Papstmesse in Regensburg
Käsebrot statt Beichte
Während der Kommunionspendung bei der Regensburger Papstmesse verschlang eine junge Dame ihr Käsebrot. Anschließend empfing sie die Heilige Kommunion. Eindrücke eines Paters der Petrusbruderschaft.
(kreuz.net, Regensburg) Bei der Papstmesse auf dem Islinger Feld bei Regensburg war am vergangenen Dienstag auch Pater Engelbert Recktenwald, ein Priester der Petersbruderschaft, der in der Schweiz wirkt, anwesend.

Seine Erfahrungen schildert der Geistliche auf der Webseite ‘Portal zur katholischen Geisteswelt’.

Etwa die Hälfte des Feldes sei leer gewesen – bedauert der Priester: „Obwohl es kurze Zeit zuvor hieß, daß 350.000 Karten bestellt worden seien und man mit einer weiteren Zahl unangemeldeter Besucher rechne, kamen dann doch nur 260.000 Teilnehmer.“

Pater Recktenwald glaubt, daß daran auch verschiedene organisatorische Schikanen und Vorsichtsmaßnahmen schuld waren. Man habe von einem drohenden Verkehrschaos gesprochen. Es habe keinen Zutritt ohne Karten gegeben, die über die Pfarreien zu bestellen waren.

Die Meßteilnehmer hätten einen kilometerlangen Fußmarsch mit Aufbruch in der Nacht hinter sich bringen müssen: „Kein Wunder, daß Tausende vor diesen Hürden kapitulierten.“

Er habe sich vom gezeichneten Schreckenszenarium insofern anstecken lassen, als er sich – anders als beim Weltjugendtag – schon frühmorgens auf den Weg zum Islinger Feld gemacht habe, so der Pater.

Erfreulich sei gewesen, daß die lange Wartezeit genutzt worden sei, um den Rosenkranz über Lautsprecher vorzubeten: „Allerdings vermißte man jegliche Beichtmöglichkeit.“

Die guten Erfahrungen mit den rege genutzten Beichtgelegenheiten am Weltjugendtag seien folgenlos geblieben: Man hätte während der langen Wartezeit leicht eine Beichtkatechese halten können.

Auf dem ganzen Feld seien Verpflegungsstationen verteilt gewesen: „Es fehlten solche in Form von Beichtvätern für das Wohl der Seele.“

Die ansteckende Begeisterung unter den Gottesdienstbesuchern bewertet Pater Recktenwals als „echt“: „Viele waren in ihrem Herzen berührt, einerseits von der Feier, andererseits von der Predigt des Papstes.“

Benedikt XVI. verstehe es, auf verständliche und doch tiefgehende Weise die Grundwahrheiten des Glaubens in einfachen Worten darzulegen.

Doch Pater Recktenwald nennt auch Zeichen einer radikalen Entsakralisierung.

In seinem Abschnitt sei zur Wandlung kein einziger Gottesdienstbesucher niedergekniet.

Eine ansehnliche Minderheit habe während der Heiligen Messe gegessen oder getrunken. „Unmittelbar vor mir gab es eine junge Dame, die es sich zur Zeit der Kommunionausteilung bequem machte und gemütlich ihr mit Käse und Salat belegtes Brötchen aß.“

Während des „Ite missa est“ sei dann ein Priester – der offenbar Hostien nachgeholt hatte – hektisch mit einem Ziborium herangestürzt und habe begonnen, die Heilige Kommunion auszuteilen.

Die Dame, die gerade den letzten Bissen ihrer Mahlzeit heruntergeschluckt hatte, erblickte den Priester: „Sie stand auf, empfing die Heilige Kommunion, entnahm unmittelbar danach ihrem Rucksack einen Photoapparat und begann zu photographieren.“

Der Kommentar des Paters:

„Der Papst kann mit einem einzigen Besuch unmöglich all das, was über Jahrzehnte hinweg von modernen Theologen und Priestern niedergerissen wurde, wieder aufbauen.“
      
26 Lesermeinungen
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#26   tau †   23:11:33 | Samstag, 23. September 2006
@ alle
… vielleicht hatte die Frau einfach nur Hunger?
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#25   Perpetua   21:30:35 | Samstag, 23. September 2006
Breze 23.09.06
Lieber Breze,
die Bücher, deren Kurzfassungen ich zitierte, beinhalten so große Kostbarkeiten, die sich auch – soweit gemacht -mit meinen persönlchen Erfahrungen decken.
Eigene Meinungen gibt es vielleicht acht Milliarden – oder so viele Menschen es gibt. Es zählt doch nur, was uns unser himmlischer Vater und seine wahren Stellvertreter gelehrt haben. Diese wahren Schätze sind eben heute in der Konzilskirche nicht mehr zu finden, weil sie dank der antichristlichen Fädenzieher in Hintergrund systematisch ausgerottet werden, ja schon sind. Sie wollen nur „Deine“ Ihre Seele(n)
Aufgrund mangelnder Zeit- und Lesermeinungenkapazität (kreuznet blockt mich nach wenigen Beiträgen) muß ich mich nun einmal auf die Quitessenz beschränken.
Erlauben Sie mir bitte noch drei Netzseitenempfehlungen:
www.lichtderwahrheit.de www.kreuz.net/
www.traditionalmass.org www.kreuz.net/
www.verlag-anton-schmid.de www.kreuz.net/
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#24   Breze   00:27:27 | Samstag, 23. September 2006
@ Perpetua
ich bin nun auch nicht mehr sooooo jung :-) … Mich hat es nur etwas verwundert, dass man nur irgendwelche Zitate aus Büchern von Ihnen zu lesen bekommt. Haben Sie dann auch persönliche Erfahrungen? Mich stört es immer etwas, wenn man andere Leute mit Zitaten aus Büchern belehren will, es erinnert mich stark an jene Leute, die einen gerne an der Haustüre besuchen und bekehren möchten. Für mich zählt hauptsachlich der Glaube, aus einer persönlichen Erfahrung und aus der Beziehung mit Gott, lesen können die anderen auch, und Bibliotheken, Bücherläden gibt es zuhauf.
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#23   Perpetua   00:19:10 | Samstag, 23. September 2006
Benedit und Breze
Lieber Breze,
Ihr Beitrag hat mich amüsiert.
Ich bin – gottlob noch – ein Mensch aus Fleisch und Blut, der in den letzten Jahrzehnten erkannte, was – wie Ihr Jungen es auszudrücken pflegt – „hier läuft“. Dank vorzüglicher Literatur und inständigem Gebet habe ich erkannt, daß längst nicht mehr allein um Geld oder Macht gekämpft wird, sondern Satan in raffinierter Weise um die Gewinnung menschlicher Seelen kämpft. Mein einziges Bestreben ist, mit Hilfe hervorragender Literatur, diese üblen Machenschaften der Seelenverführungen aufzudecken.
Lieber Benedikt,
durchaus nicht neu aber dennoch aufschlußreich ist Ihre unverblümte Aussage, daß Sie sich nicht einmal für das heilige Sakrament der Beichte interessieren.
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#22   Breze   23:45:08 | Donnerstag, 21. September 2006
@Benedikt
Nein Benedikt, es ist ganz anders, siehe mein Posting von heute nachmittag:
Liebe Perpetua, ich bezweifle mittlerweile Ihre Esistenz als menschliches Wesen, vielleicht sind Sie einfach ein ComputerVirus, Trojaner oder Wurm, der durch das WWW geistert, der sich von Zeit zu Zeit einen stereotypen Artikel hier als posting absetzt
Ihren zum X.ten Mal als Kopie geposteten Artikel kenne ich mittlerweile auswendig, können Sie selbständig denken, oder sich sogar eigenständig artikulieren?
„„Der Erzbischof von Wien Christoph Schönborn erinnerte daran, daß Ratzinger, bla, bla, bla, bla, bal…
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#21   Benedikt   23:37:08 | Donnerstag, 21. September 2006
Ich frage mich wirklich,…
…ob hinter einer gewissen Nutzerin (?) wirklich eine Person steht, oder ein Programm, welches sämtliche Inhaltsangaben irgendwelcher Bücher, die niemanden interessieren hier hereinschreibt.
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#20   Perpetua   23:31:43 | Donnerstag, 21. September 2006
Das Wunder der Hl. Beichte
Welche Anstrengungen unternimmt der Mensch zur Sicherung seines natürlichen Lebens! Ganze Wirtschaftszweige sind damit beschäftigt. Doch was tut der Mensch zur Bewahrung seines übernatürlichen Lebens?
Nach dem II. Vatikanischen Konzil ist die Praxis der regelmäßigen Beichte fast vollständig zusammengebrochen. Die seitdem zunehmende Brutalität und Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft ist nicht zuletzt eine Folge der sittlichen Verwilderung, der keine Grenzen mehr gesetzt sind.
Wir brauchen daher eine neue Kultur der Buße und der Beichte, Priester, die wieder regelmäßig im Beichtstuhl sitzen, und eifrige Christen, die der Sorge um das Wohl ihrer Seele Rechnung tragen.
Der Autor macht von der Beichte nicht nur das ewige Leben abhängig, sondern auch die innere Zufriedenheit des Einzelnen und den Frieden in der Gesellschaft. Der Beichtstuhl leert die Wartezimmer der Psychologen und die Zellen der Gefängnisse. Es ist höchste Zeit zu den Heilmitteln Gottes zurückzukehren. Wir haben es selbst in der Hand – Himmel oder Hölle, Leben oder Tod, Friede oder Gewalt, Zufriedenheit oder – Depression!
Der Autor ruft uns dringend auf, unser Herz und unsere Gesellschaft in Christus zu erneuern. Tun wir es, ehe es zu spät ist.
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#19   Heggi   12:10:41 | Donnerstag, 21. September 2006
Catharina: Ich hätte mir auch gewünscht,
B. XVI würde z.B. bei den liturgischen Mißbräuchen stärker die Zügel anziehen. Oder in der Lectio Regensburg hätte er nicht so viele Erläuterungen zur Beruhigung nachgeschoben. Nach Kaiser Manuel II standen die Türkern noch rd. 300 Jahre später vor Wien etc., etc. Ach, ein wenig bin ich auch enntäuscht, aber auch für Ratschläge nicht kompetent.
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#18   catharina   09:27:30 | Donnerstag, 21. September 2006
Selbstverständlich…
… kann der Papst mit seinem Besuch nicht einfach so die Schäden der Entsakralisierung beseitigen.
Die Frage ist aber, ob er das überhaupt will.
Daß Benedikt XVI. es möchte, daran hege ich keinen Zweifel. Aber bloßes „Möchten“ ist bekanntlich ein wirkungsloses Wollen: Man ergreift nicht die Mittel, um das, was man eigentlich gerne hätte, zu erreichen bzw. durchzusetzen.
Einem Papst sind diese Mittel anvertraut. Fein- und tiefsinnige Reden und Predigten kann auch ein anderer Priester oder Bischof halten. In vollem Maße durchgreifen, das ist Aufgabe des Papstes.
Man gewinnt bisher den Eindruck, daß Benedikt XVI. sich mehr als intellektuell-spirituellen Inspirator denn als tatmächtigen Hirten betrachtet.
Pater Recktenwald, der sich über Theologen und Bischöfe sonst recht deutlich äußern kann, sieht Benedikt XVI. scheinbar als einsamen Kämpfer auf weiter Flur. Es ist nicht leicht, diese Anschauung mit der Realität in Einklang zu bringen.
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#17   Benedikt   16:08:57 | Mittwoch, 20. September 2006
@ Heggi
Es geht doch im Prinzip um die Devotio. Und da ist grundsätzlich, zumindest in der lateinischen Kirche des Westens, das Knieen die übliche Ausdrucksform. Niemand ist doch vor Gott größer, wenn er nicht kniet. Darauf wollte P. Recktenwald hinaus.
Und da kann ich ihm auch zustimmen und ich kritisiere die Abkehr vom Knien genauso. Nur ist eine Wiesenmesse eben ein ganz schlechter Indikator für eine solche Feststellung.
So kritisierte er u.a. auch, daß sich die Leute nach der Gabenbereitung mit Aufforderung des „Orate fratres“ nicht von Ihrem Hinterteil erheben, sondern erst mit der Präfations-Einleitung „Erhebet die Herzen“. Tatsächlich: „Betet Brüder…“ ist ja ein Imperativ zu gemeinsamem Tun!
Das ist tatsächlich fast überall so. Warum weiß ich auch nicht. Ich kenne es auch nur so.
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#16   Heggi   15:51:41 | Mittwoch, 20. September 2006
Das mit dem Sonntagsanzug auf
tau-nasser Wiese ist ja zu akzeptieren, übrigens „fast“ genauso wie ein Meniskusschaden oder eine Kniearthrose. Ich denke, wir sind uns alle einig, daß es darum nicht geht. Es geht doch im Prinzip um die Devotio. Und da ist grundsätzlich, zumindest in der lateinischen Kirche des Westens, das Knieen die übliche Ausdrucksform. Niemand ist doch vor Gott größer, wenn er nicht kniet. Darauf wollte P. Recktenwald hinaus. Faktum ist aber andrerseits, daß viele unserer katholischen Zeitgenossen das Knieen nicht mehr ihrer Würde entsprechend empfinden. Kürzlich äußerte sich noch der Kölner Weihbischof em. Dick in einem anderen Zusammenhang zu gewissen „liturgischen“ Verhaltensweisen vieler Gläubiger bei der Messe. So kritisierte er u.a. auch, daß sich die Leute nach der Gabenbereitung mit Aufforderung des „Orate fratres“ nicht von Ihrem Hinterteil erheben, sondern erst mit der Präfations-Einleitung „Erhebet die Herzen“. Tatsächlich: „Betet Brüder…“ ist ja ein Imperativ zu gemeinsamem Tun!
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#15   Sulpicius   12:56:53 | Dienstag, 19. September 2006
@Gotthard
wer kniet glaubt, wer nicht kniet ist ein modernistischer Abweichler…
Sehr richtig. (Es sei denn, med. Gründe hindern ihn am Knieen, dann wäre eine tiefe Verneigung angezeigt). Sieht man an Ihnen ja am besten…
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#14   Gotthard   12:34:03 | Dienstag, 19. September 2006
Kreise
natürlich gibt es gewisse Kreise, die am Knien oder Nicht-Knien fast alles festmachen wollen … wer kniet glaubt, wer nicht kniet ist ein modernistischer Abweichler…
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#13   Benedikt   12:22:27 | Dienstag, 19. September 2006
@ Heggi
Gut, ich nehme die „Kreise“ zurück. Dennoch kann ich mit der Äußerung des Paters nicht einverstanden sein. Es wird durch sie der Eindruck erweckt, dass wirklich niemand gekniet habe. In diesem Zusammenhang ist das mehr als eine einfache Feststellung, es ist ein Argument im Liturgiesstreit, deshalb kann man das in dieser Totalität nicht stehen lassen, wenn der Pater seine Behauptung gar nicht beweisen konnte.
Weil die Masse der Teilnehmer wohl nicht nur in der Sektion, in der er die Papstmesse miterlebt hat, sich so verhalten, wird man wohl weiter fragen dürfen, wie es um den Glauben an die Realpräsenz steht,
Das ist nämlich genau der Punkt. Das kann man daraus eben nicht erkennen. Nicht jeder drückt seinen Sonntagsanzug gerne in die tau-nasse Wiese hinein, vielleicht hat man also auch deshalb nicht gekniet? Einige halten das für eine Ausrede. Das kann sein, ändert aber nichts daran, dass daraus nicht hervorgeht, dass der Glaube an die Realpräsenz fehlt. Ohne Kniebänke ist es eben häufig so, dass nicht gekniet wird.
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#12   Heggi   12:14:56 | Dienstag, 19. September 2006
Mit dem „sich klar ausdrücken“…
ist so eine Sache. Ich denke, P. Recktenwald hat sich zwar klar (bezogen auf die Masse der Verhaltensweisen), aber (zahlenmäßig) nicht ganz präzise ausgedrückt, obwohl subjektiv womöglich doch. Klar drücken sich in der Kirche durchaus einige aus, (wie z.B. Kardinal Meisner), nur nehmen sie es wie Meisner nach öffentlicher Kritik teilweise wieder zurück.
Bitte, was mir auffällt und auch nicht gefällt, ist, daß Sie im Zusammenhang mit P. Recktenwald von bestimmten „Kreisen“ sprechen. FSSP ist eine von den vielen geistlichen Gemeinschaften, die es in der Kirche aufgrund unterschiedlicher Spritualität der Menschen schon immer gegeben hat. Konkret: Das Wort „Kreise“ hat einen erheblich negativen Beigeschmack, und soll wohl eine bestimmte geistige und geistliche Ausrichtung stigmatisieren. Oder?
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#11   Benedikt   11:10:29 | Dienstag, 19. September 2006
@ Heggi
Kreise, denen wohl auch dieser Pater angehören dürfte fordern andauernd, die Kirche solle sich klarer ausdrücken. Nun: Dann soll er sich auch klar ausdrücken.
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#10   Heggi   23:49:49 | Montag, 18. September 2006
Lieber Benedikt,
sind Sie nicht ein wenig kleinlich? Natürlich können unter den 5000 vielleicht Hundert gewesen, die bei der Wandlung gekniet haben. Vielleicht sogar 150 oder 200. P. Recktenwald ist das nicht vorzuwerfen. Es ist mit dem „kein einziger“ etymologisch so, wie mit dem „für viele“ und „für alle“. „Für viele“ kann eine unübersehbare Zahl sein, die fast „alle“ bedeutet. „Kein einziger“ kann aus seinem Blickwinkel durchaus „kein einziger“ gewesen sein oder „praktisch kein einziger“. P. Recktenwald hat das bedauerliche Phänomen aus seiner Sicht beschrieben, nich mehr und nicht weniger. Weil die Masse der Teilnehmer wohl nicht nur in der Sektion, in der er die Papstmesse miterlebt hat, sich so verhalten, wird man wohl weiter fragen dürfen, wie es um den Glauben an die Realpräsenz steht, auch wenn man schlimmstenfalls wie bei einer solchen „Masssenmesse“ einige hundert Meter vom Zentralgeschehen entfernt bin, zu dem man aber ganz bewußt gepilgert ist.
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#9   Benedikt   15:21:06 | Samstag, 16. September 2006
Keiner
In seinem Abschnitt sei zur Wandlung kein einziger Gottesdienstbesucher niedergekniet.
Woher will der das wissen? Wenn in einer Menge von 5000 Menschen 100 niederknien, so muss das nicht auffallen. „Kein einziger“ ist daher keine Behauptung, von deren Richtigkeit der Pater sich hätte überzeugen können.
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#8   MilesChristi   14:31:27 | Samstag, 16. September 2006
Die „junge Dame“…
… ist nicht schuld, meiner Meinung nach. Hat sie je etwas anderes gehört, hat sie überhaupt das Wort „Nüchternheitgebot“ in ihrem Leben je gehört ? Wohl kaum; wohl kaum auch, daß sie je gehört habe, daß man zur Heiligen Kommunion nur im Gnadenzustand gehen darf.
Pater Reckenwald irrt sich bzw. verschweigt in leider typischen Petrusbruderschaft-Maniere daß nicht „Theologen und Priester“ für die Entsakralisierung zu verantworten sind, sondern daß die letzliche Verantwortung bei den Bischöfen liegt – und bei den verstorbenen Päpsten Paul VI und dem zum „Großen“ stilisierten Johannes Paul II.
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#7   laikos   11:04:00 | Samstag, 16. September 2006
Sünder zurechtweißen
Das ist eine Entweihung des Meßopfers. Solchen Leuten sollte man das Meßopfer einfach verbieten. Leider schaffen es die meisten Modernen Priester und Diakone nicht mehr die Sünder zurecht zu weisen obwohl das ja ein Akt der Barmherzigkeit ist (Siehe Katechismus der Katholischen Kirche). o^/
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#6   Gotthard   00:00:33 | Samstag, 16. September 2006
@toby
verbietet die Liturgieinstruktion „Redeptionis Sacramentum“ die Handkommunion, wenn die Gefahr der Profanierung besteht (Nr. 92).
andere Quellen des religiösen lebens hast du nicht?
das lebendige Leben zusammen mit dem papst hat mindestens die Qualität dieses Schreibens…
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#5   Bernardin †   00:00:17 | Samstag, 16. September 2006
Nüchternheit
Bei den Messen von den Leuten von GESTERN gibt es auch Termine am Abend! 17 uhr, 18 uhr, 19 uhr, 20 uhr, 21 uhr…
FRAGE: Schliesst der Tridentische Ritus das Nüchternheitsgebot vor Pius XII oder nach Pius XII eïn?
Sagte das Tridentinum nicht das und Pius XII sagte das?
Darf das Tridentinum geändert werden, weil der Hunger quält?
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#4   Breze   23:42:59 | Freitag, 15. September 2006
Ja mei
Man kann immer ein Haar in der Suppe finden, wenn man nur lange genug sucht.
Dass die junge Dame direkt vor dem Empfang des Leibes Christi ein Käsebrot gegessen hat, zeugt von mangelnder Sensibilität der selben gegenüber der Hl. Kommunion, vielleicht auch von Dummheit. Der lange Fussmarsch wird auch sicherlich manche abgehalten haben, die Papstmesse zu besuchen, im Umkehrschluss kann man aber annehmen, dass die allermeisten, die sehr früh aufgestanden sind, mit dem Bus angereist und dann noch den langen Marsch auf sich genommen haben (ich übrigens auch, mit einigen Familien, Kindern -sehr kleinen z.T.- und älteren Leuten) es ernst gemeint haben, und nicht nur wegen des Events gekommen sind. Dass es keine Beichtmöglichkeit gab, bedaure ich ebenso wie der Pater, allerdings gibt es ausserhalb einer Papstmesse auch die Gelegenheit zu Beichte, nur wird sie leider viel zu selten wahrgenommen.
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#3   Toby   20:17:33 | Freitag, 15. September 2006
Gefahr der Profanierung
Wie ich schon an anderer Stelle erwähnt habe, verbietet die Liturgieinstruktion „Redeptionis Sacramentum“ die Handkommunion, wenn die Gefahr der Profanierung besteht (Nr. 92).
Eine solche Gefahr ist bei Massengottesdiensten mit mehreren Hunderttausend Teilnehmern wie auf dem Islinger Feld bei Regensburg objektiv gegeben.
Leider wurden entsprechende Eingaben bzw. Anfragen an die Verantwortlichen bislang negativ beschieden. Die Gefahr der Profanierung scheint leider nicht das Hauptaugenmerk der Bischöfe zu sein.
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#2   matt   19:39:41 | Freitag, 15. September 2006
Jesus als Nachtisch
auch ganz lustig. ich glaube, gewisse Leute sollten keine Kommunion empfangen. Die versündigen sich nur dabei. Hätte sie das Käsbrot hernach gegessen wärs aber ok gewesen, oder?
Ich sehe in dem Ereignis weder etwas überwiegend positives noch allzu negatives. Es ist eher wieder so eine laue Angelegenheit. Es tut schwer Kritik daran zu üben, oder in Begeisterung auszubrechen.
Ich kann mich noch erinnern, als JPII bei uns war in den 80er Jahren. Da war ich noch ein Knäblein. Das war übrigens just in dem Park, wo ich nun einen großen Teil meiner Zeit verbringe. Das Kreuz steht da noch auf der Wiese, die sich auch Papstwiese nennt, glaube ich. Vor kurzem fand an dem selben Ort eine Flugshow statt. Es war für mich damals eher belanglos, aber ich war ja Massenveranstaltungen immer skeptisch gegenüber.
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#1   Sulpicius   19:34:44 | Freitag, 15. September 2006
Na ja,…
… wenn man zusammen auf der Wiese hockt, ist es logisch, daß man sein Vesperbrot auspackt… Daher: SCHLUSS MIT DIESEN OPEN-AIR-SPEKTAKELN!
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