14:42:49 | Dienstag, 19. September 2006
Benedikt XVI.
Papst Benedikt XVI. hat mit seinem Bruder telephonisch auch über die Polemik radikaler Moslems gegen seine Vorlesung in Regensburg gesprochen.
(kreuz.net, Regensburg) Der Bruder des Papstes, Mons. Georg Ratzinger, sprach am Montag mit dem Nachrichtendienst
‘Deutsche Welle’ über den am Freitag zuende gegangenen Bayernbesuch des Papstes.
Dabei erklärte der
frühere Regensburger Domkapellmeister, daß er seit dem Heimflug des Heiligen Vaters schon mit ihm telefoniert
habe.
Dabei sei die islamische Kritik an seiner Vorlesung in Regensburg kurz erwähnt worden.
Der Papst
bedaure die Reaktion der Muslime und die Tatsache, daß sie ihn völlig mißverstanden haben – erklärte
sein Bruder: „Es ist ja nicht seine Meinung.“
So etwas würde er niemals vertreten.
Beim inkriminierten
Zitat handle es sich um die Aussage eines Menschen, der vor 500 Jahren gelebt habe. Daß man das aus dem
Zusammenhang herausreiße und so darstelle, als wäre es seine Meinung, sei ein groteskes Mißverständnis.
„Aber er [der Papst] hofft, daß das wieder in Ordnung kommt, daß – indem er die richtige Situation
darlegt – das auch eingesehen wird und daß das keine Folgen haben wird im gegenseitigen Verhältnis.“
Zum Bayernbesuch von Benedikt XVI. erklärte Mons. Ratzinger, daß er sich alles sehr nervös und gehetzt
vorgestellt habe: „Das Faktum war doch anders.“
Der Besuch sei feierlich und irgendwie auch fröhlich
gewesen – „wenn ich so sagen darf“: „Ich war innerlich ergriffen und bewegt.“
Die zwei gemeinsamen privaten
Stunden in Pentling südlich von Regensburg seien besonders schön gewesen: „Er war müde gewesen, er
hat sich ausgeruht und wir haben ein bisserl geplaudert. Das war schön.“
Gleichzeitig erklärte Mons.
Ratzinger, daß es banal sei, die privaten Stunden gegenüber den Messen hervorzuheben. Die Pontifikalämter
hätten die Menschen innerlich gepackt.
Alle Festlichkeiten seien gut vorbereitet gewesen: „Sie sind
dann nicht bloß gut abgelaufen, sondern so, daß sie in einer religiösen Ergriffenheit, aus einer religiösen
Gebundenheit heraus miterlebt werden konnten und auch von mir wirklich miterlebt wurden.“
Mons. Ratzinger
äußerte sich auch zu den Gerüchten einer
Päpstlichen Sommerresidenz in Bayern.
Es seien mehrere Urlaubsorte
geprüft worden – vor allem in Südtirol – wo die Brüder Ratzinger früher öfter den gemeinsamen Urlaub
verbrachten.
Doch alle Vorschläge seien an den für die Sicherheit zuständigen Leuten gescheitert.
„Überall hat’s irgendwelche Mankos gegeben, wo die Sicherheitsleute sagen: Das ist nicht zu vertreten.“
Mons. Ratzinger glaubt, daß sich der Urlaub im Aostatal, in relativer Einsamkeit und in einer sehr guten,
gesunden Luft sehr gut eingespielt habe:
„Ich habe wenig Erwartung, daß der Urlaub nach Bayern verlegt
wird.“
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Hypatia 19:41:21 | Dienstag, 19. September 2006
#4
Gotthard 19:34:47 | Dienstag, 19. September 2006
#3
Hypatia 18:35:50 | Dienstag, 19. September 2006
#2
Dr. Otterbeck 15:02:59 | Dienstag, 19. September 2006
#1
Karl Murx 15:01:50 | Dienstag, 19. September 2006