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Montag, 18. September 2006 14:17
Kardinal Bertone ist in den Sturm geraten
Der neue Kardinalstaatssekretär hofft, daß der Dialog mit dem Islam wieder aufgenommen werden könne. Er vertraut dabei auf zwei Dinge.
Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone
Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone
(kreuz.net) Der Vatikan ist weiter darum bemüht, den Frieden mit der arabischen Welt wieder herzustellen.

Er forderte die Nuntien der islamischen Länder auf, die Absichten der Papstrede anhand der Erklärung aus dem Staatssekretariat noch einmal darzulegen.

In einem Interview mit der Mailänder Tageszeitung ‘Corriere della Sera’, erklärt der neue Staatssekretär des Vatikan, Tarcisio Kardinal Bertone, daß es zu einer schweren Manipulation des Textes in der arabischen Welt gekommen sei.

„Das Zitat des Kaisers aus dem 14. Jahrhundert war nur ein Auszug einer langen Rede, ein großes Fresko der Beziehungen zwischen menschlichem Verstand und der Geschichte Europas. Eine derart große und programmatische Rede ist zum Fragment eines Zitats reduziert worden“, bedauert der Kardinalstaatssekretär.

Bertone hofft, daß der Dialog mit dem Islam wieder aufgenommen werden könne.

Der vatikanische Staatssekretär gesteht, daß er sein Amt in einer turbulenten Phase übernommen habe. „Ich bin sofort in einen Sturm geraten (…).“

Er vertraue jedoch auf zwei Dinge: „Die spirituelle Kraft von Papst Benedikt XVI. und das Gebet, mit dem die ganze Kirche ihn unterstützt“, sagt Kardinal Bertone.

Trotz der Ereignisse der vergangenen Woche hofft der Kardinalstaatssekretär, daß die für November geplante Reise des Papstes in die Türkei stattfinden kann: „Morgen ist das erste Treffen der türkischen Bischofskonferenz geplant, die über das Programm diskutiert. Bis jetzt gibt es keine Gründe, die Reise abzusagen“, erklärte Bertone.

Terrordrohungen und Proteste
Die Terrororganisation Al Kaida droht unterdessen weiter mit Anschlägen: „Wir sagen dem Diener des Kreuzes: Warte auf die Niederlage“, hieß es in einer am Montag im Internet veröffentlichten Erklärung.

„Wir sagen den Ungläubigen und Tyrannen: Wartet, was euch heimsuchen wird. Wir setzen unseren Heiligen Krieg fort“, hieß es weiter. „Wir werden das Kreuz zertrümmern.“

Demonstranten in der südostirakischen Stadt Basra verbrannten heute aus Protest gegen Benedikt XVI. deutsche Fahnen und ein Abbild des Papstes. Die etwa 500 Demonstranten forderten eine Entschuldigung des Papstes für sein Zitat aus dem 14. Jahrhundert.

Die Demonstranten waren einem Aufruf des einflußreichen Ayatollahs Machmud al-Hassani gefolgt. Auch Flaggen der USA wurden von der wütenden Menge angezündet.

Im nordindischen Bundesstaat Kaschmir sind heute viele Läden und Behörden geschlossen geblieben. Der Verkehr in der muslimisch dominierten Sommerhauptstadt Srinagar war schwach, viele Geschäfte und Ämter streikten aus Protest.

Die Hurriyat-Konferenz, ein von islamischen Gruppierungen getragenes Parteienbündnis, erklärte, der Streik solle zeigen, daß „die Welt nichts toleriert, was sich gegen unseren Glauben und unseren Propheten richtet“.

Zuvor hatte schon der bekannte islamische Würdenträger Scheich Jussuf al-Kardawi weltweit zu einem „Tag des friedlichen Zorns“ aufgefordert. Er rief in einem katarischen Fernsehsender am Freitag zu gewaltlosen Demonstrationen auf.

Der Scheich verbot jedoch, Kirchen anzuzünden.

Zugleich forderte er die Botschafter arabischer und islamischer Staaten im Vatikan dazu auf, beim Heiligen Stuhl schriftlich Protest gegen die Rede von Benedikt XVI. einzulegen.

Verstärkte Sicherheitskontrollen
Nach den Drohungen gegen den Papst hat die Stadt Rom die Sicherheitsmaßnahmen an den wichtigsten Monumenten verschärft. Am Petersplatz werden seit dem Wochenende alle Besucher von Metalldetektoren durchleuchtet.

Laut der italienischen Tageszeitung ‘Il Messaggero’ würden manche Touristen jetzt auch aufgefordert, ihre Taschen zu öffnen und durchsuchen zu lassen. Striktere Kontrollen gibt es auch im Kolosseum. In allen wichtigen Kirchen und Basiliken Roms wurden die Kontrollen verstärkt.

Der Luftraum über dem Vatikan und der päpstlichen Sommerresidenz in Castel Gandolfo ist seit dem gestrigen Sonntag für den Flugverkehr gesperrt.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 48 Lesermeinungen:
Samstag, 23. September 2006 23:16
QUIS UT DEUS: @Peccator
Der Islam ist seinem Wesen nach eine gewaltsame, terroristische „Religion“, oder um es direkt zu sagen, die Religion des Satans.

Ganz meiner Meinung!!

Betet Brüder!

Salve Regina ,mater misericordiae;vita, dulcedo et spes nostra,salve.Ad te clamamus éxsules filii Hevae.Ad te suspiramus geméntes et flentes in hac lacrimarum valle.Eja ergo ,advocata nostra, illos tuos misericordes oculos ad nos convérte.Et Jesum benedictum fructum ventris tui,nobis post hoc exsilium ostende.O clemens o pia o dulcis Virgo Maria.
Ora pro nobis,sancta Dei Genetrix.
Ut digni efficiamur promissionibus Christi.
Dienstag, 19. September 2006 14:27
Benedikt: @ Evelin
Sie finden, dass Benedikt XVI. einen anbiedernden Dialog führt? Worin besteht diese Anbiederung? Sie scheint nicht sonderlich erfolgreich zu sein, wenn man so in den Zeitungen liest.
Dienstag, 19. September 2006 14:24
Peccator: Jede Handlung
der Islamisten beweist nicht anderes, als daß der Papst mit seinem Zitat Recht hat. Der Islam ist seinem Wesen nach eine gewaltsame, terroristische „Religion“, oder um es direkt zu sagen, die Religion des Satans.
Dienstag, 19. September 2006 14:23
Evelin: @ Adrian Leverkuehn
Imam Ayatollah Khamenei ist für die Schiiten eine zentrale Figur. Die Schia hat eine durchorganisierte Klerikerhierarchie.

Hoffen wir, dass Papst Benedikt vom anbiedernden Dialog abrückt und wie ein neuer St. Pius X. ein Erneuerungswerk einleitet.
Dienstag, 19. September 2006 13:19
Sehr befremdlich, dass kath.net über Agca berichtete. Aber es wird wohl noch so manche „Sau durchs Dorf getrieben“ wegen des Kaiserzitats.
Dienstag, 19. September 2006 13:16
Benedikt: Agca…
„Papst Ratzinger, Dein Leben ist jetzt gefährdet, komm absolut nicht in die Türkei. Ich kann dich außerdem nicht empfangen, weil ich mich im Gefängnis befinde“, heißt es im zweiseitigen Brief, den die römische Tageszeitung „La Repubblica“ auszugsweise veröffentlicht hat.

Sein zweiter Satz sagt doch alles über seinen Geisteszustand aus. Und dann auch noch das Gebrabbel über Estermann. Wer nimmt diesen Typen denn noch ernst? Warum kann er aus einer Haftanstalt heraus Pressemitteilungen aussenden?
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