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Montag, 18. September 2006 15:50
Aus den eigenen Fehlern gelernt?
Am vorletzten Donnerstag stellte die ehemalige deutsche Tagesschausprecherin Eva Herman ihr Buch „Das Eva-Prinzip: Für eine neue Weiblichkeit“ vor.
Buchcover 'Das Eva Prinzip'
Buchcover ‘Das Eva Prinzip’
(kreuz.net) Bei dem medienwirksam vermarkteten Werk von Frau Herman (47) handelt es sich um ein Plädoyer für eine Rückkehr zu traditionellen Geschlechterrollen.

Auf rund 260 Seiten spannt die bekannte Fernsehsprecherin in acht Kapiteln den Bogen von der „Lebenslüge Selbstverwirklichung“ und dem „geleugneten Unterschied“ zwischen Adam und Eva über das „Drama der Kinder“ bis hin zu den „Machtansprüchen des Feminismus“ und dem „Weg zur Versöhnung“.

„Sind wir überhaupt noch Frauen?“ – fragt die bisher dreifach geschiedene Mutter eines Sohnes.

Frau Herman bedauert, daß heute bereits das Stellen solcher Fragen ein Tabubruch sei.

Man gelte als Verräter an der Sache der Frau und müsse mit Gegenwind rechnen.

Frau Eva Herman
Frau Eva Herman
Frau Herman entlarvt als einstige „Vorzeigefrau“ – das „Kampfgetöse“ der Feministen. Deren Ziel – die Freiheit der Frau, ihr Anspruch auf ein erfülltes Leben – sei nicht eingelöst worden. „Doch Vorsicht: Wer dies ausspricht ist ein Spielverderber.“

Selbstverwirklichung sei vielfach reine Selbsttäuschung – ein Deckmantel für egoistische Alleingänge oder wirtschaftliche Zwänge.

Dabei blieben zuerst die Familie und dann die Frauen auf der Strecke.

‘Das Eva-Prinzip’ prangert weiters die Nachteile der Fremdbetreuung von kleinen Kindern an und kritisiert den „Drill der DDR-Krippen“.

Als Lösung wird das jahrtausendealte Erfolgsmodell der Aufgabenteilung vorgestellt.

Frauen sollten nicht mit Männern konkurrieren, sich auf ihre natürlichen Fähigkeiten besinnen und das tun, was sie am besten könnten – „ein warmes Nest bauen“.

Männer hätten sich in der Menschheitsgeschichte nie freiwillig um Hausarbeiten und Kindererziehung gekümmert.

Sie seien aufgrund ihrer Veranlagungen auch nicht dafür vorgesehen.

Würde das starke Geschlecht trotzdem in die Pflicht genommen, könne dies zu Verunsicherungen und zu psychischen Problemen führen.

Frau Herman spricht auch über die psychischen Leiden der Mutter nach einer Kinderabtreibung.

Man könne die fatale Bedeutung des Kampfes für die Legalisierung der Abtreibung gar nicht hoch genug einschätzen, wenn man sich mit dem Feminismus beschäftigt:

„Denn es ging dabei ja nicht nur um die Straffreiheit des Schwangerschaftsabbruchs, es ging auch darum, ihn als harmlos herunterzuspielen, als sei das nur wie ein Zahnarztbesuch.“

Frau Herman zitiert Professor Ingolf Schmid-Tannwald vom Münchner Klinikum Großhadern. Es gebe nur wenige Studien den psychischen und körperlichen Folgen von Abtreibungen, weil Untersuchungen dazu gesellschaftlich nicht erwünscht seien.

Dabei führten Abtreibungen zu Störungen, die mit denen vergleichbar seien, die nach Gewalteinwirkung und Vergewaltigung aufträten – erklärt Professor Schmid-Tannwald.

‘Das Eva-Prinzip’ deckt auf, daß die Feministen die Frage nach den Folgen einer Abtreibung bagatellisiert haben.

„Daß die Aufklärung über die Probleme nach der Abtreibung schon als ,konservativ’ gilt, als tendenziöse Äußerung, muß jeden nachdenklich stimmen, dem am Wohl der Frauen gelegen ist.“

„Die Frauenbewegung, die den Schwangerschaftsabbruch als Freiheitsbeweis feierte, läßt kaum Abweichungen zu. Alles Abwägen stellt Kritiker dieses Denkansatzes in eine rechte Ecke, Diskussionen sind nicht erwünscht.“

Im Gespräch mit der Schweizerischen Boulevardzeitung ‘Blick’ erzählte Frau Hermann über ihren eigenen Haushalt. Sie besitze ein Dampfbügeleisen: „Aber ich bügle nicht selber. Man muß nicht alle Hausarbeit selber machen, nur weil man Hausfrau ist.“

Frau Hermans ehemaliger Ehemann, Werner Herrmann (55), erklärte in einem offenen Brief, daß sich seine Frau während der gesamten Ehe in der Rolle der ehrgeizigen Businessfrau wunderbar gefallen habe.

„Karriere ging für Dich vor – und die gemeinsamen Kinder, die wir hätten haben können, wolltest Du zu meinem Bedauern nicht.“

Die geborene Eva Feldker behielt den Nachnahmen ihres staatlich geschiedenen Mannes, ließ aber das zweite „r“ und ein „n“ weg.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 71 Lesermeinungen:
Freitag, 22. September 2006 12:49
Glückwunsch zu dem Posting. Die Formulierungen haben mir sehr gefallen.
Donnerstag, 21. September 2006 07:59
Dani California: @ daughter
Habe ich JEMALS behauptet, Menschen nach dem Bildungsgrad oder dem Schulabschluss zu bewerten? Nicht, dass ich mich erinnern könnte. Also lass es doch bitte, mir die Worte im Mund zu verdrehen.

Haben wir jemals miteinander Maßkrüge gestemmt? Nicht dass ICH wüsste, dann lassen SIE es doch bitte auch, mich zu duzen.
Wenn Sie genauer lesen würden, werden Sie feststellen, dass ich nie behauptet habe, Sie würden Menschen nach ihrem Bildungsgrad beurteilen.
Scheinbar haben Sie das Thema nicht kapiert. Es geht um die Tatsache, dass Sie ein egoistisches Denken an den Tag legen. Und ob Sie Akademikerin oder Klofrau sind, ist mir ebenfalls von Herzen wurscht. Sie gehen doch ständig damit hausieren. Brauchen Sie die Bestätigung so sehr ?

Wenn ich Menschen kennenlerne, dann lass ich mir weder deren Zeugnis, noch deren Gehaltsabrechnung zeigen.

Nicht ? Na dann sehe ich ja doch noch ein Fünkchen Hoffnung …

Ja, tatsächlich, ein schrecklich schlechter Mensch wie ich… unglaublich, was?

Wunder gibt es immer wieder …
Donnerstag, 21. September 2006 05:38
Abu: @ Agnostiker, DDL & Co
Nun, man kann es auch anders formulieren:

Eure Zeit ist abgelaufen. So wie der Kommunismus und der Nationalsozialismus sich totgelaufen haben, so läuft sich auch der Liberalismus tot. Er war etwas zäher, weil er sublimer war und den Leuten suggerierte, sie seien frei. In Wirklichkeit mutierten sie zu angepaßten Konsummaschinen und entfremdeten Arbeitssklaven des Kapitalismus, der wenn etwas seine Existenz bedrohte, mit geheimdienstlichen und militärischen Mitteln seine Ideale verriet. Aber eines konnte der Liberalkapitalismus nicht ahnen, weil ihm jede Einsicht in das Wesen des Menschen fehlte: daß sich seine Mutanten irgendwann nicht mehr vermehren wollten. Denn widersprach dem Hedonismus irgendetwas mehr als 20 Jahre ein Kind zu begleiten? Lag es nicht geradezu in der Natur des Homosexuellen, die Zeugung neuen Lebens zu verunmöglichen? Absorbierten nicht Wirtschaft und Konsum alle Kräfte des Individuums? Sollte man die Familie umsonst unterminiert haben?
Nun, die Spatzen pfiffen es von den Dächern, unter denen jetzt lachende Neger wohnten: Diese Idioten mußten einfach aussterben, wenn sie auch die Herrenrasse spielten!
Mittwoch, 20. September 2006 22:14
_Ungläubig-: Und danke an DDL und DieFiedele schöne Kommentare dazu.
Das muss natürlich FioreGraz heißen!
Mittwoch, 20. September 2006 22:11
2000 Jahre? Lächerlich und igorant zugleich!

Wenn man nichts zu sagen hat, hält man sich eben an Floskeln auf. Oder meinen Sie das man „2000 Jahre“ wirklich so eine Bedeutung beimessen müsste, wie Sie es machen? Wird es doch heute eher im umgangssprachlichen genutzt. Ansonsten gibts nicht mehr zu sagen zu Ihrem Posting. Die Zeit hätten Sie auch sinnvoller verbringen können.

Und danke an DDL und DieFiedele schöne Kommentare dazu.
Mittwoch, 20. September 2006 20:27
daughter_of_isis* †: @Dani California
Im Übrigen ist es mir ziemlich egal ob jemand „nur“ einen Hauptschulabschluss hat oder Akademiker ist. Es kommt auf den Menschen an und nicht auf seinen Status.

Hi Dani,

na was ein Glück, dass Du ja keinerlei Vorurteile hast, was?

Habe ich JEMALS behauptet, Menschen nach dem Bildungsgrad oder dem Schulabschluss zu bewerten? Nicht, dass ich mich erinnern könnte. Also lass es doch bitte, mir die Worte im Mund zu verdrehen.

Ich suche mir meine Freunde nicht nach dem Schulabschluss, sondern nach Sympathie. Ich habe ebenso einen Kellner in meinem engsten Freundeskreis, wie einen Arzt. Wenn ich Menschen kennenlerne, dann lass ich mir weder deren Zeugnis, noch deren Gehaltsabrechnung zeigen.

Ja, tatsächlich, ein schrecklich schlechter Mensch wie ich… unglaublich, was?
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