Ein Türkenkopf unter dem Fuß eines frommen Franziskanerheiligen erregt derzeit in der Diözese Trier mehr Aufsehen als eigentlich nötig wäre.
(kreuz.net, Spabrücken) Gut 250 Jahre steht er schon an seinem Platz, der Heilige Johannes Capistran, –
und zwar auf dem Hochaltar der Wallfahrtskirche Spabrücken.
Spabrücken liegt in der Nähe von Bad Kreuznach
in Rheinland-Pfalz und ist ein uralter Marienwallfahrtsort.
Vor fast 300 Jahren siedelten hier Franziskaner,
die sich im Auftrag der katholischen Herren von Dalberg um die Gegenreformation mühten.
In den Jahren
1731-1736 wurde neben den Klostergebäuden auch die Wallfahrtskirche neu errichtet.
Verantwortlich dafür
war Frater Agnellus Homburg OFM, der aus Bingen stammte. Er sorgte auch für die reiche barocke Ausstattung
der Kirche.
1956 wurde vieles übertüncht und umgestaltet. Aber das Inventar blieb erhalten, wenn auch
in der Farbe Grau.
Seit zwei Jahren wird die Wallfahrtskirche aufwendig restauriert.
Die Arbeiten sind
jetzt am Hochaltar angelangt. Dessen Restaurierung kostet über 350.000 Euro.
Auf dem Hochaltar befinden
sich rechts und links vom Gnadenbild die Statuen der beiden Franziskanerheiligen Bonaventura († 1274)
und Johannes Capistran († 1456).
Der Heilige Bonaventura war Theologe, franziskanischer Ordensgeneral
und Kardinalbischof.
Der Heilige Johannes Capistran übte im Franziskanerorden verschiedene Funktionen
aus, bis er nach Österreich kam und in Ungarn eine Armee organisiert, welche die Türken schlug.
Die
Statuen der beiden Heiligen in der Wallfahrtskirche Spabrücken haben ein wechselhaftes Schicksal hinter
sich.
1900 wurden sie eingemottet. Der damalige Pfarrer wollte aus der ehemaligen Klosterkirche eine
Pfarrkirche machen und ersetzte die beiden Franziskaner durch zwei Gipsfiguren der Heiligen Apostelfürsten
Petrus und Paulus.
1930 wurde die Ordnung wiederhergestellt. Die zwei Statuen kamen wieder an ihren Platz.
Jetzt soll wieder ein Kopf rollen
Alles in Butter? Eigentlich schon, wenn da nicht der Türkenkopf unter
dem Fuß des Heiligen Johannes Capistran wäre.
Stramm steht der Franziskaner mit seinem Fuß auf ihm
und hält das Kreuz darüber – in der anderen Hand das Siegesbanner Christi. Dabei schaut der Heilige
auf gen Himmel.
Sein Gegenüber, der Heilige Bonaventura, steht auf der Mitra, legt die Hand aufs Herz
und schaut ebenfalls gen Himmel.
Die theologische Aussage der Darstellungen ist klar: Weder weltliche
noch kirchliche Macht dürfen des Menschen Herz erfassen, sondern allein das süße Gesetz Christi.
Wie
man sieht, machten sich die Kirchenbauer im Barock noch theologische Gedanken.
Aber jetzt soll der Heilige
Johannes Capistran – wieder einmal – weg.
Er errege zuviel Anstoß, besonders bei den Pilgern, so die
offizielle Erklärung.
Zwar hat sich kaum jemand beschwert. In Wahrheit schenkt man der Sache weniger
Beachtung, weder von Seiten der Pilger noch von Seiten der Gemeinde. Aber er soll trotzdem weg.
Erklärt
man den theologischen Hintergrund, bekommt man meist keine Antwort – ein Zeichen, daß die offiziell vorgebrachten
Argumente irgendwo hinken.
Allerdings beginnen die bilderstürmerischen Pläne jetzt Unruhe auszulösen.
Einige Gemeindemitglieder sind entsetzt und wehren sich. Man ist nicht damit einverstanden, Köpfe rollen
zu lassen.
Zwar sieht das der zuständige Pfarrer, Pater Meinulf Blechschmidt, mit seinem Verwaltungsrat
anders. Jedoch bläst ihm damit der von ihm beschworene demokratische Wind ins Gesicht.
Hoffnung kommt
vom kirchlichen Denkmalamt in Trier. Dieses hat in der Zwischenzeit mitgeteilt, daß kein Grund bestehe,
an der Figur Veränderungen vorzunehmen.
Solche Veränderungen – die genehmigungspflichtig wären – würden
nicht genehmigt. Die Sache bleibt spannend.
Pater Blechschmidt ist für seine Katechetenkurse bekannt,
die eine sogenannt ganzheitliche Katechese vermitteln wollen.
Ob der Pater nicht auch mal eine Capistrano-Katechese
halten sollte?
Die Schriften des Heiligen wären nämlich sehr interessant.
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42 Lesermeinungen
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Türkenkopf? Wer sagt denn überhaupt, dass es sich um einen Türkenkopf handelt? Vermutlich ist es ein
Janitschare, der da dargestellt ist. Zur Erinnerung, Janitscharen waren christliche Kinder, die von den
Türken auf dem Balkan geraubt wurden, die zwangskonvertiert wurden und nach militärischer Ausbildung
zölibatär leben mußten. Sie bildeten eine türkische Elitetruppe und waren während der Türkenkriege
sowohl für ihre Tapferkeit alsauch für ihre Grausamkeit berühmt.
#41 AthanasiusII 11:13:22 | Samstag, 30. September 2006
@BEnedikt Ob er von der Legende überzeugt war oder nicht kann niemand genau wissen. Auch nicht, wie genau
er die Ereignisse hat untersuchen lassen. Nein, er hatte sicherlich Alzheimer als er das Dekret „Beatus
Andreas“ zum Kindl von Rinn erliess (ich gab den Verweis-URL unten). Ihre Argumentation…na…lässt
zum Wünschen übrig.
#40 Benedikt 15:28:21 | Freitag, 29. September 2006
@ Athanasius Stellen Sie sich doch nicht so an. Auch ein Papst kann nichts behaupten, was objektiv nachweisbaren
Fakten widerspricht. Die Legende und Verehrung des Anderl ist erst 180 Jahre nach den mutmaßlichen Vorfällen
entstanden, die Äußerungen des Papstes hierzu fielen nahezu 300 Jahre nach dem Vorfall. Wer weiß schon,
welche Motivation Papst Benedikt XIV. genau gehabt hat. Ob er von der Legende überzeugt war oder nicht
kann niemand genau wissen. Auch nicht, wie genau er die Ereignisse hat untersuchen lassen. Tun Sie also
nicht so beleidigt. Selbst wenn die Story stimmen würde gibt es keine Pflicht zur Verehrung und auch
keine Pflicht für einen Gedenktag in irgendeinem Heiligen Kalender.
#39 Athanasius 15:13:02 | Freitag, 29. September 2006
Schön, dass unser eigner „Papst“ Benedikt beschlossen hat, dass Papst Benedikt XVI. (1740-1758) im Irrtum
war. Immer nett solche Leute die alles besser wissen. Die Geschichte des Anderl war kein Mythos. Legende
vielleicht ja, aber kein Mythos, sondern basiert auf einer echten Mordzeremonie. Beatus Andrea Rinnensis,
ora pro nobis.
#37 Benedikt 14:35:46 | Freitag, 29. September 2006
@ ExBochumer Soll das ein Witz sein? Das Christentum ist gerade eine Religion, die sowohl eine historische
als auch eine kosmische Komponente hat. So oder so ist die Verehrung eines Jungen, dessen Existenz zweifelhaft
ist, für ein Martyrium, das es wahrscheinlich nicht gegeben hat absoluter Unsinn. Wenn Sie das gerne
machen wollen, bittesehr. Aber dem muss sich kein Mensch anschließen, ich verehre lieber Heilige, die
auch existiert haben. Sie können mir ja mal erklären, wie ein nicht-existenter Heiliger auf Ihre Bitte
hin Fürsprache bei Gott einlegen kann.
#36 ExBochumer † 14:27:35 | Freitag, 29. September 2006
@ Benedikt Du betrachtest also nur die Entstehungsgeschichte? Dann bleib mal Historiker, die alles rational
begründen wollen. Deine Religiosizität muß gegen NULL streben.
#35 Benedikt 13:59:20 | Freitag, 29. September 2006
Anderl von Rinn Die Streichung war völlig angebracht und hatte mit political correctness wenig zu tun.
Betrachtetman sich die Entstehungsgeschichte dieser Story, so sind erhebliche Zweifel an der Authentizität
derselben angebracht.
#34 ExBochumer † 13:48:17 | Freitag, 29. September 2006
@ timpressum Was ist an Anderl antisemitisch bitte? Oder gar Legende? Dann wäre es konsequenterweise
auch Legende, dass die Juden den Tod Jesu Christi forderten (vgl. Joh 19,6.12.15). Übrigens – die ganze
Hl. Schrift ist Legende. Geht’s noch???????????????????????
#33 Andrija 12:44:30 | Freitag, 29. September 2006
Der wackere Schwabe Was kommt als nächstes ? Bücherverbrennung? Nur noch Kulturloses Geschreibsel von
Kafka oder Lügenmärchen von Brecht? Da wallt dem Deutschen auch sein Blut, er trifft des Türken Pferd
so gut, er haut ihm ab mit einem Streich die beiden Vorderfüß’ zugleich. Als er das Tier zu Fall gebracht,
da faßt er erst sein Schwert mit Macht, er schwingt es auf des Reiters Kopf, haut durch bis auf den Sattelknopf,
haut auch den Sattel noch zu Stücken und tief noch in des Pferdes Rücken; zur Rechten sieht man wie
zur Linken, einen halben Türken heruntersinken.
#32 timpressum † 10:37:35 | Freitag, 29. September 2006
Zum Glück Der Festtag des „sel. Anderl“ wurde schon 1953 aus dem Kalender gestrichen Antisemitische Ritualmordlegenden
haben auch in der Kirche nichts zu suchen!
#31 landorganist 10:26:29 | Freitag, 29. September 2006
Ach was, Athanasius, das war also mal eben ein Irrtum? Sie machen es sich mit Ihrer Geschichtsklitterung
ja wirklich einfach. Wenn Pius X. nicht ausreicht, sucht man sich eben einen Vorgänger aus. Aber eigentlich
sollte man Ihnen nicht mehr antworten, wo Sie sich doch vor Tagen mit Pauken und Trompeten für immer
abgemeldet haben. Schade, dass Sie Ihr Wort nicht halten, wundern tut es mich nicht.
#30 AthanasiusII 09:43:08 | Freitag, 29. September 2006
Das Anderl von Rinn Der Festtag des „sel. Anderl“ wurde schon 1953 aus dem Kalender gestrichen – sowas
aber auch, vor dem Konzil. War ein Irrtum das zu machen in politischer Korrektheit. Hier was Papst Benedikt
XIV. (1740-1758) zum Seligen Kinde Anderl aus dem Tiroler Rinn und dem Seligsprechungsverfahren sagte:
klicken Sie HIER: Beatus Andreas. www.romancatholicism.org/beatus-andreas.htm Zwischen Gänsefüßchen
sollte man nicht schreiben.
#29 athanasius1957 09:35:02 | Freitag, 29. September 2006
Political Correctness oder was ist das? Vorauseilender Gehorsam war nie gut, wie uns die Geschichte lehrt
(der ehemalige österreichische Bundeskanzler Dr. Kreisky hat dies gegenüber einem Journalisten eingefordert
mit der Bemerkung „Lernen Sie Geschichte!“) Zuerst wird eine Mozart-Oper in Berlin abgesetzt, dann werden
„Bilder“ geschönt und schon haben wir das [kursiv]WAHRHEITSMINISTERIUMvon [fett]G. Orwell[kursiv] aus“1984“.
An einer der noch katholischen oder sich zumindest so bezeichnenden amerikanischen Universität, soweit
ich mich erinnere war es die Franziskanische in Steubenville, sollte ein neuer Hörsaal ohne Kreuz und
Segnung – um religöse Gefühle andersgläubiger Studenten nicht zu verletzen – eröffnet werden. Auf
Proteste einiger weniger katholischer Studenten mit Unterstützung vieler nichtkatholischer Kommilitonen
darunter Juden und Muslime mußte der Rector magnificus sowie der Präsident dieser Universität einen
Rückzieher machen. Dies beweist wieder das Vorausdenken vonG. Chesterton[fett]im Prolog seines genialen
[kursiv]Eugenics[kursiv] „MOST TYRANNIES HAVE BEEN POSSIBLE BECAUSE MAN MOVED TOO LATE.“.
Anderl von Rinn So klar die theologische Aussage der Darstellungen ist klar ist, das weder weltliche noch
kirchliche Macht dürfen des Menschen Herz erfassen, sondern allein das süße Gesetz Christi, so wenig
glücklich macht der Gedanke, daß der hlg. Anderl von Rinn aus dem Heiligenkalender gestrichen wurde.
Hatte er doch maßgeblich an der Befreiung von den Türken (Gott-sei-Dank!) gewirkt! Ein schande für’s
ehemalige christliche Abendland! Gott sei uns gnädig!
#25 timpressum † 19:00:28 | Donnerstag, 28. September 2006
Grundsätzlich Grundsätzlich sollte in einem solchen Fall keine Geschichtsklitterung betrieben werden.
Immer noch gibt es sog. „Judensäue“ an Kirchen oder eben auch Heilige mit Türken köpfen unter den Füssen.
Wichtig finde ich aber eine erläuternde Tafel mit einem Hinweis, daß die Kirche heute Abstand von solchen
Darstellungen nimmt und die dargestellte Gewalt nicht gutheisst bzw. bereut.
#22 Rodolfo Panetta 18:18:03 | Donnerstag, 28. September 2006
Ein zweiter Fall „Idomeneo“ Schon wieder Selbstzensur? Im Falle der Absetzung der Oper „Idomeneo“ war
es wohl nur ein besonders raffiniertes Marketing der Intendanz. Jetzt spricht ganz Deutschland darüber
und dann wird die fragwürdige Opern-Inszenierung, die schon drei Jahre kaum beachtet ein kümmerliches
Dasein fristete, doch wieder aufgeführt, und alle preisen dann die Toleranz der Muslime! Schlingensief
lacht sich krumm!
#20 Athanasius 18:02:27 | Donnerstag, 28. September 2006
@Bonaventura Der Herr Kaplan Gottfried Melze www.google.nl/search?hl=nl&q=%22Got…, Pfarrer i.R., pflegt
noch jaehrlich die Verehrung des sel. Anderls das von durchgehenden Juden auf dem Judenstein bei Rinn
in Tirol ermordet wurde. In der Pfarrkirche von Rinn ist 1994 der Leichnam weggenommen und anstelle der
Verehrung eine Plaquette angebracht worden die den angeblichen „Antisemitischen Charakter“ bedauert und
der Mord als Legende darstellt. Ueber Zeit und Datum kann ich Sie nicht informieren. Versuchen Sie das
ueber die Dioezese Innsbruck mit Hw. Melzer ins Kontakt zu treten. Persoenlich habe ich keine besondere
Devotion zum Kinde, aber der Kult ist authentisch, so Papst Benedikt XIV. (im 18. Jh.).
#19 Bonaventura 17:06:36 | Donnerstag, 28. September 2006
Das Anderl von Rinn Weiß jemand etas über die Wallfahrt nach Rinn die 1994 vom damaligen Bischof zwar
abgeschafft wurde aber privat noch organisiert wird ? Infos bitte an mich! Danke
#18 Benedikt 17:00:03 | Donnerstag, 28. September 2006
@ ddl Auch beim Umgang mit den „Judensäuen“ sieht man das ja mittlerweile recht differenziert: Wenn man
darüber nicht soviel Aufhebens machen würde, dann wüsste kein Mensch mehr, was das eigentlich ist.
So geht es vielem, was im Mittelalter an Kirchen angebracht wurde, etwa die Fratzen an der Nordseite etc…
In der Realität interessieren diese Dinger doch sowieso keinen, unlängst betraten auch Juden den Regensburger
Dom – zusammen mit dem Papst. Ich wüsste nicht, dass jemand sich an der dortigen „Judensau“ gestört
hätte. Solche Komplexe besitzen sowieso nur die Deutschen. In anderen Ländern stehen Statuen von Bomber
Harris, Napoleon und Franco überall in der Gegend herum. Glaubt einer, die Briten würden wegen den Gefühlen
deutscher Touristen die Statue entfernen? Und da ist sogar noch ein nationalistischer Hintergrund vorhanden,
während die „Judensau“ ihren Hintergrund längst eingebüßt hat. Das sind bloß irgendwelche Relikte.
#17 deusexmachina 16:42:02 | Donnerstag, 28. September 2006
O Mannomann… @Ansgar Ich sagte es bereits mehrfach, aber es gilt auch hier: Klugscheißen will gelernt
sein. Ich sagte explizit: „das hier ist schließlich Toitschland“, das hat mit dem Schöpfer der Statue
genau gar nichts zu tun, sondern lediglich mit dem Standort und den dort lebenden Menschen. Es ist ein
bisserl(?) peinlich, wenn man jemandes Aussagen erst verdrehen muss, um sie dann pseudosüffisant korrigieren
zu können. Das derlei ad hominems regelmäßig auf den Äußernden zurückschlagen, ist Ihnen bewusst,
nehme ich an? Spaß an der Selbstentblößung, Ansgar? Warum? Sie können doch auch anders? @landorganist
Spätestens Sulpicius’ freudige Zustimmung: „Ich staune immer wieder, wie schnell Sie begreifen!“ hätte
Ihnen aber sehr deutlich die geballte Ironie meines Beitrags klar machen müssen, oder? Ich meine, wenn
Sulpi einem zustimmt, dann kann man es nur anders gemeint haben… ;O) @Benedikt Man muss natürlich nicht
alles abreißen, verstümmeln und verstecken. Aber nachdenken sollte man doch. Jedenfalls ist das Thema
keineswegs so absurd, wie kreuz.net es hier darstellen möchte. Auch beim Umgang mit den „Judensäuen“
sieht man das ja mittlerweile recht differenziert: Manche besonders üblen wurden entfernt, manche prangen
heute noch unverändert an den Kirchen, und manche sind mit einem erläuternden Hinweisschild versehen
(m.E. die beste Lösung, immerhin handelt es sich um Historie, die dadurch, dass man sie versteckt, ja
nun auch nicht mehr geändert wird).
#16 Benedikt 16:15:44 | Donnerstag, 28. September 2006
Statue Eine Einmottung oder Umgestaltung der Statue wäre wohl nichts einzigartiges. Oft schon hat man
solches entfernt, was man nicht mehr für zeitgemäß hielt. Oft stehen an solchen Stellen gotische statt
romanische Kirchen. Es ist aber ein absurder Kreislauf, wenn man jetzt Tag für Tag die Archive durchsucht
und alles schleift, was Anstoß erregen könnte. Um mit den Worten eines Diskutanten aus dem ARD-Presseclub
zu reden: Irgendwann schleift einer den Kölner Dom, weil er ein provozierendes Zeichen für die hier
lebenden Andersreligiösen sein könnte.
#15 Andreas 16:08:12 | Donnerstag, 28. September 2006
@Navon und seine Pfähle… Naja, wenn sie gepfählte Christen darstellen würden, dann hätten sie sich
ja geoutet. Ich dachte der Islam sei friedlich? Außerdem reicht es doch wohl langsam mit dieser Kuschelwelle.
In diese Kirche pilgern mit Sicherheit zahlreiche Moslems.
#14 Bonaventura 15:55:06 | Donnerstag, 28. September 2006
@AthanasiusII und die anderen Jetzt will man auch schon, nachdem man bereist den Judenstein und das Heiligtum
in Rinn (Tirol) zugesperrt hat Weiß jemand etwas über die weiterhin bestehende Wallfahrt nach Rinn ??
Angeblich soll Privat eine jährliche Wallfahrt nach Rinn organisiert werden. Würde gern daran teilnehmen.
Danke
#13 Navon 15:54:34 | Donnerstag, 28. September 2006
Na zu dumm auch dass die Moslems keine Bildnisse anfertigen dürfen, sonst würde ich mir hier gerne das
Gejammer der Christen hier anhören, wenn man z.B. in der Türkei ne Statue mit nem gepfählten Christen
restaurieren würde. Ob das die hier Anwesenden dann auch als historisches Kulturerbe für schützenswert
befinden würden? N.
#10 Ansgar 15:28:25 | Donnerstag, 28. September 2006
Ahistorisch Die Enttürkung des Altardekorums wäre eine klassisch ahistorische Tat. Bei vielen Heutigen,
die das selbständige Denken nie gelernt haben, herrscht die feste Überzeugung, Monumente und Relikte
der Vergangenheit nach Tagesgeschmack frisieren zu müssen. Als nächstes empfehle ich den Total-Abriß
des Colosseums (schlimme Tierquälereien mit heute geschützten Raubkatzen), der Pyramiden (von armen
Negern entschädigungslos aufgemauert), der Chinesischen Mauer (Symbol der Ausgrenzung Anderslebender).
@ DDL: Ihr Zitat: „das hier ist schließlich Toitschland, da können wir uns über andere erheben, soviel
wir lustig sind“. Nur: Capostrano war Italiener. Eine erneute Demonstration ihrer pseudowitzigen Halbbildung.
Mann, Mann, schreiben Sie doch mal über etwas, von dem Sie Ahnung haben. Also über nichts.
#7 AthanasiusII 15:19:15 | Donnerstag, 28. September 2006
So ‘n Schwachsinn Jetzt will man auch schon, nachdem man bereist den Judenstein und das Heiligtum in Rinn
(Tirol) zugesperrt hat, auch noch so einen Kopf wegholen. Gleich auch mal das Rosenkranzfest ausrotten?
Das geht ja auch ueber den Sieg ueber friedvollen Muslimen.
#5 deusexmachina 15:12:04 | Donnerstag, 28. September 2006
Ist doch wohl kein Thema Wenn an diversen Kirchen „Judensäue“ prangen können, dann kann ein einzelner
Kanakenschädel ja wohl kaum das Problem sein. Und außerdem, wo kämen wir denn da hin, das hier ist
schließlich Toitschland, da können wir uns über andere erheben, soviel wir lustig sind – in Gottes
Namen! Wenn die sich darüber aufregen, na umso besser, wir wollen die ja eh’ nicht hier haben. „Ihr könnt
nach Hause gehn…!“ Die sollen doch froh sein, die Muselmännchen, dass man es bei so nem Kopf hat bewenden
lassen und nicht das gute, alte Gedicht illustriert hat: „Man sah zur Rechten wie zur Linken je einen
halben Türken sinken.“ Ist doch wahr! …oder doch nicht?
#3 duc in altum 15:01:20 | Donnerstag, 28. September 2006
Ich hab’da eine Idee … einfach den Kopf zum Fussball umlackieren. Im Jahr der WM in Deutschland würde
das Weltoffenheit, Toleranz und Modernismus signaliseren und das schlichte deutschkatholische Gemüt hätte
wieder seinen Frieden.