Ist das in Italien aufbewahrte Schweißtuch der Veronika echt oder nicht? Ein deutsches Boulevardmagazin ging der Frage auf den Grund und blieb dabei an der Oberfläche. Ein Kommentar.
(kreuz.net) Das für seine antikirchlichen Vorurteile bekannte Online-Magazin ‘Spiegel’ sprach kürzlich
mit dem seit Jahrzehnten amtsenthobenen deutschen Kirchenrechtler Horst Herrmann.
Es ging dabei um das
berühmte Schweißtuch der Veronika, das in der italienischen Ortschaft Manoppello – 140 Kilometer östlich
von Rom – aufbewahrt wird.
Anlaß für das Gespräch war die jüngste Pilgerreise des Papstes zur Kirche,
wo das Tuch aufbewahrt wird.
Horst Herrmann war ab 1970 Professor für Kirchenrecht an der Wilhelms-Universität
in Münster. Wegen Irrlehren wurde ihm 1975 die Lehrerlaubnis entzogen.
Herrmann leugnete unter anderem
die Stiftung der Katholischen Kirche durch Jesus von Nazareth.
Von 1981 bis zu seiner Emeritierung im
Jahr 2005 verbreitete Herrmann seine Irrtümer am Lehrstuhl für Soziologie an der Universität Münster.
Von Herrmann wollte das Magazin ‘Spiegel’ mehr über die – Spiegel-Zitat – „höchst umstrittene Kirchenreliquie“
in Manoppello wissen.
Das Schweißtuch von Manoppello sei eine Fälschung, darüber müsse „man gar nicht
diskutieren“ – antwortet Herrmann apodiktisch.
Solche Reliquien seien alle „erst“ im dritten oder vierten Jahrhundert
aufgetaucht. Herrmann meint: schriftlich bezeugt.
‘Spiegel-Online’ will von Herrmann wissen, ob die Reise
des Papstes, der ein „rational denkender Mensch“ sei, nicht doch ein Beweis für die Echtheit des Schweißtuches
darstelle.
Dagegen wendet Herrmann ein, daß der jetzige Papst sich „als Chef der Glaubenskongregation
schon immer gegen diese Mystik verwahrt“ habe. Wahrscheinlich glaube der Papst „nicht mal dran“.
Man
müsse kein Wissenschaftler sein, um zu wissen, daß ein Tuch, das im Jahr 33 nach Christus „irgendwo“
benutzt wurde, nicht 400 Jahre später aufgefunden werde: „Was hat das Tuch denn 400 Jahre lang gemacht?“
Daher sage ihm der gesunde Menschenverstand: „Das kann nicht sein.“
„Gesunder Menschenverstand“ ist
ein brauchbares Stichwort.
Das Schweißtuch von Manoppello ist nach Herrmann eine Fälschung, weil es
„erst“ im dritten oder vierten Jahrhundert aufgetaucht ist.
Eigentlich ist das Ganze noch schlimmer,
als Herrmann denkt.
Denn den meisten Katholiken – Bischöfe und Priester eingeschlossen – ist das Schweißtuch
von Manoppello bis heute unbekannt. Und dabei sind seit der Kreuzigung Christ fast zwanzig Jahrhunderte
verstrichen.
Somit sollten wir es der jungen Kirche verzeihen, daß sie in den ersten drei Jahrhunderten
ihrer Existenz offenbar keine Notwendigkeit sah, eine Monographie über das Schweißtuch zu verfassen.
Die Kirche setzte damals andere Prioritäten.
Die Sorge, viel Papier zu produzieren und es in staubigen
Bibliotheken der Nachwelt anzuvertrauen, kam – wie Herrmann richtig erkannt hat – später.
Am Anfang
war das Faktum Argument genug. Und so ist es beim Schweißtuch von Manoppello eigentlich bis heute geblieben.
Der Philosoph René Descartes hatte wohl recht: „Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der
Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, daß er genug davon habe.“
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36 Lesermeinungen
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#36 Dr. Otterbeck 07:59:12 | Mittwoch, 20. September 2006
S. Croce in Gerusalemme, Rom C.P. Thiede sagt, da sei noch „Iesus Nazarinus Rex Iudaeorum“ ermittelbar.
Das „i“ in Nazarinus entspricht, dort genannten Nachweisen nach, der gehoben klassischen Amtssprache;
ein Fälscher hätte „Nazarenus“ geschrieben (wie ein Fälscher des Sindone auch die Wundmale in die Handflächen
gesetzt hätte; ein Fälscher des „Schweißtuchs“ keine offenen Augen riskiert hätte).
#31 gelasius 23:44:05 | Dienstag, 19. September 2006
Bernardin : raitou / u.a. Bernardin ist heute auf dem Pöbeltrip. Die einen sind Mieslinge, die anderen
Schweine – sonst noch was ? Allerdings wüßte ich gern was eigentlich „eckelhaft“ ist. Kommt das von
Ecke ? Ich finde das jedenfalls einfach winkelhaft.
#29 Gotthard 23:31:04 | Dienstag, 19. September 2006
@Toulouse Was hat denn das Stück Holz, dass über dem Kreuz Christi hing (INRI), solange gemacht bis
man es gefunden hat? WO kann ich dieses Stück Holz finden?
#27 gelasius 22:55:37 | Dienstag, 19. September 2006
duc in altum Das kann keiner. Nun, der greinende Drewermann hat sich ja glücklicherweise selbst entfernt
und versucht jetzt das Trauma, das er durch das Konklave erlitten hat, durch eine Eigentherapie zu heilen.
Allen gemeinsam ist den ewig gleichen Krittlern die beleidigte, unfrohe Leichenbittermiene. Dieser gequälte
Gesichtsausdruck ist doch der beste Beweis gegen ihre lächerliche „Wir sind Kirche“ -Behauptung. Sie
mögen ja Kirche sein, irgendeine Kirche, allerdings nicht die Katholische. Oder um den Bruder des Papstes
zu zitieren : eine schreckliche Sekte.
#26 Montfalcone 21:39:28 | Dienstag, 19. September 2006
56 Prozent der Bevölkerung glauben an Wunder Der Allensbacher Monatsbericht ist der Frage gewidmet: Wer
glaubt an Wunder? 56 Prozent der Bevölkerung glauben an Wunder, die Westdeutschen zu einem etwas höheren
Teil als die Ostdeutschen. Dabei unterscheiden sich die verschiedenen Altersstufen nur in geringem Maße.
Auch ist kein wesentlicher Unterschied anhand der Bildung festzustellen. Text: F.A.Z., 20.09.2006, Nr.
219 / Seite 1
#25 duc in altum 21:33:59 | Dienstag, 19. September 2006
Ich kann diese Horst Hermänner, Uta-Ranke Heinemänner, Eugen Drewermänner, Magdalene Bußmänner usw.
nicht mehr ertragen. Gut, daß wir mit Ratzi wenigstens einen Fachmann haben.
Was hat das Tuch 400 jahre lang gemacht? Eine dumme Frage! Was hat denn das Stück Holz, dass über dem
Kreuz Christi hing (INRI), solange gemacht bis man es gefunden hat? Es wurde an irgendeinem Ort von Christen
verehrt. PS. Über dieses Stück Holz sind sich ja alle einig, es ist das Stück von Jesu Kreuz, keine
Fälschung!
@Dr. Otterbeck Na, ich weiß nicht – seit ich halbwegs kritisch denken kann, kommt mir der wundertätige
Gott, der zu beliebigen Momenten seine eigenen Gesetze bricht, äußerst suspekt vor. Es ist schlichtweg
unlogisch, dass er so etwas tun sollte – er ist allwissend, nicht wahr? Er weiß von Anbeignn aller Zeiten,
was wann wie geschehen wird, und nicht nur das, er ist auch allmächtig, er kann also die Gesetze so schaffen,
dass er nicht selbst dagegen verstoßen muss. „Wunder“ bezuegen, wenn man sie denn ernst nimmt, eigentlich
nur eines: Dass es sich um einen recht spontanen oder gar wankelmütigen Gott handelt, der heute nicht
weiß, was er morgen will. Zu seinen Gunsten nehme ich einfach ‘mal an, dass es diese Wunder eben nicht
gibt. Sie wissen doch, Ockhams Rasiermesser: Von diversen Erklärungsansätzen ist wahrscheinlich der
einfachste der richtige. Und „Wunder“ dürfen wir auf der nach oben offenen „nicht-einfach“-Skala wohl
in schwindelnder Höhe ansetzen. Ihr Argument mit der halbwegs übereinstimmenden Darstellung Jesu ist
allerdings knuffelig – da haben Sie doch glatt so nebenher bewiesen, dass es auch den rotgewandeten, pausbäckigen
Weihnachtsmann geben muss, schließlich wird der meist sehr ähnlich dargestellt… dann muss es ihn wohl
gegeben haben. Ach ja,und Yetis natürlich auch. Und Nessie. Und… so ziemlich alles, was sich irgendwann
‘mal im kollekjtiven bewusstsein verankert hat, so irreal es auch sein mag. Hm, und Gott ist also ein
Herr mit Bart, so wie Zeus?
#21 Adamah 13:53:30 | Dienstag, 19. September 2006
Seeing is believing? Ich habe es mir gegönnt die 1000 km nach Manoppello zu reisen und das von Paul Badde,
Sr. Blandina und Prof. Pfeiffer beschrieben „Schweißtuch“ zu sehen. Am 28. August war ich den ganzen
Tag mit der Volto Santo praktisch allein in der Santuario. Kein Foto kann das wiedergeben was ich erlebt
habe. Einfach unbeschreiblich.
#20 Dr. Otterbeck 13:40:02 | Dienstag, 19. September 2006
Physiognomie Jesu (dummer Tippfehler); Antlitz Christi schreibt sich leichter: Jesus ist die „Ikone“ des
Vaters, angeblich veröffentlicht B XVI dazu bald was Privatschriftliches. (Da wird der Imam wieder toben.)
Apropos Wunder: Heute ist das Fest des S. Gennario (Januaris, Neapel); DDL: Suchen Sie uns doch dazu was
über das Blutwunder im Net!
@Sulpi Sie sind witzig – WER ist es denn, der für das (derzeit) Unerklärliche prompt mit einer Erklärung
angewackelt kommt? Sie oder ich? Davon abegsehen, glauben Sie mir ‘mal: Ich staune oft genug, nur vermutlich
über sehr andere Dinge als Sie. Aber hier noch ein kleines Zitat: „Das älteste, eindeutig als Muschelseide
identifizierte Textilfragment stammt aus dem 4. Jh. aus Aquincum, dem heutigen Budapest. Ältere Textilfunde
aus Muschelseide sind bis heute nicht bekannt. Die Analyse von Muschelseide ist einfach: als einzige natürliche
Faser hat sie einen klar elliptischen Querschnitt. Die Schlussfolgerung ist also richtig: nur eine Analyse
der Gewebefaser kann letzte Gewissheit geben.“ Felicitas Maeder, Projekt Muschelseide, Naturhistorisches
Museum Basel, Schweiz (27.12.2005 11:41:40) Da staunen wir jetzt aber, was?
#18 Dr. Otterbeck 13:34:58 | Dienstag, 19. September 2006
Die Methode Gottes atmet einen gewissen Minimalismus, d.h. es geschehen (vernünftigerweise) die „wenigstmöglichen“
Wunder, da die freien Seelen sich aus eigenem Antrieb den Geheimnissen der göttlichen Herrlichkeit annähern
sollen. Um aber das strikte Bilderverbot des Alten Bundes gegen jüdische Vorbehalte überhaupt überwinden
zu können, wäre es schon plausibel, wenn Jesus den ersten Zeugen ein „Minimum“ an bildhaften Beweisen
hinterlassen hätte, die „aus Furcht vor den Juden“ aber strikt restriktiv „eingesetzt“ wurden. Ohne Echtheit
mindestens eines Urbildes ist die Durchsetzung einer einheitlichen Physignomie Jesi in der Kunst des 4.
Jh. nicht plausibel.
#17 Gotthard 13:30:15 | Dienstag, 19. September 2006
Relevanz-2 Diese Tücher haben wirklich keinerlei Relevanz für den glauben im Sinne, diesen zu stützen
oder gar möglich zu machen. Diese Tücher – wie zB auch die Tuch-Reliquien in Aachen – können allerdings
Hinweis auf die Menschwerdung unseres Gottes in Jesus von Nazareth, dem Christus. Verehrung gebührt dann
immer Christus; ein solches Tuch weist dann jeweils auf einen Aspekt seines Lebens besonders hin.
@Dr. Otterbeck Mh, nein. Ich habe nicht gesagt, dass es diese Abbildung „eigentlich gar nicht geben darf“ –
nur, dass eine tatsächliche Abbildung (also KEIN Gemälde oder anderweitig künstlich angebrachtes Abbild)
so nicht aussehen würde und könnte – dazu ist das Gesicht ‘mal ganz einfach nicht realistisch genug.
Mag sein, dass man Muschelseide nicht bemalen kann – andererseits wurde noch vor 200 Jahren ein ganz und
gar nicht wunderbarer Wandtepich aus diesem Material gefertigt (einer mit Motiv, wohlgemerkt) – irgendwie
KANN man also offenbar Farbwirkung auf Muschelseide hervorrufen. Aber selbst, wenn wir heute nicht wissen /
wüssten, wie das Bild auf den Stoff kam: Ist das dann gleich ein „Wunder“? Wie lange? Bis man’s dann
doch ‘mal erklärt hat? Waren unter dieser Maßgabe dann auch die ägyptischen Pyramiden, von denen man
lange nicht wusste, wie die wohl gebaut wurden, ein „Wunder“? Wenn ja, welchen Gottes? Jehova stand mit
Ägypten ja bekanntlich nicht so dolle. Also doch Isis und Osiris? Was ist mit den Felsenfestungen von
Sacsayhuaman in den Anden? Wir können uns heute nicht erklären, wie die gebaut wurden – ein Wunder?
Im gottesfernen Südamerika vor der Kolonialisierung? Und wer darf überhaupt bestimmen, welcher Kult
welches Wunder für welchen Gott vereinnahmen darf? Ist also ALLES, was wir nur (noch) nicht wissen, ein
„Wunder“? Tut mir leid, das erinnert mich dann doch ein bisschen zu sehr an das Weltbild frühheidnischer
Zeit mit Donnergott & Co.
#15 athanasius1957 13:27:16 | Dienstag, 19. September 2006
Wunder hin – Wunder her Auf der Homepage des Eucharistischen Wunders von Lanciano www.negrisud.it/…iracolo/welcome.html
schrieb Prof. Odoardo Linoli, Vorstand des Labors für Klinische Chemie und Pathologische Anatomie des
Krankenhauses „S.Maria Sopra i Ponti“ in Arezzo, Italien, am Schluß seiner Ausführungen über die Ergebnisse
der Untersuchungen, welche zwischen 18.November 1970 und 4. März 1971 stattgefunden haben, folgendes:
Das Wunder an sich gibt nicht den Glauben. Dieser ist ein freies Geschenk Gottes, welches der Mensch empfängt.
Auch wenn dies nicht zum Glauben führen sollte, ist das Wunder (von Lanciano) wie ein Licht, welches
den Horizont erleuchtet. Damit öffnet Gott einen Weg in das Herzen des Menschen. Aber es bleibt der Menschheit
überlassen, sich der Ewigkeit zu öffnen oder zu verschließen in ihrer eigenen dunklen kleinen Welt.
Wunder wie das Muschelseidentuch von Manopello, die Telma von Guadelupe, das Grabtuch von Turin oder gar
das Blutwunder des Hl. Januarius begründen nie den Glauben. Unser Schöpfer zeigt uns seine Demut, dass
er sich selbst den Naturgesetzen unterwirft, obschon ihm dies frei steht. Nur in wenigen Momenten – wo
sein unergründlicher Ratschluß es für nötig erachtet – setzt er sich darüber hinweg. Glauben heißt
auch nichts wissen, auch wenn man weiß. Nicht umsonst kommt an uns der Auftrag Christi, wie die Kinder
zu sein, denn ihrer ist das Himmelreich gewiß.
#14 Sulpicius 13:25:17 | Dienstag, 19. September 2006
@DDL… Staunen Sie doch einfach mal (vor allem über die Konkretheit des christlichen Gottes in seiner
Menschwerdung im Gegensatz zum abstrakten islamischen und jüdischen Gott. Unabhängig von der Echt- oder
Unechthbeit dieses Tuches!)! Sie haben es verlernt zu staunen! Sie sind doch ein Homo faber!
#13 Dr. Otterbeck 13:15:51 | Dienstag, 19. September 2006
matt, sehr beschnitten, wir müssen zwei Echtheitsfragen unterscheiden: 1) Identität Manoppello mit „Veronika“
(Rom) 2) Identität Manoppello mit „Schweißtuch“ (Joh 20,6-7). Zweitere wird bis ans Ende der Zeiten
letztlich unbewiesen bleiben. Aber aus einem verblüfffenden Grund: Wissenschaftliche Untertsuchungen
(wie in Turin) werden nur zu dem Ergebnis führen, dass es diese Abbildungen eigentlich „gar nicht geben
darf“. Das hat DDL, wenn auch aus höhnischer Perspektive, ausnahmsweise richtig festgehalten.
@Sulpi Statt herumzublödeln, erklären SIE doch ‘mal, wie das funktionieren soll. Und, nein, es geht
mir nicht um den feinen Stoff, um das angebliche Fehlen von Farben etc. Es geht mir um die Frage, wie,
bittesehr, die Augen, die Nasenlöcher, die Haare (die sehr deutlich NICHT eng an den Kopf gedrückt werden,
sondern sich luftig herumkräuseln) sich so wundersam auf den Stoff übertragen haben sollen – UND warum
als Ergebnis kein Foto, sondern ein naives Gemälde herauskam. Nun? „Es ist ein Wunder, es ist ein Wunder“…
äh, ja. Großes Kino. Ich weiß nicht, was ich lächerlicher finde: Dass Menschen das ernstlich glauben,
oder die Vorstellung von einem Gott, der die übelsten Schandtaten geschehen lässt, aber die Muße findet,
mit solchen „Wundern“ und der Aufhebung seiner selbstgefertigten Naturgesetze herumzualbern.
#11 Guldin 13:08:57 | Dienstag, 19. September 2006
@ DDL Sagen Sie ‘mal, das nimmt doch wohl nicht wirklich irgendwer ernst, oder??? Oh doch da gibts viele:
Ich schätze mal mind. 98% der Kreuz-nettler. Ist doch wegen der bisher zwar unerklährten, aber ganz
enormen theologische Relevanz.
@ DDL …Sie als Relativist… …können ja per definitionem nichts wirklich ernst nehmen. Wozu also
Ihre dümmliche Frage ans Publikum ? Mit Ihrer Art von Häme ist davon auszugehen, dass Ihnen nichts heilig
ist. Wozu also überhaupt ein Beitrag von Ihnen in dieser Rubrik ?
ich gebe Gotthard in der Sache recht mir sind diese Tücher auch wurst, ebenso wie andere Glaubensreliquien,
ob sie jetzt echt sind im Sinne der Vermutung oder nicht. Für mich völlig irrelevant. Behauptete da
nicht eine Heilige einmal sie hätte die Vorhaut Jesu bekommen und trüge sie um ihren Finger als Ring?
Das ist doch mal was. Meine Mutti hat immer das ganze Zeug von mir gesammelt und in einen Karton gepackt
mit der Aufschrift „Erinnerungsschachtel“. Als immerwährender Beweis meiner fortwährenden Existenz.
Ich war so frei diese Schachtel eines Tages zu entsorgen. Zum einen lebe ich nicht in der Vergangenheit,
zum anderen bin ich selbst genug Beweis für meine Existenz und brauche dazu weder Tücher noch Schachteln.
Und so in etwa sollten es wohl die Christen auch mit dem Heiland verstehen.
*LOL* Das ist ja ein fulminantes Tüchlein, in das sich sogar Iris und Pupille abgedrückt haben, Donnerknispel!
Und was für ein unglaublicher Zufall, dass sich beim Durchtränken des Stoffes auf wundersame Weise der
Abbildungsstil von fotorealistisch auf mittelalterlich-naiv transformierte. Jaja, die Wege des Herrn sind
unergründlich… und die Gesichter erst! (Sagen Sie ‘mal, das nimmt doch wohl nicht wirklich irgendwer
ernst, oder???)
enorme theologische Relevanz. Unabhängig von seiner möglichen Echtheithat das Tuch von Manoppello (genau
wie das Turiner Tuch) ganz enorme theologische Relevanz. Worin zeigt sich diese enorme theologische Relevanz?
Unabhängig von seiner möglichen Echtheit hat das Tuch von Manoppello (genau wie das Turiner Tuch) ganz
enorme theologische Relevanz. Der Hl. Vater Bendeikt XVI. hat es kürzlich besucht und vor ihm gebetet:
„Sucht Sein Angesicht!“ Es könnte dies die echte Antwort an Juden und Moslems sein. Gotthard irrt also
mal wieder.
#3 Dr. Otterbeck 12:33:48 | Dienstag, 19. September 2006
Relevant ist letztlich nicht die Echtheit, sondern die Verehrung. Die Identität des Tuchs von Manoppello
mit der von ca. 700 bis ca. 1600 in Rom (St. Peter) verehrten „Veronika“ (vielleicht von den Colonna geklaut??)
hat Paul Badde jedenfalls so stichhaltig dargestellt, dass die Wahrscheinlichkeit „vernünftigen Zweifeln
zu schweigen gebietet“. Wer zweifeln will, tut’s natürlich: So wie manche Da Vinci für den „Fotografen“
des Sindone halten wollen. In diesem Sinne kann, wer will, jedes Faktum für irrelevant erklären. „Quaerite
faciem eius semper!“ zitierte Joseph Ratzinger bereits in seiner Bonner Antrittsvorlesung.