Weihnachten: Die Gottesmutter in den Augen Luthers
Im Zeitalter der Ökumene klingen die Worte des Vaters der Reformation über die Gottesmutter erstaunlich: Maria, Gottesmutter und Jungfrau zugleich.
(kreuz.net) Der deutsche Reformator Martin Luther († 1546) bringt während seines ganzen Lebens der Allerseligsten
eine große Verehrung und Liebe dar, weil sie die Mutter Christi ist. Schon in der frühen Schrift der
Auslegung des Magnifikat stehen hymnische Worte über Marias Gottesmutterschaft und in vielen Predigen
finden sich ähnliche Stellen.
In seiner späten Schrift „Von den Conciliis und Kirchen“ (1539) schreibt
Luther:
„Wohlan, das Konzil von Ephesus (431) hat nichts Neues im Glauben aufgestellt, sondern den alten
Glauben verteidigt wider den neuen Dünkel des Nestorius. Denn dieser Artikel, daß Maria Gottes Mutter
sei, ist zuvor in der Kirche von Anfang an gewesen und nicht durch’s Konzil auf’s neue gemacht, sondern
durch das Evangelium oder Heilige Schrift erhalten.
Denn da stehet bei St. Lukas (1,32), daß der Engel
Gabriel der Jungfrauen verkündet, daß aus ihr sollte geboren werden der Sohn des Allerhöchsten. Und
St. Elisabeth: „Woher kommt mir das, daß die Mutter des Herrn zu mir kommt?“
Und die Engel allesamt
in der Weihnacht: „Euch ist heute geboren ein Heiland, welcher ist Christus, der Herr“, ebenso St. Paulus
(Gal 4,4): „Gott hat seinen Sohn gesandt, von einem Weibe geboren.“
Diese Sprüche, das weiß ich fürwahr,
halten ja fest genug, daß Maria Gottes Mutter sei.“
Am 2. Juli 1533 schreibt der Reformator
„Maria
wurde Mutter und blieb dennoch reine Jungfrau. Das reimet sich nicht zusammen: denn es sind solche Gegensätze
wie Feuer und Wasser! Die Einheit von Gott und Mensch ist auch ein Wunder, das man nicht begreifen, sondern
nur glauben kann.
Die Türken und Juden glauben das nicht, wie auch unsere Schwärmer nicht, wenn sie
über das Sarkament spekulieren. Man darf die Person nicht trennen. Nicht sind aus einer Person zwei Marien
zu machen, sonst würde die Jungfrau und Mutter zwei Personen.
So sind nicht voneinander zu scheiden
und zwei Personen zu machen aus der Menschheit und Gottheit. So sind Mutter und Jungfrau eine Person.
Dort ist nicht nur der Ruhm, daß sie Mutter und Jungfrau, daß sie Mutter des Gottessohnes ist, sondern
auch das ewige Heil durch den Glauben. Da sie nicht dadurch da Heil erlangt, daß sie Mutter und Jungfrau
und Mutter des Gottessohnes ist.
Es wäre immer noch möglich, daß sie gefallen wäre. Aber sie ist
ewige Wohnung des Heiligen Geistes und bleibt eine ewige, heilige, selige Mutter in Ewigkeit.“
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5 Lesermeinungen
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#3 Benedikt 18:16:29 | Mittwoch, 30. November 2005
@ Christin Sie sollten ernsthaft einen Katechismusunterricht besuchen. Das ist alles ziemlich haarsträubend,
was Sie da schreiben. Prüfen Sie sich selbst.
#2 Christin 18:11:14 | Mittwoch, 30. November 2005
Vielleicht hatten „Jesus“ und „Johannes“ den selbern „leiblichen“ Vater(Herrn)? Nur mal eine persönliche
Annahme von mir und kein Dogma: Da sich der leibliche Vater anscheinend zu Jesus als eigenen Sohn nicht
bekannt hat,(vielleicht nur zu Johannes)hat sich Jesus den himmlischen Vater ausgesucht und der steht
über den leiblichen Vater für die ganze Menschheit von da an! Bund mit der ganzen Menschheit(Ökomene)
…ist mir nur so eingefallen!Bitte nicht schimpfen.Aber der leibliche Vater ist doch auch wichtig so
wie der himmlische oder? Der Himmlische Vater will die ganze Welt retten,der leibliche beschützt rettet
den „Leib“ vor dem Sterben,weil er „leibfreundlich“ sorgt Vielleicht ist doch alles „eins“ leiblich und
geistlich… schön und wichtig wärs schon.
Heiliger oder Ketzer Heiliger oder Ketzer – das Potential dazu scheint jede Seele in sich zu tragen. Zumindest
kommt man anhand solcher Beispiele Luthers auf diesen Gedanken. Mit seinen vielseitigen Talenten, was
hätte doch Luther für ein neuer Apostel Deutschlands werden können – ein tatkräftiger Heiliger, der
Priester und Laien aufs Neue mit Christi Geist inspiriert, und dem damaligen Statthalter Christi sozusagen
eine Strecke vorgelegt hätte. Welche Impulse hätte ein vitales katholisches Deutschland für Europa
und die Welt bedeutet! Wir dürfen annehmen, daß der liebe Gott wohl Luthers Initiativen – wären sie
nicht hochmütig gewesen – mit Seiner Gnade ergänzt hätte. Doch leider stellte Martin Luther seine Talente,
die Massen und viele Fürsten zu bewegen, in den Dienst einer anderen papst- und kirchenfeindlichen Sache.
So wurde er zum Vorreiter des Glaubensabfalls nicht nur seines eigenen Volkes, sondern ganz Europas, und
der späteren Töchter des protestantischen Europas. Menschlicher Hochmut, wozu bist du fähig! Wäre
er so leicht auszumachen, und käme er nicht so schleichend daher, wären nicht so viele des Hochmuts
Opfer geworden!