Kinderabtreibung
Abtreibung statt Adoption
„Unsere älteste Tochter (16) kam Anfang Juli und sagte, daß sie schwanger sei.“
(kreuz.net/Aktion Leben Deutschland) Ich weiß nicht, wie lange ich bei Ihnen – der Aktion Leben Deutschland – Mitglied bin. Das dürften schon viele Jahre sein. Heuer wurde ich ganz persönlich mit dem Thema „Abtreibung“ konfrontiert. Unsere älteste Tochter (16) kam Anfang Juli und sagte, daß sie schwanger sei.

Sie wolle das Kind nicht abtreiben, sondern es zur Adoption freigeben.

Daß sich meine Tochter gegen die Abtreibung entschieden hat, machte mich ganz stolz. Wie viele Mädchen treiben heute ab. In Deutschland – in einem Land, wo Geld keine Rolle spielt – steigt die Zahl der Abtreibungen an Frauen unter 18 Jahren. Da müßte doch eine Alarmglocke schlagen.

Aber nach den vielen Diskussionen, warum wir das Kind nicht behalten wollen, kann ich verstehen, daß es in Deutschland unheimlich schwer ist, sein Kind nicht abtreiben zu lassen, da man sonst – wie in unserem Fall – als Außenseiter, ja als Aussätziger behandelt wird.

Wo kommen wir hin, wenn einerseits die Abtreibungen geduldet werden, ja, es sogar verstanden wird, wenn eine Frau diesen Weg geht, aber andererseits die Adoption so was Schlimmes ist, daß keine Frau den Mut hat, diesen Weg zu gehen?

Dann bewundere ich doch meine Tochter, die diesen Weg gewählt hat. Sie weiß, sie kann dieses Kind noch nicht so versorgen, wie sie es als Mutter tun müßte. Sie hat Angst vor der Verantwortung und weiß, daß sie ihre ganzen Zukunftspläne nach dem Kind richten müßte. Bis zum Abitur ist es noch lange und ein Kind kostet auch Geld.

Andererseits weiß sie auch, daß wir bereit wären, dieses Kind aufzunehmen. Aber sie möchte ihren eigenen Weg gehen, und das ist der Weg der Adoption. Aus Liebe zum Kind schenkt sie es einem Ehepaar, das sich nichts sehnlicher wünscht, als einem Kind Liebe und Geborgenheit zu schenken.
      
4 Lesermeinungen
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#4   Dolfus   19:22:16 | Montag, 27. Dezember 2004
Zahlenspiele
„Schätzen“? Was heißt das? Wie kommen die auf diese Zahlen? Lesen sie das aus dem Kaffeesud?!
Zahlenspiele kennen wir ja auch schon aus der Geschichte zur Genüge, da ist mit entweder knauserig oder großzügig, je nachdem was einem nützt oder nicht. Die Schätzungsunterschiede können da beträchtlich sein.
Die Umgekommenen bei der britischen Dresden-Vernichtungsracheaktion – einst genannt das „deutsche Paris – wird ja möglichst niedrig angegeben (ebenso die Gesamtzahl der ermordeten Deutschen durch den britisch-amerikanischen Bombenterror gegen unsere Zivilsiedlungen).
Sir Winston Churchill sprach davon, „die Deutschen auf ihrem Rückzug aus Breslau zu braten“, und das realisierten seine Luftterroristen auch.
Umgekehrt gibt es anscheinend große Ungereimtheiten in den Zahlen der umgekommenen Juden in Europa, sodaß sogar Ende der 1980er stillschweigend Tafeln abmontiert wurden, zumindest laut Deutschlands größtem Nachrichtenmagazin, dem SPIEGEL. (Dürfen wir ihm das überhaupt glauben?)
Die ermordeten und zu Tode geschundenen Deutschen in alliierten KLs in West- und Osteuropa sowie in Asien werden dagegen mit keinem Sterbenswörtchen erwähnt.
Ebenso hört man wenig bis gar nichts über die Internierungslager auf US-Boden, die während WK II mit US-Bürgern japanischer Abstammung gefüllt wurden, schon gar nichts über etwaige Todesfälle.
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#3   Yersinia   18:58:48 | Montag, 27. Dezember 2004
Abtreibung ist ein ewiges Thema
In den 50er Jahren schätzte die Katholische Aktion in Österreich die Zahl der jährlichen Abtreibungen auf etwa 150.000. Dagegen wird dies Zahl heute von verschiedenen Quellen auf etwa 20.000 pro Jahr geschätzt.
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#2   Doritta   14:06:34 | Montag, 27. Dezember 2004
Adoption
Ich finde es ungeheuer mutig von einem 16-jährigen
Mädchen, ihr Kind auf die Welt zu bringen und zur
Adoption freizugeben! Das ist Schutz des Lebens!
Daß man Repressalien ausgesetzt wird, wenn man sich
nicht für eine Abtreibung entschließt, halte ich für eine bedenkliche Entwicklung.
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#1   Dolfus   11:27:21 | Montag, 27. Dezember 2004
Gott mit ihr
Das wäre es doch!
Dieses Mädchen handelt mutig, gegen die Regierungspropaganda, deren Opfer sie wahrscheinlich in ihrer unbedachten Schwangerschaft wurde (staatlich verordnete Sexualerziehung im UNO-Geiste à la Brave New World).
Doch hier scheinen die Tonangebenden ein Interesse zu haben, daß Frauen in Not, ihr Kind ja auch abtreiben, denn, so das Argument der „FraunrechtlerInnen“: „Wenn die Mutter das Kind mal sieht, will sie’s doch nicht mehr hergeben.“
Unser Klassenvorstand, eine aus der BRD stammende Biologin – frisch von der Uni –, hat uns Unterstufenschülern damals ausdrücklich mehrmals, auch in Klassenvorstandsstunden, und auch mal so nebenbei in der Freizeit, diese Sicht der Dinge eindringlich nähergebracht, besonders den Mädchen, deren Vertrauensperson sie – zumindest eine Zeit lang – war. Hinzuzufügen wäre, daß es sich dabei um eine „katholische Ordensschule“ handelte.
Gott sei Dank habe ich damals das Gefühl gehabt, daß hier irgendetwas nicht stimmte, auch am Religionsunterricht, und generell an der Liturgie. Leider mußte ich im Laufe der Jahre meine Vermutung verifizieren.
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