Genug ist genug + Papst soll Moslem werden + Blutwunder eingetroffen + Beugehaft gegen Gefängnisseelsorger + Doch aufs Schafott
Genug ist genug
Vatikan. Der Leiter der deutschsprachigen Abteilung von Radio Vatikan, Pater Eberhard
von Gemmingen SJ, sieht keinen Grund für ein weiteres Entgegenkommen des Papstes in der muselmanischen
Aufregung über seinen Vortrag in Regensburg. Pater von Gemmingen sprach mit der ‘Leipziger Volkszeitung’.
„Eine Entschuldigung wäre weder notwendig noch gerecht.“ Sie wäre auch unehrlich, weil der Papst korrekt
zitiert habe. Dagegen sei die Berichterstattung in vielen islamischen Ländern nicht korrekt gewesen.
Der Papst habe sein Bedauern über verletzte Gefühle erklärt. Das reiche aus.
Papst soll Moslem werden
Libyen. Der älteste Sohn des libyschen Staatschefs Muammar al-Gaddafi hat anläßlich einer Preisverleihung
in der Hauptstadt Tripolis erklärt, daß er vom Papst keine Entschuldigung fordere: „Ich rufe ihn auf,
die Wahrheit zu erkennen und Muslim zu werden.“ Der Islam siege in der Auseinandersetzung mit jedem, der
versuche, an ihm oder seinem Propheten Mohammed zu rütteln.
Blutwunder eingetroffen
Italien. In der
süditalienischen Stadt Neapel hat sich am gestrigen Fest des einheimischen Märtyrerbischofs Januarius
(† 305) das berühmte Blutwunder wiederholt. Das in einer Ampulle aufbewahrte, getrocknete Blut des Heiligen
verflüssigt sich auf wundersame Weise zweimal jährlich: am ersten Samstag im Mai und am Festtag des
Heiligen. Die Verflüssigung des Blutes erfolgte während einer Zeremonie mit dem neu installierten Erzbischof
von Neapel, Crescenzio Kardinal Sepe.
Beugehaft gegen Gefängnisseelsorger
Deutschland. Am Dienstag
wurde gegen einen im Düsseldorfer Al-Kaida-Prozeß als Zeugen vernommenen katholischen Diplomtheologen
eine sechsmonatige Beugehaft verhängt. Der Gefängnisseelsorger hatte vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf
die Aussage verweigert, ob er für die Gefangenen im Internet recherchiert habe. Er berief sich dabei –
laut Gericht zu Unrecht – auf das Zeugnisverweigerungsrecht als Seelsorger. Auch das Generalvikariat Köln
hatte keine Einwände gegen eine Aussage des Gemeindereferenten.
Doch aufs Schafott
Indonesien. Drei
zum Tode verurteilte Katholiken sollen am Donnerstag in Indonesien hingerichtet werden. Das berichtete
die Nachrichtenagentur ‘AsiaNews’. Die Entscheidung sei hinter verschlossenen Türen gefallen. Die Todgeweihten
wurden für schuldig befunden, im Jahr 2000 blutige Konflikte gegen Moslems angeführt zu haben. Ende
August hieß es, daß die Todesstrafe in eine lebenslange Haftstrafe umgewandelt worden sei.
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24 Lesermeinungen
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#23 Bernardin † 22:31:51 | Mittwoch, 20. September 2006
Aber FRASIM Die Sache ist ganz einfach! Lesen Sie die Kommentare von golfi, dem koch-verehrer! Wie kann
man nur! Ne,ne, die Sache ist ganz klar! Gott bewahre uns vor den Frömmlern!
#22 Frasim 22:25:33 | Mittwoch, 20. September 2006
@Bernardin & @golfi Wer ist denn nun der Konservative, wer der Progressist? Dachte, Bernardin ist der
Moderne, oder nicht?! Werde aus Ihren Aussagen nicht schlau, bitte um Aufklärung!
An Bernadin, dem „Ewig Gestriegen“ Ganz typisch für Sie, „wenn man im Glashaus sitzt sollte man nicht
mit Steinen werfen“, altes Sprichwort. Erst selber fehlerfrei sein !
#19 Bernardin † 21:54:28 | Mittwoch, 20. September 2006
GOLFI verdunkelt Ja sie sind eine Verdunkelungsgefahr! Uebrigens, für ein anderes mal, ewig-gestrig heisst
es, nicht gestrieg! Dumm sind sie auch noch!
Antwort auf H. Barba Ja ,man hat den Eindruck, dass so manch Aufgestautes sich hier entläd, besonders
bei den „Modies“, Gotthard und Gesinnungsgenossen. Hier entläd sich viel Bitterkeit die dem Wahren Blick
verdunkelt haben.
Forum Wozu ist das Forum in kreuz.net gut? Eine Möglichkeit, sich zu beschimpfen und zu verletzen? Ist
es das wert? Oder ist es für manche ein Ersatz für psychiatrische Behandlung? Jedenfalls tut es weh,
dass auf einer solchen Homepage deutlich wird: Die Menschheit lernt aus nichts. Sie bleibt so aggressiv
wie uns die Geschichte seit Tausenden von Jahren vorführt.
@semper wollen Sie mich denn kränken? Anscheinend habe ich Ihre Gefühle verletzt mit meinem „Schwachsinn“
(Vergelts Gott). Wenn dem so ist, ich kann Ihnen versichern: mir tuts nicht leid. Weder bei Ihnen noch
bei sonst irgendwem.
#15 Bonaventura 15:49:29 | Mittwoch, 20. September 2006
@Gotthard hören Sie mal Sie schmalspurtheologe, dass ist mir auch durchaus bewusst ihre Belehrung von
der Basis aus ist also nicht nötig. Aber, und das wird ihnen mal wieder nicht wirklich klar sein, gibt
es noch einen unterschied zwischen dem christen an sich und der geweihten Person (Diakon,Priester,Bischof)
Aber warum erzähle ich Ihnen das, Sie denken so sicher so lutherisch das ja schließlich jeder ein „Priester“
ist und das allgemeine Priestertum diese Schranken ja aufhebt. Weit gefehlt mein Lieber!
#14 Gotthard 15:22:37 | Mittwoch, 20. September 2006
@Bonaventura Immerhin ist jeder Priester, Bischof und auch der Papst ein gesalbter Gottes! Immerhin ist
jeder Getaufte ein Gesalbter Gottes = ein Christ!
@Johannes machen Sie es, wenn Sie zu ihm durchdringen können. Ich sage Ihnen: es ist unmöglich. Die
Gottesmutter hat es vielfach versucht diese Kirche zu warnen und sie ist trotzdem in ihrem Stumpfsinn
verblieben und abgefallen wie man es angedroht hatte. Und selbst wenn Sie ihm gegenüberstünden und auf
ihn einredeten: Er ist eine feige Nuss. Den können sie nicht knacken. Es ist leider alles schon sehr
zerfahren in dieser Welt. Ich fürchte das wird kein gutes Ende nehmen. Denn wenn die Kirche so wird wie
die Welt, dann steht der Untergang ins Haus. Und der jetztige Papst spielt seine Rolle des sterbenden
Schwanes in diesem letzten Akt leider nur allzu gut. Kein Grund für Aufschub gegeben.
#12 Celebration 14:35:00 | Mittwoch, 20. September 2006
Bonaventura Denken Sie immer daran das Gott seinen gesalbten besonders liebt! Und auch daran denken, dass
Gott der Herr in Seiner Güte z. B. dem Mann nach seinem Herzen, DAVID, auch ermahnt hat, indem ER ihm
den Propheten Nathan geschickt hat… Also: Auch Gesalbte des Herrn brauchen Mahnung, Weisung, Korrektur.
Wer will Bote des Herrn sein, diesen Papst zu mahnen, zu korrigieren, ihm wieder auf den rechten Weg zu
verhelfen?
@Matt Es gibt manchmal Applaus und Zustimmung, die einem eher peinlich sind. Es ist zwar an sich gut,
wenn Zwei in grundlegenden Fragen übereinzustimmen; die „Begründung“ Ihrer Zustimmung zu meinem kleinen
Einwurf zeigt aber, dass wir in wesentlichen Punkten divergieren. Ohne mich auf das manchmal fragliche
Niveau der hiesigen Beitragsstränge hinabbegeben zu wollen, muss ich Ihnen leider mitteilen, dass Ihre
Beiträge, sehr geehrter Matt, durchweg armselig sind – weniger wegen ihres inhaltlichen Schwachsinns,
der bei entsprechender Aufmachung wenigstens amüsant wäre, sondern weil die von Ihnen abgesonderten
Skurrilitäten nicht einmal für sich in Ansprch nehmen können, irgendwie unterhaltsam oder gar witzig
zu sein. Ich unterstelle, dass Ihnen meine Meinung zu Ihren Beiträgen total egal ist und ich Sie daher
mit meinen vorstehenden Zeilen nicht kränken oder verletzen kann; ansonsten täte mir dies natürlich
leid.
#9 Bonaventura 14:22:18 | Mittwoch, 20. September 2006
@matt Sie sollten sehr gut aufpassen was und wie Sie reden bzw. schreiben. Immerhin ist jeder Priester,
Bischof und auch der Papst ein gesalbter Gottes! Würden Sie glauben, dann wären Sie traurig und bestürzt
und würden nicht so dumme und hasserfüllte Sachen schreiben. Denken Sie immer daran das Gott seinen
gesalbten besonders liebt!
@semper Zustimmung! Es gibt nur eine Aufklärung: das Kommen und Wirken des Messias und seiner gottgesetzten
Heilsorganisation, alles andere ist eine (Wieder)Verdunklung. Aber ich bin auch der Ansicht, dass der
Papst Moslem werden sollte. Das wäre mir lieber, als sein ewiges Hinundher, dass letztlich das Chaos
noch verschärft und immer untragbarer macht. Soll er wie sein Vorgänger ein Antichrist sein und jedem
ersichtlich machen, dass er unsere Lehre verkauft hat um seine bequeme Haut und die seiner Mützen zu
retten.
@BruderTheophil Es gab kein finsteres Mittelalter; die Gelehrten jener Epochen, die später fragwürdigerweise
als „Mittelalter“ zusamengefasst wurden, leisteten eine bis heute heilbringende Aufklärung im Glauben,
nicht zuletzt eine Harmonisierung von Vernunft und Mysterium. In den Punkten, auf die es ankommt, ist
die Jetztzeit finsterer, trotz besserer Zahnheilkunde, Handys, Parteiendemokratie u.s.w. Dem Islam fehlt
nicht Textkritik, sondern der richtige Text. Wer wie Sie argumentiert, ist der antichristlichen Propaganda
von Reformation, Aufklärung und Modernismus auf den Leim gegangen.
#5 Dr. Otterbeck 10:16:16 | Mittwoch, 20. September 2006
Sorry, das vulkanische Sprachbild (tätiger Papst, erloschener Kardinal) war echt ungeschickt gewählt.
Werde mich künftig vorsichtiger ausdrücken. Aber in der Sache gibts kein Vertun: Irgendein abgrenzendes
päpstliches Wort zum Islamismus war überfällig (und daher die Form der Vorlesung und das genial aufgefundene
Zitat sogar das probate, mildestmögliche Mittel). Denn alle Religionen müssen sich gewaltfrei dem modernen
Horizont der Vernunft stellen und diese dann auf das weite Feld der Ehre Gottes geleiten; critique de
la critique: viribus unitis.
#4 duc in altum 10:14:49 | Mittwoch, 20. September 2006
@ Doktor Otterbeck Das habe ich mir gedacht, daß das mit dem lateinischen Ausdruck hier kritisiert wird.
Aber ehrlich gesagt, ich weiss es auch nicht. Ich habe einfach mal den Wahlspruch des ehemaligen Münchner
Erzbischofs genommen, in der Annahme, daß er schon weiss, was er schreibt: Cooperatores Veritatis, der
übersetzt „Mitarbeiter der Wahrheit“ heisst. Allerdings kann das natürlich auch plural sein… Hmmmmmm
…
Der Islam befindet sich… …auch nach eigener Zeitrechnung und dem Duktus seiner Äusserungen nach,
im tiefsten Mittelalter und hat solche Entwicklungen wie: Aufklärung und historisch-kritische Methoden
zur Deutung der Schrift noch vor sich. Nicht zu vergessen die inneren Spannungen zwischen Schiiten und
Sunniten, die zwar langsam, aber sicher je nach Bevölkerungs- und Machtanteil eskalieren werden. Auch
wird der Islam seine Position zu muslimischen Randgruppen, wie den Drusen oder Bahai vor der Weltöffentlichkeit
klären müssen. Also eine Menge Material für die Medien und für Fettnäpfchen beim Islam auf seinem
Weg in die Moderne.
#2 Dr. Otterbeck 10:05:26 | Mittwoch, 20. September 2006
duc in altum: Bin zwar auch kein führender Latinist, aber ein einzelner ist doch ein cooperator veritatis.
Wir beide sind cooperatores veritatis. Oder etwa nicht? Der Papst hat diesmal vermutlich 99% Zustimmung
in der Christenheit. Die Schützenhilfe von Kardinal Lehmann fiel zwar etwas lau aus, aber immerhin. Die
gestrige Berliner Rede desselben war nicht übel, wenn sie auch zeigt, dass der 70-jährige doktrinär
ein bisschen „ausgebrannt“ daherkommt, während der fast 80-jährige noch „Feuer spuckt“ (wenn auch in
mildestmöglicher Form).
#1 duc in altum 09:57:13 | Mittwoch, 20. September 2006
Mein Gott, was bin ich froh über unseren Papst. Die mutige Rede in Regensburg, sein Bedauern und sein
„Nichtentschuldigen“, und vor allem, daß er locker bleibt und weite Teile der islamischen Welt mit hasserfüllten
Fratzen selbst bestens beweisen, wie recht er hat. Er ist kein Leisetreter sondern ein Cooperatores Veritatis.
Es bleibt spannend.