Der Ex-Kurienerzbischof Milingo beruft sich auf einen Notstand
Er sei keinesfalls exkommuniziert: „Wer sagt das? Ich bin auf Gott ausgerichtet.“ Auf die Moon-Sekte kam er nicht zu sprechen.
(kreuz.net, Washington) Gestern nachmittag Ortszeit äußerte sich Erzbischof Emmanuel Milingo (76) bei
einer Pressekonferenz in der US-Hauptstadt Washington.
Der abgefallene Erzbischof verlas
seine Stellungnahme auf Italienisch und Englisch.
Er forderte den Papst auf, sich mit den weltweit mehr
als 150.000 laisierten und – zum Teil – verheirateten Priestern „zu versöhnen“.
Er glaube, daß diese
Ex-Priester, die verlassen seien und viel zu leiden hätten, der Katholischen Kirche als Mutter nicht
gleichgültig sein könnten.
Die Tatstrafe der Exkommunikation anerkannte Milingo nicht:
„Wir senden
sie seiner Heiligkeit, unserem geliebten Papst Benedikt XVI. zurück, damit er noch einmal darüber nachdenkt,
sie zurücknimmt und sich uns anschließt, indem er verheiratete Priester in den Dienst zurückberuft.“
Der angebliche Priestermangel und die Überalterung des Klerus stellten eine Notlage dar, die ihn zum
Handeln zwängen:
In zwanzig Jahren würden nur noch wenige Priester übrigbleiben: „Wer wird den Leuten
dann die Sakramente und die Eucharistie spenden?“
Die verheirateten Priester würden nur wegen eines
„mittelalterlichen, von der Kirche verhängten Gesetzes“ von ihrem Dienst ferngehalten.
Die Priesterehe
stelle auch die Antwort auf die Fälle klerikaler Kinderschändung dar. Erzbischof Milingo glaubt, daß
sie zu einer gesunderen Kirche führen würde.
Zudem sei die Berufung zur Ehe höher als jene zum Zölibat –
erklärte der Erzbischof und widersprach damit dem Konzil von Trient.
Die Ehe sei schließlich ein von
Christus gestiftetes Sakrament – so der mit einer Koreanerin (48) im Konkubinat lebende greise Ex-Erzbischof.
Gleichzeitig bezeichnete Milingo den Zölibat als „Geschenk“, das nicht verpflichtend eingeführt werden
dürfe.
Der abgefallene Geistliche erwähnte auch, daß sich seit Sonntag Unterstützung aus Indien,
Portugal und Kanada gemeldet habe.
Nach der Pressekonferenz wiederholte Milingo vor Journalisten, nicht
mit dem Kirchenbann belegt zu sein: „Ich bin nicht exkommuniziert. Wer sagt das? Ich bin auf Gott ausgerichtet.“
Wenn er exkommuniziert wäre, dürfte er die Sakramente nicht spenden: „Ich habe nie aufgehört, die
Messe zu lesen. Niemals. Auch diesen Morgen habe ich zelebriert.“
Milingo strebt angeblich an, daß die
von ihm gegründete Vereinigung ‘Verheiratete Priester jetzt’ einen Rechtsstatus innerhalb der Kirche
bekommt.
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31 Lesermeinungen
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Athanasius2 Dann muss ich wohl was in den falschen Hals gekriegt haben????!!!! ?:) Komisch, aber auch…
„„Ein (weiterer) Beweis, wie sehr der Glaubensabfall in Ihrer Sekte schon vorangeschritten ist…!““ „„(ursprünglich
www.katholisch.de, bis ihm die supermächtige, steinreiche zionistisch-freimaurerische Konzilssekte das
per Gerichtsverfahren verbieten lies)“„und daß die sich immer noch „römisch-katholisch“ nennende Konzilssekte
gut beraten sein wird, bei künftigen Papstwahlen stärker darauf zu achten, daß der betreffende Kandidat
auch die katholische Glaubenstradition repräsentiert…"“ Und wie interpretieren Sie das? „“
#30 AthanasiusII 11:18:46 | Samstag, 30. September 2006
@Breze Keiner von denen die Sie meinen, pflegt einen Hass gegen die Römisch-Katholische Kirche, der man
zum ewigen Heil verpflichtet angehören muss (cfr. ‘Cantate Domino’, 1442, Konzil von Florence u. Ferrara).
Gäbe es eine „Kirche des 2. Vatikanums“, im Widerspruch und in Ablehnung der „alten“, der vorigen, so
wäre diese Kirche eine Gegenkirche, eine Gemeinschaft ohne Heilsbedeutung, nur von politisischer Bedeutung.
Sogar Kardinal Ratzinger sagte 1989 in Chile vor den Bischöfen, dass er sich fragte, ob die Kirche von
vor 1962 wohl dieselbe gewesen sei wie die von nach 1962, oder ob man den Gläubigen eine „neue Kirche“
geschenkt habe. Er sagte, man könne keine neue, separate Kirche erbauen. Es gibt nur die Römisch-Katholische
Kirche deren ewigen dogmatischen Lehren nicht vom Pastoralkonzil Vatikanum II. geändert wurden oder werden
konnten. Magna est veritas, et praevalet. Man sieht, wo es wächst trotz Ausgrenzung und Verspottung durch
die Bischöfe die schon längst keine Episkopoi mehr sind in ihrem Tun, und wo auch der Leerlauf weitergeht,
zahlenmässig sowie liturgisch.
@ Athanasius2 Lieber Athanasius2 um meine Behauptungen zu untermauern, empfehle ich Ihnen nur, einige
postings hier zu lesen (z.b. die von Malachias…) Ich bin bei Gott nicht jemand, der Messen mit Tütenchips
und dergleichen gutheisst und erst recht nicht besucht. Bitte unterlassen Sie solche primitiven Verallgemeinerungen
und lenken Sie nicht vom Thema ab! Tatsache ist, dass hier einige einen ziemlichen Hass gegen die Kirche
nach dem 2. Vatikanum hegen, das werden Sie ja wohl nicht abstreiten wollen, mein Herr!!!!!
#28 AthanasiusII 09:32:00 | Freitag, 29. September 2006
@Breze Diese römisch- katholische Kirche wird aber wiederum von nicht wenigen hier, die der Piusbruderschaft
zugetan sind, als Sekte bezeichnet, und auch kreuz.net selbst lässt eine Tendenz in diese Richtung durcblicken.
Quelle für diese Behauptung? URL? Wo hat hier ein Römisch-Katholischer Geistlicher der FSSPX die röm.-kath.
Kirche als Sekte bezeichnet oder den Hl. Vater als Führer einer Sekte? Wo hat kreuz.net dies getan? Oder
meinen Sie mit „römisch-katholische Kirche“ Ihre Clown-Pfarr-Kindermesse-mit-Dorito-Chips-auf-dem-Altar
und Ihre Pastoralreferentin die sich in Priestergewänder zu kleiden pflegt? Bitte untermauern Sie Ihre
Beiträge mal. Sonst werden Sie nicht au sérieux genommen, Breze.
@ Breze Na wer hier im Zweifelsfall die Sekte ist, sagt uns der einschlägige Sektenbegriff. Alles andere
ist Wunschdenken. Natürlich darf jeder zunächst einmal behaupten, dass er in der (vollständigen) Wahrheit
ist, aber wenn dann geprüft wird, mit den Maßstäben des Evangeliums, platzt so manche Luftblase des
eigenen, überhöhten Selbstverständnisses. Insgesamt kann man alle sich christlich dünkenden Überzeugungstäter
nur immer wieder mahnen, die Wahrheit des Evangeliums in ihrer Gänze nicht aus dem Blick zu verlieren.
Ansonsten droht der Irrweg des Fundamentalismus.
#26 Breze 23:09:33 | Donnerstag, 28. September 2006
…Hmmmmm irgendwie werde ich nicht ganz schlau aus kreuz.net: Da werden die Bischöfe, die Milingo (kirchenrechtswidrig)
geweiht hat und Milingo selbst von kreuz.net als Parallelgemeinschaft tituliert, die sich von der römisch-katholischen
Kirche abgespalten hat. Diese römisch- katholische Kirche wird aber wiederum von nicht wenigen hier,
die der Piusbruderschaft zugetan sind, als Sekte bezeichnet, und auch kreuz.net selbst lässt eine Tendenz
in diese Richtung durcblicken. Die wiederum von dieser angeblichen „Sekte“ abgespalteten Pius Brüder
gelten als die einzig wahre katholische Kirche. Ja, was denn jetzt???
Milingo … grmpf…mal wieder im Rampenlicht Milingo mag in vielen Punkten inhaltlich durchaus recht
haben, aber es gilt auch hier: der Zweck bzw. das Ziel heiligt nicht die Mittel. Es kann nicht angehen,
dass ein Erzbischöf einfach den Rahmen den kanonischen Ordnung verlässt. Hinzu kommt, dass Milingo die
Kirche mit seinen Eskapaden nun schon seit Jahren in Atem hält. Ich vermisse bei diesem Mann jedweden
Sinn für’s Ganze.
#24 FioreGraz 19:37:02 | Donnerstag, 28. September 2006
@Athanasius Enthaltsamkeit (Zölibat) und Ehe, hat alles seine Berechtigung, jedoch keines der beiden
ist höher oder geringer zu bewerten als das andere. Es ist genauso Apostolisch das sich die Brautleute
das Sakrament der Ehe spenden. „wer fassen kann der fasse es“ LG Fiore
#23 Athanasius 18:04:55 | Donnerstag, 28. September 2006
@Fiore Wo lesen Sie denn, dass Petrus zu der Zeit schon geweiht war und als Apostel und Episcopus animarum
christianorum arbeitete? Wo? Ich sage ja auch nicht, dass man nicht verheiratet sein kann als Bischof.
Goettlich ist der Zoelibat nicht, wohl goettlich prophezeit. Man koennte dispensieren. Apostolisch ist
die Enthaltung aber wohl. Lesen Sie mal genau nach.
#21 FioreGraz 17:45:11 | Donnerstag, 28. September 2006
@Athanasius An der Ehe selbst ist nichts falsches, aber es ist apostolische Disziplin wenigstens als Bischof
unverheiratet oder wenigstens enthaltsam zu leben. Stimmt ist ein Tradition aus der Verfolgung heraus
entstanden, apostolisch aber nicht. Das haben alle Apostel gemacht. Beweisen Sie, ihr Christhasser, das
Gegenteil, bitte. Als Jesus in das Haus des Petrus kam, fand er dessen Schwiegermutter mit Fieber daniederliegen.
(Mt 8,14, das gleiche in Mk 1,30 und Lk 4,38) LG Fiore
#20 Benedikt 16:21:29 | Donnerstag, 28. September 2006
@ JohannesD Der Zölibat stammt nicht ausdrücklich von Jesus, sondern ist eine katholisch-kircheneigene
Beherrschungs-Strategie und der Machtausübung über die Priester. Hier hat die kath. Kirche mal wieder
dem Worte Gottes etwas hinzugefügt. Ich nehme an, Sie sind ausgetreten?
#19 Dr. Otterbeck 15:39:29 | Donnerstag, 28. September 2006
Atha I und II sind also 1? Ich schreibe nur noch unter Klarnamen, nicht mehr unter „stat crux“. Und darüber
hinaus hatte ich nie 3. oder 4. „Pseudonyme“ bemüht (und Hudal schon gar nicht).
#18 AthanasiusII 15:32:07 | Donnerstag, 28. September 2006
Hey Otterbeck Der einzige der hier unter zwei oder mehr Synonymen (u.a. Hudal) schreibt, sind Sie wohl.
Ich bin wirklich derjenige der ich gesagt habe, der ich bin. Und bin kein ordinierter Priester also.
#17 Dr. Otterbeck 15:29:14 | Donnerstag, 28. September 2006
Wahrscheinlich schreiben unter „Athanasius“ sowieso mehrere. Voriges Jahr wirkte es ja so, als sei einer
davon P. Lang (Stgt). Aber manches bleibt nunmal Spekulation.
#16 AthanasiusII 15:15:22 | Donnerstag, 28. September 2006
UNsinn Was die antikirchlichen Häretiker die hier schreiben in Reaktion auf einen Artikel alles schreiben
dürfen, ist ungeheuer. Wer der Piusbrüder hat denn jemals die Aufnahme von Bischof Ferraz kritisiert?
Nur ist es aber hier der Fall, daß diese von Milingo geweihten sich präsentieren als „römisch-katholische
Bischöfe“, was nicht wahr ist. An der Ehe selbst ist nichts falsches, aber es ist apostolische Disziplin
wenigstens als Bischof unverheiratet oder wenigstens enthaltsam zu leben. Das haben alle Apostel gemacht.
Beweisen Sie, ihr Christhasser, das Gegenteil, bitte.
#14 Guldin 12:24:12 | Donnerstag, 28. September 2006
@ FioreGraz Deswegen war Petrus auch verheiratet, Deswegen wäre Petrus von den Piüslern ja auch nicht
als Papst anerkannt worden. Der wäre von diesen bestimmt als Häretiker entlarvt worden.
#13 FioreGraz 12:15:29 | Donnerstag, 28. September 2006
@ruhrgebietler es stammt ganz ursächlich von Jesus Christus ab! Deswegen war Petrus auch verheiratet,
hat sich das Zölibat erst sehr spät durchgesetzt, gilt es als kircherechtlich und daher Dispensierbar
(was ja auch bei konvertierung von verheirateten Pastoren die dann die Priesterweihe ampfangen gemacht
wird). LG Fiore
#12 r.ruhrgebietler 11:44:40 | Donnerstag, 28. September 2006
@JahannesD: Zölibat es stammt ganz ursächlich von Jesus Christus ab! „neimand kann zwei Herren dienen,
Gott und dem Mammon“ (darunter ist alles zu fassen, das NICHT GOTT ist.
#11 AthanasiusII 10:50:53 | Donnerstag, 28. September 2006
@Maledica Ja, Milingo war früher mit Medjugorje verbunden. Und bekanntlich gab es da auch führende Franziskaner
die es mit dem Zölibatsgelöbnis nicht so ernst nahmen (außereheliche Kinder, geheime Verhältnisse
mit jungen Frauen). Dennoch möchte ich darauf hinweisen, daß: 1. Medjugorje keine Kindermißbrauchsfälle
oder Homosexualität bekannt sind. 2. Erzbischof Milingo immer geheime sexuelle Verhältnisse verurteilt
hat als scheinheilig. Natürlich ist Milingo Brecher seiner Gelübde, sicherlich wo er jetzt eheliche
Sexualbeziehnung mit Frau Sung hat. Vielleicht kommt sogar ein Kind daraus hervor.
#10 Athanasius 10:47:11 | Donnerstag, 28. September 2006
Konzil von Trient? Zudem sei die Berufung zur Ehe höher als jene zum Zölibat – erklärte der Erzbischof
und widersprach damit dem Konzil von Trient. Nein, er widersprach dem Hl. Apostel Paulus. Und dem Heiligen
Papst Pius XII. der in seiner Enzyklika ‘Sacra Virgnitas’ deutlich die Behauptung verurteilt die Ehe sei
höher als das Zölibat. Die Biblischen Fundamente des Priesterzölibats. www.vatican.va/…011993_bfoun_en.html
#7 Celebration 09:47:49 | Donnerstag, 28. September 2006
Priest Der Zölibat stammt nicht ausdrücklich von Jesus, sondern ist eine katholisch-kircheneigene Beherrschungs-Strategie
und der Machtausübung über die Priester. Hier hat die kath. Kirche mal wieder dem Worte Gottes etwas
hinzugefügt.
#6 Maledica 09:47:05 | Donnerstag, 28. September 2006
Notstand Wo kommen wir denn hin, wenn jeder beliebige Erzbischof für sich einen Notstand kreiert! Dann
macht so jeder, der will seinen eigenen Club auf. Hier eine Kuschelecke für die Piusbrüder, da eine
für die verheirateten Priester, … , jeder bastelt sich sein eigenes Wohlfühlreservoir
#5 duc in altum 09:15:26 | Donnerstag, 28. September 2006
Wieder mal … ein super Beispiel dafür, das mit dem Alter nicht zwangsweise auch die Weisheit zunimmt.
Bin mal gespannt, ob auch so ein Medienhype gemacht wird, wenn sich die ersten Milingo-Priester wieder
scheiden lassen. Dann gibts ne neue Organisation: „Geschiedene ehemals verheiratete Priester, ihre Frauen,
Pfarrsekretärinnen, Kinder und überhaupt JETZT!“ Aber bitte nicht innerhalb der Kirche, der ich angehöre.
Oh Maria hilf …
#4 laikos 09:13:48 | Donnerstag, 28. September 2006
Wahnsinn Der Herr Milingo ist total wahnsinnig. Das Zölibat ist heilig. Ein Priester muss im Zölibat
leben. Da darf es keine Ausnahmen geben !!! Die Exkommunizierung ist natürlich gültig. Der Papst wird
hoffentlich niemals diesen Wahnsinn akzeptieren. Priestermangel und Kleriker die Kinderschänder sind
gibt es ja gerade deshalb weil sich die Priester nicht mehr streng an die Regeln halten welche die Katholische
Kirche seit 2000 Jahren lehrt !!! Da könnten wir ja gleich alle Evangelisch werden wenn Priester heiraten
düfen
#3 FioreGraz 09:02:49 | Donnerstag, 28. September 2006
Notstand Tja bei der Piusbruderschaft hats angefangen und macht Schule. Das Motto lautet „Tu was du willst,
berufe dich auf einen Notstand und die Exkommunikation ist ungültig.“ LG Firoe
#1 r.ruhrgebietler 08:52:29 | Donnerstag, 28. September 2006
@Emmanuel Milingo Werter Freund, in unseren merhfachen persönlichen Begegnungenin Rom, Zocco usw. hattest
Du mir einmal schon vor 9 Jahren gesagt: „Man muß Gott auch lieben“. Tust Du es, jetzt und heute? Und
wie vereinbarst Du die gelobte Treue mit Deinem Verhalten der letzten ca. 5 Jahre? Es stimmt mich nachdenklich,
macht mich traurig Dich in dieser Situation zu wissen. Jesus Christus hat gesagt: an ihren Früchten werdet
ihr sie erkennen. Ich habe da Verständnisprobleme mit Deinem handeln. Wie kann der christgläubige sich
durch Dein handeln noch auf dem ‘rechten Weg’ wissen? Was würde Jesus Christus dazu sagen? Wer kann MIR
jetzt helfen?