Christus wurde in Betlehem geboren – und der Christbaum?
Daß der Christbaum direkt aus dem Paradies kommt, steht außer Frage. Wer aber kam auf die Idee, ihn mit Kerzen zu schmücken und in die Stube zu stellen?
(kreuz.net) Die Christbaumwissenschaftler scheinen sich darauf geeinigt zu haben, daß der heutige beleuchtete
und geschmückte Weihnachtsbaum seinen Ursprung im Paradiesesbaum hat.Als Ursprungsgebiet des Christbaumes wird die linke Rheinseite und besonders das Elsaß angegeben.
Unter den frühesten Zeugnissen für den Christbaum finden sich Rechnungsbücher aus dem elsässischen Städtchen Schlettstadt. Sie stammen aus dem Jahre 1521.
In diesem Büchern wird vorgeschrieben, daß die Wälder in den Tagen vor dem Weihnachtsfest besonders streng bewacht werden sollen. Man solle dann jenen Personen Bußen auferlegen, die ohne Bewilligung Tannenbäume schneiden, um damit ihre Häuser und Läden zu schmücken.
Ein anderes Dokument aus der Gegend erzählt davon, daß man in der elsässischen Hauptstadt Straßburg auf den Märkten Tannenbäume verkaufte, um sie nach Hause zu transportieren und dort zu schmücken.
Vom Elsaß aus verbreitete sich der Brauch des Christbaumes bald einmal auf ganz Deutschland und später auf den europäischen Kontinent und auf Nordamerika.
In Italien erschien der Christbaum relativ spät. Das hing auch damit zusammen, daß man den Weihnachtsbaum als eine protestantische Tradition betrachtete. Für einen Katholiken sei es angemessener, Weihnachten mit der Krippe zu feiern.
Im katholischen Österreich gab es keine derartigen Hemmungen. Ebensowenig in den italienischen Gebieten Veneto und Trient, die in jenen Tagen zur Donaumonarchie gehörten.
Das hängt vielleicht auch damit zusammen, daß der Tannenbaum dort leichter zu finden war, als in den restlichen Gebieten Italiens.
Sämtliche Artikel weiterlesenWeiterlesen:
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.





