Eine Diskussion zum Thema Zölibat zeigte kürzlich in Kostheim bei Mainz, welche Prioritäten von kirchlichen Mitarbeitern gesetzt werden.
(kreuz.net, Kostheim) Mitte September organisierten die katholischen Kirchengemeinden Kostheim, die zum
Bistum Mainz gehört, eine Diskussionsrunde.
Mainz-Kostheim ist der südlichste Stadtteil von Wiesbaden.
Bis zum Krieg gehörte er zu Mainz.
Die Veranstaltung stand unter dem Thema: „Bruder Pfarrer, Schwester
Pfarrerin – wie lebst du? Ist das [sic] Zölibat noch zeitgemäß?“
Wie immer bei solchen – potentiell
schlüpfrigen – Themen kamen die Schaulustigen in Scharen.
Das berichtete die ‘Allgemeine Zeitung’, die
zur Verlagsgruppe Rhein Main mit Sitz in Mainz gehört.
Kurzfristig mußten sogar noch zusätzlich Bänke
aufgestellt werden.
Nach einem Theaterstück mit den üblichen Aussagen – „Wer weiß, wie viele Alimente
die Kirche jährlich zahlen muß?“ – wurden ausgewählte Bibelzitate vorgelesen.
Dabei zeigte sich –
nach Ansicht der ‘Allgemeinen Zeitung’ –, daß auch die heilige Schrift widersprüchlich scheint:
Werde
in der Schöpfungsgeschichte das Zusammenleben von Mann und Frau als Ideal gesehen, werde wenig später
die Ehelosigkeit als Musterbild beschrieben.
Der Höhepunkt des Abends war jedoch die Talk-Runde, die
von einem Pastoralreferenten geleitet wurde.
Als erster Gesprächspartner trat der Kostheimer Pfarrer,
Hw. Gottfried Scholz, auf die Bühne.
Er berichtete vor versammeltem Publikum von seinem langjährigen
Entscheidungsprozeß, katholischer Pfarrer zu werden und den Zölibat zu versprechen.
Gleichzeitig betonte
er, daß ehelos leben nicht bedeutetet, beziehungslos zu leben. Denn auch ein Priester hat Freunde, Verwandte
und Vertraute in der Gemeinde.
Im Kontrast dazu stand Claudia Weiß-Kuhl. Sie ist evangelische Pfarrerin
in Rüsselsheim – rund 10 Kilometer östlich von Mainz –, verheiratet mit einem ebenfalls evangelischen
Pfarrer und Mutter.
Zwar lassen sich bei ihr die Ansprüche der pubertierenden Tochter manchmal etwas
schwerer mit denen der Gemeinde vereinen. Doch ein Leben im Zölibat könne sie sich persönlich nicht
vorstellen.
Dann kam der 41jährige katholische Diakon Klaus Hess zu Wort, der vorher in einem Reisebüro
arbeitete.
Er empfand es als „enormen Fortschritt“, daß ihm die Kirche als Diakon gestattet, Frau und
Kinder zu haben.
Ein anderer Diskussionsteilnehmer war der ehemalige Priester Günther Götz. Nach vielen
Jahren als Geistlicher heiratete er und hängte den Priesterberuf an den Nagel.
Götz bereut nicht. Heute
sei er viel „geerdeter und näher an den tatsächlichen Problemen der Menschen“.
An der Diskussion nahm
auch der evangelische Pfarrer von Kostheim, Klaus F. Pötz, teil. Er ist geschieden und wiederverheiratet.
Im Angesicht bevorstehenden Nachwuchses mußte auch er gestehen, sich ein Leben im Zölibat – also in
der Ganzhingabe für Christus – nicht vorstellen zu können.
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59 Lesermeinungen
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#60 Desperatus † 18:17:13 | Mittwoch, 4. Oktober 2006
@.chen Merci vielmals für die Erläuterungen, die sich weitgehend mit meinen rfahrungen decken. Ich gabe
allerdings zu bedenken, daß der Rechtfertigungsdruck für Homosexuelle heute weitgehend entfallen ist.
Das wiederum hätte zur Folge, daß solche junge Männer, die mit ihrer Homosexualität umzugehen wissen,
nicht mehr in den Seminarien landen. Und ich muß leider beobachten, daß der Anteil der zumindest auffälligen
Seminaristen zunimmt, zumindest in den deutschen seminaren, die ich überblicke…
#59 Pünktchen 18:00:42 | Mittwoch, 4. Oktober 2006
Desperatus Ich verweise hier zunächst auf die jüngste vatikanische Erklärung www.vatican.va/…4_istruzione_ge.html
zum Problem! Es geht mir nicht um die Zölibatären, sondern schon im Vorfeld einer Weihe darum, wer sich
zum zölibatären Leben und zum Priestertum berufen glaubt. Für Menschen mit homosexueller Triebausrichtung
könnte die Wahl des Priesterberufes eine problematische Motivation haben in der Hoffnung, damit dem gesellschaftlichen
und persönlichen Rollenerwartungen am ehesten zu entsprechen. Dies wäre jedoch sicher kein Erkennungszeichen
für eine vorliegende Berufung. Da es für Homosexuelle also eine höheres -problematisches!- Interesse
am Priesterberuf gibt, ist die erhöhte Vorsicht der Kirche gegenüber diesem Personenkreis durchaus begründet.
Daraus folgt m.E. nicht, daß ein junger Mann mit entsprechenden Triebtendenzen an und für sich von der
Wahl zum Priesterberuf abgehalten werden sollte, aber die Berufungsfrage muß er über mehrere Jahre und
im intensiven Austausch mit einem ins Vertrauen gezogenen Geistlichen positiv geklärt haben, andernfalls
droht eine menschliche und moralische Katastrophe!
#58 Desperatus † 17:39:24 | Mittwoch, 4. Oktober 2006
@.chen Da die Frage der Homosexualität in Zusammenhang mit dem Zölibat als Verzicht aus genitale Sexualität
ohne Relevanz ist, kann Ihre Erwähnung der Homosexualität nur bedeuten, daß Sie homosexuelle Zölibatäte
anders behandelt wissen wollen ans Hetero- oder bisexuelle
#57 Pünktchen 17:28:36 | Mittwoch, 4. Oktober 2006
Gunsenum, desperatus Wo hätte Dudeldei eine „kritisch-spannende Frage“ gestellt? Das ist mir entgangen!
Er hatte gefragt, was denn der Zölibat zum Erlernen und Ausüben berufstypischer Handlungskompetenzen
beitrüge. Die Antwort lautet natürlich: „nichts“! Nur ist dies kein Einwand gegen den Zölibat, weil
das Gegenteil von den Befürwortern des Zölibats auch niemals behauptet wurde! Zum Für und Wider des
Zölibats habe ich mich gar nicht defintiv geäußert! Es sind lediglich Gesichtspunkte angesprochen worden,
darunter auch der, daß der Zölibat natürlich eine Einladung für Homosexuelle darstellt, die durch
die Wahl des Prieserberufes ihren fehlenden Ehewunsch als Verfolgung eines höheren Ideals gesellschaftlich
„plausibilisieren“ können. Was daraus für die gelebte Keuschheit folgt, steht auf einem anderen Blatt.
Insofern geht der Einwand von desperatus an meiner Überlegung vorbei!
#55 Desperatus † 06:23:38 | Mittwoch, 4. Oktober 2006
Nochmal Ruhe und Sachlichkeit erzeugt bei den meisten Geistern hier nur Schweigen, denn damit können
sie garnicht umgehn. Das allerdings finde ich hochinteressant. Ich wage es mal anders zu formunlieren:
Wo Verstand und Geist das Wort ergreift, muß das Vorurteil schweigen.
@desperatus Wie denn ruhig und sachliche bleiben, bei diesem Humbug der hier verzapft wird? Da stellt
der User DUDELDEI kritisch-spannende Fragen – und was kommt als Antwort? User Pünktchen hält eine abgehobene
Rede, die völig an der Grundfrage vorbeigeht, sich despektierlichst äußert, keinerlei ahnung von den
psychosozialen Problemen eines Geistlichen hat, der eben mit der Frage: „Weitermachen wie bisher oder
Problem lösen?“, konfrontiert wird. Mit ätzender Gehässigkeit und dem Charme eines Sagrotankanisters
wird dann die übliche kreuznetjauche über Randgruppen ausgegossen (Homosexuelle…). Dieses altkluge
Pünktchen sollte sich darum bemühen einen Priester kennenzulernen, der an Sehnsucht nach Nähe, nach
Zärtlichkeit leidet. Der mit sich ringt, wie seine Sexualität zu kanalisieren und zu leben ist – dann
soll es den Schnabel wieder öffnen!
@Asphyx und Co. Generell kann ich mich Ihrer Meinung anschließen,was mich allerdings bei Ihren Ausführungen
ENORM stört, ist Ihr abwertendes Vokabular in Bezug auf die Frauen „an der Seite eines Priesters“. Diese
frauenfeindlichen, geradezu sexistischen Anspielungen finden sich hier erwartungsgemäß häufig in den
Beiträgen, die – ich vermute mal – überwiegend von Männern losgelassen werden. Damit es auch dem Letzten
unter Ihnen hier in diesem Foren klar in die Hirnschleifen rieselt: Frauen sind nicht die „Blitzableiter“
für männliche Triebhaftigkeiten, schon gar nicht für die ARMEN PRIESTER! Wer es noch immer nicht auf
die Reihe kriegt: Es geht in dieser Diskussion um das Zölibat als Lebensform, nicht um billig zu erlangenden
Sex wie bei den Kanickeln, sondern um menschliche Werte, die offensichtlich manch einem von Ihnen gar
nicht in den Sinn kommen. Ich hoffe sehr, KEINER von den sich derart Äussernden bekleidet das Priesteramt!
Einen angenehmen Abend!
#51 Desperatus † 21:42:00 | Dienstag, 3. Oktober 2006
Zur Sache Ist es in der heutigen Zeit, da sich sie psychosoziale Entwicklung der Haranwachsenden verlangsamt,
da sie immer später verantwortung übernehmen (müssen) noch sinnvoll, das freie Ja eines jungen Mannes
zum Zölibat im Alter von ca 25 Jahren zu erwarten? Welche Hilfestellungen bekommt er, und ich meine jetzt
hier nicht das Legen eines spirituellen Bypasses, wenn es mit ca 40 Jahren in die klassische Krise gerät?
Die Frage der Homosexualität spielt hier keine Rolle, da der Zölibat im Sinne sexueller Enthaltsamkeit
beide Foren der Sexualtät brtrifft.
@Asphyx wir kennen uns schon aus einigen anderen Foren. Diese Bekanntschaft ist Gott sei Dank einseitig.
Im übrigen zu viel der Ehre: Ich bin weder „Prof.“ noch „Dr. theol.“ Über den Rest Ihrer Geschmacklosigkeiten
wollen wir mal gnädig den Mantel des Vergessens ausbreiten. MfG Christoph Heger
@ Prof. Dr. theol. Christoph Heger Hi, wir kennen uns schon aus einigen anderen Foren. Und immer wieder
ist mir ihre verbohrte Art, die Dinge wahrzunehmen, aufgefallen. Nichtsdestotrotz finde ich diese Zölibatsdiskussion
sehr interessant und dennoch scheinheilig. Ich finde, alle Pfarrer, die sich dazu berufen fühlen, zölibatär
zu leben, sollen dies verdammt noch mal tun. Alle anderen sollen sich so viele Frauen nehmen dürfen,
wie sie wollen! Nach 10 Jahren zählen wir mal aus, wieviel zölibatäre Pfarrer sie noch in den deutschen
Gemeinden haben und wieviele davon in ihrer Gemeinde voll anerkannt sind. Sie werden feststellen, daß
die meisten kleineren Gemeinden wissen, mit wem ihr Pfarrer vögelt! Und den Bürgern dort ist es reichlich
egal, ob er es nun tut oder nicht, solanger die Flossen von den Pfadfindern und anderen Kindergruppen
läßt. Die Randbemerkung weiter unten, daß so viele Homosexuelle allein deshalb Pfarrer werden, weil
sie wegen ihrer Neigung zu Ehelosigkeit verdammt sind, halte ich für hirnrissig. Dieses Argument ist
nur haltbar, wenn es von einem homosexuellen, seine Sexualität auch auslebenden, Pfarrer kommt. Ansonsten
ist es reiner Mumpitz und Wichtigtuerei! Mir ist es egal, ob der Pfarrer der Gemeinde zölibatär lebt
oder nicht. Aber mir ist nicht egal, ob er es mit reinem Gewissen oder unter Zwang tut. Das sollte das
Entscheidende sein. Laßt die Pfarrer nicht bei der Weihe wählen, ob sie zölibatär leben wollen, sondern
so 20 Jahre nach ihrer Weihe.
Verbot der Vielweiberei nur für den Bischof? warum hat dann Jesus den verheirateten Petrus zum Apostel
bestimmt? Dafür dürfte ein sachlicher Grund maßgeblich gewesen sein: Im jüdischen Volk war es ganz
unüblich, daß ein Mann von einem gewissen Alter unverheiratet war. So wird der unverheiratete Apostel
Johannes auch immer als ein junger Mann überliefert. Warum hat dann Paulus in 1 Tim 3,2 geschrieben:
„Der Bischof muß sein: untadelig, *eines* Weibes Mann…“? Sicher nicht deswegen, weil andere Christen
(gleichzeitig) „mehrerer Weiber Mann“ hätten sein dürfen (wie die islamische Apologetik diese Stelle
drolligerweise liest). Der Bischof sollte in seinem Leben nicht (nacheinander) mehrere Frauen gehabt haben
(was bei der Frauensterblichkeit damals verbreitet war), weil dies gezeigt hätte, daß er zu der vom
Apostel verlangten Enthaltsamkeit eines Bischofs nicht fähig wäre. Er hätte doch schreiben müssen
„…*keines* Weibes Mann“… Aus dem oben genannten sachlichen Grunde wäre diese Forderung eine tatsächliche
Unmöglichkeit gewesen. MfG Christoph Heger
Berufung Wenn also die Berufung zum Priester an die Berufung zum Zölibat geknüpft ist, warum hat dann
Jesus den verheirateten Petrus zum Apostel bestimmt? Warum hat dann Paulus in 1 Tim 3,2 geschrieben: „Der
Bischof muß sein: untadelig, *eines* Weibes Mann…“? Er hätte doch schreiben müssen „…*keines* Weibes
Mann“…
@ Desperatus na ja, man kann es schon andersrum sehen, da haben Sie nicht ganz Unrecht. Aber ein Priester
ist kein Mönch, er ist schon in erster Linie ein Hirte, was freilich nur möglich ist auf solidem geistlichen
Fundament. Dafür MUSS Platz sein, ok. Keine Frage. Es geht nicht um „keine sozialen Kontakte“, es geht
darum, inwiefern einen diese binden, und dafür gibt es Grenzen. Die Haushälterin ist eine Art Magd (und
keine Josephsehe), daran ist nichts Anrüchiges. Daß sie menschlich zu behandeln ist, ist klar, daß
sie mehr als eine Angestellte ist, auch. „Siehe ich bin die Magd des herrn, ancilla Domini.“
#45 Pünktchen 13:37:59 | Dienstag, 3. Oktober 2006
Beruf, Berufung Um auch zur Sache zu sprechen! Dr. Heger hat unten auf den ostkirchlichen (und nicht nur
unierten!) Modus hingewiesen: demnach können geweihte Priester nicht heiraten, aber Verheiratete können
geweiht werden. Tatsächlich habe ich in den Ostkirchen Priester kennengelernt, die als verheiratete Männer
glaubwürdig ihrer Berufung zum Priestertum in Wort und Tat Folge leisten. In einem mir bekannten Fall
war die Priestergattin jedoch ein Stein des Anstoßes und Ausgangspunkt von Parteiungen innerhalb der
Gemeinde! Noch etws: wenn die Ehe eines Priesters der Ostkirche scheitert und die Eheleute sich sogar
trennen, dann gibt es für den Priester keine Möglichkeit mehr – im Einklang mit den kirchlichen Normen –
eine neue Beziehung mit einer anderen Frau aufzunehmen und zugleich sein Priestertum zu praktizieren.
An der Frage, ob für ihn die „Ausübung“ (Dideldei) seines Priestertums oder die eheliche Zweisamkeit
mit einer Frau das Wichtigste im Leben ist, entscheidet es sich nun tatsächlich, ob wirklich eine Berufung
zum Priestertum vorgelegen hatte! Die lateinische Kirche macht die Zölibatsfrage in diesem Sinne zu einem
Erkennungsmerkmal für das Vorliegen einer echten Berufung. Damit beschwört sie freilich andere Probleme
herauf: z.B. eine Vielzahl Homosexueller sieht in der vermeintlichen „Berufung“ zum Priestertum einen
Weg, ihren fehlenden Ehewunsch als Dienst an einer höheren Sache zu verkaufen.
Zu blöd für Pünktchen und Anton! @Pünktchen Ihre giftigen Reaktionen zeigen deutlich, wie wenig Sie
sich im Griff haben und was für ein arrogantes und vermeintlich elitäres Getue Sie offensichtlich brauchen,
um Ihr beschädigtes Ego aufzupolieren. Sparen Sie sich Ihre Aggressionen, die beeindrucken hier keinen!
Sie blamieren sich nur damit bis auf die Knochen und zeigen ausschließlich Ihre geringe intellektuelle
Reife! @Abu: Eine landläufig bekannte Erklärung, die erneut viel Gesprächsstoff liefert und eine Vielzahl
von Fragen aufwirft. Danke für die ernsthaften Ausführungen! An diese kann man anknüpfen…
#43 Desperatus † 13:04:13 | Dienstag, 3. Oktober 2006
Beschwerde @Pünktchen Nicht Dudeldei beschwert sind, sondern ich beschwere mich. Diesen Unetrschied bitte
ich zu respektieren. @abu Das Argument übrigens mit der Verfügbarkeit halte ich für sehr gefährlich
und die Reihenfolge der Gewichtung ebenfalls. Geistliches Leben darf nicht stattfinden, wenn noch Zeit
ist, sondern muß vor allem anderen seinen Platz haben. Ein ausgebrannter Priester, der keine menschlichen
sozialen Kontakte mehr pflegt, wird ganz schnell zum innerlich leeren Sakramentenspendungsautomaten oder
zum Wandlungsreisenden. Ganz im Gegenteil muß es also heissen: Der Priester braucht – gerade als Zölibatärer –
ein festes soziales Umfeld und tiefe menschliche Kontakte, in denen er als Mensch geborgen sein kann.
Das hat mit Sex dann aber auch garnichts zu tun. Und was die Haushältern anbelangt: Wenn der priester
eine solche Frau wirklich als Mensch ernst nimmt und wert schätzt, wird es sie nicht wie eine Magd behandeln
können, wir sind dann also auf dem besten Weg zu einer Josephsehe…
#42 Pünktchen 12:51:20 | Dienstag, 3. Oktober 2006
Dudeldei wollte doch „eine ganz blöde Frage in die Runde stellen“ (s.u.!) Und jetzt beschwert er sich,
daß man ihm aufzeigt, WIE blöd seine Frage wirklich war!
#41 Desperatus † 12:50:11 | Dienstag, 3. Oktober 2006
@Pünktchen Ein Gespäche oder eine Diskussion besteht nicht darin, angebliche falsche Fragen zurückzuweisen,
schon garnicht in einer Art, die geneigt ist, den Fragen abzuqualifizieren. Ich empfehle dringend eine
Schulung bei jemandem, der alle Fragen und erst recht alle Fragenden ernst nimmt: Jesus. Die Evangelien
sind eine wahre Fundgrube richtiger Antworten auf falsche Fragen
@ Dudeldei Mal gesetzt den Fall, Sie wollten eine ernsthafte Antwort: Nun, ein Priester sollte ganz für
seine Schäfchen da sein. Die Zeit, die er dann noch hat, sollte er dem geistlichen Leben und der Recreation
widmen. Wenn ihm jemand den Rücken frei hält durch Hausarbeit, sollte dies jemand sein, der das tut,
ohne sich viel „Gegenleistung“ zu erwarten, ein Dienst, den Ehefrauen heute wohl immer weniger leisten
werden. Ein Priester hat einfach keinen Platz für eigene Familienobliegenheiten im engeren Sinne. Wer
eine Familie hat, der ist gebunden: Es gibt eine gewisse Solidarität ihren Verwandten, ihren Freunden,
ihrem Umfeld gegenüber. Es gibt Verstrickungen. Ein Priester sollte aber nicht einer der üblichen Parteiungen
unserer Gesellschaft angehören, deshalb sollte er auch keine politischen Ämter übernehmen. Seine Partei
sollte die Gottes sein, die der Kirche. Sie können im übrigen sehr gut sehen, wieviele Ehe scheitern,
in denen die Männer den Priestern vergleichbar beruflich gebunden sind, siege evangelische Pfarrer, Manager,
Schauspieler usw. Dies jetzt nur mal ganz praktisch.
#39 Pünktchen 12:42:46 | Dienstag, 3. Oktober 2006
Dudeldei, dudel-dumm, Teil II. Dennoch besteht der Alltag der meisten Preister nicht von morgens bis abends
aus „Berufung“, sondern aus einer z.T. deutlich anstrengenden Arbeit, für die es Fähigkeiten und ein
gewisses Maß an Professionalität bedarf! Wer hätte das bestritten? Wenn „alles nur vom Himmel fiele“,
reichte wohl das individuelle Gefühl der Berufung. Erwarten Sie da Widerspruch von irgendjemandem, etwa
von mir? … benötigt dennoch eine Qualifizierung. Ganz gewiß sogar! Was hat die zölibatäre Lebensform
mit der konkreten Beruf(ung)sausübung zu tun? Haben Sie’s wirklich immer noch nicht begriffen, daß schon
die Frage falsch gestellt ist? Mit der „konkreten …Ausübung“, verstanden als der Repetition erlernbarer
Handlungsvollzüge muß das Zölibat auch nichts zu tun haben, um als kirchliche Norm gerechtfertigt zu
sein. Die „Berufung“ zum Arztberuf und die zum Priestertum sind eben nicht dasselbe, Dudeldumm! An ihrem
Neologismus „Beruf(ung)sausübung“ ist Ihr Irrtum sehr schön abzulesen: Berufsausübung gibt es, Berufungsausübung
gibt es nicht! Einen Beruf übt man aus, einer Berufung leistet man Folge. Insoweit der Priesterberuf
erlernbare Kompetenzen einschließt, kann man von Berufsausübung sprechen. Eine nicht erfolgte Berufung
aber ist niemals durch noch so glänzende Lernerfolge und praktische Kompetenzen zu ersetzen! Übrigens
ist damit noch nichts zum Zölibatsthema gesagt. Ich habe nur Ihre falsche Frage zurückgewiesen!
#38 Desperatus † 12:30:51 | Dienstag, 3. Oktober 2006
Ritus der Messe Der von C.H. behauptete Zusammenhang zwischen dem Ritus der Messe und der Zahl der Priesterweihen
ist mir mehr als schleierhaft und ich wage es auch, ihn zu bezweifeln. Hat der verehrte Vorredenr bedacht,
daß in den vergangen Jahren nicht nur eine Reform der Liturgie stattgefunden hat, sondern ein grundlegender
Wandel unseres Gesellschaftssystems samt seiner Werte? Desweiteres: Wie gehen denn Katholiken mir einem
jungen Mann um, der sich ,darin Abraham gleichend, auf den Weg macht, seiner Berufung zu folgen? Das Gezeter
und Gejammer, das beispielsweise auf dieser Seite geboten wird, ist doch mehr als abschreckend. Eine Wagenburgmentalität
führt nicht weiter. Hätten die Apostel eine solche gehabt, wäre das Christentum eine unbedeutende jüdische
Sekte in Palästina geblieben. Nicht Weltflucht ist angesagt, sondern Auseinandersetzung mit der Welt
aus tiefen christlichem Glauben heraus in Gemeinschaft mir dem Papst und der Kirche. Die Frage des Ritus
ist da nun wirklich eine sekundäre sie gleicht eher der pharisäischen Gestzenfrömmigkeit. Der Buchstabe
allein ist tot, der Geist ists, der lebendig macht.
Danke! Genau auf so eine Antwort habe ich gewartet! Danke für’s auf den Leim gehen! Ich frage nach
der Praxisrelevanz und Sie kommen mit dem üblichen verbrämten Geschwafel von Berufung und Co. daher.
Zu dieser Voraussetzung, die wir mal in jedem einzelnen Fall erhoffen mögen, habe ich bereits Stellung
bezogen. Dennoch besteht der Alltag der meisten Preister nicht von morgens bis abends aus „Berufung“,
sondern aus einer z.T. deutlich anstrengenden Arbeit, für die es Fähigkeiten und ein gewisses Maß an
Professionalität bedarf! Umsonst dürfte wohl auch kaum so viel Zeit und Arbeit in die Priesterausbildung
investiert werden, oder? Wenn „alles nur vom Himmel fiele“, reichte wohl das individuelle Gefühl der
Berufung. Glauben Sie mir, auch ein Arzt fühlt sich u.U. zu seiner Tätigkeit berufen, aber er benötigt
dennoch eine Qualifizierung. Und daher noch ein mal die Frage: Was hat die zölibatäre Lebensform mit
der konkreten Beruf(ung)sausübung zu tun?
#36 Pünktchen 12:11:27 | Dienstag, 3. Oktober 2006
Dudeldei, dudel-dumm! Sie stellen in der Tat eine „blöde Frage“, Dudeldei. Offensichtlich handelt es
sich nicht um die erlernbaren und repetierbaren Kompetenzen, die – wie bei jedem „Beruf“ – den Ausschlag
über die Eignung eines Menschen zur „Ausübung“ einer Tätigkeit geben, es handelt sich ganz und gar
nicht um die „Professionalität“ im Sinne einer einstudierten Handlungsbefähigung zu sakralen/pastoralen
>Dienstleistungen< … Ihre Frage offenbart schon, daß Sie den entscheidenden Punkt nicht sehen (wollen?).
Der Frage liegt bereits die falsche (erwartete) Antwort zugrunde, daß „Beruf“ und „Berufung“ ein- und
dasselbe seien!
Zusammenhänge? Gerne würde ich noch eine „ganz blöde Frage“ in die Runde stellen: Welche wirklichen
Vorteile sollte ein zölibatäres Leben für die gewissenhafte und „professionelle“ Ausübung des priesterlichen
Dienstes haben? Wo ist da der Zusammenhang?
Ein häufiger Irrtum Was ist,wenn ein Mann sich zum Priestertum berufen fühlt, aber nicht zum Zölibat?
Ganz einfach: Die Entscheidung, ob eine Berufung anzunehmen ist, steht der Kirche zu. Und die römisch-katholische
(lateinische) Kirche hat entschieden, Priestertum und Zölibat nach dem Beispiel Jesu Christi, des Hohenpriesters
des Neuen Bundes, zu verbinden. (Daß es dies gibt, zeigen ja die unierten Ostkirchen.) Das ist nicht
ganz richtig. Die unierten wie auch die nicht unierten Ostkirchen lassen zur Priesterweihe auch solche
Männer zu, die schon verheiratet sind. Priester dürfen nicht (mehr) heiraten. Das ist übrigens auch
immer schon gelegentliche Praxis der lateinischen Kirche gewesen. Der in den letzten Jahrzehnten verstärkte
Lärm gegen das Zölibatsgesetz der r.-k. Kirche hat im übrigen einen einfachen Grund: Unseren lieben
Reformern ist es einfach furchtbar peinlich, daß ihre famose neue Messe offenbar keinen Hund vorm Ofen
vorlockt, will sagen keine jungen Männer mehr anzieht, selbst Priester zu werden. Es gibt keinen Grund,
darauf Rücksicht zu nehmen. MfG Christoph Heger
#32 Desperatus † 11:06:51 | Dienstag, 3. Oktober 2006
Wahl zwischen was? Der Priester ist von Gott berufen. Als öffentliches Kriterium dieser Berufung hat
die Kirche die zusätzliche Berufung zum Zölibat festgelegt. Folglich kann der berufene garnicht zwischen
Zölibat und Nichtzölibat „wählen“, sondern nur , ob er dem Ruf Gottes folgt oder nicht.
Zuerst was zuerst mal, wählt der Priester überhaupt nichts, denn er wird zum zölibatären Leben vor
der Priesterweihe dazu aufgefordert und danach gibt es keine Wahlmöglichkeit mehr. Es wäre zu schön
um wahr zu sein, wenn der Priester wirklich die Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen wählen könnte,
dann gäbe es auch keine Diskussion.
Sachlichkeit und Respekt Guten Morgen! Oft ist man erschreckt, was in Internetforen hinter der Wand der
Anonymität von einigen Menschen „abgesondert“ wird! Gerade auch bei so emotional diskutierten Themen
wie Homosexualität in der Kirche, Zölibat o.ä. ist es anscheinend für manche schwer, den Takt und
den Respekt vor dem Nächsten zu wahren. Danke deshalb an alle, die sich diese beiden Dinge auch im „Diskussionsfieber“
erhalten können und sachlich einen Gedankenaustausch wünschen. Nur mit denen macht es Spaß zu kommunizieren!
#29 Desperatus † 09:52:04 | Dienstag, 3. Oktober 2006
Wir alle @Dudeldei Betroffen sind wir alle, wenn unsere Priester nicht mehr weiter wissen; betroffen sollten
wir alle sein, wenn eine ernsthafte Diskussion durch solch unerträgliche Beiträge wie priest und Konsorten
unter Stammtischniveau gedrückt wird. @Gunsenum Danke für die Schützenhilfe
@savonarola Ihre polemischen Beiträge sind hier einfach nur fehl am Platze. Merken Sie hier nicht, dass
sie keine Wahlkampfrede für einen CDU Ortsvereinhalten müssen? *Ist Ihnen schon die Idee gekommen, daß
Priester auch Menschen sind? – Wie sollen die denn mit ihren Bedürfnissen umgehen? Der User DESPERATUS
aht das hier sehr einfühlsam aufgezeigt, wie schwer es sein muß, als geistlicher zu bestehen. *Sie tun
gerade so als ob der Priester mit seiner Weihe seine Individualität an den Nagel zu hängen habe. Sakramentenspendungsautomaten,
die beliebig ersetzbar wären. Warum wenden sich den Jugendliche aus ihren Gemeinden ab? Warum gehen Alte
denn net mehr zur Kerch? Weil oftmals der Pfarrer unerträglich ist. GOTT WILL ORIGINALE; keine Maschinen.
Und da kommen sie daher mit ihrer Oktoberfestargumentation à la Holzhammer…sehr unpassend…lesen sie
die Desperatusbeiträge!
#26 Desperatus † 01:06:53 | Dienstag, 3. Oktober 2006
Mitnichten halte ich Ihre Gednaken für Hetze gegen suchende Priester. In der Sache stimme ich auch ungeteilt
zu. Noch einmal, es geht um das Leben und die Erlösung. Bisweilen scheint es mir, als seien unsere Priester –
und Bischöfe – reichlich unerlöst, erlösungbedürftig, so sehr, dass sie es selbst nicht mal mehr spüren
#25 savonarola 01:04:58 | Dienstag, 3. Oktober 2006
gedudel „Job… Privatleben… Arbeitgeber… Recht auf Gemeinschaft… Ehe oder ohne Trauschein… Recht
auf Nachkommenschaft“ Auf der Basis, wehrte dudeldei, können Sie sich vielleicht mit einer Gesprächspartnerin
auf der Damentoilette des DGB verständigen oder ins obligatorische Lamento beim Treffen der verheirateten
Priester und ihrer Frauen einfallen. Allerdings lässt sich bedauerlicherweise nicht einmal im Ansatz
erkennen, dass sie etwas von der theologischen, spirituellen und kirchenrechtlichen Bedeutung des Themas
erfasst hätten. Tun Sie sich und mir den Gefallen und kümmern Sie sich Robbenbabys, den Regenwald oder
sichere Schulwege, aber arbeiten Sie Ihre Betroffenheitsneigung und Ihr ungeordnetes Gerechtigkeitsempfinden
an Gegenständen ab, deren Bedeutung Sie ggf. zu erkennen vermögen.
Menschenrechtsverletzung! Ich glaube wohl kaum, daß Sie meine Gedanken als „Hetze“ bezeichnen können.
Sicher meinten Sie das auch nicht so… Selbstverständlich birgt jede menschliche Gemeinschaft auch die
Möglichkeit zum Bruch oder den „inneren Tod“ in sich, sonst würden wir wohl kaum so eine hohe Scheidungsrate
haben. Und sicher gibt es auch Menschen (und Priestern), denen das Single-Dasein sehr entgegen kommt,
weil sie lieber alleine leben möchten, andere Interessen hegen etc. Darum soll auch der alleine bleiben,
oder zölibatär leben, dem dies zusagt! Klarer Fall! Aber der, dem irgendwann auch die Gemeinschaft mit
einem anderen Menschen als Glück erscheint, sollte auch in der Lage sein, dieses Glück leben zu dürfen!
Und zwar, genau wie Sie sagen, ohne die „Hetze der Leute“!!!! Und ohne Kündigung vom Arbeitgeber!!!!
Immer wieder finden sich in dieser Diskussion um den Zölibat die gleichen „schlüpfrigen Gedanken“, denen
man wohl kaum gegenüber anderen Berufsgruppen derart pervers freien Lauf läßt!
#23 Desperatus † 00:49:44 | Dienstag, 3. Oktober 2006
@Dudelei Die Lebenspraxis enthält aber mehr Facetten, die da lauten, daß nicht jeder spätere Priester
im Alter von vielleicht 20 oder 25 Jahren eine so weit reichende Entscheidung mit allen Konsequenzen überblicken
kann. Manch einer trifft erst nach vielen Jahren einen anderen Menschen, mit dem eine solch innige Gemeinschaft
plötzlich doch eine wunderbare Bereicherung ist. Oh ja, ich weiss nur zu gut. Und dann fangen sie endlich
an zu leben – oder sie entscheide sich für den inneren Tod. Wenn sie freilich in diesen inneren Tod getrieben
werden, dann geschieht dies allsuoft dorch die eigene Angst vor dem Gerede der „Leute“, oder auch aus
Furcht vor einem zürnenden Gott. Von Frohbotschaft und Befreiung keine Spur. Ich kenne genug, die auf
der Strecke geblieben sind, und ich kenne auch genug, die Opfer der Hetze geworden sind, die auf dieser
Seite betrieben wird.
Menschenrechtsverletzung! Da haben Sie zweifellos Recht: Niemand wird zu diesem Beruf gezwungen und wir
wollen hoffen, daß hinter jeder Entscheidung auch eine „Berufung“ steht. Die Lebenspraxis enthält aber
mehr Facetten, die da lauten, daß nicht jeder spätere Priester im Alter von vielleicht 20 oder 25 Jahren
eine so weit reichende Entscheidung mit allen Konsequenzen überblicken kann. Manch einer trifft erst
nach vielen Jahren einen anderen Menschen, mit dem eine solch innige Gemeinschaft plötzlich doch eine
wunderbare Bereicherung ist. Nicht wenige Priester leben außerordentlich zurückgezogen, entfremden sich
ihrer Umwelt, werden auch für die Gemeinde „schwer tragbar“. Die Gemeinschaft zweier Menschen bedeutet
nicht Sex Sex Sex (das ist BILD-Zeitungsniveau!!!), sondern eben Geborgenheit, Unterstützung, Freude
und ein Zuhause!!!! Wer von uns wollte darauf in seinem Leben verzichten????? Der stehe auf, und kämpfe
weiter für ein Pflichtzölibat als Verletzung grundlegender menschlicher Bedürfnisse!!!!
#21 Desperatus † 00:31:13 | Dienstag, 3. Oktober 2006
@Dudelei Ich halte den Begriff für falsch gewählt. wer ja sagt zum Priesterberuf, wer sich als Berufener
erlebt, der weiss doch, worauf er sich einläßt.Es wird doch keiner zur Weihe gezwungen. Unbeshcadet
bleibt das Recht auf Gemeinschaft, Geborgenheit, Heimat.
Menschenrechtsverletzung! So ist es: MENSCHENRECHTSVERLETZUNG! Darf ich fragen, in welchem anderen „Job“
denn derart einem Menschen in sein Privatleben von Seiten seines Arbeitgebers hineinregiert wird??? Die
Würde des Menschen ist unantastbar – die eines Priesters ist leider bis in sein Schlafzimmer und bis
in seine innerste Gefühlswelt hinein antastbar! Es gibt ein Recht auf Gemeinschaft – auch auf eine solche
mit einer Frau (ob in der Form einer Ehe oder „ohne Trauschein“). Ferner: jeder Mensch hat ein Recht auf
Nachkommenschaft oder zumindest auf die Hoffnung, ein solches Geschenk von Gott zu erhalten! Hier ist
es wohl eher die Kirche, die weit aus mehr mit dem Bade ausschüttet als nur das Kinde…, verehrter Schreiber!
Unsere Gedanken sollten viel grundsätzlicher – juristischer – Natur sein, statt das ewig gleiche nutzlose
Hin und Her zwischen Befürwortern und Kritikern!
Unglaublicher Mist von „Priest“! Sobald ein Priester heiratet oder andere Schlimme Sachen wie zum Beispiel
eine Todsünde begeht verliert er auf der Stelle die von ihm gegebene Priesterweihe. Guter Mensch (ob
Mann oder Frau), Ihre Unkenntnis ist haarsträubend und Ihr Verständnis von „schlimmen Sachen“ oder Todsünden
haut aber wirklich jedem normal denkenden Menschen (auch Katholiken!) die Schuhe aus!Wo, um Himmelswillen,
hat man Ihnen denn so einen Schwachsinn beigebracht??? Es ist unmöglich und völlig ausgeschlossen das
jemand Priester sein kann ohne im Zölibat zu leben. Das lehrt die Katholische Kirche seit 2000 Jahren
so Bei den evangelischen ist sowieso fast alles erlaubt wie zum Beispiel Homosexuelle „Pfarrer“ die Karin
heißen und Kirchenhetze betreiben, ein Sakrileg nach dem anderen ohne das es für die Evangelischen „Pfarrer“
irgendwelche Konsequenzen hat Auch Ihre Abwertungen gegenüber unseren evangelischen Mitchristen und Ihre
Defamierungen gegenüber Frauen im geweihten Amt sowie gegenüber homosexuellen Mitmenschen sind unter
aller Kanone!!! Alleine Ihre niveaulosen Schreibereien haben mich dazu animiert, mich hier anzumelden
und Ihnen zu antworten. Ansonsten ist wohl zum Thema Zölibat so ziemlich alles bereits bekannt und durchdekliniert
worden, was zu dieser menschenrechtsverletzenden Kirchenregel zu sagen ist. Ersparen Sie bitte uns alle
auf diesen Seiten Ihre dusseligen und unreflektierten Äußerungen! Sie haben vom Priesteramt und seinen
Erschwernissen nicht die geringste Ahnung!
#16 Desperatus † 21:50:04 | Montag, 2. Oktober 2006
@priest Das Konzil von Tient definiert: Si quis dixerit, per sacram ordinationem…non imrimi characterem,
anathema sit. (DS 964) Im Charakter der Weihe ist die Unmöglichkeit der Rückkehr in den Laienstand verbunden.
Der dündige Priester mag unwürdig sein oder gar Häritiker, Schismatiker oder exkommunitiert, spenet
die Sakramente gültig, sofern er die rechte Intention hat und den wesentlichen äusseren Ritus einhält.
(Folgt aus DS 855, sebtentia certa)
Priester Sobald ein Priester heiratet oder andere Schlimme Sachen wie zum Beispiel eine Todsünde begeht
verliert er auf der Stelle die von ihm gegebene Priesterweihe. Es ist unmöglich und völlig ausgeschlossen
das jemand Priester sein kann ohne im Zölibat zu leben. Das lehrt die Katholische Kirche seit 2000 Jahren
so Bei den evangelischen ist sowieso fast alles erlaubt wie zum Beispiel Homosexuelle „Pfarrer“ die Karin
heißen und Kirchenhetze betreiben, ein Sakrileg nach dem anderen ohne das es für die Evangelischen „Pfarrer“
irgendwelche Konsequenzen hat
@gotthard Eben, lieber gotthard – und darin zeigt sich die ganze Tragik des Lebens dieser Männer. Weder
wäre es richtig, sie so anzureden, wie es ihrem (sie sagten es selbst) unlaustilgbaren Stande entspräche,
noch sollten sie selbst im Namen führen, was doch zutiefst ihrem sakramental-geistlichem Sein zustünde.
Es bleibt für mich auch nach Gewährung der Dispens vom Zölibat der Eindruck des Leidens, dass jene
sich und der Kirche zugefügt haben. Priester zu sein ist eben etwas anderes als eine Aufgabe zu erfüllen,
ein Amt auszufüllen.
Anrede da ein laisierter Priester kein geistliches Amt mehr bekleidet, kann man ihn auch nicht mit einem
geistlichen Titel (Pfarrer, Kaplan etc) anreden… Priester ist er aber weiterhin… wenn auch von Rechten
und Pflichten entbunden.
#11 Desperatus † 15:38:41 | Montag, 2. Oktober 2006
Also bitte Da wird Günther Götz als „ehemaliger Priester“ bezeichnet. Das kann ich auf einer Seite,
sie so sehr der katholischen Tradition verbunden ist, wirklich nicht verstehen. Das Weuihesakrament prägt
den geweihten wesensmäßig, und diese Prägung geht nicht verloren, selbst wenn der betreffende es wollte.
Was die geschichtliche Werdung des Zölibates anbelangt, so seien die Grundkenntnisse in Kirchengeschichte
den Schreiberlingen hier ans Herz gelegt. Und ein magisches Verständnis, als wäre sexuelle Enthaltsamkeit
Das eine Zeichen der Heiligkeit und Voraussetzung der Nähe zu Gott sollten wir nun wirklich überwunden
haben. Im übrigen: Menschliche Nähe und Beziehung muß keineswegs mit genitaler Sexualität einhergehen.
In dieser Hinsicht sind nicht unsere Priester verdorben, in dieser Hinsicht sind nicht unsere Jugendlichen
verdorben, in dieser Hinsicht sind auch nicht Homosexuelle verdorben. In dieser Hinsicht ist allein die
obszöne Phatasie der selbsternannten Glauben- und Sittenwächter, welche diese Seite für ihre GHetze
nutzen, zutiefst verdorben.
Manche können es einfach nicht faßen „Wieder andere haben sich selbst zur Ehe unfähig gemacht um des
Himmelreichs willen. Wer es fassen kann, der fasse es!“ (Mt. 19, 12) Eine Neuerung war diese Aussage unseres
Herrn Jesu schon, obwohl es im Tempel der alten Juden auch Jungfrauen und Witwen gab die da im Gebet dienten.
Wer heiraten will und Priester werden, kann sich ein Jahrzehnt lang in einer byzantinisch-katholischen
Pfarrei engagieren, Übergang zu jenem Ritus zu erbitten und demnächst in jenem Ritus geweiht zu werden.
Da die Byzantiner aber keinen Neomodernismus, keine Handkommunion, keine häretische Predigte tolerieren,
wird es für die „Revolutionären“ unter den absolut Heiratsfordernden Kandidaten recht schwierig werden
dort zu akkomodieren. Keiner hat aber ein „Recht“ auf die Priesterweihe!
Zölibat Wenn sich all die Herren der Schöpfung, die beharrlich am Zölibat herumkritteln, sofort Priester
würden, wenn er abgeschafft würde – ja dann könnte man mal überlegen… So aber muss man vermuten,
dass es sich bloß um die übliche Meinungsmache handelt. –----- Bis zum Krieg gehörte [Kostheim] zu
Mainz. Was heißt hier „gehörte“…rechts des Rheins ist auch noch Mainz!
Zölibat und Tradition Der Zölibat ist ja nun eine historisch gewachsene Tradition. Was soll das denn
heißen? Folgten Jesus, Maria und andere einer „historisch gewachsenen Tradition“? Wenn Paulus vom Bischof
verlangt, daß er „enthaltsam“ zu sein habe, so folgte er damit sicherlich einer Tradition, aber mitnichten
einer „historisch gewachsenen“. Zum geschichtlichen Werden gehört aber auch ein immer wieder Überdenken
dieser Regeln. Nein! Wer immer wieder neu zu denken vermag, zeigt damit nur, daß er bisher eben noch
nicht gedacht hat. Ich muß es ja auch nicht jedes Jahr „überdenken“, ob wir nicht vielleicht doch wieder
Juden umbringen sollen. Und da sind viele Gläubig an der Basis mittlerweile soweit, daß sie einen Pflichtzölibat
für Unsinnig halten. Ach ja, so „weit“ sind sie? Vielleicht sind sie sogar noch ein bißchen „weiter“ –
weiter weg vom katholischen Glauben. Der Zölibat macht auch nicht das Priestertum aus, Das hat ja auch
noch niemand behauptet. Wohl aber, daß er eine dem Priestertum angemessene Lebensweise ist – wie sie
Jesus Christus, der Hohepriester, vorgelebt hat und wie sie seither nachgeahmt worden ist. Aber wer lieber
wohlsituierte Kirchenbeamte als Priester (oder vielleicht auch nicht mehr als Priester) haben möchte,
der möge weiter über den Zölibat „neu denken“. MfG Christoph Heger
#6 timpressum † 15:01:01 | Montag, 2. Oktober 2006
Also – wenn dann ehrlich: Der Zölibat ist ja nun eine historisch gewachsene Tradition. Zum geschichtlichen
Werden gehört aber auch ein immer wieder Überdenken dieser Regeln. Und da sind viele Gläubig an der
Basis mittlerweile soweit, daß sie einen Pflichtzölibat für Unsinnig halten. Der Zölibat macht auch
nicht das Priestertum aus, sonst wäre Petrus auch nicht Papst gewesen. Der hatte schließlich sogar ne
Schwiegermutter!
Jacuhe drüber gießen… Jaaaaaaaaaaaaaaaa…gießen Sie nun schon endlich die übliche Kreuznetjauche
über Priester, die ihr Zölibat als Belastung empfinden, als Priester die doch Verkehr hatten…gießen
Sie schon! Wo bleiben Sie? Das der zölibatäre Priester auch noch Mensch mit Primärbedürfnissen ist,
vergessen sies doch einfach wie immer. los…verdammenj sie laisierte Geistliche und Geistliche in Beziehungen…
Der MEnsch, der konkrete Mensch mit seinen Sorgen und Nöten, geht ihnen doch am A**** vorbei…
Widersprüchilch??? Dabei zeigte sich – nach Ansicht der ‘Allgemeinen Zeitung’ –, daß auch die heilige
Schrift widersprüchlich scheint: Die Schrift ist nicht widersprüchlich sie zeigt nur auf das beide Dinge
gelichwertig ihren Platz haben „Wer es fassen kann der fasse es.“ Nur wenn soll es ganz sein entweder
ich bin enthaltsam (und habe nebenher nicht 15 Manderl oder Weiberl) oder ich bin verheiratet mit einer
PErson. Demgegenüber steht das heutige Lebensabschnittsgschichtelnrosinenklauben und das ist laues Zeugs.
LG Fiore