Ehemalige Mitglieder der Piusbruderschaft, die in Bordeaux ein vom Vatikan anerkanntes Institut gegründet haben, wollen sich „überall in Frankreich und anderswo“ ausbreiten.
(kreuz.net, Bordeaux) Der Verantwortliche des ‘Institutes vom Guten Hirten’ in Bordeaux erklärte Anfang
September, daß seine Gemeinschaft „überall in Frankreich und anderswo“ Pfarreien eröffnen will.
Darüber
berichtete die linksliberale französische Tageszeitung ‘Le Monde’ Mitte September.
Bordeaux befindet
sich im Südwesten von Frankreich.
Der Obere der neuen Gemeinschaft, Pater Philippe Laguérie, gehört
zu den fünf historischen Begleitern des verstorbenen Erzbischofs Marcel Lefebvre.
Er wurde 2004 aus
der Priesterbruderschaft St. Pius X. ausgeschlossen.
Sein Institut will sich in Zukunft um vernachlässigte
oder verlassene Kirchen in Stadtzentren bemühen.
„Wir sind aber nicht bestrebt, uns irgendwo einzunisten
und nachher den Bischof zu informieren“ – versichert der Pater.
Der Vertrag für die Kirche Saint-Eloi
in Bordeaux, wo Pater Laguérie seit 2001 wirkt, „wird das Modell für das sein, was wir überall in Frankreich
und anderswo“ tun wollen.
Der Oberhirte der Erzdiözese Bordeaux, Jean-Pierre Kardinal Ricard (61), ist
auch Präsident der Französischen Bischofskonferenz.
Er möchte die ersten Weihen im neuen Institut
selber vornehmen. Vier Seminaristen sind bereit. Das Institut zählt schon sechs Priester und wird etwa
zehn weitere Priester aus Südamerika aufnehmen.
„Mitglieder der Priesterbruderschaft des Heiligen Pius
X. bitten, uns beitreten zu dürfen. Ich bin vorsichtig“ – so Pater Laguérie – auch wenn der Vatikan
„es nicht ungern sähe, daß so viele Priester an unserer Türe anklopfen würden, daß die Piusbruderschaft
zum Denken gebracht würde.“
„Wir sind das erste Zeichen, das vom Papst gesetzt wurde, um zur liturgischen
Einheit zurückzukehren“. Der Vatikan sei im Begriff, ein Dokument zu publizieren, das „die traditionelle
Messe in allen seinen Rechten wiederherstellen wird“.
Der Distriktsobere der Piusbruderschaft in Südamerika,
Pater Christian Bouchacourt, dementierte in einer Stellungnahme vom 15. September „das im Internet kursierende
Gerücht, wonach zehn Priester des Distriks dem Institut vom Guten Hirten beitreten würden“.
Ein weiteres
Mitglied des neuen Instituts, Pater Guillaume de Tanouarn, unterstreicht, daß mit Benedikt XVI. „eine
ganz andere Atmosphäre“ in den Vatikan Einzug gehalten hat:
„Wir sind nicht mehr Christen zweiten Ranges.
Bei der Gründung des Institutes verrichten wir nach dem Wortlaut des Dekretes »eine für die Kirche
nützliche Arbeit«.“
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9 Lesermeinungen
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#9 Karl Murx 17:00:16 | Freitag, 22. September 2006
Sie könnten auch nicht darauf eingehen, wenn Sie Zeit hätten Den Gebrauch der fälschenden Sekundärliteratur
(Dom Cagin, Dom Botte, Lécuyer) durch Avrillé kann man doch in ihrer Studie nachlesen. Da ist bis jetzt
nichts berichtigt, noch wird auf die Proteste eingegangen. Und Ihre „Edition Clovis“ verkauft das Zeug
auch noch. Was die Anaphora von Addai und Mari angeht, so ist die Sache, einmal durch die KU medial ausgelutscht,
zu den Akten gelegt worden. Sie jedenfalls sind doch der Letzte, den das interessiert. Inhaltlich haben
Sie jedenfalls nichts vorzubringen, schon gar nicht zum Problem des Filioque in der neuen Form. Da würde
auch mehr Zeit nichts bringen. Vor einem offenen Schlagabtausch müßten Sie kneifen, oder eingestehen,
daß Sie regelrechte Fälschungen unterstützen. Und vor allem, Sie auch gar nicht fit eine solche Diskussion
über die Quellen der neuen Bischofsweihe durchzustehen. Da würden wohl noch etliche Hausaufgaben anstehen.
Wir jedenfalls haben zum Thema die kompletten Archive des „Deutschen Liturgischen Institutes“ aus Trier
zur Verfügung. Geht alles sehr schnell, wenn zwei Mann mit einer elektronischen Kamera kopieren.
Mein lieber Murx, es ist leider Murks, was Sie behaupten. Aber nicht deshalb will ich nicht darauf eingehen,
sondern weil ich ab morgenfrüh für eine Woche nicht da bin. Und heute habe ich noch genug anderes zu
tun. Ein sonnige Herbstwoche – Heggi
#7 Karl Murx 15:28:59 | Freitag, 22. September 2006
Wenn es nahezu keine Priester und Bischöfe mehr geben wird,… …wird Frank’nchurch, die Besatzungsmacht
in Rom, allen Presbytern und Episkopen die Simulation des tridentinischen Messritus gestatten. Heggi redet
von Verrat, ich rede von D-Day, dem „Längsten Tag“! Heggi kam übrigens vor 5 Jahren die Erklärung zur
Gültigkeit einer Messe ohne Wandlungsworte reichlich ungelegen. Dazu beigetragen, daß dieser Quatsch
über die Anaphora von Addai und Mari widerlegt wurde, hat er praktisch nichts. Was die Weihen angeht,
ist es jetzt nicht anders. Wir wir sehen, kann er bezüglich des Problems des Filioque in der Form Pauls
VI. keine Argumente beibringen. Die Dominikaner von Avrillé griffen diesbezüglich zu dem Zwecke der
Verschleierung auf Sekundärliteratur zurück, die ganz einfach gefälschte Quellenangaben enthielt. Dann
taten sie so, als hätten sie ihre Zitate direkt Denzingers Buch „Ritus Orientalium“ Band 2, entnommen.
Wer hat ihnen die Stange gehalten? Heggi? Z.B. rede ich von diesem Satz, den die Dominikaner auf Latein
behandeln: „anhar w’oshud sakultonutho w taybutho hoy d-men ruhokh rishonoyo hoy d’ashlemt l-abrokh habibo
yeshu’ mshiho“ Tja, was heißt das? Worauf bezieht sich das zweite feminine Relativpronomen „hoy“? Auf
„ruhokh“, oder auf „taybutho“? Und welches Geschlecht hat „ruhokh“ in diesem Fall? Maskulin, oder feminin?
Und was heißt das? « hab ruho haw dilokh, aloho qadisho, haw d-ethiheb la-hsayo diloch… » Und was
heißt das? « hab ruho haw dilokh, aloho qadisho, haw d-ethiheb l-hasyo dilokh… »
Neues Dokument? Ich teile die Meinung von Prof. Mai zu den Chancen einer möglichen breiteren Freigabe
der alten Liturgie durch B. XVI (siehe Interview Kirchl. Umschau, Sept. 2006).
#2 Karl Murx 11:42:12 | Freitag, 22. September 2006
Mein Vorschlag an die guten Hirten Sie könnten sich einmal überlegen, wo sie ihre gültigen Firmungen
herbekommen. Und die anstehende „Weihe“ eines Diakons zum Presbyter dürfte ihn kaum zum Piester machen.
Immer schön an folgende lehramtliche Dokumente denken: Kanon 9 des Konzils von Ephesus (DH260), Kanon
12 des II. Konzils Konstantionopel (DH434), 11. Konzil von Toledo (DH527). !:)
Vorschlag an die guten Hirten Ich könnte den lieben Leute = hochwürdigsten Herren einen Tip geben: Einfach
St. Afra in Berlin kaufen. Die Mitglieder des IPN könnten einfach zu guten Hirten werden. Die guten Hirten
aus Bordeaux könnten von den drei/vier deutschen Nichtmehrpiusxpriestern, die dann ja eintreten könnten
(schon sind???), einen neuen Vorgesetzten bestimmen, der sowohl mit Menschen als auch mit Geld umgehen
kann. Ich könnte mir durchaus vorstellen, daß auch Card. Hoyos nicht abgeneigt wäre, auf diese Art
eine „Kuh vom Eis“ zu bekommen. Aber weil „meine Gedanken nicht eure Gendanken“ sind, gebe ich den Tip
nicht. Da können sie auch von selbst drauf kommen Oder sind Träume Schäume?