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Donnerstag, 28. September 2006 08:37
Der Ex-Kurienerzbischof Milingo beruft sich auf einen Notstand
Er sei keinesfalls exkommuniziert: „Wer sagt das? Ich bin auf Gott ausgerichtet.“ Auf die Moon-Sekte kam er nicht zu sprechen.
"Seine Exzellenz ist durchaus in der Lage, ein Kind zu zeugen" - erklärte seine Konkubine Maria Sung: "Wir sind verliebt ineinander wie eh und je."
„Seine Exzellenz ist durchaus in der Lage, ein Kind zu zeugen“ – erklärte seine Konkubine Maria Sung: „Wir sind verliebt ineinander wie eh und je.“
(kreuz.net, Washington) Gestern nachmittag Ortszeit äußerte sich Erzbischof Emmanuel Milingo (76) bei einer Pressekonferenz in der US-Hauptstadt Washington.

Dabei kommentierte er die von ihm durchgeführten Bischofsweihen und die dadurch gegen ihn eingetretenen Exkommunikation.

Der abgefallene Erzbischof verlas seine Stellungnahme auf Italienisch und Englisch.

Er forderte den Papst auf, sich mit den weltweit mehr als 150.000 laisierten und – zum Teil – verheirateten Priestern „zu versöhnen“.

Er glaube, daß diese Ex-Priester, die verlassen seien und viel zu leiden hätten, der Katholischen Kirche als Mutter nicht gleichgültig sein könnten.

Die Tatstrafe der Exkommunikation anerkannte Milingo nicht:

„Wir senden sie seiner Heiligkeit, unserem geliebten Papst Benedikt XVI. zurück, damit er noch einmal darüber nachdenkt, sie zurücknimmt und sich uns anschließt, indem er verheiratete Priester in den Dienst zurückberuft.“

Der angebliche Priestermangel und die Überalterung des Klerus stellten eine Notlage dar, die ihn zum Handeln zwängen:

In zwanzig Jahren würden nur noch wenige Priester übrigbleiben: „Wer wird den Leuten dann die Sakramente und die Eucharistie spenden?“

Die verheirateten Priester würden nur wegen eines „mittelalterlichen, von der Kirche verhängten Gesetzes“ von ihrem Dienst ferngehalten.

Die Priesterehe stelle auch die Antwort auf die Fälle klerikaler Kinderschändung dar. Erzbischof Milingo glaubt, daß sie zu einer gesunderen Kirche führen würde.

Zudem sei die Berufung zur Ehe höher als jene zum Zölibat – erklärte der Erzbischof und widersprach damit dem Konzil von Trient.

Die Ehe sei schließlich ein von Christus gestiftetes Sakrament – so der mit einer Koreanerin (48) im Konkubinat lebende greise Ex-Erzbischof.

Gleichzeitig bezeichnete Milingo den Zölibat als „Geschenk“, das nicht verpflichtend eingeführt werden dürfe.

Der abgefallene Geistliche erwähnte auch, daß sich seit Sonntag Unterstützung aus Indien, Portugal und Kanada gemeldet habe.

Nach der Pressekonferenz wiederholte Milingo vor Journalisten, nicht mit dem Kirchenbann belegt zu sein: „Ich bin nicht exkommuniziert. Wer sagt das? Ich bin auf Gott ausgerichtet.“

Wenn er exkommuniziert wäre, dürfte er die Sakramente nicht spenden: „Ich habe nie aufgehört, die Messe zu lesen. Niemals. Auch diesen Morgen habe ich zelebriert.“

Milingo strebt angeblich an, daß die von ihm gegründete Vereinigung ‘Verheiratete Priester jetzt’ einen Rechtsstatus innerhalb der Kirche bekommt.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 31 Lesermeinungen:
Samstag, 30. September 2006 15:58
Breze: Athanasius2
Dann muss ich wohl was in den falschen Hals gekriegt haben????!!!! ?:)

Komisch, aber auch…

„„Ein (weiterer) Beweis, wie sehr der Glaubensabfall in Ihrer Sekte schon vorangeschritten ist…!““
„„(ursprünglich www.katholisch.de, bis ihm die supermächtige, steinreiche zionistisch-freimaurerische Konzilssekte das per Gerichtsverfahren verbieten lies)“„und daß die sich immer noch „römisch-katholisch“ nennende Konzilssekte gut beraten sein wird, bei künftigen Papstwahlen stärker darauf zu achten, daß der betreffende Kandidat auch die katholische Glaubenstradition repräsentiert…““

Und wie interpretieren Sie das?
„“
Samstag, 30. September 2006 11:18
AthanasiusII: @Breze
Keiner von denen die Sie meinen, pflegt einen Hass gegen die Römisch-Katholische Kirche, der man zum ewigen Heil verpflichtet angehören muss (cfr. ‘Cantate Domino’, 1442, Konzil von Florence u. Ferrara).

Gäbe es eine „Kirche des 2. Vatikanums“, im Widerspruch und in Ablehnung der „alten“, der vorigen, so wäre diese Kirche eine Gegenkirche, eine Gemeinschaft ohne Heilsbedeutung, nur von politisischer Bedeutung.

Sogar Kardinal Ratzinger sagte 1989 in Chile vor den Bischöfen, dass er sich fragte, ob die Kirche von vor 1962 wohl dieselbe gewesen sei wie die von nach 1962, oder ob man den Gläubigen eine „neue Kirche“ geschenkt habe. Er sagte, man könne keine neue, separate Kirche erbauen.

Es gibt nur die Römisch-Katholische Kirche deren ewigen dogmatischen Lehren nicht vom Pastoralkonzil Vatikanum II. geändert wurden oder werden konnten.

Magna est veritas, et praevalet. Man sieht, wo es wächst trotz Ausgrenzung und Verspottung durch die Bischöfe die schon längst keine Episkopoi mehr sind in ihrem Tun, und wo auch der Leerlauf weitergeht, zahlenmässig sowie liturgisch.
Freitag, 29. September 2006 17:30
Breze: @ Athanasius2
Lieber Athanasius2

um meine Behauptungen zu untermauern, empfehle ich Ihnen nur, einige postings hier zu lesen (z.b. die von Malachias…)

Ich bin bei Gott nicht jemand, der Messen mit Tütenchips und dergleichen gutheisst und erst recht nicht besucht. Bitte unterlassen Sie solche primitiven Verallgemeinerungen und lenken Sie nicht vom Thema ab!

Tatsache ist, dass hier einige einen ziemlichen Hass gegen die Kirche nach dem 2. Vatikanum hegen, das werden Sie ja wohl nicht abstreiten wollen, mein Herr!!!!!
Freitag, 29. September 2006 09:32
AthanasiusII: @Breze
Diese römisch- katholische Kirche wird aber wiederum von nicht wenigen hier, die der Piusbruderschaft zugetan sind, als Sekte bezeichnet, und auch kreuz.net selbst lässt eine Tendenz in diese Richtung durcblicken.

Quelle für diese Behauptung? URL? Wo hat hier ein Römisch-Katholischer Geistlicher der FSSPX die röm.-kath. Kirche als Sekte bezeichnet oder den Hl. Vater als Führer einer Sekte?

Wo hat kreuz.net dies getan?

Oder meinen Sie mit „römisch-katholische Kirche“ Ihre Clown-Pfarr-Kindermesse-mit-Dorito-Chips-auf-dem-Altar und Ihre Pastoralreferentin die sich in Priestergewänder zu kleiden pflegt?

Bitte untermauern Sie Ihre Beiträge mal. Sonst werden Sie nicht au sérieux genommen, Breze.
Donnerstag, 28. September 2006 23:52
Na wer hier im Zweifelsfall die Sekte ist, sagt uns der einschlägige Sektenbegriff.

Alles andere ist Wunschdenken.

Natürlich darf jeder zunächst einmal behaupten, dass er in der (vollständigen) Wahrheit ist, aber wenn dann geprüft wird, mit den Maßstäben des Evangeliums, platzt so manche Luftblase des eigenen, überhöhten Selbstverständnisses.

Insgesamt kann man alle sich christlich dünkenden Überzeugungstäter nur immer wieder mahnen, die Wahrheit des Evangeliums in ihrer Gänze nicht aus dem Blick zu verlieren.

Ansonsten droht der Irrweg des Fundamentalismus.
Donnerstag, 28. September 2006 23:09
Breze: …Hmmmmm
irgendwie werde ich nicht ganz schlau aus kreuz.net:

Da werden die Bischöfe, die Milingo (kirchenrechtswidrig) geweiht hat und Milingo selbst von kreuz.net als Parallelgemeinschaft tituliert, die sich von der römisch-katholischen Kirche abgespalten hat. Diese römisch- katholische Kirche wird aber wiederum von nicht wenigen hier, die der Piusbruderschaft zugetan sind, als Sekte bezeichnet, und auch kreuz.net selbst lässt eine Tendenz in diese Richtung durcblicken. Die wiederum von dieser angeblichen „Sekte“ abgespalteten Pius Brüder gelten als die einzig wahre katholische Kirche.
Ja, was denn jetzt???
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