St. Pölten
Presse-Ente: „Ehemalige Seminaristen wurden nicht fallen gelassen“
Die Pressestelle der Diözese St. Pölten entlarvt die Berichte der Boulvardzeitschrift „Profil“ als Presse-Ente: Allen Priesterstudenten des früheren St. Pöltner Priesterseminars wurde Hilfe angeboten.
(kreuz.net, St. Pölten) Allen Priesterstudenten im früheren St. Pöltner Priesterseminar, die nicht zum Weiterstudium zugelassen werden konnten, wurde „materielle und persönliche Hilfe“ angeboten. Dies betonte die Pressestelle der Diözese St. Pölten am Freitag, 29. Oktober 2004, im Hinblick auf jüngste Medienberichte über angebliche soziale Härten bei der von Bischof Klaus Küng bereits während seiner Tätigkeit als Apostolischer Visitator verfügten Schließung des Seminars.

Es gehe um „Klarheit, Wahrheit und Barmherzigkeit“, so Bischof Küng.

Einige der Betroffenen hätten die Hilfe in Anspruch genommen, andere „haben sich ohne Kenntnis von Bischof Küng an die Emmaus-Gemeinschaft in St. Pölten und an den unmittelbar vor dem Pensionsantritt stehenden Leiter des Referats für pastorale Dienste im Ordinariat der Erzdiözese Wien, Leonhard Schaden, gewandt“. Bischof Küng habe daraufhin versucht, mit diesen Ex-Alumnen Kontakt aufzunehmen, um ihnen neuerlich Hilfe anzubieten, was aber offensichtlich nicht alle gefreut habe. Es handle sich aber um „erwachsene Menschen, deren Entscheidungen zu akzeptieren sind“, so die Pressestelle. Bischof Küng gehe es um „Klarheit, Wahrheit und Barmherzigkeit“, nicht um „nebulose Vorstellungen“.

Zugleich hielt die Pressestelle fest, daß alle Priesterstudenten, die sich für die weitere Ausbildung beworben haben, von einer eigenen Kommission geprüft wurden. Wörtlich heißt es in der Erklärung der Pressestelle: „Kein Student, der in die bekannten Vorkommnisse im St. Pöltner Priesterseminar verwickelt war, wurde zum Weiterstudium zugelassen.“ Der Kommission gehörten unter anderen Bischof Küng und der mittlerweile emeritierte St. Pöltner Weihbischof Heinrich Fasching, aber auch Fachleute aus anderen Diözesen an.
      
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