Papst befürwortet islamischen Religionsunterricht + Menschenversuche an katholischer Universität + Landläufiger Liturgieskandal + Rüstungswahn + Bequeme Resignation
Papst befürwortet islamischen Religionsunterricht
Deutschland. „Papst Benedikt XVI. hat die Landesregierung
des deutschen Bundeslandes Nordrhein-Westfalen ermutigt, einen bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterricht
als ordentliches Schulfach einzuführen.“ Das erklärte der Integrationsminister des Landes Nordrhein-Westfalen,
Armin Laschet (CDU) in einem Artikel für die Montagsausgabe der in Düssldorf erscheinenden ‘Rheinische
Post’.
Menschenversuche an katholischer Universität
Belgien. Die katholische Universität im zentralbelgischen
Löwen hält an der Forschung mit Zellen getöteter Kleinstkinder fest. Die „Verantwortung für die Patienten“
sei wichtiger als die Rolle des Glaubens in der Wissenschaft – erklärte ein Sprecher der Universität
vor der belgischen Tageszeitung ‘De Morgen’. Daher würde man weiterhin an Embryos forschen. Universitätsdirektor
Marc Vervenne betonte, daß der Standpunkt der Universität den belgischen Bischöfen bekannt sei. Es
gebe „konstruktive“ Gespräche.
Landläufiger Liturgieskandal
Österreich. In der Erzdiözese Wien organisierte
der diözesane Jugendverband ‘Katholische Jugend’ am vorletzten Sonntag in Kooperation mit vier Pfarreien
einen Freiluftgottesdienst. Die Messe im Geist der Wiener Diskomeßreihe ‘find fight follow’ fand im niederösterreichischen
Kollnbrunn – nordöstlich von Wien – statt. Als liturgisches Gefäß verwendeten die Priester Holzschüsseln.
Statt Hostien wurden knusprige Backwaren konsekriert.
Rüstungswahn
In diesem Jahre belaufen sich die
weltweiten Rüstungsausgaben auf 1,06 Billionen Dollar. Das berichtete die Schweizer Gratiszeitung ‘20
Minuten’. Diese Zahl liegt nach Berechnung des britischen Hilfswerks ‘Oxfam’ höher als zur Zeit des Kalten
Krieges. Sie entspricht dem Fünfzehnfachen der Entwicklungshilfezahlungen. Die hundert größten Rüstungskonzerne
verzeichneten allein zwischen 2000 und 2004 laut ‘Oxfam’ einen Umsatzanstieg von 157 auf 268 Milliarden
Dollar. Das entspricht einer Zunahme um 60 Prozent.
Bequeme Resignation
„Die hohe Zahl von Abtreibungen
hinterläßt tiefe Wunden in der Gesellschaft. Momentan, so scheint es, können wir an der gesetzlichen
Lage nicht viel ändern; wir können hingegen betroffenen Menschen helfen.“
Der damalige Bischof von
Feldkirch, Mons. Klaus Küng, in einem ‘Geistlichen Rundschreiben’ aus dem Jahr 2003.
Email-Adressen der Empfänger
15 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#15 wiener 09:28:17 | Mittwoch, 27. September 2006
zur messe in kollnbrunn wieder einmal ist die „recherche“ von kreuz.net mangelhaft (vermutlich hat man
wieder einmal nur fotos im internet gefunden und reimt sich den rest zusammen). zur richtigstellung: – der
gottesdienst in kollnbrunn wurde nicht von der katholischen jugend der erzdiözese wien vorbereitet und
durchgeführt, sondern von den vier pfarren (deren pfarr-jugenden zwar selbstverständlich dem diözesanen
dachverband angehören, aber nicht mit diesem identisch sind). – „liturgische missbräuche“ fanden dort
nicht statt. – zu den kommentaren der bilder-reihe: die zelebrierenden priester waren p. josef cascales
und der vikariats-jugendseelsorger dr. markus beranek. seltsam, dass diese namentlich nicht erwähnt werden,
dafür aber der – ganz offensichtlich nicht konzelebrierende – gregor jansen, der im übrigen (auch wenn
kreuz.net das immer wieder behauptet) nicht diözesanjugendseelsorger ist und dies auch nie war.
#14 Jawohl! 19:50:08 | Dienstag, 26. September 2006
Übrigens… Der werte „Jawohl!“ hat nicht einmal die mindeste Ahnung, wer „FritzG“ denn eigentlich ist,
geschweige denn irgendein Wissen um dessen Reallife – was ihn nicht davon abhält, die aus einer gewissen
Ecke schon gewöhnten, schwachsinnigen Blubbereien á la „Kinderschänder“… [schrieb irgendeine Dumpfbacke
gegen mich.] Mal halblang. Ich habe mich zu Herrn G.s »real life« gar nicht geäußert. Ich bin mir
nicht mal sicher, ob er überhaupt eines hat. Hartz IV und ständig vor dem Rechner… (Das ist eine Vermutung.)
Zur Sache: Vielleicht sollten Sie sich einmal klarmachen, dass heute auch unschuldige Kinder im Netzt
surfen. Und die finden dann solche verleumderische Hass-Propaganda gegen Gott und seine Kirche auf Wikipedia.
Ganz toll, nicht! Da werden Kinderseelen vergiftet, unschuldige Kinderseelen! Und zwar ganz REALE, mein
lieber Freund. Ich wüsste nicht, wieso man hier nicht Klartext reden sollte. Und Ihre Reaktion (s. o.)
beweist ja, dass ein minimal zurechnungsfähiger Mensch meine Titulatur nicht missverstehen kann. Außer
er ist böswillig, und das ist hier halt leider bisweilen der Fall.
@Rainer Tobak & Ansgar @Rainer Tobak Ich kann sogar ganz sicher keine theologischen Urteile „kompetent“
fällen (allenfalls kann ich formale Logik anwenden) – aber ich kann mich „kompetent“ als jemand äußern,
an dem die Kirche in ihrem Missionsauftrag versagt hat. Schauen Sie, das ist wie in der Schule: Wenn ein
Schüler von 30 sitzen bleibt, dann liegt es mit hoher Wahrscheinlichkeit an seiner Intelligenz und /
oder Faulheit. Wenn aber 12 sitzen bleiben, dann hat der Lehrer ‘was falsch gemacht. Das können Sie jetzt
meinetwegen auf die Abwesenheit eines „alten Ritus“ zurückführen, allerdings fand ich bereits den NOM
reichlich angestaubt. Sowas schaut man sich an wie eine Oper, das war’s dann aber. Nettes Spektakel, aber
das Verhältnis von Form zu Inhalt ist in meinen Augen nicht befriedigend. Muss ja auch nicht, ist ja
Ihre Kirche. Aber wundern Sie sich halt nicht, wenn Sie immer kleiner wird. @Ansgar Ich versteh’ schon,
was Sie meinen. Das „Überzeitliche“ speist sich allerdings erst durch stete Zuführung auch von Neuem;
seine Kraft entfaltet es ja gerade aus der Verquickung heraus. „Vorvorgestrig“ ist mein Wort für jene,
die einfach „alles wie früher“ haben wollen, das ist so diese „Königlich-Bayerisches Amtsgericht“-Sichtweise,
bei der man sich der naiven Illusion hingibt, früher hätte es die „gute, alte Zeit“ gegeben, und wo
man sich behaglich unter der rosa Brille aalt. Ich mag Nostalgie ja auch ganz gern, aber wenn sie zur
Blindheit vor dem „Jetzt“ führt, wird’s zuviel.
#12 Ansgar 16:02:52 | Dienstag, 26. September 2006
@ Rainer Tobak, DDL Rainer Tobak: Grundsätzlich richtig, allerdings empfanden viele Katholiken, die heute
so um die 70 sind, die Einführung des NOM damals als befreiend. (und gehen seither weniger zur Messe.)
Katholizismus-Geschädigte gab es zu allen Zeiten, das ist kein Vatikanum 2-Phänomen. DDL: Nennen wir
es doch überzeitlich statt gestrig. Die Liturgie muß das Ewige simulieren, daher die Gewänder, seltsamen
Riten… Ein In-die-gemeine-Zeit-Holen entzaubert und verflacht das Heilige doch nur. Deshalb die Hostie
und nicht ‘ne Butterstulle (obwohl die sicher gültig konsekriert werden kann).
#11 Rainer Tobak 15:37:32 | Dienstag, 26. September 2006
Warum will ein Blinder über Farben urteilen? DDL, aufgrund Ihrer evangelischen Herkunft hatten Sie keinen
ausreichenden Kontakt mit der katholischen Welt, um die von Ihnen angeschnittenen Fragen beurteilen zu
können. Außerdem konnten Sie aufgrund Ihres Alters in Ihrer Kindheit nicht in Berührung mit dem alten
Messordo kommen. Ihre wenigen Bemerkungen zeigen, daß Sie hier nicht kompetent urteilen können!
@Rainer Tobak & Ansgar @Rainer Tobak Mh, nein. Ich war zwar Protestant, habe aber in der schönen Klosterbasilika
Benediktbeuern einige Heilige Messen besucht (mein Vater ist katholisch und ein paarmal war ich auch mit
einer katholischen Jugendgruppe unterwegs). Ehrlich gesagt, es gab sich nichts – bei den Protestanten
fühlte ich mich etwas direkter angesprochen, bei den Katholiken war’s dafür feierlicher (allein der
Weihrauch, mmmmmmh…!). Aber summa summarum öde war beides (bis auf sehr wenige Ausnahmen, das lag dann
allerdings in der Person des Durchführenden begründet), da wurde halt von etwas erzählt, zu dem ich
keinen Bezug hatte und bei dem ich auch nicht wirklich das Gefühl hatte, dass mir den wer vermitteln
wollte oder konnte. @Ansgar „Heutig“ ist jedenfalls insofern positiv gemeint, als es meint, sich mit heutigen,
also realen, Problemen und Gegebenheiten auseinanderzusetzen, statt – zumeist mit rosa Brille – in alten
Zeiten zu schwelgen. Das „Heute“ ist nicht per se besser als das „Gestern“, aber es ist ungleich relevanter.
Wir, Sie, ich, wir können HEUTE etwas tun – GESTERN war schon. Erledigt. Unverwechselbar – ja, sicher
sogar. Aber Ihre Liturgie und Ihre Tradition sind doch auch nicht an einem Tag entstanden. Stellen Sie
sich ‘mal vor, man hätte 60 n.Chr. so gehandelt, wie Sie jetzt reden – all Ihre geliebten Traditionen
hätten sich nie entwickelt. Das, was Sie heute als „traditionell“ ansehen, das war ‘mal postmodern, Experiment,
ungewöhnlich. Schon vergessen?
@ DDL Wenn „vorvorgestrig“ einen Vorwurf darstellen soll, hätte umgekehrt „heutig“ eine postitive Konnotation.
„Heutig“ sind z.B. AKW-Unglücke, abschmelzende Polkappen, Hunger in der 3. Welt, Ausbeutung natürlicher
Ressourcen… Sie fallen immer öfter dem Wahn anheim, DDL, daß „heute“ zu leben einen höheren Wert
darstellte, einen erhabenen Altan, von dem man arrogant schmunzelnd auf den Pfuhl alter Zeiten blicken
kann. Darüberhinaus ist zu sagen, daß die Formen in einer Weltkirche schon unverwechselbar sein sollten,
damit jeder Gläubige sich an jedem Ort der Welt in der Liturgie wiederfinden kann. Wer mit der Form experimentiert,
riskiert den Inhalt.
#8 Rainer Tobak 13:48:46 | Dienstag, 26. September 2006
Redet hier ein Blinder von den Farben? Wer weiß, wieviele Menschen mehr Christen wären, wenn sie sich
nicht schon in ihrer Jugend im Gottesdienst halb zu Tode geödet hätten (ich erinnere mich noch sehr
gut daran, wie meine Augen geradezu magnetisch am Minutenzeiger der großen Kirchenuhr klebten.). DDL
ist nach eigenem Bekunden protestantisch aufgewachsen! Der evangelische Predigtgottesdienst ist für Kinder/Jugendliche
sicher eine Zumutung – keine Frage! Daraus sind jedoch keine Rückschlüsse auf die Attraktivität der
Hl. Messe zu ziehen. Die Hl.Messe bindet Jahr für Jahr (bis heute!) Millionen Menschen mehr an die Kirche
als dies der evangelische Gottesdienst vermag, wie die Statistiken klar zeigen!
Man kann es kreuz.net ja nicht verübeln …dass die hiesigen Atoren die Liturgie gerne so hätten, wie
es IHNEN gefällt. Aber warum müssen denn auch Gottesdienste, an denen sie gar nicht teilnehmen, starr,
leblos und langweilig sein? Wer weiß, wieviele Menschen mehr Christen wären, wenn sie sich nicht schon
in ihrer Jugend im Gottesdienst halb zu Tode geödet hätten (ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie
meine Augen geradezu magnetisch am Minutenzeiger der großen Kirchenuhr klebten.). Gilt hier ‘mal wieder,
dass – aus der PiusXling-Perspektive „jeder (nur!) nach meiner Facon selig werden darf“? Leute, Leute,
und Ihr wundert Euch, wenn man Euch als vorvorgestrig, verstaubt und verknöchert anseht… @Dorothea
Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Bevor Sie also wieder an den heiligen Hostien knabbern dürfen,
schreiben Sie 100mal „auf ‘statt’ folgt der Genitiv“, damit Sie nicht wieder das Prinzip „Der Dativ ist
dem Genitiv sein Tod“ illustrieren. Sie nehmen’s doch sonst so genau mit Formvorschriften?
#5 Gotthard 12:55:21 | Dienstag, 26. September 2006
Bilder die Bilderzeile gibt keinerlei Hinweis auf irgendwelche Missbräuche … die Bilder geben auch
keinerlei Hinweise auf die beschriebene Brot-sorte. Hostien sind ja auch nicht vorgeschrieben…Brot aus
Weizenmehl und Wasser, über die Form gibt es keine Aussage!
Freude am Glauben Aber das ist doch herrlich. Wann sieht man denn schon einmal einen Zelebranten so beschwingt
und fröhlich aus der Albe schlüpfen. Es hat offenbar so richtig Freude gemacht. Vielen Dank an die Redaktion
für die schönen Liturgiebilder.
#3 leshandl1 11:22:01 | Dienstag, 26. September 2006
Höchste Zeit für einen Bruch mit der pharisäischen Tradition. Pater Josef, der immer auf den Kern des
Glaubens Wert gelegt hat, überzeugte in seinem Leben sicher wesentlich mehr Menschen vom christlichen
Glauben, als die Pius- oder Petrus-Priester. die nur „schwere Lasten“ aufladen.
Supie! Und natürlich Gebetsteppiche. Die brauchen sie auch noch in den Konzilskirchen. Vielleicht auch
noch Sat.schüsseln anstatt des Kreuzes auf der Kuppel? Da kann einem ja in der Früh schon schlecht werden…