11:14:44 | Montag, 27. Dezember 2004
(kreuz.net/
Aktion Leben Deutschland) Ich weiß nicht, wie lange ich bei Ihnen – der Aktion Leben Deutschland –
Mitglied bin. Das dürften schon viele Jahre sein. Heuer wurde ich ganz persönlich mit dem Thema „Abtreibung“
konfrontiert. Unsere älteste Tochter (16) kam Anfang Juli und sagte, daß sie schwanger sei.
Sie wolle
das Kind nicht abtreiben, sondern es zur Adoption freigeben.
Daß sich meine Tochter gegen die Abtreibung
entschieden hat, machte mich ganz stolz. Wie viele Mädchen treiben heute ab. In Deutschland – in einem
Land, wo Geld keine Rolle spielt – steigt die Zahl der Abtreibungen an Frauen unter 18 Jahren. Da müßte
doch eine Alarmglocke schlagen.
Aber nach den vielen Diskussionen, warum wir das Kind nicht behalten
wollen, kann ich verstehen, daß es in Deutschland unheimlich schwer ist, sein Kind nicht abtreiben zu
lassen, da man sonst – wie in unserem Fall – als Außenseiter, ja als Aussätziger behandelt wird.
Wo
kommen wir hin, wenn einerseits die Abtreibungen geduldet werden, ja, es sogar verstanden wird, wenn eine
Frau diesen Weg geht, aber andererseits die Adoption so was Schlimmes ist, daß keine Frau den Mut hat,
diesen Weg zu gehen?
Dann bewundere ich doch meine Tochter, die diesen Weg gewählt hat. Sie weiß, sie
kann dieses Kind noch nicht so versorgen, wie sie es als Mutter tun müßte. Sie hat Angst vor der Verantwortung
und weiß, daß sie ihre ganzen Zukunftspläne nach dem Kind richten müßte. Bis zum Abitur ist es noch
lange und ein Kind kostet auch Geld.
Andererseits weiß sie auch, daß wir bereit wären, dieses Kind
aufzunehmen. Aber sie möchte ihren eigenen Weg gehen, und das ist der Weg der Adoption. Aus Liebe zum
Kind schenkt sie es einem Ehepaar, das sich nichts sehnlicher wünscht, als einem Kind Liebe und Geborgenheit
zu schenken.
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#4
Dolfus 19:22:16 | Montag, 27. Dezember 2004
#3
Yersinia 18:58:48 | Montag, 27. Dezember 2004
#2
Doritta 14:06:34 | Montag, 27. Dezember 2004
#1
Dolfus 11:27:21 | Montag, 27. Dezember 2004