Papst und Erzbischof Lefebvre in trauter Eintracht
Vor einigen Jahren kaufte die Priesterbruderschaft St. Pius X. im bayrischen Altötting ein Grundstück mit einem zerfallenden Gebäude – ganz in der Nähe des Kapellenplatzes.
(kreuz.net) Zum Anlaß des Papstbesuches brachte man vor der Bauruine in Absprache mit dem Bürgermeister
eine große weiße Folie an.
Diese ließ die Priesterbruderschaft St. Pius X. mit einem Großplakat bespannen,
auf dem sowohl das Bild des Papstes als auch ihres Gründers, Erzbischof Marcel Lefebvre, zu sehen ist.
Zur Abbildung des Papstes heißt es auf dem Plakat in der lateinischen Sprache: „Tu es Petrus“ – „Du
bist Petrus!“, in Anlehnung an die Stelle im Matthäusevangelium, wo Christus dem ersten Oberhirten der
Kirche das Papstamt verheißt.
Für das Bild von Erzbischof Lefebvre wurde ein Zitat von Papst Benedikt
ausgewählt: „Erzbischof Marcel Lefebvre – dieser große Mann der Gesamtkirche!“
Darauf folgt eine kurze
Darlegung über die Schönheit der römischen Liturgie des Alten Ritus und eine Beurteilung der Neue Messe
durch den früheren Kardinal Ratzinger:
„An die Stelle der gewordenen Liturgie hat man die gemachte Liturgie
gesetzt. Man wollte nicht mehr das organische Werden und Reifen des durch die Jahrhunderte hin Lebendigen
fortführen, sondern setzte an dessen Stelle das platte Produkt eines Augenblicks.“
Das bischöfliche
Ordinariat in Passau wurde vom Bürgermeister informiert und fühlte sich – man weiß nicht warum – von
Aushang und Ratzinger-Zitaten provoziert.
Die frommen Herren aus Passau wollten sogar das Aufhängen
des Plakates verhindern.
Doch dazu gab es Rechtsgrundlagen. Die verantwortlichen Stellen im Bistum konnten
der geschmähten Piusbruderschaft kein weiteres Leid antun.
Damit durften die Pilger, die zum Papstbesuch
nach Altötting kamen, die Beurteilung der neuen Liturgie durch den ehemaligen Kardinal Joseph Ratzinger
und das Urteil von Papst Benedikt XVI. über Erzbischof Marcel Lefebvre ungehindert zur Kenntnis nehmen.
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62 Lesermeinungen
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#63 Gotthard 21:21:50 | Freitag, 22. September 2006
@sofiairene Wo es doch in unserem Kulturkreis normalerweise als unzivilisiert gilt, im Stehen aus der
Hand zu essen… wenn ich einen Menschen füttere, sitzen wir beide … und ich habe einige Bekannte,
die nicht selbständig essen können.
#62 GuterKatholik 21:01:20 | Freitag, 22. September 2006
Tu est? Petrus Jaja unsere lieben Lateiner o^/ in der Piusbruderschaft. Auf Lateinische zelebrieren und
dann nicht einmal das einfache Zitat, das sogar jeder Modernist auswendig kann, richtig verwenden. Vielleicht
soll die FSSPX mal in ein Lateinbuch der 5. Klasse schauen. Da lernt man z.B. das der Satz „Tu est Petrus“
(wie er in AÖ zu lesen war) irgendwie keinen Sinn gibt, „Du ist Petrus“.??? Aber wahrscheinlich war das
Absicht und die Bibel soll nur geändert werden, wahrscheinlich ist die viel zu modernistisch . Also
liebe Modernisten und andere normale Katholiken. Vergesst „Tu es Petrus“. Und auch Ihr lieben Lateinlehrer,
lehrt soch den Kindern keinen Blödsinn. Unterrichten Sie nur noch mit dem Lehrbuch der Piusbruderschaft.
(demnächst erhältlich). Und wenn Sie schon einmal Lehrbücher von der FSPPX verwenden, benutzen Sie
doch auch das „Lehrbuch der Deutschen Sprache“. Damit Sie lernen Deutsches Gutes Ihren Kindern die wo
in Schule Sie unterrichten. Und was red ich erst von den Atlanten mit der Erde als Scheibe. Ich sag’s
ja immer wenn wir die Piusbrüder nicht hätten, gingen wir zugrunde (und hätten außerdem nichts zu
lachen )
#61 Rottenburg 17:46:15 | Donnerstag, 21. September 2006
@sofiairene: Mundkommunion beim Papst? Ein paar Anmerkungen: Was soll eine Amtskirchliche Gemeinde. Ich
würde da eher zwischen römisch-katholischen Pfarreien und von schismatischen Kirchengemeinden unterscheiden.
Wieso mußten bei 60 oder 70 anwesenden Konzelebranten zwei Frauen die Lesung vortragen? Ich hoffe und
nehme an, dass doch den meisten kreuz.net-Usern bekannt ist, dass das Vortragen der Schriftlesung weder
dem Priester noch dem Diakon vorbehalten ist. Warum also nicht zwei Frauen? Und die meisten Gläubigen
bekamen dann die Hl. Kommunion von einem der 900 Kommunionhelfer in die Hand gedrückt. Wo es doch in
unserem Kulturkreis normalerweise als unzivilisiert gilt, im Stehen aus der Hand zu essen… Hierbei kam
man eben der Forderung vieler kreuz.net-Leser entgegen und passte sich eben nicht einfach unserem Kulturkreis
an!
#60 sofiairene 10:33:41 | Donnerstag, 21. September 2006
an Benedikt u. a. 1. Wenn das der lateinische Ritus war, habe ich nichts davon gemerkt – vom Credo und
vom Gloria abgesehen. 2. Ich weiß auch, daß man in unserer Kultur üblicherweise nicht kniend ißt,
es handelt sich jedoch bei der hl. Kommunion nicht um irgend ein Lebensmittel.
#59 Benedikt 11:54:57 | Dienstag, 19. September 2006
@ sofiairene Wieso mußten bei 60 oder 70 anwesenden Konzelebranten zwei Frauen die Lesung vortragen?
Es ist im lateinischen Ritus unüblich, die Lesung von Konzelebranten vortragen zu lassen. Der Papst hat
gerade einmal die Predigt selbst und allein gehalten, von der wenige Tage später der evangelische Bischof
Siebler im Fernsehen sagte, er könne sie auch als Protestant unterschreiben. Brauchen wir eine protestantische
Predigt von einem katholischen Papst? Das ist billigste Polemik. Wenn Benedikt XVI. etwa sagt, dass jesus
für uns am Kreuz gestorben ist, so kann dem jeder Protestant zustimmen. Es wird jedoch dadurch nicht
falsch und die Predigt nicht protestantisch. Ein paar Schnittmengen haben wir mit den Protestanten ja
schon noch.
#58 Freinsberg 11:49:43 | Dienstag, 19. September 2006
@ sofiairene >>Der Papst hat gerade einmal die Predigt selbst und allein gehalten, von der wenige Tage
später der evangelische Bischof Siebler im Fernsehen sagte, er könne sie auch als Protestant unterschreiben.
Brauchen wir eine protestantische Predigt von einem katholischen Papst?<< Vielleicht war die Predigt einfach
christlich? >>Und die meisten Gläubigen bekamen dann die Hl. Kommunion von einem der 900 Kommunionhelfer
in die Hand gedrückt. Wo es doch in unserem Kulturkreis normalerweise als unzivilisiert gilt, im Stehen
aus der Hand zu essen…<< In unserem Kulturkreis wird man auch nicht kniend gefüttert.
#57 sofiairene 11:54:48 | Sonntag, 17. September 2006
Die Piusbruderschaft und Papst Benedikt Eine traute Eintracht zwischen Papst und Levebvre kann ich trotz
der Ereignisse in Altötting nicht feststellen. Oder wieso sonst mußte das Priorat in München ausgerechtet
am Papstsonntag, dem 10. September sein Paktroziniumsfest abhalten, als ob sonst in München nichts los
wäre? Hätte man nicht, wie die amtskirchlichen Gemeinden im Bistum München-Freising auf die Messe am
Vormittag verzichten und das Patrozinium um eine Woche verschieben können? Zum anderen kann ich mir nach
der Papstmesse in Riem nicht mehr vorstellen, daß es bald zu einer Freigabe der alten Messe kommt. Wieso
mußten bei 60 oder 70 anwesenden Konzelebranten zwei Frauen die Lesung vortragen? Der Papst hat gerade
einmal die Predigt selbst und allein gehalten, von der wenige Tage später der evangelische Bischof Siebler
im Fernsehen sagte, er könne sie auch als Protestant unterschreiben. Brauchen wir eine protestantische
Predigt von einem katholischen Papst? Und die meisten Gläubigen bekamen dann die Hl. Kommunion von einem
der 900 Kommunionhelfer in die Hand gedrückt. Wo es doch in unserem Kulturkreis normalerweise als unzivilisiert
gilt, im Stehen aus der Hand zu essen…
#56 Dr. Otterbeck 13:12:00 | Samstag, 16. September 2006
@Stephanus Es ist sicherlich nicht unproblematisch, wenn der Papst hin und wieder zu „flotte“ Worte macht.
Aber im Fall der Regensburger „Thesen“ gibt es gar kein Vertun. Das war nötig und wird allmählich auch
erkannt werden. „Erstmals“ (wahrscheinlich) hat der Papst die Führung im modernen, globalen Diskurs übernommen.
Die Extreme Rechte wird ihn alsbald wieder der Häresie „überführen“. Aber das sind vernachlässigbare
Nebenschauplätze angesichts der hohen Aufgabe, die sich für das III. Jtsd. immer deutlicher abzeichnet.
Mit anderen Worten: Noch nie waren Lefebvre und (!) Küng so sehr von gestern.
#55 Stephanus 01:34:00 | Samstag, 16. September 2006
liebe murxe, critikaster, schlotterbecks und wir wir alle heißen mögen… sie sagen es ja selber: wie
kann man über etwas streiten was man nicht kennt nun meinen wir im gegensatz zu den menschen früherer
zeiten die ohne tv, zeitungen, taschenfunk usw. auskommen mussten, daß wir ja allerorten zu jeder zeit
immer ganz aktuell informiert sind , also mitreden können. stimmt das wirklich: ich leide viel zu sehr
unter der verweltlichung der kirche, als das ich kritiklos wäre gegenüber dem treiben der hohen u höchsten
herren im kirchenrund, in den letzten jahrzehnten. aber:man hat es wieder gesehen, auf dem flugfeld in
münchen, diesmal verwehte der wind nicht „ratzis hütchen“, sondern einen bogen seiner von wer weiß
von wem geschriebenen antrittsrede. und wie der papst da redemäßig ins straucheln kam. was ich meine
ist folgendes: bei aller intelligenz,bei allen gnaden, er ist u bleibt ein mensch, der sich täglich mit
den sorgen u nöten von ca. 4000 bischhöfen u über einer milliarde katholiken u dem auf u ab von weiteren
5 milliarden menschen auf erden abgeben muß. da bleibt nicht viel zeit zum nachdenken, die reden schreiben
schreiberlinge und so müßte der papst wie kein anderer gemäß dem spontispruch handeln, der da lautet.
wer viel arbeitet macht viele fehler, wer wenig arbeitet mach wenig fehler und wer gar nicht arbeitet
macht keine fehler. Zu schwerwiegend sind die auswirkungen von widersprüchlichkeiten aus dem mund eines
papstes: drum: weniger arbeiten, mehr beten u das wenige was gesagt werden muß selber denken aus dem
überlieferten glauben heraus!
#54 Karl Murx 18:09:54 | Freitag, 15. September 2006
Das Konzil von Chalzedon hat die Rechtfertigungsrede von Ibas vor der Synode akzeptiert …sein Brief,
der erst nach seinem Tode bekannt wurde, wurde logischerweise nicht beurteilt. Dasselbe gilt für Theodoret
und Theodor. Die „Drei Kapitel“ waren auf dem Chalcedonense kein Thema, weil sie damals gar nicht bekannt
waren. Wer sollte also darüber urteilen. Außerdem sind sowohl das Konzil von Chalzedon, als auch das
II. Konzil von Konstantinopel außerordentliches Lehramt. Die häretischen Schriften Rosminis hat man
auch erst nach seinem Tode gefunden. @Criticus: was ist mit dem Schreiben Gassers an Pius IX. und der
Antwort des Papstes. Schon gefunden?
#53 Criticus 14:26:22 | Freitag, 15. September 2006
@Dr. Otterbeck: Es geht mir hier aber auch gar nicht um eine bestimmte Vorstellung, wie der Papst sein
Amt auszuführen hat, das wäre tatsächlich schrecklich, denn Heilige Päpste sind selten. Vielmehr geht
es darum, daß ein Papst zwar irren kann, aber eine solche Kummulation von Irrtümern, wie in letzter
Zeit nie da gewesen ist. Der von mir so betitelte „praktische Sedisvakantismus“ soll bitte nicht meine
Zufriedenheit mit der Amtsführung des Papstes zum Maßstab haben, sondern das Faktum, daß es wahrscheinlich
kein Dokument von Johannes Paulus II. gibt, in dem nicht mindestens eine Häresie steht. In abgeschwächter
Form gilt das auch für das derzeitige und für die vorangehenden Pontifikate. Nun sagen allerdings die
Moraltheologen des beginnenden 20. Jahrhunderts (z.B. Prümmer) einhellig, daß man, wenn einem die Person
des Papstes suspekt geworden ist, diesem nicht mehr folgen darf. Und die Person des Papstes muß einem
zwangsläufig suspekt werden, wenn dieser immer wieder Dinge verkündet, die gegen die kirchliche Tradition
sind.
#52 Dr. Otterbeck 14:14:13 | Freitag, 15. September 2006
„Räubersynode von Trastevere?“ Criticus, Sie ahnen wahrscheinlich selbst, dass Sie mit Ihrer krypto-juridischen
Auffassung vomn kirchlichen Amt in eine Sackgasse laufen. Tatsächlich, der „Sitz“, den sich die action
francaise als Papstthron dachte, die virtuelle papaté im Interesse eines modernbisierten Ancien Regime,
der Sitz ist seit jeher vakant und war nie besetzt. Aber „pragmatisch“ ist dieser „Sedisvakantismus“ nicht,
sondern unzulänglich. Denn nicht einmal Pius X. füllte das Amt so aus, wie es ihm Maurras et al. zuschrieben
(„Retter Frankreichs“). Ein Pastoralkonzil ist übrigens eins, das das Amt stärkt (aus Kosten einer bestimmte
Lehre, die mit Ideologien verwechselbar sein könnte), es ist stärker aus ein bloß definierendes Konzil,
dessen Stimme allzu oft ohne Tragweite blieb. Die „Räubersynode“ hat manche Gewissheiten geraubt, aber
der Kirche weite Felder erschlossen. On verra.
#51 Criticus 12:37:58 | Freitag, 15. September 2006
Fortsetzung von vorhin: Dann kommt ein Fall, in dem Pelagius I. die Bischöfe Theodoretus von Cyrrhus
und Ibas von Edessa als Rechtgläubige verehrt und dies in einer Enzyklika kundtut. Das Konzil von Chalcedon
folgt ihm darin (allerdings nur im Text). Das Konzil von Konstantinopel II. bezeichnet allerdings diese
nun als gottlos und zwar in den KANONES! (13 und 14). Gregor d. Gr. bestätigt genau das ausdrücklich.
Also hat sowohl Pelagius, wie Chalcedon sich geirrt. (Ist ja möglich, da nur im Text!). und so könnte
ich noch einige Zeit fortfahren. Fakt ist also, daß Päpste durchaus in ihrem ordentlichen Lehramt irren
können. Über das VII (besser als die Räubersynode von Trastevere zu titulieren) möchte ich jetzt nicht
einmal ein Wort verlieren…! Zu Ihrem letzten Posting: Das ist es ja, was ich sagen will. Der Papalismus
von heute führt zu zwei katastrophalen Entwicklungen: dem Sedisvakantismus und dem neokonservativen Ansatz,
alles für wahr zu halten, was der Papst sagt, weil es der Papst sagt. Letztlich halte ich einen „praktischen
Sedisvakantismus“ für vertretbar, für den Papst zu beten, seine Stellungnahmen ansonsten aber zu ignorieren
und die Klärung dieser Situation einem zukünftigen Papst zu überlassen.
#50 Dr. Otterbeck 12:00:29 | Freitag, 15. September 2006
Traute Eintracht Criticus: Wieviele ex cathedra Entscheidungen zählen Sie denn? Die Problematik ist nicht
völlig unbedeutend. Man wird das Lehramt weniger „definitiv“ als „affirmativ“ verstehen müssen, also
der Selbstkorrektur fähig. Der definitive Satz ist eine Ausnahmerscheinung. Dass es keine päpstliche
Entscheidung zur Auferstehung Jesu gibt bedeutet ja nicht, dass diese nicht stattfand.
#49 Criticus 10:46:18 | Freitag, 15. September 2006
@Dr. Otterbeck: Die Zahl der ex cathedra Entscheidungen ist mir bekannt. Weiters ging meine Anmerkung
der irrenden Päpste sicherlich nicht auf die großen Verteidiger gegen den Modernismus, noch auf jene,
die Galilei zurecht aufgrund seiner theologischen Fehlschlüsse und wissenschaftlichen Unredlichkeit verurteilt
haben. Also, in aller Kürze: Petrus als erster Papst und Haupt des Apostelkollegiums wurde von Paulus,
wie uns die Apostelgeschichte bezeugt zurechtgewiesen. Sogar öffentlich! „Als ich aber sah, daß sie
nicht richtig handelten nach der Wahrheit des Evangeliums, sprach ich zu Kephas öffentlich vor allen:
Wenn du, der du ein Jude bist, heidnisch lebst und nicht jüdisch, warum zwingst du dann die Heiden, jüdisch
zu leben?“ (Gal 2,14) Weiter zu Liberius, den Fall kennen wir ja eh alle. Weiter zu Leo I.: Er schreibt
in einem Brief aus dem Jahr 449 an Bischof Flavian von Konstantinopel, daß in Christus von der Mutter
die Natur, aber nicht die Schuld übernommen wurde. Zwar war das Dogma der unbefleckten Empfängnis damals
noch nicht definiert, dennoch hat ein Papst sich in diesem doch recht bedeutenden Fall geirrt.
#48 Dr. Otterbeck 09:33:04 | Freitag, 15. September 2006
@Criticus Weder ist die Kirchengeschichte „voll“ irrender Päpste noch gibt es so zahlreiche unfehlbare
Definitionen. Die Liste der Ex-Cathedra-Definitionen wurde in den letzten zwei Jahrhunderten immer kürzer
(von ca. 20 auf 2), weil nämlich die Kriteriologie des I. Vatikanum zu einer immer strengeren Rezeption
führte. Also: Im Gegensatz zur Intention der erstvatikanischen Mehrheit hat die wirksame Definition 1870
zu einer Einengung des unfehlbaren Papsthandelns auf nach heutiger Meinung 1-2 Akte geführt (nur 1 (1950),
wenn man V 1 ganz streng auslegt). Aber auch mit den Irrtümern ist es nicht so weit her. Problematisch
urteilten Honorius, Liberius und Johannes XXII. hinsichtlich der unmittelbaren Gottesschau der Seelen
(zurechtgerückt von seinem Nachfolger). Der „Fall Galiei“ ist erwiesenermaßen kein Fall päpstlichen
Irrtums in Glaubens- oder Sittenfragen. Dem Syllabus 1864 hatten nur Eiferer eine „ex cathedra“ Geltung
zugesprochen (eher noch Quanta cura). Aus der Sackgasse heraus führt nur die Überzeugung, dass jedem
Nachfolger Petri ein Spielraum der Anwendung des Lehramts auf den heutigen Tag bleibt. Etwa sagte Benedikt
XVI. bei seiner Vorlesung, dass die Grundentscheidung zur Glaube und Vernunft zum Wesen des Glaubvens
selbst gehört und sich einer Relativierungh durch vorgebliche „Inkulturation“ entzieht. Ex cathedra gesprochen
–- oder nicht?? Jedenfalls affirmativ gesprochen und das ist der wesentliche Charakter des „ordentlichen“
Lehramts. Affirmativ ist auch V 2 zu lesen, nicht
#47 Criticus 08:59:27 | Freitag, 15. September 2006
@Karl Murx Ich kann ein Beispiel geben: In seiner Bulle „INEFFABILIS DEUS“, die, wie wir wissen eine dogmatische
Definition, nämlich die der immaculata conceptio enthält, schreibt Papst Pius IX. „Wenn also jemand,
was Gott verhüten wolle, anders, als von Uns entschieden ist, im Herzen zu denken wagt, der soll wissen
und wohI bedenken, daß er sich selbst das Urteil gesprochen hat, daß er im Glauben Schiffbruch erlitten
hat und von der Einheit der Kirche abgefallen ist.“ Damit steht er in der Rechtsfolge aber gegen DS 1814
(bitte nachschaun, ich hab meinen Denzinger grad nicht zur Hand. Es sollte der Grundsatz „Ecclesia de
occultis non iudicat“ sein) und Apostolicae Curae („The Church does not judge about the mind and intention…“).
Bitte mir nicht hineinzulesen, ich würde ein Dogma leugnen! Es zeigt allerdings, daß in rechtlichen
Dingen, selbst, wenn es in einer dogmatischen Bulle steht, ein Irrtum enthalten sein kann. Und auch das
ordentliche Lehramt der Päpste ist nicht unfehlbar sondern nur insofern bindend, als es in der Tradition
der Kirche steht. Die Kirchengeschichte ist voll von Päpsten, die sich geirrt haben. Wenn ich etwas mehr
Zeit habe, kann ich eine unvollständige Liste hier einstellen.
#46 Guldin 21:39:34 | Donnerstag, 14. September 2006
Exkommunikation eines Einzelnen? Irrtum Carlo! Der Bann betraf ganze Länder, nicht ein einzelner. Zig-tausenden
wurden die Sakramente verweigert – und dies umpolitische Ziele zu erreichen. Hitorie ist eben nicht immer
etwas für Diletanten, so sehr ich solche sonst schätze.
#45 Karl Murx 21:33:22 | Donnerstag, 14. September 2006
Ist die Exkommunikation eines Einzelnen… …ein Akt, der sich an alle Christen richtet? Ich redete von
Akten, die alle angehen. Selbstredend ist das Belegen einer Häresie mit einem Bann etwas, das alle betrifft
und es ist gut. Es war auch gut, daß die Päpste beim Krönungseid den Bann über sich selbst gesprochen
hatten, falls sie in Häresie fallen sollten. Die Existenz der Strafe der Exkommunikations ist als solche
ein heilsames Mittel. Eure „Päpste“ dürfen nach eurem neuen Recht alles und können nie das Amt verlieren
und auch nie exkommuniziert werden. Schaut mal nach im Recht von Frank’nchurch. Unsere Päpste dagegen
standen immer unter dem Damoklesschwert des eigenen Bannes, der sich gegen sie richten konnte.
#44 Guldin 21:26:46 | Donnerstag, 14. September 2006
Man zeige mir bitte, wo sich die Päpste vor der Räubersynode in Dingen, in denen sie von allen Gläubigen
gehorsam fordern, geirrt haben. Na, da gäbe es einige Beispiele von ausgesprochenem Kirchenbann um durchaus
weltliche Ziele zu erreichen. Kirchenbann, der nach den eroberungspolitischen Zielen widerrufen wurde.
Es ist jedoch müssig dies alles aufzuzählen.
#43 Karl Murx 21:18:54 | Donnerstag, 14. September 2006
Die Kirche als mystischen Leib ist sichtbar durch ihr Recht Wer hier von unfehlbar und nicht unfehlbar
redet, sollte erst einmal definieren, was er damit meint. Wenn eine einzelne Bulle nicht unfehlbar im
Sinne einer Kathedralentscheidung ist, so will das lediglich bedeuten, daß diese Bulle nicht eine Offenbarungswahrheit
direkt zum Objekt hat, z.B. das Filioque. In einem anderen Sinne ist aber das Recht der Kirche unfehlbar,
weil es keinen Irrtum gegen Glauben haben kann. Zudem kann es indirekt auf Offenbarungswahrheiten verweisen,
die im Recht enthalten sind. Wer die Kirche als Rechtsgemeinschaft verwirft, der verwirft auch ihre Sichtbarkeit.
Hier gelten ganz einfach die Regeln der Unfehlbarkeit des ordentlichen Lehramtes, welche im Recht implizit
enthalten sind. Man zeige mir bitte, wo sich die Päpste vor der Räubersynode in Dingen, in denen sie
von allen Gläubigen gehorsam fordern, geirrt haben. Außerdem schützt das Kirchenrecht die Gläubigen
vor der Willkür der Kleriker. Wie wohltuend zu wissen, daß ein Häretiker nicht Papst sein kann. Ich
brauche mir nicht alles bieten zu lassen.
#42 stat crux 15:38:43 | Donnerstag, 14. September 2006
In der Verabsolutierung des CIC 1917 folgt „Murx“ wahrscheinlich unbewusst Hans Barion, der den Codex
(gegen Sohm) zum „System göttlichen Kirchenrechts“ aufwertete. Rechtsnormen als Selbstzweck „göttlich“
aufzuladen stellt aber vermutlich eine der kompliziertesten Erscheinungsformen des Versuchs falscher Modernisierung
der Religion dar, eine Art islamisierter Rechtspositivismus, dem die diendene Funktion (und daher Abänderbarkeit,
Auslegungsfähigkeit) kirchlicher Rechtsnormen aus dem Bewusstsein geriet. In einem dialektischen Umkehrschluss
wurde „Übernatur“ so zum absoluten Rechtsbegriff, anstatt das Recht als Norm noch beleben zu können.
Nach dem Wort des Herrn aber ist seine übernatürliche Qualität das „lebendigere“ Leben, präsent inmitten
allen Lebens wie darüberhinaus. Der Integralismus ist unfähig, die Normen vor Der Norm zu relativieren
und die Traditionen vor Der Tradition.
#41 Criticus 15:25:51 | Donnerstag, 14. September 2006
@Karl Murx: Nichtsdestotrotz dürfte die Berufung des CIC auf eine Bulle kaum genügen um ihr unfehlbaren
Charakter zuzuerkennen. Das Kirchenrecht ist nicht dogmatisch. Wie gesagt ist die Formulierung auch in
reinen Disziplinarangelegenheiten verwendet worden, die den Nachfolger nie binden konnten. Weiters bleibt
anzumerken, daß man keinem der Päpste eine formelle Häresie nachweisen kann und nur weil der Papst
Irrtümer ausspricht ist er kein Häretiker. Die Liste der Päpste, die sich irrten ist ellenlang, trotzdem
stehen sie in sämtlichem römischen Bischofslisten. @Dr. Regazzoni: Newman war vor seiner Konversion
Anglikaner. Natürlich ist die Kardinalserhebung kein unfehlbarer Akt. Dennoch zeigt sich, welche Bedeutung
Leo XIII. Cum ex apostolatus officio zuerkannt hat: Keine bindende! Letztlich mag ja tatsächlich eine
gewisse Möglichkeit bestehen, daß der Papst nicht Papst ist. Nur möchte ich mich ungern aufschwingen,
das zu beurteilen. Das können wir getrost einem der nächsten Päpste überlassen. Kirchenrechtliche
Indizien und ähnliches reichen dazu kaum aus. Des Weiteren kann man sich getrost auf den Rat Papst Pius
IX. halten, der auf die Frage des Bischofs von Brixen in Bezug auf das Unfehlbarkeitsdogma, was man denn
machen solle, wenn ein zukünftiger Papst Häresien verkünde antwortete, man solle dann einfach nicht
auf ihn hören.
#40 Agiafortuni 12:18:20 | Donnerstag, 14. September 2006
Criticus ich kenne den Fall Newman zu wenig und weiss nicht, weshalb man ihn als Häretiker betrachtet.
Angenommen er wäre es tatsächlich gewesen, ist durch seine Ernennung durch Leo XIII die Bulle keineswegs
ausser Kraft gesetzt. Die Erhebung zum Kardinal durch den Papst ist keineswegs ein unfehlbarer Glaubensakt.
Daher sind auch Päpste sind in der Wahl ihrer Elektoren fehlbar. Diese Unzulänglichkeit wird durch die
Bulle korrigiert, denn sie besagt, dass selbst wenn es jemandem gelingen sollte sämtlich menschlichen
Vorsichtsmassnahmen zu umgehen und sich auf den Stuhl Petri wählen zu lassen, seine Wahl nichtsdestoweniger
vor Gott nicht gültig wäre
#39 Karl Murx 09:56:18 | Donnerstag, 14. September 2006
Die Bulle Pauls IV. ist gemäß ihrer praktischen Anwendung zu behandeln Die Bulle will natürlich nicht
die Möglichkeit einer Bekehrung ausschließen, sondern richtet sich gegen heimliche Agitatoren. Dann
bitte nicht vergessen, daß die Bulle im Bullarium von Benedikt XIV. stand und eben auch 14mal in den
Fußnoten des CIC1917 (Man bedarf dazu einer Ausgabe mit Annotationen). Natürlich redet Atha Unsinn,
wenn er sagt, daß Freimaurer nicht als Häretiker anegsehen wurden.
#38 Criticus 09:36:17 | Donnerstag, 14. September 2006
@Karl Murx Cum ex apostolatus officio ist an sich ein problematisches Dokument. Man kann jedenfalls festhalten,
daß bereits Leo XIII. darüber hinweggegangen ist, als er Henry Newman zum Kardinal erhob, somit sogar
zum papabile machte, obwohl dieser formeller und öffentlicher Häretiker und Schismatiker war. Außerdem
leugnet das Dokument indirekt die Möglichkeit einer echten Bekehrung, und das wäre zumindest der Häresie
verdächtig. Dieselbe Formulierung übrigens findet sich auch in „Dominus ac redemptor noster“, mit der
Clemens XIV. den Jesuitenorden aufhob. Sein Nachfolger führte ihn halt wieder ein. Mag sein, Karl Murx,
daß ich vieles von dem, das Sie in früheren Beiträgen geschrieben haben nicht gelesen habe und darum
vielleicht Themen anspreche, die schon lange abtgehandelt wurden, dennoch wäre ich über eine Bemerkung
zu der Problematik, auch über PM sehr verbunden.
#37 Karl Murx 09:35:34 | Donnerstag, 14. September 2006
Ich kann an Fesslers Satz nichts exklusives erkennen If, then, as has been suggested, a man were elected
Pope who might uphold heretical doctrine to the whole Church formally as Catholic doctrine de fide, or
prescribe it to be held as such), then we should have the case before us for which Pope Paul IV., in the
above-named Bull, § 6, provides, by quashing the election of such a man to the Papacy, and declaring
it ‘null and void.’ This is one of the caseswhich theologians mean when they say the Pope (homo privatus),
as a private individual, may err in a matter of faith; that is, when he is considered simply as a man,
with merely his own human conception of a doctrine of the faith. Fessler sagt nicht: This is the only
case… Und weiter schreibt Fessler: After making this distinction, plain enough as I conceive it to be,
the introductory words of this Bull will be quite intelligible; why, that is, the Pope (Paul IV.) expresses
his conviction how perilous it would be if, even his private life, a Pope were to admit an error in doctrine,
and what sad confusion would arise if the said (defective) Pope, as a private individual, were to be guilty
of heresy, and yet had to put into force penalties against heretics, he as Pope having no judge higher
than himself Meine Güte, Atha, jetzt haben wir das Buch hier online zur Verfügung und es ist ein leichtes
mal ein Zitat einzukleben. Aber selbst das schaffst Du nicht.
#36 Athanasius 22:39:36 | Mittwoch, 13. September 2006
@Murx Sie zitieren Fessler nicht vollständig. Das ist Ihr ganzes Problem. Mitgliedschaft in der Freimaurerei
führt nicht direkt zur Declaratio Haeresiae. Übrigens haben Sie noch nie bewiesen, wo ein Papst vor
der Wahl deutlich ein Dogma hartnäckig, öffentlich (von 2/3 der Kirche anerkannt) geleugnet hat. Noch
nie. Nur UNterstellungen. Fessler sagt, dass ein Papst als Privatperson irren mag, oder sogar der Häresie
verfallen, aber bleibt er dennoch Papst. Nur wenn er ex-cathedra oder de fide eine Lehre die häretisch
ist, aufzwingen würde, würde er des AMtes verfallen erklärt werden können. Theologen haben dies alles
jeweils anders interpretiert. Nun ist es einfach Tatsache, dass eine direkt Leugnung eines Dogmas nirgendwo
vorliegt, weder von Paul VI., JoPa II. oder B. XVI.
#34 Karl Murx 16:34:48 | Mittwoch, 13. September 2006
Catholic Encyclopedia von 1907 hält Wahl eines Häretikers als ungültig „Of course, the election of
a heretic, schismatic, or female would be null and void.“ www.newadvent.org/cathen/11456a.htm Warum wohl?
Scheint wohl er Niederschlag des Theologenkonsenses in dieser Enzyklopedie zu sein. Um den geht es ja!
Übrigens, wo sagt Fessler, daß die Wahl eines Häretikers gültig wäre? Für Fessler scheint die pure
Annahme einer solchen Wahl lediglich übertrieben: „Pope Paul IV., no doubt, supposes the case possible
(however improbable it might be) that a man who clings to an heretical doctrine might be chosen Pope,
and also that after he has mounted the Papal throne, he might still hold heretical doctrine, or, even
it may be, express it in his intercourse with others; not, however, that he would teach the whole Church
this heretical doctrine in an utterance of his supreme teaching office (ex cathedrâ).“ Fessler scheint
lediglich zu meinen, daß die Häresie im stillen Kämmerlein nicht zur Ungültigkeit des Konklave führt.
Bei Mitgliedschaft in einer geheimen Sekte sieht die Sache schon anders aus.
#33 Athanasius 16:29:17 | Mittwoch, 13. September 2006
@Murx Ich wollte ja nur darauf hinweisen, dass Cum Ex nicht „dogmatisch“ ist. Natürlich ist sie aber
Quelle. Das habe ich gar nicht bestritten. Für eine formale Häresie ist auch die Pertinacitas, Publizität
und die Deutliche Leugnung eines Dogmas erforderlich.
#32 Maledica 16:01:47 | Mittwoch, 13. September 2006
Täter werden zu Opfern Hetze??? Hetze betreiben die Piusbrüder gegen die böse böse Amtskirche! Es
ist eine Beleidigung Christi und seiner Kirche nicht in dieser Gemeinschaft verbunden zu sein. P.S.: Herr
Dr. Berger ist mit Sicherheit ernster zu nehmen, als so einige exkommunizierte Bischöfe mit ihrer Hetze
und er steht innerhalb der unam sanctam…
#31 Karl Murx 15:59:56 | Mittwoch, 13. September 2006
@Atha: Ich habe doch gerade geantwortet Und den Link auf das Buch habe ich selbst finden müssen. Tut
mir Leid, wenn ein Text online verfügbar ist und Du den Link nicht angibst, was soll das? Allgemein bekannte
Links muß man sicherlich nicht ständig wiederholen. Eine lange Antwort ist in Deinem Briefkasten. Hier
ist das Buch: www.olfatima.com/Fessler.doc Kurz: Wie sollte Fessler, der lange vor dem CIC1917 geschrieben
hatte, wissen, daß die Bulle 14mal in den Annotationen des Codex vorkommen wird. Wie sollte er vom Kanon
6 wissen, der festlegt, inwiefern alte Rechtsquellen gemeinsam mit dem Codex benutzt werden können. Übrigens,
der wichtigste Kanon, der auf die Bulle Pauls IV. verweist, ist die Nummer 188. Dieser ist eben keine
Strafbestimmung, sondern es geht um stillschweigenden Amtsverzicht. Das habe ich schon öfters bemerkt.
#30 Athanasius 15:44:18 | Mittwoch, 13. September 2006
@Karl Murx Räferenzen und Verweise nach Buchseiten sind für Sie also wertlos? Oder wollen Sie Feßler
einfach nicht lesen? @Aurelius: Jetzt bin ich mir sicher, daß Sie, mit Ihrer Hetze, Dr. Berger sind.
#29 Aurelius 15:02:36 | Mittwoch, 13. September 2006
@r.ruhrgebietler wie schön, daß diese kleine Kapelle auch mal in kreuz.net gewürdigt wird. Da fallen
die Schreibfehler doch gar nicht ins Gewicht – Obwohl ich unter FSSPX-Anhängern einige sehr gute Latinisten
kennenlernen durfte, drängt sich doch der Eindruck auf, daß man es bei der Lefebvre-Sekte mit der lateinischen
Grammatik ebenso genau nimmt, wie mit dem richtigen Traditionsverständnis und der Treue zum Papst. Danke,
r.ruhrgebietler, daß Sie mir diesen Eindruck bestätigen konnten!
#28 Karl Murx 14:03:04 | Mittwoch, 13. September 2006
@Atha: so lädt man Zitate hoch Einfach eine Kopie über den Scanner anfertigen und dann ins private Album
hochladen und dann den Link auf die Kopie einbinden: Zum Beispiel so: foto.arcor-online.net/…3663346639636630.jpg
Bis jetzt hast Du weder das fertiggebracht, noch ein wichtiges Zitat abgeschrieben.
#26 Athanasius 12:52:21 | Mittwoch, 13. September 2006
@Murx Sie müssen mir nicht erklären welche Bullen ex-cathedra waren. Die Bulle Cum Ex war nicht ex-cathedra
im Sinne des Ersten Vatikanischen Konzils, und so hat es Bischof Joseph Feßler formuliert, und Sie können
es nachlesen. Wollen Sie es besser wissen als er, der Sekretär des Vatikanischen Konzils war (1869-1870)?!?
Besser als sein Werk, das von einer Kommission von Kardinälen approbiert und vom Sel. Pius IX. selbst
von einer Laudatio versehen wurde? Wirklich? Lesen Sie das Buch von Fessler sofort, und Ihre Welt des
Sedisvakantismus um Cum Ex bricht zusammen. Mich hat Feßler mit seinem Buch (erstmals erschienen 1871)
überzeugt, daß ein Papst persönlicher Häretiker sein könnte, und dennoch Papst. Wie es auch der niederländische
Papst Hadrian VI. aus Utrecht sagte.
#25 Karl Murx 12:14:49 | Mittwoch, 13. September 2006
@Atha, wie heißen eigentlich unfehlbare Kathedralentscheidungen der Päpste? Sie heißen „Apostolische
Konstitutionen“, nicht wahr? Und die Siegel, die dazu gehören, wi heißen die? Die werden wohl „Bullen“
genannt. Kann ich Dir Beispiele geben? Pius IX., „Ineffabilis Deus“, 8.12.1854 Pius XII., „Munificentissimus
Deus“, von 1950. Die „Apostolische Konstitution“ ist exakt jene Schriftform der Kathedralentscheidung
eines Papstes. Und wie heißen die Kathedralentscheidungen von Konzilien? Die heißen „Dogmatische Konstitution“.
#24 Maledica 10:46:22 | Mittwoch, 13. September 2006
Gottvertrauen @Aldo Carigiet Gottvertrauen- diese Vokabel müssen Sie aber für die Piusgeschwister näher
erläutern. Die dritte göttliche Person ist diesen unbekannt. Bei der Piusbruderschaft gibt es kein Vertrauen,
denn ALLE wollen diesen ja nur böse und sie hintergehen, denn wenn die Piusbruderschaft auf Rom eingeht,
wird diese doch natürlich sofort hinters Licht geführt, kann doch nicht anders sein. Die Piusgeschwister
vertrauen doch nur sich selbst, wenn überhaupt und es gibt das eigene MB-Lehramt, welches Beichten für
gültig erklärt und das eigenen Ehegericht und ein eigenes Latein… …ist dies nicht wider den Hl.
Geist!!!???
#23 Karl Murx 10:30:18 | Mittwoch, 13. September 2006
@Atha Es war hier lang und breit Thema gewesen, daß sich die Bulle in den Annotationen zu mehr als 17
Kanones findet, insbesondere des Kanon 188 des CIC. Schön, daß Du endlich mal auf eine Seite hinweist,
allerdings ohne wörtliches Zitat. Das sagt aber immer noch nichts über den Theologenkonsens aus, selbst,
wenn ein Fessler sagen sollte. Was die Hinweise auf das Kirchenrecht angeht, so bist du sehr vergeßlich.
Die Liste hast du doch.
#22 Aldo Carigiet 10:26:44 | Mittwoch, 13. September 2006
Warum das Schisma? Kehrt zurück? Kehrt in die eine, heilige, katholische-apostolische Kirche… zurück.
Die alte, wertvolle Messe, tridentinisch genannt, kann, darf und wird heute noch gelesen. Sie wurde nie
und von niemandem verboten; zumindest gibt es vom Rom keine solche Akten. Warum musste es zum Schisma
kommen? Erzbischof M.L. hat sehr grosses geleistet und ein Dokument in Rom unterzeichnet, das er -leider-
einen Tag später widerrief. Also kehrt in den Schoss der Mutterkirche zurück. Also kehrt in den Schoss
der Mutterkirche zurück. Es gibt kein Heil ausser der Kirche! Warum lehrt Ihr das und befolgt es nicht?
„Ich bin die Wahrheit, der Weg und das Leben.“ sagte Christus… warum befolgt Ihr seine Worte nicht?
ER ist gestorben am Kreuz für uns fehlerhafte Menschen. Der GEHORSAM ging bis zum Tod am Kreuz. ER hat
und hatte unendliches GOTTVERTRAUEN. ER hat auf den Vater gehört. Nicht mein, Dein Wille geschehe…
Hört auf mit Bedingungen, mit Formaljuristerei! Springt über den eigenen Schatten und kehrt in die eine,
heilige, katholische Kirche … zurück, sofern ihr das leben wollt, was ihr -eigentlich richtig- predigt…!
Habt den Mut, habt Demut und viel GOTTVERTRAUEN
#20 Athanasius 09:34:00 | Mittwoch, 13. September 2006
@Murx Cum ex apostolatus dogmatischen Inhaltes? Höh? Wohl kaum. Sieh dazu das Buch Dr. Joseph Feßlers
„THE TRUE AND THE FALSE INFALLIBILITY OF THE POPES“, Chapter III, Part I. Übersetzung des deutschen Buches,
1871. Feßler erklärt sowohl Cum ex als vergangen, und erklärt dabei für die sogn. Sedisvakantisten
haargenau, daß die Sache der Absetzung nur dan zutrifft, wenn ein Papst öffentlich eine häretische
Doktrin de fide auflegen wolle. Lesen Sie mal, anstatt die Schriften aus eigenen Kreisen zu widerholen.
Das „Tu esT“ is wohl ein wirklich dummer Fehler. Den hätte ich als 12-jähriger noch aufgemerkt. Schade,
denn das Riesenplakat der FSSPX in AltÖtting ist sehr schön.
hä hä hä… wie schön, daß diese kleine Kapelle auch mal in kreuz.net gewürdigt wird. Da fallen
die Schreibfehler doch gar nicht ins Gewicht – Jesus Christus ist ja nicht zu den Guten und Besten gekommen,
sondern zu den Bedürftigen! Das schließt besonders die Ausgegrenzten der Gessellschaft ein, Analphabeten,
Geschlagene, Vergewaltigte, im Stich gelassene. Kurzum Seelen, die in der großen Drangsal sind. Bleibt
zu hoffen, daß viel, sehr viele dieses Plakat gesehen und verinnerlicht haben und zur Tradition sich
bekehren.
#17 Rottenburg 23:21:41 | Dienstag, 12. September 2006
Fehler Wer genau gelesen hat, hat vielleicht auch den Fehler auf dem Transparent entdeckt… „ TU EST
PETRUS“ stand da in Altötting gestern zu lesen. Nur zu hoffen, dass die Hl. Messe von der Piusbruderschaft
nicht auch so fehlerhaft gefeiert wird… ! !:)
#16 Benedikt 23:18:39 | Dienstag, 12. September 2006
Ritus Beim Ritus ist es ähnlich: ein Papst kann den Ritus promulgieren und zurückziehen. Der alte Ritus
wurde promulgiert, aber nie zurückgezogen. Wann soll denn das gewesen sein? 1570 wurde ein Messbuch approbiert.
Den Ritus gab es schon vorher, so wie er auch jetzt noch existent ist. Die gegenwärtige Form ist die
von 2002.
Fussnoten? Die Fussnoten, die sich in manchen Ausgaben des CIC (Codex des Kanonischen Rechtes) finden,
bedeuten die Quellen, die für die Formulierung des betreffenden Canons massgebend gewesen sind. Die in
den Fussnoten angegebenen Gesetzestexte der Vergangenheit werden soetwas wie Texte, die zur Interpretation
herangezogen werden können. Keinesfalls sagt eine Nennung in den Fussnoten jedoch, dass alle diese Texte
vollumfänglich weitergelten. Über etwaige Weitergeltung alten Rechtes enthält der Codex Iuris Canonici
(sowohl der von 1917 als auch der von 1983) genauere Vorschriften.
#14 Karl Murx 22:06:58 | Dienstag, 12. September 2006
@Möchtegern-Mitreder Hallo, ich habe die Sache vor einigen Monaten hier lang und breit diskutiert und
ich habe keine Lust das alles zu wiederholen. Ebenso wurde hier lang erklärt, wie sich das im Kirchenrecht
von 1917 wiederfindet. Zudem ist die Bulle dogmatischen Inhaltes. Das sind nicht Gesetze, die man so und
anders machen könnte. Ebenso wurde hier ausgbreitet, wie so man aus den Dekreten von Paul VI. sehr wohl
die Abschaffung von „Quo Primum“ erweisen könnte. Auch das will ich hier nicht wiederholen. Hierauf mußt
Du antworten: www.traditionalmass.org/articles/article.php?id=19&catname=… Und was die Bulle von Paul
IV. angeht, so steht sie mehr als 10mal in den Fußnoten zu verschiedenen Kanones des CIC1917. Am bekanntesten
ist der Kanon 188,4°: www.sedevacantist.org/code/cic108-214.html „Jedes beliebige Kirchenamt wird durch
stillschweigenden Amtsverzicht vakant, und zwar von selbst und ohne jede weitere Erklärung, wenn (4°)
jemand öffentlich vom katholischen Glauben abfällt.“ Es bedarf also gar keiner Absetzung durch die Autorität,
weil nicht Glied der Kirche sein kann, wer ihren Glauben nicht hat. Man dankt selbst ab. Ich habe hier
vor einiger einmal eine komplette Liste aller durch die Bulle inspirierten Kanones ïns Forum gesetzt.
Soll ich das wiederholen?
ich finde die aktion einfach witzig und geistreich. zumindest origineller als die instinktlosen huldigungen
der halbkonservativen in diesen tagen. gute nacht wünscht euer jolie
@Karl Murx in der Bulle von P4 steht sinngemäss, dass jemand, der bei seiner Wahl zum Papst Häretiker
ist, durch die Wahl nicht Papst wird, sondern dass die Wahl nichtig ist. Dies ist ein Gesetz, das ein
Papst wohl erlassen kann, und das bindend für die Papstwahl ist – so wie andere Papstwahlmodalitäten
auch. Ein Papst kann so eine Verfügung erlassen, und zurückziehen. Wenn dieses Gesetz in der momentan
gültigen, niedergeschriebenen Kirchengesetzgebung wiederzufinden ist, dann ist es immer noch gültig.
Sonst nicht. Vermutlich ist es dort aber nicht wiederzufinden, sonst hätten sie den § Paragrafen und
nicht die Bulle zitiert. Folglich ist das Gesetz nicht mehr gültig. Beim Ritus ist es ähnlich: ein Papst
kann den Ritus promulgieren und zurückziehen. Der alte Ritus wurde promulgiert, aber nie zurückgezogen.
Der Unterschied ist nun der, dass es keine „Liste der gültigen Riten“ gibt, wohl aber eine „Liste der
gültigen Gesetze“ (das ist das vatikanische Recht). Während also ein altes Gesetz dadurch seine Gültigkeit
verlieren kann, weil es nicht mehr in der Gesetzesliste (dem „Recht“) auftaucht, so kann ein Ritus nicht
von der Ritenliste verschwinden, weil es diese Liste nicht gibt. Bei den (ohnehin wenigen) Riten macht
man das dann durch explizites Zulassen oder verbieten.
es gab … … in der Geschichte einige Päpste, die Häresien verbreitet haben, und es war und ist Pflicht
für jeden Christen, das jeweils laut und deutlich zu sagen. Wenn P.X-Brüder dieser Meinung heute sind,
dann machen sie subjektiv nichts schlimmes. Wenn die letzten Päpste tatsächlich häretisches zeug verbreitet
haben, dann machen sie objektiv nichts schlimmes. Deshalb dürfen sie trotzdem den Hl. Vater auf ihr Plakat
drucken.
Vereinnahmung Im vereinnahmen von „Dingen“ die weder ihnen gehören und über die sie auch keine Verfügungsgewalt
haben, sind die Piusbrüder Meister. Was sie auch mit diesem Aktiönchen unter Bewieis stellen.
#7 Karl Murx 17:00:59 | Dienstag, 12. September 2006
Ich finde auch, daß Maledica Recht hat Man kann nicht die ganze Zeit seinen Papst durch den Dreck ziehen
und sich aufspielen, als könne er bei der FSSPX lernen, was katholisch ist. Wo es um allgemeine Gesetze
geht, die alle Gläubigen betreffen, müssen alle einem Papst gehorchen. Sollten diese Gesetze im krassen
Gegensatz zu dem sein, was alle Päpste vorher gelehrt haben, können sie wohl kaum von einem Papst stammen
und sind somit keine Gesetze. Wenn man behauptet, daß ein Häretiker Papst sein kann, dann kommt man
logischerweise in solche Widersprüche. Wir warten immer noch auf die Begründung des FSSPX-Matadore,
warum „Quo Primum“ immer noch gültig sein soll, aber nicht „Cum ex Apostolatus Officio“, jene Bulle von
Paul IV., gültig auf ewige Zeiten, genau wir „Quo Primum“ auch, die festlegt, daß ein Häretiker kein
Papst sein kann, selbst wenn alle Kardinäle zugestimmt haben sollten.
Ich begrüße den Ungehorsam der Pius-Brüder auch, wenn mir der Messritus nicht das vordringlichste Anliegen
ist, auch, wenn er wohl nach Gottes Willen nach dem alten Modus in lateinisch abgehalten sein müsste.
aber dort wo es wirklich gilt ist die Abweisung der falschen ökumenischen Verbrüderung, die letztlich
eine Eine-Welt-Kirche im Sinne der UNO-Intrige bezweckt und nicht die Kirche Jesu ist. Man kann nicht
zugleich Christus die Treue halten und hingehen und sich mit den Antichristen verbrüdern wie es JPII
getan hat und wie es auch der jetzige Papst tut. Das zeigt nichts anderes als: er ist Christus nicht mit
ganzem Herzen ergeben. Er steht unter der Fuchtel des Weltregimes, das dem Teufel zuwillen ist, dem Widersacher
Christi.
#4 Spätmerker 16:37:54 | Dienstag, 12. September 2006
Bitte, es wurde „von der Tatsache gesprochen“ Wenn Du nicht tippen kannst, dann schaffe Dir doch eine
Sekretärin an, oder am besten solltest Du Deine franözische Tastatur durch eine deutsche ersetzen.
#3 Henricus 16:36:12 | Dienstag, 12. September 2006
@ Maledica Vielleicht sollten Sie erst den ganzen Artikel lesen (nicht nur die Überschrift), bevor Sie
hier einen Kommentar hinterlassen. Dadurch könnten Sie sich so manche Peinlichkeit ersparen!
#2 Karl Murx 16:33:40 | Dienstag, 12. September 2006
Ja und? Was sagt uns das jetzt? Wie schön ist eigentlich eine „alte Liturgie“ ohne gültig geweihte Priester?
Apropos, auf die Tatsache, daß von Dom Cagin, Dom Botte und Lécuyer manipulierte Texte der westsyrischen
Patriarcheninthronisierung zur Rechtfertigung der neuen Bischofsweihe hergehalten hatten, war ja schon
gesprochen worden. Die Sache hat noch einen weiteren Aspekt. Der syrische Text ist eindeutig schon vor
langen Zeiten im Vergleich zu seinem apokryphen Ursprung, dem TESTAMENTUM DOMINI, dogmatisch verbessert
worden. So findet sich darin der folgende Satz: Gib ihm (dem Kandidaten), o Gott, deinen Hl. Geist, den
du deinen Heiligen gegeben hast…(hab ruho haw dilokh, aloho qadisho, haw d-ethiheb la-hsayo diloch)
Dabei kann „la-hsayo“ nicht nur „die Heiligen“ bedeuten, sondern auch „Bischöfe, Äbte, Apostel“. In
der apokryphen Quelle, in dem in der Liturgie nicht benutzten Text, den Rahmani editiert hat, steht stattdessen
„l-hasyo“, also der Singular: gib ihm , o Gott, deinen Hl. Geist, den du deinem Heiligen gegeben hast.
Dadurch entscheht ein Bezug auf Christus, als wenn der Sohn vom Vater den Hl.Geist empfangen hätte, was
aber der effektive liturgische Text nicht sagt. Das ist typisch nestorianische Lehre, welche gerade Monophysiten
vermeiden wollten. Die Unierten benutzen weiterhin diesen bereinigten Text zur Inthronisierung wie die
Orthodoxen. Tatsächlich wurden teilweise apokryphe Varianten in der wissenschaftlichen Diskussion als
mit dem liturgischen Text identisch ausgegeben. Reine Propaganda
#1 Maledica 16:23:23 | Dienstag, 12. September 2006
Tu es Petrus Für die Piusbrüder ist der Fels auf dem diese stehen, wohl nicht Rom und seine Heiligkeit,
sondern EB Lefebvre. Antwort der Oiusbrüder: Aber wir beten doch für den Papst. Ja- das er und Rom sich
bekehre. Die Piusbruderschaft verdreht die Tatsachen und sieht sich permanent in der Opferrolle. Durch
das unterlegen dieses Schriftzitates in Verbindung mit EB Lefebvre, zeigt diese wieder deutlich, daß
diese nicht gewillt ist reumütig in den Schoß der Kirche zurückzukehren. Als Alibi muß dann noch dafür
das Bild seiner Heiligkeit Benedikt XVI. herhalten. Aber wir hängen sogar Bilder vom Papst auf- wir sind
ja soooooooooooooo katholisch!