10:07:00 | Montag, 25. September 2006
Die Warnung in der Heiligen Schrift ist deutlich. Heuchler sind gefährlicher als offene Feinde. Von Dr. Alfons Adam.
(kreuz.net) Ich melde mich zu Wort, weil ich schon öfter gefragt wurde, ob ich eine Empfehlung für die
bevorstehenden österreichischen Nationalratswahlen abgeben kann.
Ich habe keine. Für mich selber habe
ich auch noch nicht entschieden, ob ich überhaupt zur Wahl gehe.
Für uns Christen wird es vollkommen
gleichgültig sein, wie diese Wahl ausgeht.
Ob die offenen Feinde des Lebens aus dem linken Lager regieren –
wie SPÖ, Grüne, BZÖ oder Hans Peter Martin – oder ob die ÖVP in irgendeiner Kombination die führende
Kraft bleibt, es wird sich weiterhin nichts zum Besseren wenden.
Jahrzehnte hindurch habe ich das „kleinere
Übel“ ÖVP gewählt. Das kann ich jetzt mit meinem Gewissen nicht mehr vereinbaren.
Die Warnung in der
Heiligen Schrift ist deutlich. Heuchler sind gefährlicher als offene Feinde. Das läßt sich auch politisch
nachempfinden.
Wenn eine sich als christlich-demokratisch oder christlich-sozial ausgebende christdemokratische
ÖVP eine Entwicklung weg vom christlichen Menschenbild vorantreibt wie in den letzten sechs Jahren, dann
ist die Wirkung nachhaltiger und unumkehrbar.
Die linken Feinde des Lebens dürfen sich darüber freuen
und dem Treiben der angeblichen Christen in Ruhe zuschauen.
Sie können sich in Sicherheit wähnen, daß
auch in Zukunft niemand ihre lebensfeindlichen Absichten durchkreuzen wird.
Kurz zur Erinnerung: Es war
die ÖVP in der Steiermark, die als erste eine rechtlich privilegierte Partnerschaft für Homosexuelle
geschaffen hat. Es folgten sehr weitgehende Privilegien, die von der schwarz-blauen Bundesregierung gewollt
waren.
Ob man derartiges „Ehe“ nennt oder nicht, erscheint mir in der Sache nicht so wichtig.
Was den
Lebensschutz betrifft, sind es vor allem prominente ÖVP-Damen, die sich als glühende Anhängerinnen
der tödlichen Fristenlösung in Szene setzen.
Was die Kulturpolitik der „christlichen“ ÖVP betrifft,
braucht man nur den Namen
Hermann Nitsch nennen.
Allein in der FPÖ – der Freiheitlichen Partei – gibt
es einige prominente Persönlichkeiten, von denen ich weiß, daß meine Anliegen auch ihre Anliegen sind.
In erster Linie wäre hier Ewald Stadler zu nennen. Allerdings habe ich nicht den Eindruck, daß er in
seiner Partei viel Einfluß besitzt oder die Parteilinie prägend mitbestimmt.
Schließlich muß man
auch sehen, daß die in den letzten Jahren an der Regierung beteiligte FPÖ keinerlei Interesse gezeigt
hat, uns wichtige Themen auch nur anzudiskutieren.
Auch der laufende Wahlkampf gibt keinen Hinweis auf
eine Richtungsänderung bei der FPÖ, die ja in der von ihr angestrebten Opposition auch kraß kontroverse
Themen anschneiden könnte, wenn der politische Wille hierfür gegeben wäre.
Ich weiß, daß es als
politischer Selbstmord gilt, auch nur über den Lebensschutz zu reden.
Aber wenn das Steuer knapp vor
dem Abgrund, auf den wir uns zubewegen, noch einmal herumgerissen werden soll, dann müssen Dinge wie
Lebensschutz oder Ehe und Familie in ihrer Wichtigkeit erkannt werden.
Der Grund meiner Enttäuschung
besteht darin, daß diese allerwichtigsten gesellschaftlichen Probleme für keine Partei ein Thema sind.
Darüber kann nicht hinwegtäuschen, daß sowohl ÖVP als auch FPÖ gerne die Stimmen der Lebensschützer
und gläubigen Christen für sich gewinnen möchten und deswegen einige Wortspenden gegeben haben.
Warum
es unter meinen Freunden Leute gibt, die glatte Unwahrheiten verbreiten, um damit für die ÖVP zu werben,
bleibt ihr Geheimnis.
Der Rechtsanwalt Dr. Alfons Adam ist Präsident der Bewegung für Menschenrecht
auf Leben ‘Pro Vita’ in Neulengbach, Niederösterreich.
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obelix † 17:31:31 | Mittwoch, 27. September 2006
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obelix † 00:10:58 | Mittwoch, 27. September 2006
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laikos 08:53:27 | Dienstag, 26. September 2006
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wiener 11:40:00 | Montag, 25. September 2006
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Sirilo 11:01:42 | Montag, 25. September 2006
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Kraut 10:23:03 | Montag, 25. September 2006