China
Ein chinesischer Untergrundbischof fällt auf Befehl des Vatikan ab
Zehn Jahre lang saß der Prälat für seine Treue zur Römischen Kirche hinter Schloß und Riegel. In anhaltender Treue zum Vatikan verleugnete er jetzt den verfolgten Heiland und spaltete seine Herde.
(kreuz.net, Baoding) Der Weihbischof von Baoding, Mons. Franciscus An Shuxin (57), will in seiner Diözese für die Einheit mit der kommunistischen Gegenkirche ‘Patriotische Gemeinschaft’ sorgen.

Das erklärte er am 6. September im Gespräch mit der Misionsnachrichtenagentur ‘UCA News’.

Die Stadt Baoding befindet sich in der nordostchinesischen Provinz Hebei.

Die in den Untergrund gedrängte katholische Diözese Baoding zählt etwa 80 Priester, 100 Ordensschwestern und rund 100.000 Gläubige.

Dagegen besteht die vom kommunistischen Staat gestützte ‘Patriotische Vereinigung’ in der Gegend nur aus 15 Priestern, 10 Schwestern und 10.000 Katholiken.

Weihbischof An wurde Ende August nach zehnjähriger Haft freigelassen. Zuvor galt er als verschollen.

Konzelebration als Bedingung

Der Preis für die Freiheit war die Konzelebration der Sonntagsmesse mit dem örtlichen Regimebischof Su Changshan (81) von Baoding.

Bei der Messe am 20. August kleideten sich die beiden Prälaten liturgisch als Priester und nicht als Bischöfe.

Mit dem Weihbischof konzelebrierten sieben Priester. Drei davon gehören formell zur Untergrundkirche. Die Messe wurde von 700 Menschen besucht.

Die Konzelebration war eine ausdrückliche Bedingung der kommunistischen Gegenkirche für die Freilassung von Mons. An. Der Weihbischof sollte damit ein Zeichen seines Übertritts setzen.

Einer der Konzelebranten sagte, daß die Messe für „Einheit und Solidarität“ dargebracht worden sei.

Die anwesende Audienz begrüßte Weihbischof An herzlich und mit Applaus.

Der Weihbischof erklärte, daß er vom kommunistischen Regime anerkannt worden sei. Er habe nun die Erlaubnis, sein Amt öffentlich auszuüben. Gleichzeitig gestand er, unter der Leitung der Regierung zu arbeiten.

Mons. An unterstrich, Teil der kommunistischen Staatskirche, jedoch kein amtliches Mitglied zu sein. Er habe keinen offiziellen Ausweis erhalten.

Vatikanischer Vorschlag

Den Schritt hin zur regimetreuen ‘Patriotischen Vereinigung’ habe er für die Versöhnung gesetzt – behauptete der schillernde Weihbischof. Auch der Heilige Stuhl unterstütze derartige Schritte.

Nach Informationen des katholischen Nachrichtendienstes ‘AsiaNews’ soll der Vatikan die Lösung – de facto, aber nicht formell überzutreten – sogar vorgeschlagen haben.

Damit wolle der Heilige Stuhl schrittweise eine Integration der Katholischen Kirche im Untergrund in die kommunistische Gegenkirche erwirken.

Mons. An betonte, daß eine Versöhnung nichts als leere Worte sei, wenn es keinen gemeinsamen Vollzug der Sakramente gebe. Er bedaure, die Bedeutung der Gemeinschaft mit der kommunistischen Glaubensvereinigung nicht früher erkannt zu haben.

Gespaltene Untergrundkirche

Es scheint den Weihbischof nicht zu stören, daß er durch die Aussöhnung mit der ‘Patriotischen Vereinigung’ seine katholische Diözese im Untergrund spaltet.

Ein zur ‘Patriotischen Vereinigung’ übergetretener Geistlicher erklärte, daß Teile der Untergrundkirche Mons. An als abgefallen betrachteten: „Viele Priester weigerten sich, den Prälaten nach seiner Freilassung zu treffen.“ Einige Laien hätten es vermieden, den Messen des Weihbischofs beizuwohnen.

„Ganz gleich, wie viele Leute protestieren: Wir beharren darauf, der päpstlichen Anweisung zur Versöhnung Folge zu leisten“ – erklärte der patriotische Geistliche, der nach Kirchenrecht suspendiert wäre.

Auch ein treu gebliebener Untergrundpriester erklärte, daß die Gläubigen zwar jeden Dialog mit der kommunistischen Staatskirche scheuten.

Sie seien aber zugleich müde geworden und wünschten sich eine ungehinderte Ausbreitung der Kirche.
      
2 Lesermeinungen
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#2   Elijah   16:01:36 | Montag, 18. September 2006
Der Hammer Gottes
Es scheint dass es wieder einen neuen Moses braucht, der diesen roten Hunden mal gehörig die Leviten liest. Das Kommunistenregime in China wird freiwillig nicht weichen, da braucht es höhere Gewalt. Da militärische Mittel in diesem Falle wohl auszuschliessen sind, braucht es hierfür ein direktes Eingreifen Gottes.
DAFÜR sollte man beten. Bei den Juden in Ägypten hats ja auch geklappt! Beten wir dieses Drecksregime doch einfach mal kaputt.
Und welch eine Schande, das die Regierungen der EU und der USA mit dieser Verbrecherbande gemeinsame Sache machen. Da sieht man auf einmal nicht mehr die Verbrechen gegen die Menschlichkeit, wenns um das dicke Geld geht, nur noch den Profit den man auf dem chinesischen Absatzmarkt ergaunern kann. China gehört wirtschaftlich isoliert! Kein Import, kein Export, so muss das gehen. Jedoch auch hier, nichts neues unter der Sonne. Es ist jetzt wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis dem Allmächtigen da oben der Kragen platzt.
Wer Ohren hat der höre!
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#1   Aliatus   11:59:25 | Montag, 18. September 2006
China, für das kaum einer betet!
D a s ist sicherlich das Ekelhafteste, was den Lesern bisher hier zugemutet wurde. Ein Bischof, der nach 10-jähriger Folter irgendetwas bekennt.
Da sich für die Meldung keiner interessiert, konstatiere ich die in den Hauptsünden befangene Redaktion (1 Pfaffe wird schon auch dabei sein) als brd-dumm, die Leser als durch die *us-amerikanische* Leitung abgebrüht.
Für den heldenmütigen, durch Folter seines Verstandes beraubten Bischof betet doch bitte!
Mein Beichtvater hat mir einmal gesagt –- Wenn garnichts mehr geht, im Verstand auch nicht, dann knie im Gefühl nieder und bete das Glaubensbekenntnis so, als würdest du den Rosenkranz beten.
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