hinzudeuten.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 79 Lesermeinungen:
Montag, 18. September 2006 15:13
Christin: Mein Beileid:Märthyrertod -wie die Sr Leonella Sgorbati &ihr Leibwächter
Die Nonne Leonella Sgorbati und desssen Leibwächter wurden erschossen.Die Schwester Leonella Sgorbati war eine der am längsten tätigen Ordensschwestern in Somalia.
Ich glaub aber nicht dass diese Verbrechen im direkten Zusammenhang mit den falsch verstandenen Worten des Papstes stehen.
Verbrechen geschehen leider tagtäglich auf der Welt.
Niemand soll dafür als Sündenbock herhalten müssen.
Die gewaltbereiten Menschen,die solche Taten vollbringen,sind im christlichen SINN nicht persönlich zu verurteilen.Nur für Nur ihre Tat ist zu verurteilen.
Die Tat der Mörder ist SÜNDE ,aber die SÜNDER bleiben in der GNADE im waren CHRISTLICHEM Denken und wir hoffen alle,dass die wahren Ursachen der Gewalt einmal erforscht werden,damit weitere ungerechte Morde verhindert werden.
Wir beten alle für den Papst und unsere Ordensgemeinschaften in der Welt,damit er und die seinen BEWAHRT beiben vor weiteren úngerechten Angriffen und dass Leben im Allgemeinen auf der ganzen Welt nicht gefährdet wird.
Es müssen die Umstände auf der Welt so werden,dass sich niemand mehr ungerechtfertigt behandelt fühlen muß und damit einen unnötigen Hass entwickelt,der zu solchen Taten verführen.Diese Mörder handeln in einem Hass der sie nicht „sie selber“ sein lassen.Sie begehen Handlungen,die sie niemals begangen hätten,hätten sie ein hoffnungsvolle Gesinnung im Herzen was sie abhält verzweifelte Kurzschlußhandlungen zu sezten,die sie zu Mördern werden lassen.Was ist die Lösung?
Ein friedliches Herz bewahren!
Samstag, 16. September 2006 13:56
Montfalcone: una ecclesia sancta
Daß der Islam das Problem ist und nicht die Protestanten, hat schon Papst Urban VIII richtig gesehen – während des Dreißigjährigen Krieges! Was nicht heißt, den Protestanten nachzugeben… aber daher ist deren Heimholung nach Rom ja auch so wichtig, gerade heure; nur die una ecclesia sancta kann den Gefahren von Islam und säkularisierter Welt widerstehen. Nichts wirklich neues, aber immer mal sollte man schon daran denken.
Donnerstag, 14. September 2006 08:52
Während der Kaiser das Reich verteidigte (Wien 1529), haben zur Reformation abgefallene Fürsten diese Situation genutzt, um der Kirche zu schaden, indem sie sozusagen hinter dem Rücken des Kaisers zu ihrem eigenen Nutzen die Reformation auszubreiten.

Gleichwohl hielt auch Luther z.B. eine „Heerpredigt wider den Türken (1530)“: „…bis daß wir’s nun mit großem Jammer erfahren und so viel tausend Menschen in so wenigen Tagen getötet und weggeführt gesehen haben… Und hätte uns nicht Gott ([schreibt Luther ohne den Kaiser zu erwähnen!]) so wunderbar und unversehens geholfen, so sollten wir erst einen rechten Jammer in deutschen Landen erfahren haben.“
Mittwoch, 13. September 2006 23:08
Parzifal: „Widder die Türken streiten ist nit andersz denn widder got streben, der durch…
…den Turcken unszer sund strafft.“

Falls sich jemand für die Arbeit eines Islamwissenschaftsstudenten zum Verhalten Luthers gegenüber den Osmanen interessieren sollte:

alsharq Blogspot: Türkengefahr und Islam in Luthers Werk
Mittwoch, 13. September 2006 21:32
-Agnostiker-: Danke Stimme
Ich finde es wirklich traurig. Sind wir Westlichen doch immer so überheblich und halten uns für die besseren. Allerdings bestätigen sich beide Seiten doch ständig und liefern sich gegenseitig immer wieder neue Propaganda. 9/11, Afgahnistan, Madrid, Irak, London, Naher Osten, Mohammed Karikaturen. So verläuft eben die Spirale der Gewalt. Aber so funktioniert halt eine Spirale der Gewalt.
Mittwoch, 13. September 2006 20:15
Stimme aus Wien: Agnostiker
Trotz Namen – tolle Wortmeldung

L.G. aus Wien
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