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Bischof Scheuer antwortet Jean Paul Sartre + Mahmud Abbas in Bethlehem + Ein Weihnachtsgeschenk für die Vatikanstadt + 10 Millionen Klicks für den Papst + In welcher Stunde ist Christus geboren?[
Bischof Scheuer antwortet Jean Paul Sartre

Österreich. Die „Tiroler Tageszeitung“ publizierte gestern Weihnachtsgedanken des Diözesanbischofs von Innsbruck, Manfred Scheuer. Der Bischof kommentierte ein Zitat des französischen Atheisten Jean Paul Sartre. Dieser schrieb als Kriegsgefangener im Jahr 1940 „Ein Gott sich in einen Menschen verwandeln? Was für ein Ammenmärchen! Ich sehe nicht, was ihn an unserem Menschsein reizen könnte. Die Götter wohnen im Himmel, ganz damit beschäftigt, sich ihrer selbst zu erfreuen. Und wenn sie je einmal zu uns hinabstiegen, dann geschähe das in irgendeiner glänzenden, flüchtigen Gestalt, als purpurrote Wolke oder als Blitz.“ Bischof Scheuer antwortete dem Atheisten mit dem großen Kirchenlehrer Gregor dem Großen. Der christliche Glaube bekenne die Menschwerdung Gottes für uns Menschen und um unseres Heiles willen. In einem Menschen wollte sich Gott zu erkennen geben, nackt und verwundbar. Christ, erkenne deine Würde! Du bist der göttlichen Natur teilhaftig geworden. Kehre nicht zu der alten Erbärmlichkeit zurück und lebe nicht unter deiner Würde.

Mahmud Abbas in Bethlehem

Heiliges Land. Der designierte neue Chef der PLO, Mahmud Abbas (69), nahm gestern an den Weihnachtsfeierlichkeiten in Bethlehem teil. Israel hob für das Weihnachtsfest die herrschenden Reisebeschränkungen auf. Dem vor sechs Wochen verstorbene Palästinenser-Präsident Jassir Arafat war in den vergangenen drei Jahren der Besuch der Weihnachtsfeier untersagt worden. Die Teilnahme von Abbas ist Ausdruck der friedlicheren Situation zwischen Israel und Palästina nach dem Tod Arafats. Für die Feiertage werden rund 5000 Pilger und Touristen in der Geburtstadt Jesu erwartet.

Ein Weihnachtsgeschenk für die Vatikanstadt

Vatikan. Seit Freitag sind die Polizisten im Vatikan etwas mobiler. Der italienische Autohersteller Lamborghini hat neue elektronische Golf-Cart-ähnliche Fahrzeuge zur Verfügung gestellt. Neben der Schnelligkeit lobt Vatikanstadt-Polizeichef Salvatore Festa die gute Sichtbarkeit der Elektromobile, die mögliche Übeltäter abschrecken könnte. Ein weiterer Vorteil der Fahrzeuge sei der Schutz vor Regen.

10 Millionen Klicks für den Papst

Vatikan. Die Homepage des Vatikans ist nach der Suchmaschine Google eine der meist besuchten Homepages weltweit. Bis zu 10 Millionen Besucher rufen www.vatican.va täglich auf, um Neues und Altes über und vom Heiligen Vater zu erfahren. Besonders zu Weihnachten und im Mai, dem Geburtsmonat von Johannes Paul II., ist die Homepage begehrt. Betreut wird die Internetseite, die bald zehn Jahre alt wird, von einer amerikanischen Franziskanerschwester, die auch unter dem Namen „Sister Web“ bekannt ist.

In welcher Stunde ist Christus geboren?

Der hl. Bernhard von Clairvaux († 1153) wollte schon in frühen Jugendjahren dringend in Erfahrung bringen, zu welcher Stunde Christus geboren war. Während der Christmette erschien ihm das Christuskind gerade so, als wäre es just in diesem Moment auf die Welt gekommen. Von da an war Bernhard überzeugt, dies sei die Stunde der Geburt des Erlösers gewesen. Der Heilige empfing bei dieser Gelegenheit auch ein tiefes Verständnis für den Zusammenhang zwischen der Geburt Christi und dem Sakrament des Altares.
      
3 Lesermeinungen
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#3   freddie   18:13:58 | Samstag, 15. April 2006
Sartre
Wenn man das, was Sartre durchgemacht hat, nicht mit eigenem Leibe erlebt hat, redet man allzu leichtfertig.
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#2   Orte   14:40:22 | Samstag, 25. Dezember 2004
Ein Weihnachtsgeschenk für die Vatikanstadt
Kleine Korrektur: Die Fahrzeuge wurden nicht der Vatikanpolizei geschenkt, sondern dem „Ispettorato“ der italienischen Polizei beim Vatikan. Dieser Polizei-einheit ist u. a. die Sicherheit auf dem Petersplatz anvertraut; sie steht unter dem Befehl des Generalinspektors Salvatore Festa.
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#1   Dolfus   11:26:49 | Samstag, 25. Dezember 2004
Überschätzter Sartre
Es ist mir ein Rätsel, wie ein Quatschkopf wie Jean-Paul Sartre so ein „Starphilosoph“ werden konnte (oder sollte man besser New-Age-Guru sagen?).
Toll – in dem oben gebrachten Zitat hat er wenigstens einen klaren Gedanken klar zu Papier gebracht, aber man müßte über dessen Inhalt zum Urteil kommen „nichts Neues unter der Sonne“.
Über seine Jünger, die seine kryptisch geschriebenen Werke verschlangen, kann man nur sagen: Schade um die verlorene Müh’.
Sartres Werk ist eine Mischung aus Banalität und Konfusem in pseudo-intellektueller Verpackung. Wenn man sich die Mühe macht, den ganzen Textsalat auszupacken, müßte man den Kopf schütteln. Wer das Ganze nicht durchschaut, ist wahlweise „ergriffen“ oder „kritisch berührt“ ob so viel „Scharfsinn“ … Als dazu passendes Gleichnisl würde mir unwillkürlich „Des Kaiser neue Kleider“ in den Sinn kommen.
Nicht zu vergessen ist das Leid, das seine feministische Gefährtin dank der Idee einer „offenen Beziehung“ durchlitt.
Alles in allem: zwei bedauernswerte Gestalten als Zeugen für ein Leben ohne Christus.
Sei ihnen gnädig, gütiger Gott!
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