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Mittwoch, 27. September 2006 11:41
Die Freimauer sind tief in die Kirche eingedrungen
Beim freimaurerischen Totengedenken für seinen Vater hielt der Wiener Kardinal eine rührende Abschiedsrede. Persönliche Erfahrungen von Mag. Ewald Stadler.
Der Wiener Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn
Der Wiener Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn
(kreuz.net, St. Pölten) Der österreichische Volksanwalt Ewald Stadler (45) hielt am 23. September in St. Pölten einen Vortrag über seine Erfahrungen mit der Freimaurerei.

Die Veranstaltung wurde vom katholischen ‘Initiativkreis katholischer Laien und Priester in Wien, Niederösterreich und Burgenland’ organisiert.

Der Katholik Stadler kandidiert gegenwärtig
Mag. Ewald Stadler
Mag. Ewald Stadler
für die rechtsnationale Partei FPÖ – Freiheitliche Partei – bei den bevorstehenden österreichischen Nationalratswahlen.

Zu Beginn seines Vortrages warnte er, Zubringereinrichtungen wie den Lions- oder Rotary Club mit Freimaurerlogen gleichzustellen. Das würde deren tatsächliche Bedeutung schmälern.

Insgesamt gebe es gegenwärtig Schätzungen zufolge weltweit sechs Millionen Freimaurer in rund 40.000 Logen.

Der Rauch der Freimaurer in der Kirche
Die Freimauerei sei von Papst Clemens XII. († 1740) und Papst Leo XIII. († 1903) aufs Schärfste verurteilt worden.

Doch der Staatsekretär von Papst Leo XIII. – Kardinal Mariano Rampolla († 1913) – sei mit Sicherheit Freimaurer gewesen – so Stadler.

Auch der spätere Papst Johannes XXIII. trat 1935 der quasifreimaurerischen Vereinigung ‘Der Ritter und die Rose’ bei.

Doch erst nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil sei es zu einem Tauwetter zwischen den Erzfeinden Kirche und Maurerei gekommen.

Die automatische Exkommunikation der Freimaurer wurde 1983 aus dem Kirchenrecht gestrichen.

Doch bereits im März 1984 bekräftigte der frühere Präfekt der Glaubenskongregation, Joseph Kardinal Ratzinger, die Unvereinbarkeit zwischen Freimaurertum und Katholizismus: „Das haben ihm die Freimaurer bis heute nicht verziehen.“

Warum der Wiener Dompfarrer Toni Faber dennoch Sympathien für die Maurerei bekunde, ist Stadler ein Rätsel.

"Initiatition eines Suchenden" - das freimaurerische Schreiten über Teppiche zum Erkenntnisgewinn bezeichnet Stadler als "an Peinlichkeit nicht zu übertreffen".
„Initiatition eines Suchenden“ – das freimaurerische Schreiten über Teppiche zum Erkenntnisgewinn bezeichnet Stadler als „an Peinlichkeit nicht zu übertreffen“.
Für das maurerische Tauwetter in Österreich sei „ausschließlich“ der Erzbischof von Wien, Franz Kardinal König († 2004), verantwortlich – so Stadler. Kardinal König verwaltete sein Amt von 1956 bis 1985.

Er habe einen regen Kontakt zum damaligen Großmeister der Loge, Dr. Kurt Barisch, gepflegt.

Das bedeute nicht, daß Kardinal König selber Mitglied der Loge gewesen sein müsse.

Die Freimaurer seien auch froh, in Kirche, Politik und Wirtschaft zuverlässige, nicht beigetretene Handlanger zu besitzen.

Stadler bestätigte ferner, in einem ihm zugespielten Logenverzeichnis den ehemaligen Chefredakteur der Wiener Kirchenzeitung, Walter Ramig, und den früheren Steuerberater der Erzdiözese Wien, Josef Böck, gefunden zu haben.

Recherchen hätten schließlich gezeigt, daß diese beiden auf ausdrücklichen Wunsch von Kardinal König Freimaurer wurden.

Stadler kam in seinem Vortrag auch auf den amtierenden Wiener Erzbischof, Christoph Kardinal Schönborn, zu sprechen.

Der Vater des Kardinals sei ebenfalls ein Logenbruder gewesen. Nach seinem Tod habe Schönborn bei einer freimaurerischen Verabschiedung eine „rührige Predigt“ gehalten.

Das erfuhr Stadler von einem zu gesprächigen Freimaurer und Volksanwalt.

Die Freimaurer besitzen nach Stadler in allen Ländern und Ebenen der Kirche verläßliche Ansprechpartner. Es spiele dabei eine untergeordnete Rolle, ob die Betreffenden auch formal Mitglieder der Sekte seien.

Meister-Erhebung eines Gesellen
Meister-Erhebung eines Gesellen
Angesprochen auf eine vor Jahren in dem italienischen Monatsmagazin ‘30 Giorni’ veröffentlichten Liste von Priestern mit freimaurerischer Affiliation mahnte Stadler zur Vorsicht.

Wenn es nach der Veröffentlichung der Liste keine Konsequenzen juristischer oder kirchlicher Art gegeben habe, sei diese Liste vermutlich gefälscht.

Peinliche freimaurerische Rituale
Bei den Zeremonien der Freimaurer-Sekte handelt es sich nach Stadler gewöhnlich um verdrehte oder nachgeäffte katholische Riten.

Stadler erzählte, daß sich sein sozialistischer Kollege in der Volksanwaltschaft, Dr. Peter Kostelka – „typisch für einen Freimaurer“ – einmal über christliche Riten lustig gemacht habe.

Darauf Stadler: „Die Riten, die ihr in euren Freimaurerlogen pflegt, sind an Peinlichkeit nicht mehr zu übertreffen.“

Als Beispiel nannte Stadler das Schreiten über Teppiche, um damit angeblich einen Erkenntnisgewinn zu signalisieren.

Bei einem anderen Ritual werde ein Totenkopf mit einer Kaiserkrone oder mit der päpstlichen Tiara zwischen zwei Kerzen aufgestellten. Die Freimaurer müßten dann den Totenkopf bespucken.

Einmal seien Freimaurer auf intensives Betreiben Stadlers wegen eines Millionenbetrugs in der Loge vor Gericht gelandet. Dabei habe einer ausgesagt, das unterschlagene Geld für die Reinigung der Kutten sowie für den Ankauf von Totenköpfen benötigt zu haben.

Der Angeklagte habe auf ungläubiges Nachfragen der Richterin erklärt, daß die Totenköpfe sehr teuer gewesen seien.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 252 Lesermeinungen:
Donnerstag, 30. August 2007 01:12
Bokrug †: Über die faschistoide freimaurerische P2-Loge…!
Ihr habt getötet. Der Machtkampf der Logen im Vatikan. (Broschiert)
von Discepoli di Verita (Autor)

Insider berichten über einen Mord, der sich 1998 innerhalb der Mauern des Vatikans zutrug und nie aufgeklärt wurde. Ableger der berüchtigten Freimaurerloge P2, der auch Silvio Berlusconi nahesteht, rivalisieren mit dem international agierenden Opus Dei. Alles deutet darauf hin, daß zum Ende der Ära Wojtyla der Kampf um die Schlüsselpositionen im Vatikan neu entbrannt ist. Ein sensationelles Dokument über die Auswüchse klerikaler Machtpolitik.
Montag, 11. Dezember 2006 13:41
ExBochumer †: Mal von dem Stadler abgesehen …
… die Freimaurer treiben immer noch eine Geheimniskrämerei.

Und – Totenköpfe sind in der Tat teuer geworden. Bei ebay wurde der Handel mit Schädeln verboten. Zuvor waren Schädel so um die 800 EUR gehandelt worden.

Und ich schreibe es auch noch mal hier: Die gleichzeitige Zugehörigkeit zur katholischen Kirche und zu einer Freimaurerloge schließen sich aus.

Auch wenn die Exkommunikation im CIC nicht mehr erwähnt wird, so haben sich die Freimaurer selbst von der Zugehörigkeit zur r.-k. Kirche ausgeschlossen.
Montag, 20. November 2006 02:12
gomar oz dabbar: Erschreckend!
Was hier an widerwärtigem Blödsinn über die Gesinnungsgemeinschaft der Freimaurer ausgeschüttet wird, ist ja beängstigend. Auch beängstigend ist, dass sich eine katholische Internetseite zum Sprachrohr für rechtsradikale Schreihälse á la Stadler machen lässt und das auch noch goutiert.
Ich empfehle allen, die sich ERNSTHAFT (und abseits von dümmlichen Pseudokonspirationstheorien) mit dem Thema auseinandersetzen wollen, empfehle ich folgende seriöse und gut recherchierte Quellen:

http://forwardme.de/63e672.go
http://forwardme.de/63e673.go
http://forwardme.de/63e674.go

Alle anderen mögen ja gern Sankt Stadler glauben, was er sich in seinem Fundamentalisten-Hirn so zurechtklittert.
Ich würde der österreichischen Großloge empfehlen, sowohl kreuz.net als auch Herrn Stadler wegen Verhetzung zu klagen.
Montag, 20. November 2006 01:58
tyler widoweson: stadler ist ein halbgebildeter hetzer
„Bei einem anderen Ritual werde ein Totenkopf mit einer Kaiserkrone oder mit der päpstlichen Tiara zwischen zwei Kerzen aufgestellten. Die Freimaurer müßten dann den Totenkopf bespucken.“ (zitat stadler)

ist eine glatte lüge. diese schilderung stammt aus antifreimaurerischen hetzschriften aus den 1920er und -30er jahren und ist ungefähr so seriös wie die bücher von jan van helsing.

die wahre gefahr für den staat sind nicht die freimaurer, die stets für die trennung von kirche und staat eintraten, sondern konterrevolutionäre kräfte wie zb. die katholische sekte des „opus dei“, die TATSÄCHLICH seit jahren die kirche -und die övp!- unterwandert.

dass man solche schwachsinnigkeiten wie die auf kreuz.net publizierten hetzschriften gegen freimaurer und andere überhaupt wieder ungestraft verbreiten darf, mag man positiv als zunehmen der meinungsfreiheit werten, aber sicher auch als bedenkliches zeichen einer zunehmenden radikalisierung der gesellschaft. danke, herr stadler; Sie und Ihre fundamentalkatholischen brüder tragen sehr dazu bei. schämen Sie sich!
Freitag, 3. November 2006 11:33
Michael Tfirst: Die Freimaurer- und Burschenschaftersympathie Kardinal Schönborns
Schönborns waren und sind Freimaurer, war die Kirche doch immer freimaurerisch unterwandert. Deren Zunftvorläufer des 13. Jh. bauten Münster, Dome und Kathedralen nach dem Thai Chi und dem goldenen Schnitt. Erst 1990 ging ein Rechtsruck durch viele Freimaurerlogen. Die frühesten Formen studentischer Korporationen lassen sich ebenfalls bis ins 13. Jh. zurückverfolgen als landsmannschaftliche Zusammenschlüsse. Aber in Anlehnung an die 1717 in England anerkannten Freimaurer-Logen entstanden studentische Orden, die an freimaurerischen Zielen orientiert waren. Orden und Landsmannschaften, haben sich im Laufe der Zeit erst strenger strukturiert. Alle sind sie mit der Kirche verwoben und sehr viele Kirchenobere waren und sind Mitglieder dieser Gruppierungen. Die Kirche nahm ebenso die Ehrenzeichen der Orden in Beschlag, damit auch der Militarismus in der Kirche seinen Platz finden konnte. Und Goldenes Vlies Collanenträger Kardinal Schönborn sagte öffentlich: „Wenn Sie die Inquisition in die damalige Gerichtsbarkeit hineinversetzen, dann muss man sagen, dass die Inquisition ein Fortschritt war.“ Schönborn ist Dominikaner, und die stellten bekanntlich seit dem 13. Jh. das Personal für die Inquisition. Bekam er für diese Aussage das goldene Vlies verliehen oder nur weil er ein Schönborn ist? Nur, wenn er mit allen Seilschaften gut steht, wird er auch der nächste Opus Dei Papst und oberster Schützer homosexueller, pädophiler Priester!
Michael Tfirst
tfirst@gmx.at
Freitag, 27. Oktober 2006 01:40
ich hätte mir einen weiteren Gedankenaustausch mit DDL gewünscht.
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