Es ist schwer abzuschätzen, ob die gegenwärtige Aufregung über die Regensburger Vorlesung des Papstes eine Frucht erzürnter Moslems oder geschäftstüchtiger Medienkonzerne ist. Pressesplitter.
Die Welt
„Es hagelt emotionsgeladene und teilweise gewaltschwangere Reaktionen aus allen muslimischen
Ländern der Welt. Viele Argumente werden vorgebracht, aber eines ist allen diesen Reaktionen gemein:
Keine einzige der Wortmeldungen von Politikern und Schriftgelehrten versucht den zentralen Punkt der Papst-Rede
inhaltlich zu entkräften, daß nämlich der Koran unter bestimmten Umständen das Töten von Menschen
erlaubt.“
Sprüche bei antipäpstlichen Demonstrationen
„Die Kommentare des Papstes sind blasphemisch.“
„Der Papst soll sich entschuldigen, die muslimischen Gefühle verletzt zu haben.“ „Es ist leicht, Papst
zu sein. Es ist schwer, Mensch zu sein.“ „Herr Papst: Bleib in deinen Grenzen.“ „Der Heilige Krieg ist
ein Weg.“ In Ankara: „Was hast du hier zu suchen?“
Deutsche Nachrichtenagentur ‘DPA’
„Während die Bundeskanzlerin
und andere Unions-Politiker das Oberhaupt der katholischen Kirche am Freitag gegen die teils harsche Kritik
aus islamischen Ländern in Schutz nahmen, bezeichnete Grünen-Fraktionsgeschäftsführer Volker Beck
die Papst-Äußerungen als »merkwürdig einseitig und geschichtsblind«.“
Die Presse
„Daß sich die
katholische Kirche nach 150jähriger intensiver Diskussion und einem noch längeren Reifungsprozeß 1965
definitiv auf die Seite von Religionsfreiheit und pluralistischer Gesellschaft gestellt hat und daß damit
ihr Anspruch auf die ganze Wahrheit sein Aggressionspotential weitgehend verloren hat, wird offenbar von
vielen Muslimen auch 41 Jahre später noch immer nicht so richtig geglaubt. Sonst würde man nicht so
mimosenhaft reagieren. Schade, denn gerade die Tatsache der eigenen gewalttätigen Vergangenheit könnte
das friedlich gewordene Christentum zu einem fruchtbaren Gesprächspartner des Islam auf dessen Weg in
die Moderne machen.“
Deutsche Nachrichtenagentur ‘DDP’
„Der Theologe Hans Küng hat Papst Benedikt XVI.
fehlendes Wissen über den Islam vorgehalten. Mit seiner als islamkritisch aufgefaßten Rede habe Benedikt
zwar »mit Sicherheit keine gezielte Provokation beabsichtigt“, sagte Küng am Freitag im Interview der
Nachrichtenagentur ddp in Tübingen. Dem Papst sei aber „aus mangelnder Information über den Koran und
den Islam« ein vermeidbares Mißverständnis unterlaufen. Nach Ansicht Küngs zeigten sich hier »die
Grenzen des Theologen Ratzinger, der sich mit anderen Religionen nicht ausreichend auseinandersetzt«.
Er betonte, die Vorwürfe islamischer Verbände gegen die Papst-Rede seien »durchaus berechtigt«.“
Spiegel online
„1500 Zuhörer folgten den Ausführungen des Papstes, die Stimmung sei wohlwollend gewesen,
berichten Teilnehmer. Am Ende gab es stehende Ovationen. Und dann, quasi mit Zeitzünder, das: In der
islamischen Welt brach zwei Tage nach dem Vortrag ein Proteststurm los, wegen einer Formulierung, die
kaum jemand während der Vorlesung selbst als problematisch erachtete.“
Tagesschau
Frage: War der Papst
blauäugig?
Chefredakteur der Katholischen Nachrichtenagentur ‘KNA’, Ludwig Ring-Eifel: „Das war zumindest
auf der politischen Ebene naiv.“
Frage: Hätte der Papst nach dem Karikaturenstreit nicht ahnen müssen,
was er mit solchen Zitaten derzeit auslösen kann?
Ring-Eifel: „Ich glaube, er hätte gut daran getan, –
auch wenn man als einfacher katholischer Gläubiger dem Papst kaum Ratschläge erteilen kann – die Sachen
vorher mit Islamexperten, von denen es auch im Vatikan zahlreiche gibt, durchzusprechen. Die hätten ihn
gewarnt und geraten, davon die Finger zu lassen.“
Handelsblatt
„Nach dem Streit um die Mohammed-Karikaturen
und den vom Westen unterstützten israelischen Feldzug gegen die Hisbollah sehen viele Moslems in den
kritischen Worten des katholischen Kirchenoberhaupts nur eine neue Attacke auf den Islam. In ihren Augen
hat der Papst nur offen ausgesprochen, was die Mehrheit der Menschen im Westen insgeheim denke: Daß der
Islam dem Christentum unterlegen sei.“
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59 Lesermeinungen
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#59 Perpetua 21:45:10 | Samstag, 23. September 2006
Mildred M. Am friedlichsten würde es auf der Welt zugehen, wenn a l l e M e n s c h e n sich an die Lehre
Jesu Christi, die Gebote und z. B. auch Bergpredigt, halten würden.
#58 Mildret M 02:22:20 | Samstag, 23. September 2006
Gefährliche Frage/ für und wieder /vor und zurück Wenn wir mal ganz ehrlich sind, eine Welt ohne Religionen
wäre eine friedlichere Welt. Ich weiß keiner will das hören aber ich bin ja Kritik gewohnt.
#57 Perpetua 23:36:50 | Donnerstag, 21. September 2006
So erobert der Islam Europa „Das Christentum und der Islam sind zwei grundverschiedene Welten. Sie schließen
sich gegenseitig aus was ihre Theologie, Kosmologie und Anthropologie angeht. Mohammed ist der Prophet
der Gewalt des Kampfes und des Krieges. In seinem Testament hinterließ er seinen Anhängern den Auftrag
zur Bekämpfung der Ungläubigen, das heißt, der Nichtmuslime, die Verpflichtung zur Ausbreitung des
islamischen Gesellschafts- und Machtbereichs als die Machtsphäre Allahs. Den Kämpfern des Islam geht
es primär um die Unterwerfung der Ungläubigen. Der Koran läßt hieran keinen Zweifel: „Tötet die Ungläubigen
wo ihr sie findet; ergreift sie, bedrängt sie und setzt euch in jeden Hinterhalt gegen sie.“ Politische
Geschichtsfälschungen steuern das Ziel an, die Menschen glauben zu machen, Islamisten könnten auf eine
fast tausendjährige Tradition verweisen, in denen sie mit Angehörigen anderer Religionsgemeinschaften
in Harmonie und Eintracht lebten. Der Blick in Historie und Gegenwart zeigt jedoch ein Bild, das jeden
Betrachter erschrecken und aufrütteln muß! Literaturhinweis: Autor Manfred Jakobs gefunden in…ww.verlag-anton-schmid.dewww.kreuz.net/
Überlegen – Unterlegen Natürlich hält der Papst das Christentum für überlegen, sonst wäre er ja
konvertiert – zu was auch immer. Ich meine aber, dass insbesondere www.kreuz.net dem Christentum UND dem
Islam überlegen ist, ja selbst der NPD und DVU. Diese Site vereint fundamentalistische rechtsradikale
Ansichten, mit ebensolchen islamischer und katholischer Herkunft, je nach Bedarf. Diese Vereinigung der
Extreme hat die Kirche – bei ihrer vermeintlichen „Überlegenheit“ – nicht ansatzweise hinbekommen. Die
ist ja immer noch zersplitttert in protestantisch, katholisch, orthodox etc etc. Hier treffen sich die
Extreme ALLER Richtungen, um ihre FEINDE zu bekämpfen und die LIEBE und GÜTE Gottes zu verbreiten.
aufschlussreich der potentielle papstmörder und rechtsradikale-gewalt-verharmloser malachias darf hier
noch immer ungestraft seinen senf dazu geben? lässt das rückschlüsse auf die geisteshaltung der redaktion
von kreuz.net zu?
#52 Malachias † 14:54:02 | Sonntag, 17. September 2006
@Aurelius Mal abgesehen von Ihrer Fäkalsprache, die nicht unbedingt Ausweis eines wohlerzogenen Katholiken
ist und für die Sie sich eigentlich entschuldigen sollten, wollen Sie also dazu raten, sich mal mit dem
Denken und Glauben Joseph Ratzingers auseinanderzusetzen. Dazu soviel: Glauben können sie bei dem mit
der Lupe suchen… Und Denken? Es gab schon bessere „christliche Philosophen“…!
#51 Aurelius 14:22:48 | Sonntag, 17. September 2006
@ Malachias: Hören Sie auf mit der Scheiße Die Scheiße, die Sie hier schreiben ist ja unerträglich!
Lassen Sie es gut sein und suche Sie sich einen anderen Spielplatz. Man sollte Ihnen eigentlich raten,
sich mal mit dem Denken und Glauben Joseph Ratzingers auseinanderzusetzen, aber das dumme Zeugs, das Sie
hier verzapfen, legt die Vermutung nahe, daß Sie das gar nicht schaffen. Gehen sie ein Eis essen. Danke!
#50 Malachias † 11:41:15 | Sonntag, 17. September 2006
„Es lebe die Göttin Vernunft!“ … so haben schon die französischen Revolutionäre anno 1789 geschrien
und haben sie in Gestalt einer nackten Hure in der Kathedrale Notre Dame in Paris auf den Altar gesetzt.
Nichts anderes – als die Erhebung der Vernunft in den Rang einer Göttin – versucht nun Ratzinger/B16.
Allerdings genügt es ihm nicht, die Katholische Kirche/das Christentum in eine Vernunftreligion umzumodeln,
es sollte möglichst gleich auch noch der ganze Islam sein, dann hätte man damit schon mindestens ein
Drittel der Menschheit abgedeckt…! Waren die Massen der Katholik(inn)en noch so naiv und haben sich
die „Entmythologisierung“ ihrer Religion widerstandslos gefallen lassen, dürfte Hochwürden Ratzinger
beim Islam mit seinem Unterfangen noch lange auf Granit beißen, denn dort gilt eben noch das, was bei
uns unter dem „1. Gebot“ bekannt ist: „Du sollst keine fremden Götter neben mir haben…“ – eben auch
kein(e) Götter/Göttinnen wie „Vernunft“, „Friede“, „Freiheit“, „Gleichheit“, „Brüderlichkeit“, „Demokratie“,
„Wohlstand“, „Fortschritt“ und wie sie alle heißen mögen. Insofern ist der Islam vielleicht noch die
konsequenteste der drei monotheisteischen Religionen… ?:) Seltsam, dass Ratzinger mit seinem Rationalisierungs-
und Entmythologisierungsprogramm bisher noch keine Probleme mit dem Talmud-Judentum hatte. Diese Religion
scheint ja fürchterlich vernünftig zu sein…!
@ Mitposter Dem Papst zu unterstellen, er habe sein theologische Vorlesung auf historischer Folie nur
gehalten, um die Türkei zu provozieren ist abenteuerlich – mit Verlaub- strohdumm und überdies infam.
Mit Verlaub – ich unterstelle gar nichts! Ich stelle nur Vermutungen an. Die Rede des Papstes an sich
finde ich nicht verwerflich und die Reaktionen zum Bsp. der Muslimbruderschaft sind frech und überzogen.
@Adrian Leverkuehn: Mehr historische Kritik! Ähnlich wie Bismarck die Deutschen, hat Mohammed die Araber
geeint! Und mehr dergleichen Heldentaten weiß Adrian Leverkuehn vom Islam und seinem Propheten zu berichten.
Man kann, wenn man unbedingt möchte, das so aus der traditionellen Historiographie herauslesen – aber
eben nur wenn man gegenüber dieser Historiographie unkritisch ist. Tatsächlich ist diese Historiographie
150 und mehr Jahre nach den angeblichen Ereignissen verfaßt worden, und dies nach Bürgerkriegen, der
Ausrottung der ersten Kalifendynastie (der Omaijaden) und einer rigorosen Zensur, die uns eine erstaunliche
Lücke in Originaldokumenten für die ersten 150 Jahre beschert hat. Immerhin haben einige Originaldokumente
(Münzen, Inschriften) überlebt. Sie und die Unstimmigkeiten des traditionellen Berichts sagen eindeutig:
So, wie immer erzählt, kann die Geschichte nicht gewesen sein. Es sind nicht die dümmsten Gelehrten,
die Mohammed sogar für umhistorisch halten. Jedenfalls hat er nicht Muhammad geheißen. MfG Christoph
Heger
#46 gelasius 00:03:30 | Sonntag, 17. September 2006
Adrian Leverkuehn / Lunte… Wir wissen ja, daß A.Leverkuehn einen Pakt mit dem Teufel schloss. So dürfen
wir Sie vielleicht als advocatus diaboli betrachten ? Dem Papst zu unterstellen, er habe sein theologische
Vorlesung auf historischer Folie nur gehalten, um die Türkei zu provozieren ist abenteuerlich – mit Verlaub-
strohdumm und überdies infam.Aber das wissen Sie selbst. Die Reaktionen in der Türkei- der tobende Pöbel,
die Gewaltandrohungen und Beleidigungen können auch von Ihnen nicht zu einer angemessenen Antwort schöngeredet
werden.Im Übrigen hat schon einer der türkischen Verbalbrandstifter zugegeben, den Benedikttext nicht
zu kennen über den er sich öffentlich erregt hat. Hier wiederholt sich das uralte Spirale, die mit der
Hysterie um die Satanischen Verse begann.
#45 Unschuld 23:43:32 | Samstag, 16. September 2006
Adrian Leverkuehn Ich frage mich, welchen Grad an Abneigung Sie gegen den Papst haben müssen, um ihm
in böswilliger Weise Absichten wie „an der Lunte zu zündeln“ zu unterstellen!
#44 gelasius 23:27:30 | Samstag, 16. September 2006
Doritta: Reaktionen Nicht verzagen! Wir können und müssen etwas tun. Leserbriefe an die Redaktionen
der großen Tageszeitungen und TV-Redaktionen, Protest-e-mails an die Botschaften der Türkei,Ägyptens,Pakistans,
des Iran können beispielsweise zeigen, daß wir da sind und sagen : jetzt ist Schluß, jetzt stehen wir
auf und vertreten unsere Meinung laut und öffentlich. Man könnte auch eine unterstützende Unterschriftenaktion
für den Papst durchführen und veröffentlichen. Also – ans Werk ! Ich habe meine Botschafts-mails schon
abgeschickt.
Jetzt muß sich sogar ein Papst für etwas entschuldigen was er nie beabsichtigt hatte ! Woher wissen
Sie denn daß der Papst gerade in Hinblick auf den (nach wie vor!) geplanten Beitritt der Türkei zur
EU ein bißchen zündeln wollte? Sind Sie sich da so hundertprozentig sicher? Möglicherweise sollte man
sich die Äußerungen Benedettos bezüglich der von ihm zynisch genannten Karikaturen noch mal durch den
Kopf gehen lassen?! Ein Papst der eine Rede hält nur um den Beitritt eines Landes zu einer politischen
Vereinigung zu verhindern, handelt wohl ebenfalls zynisch! Und ich sage das bewußt, im Hinblick auf die
vielen Stimmen die meinen, damit (also mit der Reaktion der Türkei, die letztlich ja nur protestiert
hat, was ja auch ihr gutes Recht ist!) sei ein EU Beitritt dieses Landes vom Tisch! Sollte das die Intention
der Papst Rede gewesen sein, sollte der Papst also mehr oder weniger berechnend das Feuer an die Lunte
gelegt haben, dann wäre das in der Tat zynisch und der Papst nicht besser als eine gewisse dänische
Zeitung!
#42 gelasius 23:18:31 | Samstag, 16. September 2006
A.Leverkühn Armer Thomas Mann ! Sie vergessen zu erwähnen, wie sich die Araber und später die Osmanen
ihr dann ach so gerechtes Reich erobert haben. Gab es da nicht wenigstens ein bißchen Gewalt? Wenn man
die zeitgenössischen Berichte so mancher Eroberung im Mittelmeerraum liest,könnte man sogar zu der Auffassung
gelangen, daß es ganz außerordentlich grausam zuging dabei. Hinterher war es für die Überlebenden,
wenn sie sich denn zum Islam bekehrt haben, vielleicht ziemlich gerecht . Nur seltsam,daß sich alle nichtarabischen
Mittelmeervölker von diesen wunderbaren Errungenschaften befreit haben und zum Christentum zurückgekehrt
sind sobald sie konnten.
#41 Doritta 23:11:46 | Samstag, 16. September 2006
Reaktionen So sieht also die Zukunft des Christentums in Europa aus: Wahrscheinlich sterben wir ohnehin
aus bzw. werden wir von den Islamisten mundtod gemacht. Na toll! Ich wette, daß Europa in 100 Jahren
weitgehend islamisiert ist. Die Reaktionen auf die Papstrede sind nur der Vorgeschmack darauf, was unter
der Oberfläche brodelt. Jetzt muß sich sogar ein Papst für etwas entschuldigen was er nie beabsichtigt
hatte !!!!!!! Welch unfaßbare Beleidigung für ihn! Nur schade, daß in diesem Fall die gesamte christliche
Welt nicht protestiert. Wie lau wir doch geworden sind! Aber etwas kann schon hier festgehalten werden:
MIT DEM ISLAM WERDEN WIR ZU NOCH ZU RECHNEN HABEN.
@ Vorposter Der Islam war erstmal eine arabische Religion! Und er hat erstmal für diese Araber eine Menge
positives gebracht! Ähnlich wie Bismarck die Deutschen, hat Mohammed die Araber geeint! Mohammed war
wie Bismark oder Garibaldi in Italien (im Unterschied aber zu Jesus) ein Staatsmann. Die Gewichtung und
die Mittel zu Erreichung von Gerechtigkeit unterscheiden sich im Islam und im Christentum gravierend!
Der Islam ist prinzipiell eine Religion die großes Gewicht auf das legt, was wir heute soziale Gerechtigkeit
nennen würde. Die Mittel um das zu erreichen, sind im Islam quasi identisch mit der Idee des gerechten
Herrschers, einer Idee die spätestens mit dem Tod Mohammeds und dem Streit um seine Nachfolge primäre
Bedeutung bekam. Der Islam hat den Arabern einmal eine nationale Einheit beschert, zum anderen Größe
und Reichtum in Form eines Weltreichs, zum letzten aber vor allem eine durchaus einzigartige Idee von
Gerechtigkeit, nämlich die der sozialen Gerechtigkeit und die Idee des gerechten Herrschers, beides Ideen
die sich in Europa erst innerhalb vieler Jahrhunderte bis hin zu Arbeiterbewegung und Demokratie entwickeln
musste! Leider werden diese Leistungen des Islam kaum gesehen! Alles wird eurozentristisch und christozentristisch
betrachtet! Das ist schade!
#39 Caelestius 22:34:40 | Samstag, 16. September 2006
Na klar! Küng und Kuschel sind die Totengräber jeder vernünftigen BEschäftigung mit dem „wahren Islam“ –
um den sollen wir uns ja bemühen, fordern regelmäßig muslim. „Geistliche“. Wer auf kuschelige Thesen
hereinfällt, wird auch den EINEN Satz des Papstes „böse“ finden, klar. Aber der Islam ist was er ist:
zu 80% Terror schon in den „ersten Tagen“! Brandschatzen, ausrotten jüdischer Stämme, morden, meucheln,
listig und verschlagen. Warum betrachten wir den Islam nicht endlich mal nüchtern-historisch? Hallo!!!!!!!!!!
Das sind Fakten!!!!!!!!!! Wenn die ihre eigen Geschichte nicht aufarbeiten können, ist das deren Problem.
Wir dürfen ab heute nicht mehr schweigen und müssen den Muslims mal sagen, was sie für Dreck am Stecken
haben – wir haben das jetzt – zumindest in Europa – lange genug an uns selbst geübt. Jetzt gehts los:
Ich lass mich nicht mehr betrügen – auch nicht von Küng und Kuschel: beide an einen Fallschrim hängen
und über dem tobenden Muslim-Mob abwerfen. Mal sehen, wie weit sie kommen mit ihrem Freide, Freude, Weltethos
und „der Islam, ist lieb“-Geschwafel!
@ Vorposter Haben Sie das Buch „Der Islam“ von Küng gelesen? Es ist sehr gut! Da gibt es nix dran zu
rütteln! Von seiner Trilogie der drei monotheistischen Religionen ist es meiner Ansicht nach das beste!
(Das schlechteste ist das über das Judentum!) Küng hat sehr wohl Ahnung! Was er schreibt ist fundiert
und durchdacht!
#35 Caelestius 22:14:10 | Samstag, 16. September 2006
Hans Küng hat ein Problem … eine Hand voll Tübinger Leute (überwiegend alte Omas, ein paar immer-lächelnde
arabische Studenten und ein Studierendenpfarrer) klatschen ihm beständig Beifall. Nur, was noch keiner
weiß: Küng hat keine Ahnung, wovon er in seinen Büchern so vollmundig schreibt: Er kann den Koran noch
nicht einmal in der Originalsprache lesen, schreibt aber munter ne Einführung in dem Isalm! Küng kann
nur an Rom rummmeckern und motzen, aber er ist ebenso wie sein Nacholger bei der Welt-Ekel-Stiftung inkompetent
und läßt sich seine Bücher von Hiwis und Assistenten zusammenschmieren. Das muß mal gesagt werden.
Und dann nimmt sich Hänschenklein auch noch die Frechheit heraus, Bene zu kritisieren – das doch nur,
weil er, der große KüngelKüng nicht voher als Islamexperte von Bene um seine Meinung gebeten worden
ist. „Purer Neid“, das stimmt schon.
#34 Parzifal 22:13:51 | Samstag, 16. September 2006
Wer ist Volker Beck ? War das nicht der den Ihre Gesinnungsgenossen damals in Moskau glatt umbringen wollten?
Da konnte man dann deutlich erkennen wie sehr sich die Pius Leute von Gewalt distanzieren! Von daher:
Sie haben mehr mit den Fanatikern des Nahen Ostens geimein, als Ihnen lieb sein kann. Mal ne andere Frage!
Kennen Sie einen Dr. Yavuz Özoguz? Was fällt Ihnen dazu ein? Wie kann es sein daß kreuz.net quasi die
Leute hochpäppelt die heute gegen den Papst demonstrieren und ihm vielleicht sogar mit dem Tode bedrohen?
Oder hatten Sie damit ein Problem als Özoguz hier Gewalt gegen Beck verteidigt hat? Ich kann mich nicht
erinnern! Kehren Sie erst mal den Bockmist vor Ihrer eigenen Haustüre zusammen, Sie Haßprediger!
Fast unbekannte Menschen… bezeichnete Grünen-Fraktionsgeschäftsführer Volker Beck die Papst-Äußerungen
als »merkwürdig einseitig und geschichtsblind«.“ Wer ist Volker Beck ?
#32 Malachias † 20:08:42 | Samstag, 16. September 2006
@Karl Murx Ihre Entdeckungen sind ja hochinteressant…! Haben Sie das allein herausgefunden oder haben
Sie etwas darüber gelesen? Falls letzteres der Fall sein sollte, wären Sie so nett und könnten Sie
uns mitteilen, wo?
#31 gelasius 18:23:53 | Samstag, 16. September 2006
Aufstehen ! Jetzt wird es Zeit, aufzustehen und Flagge zu zeigen. Lassen wir uns unsere Redefreiheit nicht
nehmen und unterstützen wir den Heiligen Vater. Schreiben wir massenhaft e-mails an die Botschaften der
Türkei,Ägyptens, des Iran und Pakistans und protestieren gegen die gelenkten Haßausbrüche der tobenden
Islamistenhorden. Was nun Herrn Küng angeht, so hat er jetzt auch noch für den Letzten öffentlich seinen
schlechten Charakter demonstriert und mit seiner Aussage zu den „ Grenzen des Theologen Ratzingers“ gezeigt,
daß das Motiv all seiner Kritik der blanke, schiere, primitive Neid ist. Vielleicht sollte man auch ihn
mit Post bedenken ? Ich habe meine Meinung der türkischen Botschaft schon mitgeteilt und hoffe, daß
viele das auch tun.
#30 Karl Murx 16:34:56 | Samstag, 16. September 2006
@Otterbeck: Was hatte mein Einwand mit Existenzialismus zu tun? Meine Frage war, ob Bendikt XVI. genauso
antitrinitarisch wie der Islam sei. Wenn sie beweisen können, daß die Frage 47) des Kompendiums mit
dem, was die Allerheiligste Dreifaltigkeit ist, völlig übereinstimmt, gibt es kein Problem. Hier ist
der Stein des Anstoßes: 47. Wer ist der Heilige Geist, der uns von Jesus Christus geoffenbart worden
ist? 243-248 Er ist die dritte Person der heiligsten Dreifaltigkeit. Er ist ein und derselbe Gott mit
dem Vater und dem Sohn. Er „geht vom Vater aus“ (Joh 15, 26), der als Anfang ohne Anfang der Ursprung
des gesamten Lebens der Dreifaltigkeit ist. Er geht auch aus dem Sohn hervor (Filioque), weil der Vater
ihn dem Sohn als ewiges Geschenk mitteilt. Vom Vater und vom Mensch gewordenen Sohn gesandt, führt der
Heilige Geist die Kirche „in die ganze Wahrheit“ (Joh 16, 13). Frage: Seit wann ist der Hl.Geist eine
Gabe des Vaters and den Sohn? Dem Vater kommen drei trinitarische Notionen zu: 1) aktive Zeugung – 2)
aktive Hauchung – 3)Prinzip ohne Prinzip Dem Sohn kommen zwei zu: 1) passive Zeugung – 2) aktive Hauchung.
Dem Geist kommt nur eine Notion zu: er ist die passive Hauchung! Würde der Sohn außerhalb der Zeugung
den Hl.Geist als Gabe empfangen, müßte der doch eine Notion des passiven Behauchtwerdens aufweisen.
Welches Wortmonstrum, Die Zeugung des Sohnes wäre dann auch nicht vollkommen, wenn er vom Vater innerhalb
dieser Zeugung nicht die aktive Hauchkraft mitgeteilt bekäme.
er kann nichts mal im gleichen Atemzug genannt werden, so nichtig ist er! …da nach Lehrmeinung der hlg.rk.
Kirche nur sie alleine die seeligmachende und zu Gott führende ist. Und damit ist alles gesagt was zu
sagen und zu diskutieren gibt – und wie es Gott alleine gefällt. Das hat ja bekanntlich nichts mit dem
persönlichen Gefallen der einzelnen Seelen zu tun. Egal wie wichtig sie sich halten – hier oder sonst
wo. Deo Gratias!
#28 Malachias † 16:22:32 | Samstag, 16. September 2006
@Dr. Otterbeck Wer aber war der „Übergangspapst“? Erst dieser –- oder doch der, der ihn zum Kardinal
erhob?? Weder noch! Der „Übergangspapst“ war in meinen Augen Pacelli/Pius XII., der schon stark apostatische
Züge (das natürliche Leben von Juden wird höher bewertet als das übernatürliche Leben von [potenziellen]
Christen) an sich trug und bei dem es somit schon sehr sehr fraglich ist, ob er Papst war. Was die Nachfolger
betrifft, ist so gut wie sicher, dass sie es nicht waren/sind… o^/
#27 Dr. Otterbeck 15:35:11 | Samstag, 16. September 2006
placet iuxta modum @Heger Die Türkei ist wahrscheinlich seit dem 12.09.2006 aus der EU „raus“ und der
Gottesbezug kommt nach der Abdankung Chiracs 2007 in den EU-Verfassungsvertrag „rein“. Da riskiere ich
eine mittelschwere Wette. @Montfalcone In diesem Sinne nämlich ist B XVI durchaus „Politiker“. Im 17.
Jh. meinte man mit „politicanti“ die Papstkandidaten, die den Monarchien zu Willen sind. In dieser Hinsicht
ist Benedetto sicherlich Mega-Eiferer (Weg mit der Tiara! Die trägt nur noch Petrus am 29. Juni im Petersdom);
aber im Kontext der „neueren Päpste“ (wie Dignitatis Humanae die Linie seit Pius IX. auszieht) ist er
eben doch Diplomat. Die u.U. bewusst „fahrlässige“ Interpretierbarkeit war sicherlich nicht so „naiv“
wie Herr Ring-Eifel (KNA) meinte kommentieren zu müssen. @Malachias Die „Weissagungen“ wurden trotz ihrer
zweifelhaften Herkunft noch in einem Papstbuch der 1920er Jahre pflichtschuldigst abgedruckt. Im Kommentar
wurden die Zweifel daran zwar mitgeliefert, aber seit Pius VI. hatten diese Benennungen beträchtliche
Eigendynamik entwickelt. In der Spur dieser „Eigendynamik“ geben sie vielleicht Anregungen zur Interpretation.
Tatsächlich geht eine bestimmte Erscheinungsform des Papsttums zu Ende, eine „neue“ Form tut sich auf
(eigentlich schon seit Pius XII., der seine universale Vaterschaft heftig empfand). Wer aber war der „Übergangspapst“?
Erst dieser –- oder doch der, der ihn zum Kardinal erhob??
#26 Malachias † 15:15:14 | Samstag, 16. September 2006
@div. @Dr. Otterbeck: Also, das „gloria olivae“ (Ehre/Ruhm der Olive) lässt sich ja nun ganz verschieden
interpretieren. Ich bin an sich der Meinung, dass die von meinem Namensgeber für die letzten Päpste
in seiner Liste verwendeten Symbolnamen durchaus auf alle Konzilspäpste, teilweise auch schon für ihre
Vorgänger (nach Pius X.) passen: Jedenfalls auch die Interpretation von „gloria olivae“ im Sinne von
„Freund des Judentums“ oder auch „Friedensfreund“/Pazifist“… Die Tatsache, daß die Liste von „Malachias“
zu Ende geht, muss kein Hinweis auf ein zu erwartendes Weltende sein, es kann auch ein Hinweis auf die
zu Ende gehende Ära des „petrinischen Zeitalters“ (Franz Rosenzweig) sein, in dem es ein Papsttum gibt/gab…!
Die „evangelischer“ (kerygmatischer) Amtsauffassung“, von der Sie sprechen – ich würde sogar von „[fett]evangelisch-kerygmatischer
Theologie“ sprechen, deutet ebenfalls in diese Richtung:Ablösung der petrinischen Ära durch eine paulinisch-johanneische.
Auch die von Roncalli bis Wojtyla gewählten Papstnamen deuten ja ganz in diese Richtung… @Montfalcone:typischen
antisemitisch-sedesvakanzlerischen Psychopathologie. Das ist keine Rhetorik; man lese sich diesen Kram
doch mal durch; das sind Textbuchfälle für Schizophrenie Bitte bringen Sie Beweise! Rumpolemisieren
und Diffamieren kann jeder und tut vor allem der, der keine Argumente hat.Das ist definitiv nicht christlich![fett]
Richtig, Dr. Ottebeck! der Papst hat in Regensburg an Mariä Namensfest ein Zeugnis für Wahrheit und
(!) Vernunft abgelegt. Damit hat er am 12. September auch auf den 11. September geantwortet. Ich freue
mich, mit Herrn Dr. Otterbeck einmal einer Meinung sein zu können. Angesichts der unerhörten Äußerungen
selbst im EU-Beitrittskandidat Türkei ist jedes Herummäkeln an den (sachlich zutreffenden) Äußerungen
des Papstes ein abgeschmackter Mangel an Rückgrat. Salih Kapusuz, ein stellvertretender Vorsitzender
der Partei des türkischen Premierministers Recep Tayyip Erdogan seinen Senf mit folgender charmanter
Sentenz ab: „Benedikt, der Autor solcher unglücklichen und unverschämten Bemerkungen ist dabei, in die
Geschichte einzugehen für seine Worte – er wird in die Geschichte in derselben Weise eingehen wie Hitler
und Mussolini.“ Mehr hier. www.ctv.ca/…pope_060915/20060915?hub=CTVNewsAt1… MfG Christoph Heger
#24 Montfalcone 14:56:24 | Samstag, 16. September 2006
@ Dr. Otterbeck Na, ob ich den Hl. Vater wirklich zu den moderati tun würde? Jedenfalls ist es, so wie
Sie jetzt das Gespräch rahmen, insofern berechtigt, als daß es keinen Widerspruch zwischen ecclesiaund
scientiagibt, geben kann, wie er immer wieder dargelegt hat; das ist es ja eben – die ecclesia semper
triumphans ist kein Häufchen verhuschter Ewiggestriger. Sie ist auch und immer Kirche in der Welt, alles
Andere wäre weder dem Auftrag noch der Tradition gemäß. Und niemand hat das so gut formuliert wie der
Hl. Vater. Das heißt aber, in der Welt sein, jedoch nicht, ihr zu dienen. Deswegen sind klare Aussagen
und klare Standpunkte nötig und willkommen, auch zu solch einem hohen Preis wie jetzt – er hat ja wirklich
seine eigene Sicherheit gefährdet, um die Wahrheit zu sagen. Daß andererseits Gefährdungen minimiert
werden müssen, ist selbstverständlich; daher auch die „Entschuldigung“, aber es heißt nicht, machiavellistisch
zu sein, wenn man diese richtig einordnet…
#23 Dr. Otterbeck 14:41:04 | Samstag, 16. September 2006
Schon möglich, Montfalcone! Joseph Ratzinger ist immerhin Vollprofi; und auch „Politiker“ (wenn man die
Unterscheidung des 17. und 18. Jh. der Papsthistorie noch anwenden darf); „Zelant“ (wie J P II) ist jemand,
der sich in die Ahnenreihe Benedikt XIV. – Benedikt XV. stellt, eher weniger.
#20 Montfalcone 13:48:00 | Samstag, 16. September 2006
Diplomatisches Bedauern… … ist ja auch in Ordnung; anders geht es ja wohl auch nicht. Auch das war
vorher sicher einkalkuliert, und es ist dem Hl. Vater von den hardlinern auch nicht übelzunehmen. Das
gehört einfach dazu. Von der Wichtigkeit, Angemessenheit und dem Segensreichtum der Vorlesung nimmt das
keinen Deut weg. Der Hl. Vater wurde in seiner Promotionsphase „Goldmund“ genannt – natürlich nicht wegen
Hesse, sondern wegen dem Kirchenvater Hl. Joh.s Chrysostomos. Diesen Spitznamen hat er sich wieder einmal
redlich verdient und den Glanz seines rhetorischen Schwertes aufpoliert – ist es zuviel gesagt, daß man
den Eindruck bekommt, er schreite, auf seine ganz eigene Art, in Richtung Heiligkeit…?
#19 Sulpicius 13:43:27 | Samstag, 16. September 2006
Papst bedauert Äußerungen über Islam Papst Benedikt XVI. hat Missverständnisse nach seinen umstrittenen
Äußerungen zum Thema Islam und Gewalt bedauert. Das sagte der neue Kurienkardinal Tarcisio Bertone am
Samstag in Rom. Der Papst sei „extrem betrübt“, dass „einige Passagen“ seiner Rede in Regensburg die
Gefühle von Moslems verletzt hätten.
#18 Montfalcone 13:30:21 | Samstag, 16. September 2006
Kritik am Hl. Vater in dieser Zeit… … ist nun wirklich ein Zeichen von abgrundtiefer Dummheit, Verbohrtheit,
oder gar der typischen antisemitisch-sedesvakanzlerischen Psychopathologie. (Das ist keine Rhetorik; man
lese sich diesen Kram doch mal durch; das sind Textbuchfälle für Schizophrenie.) Besser als Dr. Otterbeck
kann man es nicht sagen, gerade was Küng/Beck anbetrifft, wobei: dem Hl. Vater die Möglichkeit der Vorlesung
als Diskursform absprechen zu wollen, ist ahistorisch und abseitig. Daß es gelingen kann und besonders
sinnvoll ist – geradeweil es in solch einem Kontext sehr viel besser ging als in einer Predigt etwa –,
haben wir doch gerade gesehen.
#16 Sulpicius 13:25:32 | Samstag, 16. September 2006
Papst entschuldigt sich Papst Benedikt XVI. hat sich nach Angaben des Vatikan für seine umstrittenen
Äußerungen zum Islam entschuldigt. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.
#15 Dr. Otterbeck 13:23:28 | Samstag, 16. September 2006
@Malachias Wenn Ihr Name dem Malachias der mutmaßlich gefälschten Weissagungen entlehnt ist, dann rechnen
Sie doch sowieso schon damit, dass „gloriae olivae“ eine jüdische Unterwanderung der Kirche und „zwingend“
den baldigen Weltuntergang anzeigt?? Das Gegenteil ist der Fall. B XVI beendet die Epoche der (ggü. weltlicher
Herrschaft) defensiven Päpste und eröffnet, in der Spur seiner Vorgänger, eine Ära „evangelischer“
(kerygmatischer) Amtsauffassung; und das, zu Ihrem Verduss: in nomine Domini.
#14 Malachias † 13:09:16 | Samstag, 16. September 2006
Hans Küng hat recht: Das war ein Fehler! Auch wenn Hans Küng wie Joseph Ratzinger unfehlbar verkündete
katholische Dogmen (Unbefleckte Empfängnis und leibliche Himmelsaufnahme Mariens, Unfehlbarkeit des Papstes)
ablehnt, wird man ihm (und Volker Beck) an der Stelle recht geben müssen: Während Ratzinger/B16 bei
seinem vorletzten Deutschlandbesuch das Talmud-Judentum noch mit Synagogenbesuchen beehrte, schießt er
nun- ganz im Gegensatz zu seinem Vorgänger, der noch meinte, den Koran küssen zu müssen, den er aber
trotz dem für beatifikabel hält -mit mittelalterlichen Zitaten auf den Islam und dies vor dem Hintergrund
massiver Bedrohung und gewaltsamer Übergriffe Israels und der USA auf islamische Staaten… Er soll
sich was schämen!!!
#13 Dr. Otterbeck 12:52:31 | Samstag, 16. September 2006
Murx, der Existenzialist im Gewande des Exorzisten; der Papst hat in Regensburg an Mariä Namensfest ein
Zeugnis für Wahrheit und (!) Vernunft abgelegt. Damit hat er am 12. September auch auf den 11. September
geantwortet. Das war mutig, beherzt und auf milde Weise sogar provokativ. Es sollte sicherlich eine gelehrte
Provokation im Raume der Wissenschaft bleiben. Wenn das Feinde der Vernunft im Namen der Religion zu Hasspredigten
nutzen: Das musste diesmal riskiert werden. Die rhetorische Abfederung des Manuel-Zitats war vielleicht
nicht unmissverständlich genug, aber gegen Umdeutungen musste sich Joseph Ratzinger auch im „eigenen“
Lager immer wehren. Trotzdem kann er nicht schweigen. Bereits die Differenzierung zwischen „frühen“ und
„späten“ Suren des Koran lässt Fanatikern die Zornesröte ins Gesicht steigen, ganz so wie das „für
alle“ im deutschen Messtext („NOM“) diesseits der Alpen. Darauf kann man nicht endlos Rücksicht nehmen.
Ich bleibe bei meiner Wertung: Diese Vorlesung markiert den Anfangspunkt für das große Thema der nächsten
Jahre. Den Zorn islamischer Integralisten darf man aus Liebe zur Vernunft „in Kauf nehmen“, um den Schatz
im Acker zu erwerben. Irgendwie auch niedlich, dass sich der schwule Beck und Küng jetzt „am Hindukusch“
gegen den Papst echauffieren.
#12 Karl Murx 12:32:05 | Samstag, 16. September 2006
Das ist keine Frage von unterlegen, oder überlegen! Das ist eine Frage von wahr und falsch! Wie auch
immer, ein falsches, häretisches Christentum ist dem Islam sicherlich unterlegen. Diese Häresien kann
man leicht dem KKK und seinem neuen Kompendium entnehmen. Siehe die Frage 47 des Kompendiums zum Ausgang
des Hl.Geistes. Da dort behauptet wird, der Hl.Geistes gehe vom Vater zum Sohn aus, was damit den Sohn
dem Vater subordiniert, ist diese mehrfach verurteilte antichristliche Häresie manifest.
#11 Pünktchen 12:07:05 | Samstag, 16. September 2006
Sulpicius; Dr. Otterbeck; Der Regensburger Vortrag von Papst Benedikt XVI. ist auf der Vatikanseite veröffentlicht
www.vatican.va/…y-regensburg_ge.html! Es sind dort auch die englische und italienische Übersetzung
abzurufen! Es wäre zu wünschen, daß der Vatikan auch eine arabische und eine türkische Übersetzung
bereitstellt, denn in den Ländern der gelenkten religiösen Erregung wird zum Teil die Veröffentlichung
des Vortrages unterdrückt! So ist z.B. im mehrheitlich muslimischen Kaschmir die Polizei ausgerückt,
um Zeitungen zu beschlagnahmen, die über die Rede berichtet haben.
#10 Dr. Otterbeck 11:56:27 | Samstag, 16. September 2006
Ist Ratzinger dem Küng unterlegen? Endlich, endlich kann Hans Küng, unisono mit Volker Beck, mal wieder
was gegen den Papst und zugunsten seiner eigenen grenzenlosen Erkenntnis vortragen. Paul Badde hat mit
Recht daran Zweifel geäußert, ob ein Papst überhaupt Vorlesungen halten soll. Das ist möglicherweise
ein Problem; aber dieses eine Mal genügt auch. Jeder, der jetzt ängstlich zurückzuckt und meint, die
Sache sei dem Papst aus dem Ruder gelaufen, der irrt. Ein gewisses provokatives Element war im Thesenanschlag
zu Regensburg durchaus beabsichtigt, in komprimierter Form: Und in mehrere Richtungen. Auch der „späte
Ratzinger“ („Abschiedsvorlesung??“) ist seinen Kritikern immer noch haushoch, turmhoch überlegen. Denn
er zwingt nicht nur dem Islam eine „Reformation“ auf, auch der „Aufklärung“. Das ist es, was in Regensburg
passiert ist, ein neues Leitmotiv ist da:Aufklärung für alle, mittels der katholischen Wahrheit. Also
nicht: Religion in den Grenzen der praktischen Vernunft, sondern Vernunft auf dem weiten Felde der Ehre
Gottes. Diese Vorlesung hat ein Resumee aus 2000 Jahren gezogen und ein neues Kapitel eröffnet. Das werden
besonnene Vertreter des Islam wie der Moderne noch ausloten. Hoffentlich kann Rom schnell den definitiven
Text herausbringen.
#9 Sulpicius 11:46:05 | Samstag, 16. September 2006
Nicht gelesen, aber kommentiert Der Chef des staatlichen Religionsamtes in der Türkei, der Benedikt XVI.
scharf kritisierte, hat den Text der Ansprache nicht einmal gelesen. Der Chef des staatlichen Religionsamtes
in der Türkei, Ali Bardakoglu, hat zugegeben, die umstrittene Rede von Papst Benedikt XVI. nicht vollständig
gelesen zu haben. Seine scharfe Kritik am Papst habe er auf der Basis von Pressemeldungen über die Äußerungen
von Benedikt formuliert, sagte Bardakoglu der Zeitung „Hürriyet“ vom Samstag. Nun werde er sich den vollständigen
Text aus dem Deutschen übersetzen lassen. Ein „Hürriyet“ -Kolumnist warf Bardakoglu deshalb Nachlässigkeit
vor und kritisierte auch die scharfen Reaktionen in anderen Teilen der islamischen Welt. Bardakoglu hatte
in den vergangenen Tagen eine Entschuldigung vom Papst verlangt und dem Oberhaupt der katholischen Kirche
eine „ Kreuzfahrermentalität“ vorgeworfen. Quelle: „Österreich“
#8 Pünktchen 11:35:46 | Samstag, 16. September 2006
Islam und „das Märchen der islam. Toleranz“ . Im heutigen FAZ-Feuilleton findet sich ein lesenswerter
zweiseitiger Artikel des Greifswalder Althistorikers Egon Flaig zu den kriegerischen Aspekten des Islam.
Er hat sich in den vergangenen Jahren wissenschaftlich mit dieser Frage beschäftigt und kommt zu dem
Ergebnis, daß die Weiterverbreitung des Märchens von der „islamischen Toleranz“ diejenigen muslimischen
Intelektuellen behindere, „die ernsthaft an jener Reform des Islam arbeiten, die im 19. Jahrhundert so
erfolgversprechend begann. Denn er beraubt sie der Chance, eine Vergangenheit zu überwinden, die ansonsten
zur abscheulichen Gegenwart zu werden droht.“ Diese Vergangenheit ist gewalttätig durch und durch; selbst
die christlichen Kreuzzüge sind hilflose Antworten auf den Dschihad gewesen, dessen Endziel die Welteroberung
ist. „Lautete der Missionsauftrag Jesu, alle Völker zu bekehren, ihnen aber ihre politische Ordnung zu
lassen, so besteht das Ziel des Islam darin, alle Nichtmuslime politisch zu unterwerfen, ihnen aber ihre
Religion zu lassen, falls es Buchreligionen sind.“ Die islam. Toleranz gegen Andersgläubige läuft auf
eine Apartheid hinaus, in denen „Dhimmi“, Unterworfene, Menschen minderen Rechtes sind! Was das im einzelnen
heißt, bitte im Artikel nachlesen! Selbst andersgläubige Mehrheiten (!) wurden auf diese Weise kolonisiert
und dann islamisiert. Der Islam versteht den Dschihad als Erfüllung eines universalen göttl. Auftrages
zur Unterwerfung der Menschheit unter den Herrschaftsanspruch d. Islam.
Oriana Fallaci + „(…). Unsere kulturelle Identität ist deswegen genau umrissen. Sehr präzise. Und
auf keinen Fall bezieht sie die moslemische Welt mit ein, auf keinen Fall lässt sie einen Einfluss zu,
und seit zweitausend Jahren beruht sie auf einer Religion, die christliche Religion heißt. Einer Kirche,
die katholische Kirche heißt. Eine Kirche, die uns mehr geformt hat, als uns lieb ist. Nehmen Sie mich
zum Beispiel. »Ich bin Atheistin, ich bin antiklerikal, ich bin ein Freigeist, ich habe nichts mit der
katholischen Kirche zu tun«, sage ich gewöhnlich. Und es ist wahr. Aber nur die halbe Wahrheit. Denn,
ob es mir gefällt oder nicht, ich habe damit zu tun. Verdammt, und wie! Und wie könnte es anders sein?
Ich bin in einer Landschaft voller Kirchen, Klöster, Christusfiguren, Madonnen, Heiliger und Kreuze geboren.
Die erste Musik, die ich gehört habe, als ich auf die Welt kam, war Glockenläuten. Das Glockenläuten
von Santa Maria del Fiore, das, als-das-Zelt-dort-stand, vom Geschrei des Muezzins übertönt wurde. Mit
dieser Musik, in dieser Landschaft, mit dieser Sprache, der Kultur dieser Kirche, vor der sich sogar große
Geister wie Dante Alighieri und Leonardo da Vinci und Michelangelo und Galileo Galilei verneigt haben,
bin ich aufgewachsen. Durch sie habe ich gelernt, was Bildhauerei ist, Architektur, Malerei, Poesie, Literatur,
was Schönheit und was Wissen sind. (…).“ Oriana Fallaci: Die Wut und der Stolz, 2004, S. 146 f. Sehr
empfohlen!
die mohammedaner haben schon recht mit ihrer enttäuschung. erst küsst ein papst den koran, und jetzt
übt der nachfolger kritik an ihrer religion. da soll man noch durchblicken. ein schönes wochenende wünscht
euer jolie
Islamismus Die Kritik an den Worten des Hl. Vaters kommt im Wesentlichen aus den Ländern der islamischen
Welt, in denen fundamentalistische Bewegungen die öffentliche Meinung dominieren. Die Führungseliten
dieser Bewegungen können auf eine breite z.T. ungebildete Anhängerschaft zählen und versuchen dabei
in ihren Machtfantasien jene Expansionsdynamik des Islam wieder zu entfachen, die das christliche Abendland
wiederholt gefährdet hat (Tours und Portiers 732, Lepanto 1571 oder Wien 1683). Angesichts der Reaktionen
auf die, aus dem Zusammenhang gerissenen Zitate des Hl. Vaters, wird man sich die Frage nach der angemessenen
Reaktion in der westlichen Welt stellten müssen, insbesondere in Hinblick auf die Berichterstattung in
den Medien (siehe diese Meldung!). Verbunden damit ist allerdings die wichtigere Frage, in wie weit wir
im Westen tatsächlich noch in der Lage sind, trotz der misslungenen Aufklärung des 17. und 18. Jh. und
der ihr innewohnenden Dialektik, unsere christlich – abendländischen Wurzeln, gegen die zunehmende islamistische
Bedrohung, wie sie in diesen Reaktionen zum Ausdruck kommt, zu verteidigen.
#1 Aurelius 10:23:48 | Samstag, 16. September 2006
Islamisierung der ehemals christlichen Welt Es geht doch gar nicht darum, was der Heilige Vater gesagt
hat. Es ist meiner Meinung nach auch zu bezweifeln, daß die islamischen Religionsführer die Worte des
Papstes überhaupt gelesen haben. Und wenn ja, dann haben sie diese wohl bewusst falsch verstanden. Es
geht doch nur darum, diese Gelegenheit zu nutzen und Moslems in aller Welt gegen die ehemals christliche
Welt aufzuhetzen –- und das, wie man sieht, mit immer mehr Erfolg. Man kann die derzeitige Hetze gegen
Papst Benedikt durchaus im Zusamenhang mit der Hetze aufgrund der Mohammed-Karrikaturen sehen. Im selben
Zusammenhang steht die weite Ablehnung, einen Gottesbezug in die auf Eis gelegte europäischje Verfassung
einzuarbeiten. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann die erste Kirche brennt. Und wenn wir so weiter machen,
ist es auch nur eine Frage der Zeit, bis ein christlicher Feiertag durch einen islamischen ersetzt worden
ist (Vertreter der „Grünen“ in Deutschland haben das ja schon bei mancher Gelegenheit lauthals gefordert).
Solange die Christen in Europa auf der Welt sich nicht zu ihrem Christentum bekennen und auch dahinter
stehen, solange christliche Werte mit Füßen getreten werden und durch political correctness ersetzt
werden, solange noch mehr Kopftücher unser Straßenbild zieren, solange die längst überfällige Leitkulturdebatte
nicht mit Nachdruck geführt wird, ist das einst christliche Europa zum Tode verurteilt. Aber Hauptsache
man öffnet der Tükei die Tür zur EU.