Der abgefallene Erzbischof Milingo weihte vier Bischöfe
Der Anhänger der Moon-Sekte und ehemalige Kurienerzbischof will offenbar eine eigene Vereinigung errichten.
(kreuz.net) Am letzten Sonntag hat Erzbischof Milingo in der US-Hauptstadt Washington vier laisierte,
verheiratete Priester zu Bischöfen geweiht.
Das berichteten mehrere Nachrichtenagenturen aus der US-Hauptstadt.
Erzbischof Milingo und die vier Geweihten verfallen automatisch der Kirchenstrafe der Exkommunikation.
Einer der vier ist der suspendierte afro-amerikanische Priester George Stallings (58), der ursprünglich
für die Erzdiözese Washington geweiht wurde.
Stallings arbeitet bereits seit dem Verschwinden Mons.
Milingos im Juni 2006 mit dem Erzbischof zusammen.
Er bezeichnete sich schon in der Vergangenheit als
Bischof.
Der abgefallenen Priester ist der Gründer der afro-amerikanischen Sekte ‘Imani Tempel’. Die
jüngsten Weihen fanden im Washingtoner Versammlungshaus der Sekte statt.
Die zwei auf Abwege geratenen
Geistlichen kennen sich schon seit dem Jahr 2001. Damals verehelichten sie sich bei einer Massenhochzeit
der Moon-Sekte in New York mit zwei Damen, die ihnen vom Sektengründer zugeteilt worden waren.
Die anderen
drei von Milingo Geweihten heißen Peter Paul Brennan von New York, Patrick Trujillo von Newark in New
Jersey und Joseph Gouthro von Las Vegas.
Ein Sprecher der Erzdiözese Washington erklärte, daß die
Weihen „innerhalb der Kirche keine Bedeutung“ hätten.
Die vier Geweihten wollen angeblich ein Nahverhältnis
zur altkatholischen Gemeinschaft pflegen, die sich nach dem Ersten Vatikanischen Konzil von der Kirche
abgespalten hat.
Gleichzeitig behaupteten sie vor Journalisten, nicht nur gültig geweihte katholische
Bischöfe, zu sein: „Wir sind geweihte römisch katholische Bischöfe.“
Der Vatikan hatte Erzbischof
Milingo Mitte September aufgefordert, bis zum 15. Oktober zur Kirche zurückzukehren.
Andernfalls werde
er suspendiert.
Zuvor hatte Milingo seine Vereinigung „Verheiratete Priester jetzt“ ins Leben gerufen
und mit suspendierten, verheirateten Priestern konzelebriert.
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33 Lesermeinungen
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Suspensio „Jedenfalls wäre es nicht erstaunlich, wenn – falls Milingo überhaupt solche Pläne hegt –
diese Sympathien zahlöenmäßig sogar weiter tragen als die eher liturgisch orientierten gegenüber Lefebvre.
So oder so, der Umgang des Vatikans mit diesen Abspaltlern wird interessant zu beobachten sein – gerade
natürlich für die PiusXler, ist ja klar.“ Ja, so sehe ich das auch. Bei Trieb und Kult – da spalten
sich die Geister. Und eine Gruppe schaut gespannt, wie Rom die jeweils andere wohl behandeln wird. Beim
Erzbischof aus Afrika sehe ich schwarz – ganz schwarz.
#30 Dr. Otterbeck 18:14:58 | Dienstag, 26. September 2006
Jawohl, Hanna Granate… Wer „demographisch“ (altersbedingt) in Positionen des ZdK von 1968 ff. befangen
ist, dem sind nunmal mildernde Umstände zuzubilligen…
#29 Jawohl! 18:10:46 | Dienstag, 26. September 2006
Ich dachte eher an das »Vorleben« mancher Kuratoriumsmitglieder. Aber sie sind tatsächlich absolut
in der Minderzahl. (Zum Beispiel unsere »Berliner« Hanna Granata Hau rin.) Ja, man muss großzügig
sein. Dasselbe Phänomen sieht man ja gerade bei Beinert & Co.
#25 Jawohl! 17:53:04 | Dienstag, 26. September 2006
Sowieso! Da laufen vier Jungs in superbunten Klamotten rum, lassen sich mit Msgr. oder Exzellenz anreden,
spulen eine Mega-Kultveranstaltung nach der anderen ab und unterscheiden sich durch nichts von ihren Messdienern.
@ Jawohl @ alle @ Jawohl „Der Neger an sich schnackselt gern“ Jetzt aber mal halblang! @ alle Die Causa
Milingo erinnert mich fatal an ein Ereignis von vor 18 Jahren…
#22 28.IX-28.X 14:43:38 | Dienstag, 26. September 2006
Überwacher; In diesem Forum sitzen laute Überwachen, die, sobald jemand eine abweichende Meinung, von
der „eizig, richtigen, korrekten“ äußert, sofort gekontert wird. Die Überwacher MÜSSEN IMMER das letzte
Wort behalten. . Aurelius, besorgen Sie sich einen Blindenstock. ‘s wird ihrer Seele guttun :)3
#21 Aurelius 14:34:08 | Dienstag, 26. September 2006
28.IX-28.X Die Bischofsweihen um den Erhalt des unverfelschten Glaubens und Milingo-Weihen in einen Topf
zu werfen, können nur Ignoranten. Nun, der eine Erzbischof war suspendiert, der andere abgefallen. Da
ist schon ein Unterschied. Beide haben irreguläre Weihe vorgenommen. In beiden Fällen sind alle Beteiligten
der Kirchenstrafe der Exkommunikation verfallen. Die Bilder ähneln sich schon sehr…
#20 28.IX-28.X 14:25:42 | Dienstag, 26. September 2006
Parallelen! Die Bischofsweihen um den Erhalt des unverfelschten Glaubens und Milingo-Weihen in einen Topf
zu werfen, können nur Ignoranten. Den Unterschied würde der Blinde sogar mit seinem Stock ertasten.
:)3
#19 savonarola 14:20:28 | Dienstag, 26. September 2006
Rasches Ende der Beatifikation zu befürchten? Die auf das Wirken von. Joh.Paul II. zurückgeführte Conversio
(„Im Namen Jesu befehle ich Dir…“) hat augenscheinlich nicht lange gehalten. Welche Konsequenzen wird
das nur für die Santo subito -Aktionisten haben??
#18 deusexmachina 12:02:19 | Dienstag, 26. September 2006
@Ansgar He, Sie sollten doch wissen, dass ich den theologischen Gehalt solcher Absplitterungen weder beurteilen
kann noch will. Da für mich religiöse Ansichten, gleich welcher Couleur, nun einmal nur verschiedene
Färbungen von Illusionen sind (die vermittelten Werte sind wieder eine andere Geschichte), ist mir das
inhaltlich egal bzw. muss es mir sein. Alles, was ich sehe, ist die äußere Form (und gerade die ist
den PiusXlern ja ach-so-heilig), und wiewohl das alles stimmen mag, was Sie sagen, so entlockt einem die
äußere Parallele doch ein Schmunzeln, meinen Sie nicht? Allerdings, bei aller Flachserei, eines war
ernst gemeint: Dass es eine gewisse „afrikanische Mentalität“ gibt (und damit ist NICHT das berüchtigte
„Der Neger an sich schnackselt gern“ gemeint), die sich von der europäischen spürbar unterscheidet,
ist kaum zu leugnen. Und dass ein afrikanischer Rebell auf dem schwarzen Kontinent einige Symapthieboni
einstreichen kann, ist durchaus wahrscheinlich. Jedenfalls wäre es nicht erstaunlich, wenn – falls Milingo
überhaupt solche Pläne hegt – diese Sympathien zahlöenmäßig sogar weiter tragen als die eher liturgisch
orientierten gegenüber Lefebvre. So oder so, der Umgang des Vatikans mit diesen Abpaltlern wird interessant
zu beobachten sein – gerade natürlich für die PiusXler, ist ja klar.
#17 Ansgar 11:26:19 | Dienstag, 26. September 2006
@ deusexmachina Die Pius X.-Bewegung hatte doch damals ein genuines Programm – für alte Messe, gegen
Konzilsbeschlüsse – und damit einiges mehr an Substanz als Exzellenz Milingos Aktionen. Was er anbietet,
ist bei den Altkatholiken und Christkatholischen schon seit über 100 Jahren zu finden. In Afrika wird
Milingo nach meinem Wissen auch nicht groß punkten können, dort war er doch beim Klerus so unbeliebt,
daß man ihn nach Rom weglobte. Ganz gleich, ob man an die Existenz dämonischer Kräfte glaubt oder nicht:
Milingos jahrelange Nähe zu psychischen Grenzbereichen scheint wesentlichen Anteil an seinem beklagenswerten
Geisteszustand zu haben.
#15 deusexmachina 10:23:16 | Dienstag, 26. September 2006
@ottaviani – Na, simpel Man wird einige afrikanische Geistliche umwerben und dabei sogar einen gewissen
Bonus haben, weil sich nicht wenige von einem afrikanischen Erzbischof besser verstanden fühlen werden
als von einem in Rom sitzenden Deutschen. Man wird vom Papst gerügt werden, dieser wird aber dennoch
zögern, die gesamte Gruppierung auszustoßen oder als schismatisch zu bezeichnen – aber nicht, weil er
sie nicht für schismatisch hält, sondern, um mindestens einem Teil der Anhänger den Weg zurück offenzuhalten.
Anschließend wird man behaupten, dieses und jenes sowieso sehr viel besser zu wissen als die „Römer“
und wird sich ihnen trotzig verweigern; nichtsdestotrotz wird man steif und fest darauf beharren, weiterhin
voll zur römisch-katholischen Kirche zu gehören, denn mit den 2000 Jahren Tradition und dem gewaltigen
Machtapparat möchte man ja trotz allen Dissenses gerne protzen, statt sich konsequenterweise auch davon
loszusagen. Naja, und in nicht allzuferner Zeit gibt’s dann eine Website, was weiß ich milingo.net www.milingo.net/
oder so, mit dem netten Untertitel „katholische Nachrichten“, und da wird dann unter diesem Label das
abstruseste Zeug verbreitet, von dem man ganz genau weiß, dass Rom das nie und nimmer gut heißen würde
oder könnte, aber das Bapperl „katholisch“ macht sich halt gut, auch, wenn man es für sehr andere Zwecke
missbraucht. Geschichte wiederholt sich.
Bischofsweihen, mal wieder Sicher wird sich Milingo ebenso auf einen Notstand berufen können, wie das
ein anderer (mehr auf sich als auf Gott vertrauender) Erzbischof 1988 getan hat.
#11 laikos 08:23:27 | Dienstag, 26. September 2006
Endlich exkommuniziert Er ist auch vom Bösen besessen. Da gibt es keinen Zweifel. Das er schlimmer als
Hitler ist glaube ich nicht. Endlich sind sie exkommuniziert. Das hat ja lange gedauert. Es ist wieder
einmal typisch 2VK das sich ein Bischof heiratet und dann auch noch eine Sektenanhängerinn. Und er wird
nicht einmal auf der Stelle exkommuniziert sonder nur ermahnt. Das er mit den Altkatholiken zusammenarbeitet
ist auch klar da ja die sowieso auch eine Sekte sind. Bei denen dürfen Frauen Priesterinnen sein . Ein
so ein Wahnsinn !!!
@ Traurig Immerhin ist der Mann ein Erzbischof. Mit vielen Meriten um die Jugendarbeit in seiner Heimat.
Doch das war einst. Hätten seine Amtsbrüder und Mitarbeiter sich nicht liebevoller um ihn kümmern sollen,
als sich seine Verwirrungen abzeichneten? „Wir müssen alle immer wieder lernen, einander mehr zu lieben“
(Benedikt XVI.)
Keine Bedeutung? Ein Sprecher der Erzdiözese Washington erklärte, daß die Weihen „innerhalb der Kirche
keine Bedeutung“ hätten. Macht es sich dieser Sprecher nicht ein wenig zu einfach? (Dieses abwiegeln
erinnert mich irgendwie an den großen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz). Ist es nicht so,
dass selbst Exkommunizierte immer noch Mitglieder der katholischen Kirche sind? Der Schaden für die katholische
Kirche ist auf jeden Fall immens.
#1 PietroParente 20:52:18 | Montag, 25. September 2006
Zeitig Da wird es aber knapp für Herrn Milingo, diese Bischofsweihen dem Hl. Stuhl bis zum 15. Oktober
plausibel zu erklären! Interessant! Manche Gemeinschaften haben es in Jahrzehnten nicht vermocht, Ihre
Bischofsweihen zu rechtfertigen