Muselmanen
Sterbend flüsterte sie: „Ich vergebe, ich vergebe.“
Am Donnerstag wird die in Somalien ermordete Schwester Leonella Sgorbati beerdigt. Schon länger ahnte sie Böses.
(kreuz.net, Mogadischu) Am letzten Sonntag ermordeten zwei Killer aus einem Hinterhalt die italienische Ordensschwester Leonella Sgorbati (65) in der somalischen Hauptstadt Mogadischu.

Während 38 Jahren wirkte die Ordensfrau als Consolata-Missionschwester in den ostafrikanischen Staaten Kenia und Somalia.

Sr. Leonella wurde zur Mittagszeit beim Überqueren einer Straße durch vier Schüsse in den Rücken getötet.

Bei dem Anschlag kam auch der Leibwächter der Schwester ums Leben. Zwei Verdächtige wurden festgenommen.

Sr. Leonella befand sich auf dem Weg zu ihrem Arbeitsplatz im Krankenhaus der österreichischen Hilfsorganisation ‘SOS-Kinderdorf’ im Norden von Mogadischu.

Nach dem Anschlag lebte die Schwester noch. Ihre letzten Worte röchelte sie im Krankenhaus auf Italienisch: „Ich verzeihe, ich verzeihe.“

Das erklärte Pater Maloba Wesonga in einem Requiem für Schwester Leonella. Die Messe wurde am Montag in der kenianischen Hauptstadt Nairobi zelebriert. Dort wird Schwester Leonella am Donnerstag begraben.

Die Klosterfrau habe gescherzt, daß es in Somalia eine Kanonenkugel mit ihrem Namen gebe – sagte der Geistliche in seiner Predigt.

Papst Benedikt XVI. drückte am Montag in einem Beileidstelegramm seine tiefe Erschütterung über die Ermordung der Schwester aus. Das Schreiben ist von Kardinalstaatsekretär Tarcisio Bertone unterzeichnet.

Der Papst wandte sich abermals gegen alle Formen der Gewalt.

Er hofft, daß das Blut – „das von einem solch gläubigen Vertreter des Evangeliums vergossen wurde“ – auf fruchtbaren Boden falle.

Der Bischof von Djibouti, Mons. Giorgio Bertin, erklärte vor ‘Radio Vatikan’, daß er einen Zusammenhang zwischen dem Verbrechen und der mißbrauchten Vorlesung des Papstes in Regensburg nicht ausschließe.

Gleichzeitig verwies er auf frühere Angriffe. Der Bischof nannte als Beispiele einen Franziskanerpater sowie den Bischof von Mogadischu, Mons. Salvatore Colombo († 1989).

Bereits seit Monaten hätten die Schwestern Angriffe gewaltbereiter radikaler Muselmanen befürchtet.

Der Leiter der österreichischen ‘SOS-Kinderdörfer’ in Ostafrika erklärte vor der österreichen Nachrichtenagentur ‘APA’, daß die Bluttat in der ganzen Stadt Entsetzen ausgelöst habe:

„Die Schwestern waren überall bekannt. Ihr Dienst war fantastisch.“

Kurzbiographie von Schwester Leonella Sgorbati

Schwester Leonella Sgorbati wurde am 9. Dezember 1940 in der norditalienischen Stadt Gazzola als Rosa Sgorbati geboren.

Im Mai 1963 trat sie bei den Consolata-Missionsschwestern in San Fre bei Cuneo in der nordwestitalienischen Region Piemont ein.

Im November 1972 legte sie ihre Ewigen Gelübde ab.

Nach dem Besuch einer Krankenpflegeschule in England zwischen 1966 und 1968 wirkte sie als Missionarin in Kenia.

Im November 1993 wurde sie zur Provinzoberen der Kenianischen ‘Consolata-Missionsschwestern’ gewählt.

Nach einem Sabbatjahr im Jahr 2001 wirkte sie einige Monate in Mogadischu. Sie suchte dabei nach einer Möglichkeit, in einem Krankenhaus, das von ‘SOS-Kinderdorf’ betrieben wird, eine Krankenpflegeschule zu gründen.

Bereits im Jahr 2002 übernahm sie die Leitung der Hermann-Gneimer-Schule für Krankenpflege. Die ersten 34 Krankenschwestern erhielten in diesem Jahr ihren Abschluß.

Schwester Leonella war gegenwärtig dabei, Kursleiterinnen für die Krankenpflegeschule ausbilden lassen.

Dieses Jahr reiste sie deshalb mit drei frisch ausgebildeten Krankenschwestern nach Kenia, um sie für eine Fortbildung an einer medizinischen Hochschule anzumelden.

Die Rückreise nach Somalia verzögerte sich wegen großer Schwierigkeiten mit dem Visum.

Erst am 13. September – wenige Tage vor ihrer Ermordung – gelang ihr die Rückkehr nach Mogadischu.
      
19 Lesermeinungen
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#19   Sr. Maria Andrea †   10:07:45 | Donnerstag, 21. September 2006
DANKE
ja lieben dank der mutigen mitschwester! RIP
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#18   Breze   22:14:19 | Mittwoch, 20. September 2006
@ Bernadin
Danke für den schönen Midrasch, es stimmt, es ist falsch die Nebensache zur Hauptsache zu machen und die Hauptsache zur Nebensache, wie wahr!!!!
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#17   Bernardin †   22:10:58 | Mittwoch, 20. September 2006
Frau Breze
Sehr gut gesprochen! Ich danke Ihnen!
Nur mit den Frömmlern – da gehe ich mit Ihnen nicht einig! Darum diese Geschichte:
Zu einem Rabbi kam ein Mann, und er sagte: „Rabbi, man nennt mich einen Frömmler. Was ist das für eine Krankheit?“ Und der Rabbi antwortete: „Der Frömmler ist einer, der die Hauptsache zur Nebensache und die Nebensache zur Hauptsache macht!“
Aber eigentlich sind wir uns ja einig!
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#16   Breze   22:05:29 | Mittwoch, 20. September 2006
@ Bernadin
Gegen Frömmler habe ich eigentlich nix, ich habe ein Problem mit Leuten, die arrogant und stolz sind, und meinen, es entstünde ihrer Kraft und ihrer Anstrengung „rechtgläubige“ Katholiken zu sein, und in ihrer Überheblichkeit über alles herziehen, was nicht in ihr Weltbild passt, Pharisäer eben… Und ganz nebenbei, der Glaube entsteht nicht durch Anstrengung und das Halten von Geboten, der Glaube ist ein Geschenk der Gnade Gottes, das wir annehmen oder ablehnen können. Ohne Glaube, ohne Liebe sind die Gebote sinnlos, ohne Glaube und Liebe sind die Gebote purer Moralismus!
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#15   Bernardin †   21:58:53 | Mittwoch, 20. September 2006
Zum Glück…
gibt es hier einige, die den Frömmlern an den Karren fahren! Die Frömmler waren schon zur Zeit Jesu eine schreckliche Band!
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#14   Breze   21:52:14 | Mittwoch, 20. September 2006
@ Montfalcone
Na ja, es sind ja hier nicht nur die Linken und Berufsliberalen die Lust am Streiten haben, oder?
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#13   Montfalcone   21:41:26 | Mittwoch, 20. September 2006
@ Breze
Das ist sicher wahr, aber zum Streiten gehören immer zwei Seiten. Sie sind sich doch schon klar, daß diese Seite hier als chat forum lebt, nicht wegen der inner-konservativ/rechten Streitereien von Romana übers Werg und PB zur medically lunatic fringe, sondern weil am Provozieren und Streiten Freude habende Linke und Berufsliberale so schön die Vorgaben liefern. Da hann isch nix dajeje, aber es ist schon so…
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#12   Breze   21:29:56 | Mittwoch, 20. September 2006
@ Montfalcone
Na ja, über diesen Artikel lässt sich ja nicht so trefflich streiten als über die Schlagwörter „Haben wir jetzt einen Papst oder nicht?“, „sind alle Nicht-Tradis schlechte Katholiken?“, „sind alle Homos, Linswähler, Moslems und Juden niedere Kreaturen?“ und „wann wird endlich die Alte Messe wieder eingeführt?“
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#11   Montfalcone   21:25:28 | Mittwoch, 20. September 2006
@ Thema
Ein Grund mag sein, daß wir das Thema schon in einem anderen thread recht angemessen diskutiert haben. Natürlich ist sie eine Märtyrerin, da gibt es gar keine Diskussion.
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#10   Breze   21:15:21 | Mittwoch, 20. September 2006
@ Bernadin
?????? Wieso denn? Das möchte ich aber schon gerne wissen!
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#9   Bernardin †   21:13:18 | Mittwoch, 20. September 2006
BREZEL
Ich erspare mir meinen Kommentar über Sie!
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#8   Breze   21:11:28 | Mittwoch, 20. September 2006
@ Bernadino :-)))
Oh, ich weiss sehr wohl, was hier so los ist, ich hatte schon einige „nette“ Begegnungen hier… ;-). Aber Leute wie Sie halten mich davon ab, dieser abstrusen Site endgültig den Rücken zu kehren…
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#7   QUIS UT DEUS   21:07:47 | Mittwoch, 20. September 2006
@Gotthard
Wer den??
Herr gib Ihr die Ewige Ruhe und das ewige Licht leuchte Ihr .
Herr lass Sie in Ruhe Frieden.
Amen
Würde mich für die Schwester freuen wenn Sie schon die Anschauung Gottes haben darf!
Wow,liebe Muttergottes hilf mir in den Himmel koste es was es wolle aber in den Himmel will ich kommen!
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#6   Bernardin †   21:05:46 | Mittwoch, 20. September 2006
Ja Brezel
Haben Sie das auch schon gemerkt?
Vielleicht erahnen Sie jetzt auch, welche Bande sich hier herumtreibt!
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#5   Breze   21:00:41 | Mittwoch, 20. September 2006
So ganz generell…
Hmmmm… da wird mal ein Artikel ins Netz gestellt, über eine Ordensfrau, die ihr Leben für die Sache Christi gegeben hat, und im Sterben dem Mörder verziehen hat. Für mich eine heroische Tat und ein Beispiel wahrer Nächsten- und Feindesliebe… Ein bis zur letzen Konsequenz gelebtes Christentum, und wahrlich die Antwort auf den Hass in dieser Welt.
Was mich so verblüfft, dass keiner dieser Schlauredner, die sonst mit der „pseudokatholischen“ Keule um sich schlagen, hier zu Wort meldet, es gibt, mit meiner Antwort, nur vier armselige postings auf diesen Artikel. Das ist echt bezeichnend…
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#4   Bernardin †   20:57:04 | Mittwoch, 20. September 2006
Sehr interessant
Interessant die überaus vielen Beiträge zur Ermordung der Ordensfrau! Da gibt es nichts zu schreiben über Abtreibung, Homosexualität, Liturgie! Das ist ja nur eine Ordensfrau, die ermordet wurde! Sie ist den Frömmlern von KREUZ.NET bzw. HETZ.NET nicht wichtig!
Wo sind die Frömmler, der warme Bruder, der MC, die angeblichen Typen mit DR-Titel, usw. usw. usw. Wo sind sie?
Eine elenede Bande diese Frömmler!
GOTT, nimm an die Lebenshingabe dieser Frau, die sich im Namen Jesu für die Menschen eingesetzt hat.
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#3   Rodolfo Panetta   11:27:21 | Mittwoch, 20. September 2006
Das sind aber merkürdige Katholiken!
Ich denke eher, es sind Abkömmlinge von Ordensschulen, Leute nach der Art von Mugabe in Rhodesien/Simbabwe
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#2   Gotthard   11:22:47 | Mittwoch, 20. September 2006
ermordet durch Katholiken
in Afrika sind mir Ordensleute und sogar ein Bischof bekannt, die in Bürgerkriegen durch Katholiken ermordet wurden …
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#1   Rodolfo Panetta   11:14:48 | Mittwoch, 20. September 2006
Gewalt gegen Ordensleute
In Afrika gab es in den letzten Jahrzehnten zahlreiche Mordtaten an Priestern und Ordensleuten. Gewöhnliche Kriminalität sowie islamischer und kommunistischer Haß gehen dabei oft Hand in Hand. Die Öffentlichkeit in Europa regt sich über so etwas nicht besonders auf und geht ohne weiteres zur Tagesordnung über. Es sind ja nur Christen, die Opfer wurden. Schon gar nicht zieht man Konsequenzen für das Verhältnis gegenüber dem Islam oder gegenüber der Überfremdung Europas.
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