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Dienstag, 12. September 2006 13:49
Rückkehr zur guten alten Apologetik
Papst Benedikt XVI. verbringt gegenwärtig sechzig Stunden in Regensburg – seiner bayrischen Heimatstadt. Heute vormittag zelebrierte er dort ein Pontifikalamt.
(kreuz.net, Regensburg) Der Papst ist seit gestern abend in Regensburg. „Hier bin ich wirklich daheim“ – sagte Benedikt XVI. kurz vor seiner Abreise nach Bayern.

In Regensburg liegt seine Familie begraben. Hier war er lange Zeit Professor der Theologie. Hier verbrachte er nach eigener Aussage die wahrscheinlich glücklichste Zeit seines Lebens:

„Im Übrigen waren die Regensburger Jahre eine Zeit fruchtbarer theologischer Arbeit für mich.“

Heute Dienstagvormittag zelebrierte Benedikt XVI. auf dem Islinger Feld bei Regensburg den dritten und letzten Freiluftgottesdienst seines Bayern-Besuches.

Rund 260.000 Gläubige wohnten der Messe bei.

Der Papst in BayernDer Papst in BayernKlicken Sie auf das Bild, um die Photomeile mit 10 Bildern zu starten.

Etliche Pilger beteten die ganze Nacht in froher Erwartung auf den Papst.

„Benedikt aus Bayern – Wir wollen mit Dir feiern“, skandierte eine Gruppe. „Benedikt – Von Gott geschickt“, erwidert eine andere.

„Der Heilige Vater ist einfach cool“ – erklärte die eine 23jährige Lehramtsstudentin vor der Nachrichtenagentur ‘ddp’:

„Manchmal lebt man ja einfach so vor sich hin, und da ist es schon ganz gut, wenn einem der Papst mal sagt, wo es lang geht.“ Seit der Wahl von Joseph Kardinal Ratzinger zum Papst bete sie wieder öfter.

In seiner Predigt stellte Benedikt XVI. die Frage, ob es heute noch vernünftig sei zu glauben.

„Seit der Aufklärung arbeitet ein Teil der Wissenschaft daran, eine Welterklärung zu finden, in der Gott überflüssig wird.“

Aber sooft man meinen könnte, dieses Ziel erreicht zu haben – immer wieder zeige sich: „Das geht nicht auf.“

„Die Sache mit dem Menschen geht nicht auf ohne Gott, und die Sache mit der Welt, dem ganzen Universum, geht nicht auf, ohne ihn.“

Letztlich laufe es auf eine Alternative hinaus. „Was steht am Anfang: die schöpferische Vernunft, der Schöpfergeist, der alles wirkt und sich entfalten läßt oder das Unvernünftige, welches vernunftlos sonderbarerweise einen mathematisch geordneten Kosmos hervorbringt und auch den Menschen – seine Vernunft. Aber diese wäre dann nur ein Zufall der Evolution und im letzten doch auch etwas Unvernünftiges.“

Die zweite Frage laute, an welchen Gott man glauben will: „Nun, eben an den Gott, der Schöpfergeist ist, schöpferische Vernunft, von der alles kommt und von der wir kommen.“

Diese schöpferische Vernunft sei Güte und Liebe. Sie habe ein Gesicht. Gott lasse den Menschen nicht im Dunklen tappen.

Das Bekenntnis zum menschlichen Antlitz Gottes befreie uns von der Gottesangst, aus der letztlich der moderne Atheismus geboren worden sei.

„Erst dieser Gott erlöst uns von der Weltangst und von der Furcht vor der Leere des eigenen Daseins. Erst durch das Hinschauen auf Christus wird die Freude an Gott voll.“

Der Heilige Vater sprach auch über das jüngste Gericht: „Wird uns da nicht doch wieder Angst gemacht?“

Aber – erklärte der Papst – wollen wir nicht alle, daß einmal all den ungerecht Verurteilten, die ein Leben lang gelitten haben und aus einem Leben voller Leid in den Tod gehen mußten, daß ihnen allen Gerechtigkeit widerfahre?

Benedikt XVI. fragte weiter, ob sich das Übermaß an Unrecht und Leid, das wir in der Geschichte sehen, am Ende nicht auflösen sollte.

Die Zusammenfügung der scheinbar sinnlosen Fragmentstücke der Geschichte in ein Ganzes, in dem die Wahrheit und die Liebe regieren: Das sei mit dem Weltgericht gemeint.

Heute abend wird sich Benedikt XVI. in der Universität mit Wissenschaftlern treffen. Danach findet im Regensburger Dom eine ökumenische Vesper statt.

Anschließend stehen private Termine auf dem Programm: ein Treffen mit seinem Bruder Mons. Georg Ratzinger (82) und ein Besuch seines alten Wohnhauses in Pentling, südlich von Regensburg.

Außerdem wollen die Brüder Ratzinger am Grab der Eltern und der Schwester außerhalb der Stadt beten.

Benedikt XVI. wird bis Donnerstag morgen in Regensburg bleiben und dann zu seiner letzten Station nach Freising weiterreisen. Dort war er Ende der vierziger Jahre Alumnus im Priesterseminar.

Am Donnerstag mittag fliegt der Papst vom Flughafen München zurück nach Rom.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 40 Lesermeinungen:
Donnerstag, 14. September 2006 10:13
Horst Schlämmer: @Gotthard den demütigen Freund der Einzelbeichte
wer keine Ahnung hat, halte sich doch besser bedeckt!
!


That really hurts me

Gruss Horst, der zum bedecken seine Burka aus dem Schrank holt !
Donnerstag, 14. September 2006 00:38
Gotthard: schlämmer
wer keine Ahnung hat, halte sich doch besser bedeckt!
!
Donnerstag, 14. September 2006 00:07
Horst Schlämmer: @Gotthard
In weiten Teilen unserer Kirche werden fast ausschließlich Wortgottesdienste mit Kommunionfeier gehalten … durch Laien.

In der Afterkirche, die Gotthard besucht ist wohl vieles möglich. Ein fröhliches Experimentierfeld für Laien.
Mittwoch, 13. September 2006 23:47
Gotthard: @Horst
„Ausserordentliche“ ( blödes Wort ) Kommunionausteiler sind mir nicht verhasst, liebster Gotthard, nur lasse ich mich auch nicht von einem ausserordentlichen Laien operieren
Wunderbar – dann führe das heilige Fasten ein…
die kirchliche Ordnung wird von den Hirten gegeben … nicht von geistlich-selbstsüchtigen Typen wie Dir.

In weiten Teilen unserer Kirche werden fast ausschließlich Wortgottesdienste mit Kommunionfeier gehalten … durch Laien.
Kannst dich dort ja hinknien … und auf einen Kleriker warten…
Mittwoch, 13. September 2006 20:52
Horst Schlämmer: @Gotthard
Dir wäre es klar lieber – nur um die von dir verhassten außenordentlichen Kommunionausteiler zu verhindern, wenn bei den Eucharistiefeiern mit dem Papst keine Hl. Kommunion ausgeteilt würde …

Ich habe nichts gegen den würdigen, knieenden Mundkommunionempfang und bin auch gerne bereit eine Stunde auf einen Würdenträger zu warten, um dem ALLERHEIGSTEN ( dem Schöpfer des Himmels und der Erden, was Sie vergessen zu haben scheinen), den nötigen Respekt zu erweisen.

„Ausserordentliche“ ( blödes Wort ) Kommunionausteiler sind mir nicht verhasst, liebster Gotthard, nur lasse ich mich auch nicht von einem ausserordentlichen Laien operieren, nur weil der vielleicht schon mal eine Packung Pillen aufgemacht hat. Die Herren Bischöfe bestimmt auch nicht. Da haben die viel zu viel Angst um ihren eigenen Wanst, auf daß er keinen Schaden nehme.

Ja, die Sorge um den eigenen Leib ist einigen Bischöfen wichtiger als die Sorge des respektvollen Umganges mit dem Leib des HERRN, der ruhig in den Dreck fallen oder von Unwürdigen berührt werden darf.

Dir geht auch das Äußere vor dem geistlichen Gewinn…

Wer dermassen respektlos mit dem ALLERHEILIGSTEN hantiert, – hat schon verloren.
Mittwoch, 13. September 2006 20:18
Gotthard: @Horst
Die anwesenden Würdenträger haben öffentlich einen Ordnungsverstoss begangen und verwerflich gehandelt.
mir kommen doch glatt die Tränen … es haben ausschließlich Menschen mit einer ordentlichen (sprich Priester und Diakone) oder außerordentlichen Beauftragung die Hl. Kommunion ausgeteilt, wie das vorgesehen ist … für Messen mit solchen Teilnehmerzahlen gibt es keinerlei römische Instruktionen.
Dir wäre es klar lieber – nur um die von dir verhassten außenordentlichen Kommunionausteiler zu verhindern, wenn bei den Eucharistiefeiern mit dem Papst keine Hl. Kommunion ausgeteilt würde …
Dir geht auch das Äußere vor dem geistlichen Gewinn…
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