Euthanasie
Die widerlichsten Dinge führt man mittels der Mitleidsmasche ein
In Italien wird der Bevölkerung gegenwärtig von oben eine Euthanasie-Debatte aufgedrückt. Das Ziel der Diskussion ist die Legalisierung der Vernichtung unwerten Lebens.
(kreuz.net, Rom) Seit dem Wochenende tobt in Italien der Streit um die Einführung der Euthanasie.

Der ex-kommunistische Staatspräsident Giorgio Napolitano (81) hat die Regierung von Romano Prodi (67) aufgeforderte, sich im Parlament mit der Euthanasierung von Lebensmüden zu befassen. Es sei Zeit für eine „Diskussion“.

Napolitano reagierte auf einen Brief eines gewissen Piergiorgio Welby (60), über den in Italien auch ein Fernsehbeitrag gesendet wurde.

Welby leidet an unheilbarem Muskelschwund. Er sitzt seit fast drei Jahrzehnten im Rollstuhl und wird künstlich beatmet und ernährt.

Jetzt forderte er vom Staatspräsidenten eine „legale Möglichkeit“, Selbstmord zu begehen bzw. ermordet zu werden.

Welby erklärte nicht, warum er nicht nur sich selber umbringen, sondern auch noch andere in seine seelischen Leiden hineinziehen will.

Der Vater von Frau Eluana Englaro (35) sekundierte den von den Medienkonzernen verstärkten Schrei nach Mord, Selbstmord und Euthanasie.

Seit einem Autounfall im Jahr 1992 liegt seine Tochter im Koma. Der Vater glaubt, daß die 35jährige Eluana „wie eine Pflanze vegetiert“ und sterben sollte.

In der Zwischenzeit haben sich zahlreiche Politiker, darunter Senatspräsident Franco Marini, scharf gegen die Einführung der Euthanasierung gewandt.

Der Präsident des Päpstlichen Rates für die Gesundheit, Javier Kardinal Lozano Barragan, erklärte im Gespräch mit der italienischen Nachrichtenagentur ‘ANSA’, daß Katholiken im Parlament moralisch verpflichtet seien, gegen die Euthanasie zu stimmen.

Man müsse die Sache beim Namen nennen. Die Euthanasie sei mit Mord gleichzusetzen. Sie widerspreche dem 5. Gebot.

Der emeritierte Erzbischof von Ravenna, Ersilio Kardinal Tonini, erklärte, daß der Staat kein Recht habe, über Leben und Tod eines Menschen zu bestimmen.

Indes plant das italienische Staatsfernsehen ‘RAI’ – das traditionell der jeweiligen Regierungsmehrheit nahesteht – die Euthanasierung von hilflosen Menschen zu bewerben.

Am Montag wird der Sender einen umstrittenen Film ausstrahlen, der die legale Ermordung eines offenbar lebensunwerten Niederländers dokumentiert.

Mehrere Parlamentarier drängten den Präsidenten des Senders, den Film nicht zu zeigen.

Der Forderung schlossen sich sogar mehrere Vertreter der – traditionell lebensfeindlichen – Linken an.
      
1 Lesermeinung
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#1   tau †   12:01:52 | Donnerstag, 28. September 2006
@ Brigitte Bussmann. Ich schreibe hier weiter
… Wenn dann seine gekreuzigten Brüder die letzte sterbende Amsel und die letzte Nachtigall in ihrer Hand bergen, werden sie ihr in Tränen zurufen, ihren letzten irdischen Gesang sterbend zum Hochzeitslied des Himmels zu gebären. Denn es wird keinen Abschied geben! Der Weltuntergang wird zur vollendeten Eucharistie. Im Opfertod wird die ganze Schöpfung mit allem, was je ward und mit dem „Tau“ bezeichnet ist, ihre bräutliche Liebe vollenden.
Sie wird „ihre Kleider waschen im Blute des Lammes“ (Offb 22,) und, verwandelt zum neuen Himmel und zur neuen Erde, endlich ankommen in der ewigen, allumfassenden Hochzeit.
Dann wird die Braut jedem Zugriff Luzifers entrissen, und der Hohn fällt ewig auf ihn und seinen Anhang zurück.
Franziskus aber wird den Thron des Brautführers erben. Und alles wird unendlich herrlicher und lebendiger sein, als es sich der kühnste Glaube vorzustellen vermag.
„Wer siegt, dem werde ich verleihen, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, wie auch ich gesiegt habe und mich mit meinem Vater auf den Thron gesetzt habe.
„Wer ein Ohr hat, der höre!“ (Offb 3, 21 22)…
Epilog
Und was vergeht, ist die Vergänglichkeit
Horch! – Vogelruf!
Erwacht am Morgen –
Und verklungen!
Warst du umsonst?
Bist du vorbei? – Gewesen?
Geboren aus der Schöpfung Schosse
Bist unverlierbar, unersetzbar du
Gewordenes, gewolltes Leben,
Lied aus dem Herzen, das dich ewig singt.
Wärst du nicht mehr,
so würden alle Himmel
im Lobgesang ersterben.
Ach könnte doch auch mein Herz
Stetig singen,
da…
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