11:09:55 | Donnerstag, 21. September 2006
(kreuz.net) Das deutschsprachige Online-Lexikon ‘Wikipedia’ bezeichnet sich selber als „freie Enzyklopädie“.
Was mit „frei“ gemeint ist, kommt inzwischen immer mehr ans Licht.
Es genügt, die extremistischen kirchenfeindlichen
Standpunkte des jüngst intern „als sachlich(st)er Admin“ bezeichneten ‘Wikipedia’-Mitarbeiter ‘FritzG’
nachzulesen.
Auf seiner Benutzerseite wurde ‘FritzG’ zum Beispiel von Wikipedia-Benützer ‘Jesusfreund’ –
der stark protestantisch ausgerichtet ist – gebeten, im Wikipedia-Artikel über Jesus von Nazaret korrigierend
einzugreifen.
‘FritzG’ lehnte ab, da er mit „dem Religionskram“ nichts zu tun haben wolle. Seine Einstellung
zu Religion sei „derart feindselig“, daß er dafür nicht geeignet sei.
Er zitiert einen persönlichen
Freund, der „ein bißchen gläubig“ sei. Dieser lehne das „ganze Brimborium“ der Kirche ab und stelle
das Verhältnis von Jesus und Kirche so dar: „Jesus versprach das Himmelreich, aber was kam, war die Kirche“.
Der häufig zitierte Satz stammte ursprünglich vom amtsenthoben, französischen Ex-Priester Alfred Loisy
(† 1940).
FritzG’s Abneigung richtet sich nicht nur gegen die „etablierten Religionen“.
Nach eigenen
Angaben hat er „überhaupt kein Verständnis dafür“, daß Religion und Glaube in unserer „aufgeklärten
Welt“ überhaupt noch eine Bedeutung bekommen.
Für Urwaldbewohner „ohne jede naturwissenschaftliche
Bildung“, die an „Waldgeister und Donnergötter“ glaubten, habe er aber „volles Verständnis“ – meint
er despektierlich.
In den „sogenannten zivilisierten Ländern“ gäbe es heute noch Leute, die sich „sonntags
von einem Pfarrer Schuldgefühle einreden“ ließen und dann glaubten, nach dem Tod „ein schöneres Leben“
zu haben.
Wenn heute die „germanischen oder römischen Götter“ noch „eine Rolle spielen würden“, hätte
es „keine Religionskriege und keinen Holocaust“ gegeben.
In der Glaubenswelt von ‘FritzG’ könnte es
zwar „irgendeine Macht »da oben« oder »da draußen«“ geben. Diese interessiere sich aber „sicherlich“
nicht für unser religiöses Verhalten – weiß er.
Das von ‘FritzG’ postulierte göttliche Etwas würde
im besten Fall moralistisch das Verhalten der Menschen beurteilen – nach den guten und schlechten Taten
urteilen und nicht danach, welche Götter wir wie angebetet und verehrt und ob wir Kondome verwendet hätten.
Auch auf der Diskussionsseite über den Wikipedia-Artikel zum Stichwort ‘Gott’ kann ‘FritzG’ seinen Zorn
auf Kirche und Gott nicht unterdrücken.
Die klare Aussage, daß es „keinen wissenschaftlichen Beweis“
für Gott gebe, dürfe man nicht durch „Geschwurbel“ ersetzen.
Der Artikel sei „ohnehin schon ziemlich
einseitig“, obwohl man hier nicht „in der Kirche, sondern in der Wikipedia“ sei.
Die Menschheit habe
sich in ihrer Geschichte wahrscheinlich Hunderttausende von Göttern ausgedacht.
Da der Artikel vom Gottesbegriff
im allgemeinen handle, sei es nicht einzusehen, warum ausgerechnet ein Gott, dessen Anhänger es geschafft
hätten, ihren Glauben „mit List, Bestechung, Einschüchterung und brutaler Gewalt in aller Welt zu verbreiten“
seitenweise Text bekommen würden und der „ägyptische Anubis oder der germanische Thor“ nicht.
Was dem
Artikel fehle, sei „die Tatsache, daß es keinen Gott“ gebe, „daß Götter, insbesondere bösartige, blutgierige
Rachegötter“ nur eine Erfindung von ein paar schlauen Machtmenschen seien, die damit das „dumme Volk“
kontrollieren beziehungsweise ihre Kriege und Verbrechen entschuldigen könnten.
Es gebe auch Leute,
„die dem Götterglauben wider jegliche Vernunft Vorschub leisten, diese wahnwitzige Ideologie in Schulen
verbreiten und damit die Gehirne wehrloser und leicht beeinflußbarer Kinder vergewaltigen“ würden.
Am Schluß seiner Stellungnahme hat ‘FritzG’ einen lichten Augenblick:
„Ja, ich weiß, für diesen Beitrag
komme ich in die Hölle!“
Der extremistische ‘FritzG’ war die treibende Kraft, daß die Nachrichten-Webseite
‘kreuz.net’ im Juli von ‘Wikipedia’ aus ideologischen Gründen auf eine
schwarze Liste gesetzt wurde.
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