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Sonntag, 1. Oktober 2006 17:12
Was die Anhänger der Evolutionstheorie glauben müssen
Bis zum heutigen Tag glauben Evolutionisten an die Theorie von der spontanen Entstehung des Lebens aus unbelebter Materie. Von Dr. med. Stephan Puls.
Eine beobachtbare Entwicklung des Menschen
Eine beobachtbare Entwicklung des Menschen
(kreuz.net) Kann Leben von selber entstehen? Die positive Antwort auf diese Frage bleibt solange Spekulation, bis man in einem Laboratorium eine solche Spontanerzeugung nachgewiesen hat. Das ist bis heute nicht der Fall gewesen.

Schon deswegen ist es fachlich angemessen, die Evolutionstheorie abzulehnen.

Biologiebücher zitieren gerne die sogenannten Ursuppenexperimente des US-amerikanischen Biologen und Chemikers Stanley Miller (76) und seiner Nachfolger.

Diese Experimente möchten nachweisen, daß die für Lebewesen nötigen Bausteine auf der jungen Erde von selber entstanden sind. Zu diesen Bausteinen gehören: Aminosäuren, aus denen die Eiweiße aufgebaut sind, Nukleinsäuren und Zucker (Ribosen), welche die DNS – den Träger der Erbinformation – bilden.

Vier Stationen auf einem hypothetischen Weg vom Leblosen zum Leben, die im Verlaufe einer "chemischen Evolution" - die der biologischen Evolution vorausgehen muß - notwendigerweise durchlaufen werden müßten: Sollte nur einer dieser Schritte auf natürlichem Weg, also aufgrund von Naturgesetzen unmöglich sein, könnten Lebewesen nicht "von selbst" entstehen.
Vier Stationen auf einem hypothetischen Weg vom Leblosen zum Leben, die im Verlaufe einer „chemischen Evolution“ – die der biologischen Evolution vorausgehen muß – notwendigerweise durchlaufen werden müßten: Sollte nur einer dieser Schritte auf natürlichem Weg, also aufgrund von Naturgesetzen unmöglich sein, könnten Lebewesen nicht „von selbst“ entstehen.
Naturwissenschaftler haben spekuliert, daß – zum Beispiel unter Einwirkung von Blitzen – im Gasgemisch der sogenannten Uratmosphäre der Erde organische Moleküle entstanden und in die Urozeane gelangt seien.

Typische Versuchsanordnung für die sogenannten Ursuppenexperimente
Typische Versuchsanordnung für die sogenannten Ursuppenexperimente
Miller und seine Nachfolger haben sich bemüht, diesen Vorgang zu simulieren.

Dazu wurde ein heißes Gasgemisch aus Ammoniak, Kohlenmonoxid, Methan, Wasserdampf und Wasserstoff erzeugt. Auf dieses Gemisch ließ man elektrische Entladungen – Blitze – einwirken und kondensierte es anschließend zu einer flüssigen Lösung.

Nach einer solchen Prozedur sammelt sich in der Lösung ein übelriechendes, dunkelgefärbtes und dickflüssiges Produktgemisch, das aus einer großen Vielfalt organischer Substanzen besteht.

Eine chemische Analyse findet darin unter vielen anderen Stoffen – von denen viele für heutige Lebewesen giftig sind – auch Aminosäuren, auch einige der zwanzig Aminosäuren, die in organischen Eiweißen vorkommen.

Natürlich wurde das Gasgemisch von Miller so gewählt, daß ein entsprechendes Ergebnis zustandekam. Kohlenstoff (C) führte er in Form von Methan zu.

Ein durchschnittliches Ergebnis der Ursuppenexperimente. Die Größe der Rechtecke zeigt die Menge der erzeugten Stoffe
Ein durchschnittliches Ergebnis der Ursuppenexperimente. Die Größe der Rechtecke zeigt die Menge der erzeugten Stoffe
Würde der Kohlenstoff dagegen als Kohlendioxid vorliegen, stünde er aus chemischen Gründen für den Aufbau organischer Moleküle nicht zur Verfügung.

Es ist allerdings viel wahrscheinlicher, daß in der sogenannten Uratmosphäre nur Kohlendioxid und nicht Methan vorlag.

In keinem Laborexperiment ist es je gelungen, mit einem einzigen Reaktionsansatz alle zwanzig notwendigen Aminosäuren herzustellen.

Darum muß das Ursuppenmodell von Miller postulieren, daß Stoffe, die an verschiedenen Stellen jeweils unter optimalen äußeren Bedingungen – Druck, Temperatur, eingesetzte Rohstoffe – entstanden, später zusammengespült wurden.

Die basischen Aminosäuren Lysin, Arginin und Histidin wurden in solchen Simulationsexperimenten bisher nie nachgewiesen, dafür aber zahlreiche andere, die in Lebewesen nicht vorkommen.

Die Miller’sche Theorie kann außerdem nicht erklären, wie die ersten Eiweiße gerade aus den zwanzig heute in Proteinen vorkommenden Aminosäuren hätten gebildet werden können und nicht auch aus anderen Aminosäuren.

Noch größere Schwierigkeiten erscheinen bei der Entstehung von Bausteinen der DNS, die aus dem Zucker Ribose, aus Phosphorsäure und den vier Stickstoffbasen Adenin, Thymin, Guanin und Cytosin zusammengesetzt ist.

Ein Blick auf die chemischen Formeln von Ribose und Adenin – der am ehesten unter Ursuppenbedingungen entstehbaren Base – kann diese Schwierigkeiten andeuten.
Fazit
Millers Experimente im Labor haben nicht zeigen können, daß die notwendigen Bausteine für die Entstehung des Lebens in der Ursuppe vorhanden waren.


Die Stickstoffbase Guanin entsteht zum Beispiel nur bei Vorliegen unrealistisch hoher Cyanwasserstoffkonzentrationen in einer Ausbeute von 0.1% und nur bei Abwesenheit des für die Riboseentstehung für notwendig befundenen Formaldehydes.

Außerdem sind die genannten chemischen Substanzen im wässrigen Milieu – beispielsweise in angenommenen Urozeanen – natürlich nicht stabil.

Sie zerfallen mit der Zeit. Wenn sie – durch welche Zufälle auch immer – entstanden sind, müssen sie rasch verwendet werden, da sie nicht für Jahrmillionen zur Verfügung stehen.

Fazit: Um ein Haus zu bauen, braucht es Ziegel und Mörtel. Millers Experimente im Labor haben nicht zeigen können, daß die notwendigen Bausteine für die Entstehung des Lebens in der Ursuppe vorhanden waren.

Die Veröffentlichung „Evolution Ein kritisches Lehrbuch“ von Reinhard Junker, Siegfried Scherer – inzwischen in sechster Auflage erschienen – vertieft die hier gebrachten Argumente. Eine Rezension der fünften Auflage ist hier einsehbar.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 38 Lesermeinungen:
Mittwoch, 4. Oktober 2006 11:30
Asphyx †: @methusalix
Ein sehr wahres Wort, kam da von Ihnen.

Danke!

Schöpfungsbiologie gibt es meines Wissens nicht einmal als Ausbildungsfach an der Uni – nur Evolutionsbiologie. Und wie sie schon ausführen, Evolution ist nicht Entstehung.

Aber bei tradierten Hirnen ist nichts anderes zu erwarten als solch Reaktion. Nicht jeder weiß, daß die Neuronenverbände im Kopf noch einige andere Aufgaben haben, als nur das Atmen zu ermöglichen. Sie hin und wieder sinnvoll zu benutzen, fällt tradierten Hirnen, wie ich hier schon des öfteren Beobachten durfte, äußerst schwer.

Deshalb gräme dich nicht, methusalix. Irgendwann werden sie es lernen – und werden auch die richtigen Zahlen der Hexenverbrennung akzeptieren, anstatt nur von läppischen 100.000 deutschlandweit auszugehen!

Mittwoch, 4. Oktober 2006 01:48
methusalix †: @Benedikt
…nicht allerdings die Auffassung vieler Evolutionstheoretiker, die von einer zufälligen Entwicklung sprechen…

Thema verfehlt! Setzen sechs! Damit meine ich nicht Sie, Benedikt; Sie können es als Laie ja gar nicht wissen, sondern die ganz ganz wenigen Evolutionsbiologen (ich kenne keinen einzigen aus der Zunft, der das in seinen Veröffentlichungen feststellt und ich kenne sehr viele!), die behaupten Leben sei „zufällig“ entstanden.

Evolutionsbiologie befasst sich mit Evolution, also Entwicklung, nicht mit Entstehung.

Diese absichtliche Fehlinterpretation wird von sehr vielen Hexen- und Gespensterjägern und dem Aberglauben anhängenden aber immer noch als wohlfeiler Pappkamerad verwendet, um auf andere, ganz gleichgültig wen der Knüppel trifft, einzudreschen.
Dienstag, 3. Oktober 2006 15:37
Benedikt: @ A. Leverkuehn
Im übrigen würde es mich interessieren wie Sie eine wörtliche Interpretation der Genesis mit ihrem kath. Glauben vereinbaren wollen?

Nein. Ich halte Evolutionslehre und Schöpfungsglaube für durchaus vereinbar, nicht allerdings die Auffassung vieler Evolutionstheoretiker, die von einer zufälligen Entwicklung sprechen. Der Mainzer Bischof Hermann Kardinal Volk sagte einmal: Gott erschafft möglichst wenig. Er lässt Freiheiten. Auch wir haben ja die Freiheit uns für oder gegen Gott zu entscheiden.
Dienstag, 3. Oktober 2006 00:30
Breze: @ wunderkind2
Sie haben Recht, aber dann auch wieder nicht, wenn Sie sagen, Glaube ist eine persönliche Entscheidung. Glaube ist keine Entscheidung der Vernunft, Glaube ist, simpel gesagt, das Annehmen der Liebe Gottes… Das geschieht im Herzen…

„ Eines Nachts hatte ich einen Traum:
Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn.
Vor dem dunklen Nachthimmel
erstrahlten, Streiflichtern gleich,
Bilder aus meinem Leben.
Und jedes Mal sah ich zwei Fußspuren im Sand,
meine eigene und die meines Herrn.

Als das letzte Bild an meinen Augen
vorübergezogen war, blickte ich zurück.
Ich erschrak, als ich entdeckte,
dass an vielen Stellen meines Lebensweges
nur eine Spur zu sehen war.
Und das waren gerade die schwersten
Zeiten meines Lebens.

Besorgt fragte ich den Herrn:
„Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen,
da hast du mir versprochen,
auf allen Wegen bei mir zu sein.
Aber jetzt entdecke ich,
dass in den schwersten Zeiten meines Lebens
nur eine Spur im Sand zu sehen ist.
Warum hast du mich allein gelassen,
als ich dich am meisten brauchte?“

Da antwortete er: „Mein liebes Kind,
ich liebe dich und werde dich nie allein lassen,
erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten.
Dort, wo du nur eine Spur gesehen hast,
da habe ich dich getragen.“

Montag, 2. Oktober 2006 20:40
Gotthard: Dankgebet
Evolutionstheorie als Versuch einer Erklärung, WIE sich das Leben entwickeln konnte, widerspricht dem Glauben an Gott den Schöpfer überhaupt nicht, da der Glaube einzig eine Antwort gibt auf die Frage, WARUM es Leben gibt.

Evolution kann keine Antwort auf das „WARUM“ geben – wo sie es tut, überschreitet sie eine seriöse Grenze.
Die Theologie kann keine Antwort auf das WIE der Entwicklung des Lebens geben. Wo sie es tut, überschreitet sie eine Grenze.

Die Genesis besingt die Größe des Schöpfers und seiner Geschöpfe … kein Bericht sondern ein großes Dank-Gebet!
Montag, 2. Oktober 2006 20:29
Adrian Leverkuehn: @ Benedikt
Wer Kritiker der Evolutionslehre mundtot machen will, der führt das nachmittelalterliche System des Glaubens an die Autoritäten (damals Aristoteles etc) wieder ein. Höchst reaktionär.

Wer will denn jemanden mundtot machen?
Man wird doch aber von den Gegnern der Evolutionstheorie verlangen können, daß sie sich an wissenschaftliche Standards halten und wissenschaftlich argumentieren.
Und genau da hapert es. Die Gegner der Ev. argumentieren immer nur dagegen. Sie bringen nie ein eigenes Konzept. Einfach deshalb weil sie keines haben.
Oder glauben Sie der Kreationismus oder ID seien wissenschaftlich haltbar?
Im übrigen würde es mich interessieren wie Sie eine wörtliche Interpretation der Genesis mit ihrem kath. Glauben vereinbaren wollen?
Wenn ich die Genesis wörtlich nehme, dann muß ich folglich auch das NT wortwörtlich interpretieren. Dann bin ich aber bei einem Bibelverständnis wie es Luther oder Calvin vertreten haben. Dann brauche ich weder Papst noch Kardinäle!
Nicht umsonst ist der Kreationismus hauptsächlich in den USA erfolgreich. Im von der Katholischen Kirche geprägten Europa hat dieser Unsinn dagegen glücklicherweise kaum Anhänger.
Wie wollen Sie denn den neuen Herausforderungen in Gestalt von China oder Indien begegnen, wenn Sie Schulkindern einen Quatsch wie Kreationismus beibringen wollen?
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