Jetzt fehlen in den islamischen Ländern die katholischen Kirchen
Jahrelang haben die Medienkonzerne Hexenjagden organisiert. Jetzt tut der Islam das gleiche – und stößt auf Unverständnis. Ein Leserbrief aus der ‘Frankfurter Allgemeinen Zeitung’.
(kreuz.net) „Da die Katholische Kirche nicht über eine durch Boykott zu schädigende Exportwirtschaft
verfügt und sich ihre Prozessionsfahnen nur begrenzt zu ritueller Verbrennung eignen, ist es fast schon
ein Jammer, daß in den meisten islamischen Ländern all die christlichen Gotteshäuser gar nicht erst
gebaut werden durften, welche fanatisierte Massen jetzt – als Reaktion auf die durch den Papst erlittenen
Verletzungen ihrer religiösen Empfindungen – medienwirksam abfackeln könnten.“
Das erklärte Christoph
Alenfeld aus Frankfurt am Main in einem Leserbrief, der am 29. September in der ‘Frankfurter Allgemeinen
Zeitung’ publiziert wurde.
Mit den „örtlichen Scharfmachern“ und „den meisten deutschen Politikern“,
die Benedikt XVI. dieser Tage „merkwürdiger Einseitigkeit“ beschuldigen würden, hätten die Brandstifter,
„die sich derweil mit der Verbrennung von Puppen begnügen müssen“, vermutlich gemeinsam, daß sie den
inkriminierten Vortrag des Papstes nicht gelesen, geschweige denn begriffen hätten – so Alenfeld:
„Wenn
dem Vatikan nun eine Entschuldigung abverlangt wird, damit sich Ausschreitungen wie im Fall der Mohammed-Karikaturen
nicht wiederholen, dann sagt dies nichts über die Regensburger Vorlesung, doch allerhand über ein religiös
motiviertes Gewaltpotential, für das in unserer Gesellschaft kein Raum und kein Verständnis sein dürfen.“
Wer vom Papst fordere, daß er erkläre, „was er genau gemeint habe“, dem sei ein Augustinisches „tolle,
lege“ geraten.
Außerdem könne er das Wort Christi aus dem Johannesevangelium betrachten:
„Wenn es
nicht recht war, was der Papst gesagt hat, dann weise es nach. Wenn es aber recht war, warum empörst
Du Dich?“
Daß die Frage nach der Vereinbarkeit von Religion und Vernunft gestellt werden kann, ohne
in uninformierter, aufgepeitschter Empörung niedergeschrieen zu werden, sollte auch „religiös Unmusikalischen“
ein Anliegen sein – wenn nicht im Interesse der Religion, dann doch im Interesse der Vernunft.
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3 Lesermeinungen
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#3 Beobachterin 13:40:06 | Sonntag, 1. Oktober 2006
Hexenjagden Welche Medienkonzerne haben was für Hexenjagden organisiert? Alle politisch Korrekten, und
das sind fast alle. Alle haben gegen die katholische Kirche agitiert, wenn es zum Beispiel um die „Rechte“
der Homosexuellen oder der Prostituierten geht, wozu die katholische Kirche einen anderen Standpunkt einnimmt
als unser politisches und mediales Establishment. Auch unsere „Kunstfreiheit“ mußte dafür herhalten,
unsere Religion und unsere Werte ins Lächerliche zu ziehen unter Assistenz der Medien. Dafür bedarf
es doch wirklich keiner Beispiele mehr – davon reden wir hier doch unter anderem auch.
#1 Beobachterin 11:36:02 | Sonntag, 1. Oktober 2006
Appell an die Vernunft wenn nicht im Interesse der Religion, dann doch im Interesse der Vernunft. Das
ist ein Appell an die Vernunft. Der läuft natürlich dort ins Leere, wo keine Vernunft herrscht …