18:46:53 | Montag, 25. September 2006
Der Vatikan hat sich in den Fall der Karmelitinnen von Zweifall eingeschaltet. Auch die Diözese will reden. „Nicht solange das Auflösungsdekret besteht“ – kontern die Schwestern.
(kreuz.net, Zweifall) Die Ordenskongregation hat das von der Auflösung bedrohte
Karmelitinnenkloster
Maria Königin in Zweifall zurechtgewiesen.
Das gab das Bistum Aachen bekannt.
Das 1955 gegründete
Karmelitinnenkloster Maria Königin in Zweifall bei Aachen befindet sich auf einer Anhöhe unweit der
belgischen Grenze.
Die vatikanische Mahnung wurde den Karmelitinnen durch den vom Bistum Aachen mit dem
Fall betrauten Dompropst Herbert Hammans zugestellt. Der Brief flatterte am Montag per Einschreiben ins
Kloster.
Der Dompropst bat die Schwestern auch um einen Gesprächstermin.
Doch die Zweifaller Schwestern
wollen erst dann wieder reden, wenn das Auflösungsdekret für ihre Gemeinschaft aufgehoben ist. Das berichtete
das Lokalblatt ‘Aachener Zeitung’.
Die Ordenskongregation schreibt, daß die Oberin Sr. Maria Regina
(54) nach der Aufhebung des Klosters am 10. Januar 2006 für das Kloster weder rechtsgültig handeln noch
es vor Staat und Kirche legitim vertreten könne.
Das „ehemalige“ Kloster sei als Rechtsperson handlungsunfähig.
In den Gebäuden des Klosters existiere keine kirchlich anerkannte Gemeinschaft, und Schwester Maria
Regina unterstehe der ausschließlichen Aufsicht des Bischofs von Aachen, Mons. Heinricht Mussinghoff.
Der Bischof sei vom Heiligen Stuhl besonders beauftragt, für die Zukunft von Schwester Maria Regina
Vorsorge zu treffen.
Mons. Mussinghoff anerkannte, daß das Klostervermögen an jene Gemeinschaften fallen
wird, welche die künftig heimatlosen Schwestern aufnehmen werden.
Im Karmel Zweifall lebten bis vor
kurzem vier Schwestern: die Subpriorin Schwester Maria Regina (54), die aus dem polnischen Kattowitz stammende
Schwester Katharina (40), Schwester Helene (84) und eine polnische Novizin (23).
Schwester Helene ist
kürzlich verstorben. Schwester Katharina soll auf Weisung ihrer polnischen Priorin in die Heimat zurückkehren.
Beim Begräbnis von Schwester Helene verlas der den Schwestern nahestehende Franziskanerpater Laurentius,
der im Kloster auch als Kaplan gewirkt hat, eine Erklärung. Darin kritisierte er die Ordensleitung des
Karmelitenordens und die benachbarten Karmelitinnenklöster.
Die Strafe folgte auf dem Fuß. Dompropst
Hammans erklärte, daß der Franziskanerpater die Autorität von Bischof Mussinghoff öffentlich in Zweifel
gezogen habe.
Der Pater sei bereits gemahnt worden, den Kontakt zu den Schwestern abzubrechen.
Auch
wenn er in der Schwesternkapelle keine Messen mehr lese, habe er sich doch in den letzten Monaten in wachsendem
Maße in das Leben der dort wohnenden Schwestern eingemischt.
Anläßlich der Beerdigung von Schwester
Helene wurde auch bekannt, daß bald Nachwuchs aus Afrika eintreffen wird.
Die Generalsekretärin der
Konferenz der deutschen Ordensoberinnen, Schwester Cäcilia Höffmann, zeigte sich darüber nicht erfreut.
Im Gegenteil. Sie bezeichne diesen Schritt als eine „schwere Sünde“.
Nach Ansicht von Schwester Cäcilie
müssen Schwester in ihrer Heimat ausgebildet werden.
Man dürfe Frauen aus einem anderen Erdteil nicht
zur Aufnahme des Ordenslebens in Deutschland bewegen.
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elkeschoenhofen 20:54:10 | Freitag, 1. Dezember 2006
#8
Gotthard 12:59:46 | Dienstag, 26. September 2006
#7
landorganist 08:02:12 | Dienstag, 26. September 2006
#6
laikos 07:58:54 | Dienstag, 26. September 2006
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Gotthard 00:13:59 | Dienstag, 26. September 2006
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Bonaventura 22:21:23 | Montag, 25. September 2006
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Gotthard 22:10:34 | Montag, 25. September 2006
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Bonaventura 21:54:16 | Montag, 25. September 2006
#1
Gotthard 21:38:41 | Montag, 25. September 2006