Jahrelang hat der Ex-Priester über die Gehirnforschung gebrütet. Er ist dabei zu Einsichten gekommen, vor denen ihn ein zehnminütiges Studium der katholischen Lehre hätten bewahren können.
(kreuz.net) Eugen Drewermann hat in Schmökern über Gehirnforschung gewühlt und ist fündig geworden.
Das berichtete kürzlich die Homepage des ‘Ersten Deutschen Fernsehens’.
Der suspendierte Paderborner
Priester suchte nach Antworten über die Unsterblichkeit der Seele – und glaubt, sie bei der Naturwissenschaft
gefunden zu haben.
Die Gehirnforschung hat ihm alle Zweifel genommen und offenbar den Glauben an die
Welt zurückgegeben: Die Seele ist sterblich. Es braucht keinen Gott, um sie zu erklären.
Darüber hat
er, der nie die Gabe zur Kürze besaß, 1.200 Seiten geschrieben. „Atem des Lebens – Das Gehirn. Die moderne
Neurologie und die Frage nach Gott“ heißt sein Werk, mit dem er zeigt, daß die Kirche irrt und Drewermann
im Recht ist.
Die Neurologie könne „ganz sicher“ zeigen, daß es ein metaphysisches Prinzip wie die
Seele nicht brauche, um zu verstehen, wie Bewußtsein, Selbstbewußtsein, Reflexivität, Person-Sein möglich
sind – verkündet Drewermann.
Den Dialog mit der Kirche hat Drewermann schon lange abgebrochen. Das gab
ihm die notwendige Zeit zu entdecken, wie sich das Gehirn entwickelt und durch neuronale Verschaltungen
kommuniziert:
„Die Psychoanalyse war mir vor Jahren ein Schlüssel, und nun kommt die Neurobiologie und
bestätigt so vieles, was Sigmund Freud gesehen hat, intuitiv, zeichnet es nach, macht es zum beweisbaren
Gegenstand der Forschung. Plötzlich haben Menschen in diesem Sinne eine Seele.“
Es gebe somit keine
Seele mehr „im Sinn der Kirche“ – keine „fertige, von Gott in die Gehirnmaterie eingesetzte Seelensubstanz“,
keine „Trennung zwischen Geist und Körper“, sondern Neuronen, die mit dem Tod vergehen.
Dabei ist Drewermanns
Fehler eigentlich ganz einfach zu verstehen. Der Ex-Priester verwechselt Ursache und Wirkung, das heißt,
die Seele mit körperlichen Abläufen.
Da nützt auch die Aussage eines Wolf Singer nicht, der sich Gehirnforscher
nennt:
„Nach allem, was wir zu wissen glauben, würden Geist und Seele ebenso verschwinden wie die Strukturen,
die diese Phänomene aufrecht erhalten, nämlich das Gehirn, das ja nach dem Tod zerfällt, mangels Energiezufuhr
nicht mehr arbeiten kann, seine Struktur verliert und damit auch alle die Informationen, die in diesem
Gehirn gespeichert sind, vernichtet werden.“
Die unsterbliche Seele findet also ein biologisches Ende?
Damit verliert die Kirche ihre Geschäftsgrundlage, glaubt und hofft Drewermann.
Wenn sich die Ursache –
Seele – verabschiedet, dann entfallen die Wirkungen – z.B. die Tätigkeit des Gehirns. Eine philosophische
Binsenwahrheit.
Dabei hat der Vielschreiber Drewermann die sensationelle Entdeckung gemacht, daß der
menschliche Körper – Gehirn eingeschlossen – nach dem Tod tot ist.
Trotzdem glaubt er, daß es nun eine
„heilige Pflicht“ der Kirche sei, ein neues Verständnis von der Seele zu finden. Die Kirche brauche eine
„geistige Revolution“, wolle sie in der heutigen Welt ernst genommen werden.
Aber das päpstliche Unfehlbarkeitsdogma
und das „Nicht-Aufnehmen“ psychoanalytischer wie naturwissenschaftlicher Erkenntnisse in die Auslegung
der Bibel mache den Glauben zum Feind der Intelligenz.
Drewermanns alte Platte wird durch das häufige
Abspielen nicht wahrer, sondern nur verkratzter.
Eugen Drewermann: „Gott wird von den Theologen noch
immer aus dem bewiesen, was wir nicht wissen: Wie entstand das Leben? Es ist rätselhaft, aber: Dann muß
es Gott gemacht haben. Wie entsteht unser Bewußtsein? Es ist rätselhaft: Also muß es Gott gemacht haben.
Auf diese Weise wird Gott zu einem jagbaren Wild, das wir von Lichtung zu Lichtung hetzen im Fortschritt
der Wissenschaften – ein Rückzugsgott.“
Was ist die Alternative? Gott aus dem zu beweisen, was wir wissen?
Si comprehendis, non est Deus – sagte der Heilige Augustinus: Wenn Du verstanden hast, dann ist es nicht
Gott.
Drewermann braucht sich keine Sorgen zu machen. So schnell werden dem Menschen die Glaubensinhalte
nicht ausgehen, denn wissen können wir – trotz Gehirnforschung – immer weniger.
Durch eine „Befreiung
aus dogmatischen Fesseln“ will Drewermann Gott wieder für alle Menschen erfahrbar machen, ein Gott, der
keine Angst zu haben braucht vor den Erkenntnissen seiner Geschöpfe.
Wie viele Menschen hat Drewermann
mit seinen spätpubertären Befreiungsversuchen zum Glauben an Gott gebracht?
Bevor er sich an die „Befreiung
aus dogmatischen Fesseln“ macht, könnte er mit dem Versuch beginnen, Sinn und Wahrheit der Dogmen zu
verstehen?
Aber Drewermann zieht es vor, mit der Wiederholung alter Sprüche und Vorurteile einem kirchenfernen,
ignoranten und oberflächlichen Publikum zu imponieren.
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58 Lesermeinungen
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Jaja…der böse Eugen Über Herrn Drewermann erfahre ich in diesem Artikel relativ wenig. Das Wenige
ist auch noch eingepackt in emotionales, recht unobjektiv anmutendes Gezätere. Wie gesagt…über Herrn
Drewermann kann man hier kaum etwas erfahren…über den Schreiber dieses Artikels leider wesentlich mehr.
Bitte einfach nicht versuchen seriös zu wirken wenn man einfach nur wütend is…einfach mal die Wahrheit
sagen wie…:.„ey ich muß da mal was los werden…“ u.s.w. Hm? Das wäre doch mal was, oder?
Eugen Drewermann Finde nicht gut, wie hier über Eugen Drewermann geschrieben würde. Bitte um mehr Sachlichkeit
bei der Darstellung! Außerdem sind einige Aussagen darin falsch bzw. irreführend. Zudem ärgere ich
mich über die Überschrift: Die letzte Erkenntnis… Als würde Herrn Drewermann jetzt nichts mehr einfallen,
als habe er von jetzt an keine Erkenntnisse mehr. Bitte hier nicht die eigenen Meinung den Lesen überstülpen!!!
Drewermann appeliert an unser Herz, nicht an unseren Verstand, Träumen statt Beweisenwollen Drewermann
behauptet ja nicht, dass eine unsterbliche Seele nicht sei. Was er sagt, ist, dass sich darüber nicht
mit rationalen Mitteln diskutieren und sich eine unsterbliche Seele nicht beweisen lasse. Dass das, was
wir Seele nennen, mit dem Zerfall unseres Körpers vergeht, heißt nicht, dass es eine unsterbliche «Seele»
nicht gibt, sondern es heißt, dass wir bisher etwas als unsterblich angenommen haben, das es nicht ist.
Wenn es überhaupt so etwas wie einen «Beweis» gibt, dann liegt dieser verborgen in der Sehnsucht unseres
Herzens nach Annahme und Unsterblichkeit. Aber die «Erforschung» von Sehnsucht entzieht sich jeglicher
wissenschaftlicher Methodik und jeder Versuch einer «rationalen Erklärung» nimmt ihr ihre Echtheit
und Tiefe. Und Drewermann sieht wohl richtig, wenn er jede Form von erklärender Metaphysik als eine –
nicht erlaubte – rationalisierte Form von Mystik erkennt. Doch Mystik lebt von Erfahrung und ihre Sprache
ist die Kunst. Und noch etwas beteuert und betont Drewermann zurecht immer und immer wieder: Es ist das
«Wesen» des Vertrauens, etwas nicht «dingfest» machen zu können und dennoch daran zu glauben. Wirkliches
Vertrauen, wirkliches Personsein, wirkliche Freiheit gibt es nur im Gegenüber einer absoluten Person
und einer absoluten Freiheit, die Gott ist. Aber reden können wir nur von uns selber, es sei denn, Gott
spricht unsere Worte selber durch unsere Lippen.
Befremdung über wen? Bin heute auf diesen Artikel über das Buch von Eugen Drewermann gestoßen. Just
heute hatte ich es im Buchhandel noch in der Hand. Mal ganz abgesehen von irgendeiner Bewertung des Buches:
der Artikel darüber hat mich sehr befremdet. Ich empfinde ihn als würdelos. Sich derart plump und abwertend
mit einem Werk auseinanderzusetzen, in dem sich meiner Meinung nach jemand ehrlich und differenziert mit
einem Thema auseinandersetzt, ist einfach nur peinlich und einer Website, die sich „katholische nachrichten“
nennt, nicht würdig. Stellt sich mir die Frage: wo bin ich hier gelandet????
#54 Wolfklaus 00:01:19 | Dienstag, 10. Oktober 2006
Wo ist da die Sachlichkeit? Beim Schreiben von Anmerkungen wird um Sachlichkeit gebeten. Aber wo ist die
Sachlichkeit bei diesem Artikel. Nichts als pauschale Abwertungen, Vorwürfe und disqualifizierende Bemerkungen.
Ich habe selten eine so dichte Ansammlung unqualifizierter, hämisch-abwertender Bemerkungen gelesen!
Keine einzige sachliche Aussage oder gar eine Auseinanersetzung mit den Thesen Drevermanns… Hat der
Autor so wenig Vertrauen in sich und den Gott, an den er doch wohl glaubt? Nur wer keine Argumente hat,
verfällt wohl in einen solchen Stil.
Wer hat schon recht oder unrecht aber es scheint, dass Menschen wie Drewermann nützlich sind, denn sie
hinterfragen und nur so kann sich Mensch weiterentwickeln. Wie alle dogmatischen Religionen ist auch die
RKK in vielen Themen festgelegt, hat Probleme neue Erkenntnisse einzuordnen und gibt Suchenden nicht immer
die geeigneten Antworten. Statt Drewermann zu schmähen sollten wir nachdenken und nützlich, aber auch
wenn nötig kritisch ?:) antworten. Pierre
#52 Regina 1961 14:33:39 | Dienstag, 26. September 2006
Frasim Drewermann hin, katholischer Mumpitz her. Ich bin auch kein ausgesprochener Fan von Drewermann,
er drückt mir viel zu oft auf die Tränendrüse in seinen Schriften. Trotzdem gibt es bisweilen Passagen,
in denen sein Werk wirklich zu gebrauchen und hilfreich ist. Ich habe beim lesen der Lesermeinungen nur
einfach das Gefühl, hier wird mal wieder über jemanden hergezogen, „weil es in ist.“ Und das ist einfach
nicht richtig. Ich erwarte qualifizierte Beiträge, und nicht so ein allgemeines Gelabere einiger Forumsgäste
nur weil es ein Buch von Eugen Drewermann ist. Liebe Grüße Regina
#50 Regina 1961 20:29:06 | Montag, 25. September 2006
Drewermann Irgendwie hapert es doch mal wieder an allen Ecken. Wer von Euch hat denn dieses Buch schon
gelesen? Ehe ihr über den Inhalt mehr oder vor allen Dingen weniger qualifiziert ablästert, solltet
Ihr das Buch mal gelesen haben. Sonst seid ihr nicht besser als die moslemischen Rädelsführer, die sich
über die Ansprache des Heiligen Vaters im Regensburger Priesterseminar furchtbaraufgergt haben, aber
nur über 3. und 4. Quellen von dieser Rede, bzw von dem dort verwendeten Zitat, wußten. Regina
#49 santa rita 17:20:06 | Sonntag, 24. September 2006
DieFidele Ich muß da jetzt ein bißchen schmunzeln über die „Pflanzenseele“. Ich verstehe nicht, was
Sie daran so lustig finden. Die anima vegetativa wurde bereits von den Griechen entdeckt und von der christlichen
Philosophie übernommen. Noch unlängst wurde ein 692 Seiten starker Wälzer über die Pflanzenseele veröffentlicht.
www.amazon.de/…ensiep/dp/3520836017 Leibniz postuliert in seiner Monadenlehre (Monade= einheitliche
Substanz, Entelechie, Seele) die Unsterblichkeit sowohl der Menschenmonade, als auch der Tier- und Pflanzenmonade.
Nach Leibniz stellen die Monaden im Gegensatz zu den äusserlichen, sinnlich wahrnehmbaren stofflichen
Erscheinungen die eigentliche Wirklichkeit dar; Raum, Zeit und Materie sind dagegen nur relativ. Seit
dem Fall Pam Reynolds www.near-death.com/…nces/evidence01.html ist bewiesen, dass das Bewusstsein unabhängig
vom Gehirn existiert. (Hirntod und Herzstillstand und trotzdem überragendes Bewusstsein nach Trennung
vom Körper). Damit ist zugleich die Existenz der Seele als Form und Lebensprinzip des Körpers bewiesen.
Wenn einer also Selbstmord begehen will, weil er sich beschissen fühlt, so kann er nur seinen Körper
töten; und fühlt sich anschliessend immer noch beschissen.
#48 Benedikt 16:23:36 | Sonntag, 24. September 2006
@ DDL „Neutralität“? SIE vertreten eine Religion und eine spezifische, spirituelle Weltanschauung – ich
tue das NICHT, lehne es, im Gegenteil, ab… da können Sie nicht einfach daherkommen und das flugs zu
ebenfalls einer Art Religion samt Zubehör wie Missionierung umdeuten. Nach Ihrer Logik wäre ein Nichtraucher
„süchtig nach Nichtrauchen“! Hervorragendes Beispiel, werter DDL. Nach Ihrer Logik wäre ein Nichtraucher
in der Frage „Rauchen oder nicht“ regelmäßig neutral.
Eugen Drewermann Papst Benedikt selbst hat vor kurzem in einer Veröffentlichung geschrieben, dass Kirchenaustritt,
keine Absage von Gott ist und deswegen auch keine automatische Exkommunikation mehr erfolgt. Ich kenne
eine Reihe von Leuten, die aus der katholischen Kirche ausgetreten sind, trotzdem regelmäßig zum Gottesdienst
kommen und die Sakramente empfangen. Es gibt nämlich vielerlei Gründe, um aus der Kirche auszutreten
und auch bei Eugen Drewermann war dies keine Glaubensfrage.
#46 deusexmachina 02:40:49 | Sonntag, 24. September 2006
@gelasius „Man kann jeden Diskussionsbeitrag, der einem nicht paßt, als „mittelalterdenke“ abqualifizieren“
Das ist richtig, aber das tue ich nicht. Ich meinte das schon sehr konkret bei Ihnen, denn was Sie da
tun, ist in der Tat ein überholtes Denkmuster, nach dem Schema: „Wir wissen’s heute nicht, also können
wir’s überhaupt nicht wissen“, und das, wohlgemerkt, unter anschließendem Verweis auf irgendwelche metaphysischen
und sowieso unbeweisbaren Alternativen. Ich finde das immer wieder spannend, wie sorglos gewisse Leute
mit den abenteuerlichsten Hypothesen umspringen, während sie an wissenschaftlichen Theorien bis in letzte
Härchen herummeckern. Schon toll, meinen Sie nicht? Überlegen Sie ‘mal, da kritisieren Sie (grundsätzlich
zu Recht), dass wir über die Funktion des Gehirns heute noch viel zuwenig wissen, um eine abschließende
Aussage machen zu können, leiten dann (diesmal zu Unrecht) daraus ab, dass das auch immer so sein wird
und muss und schließen letztendlich (und nun vollkommen auf Sand gebaut), dass es eine „Seele“ geben
muss, für die uns jegliches Indiz fehlt und über die alle, die darüber spintisieren, freiswebend herumsalbadern
können, weil ja eh’ nix zu beweisen oder zu widerlegen ist. Klasse. Erinnert übrigens an das schöne,
alte Konstrukt vom „Äther“. Und wird sich vermutlich ähnlich in Wohlgefallen auflösen, diese Seele
als Entität. Mir gefällt immer noch am besten der Spruch, nach dem die Seele für den Menschen das ist,
was beim Motorrad die Geschwindigkeit.
@Brigitte Bussmann Eugen Drewermann ist kein Ex-Priester, er ist und bleibt Priester, auch wenn er inzwischen
aus der katholischen Kirche ausgetreten ist, denn das bedeutet keine Absage von Gott, sondern nur von
der Institution Kirche. Jesus Christus als wahrer Gott (und wahrer Mensch) hat die kath. Kirche gegründet
und ihr die Sakramente zur Stärkung und Rettung aller Menschen anvertraut. Nur durch die kath. Kirche
können die Gnaden des Kreuzesopfers dem Menschen zugewandt werden. Die kath. Kirche existiert als der
mystische Leib Christi, die Menschen sollen ein Teil dieses Leibes sein (Jesus=Weinstock, Mensch=Reben).
Und noch ein weises Wort Jesu: Wisset, ohne mich könnt ihr nichts tun! Ergo sequitur: Austritt aus der
kath. Kirche bedeutet sehr wohl eine Absage an Gott.
#44 Graf von Galen 22:56:24 | Samstag, 23. September 2006
Wider Drewermann Drewermann ist wirklich nur noch peinlich. Heute lacht man noch über ihn und in wenigen
Jahren kennt ihn sowieso keiner mehr, währendt die von ihm bekämpfte Kirche auf seinem Grab noch tanzen
wird.
#43 gelasius 20:05:41 | Samstag, 23. September 2006
de-ex-ma, trockenschwimmender Oberlehrer? Man kann jeden Diskussionsbeitrag, der einem nicht paßt, als
„mittelalterdenke“ abqualifizieren, nur leider ist das eine leere Worthülse, die man anwendet, wenn man
nicht mehr weiter weiß und einem die sacharguments ausgegangen sind. Ich denke, es täte Ihnen gut, mal
einige Praktika in psychiatrischen und psychosomatischen Kliniken zu machen, bevor Sie sich weiter zu
einem Thema äußern, das Ihnen- wie man sieht- doch sehr fremd ist. Oder einfach nicht mehr drüber sprechen,
weil einfach nichts Überzeugendes dabei rauskommt. Sie sind ja auch noch in zahlreichen anderen Foren
aktiv- um nicht zu sagen hyperaktiv. Reicht das nicht?
Eugen Drewermann Eugen Drewermann ist kein Ex-Priester, er ist und bleibt Priester, auch wenn er inzwischen
aus der katholischen Kirche ausgetreten ist, denn das bedeutet keine Absage von Gott, sondern nur von
der Institution Kirche. Zu dem Zeitpunkt als Drewermann zum Priester geweiht wurde, hieß es in der Messe:
„Du bist Priester auf ewiglich.“ o^/
#41 deusexmachina 04:40:43 | Samstag, 23. September 2006
@Benedikt (und den Nassforschling) „Neutralität“? SIE vertreten eine Religion und eine spezifische, spirituelle
Weltanschauung – ich tue das NICHT, lehne es, im Gegenteil, ab… da können Sie nicht einfach daherkommen
und das flugs zu ebenfalls einer Art Religion samt Zubehör wie Missionierung umdeuten. Nach Ihrer Logik
wäre ein Nichtraucher „süchtig nach Nichtrauchen“! Es fehlt uns (Atheisten & Agnostikern) an so ziemlich
allem, was zünftige Missionierung ausmacht: Wir haben keinen Auftraggeber, keine Gemeinschaft, keine
Dogmen, Lehren, höhere Werte (d.h. alles das haben wir vielleicht schon, aber individuell und eben NICHT
als etwas, für das man „missionieren“ könnte). Sie „Religiöse“ kennen natürlich auch Unterschiede,
aber gerade als Katholik mit den verbindlichen Regeln des KKK würde ich das an Ihrer Stelle ‘mal besser
nicht überbetonen. WIR HABEN UND WOLLEN KEINEN KATECHISMUS, FÜR DEN WIR MISSIONIEREN KÖNNTEN! Bitte,
schlucken Sie’s einfach: Wo niemand sendet, gibt’s keine Gesandten. Fertig, aus. Was Sie meinen, sind
Menschen mit Lust an der Diskussion und dem Wunsch zu überzeugen – wenn Sie das „Missionieren“ nennen,
entwerten Sie den Begriff, indem sie ihn auf praktisch jede Diskussion ausdehnen. @gelasius Ich meinte
schon „entblößen“. Für Ihre Version mangelt es am „ent“. Und daraus, dass wir das Gehirn noch nicht
ganz verstehen (wieviele Jahrzente genau forschen wir daran jetzt erst?), abzuleiten, es könne nicht
alleinverantwortlich sein für das, was Sie „Seele“ nennen, ist… „Mittelalterdenke“.
Asphyx@ Sie sollten hier nichts mehr schreiben! Mit Ihrer Behauptung das Erz-Protos Katholiken sind,haben
Sie keine Berechtigung mehr irgendetwas zu meinen!
#39 DieFidele 22:48:44 | Freitag, 22. September 2006
Seele santa rita: Dem liegt wohl die irrige Annahme zugrunde, dass Gott die Tiere und Pflanzen für den
Menschen erschaffen hat. Betrachten wir Gen 1 und betrachten wir, was wir fürs Leben brauchen und dann
danken wir Gott, daß Er dieses Notwendige für uns so herrlich erschaffen hat. Wer die Unsterblichkeit
der Tier- und Pflanzenseele leugnet, muss darlegen, wie rein geistige Substanzen sterben können sollen?
Ich muß da jetzt ein bißchen schmunzeln über die „Pflanzenseele“. Sie müßten ja eigentlich bei jeder
Blume, die Sie pflücken und bei jeder Karotte, die Sie aus der Erde holen ein schlechtes Gewissen haben,
ganz zu schweigen vom Betreten einer Wiese… Zur näheren Erläuterung empfehle ich die Bücher der Hl.
Hildegard von Bingen z.B. Scivias.
#38 Asphyx † 22:34:40 | Freitag, 22. September 2006
@santa rita *lach* Oh oh, da hat jemand aber was in den falschen Hals bekommen. Um es nochmal zu erklären:
Beweisen sie mir, das Darwin falsch lag und der Mensch vom Affen abstammt, dann glaube ich Ihnen auch,
daß er als Sache eine unsterbliche Seele besitzt. Alles, was ein Bewußtsein besitzt, kann denken. (Obwohl
ich mich hier bei einigen Usern frage, ob sie ein solches ihr eigen nennen und nicht nur das nachplappern,
daß ihnen von anderer Stelle vorgeschrieben wird) Dennoch bestreite ich, daß Pflanzen und Tiere eine
Seele besitzen. Da nur G0tt dem Menschen die Seele einhauchte (laut Bibel). Aber ich bestreite, wenn weiterhin
auf diesem Niveau hier diskutiert wird, wirklich der Beweis dafür erbracht werden kann, daß Menschen
eine Seele haben. Da Seelen es nicht notwendig haben, solcher Art wie hier bereits gepostete Beleidigungen
einander zu schreiben. Eine Seele wäre reine Liebe, also nicht zu Gewalt, nicht einmal verbaler, fähig.
Demnach, um diesem Axiom zu folgen, besitzt der Mensch genauso wenig wie Tier und Pflanze eine Seele,
da er sich anscheinend nur über Gewalt und Beleidigungen definieren kann. Und nun Bitte ich um den Antritt
des Gegenbeweises …
#37 santa rita 19:11:46 | Freitag, 22. September 2006
DieFidele Nur der Mensch hat eine unsterbliche Seele. Wer die Unsterblichkeit der Tier- und Pflanzenseele
leugnet, muss darlegen, wie rein geistige Substanzen sterben können sollen? Dem liegt wohl die irrige
Annahme zugrunde, dass Gott die Tiere und Pflanzen für den Menschen erschaffen hat. Dem ist aber nicht
so. Gott hat alles zu seiner eigenen Verherrlichung erschaffen. Warum sollte Gott also die Existenz von
Geschöpfen, die er als gut und zu seiner Verherrlichung erschaffen hat, wieder auslöschen?
#36 gelasius 18:47:39 | Freitag, 22. September 2006
de-ex-ma Nun, werter Deus-ex, wenn Sie sich als Oberlehrer aufspielen wollen, dann bitte fehlerfrei. Wenn
schon, dann „ entblöden“, gell? Und was Eugens Überlegungen angeht, so basieren sie- so leid mir das
für Sie tut- auf seiner doch ziemlich laienhaften Interpretation weder theologischer noch philosophischer
sondern eindeutig einzelner neurologischer und neurobiologischer Forschungsergebnisse. Er bastelt sich
daraus eine eigene Hypothese. Was nun Ihren Vergleich Gehirn / hardware betrifft, da hat die medizinische
Praxis bewiesen, daß es so simpel nicht ist. Alle Versuche Psychische Störungen durch einen Eingriff
am Gehirn zu beheben, sind grandios gescheitert. Aber Sie können ja, falls Sie mal ein Problem haben,
Herrn Drewermann bitten, diesen hardware-fehler dann mit einem Schraubenschlüssel zu beseitigen. Und
wenn das, was Sie hier schon fast manisch zu vielen Themen posten, nicht missionieren ist – und zwar von
einer Warte selbstzuerkannter Unfehlbarkeit – was soll es dann sein? Ich lege allerdings keinen Wert auf
Sie als Lehrer, da gibt es bessere.
#35 Benedikt 18:07:55 | Freitag, 22. September 2006
@ asphyx Nur mit dem kleinen Unterschied, daß ein Atheist oder Agnostiker niemals Lügen würde, um seinem
missionarischen Trieb zu folgen. Ein Missionar lügt genauso wenig. Er unterbreitet seine Überzeugung,
wie auch der Atheist/Agnostiker. Da die Atheisten und Agnostiker nicht wie die RKK und die Ewig-Gestrigen
Tradis hier eine Lobby im Bundestag haben, können sie gar nicht organisiert sein, um eine Gegenmission
gegen die Mission der RKK durchzuführen. Die Tradis haben keine Lobbygruppe beim Deutschen Bundestag.
Die Kirche ist dort auch nicht direkt akkreditiert, sondern einige kirchliche Organisationen und Verbände,
zB der Katholische Deutsche Frauenbund etc. Wenn die Atheisten dort keine Lobby haben, so ist das deren
Problem. Sogar der Verband Internationaler Drehorgelfreunde hat dort eine Lobby. @ DDL Sie setzen die
„Anschauung Atheismus“ mit Ihrer Anschauung qualitativ gleich. Na sicher. Irgendwelche Sonderkonditionen
oder angebliche „Neutralität“ können Sie vergessen. Im mykath-Forum posten Atheisten, die dort 24.000
Beiträge geschrieben haben. Das soll keine Mission sein? Jetzt lache ich. Das ist aber Unsinn, da Agnostizismus /
Atheismus lediglich das FEHLEN eines bestimmten Aspektes bedeutet – darüber hinaus HABEN wir gar keine
gemeinsame Anschauung! Jaja…wie Sie sicher wissen, stimmen Religiöse auch nicht 100% in allem überein.
#34 DieFidele 17:50:26 | Freitag, 22. September 2006
Haben Tiere eine Seele? Asphyx: Tiere haben, laut Katechismus der RKK keine Seele, nicht einmal einen
eigenen Geist. Diese Behauptung ist falsch. Im KKK steht das nicht. Tiere haben sowas wie eine „animalische
Seele“ dazu zitiere ich die Hl. Hildegard von Bingen: „Der Mensch geht aufrecht, weil er aus dem Geheimnis
Gottes den Geist des Himmlischen empfing. Aber weil die Tiere von den Elementen die lebensspendende Luft
(Seele) empfangen, sind sie zur Erde geneigt.“ Gedanken hat nur das vernünftige Lebewesen (der Mensch),
nicht aber die wilden Tiere, da sie lediglich dahinleben und Sinn besitzen, mit denen sie erkennen, was
sie fliehen und was sie suchen sollten. Allein die Seele, von Gott belebt, ist vernünftig.“ „Nur der
Mensch hat eine unsterbliche Seele. Sie ist ein Hauch und ist von Gott gesandt. Entsprechend den körperlichen
Werken, seien sie gut oder schlecht, erhält sie ihren (entsprechenden) Lohn.“
#33 Asphyx † 17:06:30 | Freitag, 22. September 2006
@Raimund von Toulouse Hier muß ich eindeutig widersprechen, lieber Raimund! Ich habe nicht die Existenz
G0ttes widersprochen. Sondern nur dem Fakt, daß Tiere und Pflanzen eine Seele besäßen.- Sie besitzen
Bewußtsein, aber dies ist kein eindeutiger Beweis dafür, daß sie Seele besäßen! Und wenn sie Tom
Cruise in eine Jauchegrube werfen wollen, so tun sie das bitte. Aber lassen sie bitte die vielen Agnostiker
und Atheisten in Frieden! 1.) Diese Menschen bedrohen sie in keinster Form und Weise, sie sehen nur die
Dinge reichlich profaner und einfacher als wir Christen. 2.) Die Jauchgrube würde bei soviel zusätzlichen
Inhalt überlaufen, womit dann G0ttes eigenes himmliches Reich selbst bis in die Hölle stinken würde.
Und dies hat G0tt, mag er nun nachweislich existieren oder nicht, nicht verdient. 3.) Mag ich solche Tradis,
wie sie diese repräsentieren, weil mir dies zeigt, daß der Mensch keine Seele haben kann! Sie haben
vielleicht Bewußtsein, aber keinen Geist und keine Seele. Als Mensch mit Seele würden sie nicht solche
unflätigen Beleidigungen schreiben.
Asphyx@ Da es nur den Gott der Römisch Katholischen Kirche gibt, gehören Agnostiker, Atheisten, Tom
Cruise, Buddhisten, Hinduisten, Zeugen Jechovas und Govno-Anbeter in die gleiche Grube. Das wäre dann
die Jauchegrube!
#31 santa rita 16:33:09 | Freitag, 22. September 2006
@ Asphyx Also besteht das Dogma der RKK nach wie vor, nach der Tiere keine Seele haben. Ein solches Dogma
ist mir nicht bekannt. Fakt ist jedenfalls, dass Materie ohne Geist nicht lebensfähig ist. Also sind
Pflanzen und Tiere aus Materie und Geist zusammengesetzte Substanzen wie der Mensch. Das Wesen des Geistes
ist aber seine Unzerstörbarkeit, mithin Unvergänglicheit. Dass sich die Tierseele und die Pflanzenseele
von der Menschenseele natürlich wesentlich unterscheidet, insbesondere im Hinblick auf die Vernunftbegabung
ist natürlich klar.
#30 Asphyx † 16:11:10 | Freitag, 22. September 2006
@santa rita Ergo: Sie haben keine Seele !!!! Fakt ist doch, daß dir deine Seele nicht gehört, du sie
also G0tt nicht geben kannst. Und du kannst etwas, daß dir nicht gehört, auch nicht an den Teufel verkaufen!
Mitbekommen und verstanden? Tiere haben, laut Katechismus der RKK keine Seele, nicht einmal einen eigenen
Geist. Ob sie nun dem Geist G0ttes entsprungen sind oder nicht. Tatsache bleibt, daß ich mich hier an
das Dogma der RKK halten muß und nicht an die besserwissrigen Aussagen eines Herrn Drewermann (den ich
auch als seelenloses Wesen nach wie vor wegen seiner manchmal lustigen Offenheit schätze)! Die RKK erkennt
aus diesem Grunde auch nicht die Evolution an, weil sie Angst hat, einen ähnlichen Schiffbruch dabei
zu erleiden, wie die anglikanische Kirche. Charles Darwin sagte niemals – ich betone niemals – daß der
Mensch vom Affen abstammte. Also besteht das Dogma der RKK nach wie vor, nach der Tiere keine Seele haben.
Oder aber, santa rita, sie erbringen den Beweis, daß der Mensch doch vom Affen abstammt, dann haben sie
Recht und Tiere besitzen eine Seele. Aber beides zusammen geht nun einmal nicht, da ist das Dogma der
RKK davor. *Tränen lachend*
#29 santa rita 15:49:29 | Freitag, 22. September 2006
@ Asphyx Die RKK sagt, wie fast alle Religionen, die aus dem jüdischen Glauben hervorgingen, das niedere
Tiere und auch die meisten Säugetiere keinerlei Seele besitzen! Alles was lebt, hat Lebensgeist in sich.
Die Essenz des Lebens ist der Lebensgeist. Also haben auch Tiere und Pflanzen eine von Gott eingehauchte
Seele. Geist ist aber per se unvergänglich, ewig. Dass folgt auch daraus, dass alle Geschöpfe als Ideen
Gottes von Gott gut erschaffen wurden. Was von Gott als gut erschaffen wurde, kann aber nicht wieder ins
Nichtsein zurückfallen. Darüberhinaus haben Tiere gegenüber dem Menschen einen unschätzbaren Vorteil:
Sie können nicht verloren gehen, da sie keine Willensfreihit haben.
#28 Asphyx † 15:36:08 | Freitag, 22. September 2006
@Benedikt *lach* Nur mit dem kleinen Unterschied, daß ein Atheist oder Agnostiker niemals Lügen würde,
um seinem missionarischen Trieb zu folgen. Ein Atheist oder Agnostiker bestreitet nicht die Existenz G0ttes
generell, sondern nur die Existenz des G0ttes der RKK! Ein Agnostiker kann durchaus fähig sein, an einen
G0tt zu glauben, nur halt eben nicht an den der RKK oder der evangelischen Synode. Ein Atheist hingegen
sieht sich außerstande, an etwas anderes zu Glauben, daß sich außerhalb seines Erfahrungsspektrums
beweisen läßt. Sofern man also nicht die Existenz G0ttes nachweisen kann (und mit der heutigen Technologie
ist dies unmöglich), kann man einen Atheisten auch nicht erfolgreich zu G0tt missionieren. Zudem: Da
die Atheisten und Agnostiker nicht wie die RKK und die Ewig-Gestrigen Tradis hier eine Lobby im Bundestag
haben, können sie gar nicht organisiert sein, um eine Gegenmission gegen die Mission der RKK durchzuführen.
Und ich hoffe, ich habe dich jetzt endlich widerlegt, Benedikt! *abermals lach*
#27 deusexmachina 15:35:54 | Freitag, 22. September 2006
Ganz deutlich „Nein“, Benedikt Sie unterliegen hier einem weitverbreiteten Irrtum, den religiöse Menschen
oft begehen: Sie setzen die „Anschauung Atheismus“ mit Ihrer Anschauung qualitativ gleich. Das ist aber
Unsinn, da Agnostizismus / Atheismus lediglich das FEHLEN eines bestimmten Aspektes bedeutet – darüber
hinaus HABEN wir gar keine gemeinsame Anschauung! Hier von „Weltanschauung“ zu sprechen, ist, als ob Sie
alle Menschen, die keinen Spinat mögen, als eine geschlossene Gruppe ansehen. Also, bitte: Es GIBT diese
„atheistische / agnostische Weltanschauung“ gar nicht bzw. allenfalls in etwa so vielen Ausfertigungen,
wie es Agnostiker und Atheisten gibt. Deswegen ist ja auch dieses aus religiösen Kreisen oft gehörte
Geunke so dämlich, dieses Gerede von Interessensgruppen, Lobbies etc. Die haben SIE – wir haben die gar
nicht! Gucken Sie sich doch die kümmerlichen Vereinchen der „Freidenker“ etc. ‘mal an – die werden nie
‘was Großes, weil wir viel zu unterschiedlich denken, eben KEINE verbindene Anschauung haben – außer
in diesem einen, einzigen Aspekt, der noch dazu uns naturgemäß viel unwichtiger ist als Ihnen. Also,
bitte: Sprechen Sie nicht von „Missionieren“, wenn Sie nur einfach „Diskutieren“, meinetwegen auch „Überzeugen
(wollen)“ meinen. Mission, das ist IHR Terrain. Mir persönlich ist es z.B. herzlich egal, ob Sie an Gott
glauben. Alles, was mich wirklich interessiert, ist, ob Sie MIR das oder die sich daraus ergebenden Gesetze
aufzwingen wollen. Ansonsten – pft, glauben Sie, was Sie wollen.
#26 Benedikt 15:03:49 | Freitag, 22. September 2006
@ DDL Im engeren Sinne kann man sicher nicht davon sprechen, dass Agnostiker/ Atheisten missionieren können.
Wenn man aber davon ausgeht, dass es sich bei Religionen und beim Atheismus/ Agnostizismus immer um Weltanschauungen
handelt, dann ist die Werbung oder Überzeugungsarbeit für eine Weltanschauung, zumal wenn sie auf solche
Menschen gemünzt ist, die einer anderen Weltanschauung anhängen, durchaus Mission. Woher der missionarisch
Geist kommt ist letztendlich irrelevant. Man tut ncihts anderes, als auch ein christlicher Missionar tun
würde.
#25 deusexmachina 14:58:44 | Freitag, 22. September 2006
@Benedikt Mein lieber Benedikt, das ist definitiv keine „Definitionsfrage“. Denken Sie ‘mal kurz über
die lateinische Wortbedeutung nach. Dann vielleicht noch ein kurzes Abschweifen in Überlegungen darüber,
inwiefern wir Agnostiker und Atheisten organisiert sind (nämlich praktisch gar nicht, jedenfalls zu 99.x%),
und dann merken Sie: 1. Wir kennen keine göttliche Entität, die uns senden oder beauftragen könnte
2. Wir haben keine Glaubensgemeinschaft, die uns senden oder beauftragen könnte 3. Wir haben an sich
auch überhaupt keine Sendungsinhalt oder Auftrag im missionarischen Sinn, sondern allenfalls das Gegenteil
4. Agnostiker und Atheisten haben lediglich die Gemeinsamkeit, die Existenz Gottes zu bezweifeln bzw.
zu bestreiten, und da hört es dann schon auf. Was für eine Botschaft, bittesehr, sollten wir denn verkünden?
Sie können natürlich, wenn Ihnen das Spaß macht, jede beliebige Meinungsäußerung und Argumentation
als „Missionierung“ bezeichnen. Dann haben Sie allerdings eine Privatdefinition des Begriffs. Zur Mission
gehört nun einmal, gesandt / beauftragt zu sein und eine Sendung / einen Auftrag zu haben.
#24 Benedikt 14:49:02 | Freitag, 22. September 2006
@ DDL Ich missioniere nicht. Das tun übrigens auch Atheisten nicht – „Missionierung“ ist Religionen vorbehalten.
Daraus dürfen Sie ableiten, dass ich Missionierung ablehne. Das ist lediglich eine Definitionsfrage.
#23 deusexmachina 14:47:15 | Freitag, 22. September 2006
@gelasius Ähm, junger Freund (das „jung“ schließe ich aus Ihrer etwas nassforschen Art), Sie blubbern
da etwas über und verwickeln sich in Fehlschlüsse. 1. Ich habe keinerlei Aussage darüber gemacht, für
einen wie „kompetenten neurologischen Wissenschaftler“ ich Herrn Drewermann halte. Ich vermute nicht,
dass er das ist, sein Themenschwerpunkt ist ja eher philosophisch-theologischer Natur. Dennoch wird er
sich kundig gemacht haben. Alles, was ich sagte ist, dass ich ihm in dem, was hier von ihm zitiert wird,
zustimme. 2. Ich bräuchte im Zweifelsfall nicht einmal einziges Argument. Derjenige, der die Existenz
von etwas, das nicht evident ist (und das ist die Seele nun wahrlich nicht), behauptet, ist in der Beweispflicht.
Also Sie. Ich anerkenne eine behauptete Existenz von irgendetwas nur dann, wenn ich Gründe und Belege
dafür habe – das ist gut-wissenschaftliche Gepflogenheit. Noch einmal deutlich: SIE behaupten, dass es
eine Seele gibt, also bewiesen SIE, dass das so ist – sonst könnte ja jeder jeden Schwachsinn behaupten
und ihn so lange als „wahr“ verkaufen, wie man es nicht widerlegt… z.B. die Existenz von rosaroten Einhörner
auf Proxima Centauri. Die alle „Max“ heißen. 3. Ich bin Agnostiker, nicht Atheist. 4. Ich missioniere
nicht. Das tun übrigens auch Atheisten nicht – „Missionierung“ ist Religionen vorbehalten. Daraus dürfen
Sie ableiten, dass ich Missionierung ablehne. 5. Sie kennen Hern Drewermann nicht persönlich und entblößen
sich, wenn Sie ihn per Vornamen ankumpeln.
#22 gelasius 13:50:17 | Freitag, 22. September 2006
de-ex-ma / Selle Eugen kann behaupten , was er will, kann verallgemeinern wie er will , grauenvolle Bücher
schreiben, inTalkshows herumjammern und Sie dürfen alles nachbeten. Wenn sie ihn für einen kompetenten
neurologischen Wissenschaftler halten – bitte. Nur fehlt es Ihnen an Argumenten, die Seelenlosigkeitshypothese
glaubhaft zu machen oder sie gar als wissenschaftlich beweisbar rüberzubringen. Also Deus-ex-: Schuster
bleib bei Deinem Leisten, der da ist: wir glauben an den Atheismus und versuchen, andere für diesen unseren
Glauben zu missionieren.
#21 Asphyx † 13:44:49 | Freitag, 22. September 2006
@ all Interessante Diskussion, aber leider nicht so fruchtbar, wie ich es sonst von euch gewohnt bin.
Was ist los? Interessiert das Thema nicht besonders? Die RKK sagt, wie fast alle Religionen, die aus dem
jüdischen Glauben hervorgingen, das niedere Tiere und auch die meisten Säugetiere keinerlei Seele besitzen!
Was liegt in dem Fall näher, wenn Drewermann sich auf den guten alten Spruch mit „Der Affe im Menschen“
besinnt und nun automatisch (und logisch folgerichtig) schlußfolgert, daß der Mensch ebenfalls keinerlei
Seele besitzt. Rein logisch und formal betrachtet hätte der Eugen dann Recht! ?:) Gibts nur ein Problem
dabei. Nur ein winzigkleines. Der Darwin Charles hat nie behauptet, der Mensch würde vom Affen abstammen.
Das war ein gewisser Doktor, der damals bei der Queen in sehr gutem Kurs stand, und der der Chef der Akademie
der Wissenschaften in London war. Und genau jender diffamierte mit diesem Spruch Darwin, weil es nicht
in seinen anglikanischen Glauben paßte, daß der Mensch wirklich nur ein Ergebnis der Evolution sei.
(Auch hier gilt, immer die Logik des Axioms im Auge behalten.) Fakt ist: Wenn der Mensch eine Seele hat,
wird er sie G0tt nicht schenken können. Da man etwas, was einem sowieso nicht gehört, weder an den Teufel,
noch an G0tt verschachern kann. Deshalb spielt es (rein logisch betrachtet) auch keine Rolle, ob ich nun
Glaube oder nicht. Eine Seele habe ich, auch wenn sie nur geleast ist. o^/
#20 deusexmachina 13:25:16 | Freitag, 22. September 2006
@gelasius Naja, wenn Drewermann der Meinung ist, ER habe keine Seele, ist er natürlich auch der Ansicht,
SIE hätten EBENFALLS keine – anders als „verallgemeindernd“ geht das wohl kaum (wenn wir nicht in alte
Zeiten zurückfallen wollen, in denen Geistliche darüber herumschwadronierten, ob denn nun Indios und
Schwarze überhaupt eine Seele hätten). Sie verallgemeinern doch genauso und gehen davon aus, dass ich,
wie Sie, eine Seele hätte, obwohl ich mir das an sich verbitte und „Seele“ als schiere Funktion begreife?
Und übrigens kann diese Funktion durchaus beeinträchtig (= psychisch krank) sein, ohne deswegen eine
Entität darstellen zu müssen. Das Betriebsystem Ihre Rechners kann, obschon lediglich aus Software bestehend,
auch Macken haben, die nur auf der Hardware beruhen. @all Kann mir eigentlich wer sagen, was dieser Raimund
von to-lose (sorry for the pun, couldn’t resist) eigentlich WILL? Was FASELT der da? Hö?
#19 gelasius 13:16:39 | Freitag, 22. September 2006
Drewermann / Seele Den ewig greinenden Drewermann will kaum noch jemand sehen oder hören- außer natürlich
die üblichen Verdächtigen – wie z.b. „Wir sind Kirche“. Das ist ein geschlossenes System. Und wenn der
Eugen überzeugt ist, daß er keine Seele hat- wo ist da das Problem? Soll das bloß nicht verallgemeinern.
Einen Generalangriff auf nicht nur die katholische sondern die gesamte christliche Theologie, ja das Christentum
an sich, kann er so natürlich nicht führen, weil die sog. wissenschaftlichen Befunde in dieser Hinsicht
nichts beweisen können und auch nicht sollen, wenn es denn Wissenschaft bleiben soll. Seine doch recht
laienhafte Interpretation ( wie : ich konnte Gott mit dem Teleskop gar nicht sehen, also gibt es ihn auch
nicht) fußt auf seiner inzwischen ziemlich paranoiden Wahrnehmung der Kirche. Er kann nicht verwinden,
daß man seine selbstgestrickte Psycho-Glaubensesoterik nicht akzeptiert hat. Merkwürdig ist es allerdings
schon,faß jemand, der sich so viel mit psychisch Kranken beschäftigt und ihnen vorgegaukelt hat, sie
heilen zu können, jetzt sagt- es gibt gar keine Seele . Was ist denn dann krank bei den Armen? Den guten
Eugen sollte man einfach unbeachtet lassen.
#17 Tridentinus 13:07:44 | Freitag, 22. September 2006
@Raimund von Toulouse Gestern haben Sie irgendwo behauptet, Johannes Paul II. sei ein Heiliger! Erst solche
Devotion und jetzt solch unglaubliche Vokabeln gegenüber Mitdiskutanten. Wenn alle Santosubitoiten so
hochstehende Manieren und Bildung haben, wird man sich auch in Rom überzeugen lassen, daß man sich auf
solche Leute nicht stützen kann, um eine Kanonisierung zu begründen. Glück gehabt. Ich danke Ihnen!
@Raimund Anfangen? Womit? Einem ungehobelten Flegel wie Ihnen Manieren beizubiegen? Das scheint mir vergebliche
Liebesmüh’ zu sein, da muss schon Ihre Mutter sich gegrämt haben. Sie möchten mir „den Arsch aufreißen“?
Da fehlt’s aber denn doch ein wenig bei Ihnen – lassen Sie’s mich so ausdrücken: Wenn Sie um das Doppelte
wüchsen, würde es vermutlich wenigstens zu einer Interpretation des unstreblichn Spruchs des guten Götz
reichen. Falls Sie aber mit „anfangen“ das „Fragespiel“ meinen: Reißen Sie ‘mal lieber keine Ärsche,
sondern für den Anfang die eigenen Guckerchen auf, da wäre viel gewonnen. Und es schmutzt auch nicht
so. So, und jetzt ab in die Benimmschule, Sie Schrat.
„Wissenschaft“ ist mehr als „Naturwissenschaft“ Die Wissenschaft kann sagen (triviales Beispiel), dass
beim Zusammenschütten von Natronlauge und Salzsäure Wasser und Kochsalz entsteht, sie kann auch erklären,
wie dieser chemische Prozess abläuft. Den dahinterstehenden Sinn, also das Warum? kann die Wissenschaft
nie erklären. Wieso nicht? Wissenschaft besteht doch nicht nur aus Chemie, nicht einmal nur aus Naturwissenschaft.
Das ist auch gar nicht ihr Ziel. Eine etwas zu bescheidene Auffassung von der menschlichen Wissensbegier.
MfG Christoph Heger
@Benedikt – „Warum?“ hat 2 Geschmacksrichtungen „Warum“ i.S.v. „Wodurch ist das geschehen? Was ist die
Ursache?“ und „Warum“ i.S.v. „Was ist der SINN? WOZU das alles?“ Ersteres ist geradezu die Daseinsberechtigung
von Wissenschaft, letzteres hat mit ihr nichts zu tun, sofern (man beachte die Einschränkung!) es sich
nicht implizit aus einer Erklärung i.S.d. 1. Variante ergibt (sowas gibt’s ja). Ihr Behauptungsgeflecht
setzt allerdings schon dort an, wo Sie fix davon ausgehen, dass es eine Erklärung des „Warum der 2. Art“
überhaupt gibt / geben kann. Davon bin ich z.B. absolut nicht überzeugt, was dann wohl auch meinen profunden
Widerwillen gegen einen Gottesglauben erklärt: Wer die schiere Existenz eines philosophisches „Warum?“
bzw. der Antwort darauf bezweifelt, der kann mit einem Gott (der ja die personifizierte Antwort wäre)
nix anfangen. Kein Platz für Gott in meiner Welt, tatsächlich. Wirft x-mal mehr Fragen auf, als es beantwortet.
Bei Ihnen ist es genau umgekehrt: Sie MÜSSEN davon überzeugt sein, dass es einen („höheren“) Sinn gibt,
ansonsten wäre Ihr Gott bloß Statist, bestenfalls Handwerker. Aber die letzte Frage: „Warum gibt es
Gott?“ könnten Sie sowieso nicht beantworten. Wäre interessant zu wissen, ob Ihr Gott das könnte. Leider…
weiß es niemand. Und ich bin überzeugt, das kann auch (jetzt bemühe ich auch ‘mal so ein hübsches
Unendlichkeitswort) niemals jemand wissen. Soviel also zur Erklärungsgewalt der Religion.
#9 Benedikt 11:53:14 | Freitag, 22. September 2006
@ DDL Nein, dass kann die Wissenschaft gar nicht erklären. Die Wissenschaft kann sagen (triviales Beispiel),
dass beim Zusammenschütten von Natronlauge und Salzsäure Wasser und Kochsalz entsteht, sie kann auch
erklären, wie dieser chemische Prozess abläuft. Den dahinterstehenden Sinn, also das Warum? kann die
Wissenschaft nie erklären. Das ist auch gar nicht ihr Ziel. Sicher, die Erklärungen der Kirche sind
für einen Außenstehenden Behauptung, bzw Hypothese. Aber ist es nicht oft auch bei anderen Gebieten
so, dass man der Hypothese anschließt, die man für die Wahrscheinlichste hält?
@Benedikt „Never say ‘never’ again“. Dass die Wissenschaft das „Warum?“ nie erklären können wird, ist
ein Axiom Ihrerseits, geboren aus der Tatsache, dass sie es noch nicht kann. Ich bin auch in dieser Hinsicht
Agnostiker und sage: Das können wir (heute noch) nicht wissen“. Allerdings könnte die Wiss. natürlich –
wenn sie es machen würde wie die Religionen: Sich irgendwas Nettes ausdenken und damit alles für „erklärt“
erklären, einfach so. Nur wäre sie dann keine Wissenschaft mehr ;O) Allerdings widerspreche ich Ihrem
Satz ja gar nicht. Nur der von Ihnen unausgesprochenen Ableitung widerspreche ich: Dass nämlich irgendeine
Religion das „Warum?“ wirklich beantworten könnte. Zum einen deshalb, weil diese „Antworten“ nichts als
Behauptungen sind, zum anderen, weil noch nicht einmal diese Behauptungen eine allumfassende Antwort geben
(können). Erzählen Sie mir etwas von Gott, irgendetwas. Ich werde IMMER mit einem „Warum?“ folgen können.
Sie können weitererklären, aber irgendwann werden Sie, wie alle Religiösen, resigniert mit einem „Das
kann man nicht erklären, das muss man glauben“ schließen. Wenn Sie gerade besonders schlecht drauf sind,
verfallen Sie noch gar auf schlechten rhetorischen Trick: „Das verstehen Sie nicht“ (wo es doch die Aufgabe
des Erklärenden wäre, verstehen zu LASSEN – mit diesem, nur zu oft gehörten, Satz bekundet er ergo
nicht die Inkompetenz des Zuhörers, sondern SEINE). Wir können das gerne durchspielen – ich fang’ an:
„Warum hat Gott das Universum geschaffen?“
#5 Roderick 11:37:46 | Freitag, 22. September 2006
Bestätigung statt Widerspruch Was die Gehirnforschung in den letzten Jahren (durch neue Aufweisverfahren)
herausfindet und so aufgeregt verkündet, bestätigt m. E. vielmehr, was die Kirche sagt, als daß sie
es widerlegt. Nur wird es eben anders interpretiert. Es wird bestätigt, daß der menschliche Körper
eine habituelle Prägung annimmt, die zu einer starken Wirksamkeit gelangt. Die täuschend überzeugend
zu seiner alleinigen Wirklichkeit interpretiert werden kann. Hört der Mensch (utopistisch) auf, sich
zu sich zu verhalten, „stimmen“ auf eine Weise sämtliche Triebkonzepte – weil der Mensch eben nur noch
getrieben ist. Bis hin zur Spaltung. Umgekehrt bestätigt die Gehirnforschung, daß die Wirklichkeit (des
Seins) der Weg des Menschen ist – die er erkennt, der er gegenübersteht, und die ihn somit auch prägt.
Und zwar bereits vom ersten Moment seines Daseins an, in unbewußtem Verhalten dieser Welt gegenüber.
Dieses Konzept würde nur dann problematisch, wenn man davon ausgeht, daß die Schöpfung NICHT per se
auf eine Teilhabe des Menschen an der Wahrheit ausgelegt ist. Weil die Schöpfung NICHT eine Selbsterzählung
Gottes ist, wo alles von seinem Hervorbringer informiert. Ich sehe deshalb bis heute keinen Widerspruch
zwischen der Gehirnforschung und dem Katholischen. Diese Widersprüche werden nur durch Interpretation
gemacht.
Dabei hat der Vielschreiber Drewermann die sensationelle Entdeckung gemacht, daß der menschliche Körper –
Gehirn eingeschlossen – nach dem Tod tot ist. ?:) Heuuul … Solche Artikel braucht’s am Freitag. Aber
Drewermann zieht es vor, mit der Wiederholung alter Sprüche und Vorurteile einem kirchenfernen, ignoranten
und oberflächlichen Publikum zu imponieren. Was ja leider schon seit jahren der Fall ist. Ich frage mich
nur, ob er wirklich noch „Publikum“ hat. Zumindest hat er nun mit seinem Buch mal wieder einen Grund,
seine Häresien in deutschlands Talkshows zum besten zu geben.
Drewermann hat Recht Das Bild von der „gejagten Kirche“ trifft durchaus zu und ist der Kirche selbst zu
verdanken: Wer aus einem omnipräsenten, omnipotenten und omniscienten Gott einen „God of the Gaps“ bastelt,
der durch alles das „bewiesen“ wird, was wir (noch) nicht verstehen, der ist natürlich zum steigen Schrumpfen
verurteilt. Alle großen Weltreligionen sind zu einem Zeitpunkt entstanden, wo das Gros der Fragen der
Menschen über die Welt noch nicht beantwortet werden konnten. Heute, in einer Zeit, in der wir immer
mehr Fragen immer schneller und sicherer beantworten können, büßen Götter ihre Funktion als Generalexplanator
ein – mit der Konsequenz, dass immer weniger Menschen noch eine Notwendigkeit oder auch nur einen Platz
für einen Gott sehen, der ihnen diese Welt zunehmend weniger zu verstehen hilft, sondern, im Gegenteil,
zum unverständlichsten (und unwahrscheinlichsten) Element des Universums mutiert. Um diese Bewegung umzukehren,
müsste vermutlich erst eine neue Religion entstehen, die sich vom Ansatz „Wir erklären die Welt – mit
Gott (tm)“ emanzipiert und nicht mehr mit Ratio und Wissenschaft einen längst verlorenen Wettstreit um
die Definitionshoheit austrägt. @Santa Rita Hm, ja, NDE, großes Kino. Vor allem natürlich für die,
die dicke Bücher drüber schreiben. Ist ja auch wahr, Atlantis ist out, Kornkreise interessieren kaum
noch wen, aber NDE, das hat was. Schade nur, dass diese „Beweise“ praktisch nur von den Beweisenden anerkannt
werden. Naja, und von Ihnen.
#1 santa rita 10:14:40 | Freitag, 22. September 2006
Nahtodforschung beweist Existenz der Seele Eine kurze Beschäftigung mit der Nahtodforschung (NDE) hätte
Drewermann davor bewahren können, mal wieder geballten Schwachsinn zu verzapfen. Es gibt bei NDE ausgiebig
dokumentierte Fälle von nachweislich bereits Hirntoten, die ihre eigene Operation zwei Meter über dem
Operationstisch schwebend miterlebten und anschliessend die Gespräche des Operationsteams wiedergeben
konnten. Daraus folgt, dass die Seele eine unabhängig vom Körper und also auch vom Gehirn existierende
rein geistige Substanz ist, die, weil materiellen Verfallsprozessen nicht unterworfen, unsterblich ist.