kreuzmeldungen
Besser bewacht + Papst und Pädophilie zusammengebracht + Gleichgestellte Pfarrführerin + Der Bischof hat nichts zu sagen + Völlig vertrottelt?
Besser bewacht

Vatikan. Ab Monatsende wird die Zahl der Polizisten, die der Staat Italien für den Vatikan bereitstellt, um 22 erhöht. Dies meldete ‘Radio Vatikan’. Bislang galt die römische Polizeiabteilung, die für die Sicherheit im Vatikan zuständig ist, als chronisch unterbesetzt. Der Staat Italien hat sich in den Lateranverträgen 1929 dazu verpflichtet, beim Schutz des Papstes und des Vatikanstaates mitzuhelfen.

Papst und Pädophilie zusammengebracht

Großbritannien. Der ‘Britische Rundfunk’ veröffentlichte Sonntag abend einen Bericht, wonach der Vatikan 1962 und 2001 geheim beschlossen habe, Skandale rund um die klerikale Kinderschändung zu vertuschen. Der damalige Präfekt der Glaubenskongregation, Joseph Kardinal Ratzinger, habe sich angeblich hinter diese Politik gestellt. Die britischen Bischöfe entlarvten den Bericht des ‘Britischen Rundfunks’ am Montag als „falsch und absolut irreführend“. In dem 1962 veröffentlichten Dokument gehe es um das Beichtgeheimnis. Das Schreiben von 2001 befasse sich mit dem kirchlichen Prozeß von klerikalen Kinderschändern. Es sollten weder die staatliche Gerichtsbarkeit noch Polizeiuntersuchungen umgangen werden.

Gleichgestellte Pfarrführerin

Österreich. In der oberösterreichischen Diözese Linz gibt es ein sogenanntes Gleichstellungsprojekt. Dort wurde die Idee „Führen in Teilzeit“ geboren. Sie wird jetzt auch in einer Pfarrei umgesetzt. Darum gehört Pfarrassistentin Irmgard Lehner seit Anfang September zum Leitungsteam der bekannten heterodoxen Pfarrei St. Franziskus in Wels. Am 17. September war die „feierliche Amtseinführung“.

„Feierliche Amtseinführung“
Am 17. September fand in der Welser Pfarrei St. Franziskus die "Amtseinführung" von Irmgard Lehner als Pfarrassistentin durch Dechant Johann Bräuer statt.Frau Lehner (37) ist verheiratet und Mutter von drei Kindern. Sie war bereits in verschiedenen kirchlichen Funktionen tätig, unter anderem als Frauenbeauftragte der Diözese Linz.Sie wird nun Pfarrleiter Franz Schrittwieser in seiner Arbeit unterstützen. Hw. Schrittwieser ist geweihter Diakon, was ihn nicht davon abhielt, am Dreikönigstag des Vorjahres eine Hl. Messe zu simulieren.

Die gemeinsame Verantwortung für die Pfarrei ist durch das Projekt "Führen in Teilzeit" - eine Idee eines sogenannten "Gleichstellungsprojektes" der Diözese Linz - entstanden

Der Bischof hat nichts zu sagen

Schweiz. Die Nordschweizer Pfarrei Kleinlützel hat mit 71 zu 28 Stimmen beschlossen, künftig nebenamtliche Seelsorger auch ohne die Zustimmung des Bischofs von Basel, Mons. Kurt Koch, zu bezahlen. Das berichtete die Schweizer Nachrichtenagentur ‘Kipa’. Kleinlützel ist eine Nachbarpfarrei von Röschenz. Es ist zu erwarten, daß man den dortigen, suspendierten Ex-Pfarradministrator Franz Sabo weiterhin zeitweilig beschäftigt.

Völlig vertrottelt?

„»Es geht um die Verteidigung unseres abendländischen Kulturverständnisses«, empörte sich Hans Neuenfels über die Absetzung seiner Inszenierung, im seltenen Schulterschluß mit Publizisten und Politikern aller Parteien, die irgendwie ähnliches dachten. Und ähnlich ungenau. Mohammed-Kopf aus der Neuenfels-Inszenierung der Mozart-Oper ‘Idomeneo’: Ein völlig idiotischer Regieeinfall? Abgehackte Köpfe von Jesus und Mohammed, von Poseidon und Buddha als »abendländisches Kulturverständnis«? Sind wir noch bei Trost?“

Matthias Matussek auf ‘Spiegel online’ in dem Artikel ‘Kunst, Quatsch und das religiöse Gefühl’ über die abgesetzte Inszenierung von Wolfgang Amadeus Mozarts Oper ‘Idomeneo’.
      
14 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#14   theoderich   13:34:41 | Donnerstag, 21. Dezember 2006
Idomeneo
Die Inszenierung ist eine Beschimpfung religiöser Bekenntnisse und hat bereits erheblich den öffentlichen Frieden gestört.
Sie ist daher strafbar nach § 166 StGB.
Erstattet Strafanzeige, damit sich etwas tut!
Generalstaatsanwaltschaft Berlin
Elßholzstraße 30-33
10781 Berlin
Tel: +49 (0)30 9015-0
Fax: +49 (0)30 9015-2727
pressesprecher@gsta.verwalt-berlin.de
Redaktion benachrichtigen
#13   DomenicoT   13:55:06 | Donnerstag, 5. Oktober 2006
Ich leiste Abbitte an Kreuz.net
und entschuldige mich für alles, was ich an Beleidigungen geschrieben habe!
Redaktion benachrichtigen
#12   Brigitte Bussmann   09:21:51 | Donnerstag, 5. Oktober 2006
Pfarrführerin
solche verantwortlichen Geistlichen, wie in Wels, müsste es noch viel mehr geben, damit endlich, dass, was Jesus wollte, in die katholische Kirche einzieht. Und vor allem dürfen die männlichen Kritiker niemals vergessen, dass es keine Kirche gäbe, wenn nicht Maria von Magdala die Auferstehung Christi an die männliche Nachfolgeschar Jesu verkündet hätte. ?:) Der Auferstandene wusste warum er eine Frau als seine Botin ausgewählt hatte.
Redaktion benachrichtigen
#11   Sulpicius   23:16:50 | Mittwoch, 4. Oktober 2006
Wann werden eigentlich…
… die verantwortlichen Pfarrgeistlichen in Wels endlich aus dem Verkehr gezogen?
Redaktion benachrichtigen
#10   Brigitte Bussmann   09:20:25 | Mittwoch, 4. Oktober 2006
Gleichgestellte Pfarrführerin
endlich wird in Wels ein bisschen der hl. Paulus verstanden, der sagte, dass in Christus Mann und Frau eins sind. Ich weiß gar nicht, warum sich so viele darüber aufregen, nur weil die Herren in ihrer Ehre sich gekränkt fühlen? Eine Pfarrführerin ist keine Priesterin, nicht dass Sie hier noch etwas missverstehen.
Aber es ist ein guter Weg dahin, dass die weibliche und männliche Seite des Ebenbildes Gottes auch langsam in der katholischen Kirche Einzug halten kann.
Redaktion benachrichtigen
#9   Breze   15:48:54 | Dienstag, 3. Oktober 2006
@ Graf von Galen
Der Schwachsinn, der in Wels und sonstwo praktiziert wird, ist keine Konsequenz des 2. Vatikanums!!!!!
Redaktion benachrichtigen
#8   Benedikt   15:03:39 | Dienstag, 3. Oktober 2006
Wels…
Was in Wels geschieht hat mit dem Zweiten Vatikanum ein gar nichts zu tun. Ich kann jeden verstehen, der aus so einer Kirche zur FSSPX flüchtet – auch wenn ich die Positionen und das Selbstverständnis der FSSPX ablehne. Das kann man einfach in diesem schweren Fall niemandem vorwerfen.
Redaktion benachrichtigen
#7   Graf von Galen   13:04:26 | Dienstag, 3. Oktober 2006
Wider VII
Die VII- Kirche, wie diese sich in Wels wohl als
Avandgarde versteht, ist einfach nur noch lächerlich
und dem Absterben geweiht.
Redaktion benachrichtigen
#6   Frasim   12:21:31 | Dienstag, 3. Oktober 2006
@priest
Da haben Sie Recht, ich empfinde das absolut genauso. Das Heilige wird Schritt für Schritt profanisiert. Am Schluss (ist ja auch heute oft schon so) kennt dann niemand mehr den Sinn einer Priesterweihe, glaubt keiner mehr an die Realpräsenz, wir feiern nur noch Mahl und machen Ringelpietz mit Anfassen (s. Fotomeile des Artikels…)
:-[ :'( :-!
Und wer hat da seine Finger im Spiel? Wohl >:) …
Bleibt nur noch eins: Oremus fratres…
Redaktion benachrichtigen
#5   Abu   11:00:40 | Dienstag, 3. Oktober 2006
@ FioreGraz
Ich weiß nicht, warum man bei kirchlichen Zentralinstanzen verbrecherische Absichten unterstellen möchte.
Ich würde sagen: Wenn man sich so einer furchtbaren und schwierigen Thematik kirchlicherseits annimmt, dann muß man erst einmal zusehen, daß nicht Medien und Öffentlichkeit alles zusätzlich verkomplizieren und verschärfen. Deshalb muß man Diskretion walten lassen. Es gibt schließlich nicht nur homosexuelle Preister, die ihren Oberministranten belästigen, es gibt auch Leute, die Priester denunzieren. Im Dritten Reich hat man so versucht, die Kirche zu desavouieren. Also muß man die Sache – wie in einer guten Familie – erstmal intern klären. Und dann an die Öffentlichkeit.
Oder nicht?
Redaktion benachrichtigen
#4   FioreGraz   10:50:05 | Dienstag, 3. Oktober 2006
@Abu.
Meiner meinung nach zu verstehen? Also erstmal ist das Verfahren festgelegt
– Voruntersuchung abschliesen und übersendung an die GK
– die GK entscheidet das weitere Vorgehen
Das das Vorgehen sich nur auf Interne Abläufe beschränkt, ist durch die „päpstliche Geheimhaltung“ widerlegt. Denn wozu diese Geheimhaltung, wenn ich sie ja dann durch eine Anzeige bei der staatlichen Stelle nicht einhalte??? Innerhalb der Hierarchies schweigen im Walde und rundherum rausposaunen?
Wenn also jemand sagt das dieses Dokument einem geordneten, rücksichtsvollen und bedachten Vorgehen dienen soll ist das meiner Meinung nach voll zu treffend.
Das diese Vorschrift jedoch nicht auch missbraucht werden kann und der Vertuschung dienen kann ist meines erachtens eine dicke Lüge.
LG
Fiore
Redaktion benachrichtigen
#3   laikos   10:18:30 | Dienstag, 3. Oktober 2006
Drahn de jetzt komplett durch?
Eine Frau welche Gottesdienste macht, die Kommunion austeilt, modellt und die Dienste eines Priesters übernimmt :-! :-! :-! Gibt es eigentlich überhaupt noch einen Unterschied zwischen moderner Kirche und den Protestanten? Mir fallen in letzter Zeit keine mehr auf. Dies ist sicherlich auch auf den Einfluß der Altprotestanten zurückzuführen :-|
Redaktion benachrichtigen
#2   Abu   10:03:24 | Dienstag, 3. Oktober 2006
@ FioreGRAZ
Und wie ist Ihrer Meinung nach das M.P. zu verstehen? Welche Konsequenzen sehen Sie und wie sind sie zu beurteilen?
Redaktion benachrichtigen
#1   FioreGraz   09:35:23 | Dienstag, 3. Oktober 2006
Falls
es bei der Pädomeldung um das Motu Proprio 2001 geht ist das ein Irreführung. der Titel alleine sagt schon
„Motu propriomit der Bekanntgabe von Vorschriften bezüglich schwerer Straftaten, die der Glaubenskongregation vorbehalten sind“
Das Beichtgeheimnis ist zwar eines der Straftaten es heißt dort genau
– Straftaten gegen die Heiligkeit des hochheiligen eucharistischen Opfers und Sakramentes,…
– Straftaten gegen die Heiligkeit des Bußsakramentes…
– Straftat gegen die Sittlichkeit, nämlich die von einem Kleriker begangene Straftat gegen das sechste Gebot des Dekalogs mit einem noch nicht 18jährigen minderjährigen Menschen.
Weiters heißt es
„Prozesse dieser Art unterliegen der päpstlichen Geheimhaltung.“
Es ist also keineswegs nur auf „Beichte“ beschränkt oder kein Versuch wenig Wirbel zu machen.
LG
Fiore
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
kreuzmeldungenSöhne derselben Erde + … kreuzmeldungenVideo-Anschlag gegen den Papst? + … kreuzmeldungenPapst für Frauen- und Kinderrechte + … kreuzmeldungenSorgen des Papstes + … kreuzmeldungenVom Zweifler zum Bekenner + … kreuzmeldungenLiturgien im Oktober + … kreuzmeldungenPapst befürwortet islamischen Religionsunterricht + … kreuzmeldungenDer einzige Weg + … kreuzmeldungenWas ist das Ziel? + … kreuzmeldungenZum Dialog geladen + … kreuzmeldungenGrößere Brüder + … kreuzmeldungenDialog als Allheilmittel + … kreuzmeldungenGenug ist genug + … kreuzmeldungenLegalisierte Verbrechen + … kreuzmeldungenDementi + …
RSS Feed  •  News Ticker  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net